1. Westdeutscher Kavalleristentag in Giehen.
BegunHIgt vom brrrfi4*rn <^Tu Jom ne-petier. ♦tbunbrn durch bei feftr Bonb erbtet Ä/icwrob- chaft gottr.l tot* »r.TWtnfomel großes Odcbm jnb getragen t» n ter bett'i den 2rm;aihte innerer Lmwohnerschalt und der In groben Scharen ber- -etgeß römten ÜonbbttfbUtrund so leierten am lamüdfl. gestern unb heute Taj'enbe oen Sfr- xilm der allen Armee 4« etwa Prazenr ehemalige ÄaDcller.ftrn. in Diehen beit ersten Deftbentschen Kavalier» st,mag -in- gebende, monattiang» unb mühevolle Arbeit der ^luslchuff, unter brr Leitung bei Hestprälibrnlen Franz Solban bei I. Botfibenbcn b<*i äü- .»Tlknevernni Dieben, hatte bi« organisatori- lchen Grundlagen ’ur das Heft gdchasse». unb i«i nun auch der Dettergotl bie nötig, Einsicht bewies unb nrtf prächtigstem SommerweNer auf« wartete, war der voll, Erfolg ber Seranftal- •ung g.neben. Unsere Stabt rranate in reichen» Hlaagenschmud ben Gäftrn *ur (16rt unb zum Änw Dieben Hal aufs neue bewiesen, bah in seiner Bevölkerung der hohe lolbatensreunbliche helft einer guten GarnilonftaM lebenbtfl ist Denn überall soweit wir bemerken konnten, würben bie alten Krieger mit herzlichster Gaftsveundschalt ausgenommen, geschah auch außerhalb ihrer Quartier, alles um Ihnen M, Stunben ihres Besuches in unserer Stabt angenehm zu machen. Li, Begeisterung schlug hohe Wellen unb her- inte bi. Gälte unb d'e Einheimilchro zu «Hier leftsrohen Demeinschast. bie erfüllt war von hohen .^terlänbischen Gedanken
Der erste Tag.
Aachdem schon am Freitagabend zahlreich, «ruhere Aeitersmünner hier eingetrossen waren, setzte am Samstag ber 3uftrom ber CM ft, in erheblich verstärktem Maß, ein. 3n herzlicher IDeile würben bie alten Krieger am Bahnhof empsangen unb unter Borantritt von Musikkapellen in die Stadl zu den verschiedenen Stand- iuartl,r,n geleitet, wo die Quartleranloeisungen usw. empsangen wurden. Bald belebte sich das Sirahcnbiib in bunter Bklfe. Bielsach tauchten Vie Blühen der alten Uniformen aus. sah man die bunten flurben ber Br in kompletter Gestaltung und erklangen Immer wieder (Lott, Märsche, die zu dem strammen "chrirt ber einrüderben Gäste die gut, alte Bestellung gaben. 3n den Abendstunden setzte dann <m riesiger Verkehr nach ber B 0 lkshalle -in, wo in Gegenwart von Lausenden eine eindrucksvolle
‘Beorüfcungsfeier flaltsand Die DolksHalle saht ja schon allerlei TUenschenmassen. aber am Samstagabend hätte gut unb gern noch
um dem ungeheueren Massenandrang entsprechen ■
da in begei sterter Stimmung Aufammengctunben. Die Balle, bi, nach den neuesten 3nnenausbau- arbeilen jetzt ein sehr erheblich verbessertes Aussehen zeigt, war reich mit Hahnen ausgeschmüdt. di, Im Berein mit der festlichen Meucbiunq ein würdiges, eindrudsvolles Bild boten. Als Ber- tteter der Stabt Verwaltung war vberbürger- meifler Keller zugegen, ferner bemerkte man Generalmajor Jett und Oberftleutnanl Hrih mll den Herren ihres Stabes. Landgerichtspräll- deut Beuenbagen. zahlreich, alte, hervorragende Militärs ber früheren Armee. Mitglieder der Behörden und führend« Männer unseres bssentlichen Lebens.
