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bet Ertrag fein, unb -war foll nu,,. jer bTetfäbrtge Durchschnitt»erlraa für bte Besteuerung tatOH&tat »erben. Äonlnm* Genossenschaften sollen den Kunden- gewinn versteuern f eue r fr e i foll fein ein Betriebskapital bis 30000 Mark und raw Lohnsumme b>S zu 10 000 Mark Vie Filial- Heuer wurde abgelehnt (Bei der Landwirt­schaft sollen die Wohnräume ^ur Hauszr ns- steuer herangezogen werden Entsprechend wurde der PafsuS. hab die Reichsvegierurm vor dem 1. April prüfen wird, ob und inwieweit noch ein Fortbestehen dieser (debäudeent- schuldungSfteuer erforderlich tft. obgeändert. 3n mehreren angenommenen Entschliestuitgen wendet sich der BeuySwirkschaftSrat noch gegen die Ent­scheidung d«S Reich» bahngerichlrt vom 13. März, öc gibt der Auslassung Ausdruck, dah die Reichsbahn nach wie vor moralisch Der- pflichtet ist, für die der einzelnen Gemeinde durch ihren Betrieb erwachsenden Kosten einen rmgemefsenen Ausgleich zu gewähren. Even­tuell mühten Reich und Länder eingreifen. Schließlich wird verlangt, dast zur besseren Kon­trolle der öffentlichen Finanzen all» gemein die Oeffentlichkeit eingeheird über die beschlossenen Haushalte und .hre Aenderungen unterrichtet wird.

Oie Besoldungsreform im Haushaltsausschuß.

Berlin. 8. Rov. (VDZ.) Der HauShaltS- außfchuh deS Reichstags trat am DienStog in die Einzelberatuna der Besoldungsordnung ein.

Abg. S ch u l o t -Steglitz lDem.) beantragte statt des WohnungSgeldzuschufseS einen OrtS- »uschlag zu gewähren

Abg. St ein köpf iSoz.) unterstützte diesen Antrag, muhte jedoch als offizieller Bericht­erstatter empfehlen, bies« Frag« bi» pur Beendi­gung der ersten Lesung offen zu lassen. Stein- kopf legte einen Antrag vor. der statt de» Grund­gehalte» da» Zieleinkommen setzen will.

Ministerialdirektor Dr. Lot Holz wendete sich gegen beide Anträge. Man solle nicht zu den bisherigen Auslegungen de» Dienstein- kommen» noch eine neue hmzufügen und dadurch den AechtSzustand noch mehr verwirren. Der WohnungSgeldzufchuh wolle den Be­amten einen Zuschlag zur Miete gewähren, der Ortszuschlag hagegen die Teuerung der Ver- hältnisse in lokal abgegrcnz.'en Gebieten berück- sichttaen Die Richtdurchführbarkeit de» Ort3» zuschlaasstzstem» habe man 1923 erkannt und sei deShalo zum Wohnungsgeld zurückgekehrt.

Abg. Lucke (Wirisch. P.) trat gleichfalls für den OrtSzuschlag ein.

Abg T o r g l e r (Komm.) lehnte da- Orts- zuschlaaSshstem ab und wünschte ein Einheit»- gehalt für da» ganze Deutsche Reich ab­züglich 10 Prozent für rein ländliche Gebiete.

Abg. Morath (Dtsch. Vp.) ersuchte um Zu­rückstellung dieser Frage Rach weiterer Aus­sprache wurde unter Ablehnung aller Anträge der grundlegende Paragraph 1 in der Fassung der Regierungsvorlage genehmigt.

Beim Abschnitt .Grundgehalt" wird § 2 unter Ablehnung aller Anträge genehmigt. 9 3 setzte die Aufstiegstufen der Grund­gehälter fest. Die Regierung schlägt zwei Nähre vor. Abg. Torgler einjährige Stufen. Minisie- rialdirektvr Lotholz bittet, e» bei der Regierungs­vorlage zu belassen. 'Der Antrag Torgler ergäbe Mehrausgaben allein für das Reich von rund 200 Millionen Reichsmark. Rach furwer Aus­sprache wird der § 3 genehmigt § 4 handelt von dem Rechtsanspruch der planmäßigen Beamten auf die Dienstalter zulaacn imb dem Ruhen und dem Verlust diese» Anspruchs.

