Heuchelheimer FutzbaU.
Nächsten Sonntag fährt die 1. Mannschaft des Sportvereins 1 9 2 0 zum Verbandsspiel nach A ß l a r. Der dortige Fußballklub ist aus der 6-Klasse ausgcstiegen und gilt als sehr spielstark. Obwohl chcuchecheim seine beiden ersten Verbandsspiele überzeugend gewonnen hat, muh man doch die Frage i ich dem Sieger für nächsten Sonntag offen lassen. Wird die Sache nicht zu leicht genommen, so müßten den Hiesigen die Punkte zufallen.
Die 2. Mannschaft spielt gegen die 2. Mannschaft von Lollar. In Lollar dürften die Heuchelheimer kaum gewinnen.
Kirche und Schule.
)( Ridda, 8. Sept. Unter dem Vorsitz des Dekans S c r i b a (Eichelsdorf) hielt gestern vor- i.iittag die Dvrfkirch en Vereinigung für das südliche Oberhesfen im (Jambrinussaal dahier ihre Herbsttagung ab. Der Vor- si.iende begrüßte nach Gelang. Echris lesung und (Jebet Ne DersammiTmg, die zum zehnten Male in Riöda stat'.sand, also eine Iubilämnstaqung war, und legte kurz Zweck und Ziel der Dorf- l rchenarbeit dar. Vach Vortrag des Icchres- terichts und sonstiger geschäftlicher Anaelegen- heiten sprach der Redner des Tages, der bekannte Schriftsteller und Vorkämpfer der Dottkirchen- sache, Pfarrer D. Hesselbacher (Baden- Vaden) über „Die Seelsorge auf dem Dorfe". Rock dem der Redner das Thema wegen Mangels an Zeit e.was eingeschränkt hatte, sprach er auf Grund reichster Erfahrung und an Hand von Vorzug! ü. en Beispielen über „Die Vorbedingungen des scel-orgerischen Wirkens auf dem Dorfe". Der Pfarrer muß sich von vornherein zum Dauern stellen als Mensch zum Mensche-.', als Christ zum Christen. Das Dorf gibt dem Pfarrer, eine gründliche Menschenkenntnis, deshalb müßte jeder Stad!pfarrer vorher Dorfpfar-rer gewesen sein. Die Wirklichkeit des Dorfes gibt dern Pfarrer eine ungeheure Bescheidenheit. Der auf das Dorf kommende Pfarrer muß sich hüten vor einer zu großen Idealisierung des Dorfes, aber auch vor einem zu herben Realismus, er muß mit auf die Wirklichkeit eingestellter klarer und ruhiger Seele an fette Arbeit heranirrten, eine genaue Kenntnis des Volkscharaltcrs des einzelnen Dorfes und seiner Bewohner und vor allem eine große Liebe haben, die sich niemals erbittern läßt. Kulturen steigen und fallen, aber das Bauerntum bleibt, der Bauer ist ein besonderer Typus des Menschentums, aber derselbe Mensch mit derselben Seele, mit denselben menschlichen Röten und derselben menschlichen Sehnsucht wie die Menschen zu allen Zeiten. Darum ist Seelsorge auf dem Dorfe im letzten Grunde die Predigt von der Gnade Gottes für die verlorenen Menschen. Der Vortrag fand großen Beifall, löste eine rege Aussp-ache aus und gab allen Zuhörern reichen inneren Gewinn, neuen Mut zur schönen, aber schweren Arbeit. (Sin gemeinsames Mittagessen vereinigte die Teilnehmer.
Wirtschaft.
Zur Konjunkturlage.
Immer zahlreicher werden die Stimmen, die warnend auf die Unvermeidbarkeit eines Rückschlages der deutschen Inlandkonjunktur Hinweisen und die mehr oder minder dringend, je nach ihrer Einstellung, eine nach unten orientierte Preispolitik zur Abwendung bzw. Milderung künftiger Rückschlagsfolgen empfehlen. Die „deutsche Wirtschaft" solle durch rechtzeitige Anpassung die allgemeinen Gefahren einer rückläufigen Konjunlturwelle möglichst öermeiben.