Aach dniflen schaddigen Märschen der treff- lichen unb unermüdlichen Kapelle des 5. Artillerie-Regiments (Fuldas unter Leitung des Musikmeisters Hewers brachte ein Massenchoi der Gesangvereine .Concorbta". . Fvohsitw' .Harmonie-Gemütlichkeit . .Heuerkeit und .L„- derkranz" ben Odor .Des Sch.» er» So-.ntagslieb" unter der Leitung d> e Muliklehrers Mllhelm S ch ä 111 e r in t>ortrdfhd)?r Weise zu Gehör.
Nunmehr solglen die Begrüftung»an sprachen, tll, erster Redner entbot Odervürger- melfter Reifer den lausenden von Gästen ben herzlichen Willkommengruft der Stadl: ein besonderer lHruh galt den Brudern aue dem besetzten Rhein- »and und dem Eaargebiet. bie nun schon jahrelong unter dem schweren Drude der Besatzungtmächie leiden. über dennoch dem deutschen l'atrrianbe uneni- u*tit die Irene friilen. Redner feierte bann den alten, nuten Ramerobengeift. und ermahnte, au» der Erinnerung an unsere gefallenen Beiden, den Leden»- gedanken de» deutschen Volkes zu schöpfen, den , Glauben an bie tkiiiirtie Zukunft zu beroahren. den Glauben, das, auch für unser Volk wieder bet Weg aus der liefe empor zum Licht luhren wird. Der deutsche -Sommertaa wird uns wieder leuchten, wenn wir ein Volk herzhafter Männlichkeit, der Einigkeit.
Cröm. g unb 3u#. der pfli^ttnucn Arbeit und n nwwrmuber tat werben 3n bidem cmn, unb mit freien Wünschen entbot ber lUbm: ben •ruß der Stad: ar fr, Feitversammknng. Hieraus begrubt, ber FestpräfiOrot SolBan 6
der vertretenen Behörden und Estrmgabe unb
■ der. Äcmerabite au» dem besetzten Geb«.
m« der -ter be» 2
Bestehen» des Stehen er tjoafleneperrin» verbunden wurde e -b brachte der Redner das Hoch • des ür
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ichen - Parm'li 5t. 1. Präsident der Änegerfamerab- fchast ..Jid'iia*. arühtt im Romen von 50 000 Ra mereben der .JSafta" Er wie» darauf hin. baft
warben sei und gab der Hoffnung Auodrud. bah bie alten Soldaten immer
Natt und den anderen Vokksgenoüen vorangehen mürben, nschafien tonne
Bitertanb inidkr ho^gebracht werden. 3um Schluss, trachte der Redner em begeistert aufge nommene« noch auf bie ast, unb echte Soldaten kameradschost au». Lontzstallmdster, Oberstleutnant I a. D. Schürfe- Darmstadt, huldigte zunächst den Damen, beglückwünschte sodann den Kavalleriever dn Giehen zum 20jähngen Jubiläum unb feierte bann die alle Armer und ihre junge Nachfolgerin, die Reichswehr Da» von dem Redner ausgebrachte Hoch aus bie alte Armee unb die Reichswehr fand lubelnDe Ausnahme. Der Vorsitzende eine» Kava! krleoereln» aue dem besetzten Gebiet überbrachte dem (Blefjener Bruberoerem herzliche Grüfte unb betonte. hier suhlten sich die flameroben au» bem be setzten unb bedrückten Gebiet wieder einmal al» freie deutsche Männer und al» Kavalleristen mit echtdeul-
die wdteren Worte de» Redners, ber dem Kavallerie- verein Gieften al» brüderlichen Reitergruh au» dem besetzten Gebiet dne Echt eise für bie vereinsftan- barte überreichte Prof. Wentzel- Gieften sprach nomen» der Arbeitsgemeinschaft ber militärischen und Regimentsoereire Giehen dem Kavallerieoerein
hen Glückwunsch und den eerfammelten Fest tellnehmern brüderliche Grüfte au». Der Redner feierte dann den echten, schonen deutschen Reiter-
Landgericht I rum perl al» Vertreter be-» Krlegeroerein» Giehen sprach gleichfalls herzlich, Glückwunsch- und Gruhworte. und wünschte dem Dubelveretn. dah der gute Kavalleristengeist immer in seinen Reihen wohnen möge. Der Redner überbrachte namen» feine» Berein» dem Vorsitzenden de» Kaoallerievereln» einen Fahnennagel, der geziert ist mit bem Bilde Mackensen», unter dessen ruhmreicher Führung zahlreiche hessisch, Truppen gekämpft haben
3m weiteren verlause be» Abend» zeigten bie Turner und Turnerinnen der (Siebener Turnerschast.