Abg. Schuldt -Steglitz (Dem.) und Abg. Torgler (Komm.) beantragten Streichung de» Satze», wonach der Anspruch ruhen soll, so­lange ein Dienststrafverfahren oder Hauplver- fobren oder eine Voruntersuchung schwebe.

Geheimrat S b l ch weist darauf hin, daß unter Umständen bei Annahme der Anträge ein Beamter in der Zeit, wo ein Verfahren g»gen ihn schwebe, auf rüden müsse und nachher vielleicht bestraft werde, ohne dast ihm die fi6b?rc Gehaltsstufe wieder aberkannt werden könne. Die Anträge werden abgelehnt. Der § 4 wird gc- tTebnrfgt.

'TD ri Irr berahm g Mittwoch

Die Wohnungszwangswirlschasl

Bebakte über datz Skeichsmiekenqesetz im ReichSkagantzschust.

Berlin, st. Nov (VDZ.) Der Neichstagsous- schütz für Wohnungswesen beriet am Dienstag Ab- anderunasgefetze zum lsteichsmictengesetz und zum Mieterschutzgeseft.

Abg Lipinski (So;.) trat für eine Aenderung de» Bürgerlichen Gesetzbuch» und für die Schaffung eine» dauerhaften fojialen Miet recht» ein Die Woh- nung»not sei eine jfolge de» Krieges. Die öffent­liche Wirtschaft habe auch daher die Pflicht, der Notlage zu steuern. Der SRebncr kritisierte die Her­ausnahme der sog. Krotzwohnungen und der ge­werblichen Kaum.- au» der Zwang:wirtschaft wie habe die Mieter der Exmission und dem Wucher ouogesetzt.

Aba. H ö l l e i n (Kom.) schilderte die Notlage aus allen Gebieten de» Wohnungswesens ?ic ge­forderte Mieterhöhung habe keine Berechtigung. Sie beraube den größten Teil de» Holte» der Mög­lichkeit, (eine Wohnungen au behaupten.

Reichsioftlzmlnlsier Hergk wandte sich gegen die Gedankengäna,* de» so^ialdemotra- tischen Vorredners, ter schon heute endgültig bie ordentliche Gesetzg-buna rm Bürgerlicb-n Ge­setzbuch Im Sinne der geltenden Rotgesetze ein- stellen möchte. DaS würde die Verewigung de» heutigen Rotrechts alS Dauer- recht bedeuten.

dum Gefetzentwurs selbst teilte der Fustiz- minister mit. d^rst nach den Berichten saft ilkr deutscher Länder besondere Beschwerden au# .'[> last der Rovelie nicht eingetreten seien, han­dele <i<b im wesentlichen um eine Vereinfa­chung eine# tn»ber umständllchm schwerfälligen und kostfplelraen Verfahren < An den ma­teriellen Grundlagen de» dastehenden Mie­terschutzes ändere tie Vorlage überhaupt nichts Der Minister verwes »um ^chlust auf die fr-r<- : > durch die Reich»reg«erung abgegeben? rflärung. wonach di e gesetzliche Miete weder zum 1. April 1O2S noch überhaupt in ab­lesbarer Ze 11 erhöbt werden soll. S# Hege also irgendeine Vrr inlaffuna aut nnf - Bling der Bevölkerung nicht vor

Abg. B e ö t b : n , D V > weist bara uin. datz d e Linksvarteien d ? . v - r des 1 der DohmlngSvvaiurStrnrtlchatt ba»v e- 1-.--

Lier französisch-serbische Pakt.

Außenminister Marinkowiisch fährt zur Unterzeichnung nach Parte.