Voraussetzung für so einheitlich zu betätigenden Wirtschaftswillen wäre eine in ihrer Ganzheit monopolisierte Wirtschaft als ein bewußter Handlungen fähiges Wirtschaftssubjekt. Dieser Fall ist aber in der deutschen Wirtschaft nicht gegeben. Monopolisiertes, bewußter Marktbeeinflussung fähiges Wirtschaftssubjekt ist nur eine Minorität der deutschen Wirtschaft, der eine nicht monopolisierte Majorität als insbesondere in der Preispolitik abhängiges Wirtschaftsobjekt gegenübersteht. Folglich erscheint jene nach unten gewendete Richtungsänderung in der Preispolitik nur von den monopolisierten Teilen der deutschen Wirtschaft ausgehend vorstellbar. Davon ist jedoch — bis jetzt wenigstens — nichts zu merken. Von der eisenschaffenden Industrie Deutschlands sind weitere Erhöhungen ihrer Produktionskapazität, von England ist eine Senkung der Roheisenpreise bekannt geworden, so daß trotz bestehender deutscher Eisenzölle die Einfuhr englischen Eisens möglich erscheint. Dieser Tatbestand scheint nicht darauf hinzuweisen, daß auf feiten der eisenschaffenden deutschen Industrie mit baldigem Rachlassen des deutschen Intandeisenver- brauches gerechnet würde. Es darf ja auch er
wartet werden, daß mit der Realisierung des großen Berliner Wohnungsbau-Programmes — dessen Finanzierung nun gesichert ist — möglichst bald vor Eintritt der großen Froslperiode begonnen wird. Dadurch würde zunächst jedenfalls ein großer Teil dec 120 Millionen Mark Bau- gelder über die dem Baugewerbe nahestehenden Hilfsgewerbe in die übrige Wirtschaft einfließen und so eine volkswirtschaftlich sehr wünschenswerte erhebliche Milderung der saisongemäßen Herbstverknappung des deutschen Geldmarktes schaffen. Insofern könnte das Berliner große Bauvorhaben eine allgemein sehr willkommene Verlängerung der gegenwürti -en Konjunktur in erheblichem ■Umfange gewährte.stsn.
Es liegt nahe, daß ein möglichst unverzüglicher Beginn dieser umfangreichen Berliner Wohnungsbauten auch weiten Kreisen jener Industrien willkommenen Auftragsbestand für Winterbefchästigung bringen würde, die Artikel für Wohnungseinrichtung Herstellen, die lcj Bauherr selbst zu beschaffen bat. Anders liegt der Fall für jene mittleren und kleinen Fertigwarenindustrien, die Qualitätswaren für elastischen (au'schiebbaren) Bedarf Herstellen. Für sie, die nicht Artikel fabrizieren, die unmittelbar zum Bau gehören, dürfte aus dem großen Berliner, Bauprogramm direkt nichts abfaßen. Sie werden sich ihren Anteil von der kommenden Baukonjunktur nur dann sichern können, wenn sie sich so um- und einstellen, wie Geheimrat K a st l auf der Frankfurter Industrietagung sehr zweckentsprechend ausgeführt hat: „Masi.'nherstcttung von Qualitätswaren für Inland und Ausland, nicht nur als Luxuswaren". Auch der Verbraucher mit niedriger Kaufkraft hat Anspruch auf Qualität.
Die Käufermassen haben heute nicht nur in Deutschland, sondern Überall, in allen Ländern der Welt, eine niedrigere Kaufkraft. Nolens volens wird sich die deutsche Qualitätsindustrie darauf einstellen müssen, wenn sie für" Inland und Ausland konkurrenzfähig bleiben will. Wer am Käufer verdienen will, muß dem Käufer auch dienen v-tieu Jeder Käufer will für möglichst billigen > -e J möglichst gute Verwendungsnhig- keit der Ware. Deshalb wird man auf „schwer« Qualität", „Materialechtheit", wo es der Verwendungszweck technisch nicht erfordert, ebenso auf Ausstattung mit überflüssigen Kinkerlitzchen — nur um auf den Stückpreis mehr aufschlagen zu können — verzichten müssen zugunsten des altbewährten Grundsatzes «großer Ämsatz durch kleinen Stucknutzen". Rur dieser Weg des „do ui des“ kann zu erfolgreicher Selbsthilfe führen.
Die ErnLesrnanzisrung.