Vertreter unterer Girften.r Radfahrer, sowie Ne Sänger ber obengenannten Gesangvereine mehrfach -hr vollendete» Können Die Turner zeigten 'fbr e'-nfi. Uebungen am Barren und Reck. fr-1 Turnerinnen übten gleichfalls am Barren, zeigten im übrigen gute Freiüvungen. bie Radfahrer erfreuten durch vortrefflich, Rektzendarbletungrti. bei denen die vrSchtigen Kaoallerieuniformen der alten Armee schon tur (Bdhma kamen, sowie durch vollendete Akrobaten-Rabsahrfüns'e porter Radler, bie Sänger unter Musiklehrer Schattier bereicherten ben Un- terbaltungefeil durch dnige reellere fein »um Vortrag gebrachten Lieder. Sämtliche Darbietungen fanden perbientermafcen stürmischen Beifall.
Das Unterhaltungsprogramm erfuhr dne Unterbrechung durch eine w 0 h l v e r - dient, '? drang der Gründer des Kavallerievereins Giehen. die von bem Bereinsversttzenden und Srftbrfllibmtcn 6 01 ban pergennnnn- ii wurde Jeder ber Gründer erhielt ett Gebenk>nün.ze am Bande in den Warben des Berdns. Folgende Herren wurden ausgezeichnete Adolf Börner, Wilhelm Becker. Karl Bauer. 3ohannes Berfer. Heinrich Beder. Mar Sreuhburg. Tvilhelm D 0 ll. Ka'par Döring. Ferdinand Sven. Johannes Georg e. Friedrich Grob Johannes Honig. Hermann Kreve Heinrich Kimmel. Hans Kether August Kühler Wilhelm Muhl Johannes Avil. Karl parr Hans Preist. Ludwig Schäfer. Georg Schäfer Otto Schmitt, sämtlich In Giehen wohnhaft Friedrich 21 ü Iler in Frankfurt c M Ludwig Oswald und Gustav Schneider In Wle'eck 3m Barnen der toebr s w d l d
herzlich,-n TDort<m
Dre austervrdentlich sldhige Kapelle der Auldaer Artillertfren »orgte vortrefflich dafür.
der Mtlitarmufik voll und ganz auf ihre Rechnung kamen
Mackensen an die alten Kavalleristen.
Bee Generalfeldmarschalt von Bi a d r ■ f ei g'Mg bd der Lertung des KavaÜe- rtstentages »olgendes Dd^jrome an
Falkenwalde i. Pom., den 6 5 27
1. Westdeutscher Kavalwrtftentaa
Gtestetr
Durch longfrifttges .Zusagen vom 6. bis S Mac an Berit« und Porsdam gebunden, btn ich zu meinem outr-checBedauern von ber Teil- len. weile aber In Gebanken inmitten meiner Wasf e nka m, ra den Der mit hin- gebender Umsicht trdtvrtprrd>etib vorberetleien T^ranhaltung wüsche tch den gedührrnden. allseitig befnebtflenbm Bertaut Allen FestteÜneh» mem aus treuem Aetterherzen käme- rabschaf tltchste Grüfte'
Generali. 1 dmaschall von Mackensen.