Belgra d. 8. Rov 'DB Der Minister deS Auswärtigen. Marinkowitsch, ist heute vormittag nach Par.» abgereist. Zur Verabschie­dung hatten sich auf dem Bahnhof der fran- zöststhe Gesandte. Dash. der tfchechoslowak iche Gesandte. Seba. und mehre« höhere Beamte bei Auswärtigen. Amte» am Bahnhof e.ngefuiBen.

Pressevertretern gegenüber erklärte Marinko- Witfch Die Franzosen und wir haben niemals aufgehört, uns als Verbündete zu betrach­ten. Dir haben jedoch feftgefteUt. bah ei im 3ntereffe unserer Lanber. wie auch im Interesse aller anderen Staaten liegt, unsere Bezie­hungen rechtlich fest zulegen. Der im (Jahre 1926 paragraphierte VertragSertlwurs diente unS al» Grundlage bei diesen Verband- langen. Vor kurzem haben wir an» dahin verstän­digt. dast die Gründe für eine Verschiebung der Unterzeichnung diese» Vertrag» nicht mehr bestehen und heute, nachdem wir vollkommen einig sind, begebe ich mich nach Pari» zur Fest­legung der endgültigen Fassung und zur Unter­zeichnung de» Vertrage# 3<b werde meinen Besuch dazu benutzen, um mit Br.and über zahl­reiche Fragen, darunter mehrere komplizierte, einen Gedankenaustausch zu pflegen.

Verstimmung in Italien.

Rom. 8 Rov. (TR.) Die bevorstehend Unter­zeichnung de» sranzöfisch-iüdslawischen Vertrage» yat in hiesigen poiittschen Kreisen 'Seunrubtgung hervor gerufen Den Aeusterungen Rink- schitschS, e» habe ursprünglich die Absicht be­standen. ein Abkommen zwischenFrank- reich, Südslawien und Italien anzu- streben, legt man biet keinen Glauben bei. son­dern sieht darin die Absicht, Jtalien in» Un­recht zu setzen. Von den zuständigen Stellen werden denn auch die Auslassungen Rinttchitschs al» unzutreffend bezeichnet. Die 'Bedeutung, die man dem südslawischen Abkommen hier bei»

mißt, geht auch daraus hervor, dast Musso­lini den italienischen Gesandten in Belgrad Brodrero. zur Der <6ecrft<xttung noch Rom berufen hat.

Die Preise hält sich noch sehr «rück. Hur die ,X r t bu n 0 erklärt, Italien hrtcrefhere vor allem der Geist, mit dem Frankreich den Ver­trag betrachte, und zwar, ob der Vertrag einen anti-italienischen Charakter fragt und entsprechend der Belgrader Tendenz, d e europäische Politik mit ten kleinen Balfan- streiti gleiten «1 verknüvten. eine französifch-süd- «lawi'ch- Bincung dorstefle. oder oh Frankreich seiner Verantworkuna ol«i Grostmacht bewuht. die französischr Politik von bie'er Dindutrg fern» halten wolle. Sudflaw.en, fv fügt die .Tri- buna" hinzu, könne nicht den Grundsatz .Der Balkan den Balkanvölkern" verfechten und gleich­zeitig auf die Zermürbung Albanien» b narbetten; ferner dürfe w nicht Allianzen schliesten mit der offen auSge«prvchenen Absicht, die Rückendeckung durch eine Groh - macht zur Durchführung feiner Pläne a«Szu- nuhen.

Die Gefahr der Bündnisverstrickungen.