Durch die erhebliche Verspätung der Ernte ist in der Landwirtschaft allgemein ein Geldmangel eingetreten, der die Frage der Ernte- sinanzierung in den Vordergrund stellt. Die von den großen Instituten, der Deutschen Rentenbankanstalt und der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse, gewährten Mittel sind bereits bis aufs äußerste in Anspruch genommen. Diese Tatsache ist um so bedenklicher, als der Präsident der Preußischen Zentralgenossenschasts- kasse erst kürzlich auf die gegenüber dem Vorjahr erhebliche Inanspruchnahme der Dank, speziell in Personalkrediten, hingewiefen hat. Hinzu kommt, daß seitens der Landwirtschaft die Rückzahlung der 293 Mill. Mk. Abwicklungskredite an die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt bevorsteht, deren Abdeckung selbst im Falle einer normalen Mittelernte Schwierigkeiten bereiten muß. In maßgebenden Kreisen wird deshalb angenommen, daß man um Sonderbeihilfe nicht herumkommen wird, um die rechtzeitige Rückzahlung der Abwicklunaskredite sscherzustellen. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat sich bereits mit dieser Frage beschäftigt: es steht jedoch auf dem Standpunkt, daß Sonderbeihilsen Vorzug - weise Sache der Länder sind, wenngleich auf der andern Seite, wie wir erfahren, das Reich alles tun wird, um die unter diesen Umständen erforderlichen Prolongationen für Weck)sei Herbci,zuführen und auf die in Frage kommenden Kreditinstitute einzuwirken. Cs kann damit gerechnet werden, daß die von der R e n t e n b a n k ansgecebenen Personalkredite bis zum Frühjahr 1928 verlängert werden. Ob es zu der nach einer Pressemeldung möglichen Sonder,Zuweisung auf die Raiffeisen-Genossenscha't und den Reichslandbund in Höhe von 200 Mill. Mk. kommen wird, wird uns von zuständiger Seite als noch sehr unbestimmt bezeichnet. Man wird auf jeden Fall durch die u. a. zu diesem Zweck besonders geschaffene Rentenbank-Kreditanstalt versuchen, über die durch die Verspätung der Ernte eingetretene mißliche Lage der Landwirtschaft Hinwegzukommen. Der von der PreisberichtLstslte beim Deutschen Landw'.rtschastsrat zusammen
gestellte Saatenstandsbericht hat auch bei den zuständigen Sielten großen Eindruck gemacht, da die Zahlen der Erntevorfchätzung dieser (Stelle die anfänglichen ho.igespannten Hoffnungen der preußischen Landesstalistik in keiner Weese bestätigen.
* Oie Weltgetreideernte. Das amerikanische«. Landwirtschaftsdepartement macht die amerikanischen GetreideproLuzenlen darauf aufmerksam, daß sie voraus,ichttich beim Absatz ihres Getreideüberfchusfes im Auslände Schwierigkeiten haben könnten, und zwar wegen der vermehrten Getreideproduktion in Kanada, Argentinien und Australien. Man schätzt die Weltgetreideernte dieses Jahres auf nie gleiche Höhe wie im letzten Jahr. Wenn die Verhältnisse im nächsten Jahr gut sind, so wird die Getreide- Produktion lS2b wahrscheinlich einen Rekord bar- stellen. Die Möglichkeit, für den amerikanischen Markt neue Absatzgebiete im Auslande zu finden, wird jedes Jahr geringer, unb man könne nicht auf eine Kompensation von feiten des in» ländischen Marktes zählen, weil der Getreide- verbrauch in den Vereinigten Staaten eher im Rückgang als im Wachfen begriffen ist.
* Amerika Anleihe der Deutschen Bank. Wie der WTB.-Handelsdienst erfahrt, hat die Deutsche Dank mit der Firma Dillan Read & Co. in Neuyork ein fünfjähriges Darlehn von 25 Millionen Dollar abgeschlossen, wogegen in Neuyork sechsprozentige, am 1. Dezember 1932 fällige Treuhändernoten emittiert werden. Der Betrag soll dazu dienen, an Stelle kurzfristiger Bankkredite mittleren Jndustrieunternehmungen Betriebsmittel auf längere Zeit zur Verfügung zu stellen.