Telegramme
an Hindenburg und Mackensen.
Die Festleiiung be» Kaoalleristentoge» Hot gdtem abend jolgenb« Telegramm, obgdonbt
..3Uid)»pröhb<nt 0. Hinb,nbura. Berlin lieber zehnlauf^ib versammelt, alte ÄQcoürnltrn geloben aus» neu« ben Schwur ber Treue »hrem geliebten Baterlanb unb ihrem allen, bewahrten trüberen Heerführer 1. Westbeutfcher ÄooaUeriftentaq. Franz 6 01 b a n . Vorsitzender "
..Generalseldmarscholl v Mackensen. Falken- realde. Herzlichsten Dank für Grüfte unb Glückwünsche zum 1. Lldtbeutfchen Kavaller>stenta^ lieber zehnknulenb alte Kav.lleristen erneuern ben Schwur ber Treue Ihrem ulten, bewährten Heerführer. 1. Westdeutscher Äaoalleriflentag. Franz 6 0 ( b a n . Vorsitzender '
Der zweite Tag.
Am gestrigen Sonntag früh scchte durch das TD«den der berittenen Artillerie- kape11e fdX>n zeitig reg r B.-tr.cb in den Straften der Stadt ein. 3m Lause d.^s Bormutags tarnen mit der Bahn noch zahlreich, au^wärt:ge Bereine an. die am Bahnst0' feierlich empfangen und dann unter Boronlrttt der Musik In Ne Stadt geleitet wurden. Bald sah man allenthalben in den Strasteu Hochi»etri-b. der immer größeren Umtang annahm, je mehr Ne Stund, de« Höhepunkte« des Tages, d.'s großen Fest- zuges beranrüdtc. zu dem viele Tausende aus der Umgegend als Zuschauer hcrbeikamen.
Bormtttags um 4 Uhr begann im Hose der Zeughauskaferne dn
Feldyotlesdlenst,
zu bem eine hefig, Menschenmenge zusammen strömte. Die bl» bah in elngetroffenen Kaoalleneoer- eine unb sonstige Militoroereine erschienen mit ihren Fahnen, der Verein ehemaliger Ker Ulanen in Hanau hatte ein« Abteilung entsandt. Ne bi« Uniform b«s R«gim«nt» trug. vi«l« Oflijirr«. barunter Generalleutnant a. D. Erz Kllngelhöfser. ber Rommanbeur be» lö. Infanterieregiment». General- major Fett unb ber erste Vrafibent ber Krieger- kcnnerabfchaft ..Hafsia'. Gen<rc>lma,or 0. P r e u - f ch e n au» Darmstabt. nahmen an der gotte»N#nft- lichen Veranstaltung teil, dm Kasernenhofe war dn Altar errichtet, hinter dem die Geistlichen ber eoan- gellfd)en, katholischen und jüdischen G- melnde Aus-
■q genommen hd::<-n ?<r <flotte*N<n‘t bepunn mit h- in 'Bortrage des neberkinMI*en Tc durch Ne Kapelle be» 5. HrtiUeriereaiment» in Fulda unter der Leitung de» Musikmeister» H e w e r ». Psorrer vechtal»heim«r. der al» erster Iprach, halte seiner R>rde die Bibdreorte Roste werben zum Glreittage bereitet, aber ber 6ieg kommt von dem Herrn" t Sprüche Solomon» 21. 31) unb Wachet, stehet im Glauben. Irib männlich und seid ftarf* (1. Kor. Ifl. 13) zugrunde gelegt Er vrtnnerte zunächst on die Rot ber 3dl. 