Pari«. 8. Rov (DTB.) Der ..S 0 i r" be­spricht die verschiedenen in der Rachkrieg«zett abgeschlossenen Freundschaft»- und Al- lianzverträge. Er sieht in diesen eine Ge­fahr. denn nach seiner Ansicht ähnelten diese diplomatisä-en Kombinationen der RachkriegSzeit denen der Vorkriegszeit. Europa sei in eine Art Retz von Dündniisen und Kombinationen verstrickt, die jeden Konflikt zu einem Weltkonflikt machen würden. Frankreich, Italien, England, Deut chland. Hz Kleine Entente. Polen usw. seien in diesem Retz gefangen. Man habe schnell die feierlichen Versprechungen von 1918 vergessen.

wollten, nicht nur den jetzigen Zustand bei zu - behalten, sondern um die Sozialisierung de» Hausbesitzer zu erreichen. Rach wie vor gebe die Tendenz der Deutschen Volkspartei dahin, den Zwang abzuschassen. Aber soweit habe sich die Lage de» WohnungSmarkte» noch nicht gebelfert, dast man einer radikalen Aufhebung der Schutzgesetze zustimmen forme. Die vor kurzem erfolgte Wohnungszählung habe ergeben, dast im Deutschen Reich mindesten» 900000 Haushaltungen nicht im Be­sitze einer eigenen Wohnung seien. Man müsse deshalb zur Zeit noch in der Ab­schaffung der Mieterfchuhbestinnnutrgen vorsichtig sein. Seine Fraktion lege Werl darauf, grund­sätzlich gegen da» Fundament de» W 0 h- nungSbureaukratiSmu» vvrzugehen. Seine Partei habe den Antrag eingebracht, da» WobnungSzwemgSgeleh ab 1. April 1928 au6er Kraft zu sehen. Seine Partei sehe in diesem Gesetz ba» dauernde Hemmnis für den Abbau de» Zwange» ilebevall dort, wo ohne Schaden für die Dolkswohlfahrt die Frei­heit in der Wohnung-Politik wieder otngesührt werden könne, toerben wir unser Streben auf die Abschaffung de» Zwange», der nicht» weiter bedeutet al» Vermittler der Sozialisierung und Verneinung de» E i g ent u m - beg r i f- f e» zur Geltung bringen.

Abg. ®t ein inger tDn.) tritt dem Vor­redner bei, dast solange Schutzbestimmungen für die Mieter vorhanden fein mühten, solange An­gebot und Rachfraae auf dem Wohnungsmarkt sich nicht einigermaßen decken. Da sich aber jetzt schon aus dem WohnungSmarkte eine kleine Besserung zeige, müsse man, allerdings sehr allmählich, versuchen, zur normalen Gesetz­gebung zurückzukehren. Darum begrübe er e». dast die neue Gesetzesvorlage den EigentumS- begriff wieder anerkenne. Au» der anormalen Wirtschaftslage heraus Gesetze der ordeittlichen Gesetzgebung zu ändern, sei verfehlt. Da» bedeute nur den Versuch, den (Jipentum»get><mfen zu schädigen und den SozialisierungSgedanken zu fördern.

Abg. Silberschmidt (S.) war der An­sicht. dast an dem Mieterschutz nicht» geändert werden dürfe. Die Wiederherstellmig deS frü­heren RechtSzustande» der völligen Freiheit de» Besitzes werde UT^rtkäglich sein.

Hierauf vertagt sich der Ausschuy.

Oie Oeuischenverfolgung in Südtirol.

Cinc fliehe

deS Innöbrncker Landeshauptmanns.