* Sie Opelwerke Rüsselsheim in Rußland. Wie der Lpd. von zuständiger Seite erfährt, trifft trotz eines anderweitigen Dementis eine Berliner Meldung, der zufolge die Opelwerke Vorverhandkungrn zur Errichtung einer Fahrradfabri? in Rußland pflegen, im Grunde das Richtige. Rachbein bisher ein Vertreter der Opelwerke auf eigene Rechmung ohne Kapitalbeteiligung von Opel Handelsgeschäfte mit Fahrrädern nach Rußland betrieben hat, schweben seit einiger Zeit Verhandlungen, die auch eine kapitalmäßige 93eteiligung der Opelwerke in Rüsselsheim an dieser Rußland-Transaktion beabsichtigen. Rä^eces ist in den nächsten Wochen bereits zu erwarten.
* Haigerer Hütte A.-G. Die Haigerer Hütte A.-G. in Haiger, die mit einem Aktienkapital von 500 000 Mark arbeitet und den Sächsischen Gußstahlwerken, Döhlen, nahesteht, hat einer Meldung der „Köln. Ztg." zufolge, die Aktienmehrheit der Rasselsteiner Cisenwerksgesellfchaft A.-G. in Neuwied-Rasselstein erworben. Die Rasselsteiner Eisen- werksgescllichaft besteht bereits über 150 Jahre und wurde 1923 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das augenblickliche Aktienkapital beträgt 9 Millionen Mark, im abgelaufcnen Geschäftsjahr wurde ein Verlust von etwa 166 000 Mark ausgerviesen.
* Aufwertung polnischer Staats- a n l eihsn. Die polnische Regierung hat mitgeteilt, daß mit Rücksicht auf die zwischen Deutschland und Polen bevorstehenden Aufwertungsverhandlungen die Erledigung der Anträge deutscher Reichsangehöriger auf Aufwertung bzw. Konvertierung von Obligationen der fünfprozentigen polnischen kurz- und langfristigen Staatsanleihen aus dem Jahre 1920 bis zum Abschluß dieser Verhandlungen zurück- gcstcllt werden müßte.
Frankfurter Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Frankfurt a. M., 9. Sept. Tendenz: fester. — An der Börse konnte sich heute eine merkliche Besserung der Stimmung durchsetzen, wenn auch der Geschäftsumfang nicht groß war. Die Spekulation, die bekanntlich viel Material vorgegeben hatte und auch gestern mit größeren Blantoabgaben am Markte war, mußte zu Deckungen schreiten. Die freundlichere Tendenz hatte ihre Ursache in der Bestätigung, der schon seit einigen Tagen umlaufenden Gerüchte, daß die Deutsche Bank bei Dillon, Read & Co. in Neuyork ein Sjähriges Darlehen von 25 Millionen Dollar aufnehmen wird. Aus dieser Anleihe sollen der mittleren Industrie Geldmittel auf längere Zeit zur Verfügung gestellt werden, so daß die gefährlichen kurzfristigen Gelder abgelöst werden können. Ein weiteres Moment für die feste Börsenhaltung war die Erleichterung am Geldmärkte, wo Tagesgeld heute stark angeboten war. An den Effektenmärkten konnten die Mehrzahl der Papiere um 1 bis 4 Prozent gegenüber dem gestrigen Abendstande anziehen. Lebhafte Umsätze ver- zeichreten außer J.-G.-Farben (plus 4 Prozent) Scheideanstalt, Zellstoff-Waldhof, Siemens, Har- pener und Rhein braun bei Kursbesserungen von 5 bis 8 Prozent. Bau-Unternehmungen konnten 4 Prozent gewinnen. Voigt & Haeffner waren wie
der 2 Prozent erholt. An den Rentenmärkten erhielt sich wieder Interesse für Türken. Deutsche Anleihen blieben dagegen weiter vernachläi'figt. Im Börsenverlaufe setzten sich die Deckungskaufe fort und das Kursniveau konnte sich noch 1 bis 2 Prozent heben. Nennenswerte Umsätze fanden aber nur noch in J.-G.-Farben und Elektrowerten statt. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5,5 Prozent. Im Devifenoerkch'r notierten' die Reichsmark gegen Kabel 4.2044; gegen London 20,44; Paris gegen London 124,03; Mailand 89,45; Madrid 28.83.
Berliner Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers'.