'Nestbeutlchland ist zum großen Idle vom Feinde besetzt, die Stätten stistori cher (Erinnerung, an denen Manner wie Mar von Schenkendors unb der Freiherr vom €tdn ge lebt haben, sind in ber Gerealt der Gegner b«, west beulldjen Kavallerieregimenter sind ausoelOst unb gehören nur noch der Geschichte an. 3n icheoerec .-seit blickt der (U)ri|t auf zu (Bott. Da» Wort 00n ben Rossen, bie zum ©irdttag bereitet werden, steht im (ibrentol bei Saarbrücken auf dem Grabe be > Ge neral» v. Fran,oi«. ber mit bcr Fahne in ber h inb bei bem Sturm auf ben Spicherer Berg gefallen
ist. aei chn e0en. e» stt em rocht,» Wort ktzr dien beugen R etter» mar r bmn b.: be.fche Rn irr • cbi fern vfeeb er b,b-:<: und pstesi e* eed er fr, Treue be-» Tim» lernt Aber Sieg. (Ärtrngee er.5 eegen kommen "ich« von ouftro brr. st, komme« nur von Lo t Sn «be be« lebmfrgen heHigni unb perföriidbrr (leit müRe« Ht Srntdxr m frrrtrn .Stfi^n stch helfen, »fr tzo» fr« Besten u«trr bm Heuticd, ae; *n habe» Wer mit tm Bund« Ist. ber tan« fre Mehourq be» Spellet» rrtuBew. er kann wachen u^er be» Schkechro (Motttr infr Unedle kann Mmp'm gegen fre 6*»ben be» Veits- leben» gegen Ur treu- Betrat. Habgier Lüg« Un- einig,eit. VM laichet Me «ch ist auch stark, er hängt »ich« ben Mantel nach bem BUabr rr beugt sich nicht bem Schickst»!. 3n freiem Smne soll der West- beullche Ral>.?'!enstentog b«e Kameradicheft „nb Treue stärken, bfr nervn vom Altwe iosioten sie fest und geltest machrn v'arror Pr H « MM e S wir» 1« seiner *ln<rrodk auf fr« flnortbw bin. fre tzrute 'm arthieen Leven herrsch« er madjR gellend bsft Crabe fre Seifrilro berufen feien freie Anatch», rch einen llnllchro Willen ,u bekämpfen. Glaube. Hostming. Liebe sollen fre k'e 'strrne der Mensch- heil sei«, da» beustche Bel' dürfe nicht da» oberste ««bot verpest««, frro Gebot ber Go:t«sl,«be. |n von der Erfüllung diese» Gebote» alle» Gute bervorgetz«. Rabbiner Dr Sander sprach über dos Vtalm- njcrl vertraue auf (Hott unb tut Gutes", str erinnert daran haft ber Frtdgontsd enst yetHrr- maßen auf hfsloriichem Boden fieuf.nb, denn aus drtn Äafrmmbefr leien o,rle 3>»hr/,ang« ber beut- lchen Äugend im fßdfienbimftr grubt e»rb«n 2n schwerer 3rit sei e» not. auf (Bolt zu vertrauen, freies Gollvertrauen schilefte nicht Untätigkeit und Aangd an Energie dn sondern lei gerade dazu angetan. Ne guten Im Menlche« ruben>o Sigenfchaf-
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ben Ehoral . Run danke: alle Gott", worin' die Td!nehmerf<huh stch zum Denkmal der 116er auf bem Landgraf-Philipp Blatz. hierauf ju bem Kriegerdenkmal von WO 71 aus dem M rkiplatz. cvo beide Make zur (Erinnerung an Ne Gefallenen in schlichtet Feiet Kränze ntebergelegt wurden.