Innsbruck, 8.Nvv. (Wolff.) 9m Tiroler Landtag erklärte der Landeshauptmann: In den letzten Wochen Ist ein schärferer Druck aus alle Südtiroler Deutlctren srstzustellen. Der heutige Zu« ftanö in Sudtirol iästt fanm mehr einen vergleich mit der Vage irgendeiner anderen europouchen Minderheit zu. Zwischen diesen Vorgängen, die heute ein angedliche» Interesse Italiens an feiner Nord- grenze l»erivirkfichen sollen und einer i'emünfügen Vorstellung von der gememfamen Zukunft bermch- harter Staatswesen ist kaum eine Brücke zu finden. Inrnrer gchlreicher o^er werden die An­zeichen. dast die politisch einfichtsreuchen ÄT<*i<e Eu- ro^is eine gefimbe Entwicklung dieses (frbfeile» nicht mehr vom Aucbou kriegerisäier Machtmittel, sondern von der Festigung de» geistigen A isdoue, erwarten. Das an unseren Brüdern in Südtirol ge­schieht. Ist eine übersteigerte Aeusterung einer Theorie, der Staat»alimacht, weiche glaubt, die schwierigsten Fragen wie einen grrWrfKn Äno- len durchbauen zu können, aber in Wirklichkeit nur unbegrenzte Leiden über die ihr unter- hebenden Deutschen bringt. Als Vlutobrüder. aber auch al» Männer die an einer besseren aere.chten. frifb<i(hen Zukuwi Mitarbeiten wollen roeven wir auf die iinertlglithe Lage der Deutschen jenseil» de» Brenner» bin. Mögen für fe bald bessere Tage femtmen.

Preflefrtibdl In KaUowih

Ka11 0wItz 8 Äpt>. <WB > Geklern wurden von der Kalivwider Poiieelbir.cktivn brei deutsche Zeitungen .Oberlchsck Icher Ku­rier-. .Ohobftt<blet:ldbe Po» und .Schle'ilche v>itung") wegen Berichten über den lieber*all aiil den 2lbgef<5nelen Fran, In G'er-rlioDiG peschlagnahmt

Die tschechische Vodenresom.

Ministerpräsident Svestla über da4 Naiionalitatcnproblem.

Prag. 8. Rov. (WB.) 3n der heutigen Sitzung de» BudgetauSichus ei be2- Abgeordneten­hauses ergriff Mtnistrrprälikent Srahla das Wort zu Ausführungen über die Bodenreform, wobei er u. a. sagte: ®» lag nicht in ankeren 3nten* tlonen. die Bodenreform zur Rationali­sierung zu benutzen. Beweis da, ür ist, dast an bet Erwerbung des gepachteten Boden» mehr deutsche als tschechische Bewer­ber partizipieren. Die tschechisch-deutsche Zu­sammenarbeit ist eine allzu ernste Angelegenheit, als dast sie mit einigen kurzen Bemerkungen ab­zufertigen ist. 3d) bin fest überzeugt, dast da» nationale Problem feine Lösung finden wird. Die ganze Gntwicklung geht dahin, denK ampf durch ein Einvernehmen ersetzen zu können. GS ist kein ilnglüd für unter Land, dast es von »wei Rationalttälen l^eivohm ift Gs ist die» vielmehr ein graste» Plu». da durch angestrengten Wettkampf ein höhere» Kuliurniveau erreicht wird. 3d) glaube an den Sieg der gefunden Dcrrnmft, die eine fruchtbare Zufarnmenarbelt beider Rationen ge­währleistet, und ich werde meine Kräfte immer für diele groste Idee zur Verfügung stellen.

Derschärsong del Lase In Hnmänien.

Bukarest, 9. Rov. ($11.) Die Lage in Rumänien hat in Zusammenhang mit der Ver­haftung eine» M< rtncof filiert Theo dorn, brr in die Earolaffaire verwickelt ist, eine neue Verschär­fung erfahren. So meldet der .Adeverul'. dast die Regierung ein Ausnahmegesetz für sog. karolistische Delikte vorbereite, durch doS alle Freiheilen aufgehoben würden. Vorläufig hat die Regierung Bralianu für die Bukarester Blät­ter die Präventipzensur wiedereingeführt. IS wird den Blättern verboten, irgendeine Nach­richt über Prinz Earvl zu bringen oder diesen selbst zu nennen. D-iefe Mastnahme dürfte im ZusammeTchang mit dem am Donnerstag be­ginnenden ManoileScu- Prozctz stehei,. da die Regierunng anscheinend verhindern will, dast die dvtt gemachten Aussagen im Fnlande be­kannt werden.

Aus aller Welt.

Das Eisenbahnunglück von Langenbach vor Gericht.