Berlin, 9. Se^t. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Die schon im. heutigen Vormittcgsverkehr ich starker bemerkbar machende Erholung übertrug sich auch auf den offiz.ellen Beginn. 'Die Stimmung war freundlich und beruhigt. Qlnregenb wirkte die Meldung von dem Abschluß der Deutschen Bank mit Amerika über eine 2ö-Millionen-Do!laranleihe für die mittlere Industrie. Man verspricht sich von dieser langfristigen Anleihe eine Erleichterung am Geldmarkt. Aus Publikumskrcifen lagen saft keine Kauforders vor, doch schritt die Spekulation zur Deckung ihrer gestern in größerem Maße vorgenommenen Blankoabgaben. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5 bis 7 Prozent und war kaum unterzubringen Monatsgeld dagegen zu Pk bis 8‘/4 Prozent weiter gesucht. Die Kurse der Effektenwerte konnten sich im allgemeinen bis zu 6 Prozent erholen Glanz- stoff, Siemens, Waldhof und Spritwerte waren vis zu 10 Prozent gebessert. Im Verlaufe blieb das Geschäft lebhaft, die Kurse konnten sich noch und 2 öis 3 Prozent über die Anfangsnotierungen heben.
Frankfurter Ge'reidebörse.
Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers*.
Frankfurt a. M, 9. Sept. Die erhöhten Auslandforderungen mache 7 sich nicht geltend. Guter Weizen ist zu amtlich notierten Preisen gesucht, aber das Angebot ist äußerst klein. Im übrigen i i alles unverändert; das Geschäft schleppend. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 27,25 bis 27,50, Roggen, inländ. 24 bis 21,25, Sommergeri!e für Drauzueae 25,50 bis 23, Hafer, inländ. 23 bis 24,25, Hafer, ausländ. 24 bis 25, Mais, gelb 19, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39,50 bis 40, Roggenmehl 35 bis 35,50, Weizenkleie 13, Roggenkleie 13,25.
Berliner .rovuktenbörse.
Berlin, 8. Sept. Vom Auslande lagen wieder etwas bessere Meldungen unb auch leicht ermäßigte Offerten vcr. Vom Inlande ist Weizen weiter reichlich offeriert, und zwar in der Hauptsache aus Vorpommern, Mecklenburg, Schlesien und der Provinz Sachsen, und trotz einer Preisermäßigung von etwa zwei Mark nur schwer abzusetzen. Das Roggenangebot ist nach wie vor völlig unzuveichend, so daß für schnell verladbare Ware immer noch reichliche Aufgelder gezahlt werden. Am Lieferungsmarkte blieb Septemberweizen unverändert, während die späteren Sichten leichte Rückgänge aufwiesen, Septemberroggen vermochte sich um 1,50 Mark zu befestigen, die späteren Sichten blieben gut behauptet. Weizenmehl ist in den Forderungen leicht ermäßigt, aber trotzdem in schwierigem Geschäft, Roggenmehl hat bei unveränderten Preisen laufenben Konsumabsah. Am Hafermarkte bleibt die Rachfrage weiter erheblich unter dem Angebot zurück, Sommergerste ist zwar nicht mehr so stark offeriert, aber immer noch in sehr schwierigem Geschäft. Wintergerste tendiert gut stetig. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, ntärf. 259 bis 263, 275,75 bis 275,25, 274, 274 bis 273 (matter); Roggen, märt. 240 bis 244, 252,50 bis 253, 245,50, 242 (stetig); Sommergerste 220 bis 265; Wintergerste und Futtergerste 206 bis 212 (bei.); Hafer, märt 189 bis 205 (matter); 206, 206, 208; Mais, La Plata 193 bis 197 (still); Raps 295 bis 305 (still); für je 100 Kilo: Weizenmehl 34 bis 37,25 (ruhig); Roggenmehl 32.25 bis 34 (ruhig); Weizenkleie 15,50 bis 15,75 (stetig); Roggenkleie 15,25 (stetig); Viktoriaerbsen 44 bis 50; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22: Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Rapskuchen 15,80 bis 16,20; Leinkuchen 22,60 bis 23,10; Trockenschnitzel 14; Soyaschrvt 20,10 bis 20,60.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 llhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.
Für unverlangt ciugesandtc Manuskripte ohne beigefügtes Kürfporfo wird keine Gewähr übernommen
Anzeige nausträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
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Weift
Devisenmarkt Terlm —Frankfurt
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15G.5
158.5
Telegraphische Auszahlung.
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