Der grobe Festzug
in den ersten AachmittagsKunden hatte dne ge» wal: i.nge aus Nr €
rtigerm und wetteren Umgebung angelockt 3n bm Hauptstraßen, namentlich im Zentrum brr Stadt, standen die Menfchenmasten trotz ziemlicher öcnrengful in dichtgedrängter FU'r und harrten gebulb-a aus dis das feffdnb« Schon- ’piel des Zuaes sich vor Ihren Aug^-n voll--
sich die außerordentlich lang, Marschkolonne des Zuges vorn Osn>tldsgartea aus In Bewegung. An ber Spitz, ritt bi« Zuldaee ArtiNtr ekapelle in hisinr 'ch.-r V. durch >
formen -.uA bm vertchi.-denst.-n Epochen ber deutschen Gefchich«, belebt« Zug wat tn drei Abschnitte gegliedert, teder Zugle-.l hatte ttwe Kapelle an der Spitzt außerbem waren über ben aar* ;q ?pew
Vertdlt 3n strammem Schritt unb Dr tt marschierten bie Kolonnen zu B eren. Wellene»dle auch zu Sechsen gehend, durch bie Straßen, überall aufs herzlichste begrüßt von den ffri lerbilben» ben Menschenmaflen Außer den mdr1<fHerenben Beremen befanfrm sich tn bem .'.ug, beHen Trtl-
Grupp n Iber bzw Kestwag n b< mit b.lernte rt Srnib, begrüßt ovtben Öo war Ne Asrlkaner» truppe mit gut geschwärzten Lskarts unb .echten" Argem au Safari wirk! ch frßr gut gelungen. recht hübsch war auch bie tamofe Aekmtmmusterung 1901. bei ber bie Her^iNerllrbften gleich mit habe, toaron. Der Arlillerieverdn bracht. In rtch'tgg,henber Bespannung unb Bemannung Gefchüie In brm Zug zu Gesicht, bie aU.rdings nur .1 cs Holz »nb Pappe deftandm. bie aber boch wohl bi, berftch» tigt, Schnüsfrikvmmillivn in Angst unb Schrecken
--r'.-Nk bibro T-”s
mit ihrer wohlgelungrnen Radfpvrtgruppe auf. dir Beilrroeroine tarnen in schmuckem R cklbrrS unb guter Haltung vorbei ber Giestmer Pvst- veroin zeigte, baß auch die Stephans jünger sich witAam präsentieren lönnen Daß nun ein Manöver auch auf öanf b burchhal en
kann zeigte ein rocht netter Atanoverwogen, und da die Kavallerie |a noch immer mit Pferden zu tun bat. die bdchlagen "-erben müssen, so sehUe am Schlüsse des Zuge» gewissermaßen den Aach- trab Erstellend auch etn Schmiedewagm mit dem hämmernden Husschmied nicht. baß diese Schmiede" aber auh noch etwas aoberes »er- hämmem könne«, zeigte da« r.-chi hüdlche Bier» säßchen. das kie ungeniert sichtbar mit sch führten. ob - allerNngs gefüllt und «em iopron
vukust. der Philofopl) und Weltmann.
Bon Geheimrat Prosrssor Dr Th. B i r t.e)
Lukull wat krtn Politiker Dähronb ber Haber ber Partden unb Parteiführer bm Staat erschütterte, hielt er sich tast ganz zurück und IPleite fortan nur noch mit bem Leben b h rr ergötzte fich an ber Kunst und Philosophie nach Art bt* Weltmanns, aber mit vo'.lfter Hingabe Denn es gab noch mehr X?<beiu*aütet auuer bem Kn^sruhm bie geeignet warm. leinen Ghrgrtz unb Smn für das Großartige zu belriedlgen. unb er war voll i»on 3ntere<1en. 6t sprach et . »r . fenes Gnochitch als er ober selbst etn griechilches Buch nerfcfUe. brachte er adsichtUch Sprachfehler in ''en Teil, um merken zu lallen, daß er keiner "vn ben heben fldnen Grtechrn 'onbem etn Brm-r ei Bitt grenzenloser Gastfreiheit nahm fein 'Dalast alle zugereisten Griechen aus. unb un- ergeiUich ft was Lukull für btr Mt't.nfchas, unb Aekbdamldt getan. Richt nur ben Gelehrten Tv- ’.nnlo. ben Dichter Archias brachte rr iuch Arm tt gründete in Arm bie erste Bibliothek groHrn brr größten Stils, mit ©eilen Säulenhalle« unb .eletalen, bie zwar kin Privatd,'»» bl.cb, aber »tr eine Doikshalle für ledermann ohen stanb mb Immer von Ndftigen Griechen überfüllt temr
•) Dide humorovlle «urakienstik kfrs Schutz- txrtrons der Schlemmer unb GenieHer ist bem weitoerbrrrtetm. vor kurzem in 7. Auflage er- ichienenen Bert .AÖm fchibaraller- köpfe Ahn TDeltbtlb ii Biograpb'en" entnommen. Der behebt, Tierlofler #tet hier nicht trockene Gefchich tsfchrr.bung Ion Nrn kinftlers'che Formgebung 3n Udnmbanb s Mk Berln« von 0.iiefie P* Meder In X?etpila.