Vor dem Schöffengericht Freising begann die Verhandlung über dr» Eilenoahnungluck bei Langenbach, da» bekanntlich im August 1926 in»- gelanrt 12 Tote und 9 8 Verletzte gefordert hat. Rach der Anklage soll für die Katastrophe der Rangierer Johann V ö r t f ch verantwort­lich sein, well er bei dem Aufbau einer Weiche im Bahnhof Langenbach nicht mit der not­wendigen Umsicht zu Werke gegangen sei. Er soll e» insbesondere an einer genügenden Siche­rung haben fehlen taffen und durch R'chtaufstei- lung entsprechender Signale die erforderliche Min­derung der Fahrlgefchwindigkett de» befchleunig- ten Perfonenzuge» Rege'bürg München unter» lallen haben. Die Anklage wirft ihm sahrlätfige Tötung, fahrlässige Körperverletzung unb fahr­lässige Traneporlgeiodrdnng vor 3e» der Ver­nehmung de» jlnflfflaqtfn. der im 61. Leien «jährt steht, ging hervor dast er schon leit dem Jahr« 1889 im Bahndienst tätig ist. die Bahnmeister- Prüfung bestanden und sich bisher immer sehr gut geführt und al» zuverlässig ft* wiesen hat Aus die Frage bei Vorsitzenden versicherte Vörtfch. daß er die vor genommene Sicherung der Weiche für so vollkommen hielt, dast nach feiner Ansicht der Zng mit voller Geschwindigkeit darüber hinw^gtahren konnte Per Vorsitzende wirft dem Angeklagten besonders an- dringlich vor. dast er die Pfircht gehabt hätte. Signale aus zu st ecken, um die Züge tu einer Mästigung der Ge'chwindigkeit ;u ver­anlassen Hierzu bemerkte der Angeklagte dast beim Au-wechseln der Weiche noch niemals Signale für langsame Fahrt md»eQ?fll feiert. Sem gegenüber verlas der BotliNende die ein­schlägigen Vorschriften, in denen bestimmt wird dast bet unvollständigem Ober­bau Signale zu r Verminderung der Fahrgeschwindigkeit der .lüge ausgestellt werken müssen. Der Angeklagte gab zu. diele

Vorschrift zu kennen, beriet fich aber wieder­holt darauf, dah er bte Sicherun j für fr voll­kommen halten konnte, dah eine Veränderung der Fahrtgefchwindigkeit nicht notwendig gewesen fei. der Rachmittagsverhandsung wurde in bxc /jCUgennemebmuitfl emgetreten. E» wurden autzschllehlich Bahnanaestellte verrmmmen. von denen mehrere auülagten. dast schon vor dem Pafs'.eren der ^Imbauweiche ein 2BagAi de» verunglückten Zuges auffällig stark ge­schaukelt habe. Al» dieser llngl jckswagen über die LlrnbausteUe gefahren fei. fei bie Zwinge unter dem Zug weggesprungen. Vor­her fei die Festigke'.t dieser Ohnrgc noch eigen» auSprodten worden. Der LoEomotivführerer de» verunglückten Zuge» bekundete, dast die Signale in Langenbach auf . Freie Fahri' gestanden haben, fo dah er mit Vollgeschwindigkeit von

Kilometer durchgefahren he» Dabei habe bie Mafchlne beim Pastieren der We-che nichts Aut- fällige» gezeigt.