Das ist ba» Dorbild für die späteren bffrntli*m oder taiierllchen Bibliotheken Roms gewelen. grunbtatzlich wurde ba stets sreiester •intntt. auch frrieher Zugang zu den Bücherfälen selbst gewährt. Tvrlch kümmerlichen Auck'chritt 1,1g! dagegen bas heutige prrutztlch, Bibliothekswesen, wo „der arme Student jede« Semester Idne Benutz ungsael ber zahlen muß!
Lukull ©ar aber auch Philosoph Al« Philosoph gehörte er nicht der stoischen fonbern der platonischen Richtung an. befaßte sich eingehend mit ber Lehr, ber jüngeren Akabem e und ben schweren erlenntnislhevretischm .Tragen unb behandelte freie Ding, auch gern in Gefprächeiu Daher spielt er in Ciceros phllvtaphlfchrö Dialogen keine geringe Rolle.
Deil er kein Stoiker. Io hinderten ihn zum Glück keine pH lo>ophi'chen Grunfrätz, daran auch noch anderen Dingen nachzuhängen und durch he bat 'ich Lukull feinen ewigrn Ramen erworben Gr halte in Asten gefehen. was königlicher Lu,us M er beschloß ihn in Rom rinzulühron. unb er ist bann ber groß. Lehrmeister Roms gewor-
obrr .Barabtel," «wer heul auf brm Monrv I' cu> stecht stehl in Lukulls Gärten), aber auch ben Palast- urb Billmhti» 3m hochgrkegmm Städtchen Tusculum bet Tiom baute er ' ch z B Aus- lichlslürm.- und dn kleines Palais mit luftigen Säulenbatten ohne lDJr.be Pomprius kam unb tagte .Böte unaemällich im Sinter- vhihu. lachte ihr- au« .Glauv'i du daß ich nicht Io viel Verstarb wie die Kr-niche habe, bte Im Ttrjer ander»wohin ziehen T Cetr. TaHOaru« war Siabtaefpräch er feiern jetzt gl eich! am ständig .Lukuueen' TDeen fr« gr.epzfchm Gäste nbee e-Alngi waren und tagten . Mir bedauern uw- enbhch bah bi fr« foeurt Untaten achst." tagt« er .fr grtchrocht ja freilich für euch, vve allem ober rh« ich «rtM grm gut" Als er
einmal alleine tafeln muß. hat der Koch ein einfacheres Elfen her gestellt. Lukull eanft ihn au« mit Humor .Muhiest bu nicht baft heute Lukull bd Lukull f per st?" Cicero unb Pompezu« trafm ihn oft auf bem Forum, unb (f ett» tagte einmal .TDir möchten gern beul bei frr ellen aber fo daß bu nlch:« rttra für un« vordere test" Sie h'd'cn chn 'orglich fest, fo baft er mü Idnem Koch idne befonberm Brtabrrbungen treffm konnte. Ader Cufull wußte fich zu Hellen, er hotte nämhch mehrere •ßfdle.
brr eine Saal hieß nach Apoll brr ander, etwa nack) Merkur ober Herkul.'« im Merkur- unb Hertulesfaal gab er genngerr G< >r. tm ApolIota al bie hoch'e nm Gr tagte also nur einfach au feinem Cafcttn .Mir fVeiten heut im Apollo- wr. unb Cicero unb Pomoriu« befa.-rrn ba etn ’ruVIr* Offen da« K XV Lestrot kost-te bas Gebeck allo viette.cht »u 20JC oder JO» Mark Solches Splemmen ist bar!»artsch urteilt Plulaech. allerdings, es war astanich Aber bie ganze rdm.'che Ka'.ferzrtl hat do« hernach fortge'etzt
Lukull. ber Schlemmer kann man in ihm ben großen Feldherr« wederrrkennenk 3ch tage gewiß Denn auch bazu dn großes Heste'sen au geben, gehört S:ra:eg.e zumal im Tltrertur- On gul verlaufenes Kon vir 1 um ©ar wie eine gewonnen« Schlacht Und dazu brauchte der Held- Herr «och eins Lukull legte Nch Bogelgehege. Höhere» an u«d rt'chtc'chr große Bram ’ur r-c' «chr Muränen und Auster« bwf« F.tch, u»' Böget bas waren dfr BeieroeV be» Telbbem« Um Srewa"er zu baden, durchstach er einen ganzen Berg an fr 7 Küste des Readler Golfs unb ba« Btr#r 'lost durch etwew imntl hi ferne Behälter Pompe jus erkrank»«, '«in Arzt «mp'abl ihm leichteste Kost uab barum Kram metiodgd zu <"ew. allem es ©ar für Kram- MtMfri r.»: t .r Z-dreöze : 'te äukb - -• gmba auhafvrbew außer h» bew Ttatterm des
Cufull Aber Pompezus verzichtet« aus bk Dr- Ittatdic unb tagte u .' 7. bracht .Da« fehlte noch, daß ein Pom pejus nicht kam förntfr ohne bee tollen Aufwand eine« Lukull'
Aber bi« Sache bekam bem Lukull feldst nicht gut. obgL. t) er ftets einen bet »oberen Lakaien bei fich stehen batte ber ihm lagen mußt«, wann er anthbrrn mit«, zu dien 3w bm letzten 3ahren ©urf# er t^vachttnvig Gestorben 'st er etwa im 3uv'r.- M und zwar wie «s heißt, an «mem m«he«ttan! Olw Liebe«, rank m immer deee Roman tmrau« unb e« ergibt 11* al'o. baft ber alt« Herr noch e'tmal Heuer fmg „r ©ar zweimal verheiratet deifrmol ung!ückllch> ober baß leambeinr Perlon km mufrs Her» noch einmal hat bezaubern wo Um Als «r starb, gab «s «m« are»aliige Ätidbauüion. Das ersteun- uch, Orq< n •» biekr Aukt.on ist tre« ben Hist— rtkero torgi tz euhrotiert worben tat« bennoür- bigter Roch.ast aber war bi« Jtidfr. rrr»»a», b« Ssß- unb Sauerkirsche 3n P-onkus. ihre, Hetmat. war fr« Ktr'che an barte Wtat r ot- unb to verdrdlete f„ !,ch bamai« «a»ch. au4 durch P'rop'ung. übet 3lallen, ©eilet nach -rantreich an ben Rhe « an fre Donau unb »och O**jtanb Os ist bas einzige OMI. das den THen'dter chen mitten im Sommer erawidl; da- der wollten es gleich alle Länder bafrn Das beultax □>?«» Kirsch," aber «st ftcher nicht aus bem ^cnzöfilchrn .cerw*. sondern direkt aus dem Itat’-n ' ivn (tuun «'prtch .kraw»") selbst enllefrrt. Allo kam bie Frucht Ichon etwa Un 2- 3abthurfrrt n. Ohr an unteren 1? .n und tn u-’<r« Aoi'auiiche Ober, 31« ktalu.hi«ßarb. w« er schon etn haldvergeklener ®a«n. aber et towntc ich aal seinem Sterbebette tagen, baß et trotz allem nicht fruchtlos gelebt, da et eine solche frucht m fr« Belt gebracht von bet noch heut, ent Dani k> Meie kant «thron