Streik unb Haifperrung

Im gesamten rechterheinischen lettiliebuffrietrbiel

Vor dem Vorsitzenden dr»' Schlich- tungSausschusfe» de» Bergtschen Lan­de» fanden in dem KonNikt zwischen Arben- gebeni und Arbeitnehmern im recht»rherni'chen j- er 1 i (inlnift riegebiet Besprechungen statt. Da die Besprechungen zu keinem Ergebnis bzw zu keinen Verhandlungen führten, wur­den fie um 24 Uhr Znfvlgedeisen

werden 55 000 lewtilorbeiter br» rechtsrheinischen Tertlllndusiriebezirk» m den Streik treten ö,w auSgefperrt

Cln schwerer Unakück»fast

Wien ereignete sich am Vaarberg bei einem Schulausflua ein schwere» Un­glück. bei dem ein Knabe den Tod fand und rin »weiter verletzt wurde. Die Kinder hergnftgiert sich mit Spielen im Sande, al» sich plötz­lich au» einer Höhe von zwei Meiern ein mäch­tiger Sandblock lo-l-ste und berablürite. zwei achtjährige Knaben unter sich begrabend Dem Lehrer «lang e». den einen au» den Erbmassen zu befreien, er hatte eine Verletzung an der Schulter da von getragen. Der imette konnte nur noch al» Leiche geborgen werden.

Die lleberschwernmung In Nordamerika

Pon der Ueberschwemmung»kataftrophe ist der Staat Vermont am stärksten betroffen morden. Dort sind 114 Todesopfer zu verzeichnen Zn Vk a f« sachusekt » beträgt die Zahl Der Toten N Der Lachschaden wird in R u t l a n d allein auf 5 Hill in­nen Dollar geschätzt, in Montpellier auf - M.s- lionen. Im Dinooskitol wurden die Wohn ftätten vollkommen dem Erdboden gletchgemacht Den abgeschnittenen Ortschaften werden Arznei und Nahrungsmittel mit Flugzeugen zugesühn Präsi dent Coolidge hat Truppen zur chilfe deorderk

äum lode verurteilt

che Schwurgericht verurteilte den Schröter au» Leipzig, der im Iuui den Nittergutsbesitzer Klepp niederge­schossen und dessen Sohn schwer verletzt hatte, wegen Morde» zum Tode. 5chr. ter ist dadurch oer armt, datz seine Mutter sein (Erbgut vor dem Kriege an SUcpp verkauft und dieser eine Neskhnpoihek während der Inflationszeit zurückgezahlt Hai Der Gerichtsvorsttzcnde empfahl eine Begnadigung.

Die Wetterlage.

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Unter dem Ginklust her westlichen St-tnina regnete e» wähtzrnd der vergangenen Rache unr heute morgen fast in ganz Deu'schiand mit Ausnahme de» Tlerb- und OWeefTt ft en gebleite Besonder» Mitte!deuttchkanö hat stärkere Uleber- schläge aukzuweifen (Frankfun a. M 21 IHlfll* meter. Bamberg 14 THifllmeter. Karlsruhe 11 esten betrag Me bereit» ge­fallene RleberfchlagSmeng' beule morgen zur Zeit bet Beobachtung 20 S MiMmeter. asto mehr al» bie getarnten Riedertchsäge bet Monat» Oktober (17.4 Millimeler,. Rach dem Vorüber- xug der Störung ist unter gleichzeitigem 'Bor« bringen von Kaliluft noch mit vereinzelten R»e- dertchkägen. bie teilweite m fester Form niebrr» gehen, zu rechnen Der Witterung Schiraster bleibt zunächst verönbertlch

®rltert»ürju»*age- Veränberkichr» Weiter, morgen» stellenweif.' Tieb'l, ?emp-rc: urrn weiter­hin niedrig unb vereinzelt R-eb-rschkOge <m höhe­ren Lagen teil» in .Form von Schnee», auf- srilchenbe Winde

Witterung»au»f|chten für Freftaa Bei wei­terhin Nnkenden Temperaturen Sefferung der Wetterlage wahrscheinlich

Llttttemperaturen am R November mittag» 7,7 Qrib Celsiu». abend» 4/5 «»rad Celsius: am 9 No­vember morgen» 3,3 Grad Celsius tfrbtempere- turen in 10 Zentimeter liefe am ». November' abend» 7/4 türab Celsius, am u November moraens 5/1 Mrad Ceksiu» Marimum G-nd Celstu», Mini- mum Mrad Celsius Kleberkchläge Milli meter