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Nr. 107 Zwnte; vlatt

Girtzener Anzeiger lGeneral-Anzciger für Gderhessen)

Montag, 9. Mai 1927

Gderheisischcr «unstverein.

Di« g«ft«rn eröffne« neue 8u»fhllung b«» Kunst- Verein» ift wiederum nur dem Werk eine* ÄüitfUtM rtotMnet. Immerhin sintztzi« ht«r zufammrogrslellien rdeilen von £*r Dan«,l Greiner sVugendeim. Bergflruhe) sowohl gehalttich wir formal 'o oerichi«. denonig und adweifelung»reich. Satz do» Ganze nicht eintönig wirki. reif do» bäuhg bei deranigen Kollrk- Üontn der Fall ifl Gr einer zeigt velgemalde. Aqua- relle. Grapb:k und RlrinplofH!; der Siolfrd» aller dieser oersch« ebenen 3u*rud»formrn *dxint nach dem d»er in gen'innenbei v- ntbilbr drei ftoupt- quellen cu*yiaxikn: biblische und mythotogiiche Ho­ti o< vor ollem, daneben eine Keihe von Arbeiten. die einer iilerarifch nicht fest zulegenden. freien Phantasie

kneser letztgenannicn Gruppe sind z. D die an der E«ngang»wand gruppurten e<ü<ft au» oersch« e» denen graphitben Blanerfoigen zu rechnen, die etwa do» primilioe Berhaltni» van Ma:in und Weid in einer au»druck»vollen Motioreihe figürlich behandeln. Schon hier fünbif.t sich in der derben llolz'chnltt- monier <in< Borifet* für ein gewifte» körperlich- fleischliche» Uebermah der Gestalten an do» sich auf anderen, zum Ittl farbigen Kompositionen w rber- hnbrf. von guter landschastsicher Wirkung rrweist sich tfinige» au» den ..Gesichten' und ..Dichter» letzt« Sahn'

Di« Arbeiten der ..e i,nuberii«genden Wand be- handeln vornehmlich b,bi,ich« cynro; hier fällt die ,m L)oi.,«chn,t vereinfachte Geichiosienheit der figür­lichen und iondfchofüichen Krundelemente in den Blättern ..E» ift oolldroch«' und ..-eepredigt tm Sbendiicdi' defonder» in» Auge. 2uch cm farbige» Tnptychon-Foesko (rum Gedachmi» der Gefallenen der Semerndc Jülich) »ei hier ermähnt.

3m Mittrikodinett inttrrffieren neben dem mycho- logischen Zyklus Wieland' (Lithograpdien) di« lanMchaftsick.n Blatter .Morgenwinde'. verdeckter Blond' und die malerisch« und eigenartige ..stäche» ftjnnnung am Dormfer Dom'. Bon ferner Wirkung wigt sich auch ein kleiner« Stück. ..Papprin nn Mondschein'.

In der./)e;cnfohrt' begegnet um erstenmal ein mehrfach outgegriffene» pMintaftische» a.hema. jein- toniflt Fardstuüien bilden dos .Mädchen an der Mauer' und Morgenftund«': Bewegung-, und Hh- Probleme MschäfiiHctt in den mit krämaer de- handelten Figuren einer »rolge ..crbn der sitbt (ßinokii'rf(br:ttr. zum Teil forbia) Auf eine derb-

Sufammemritt des Reichstags.

Bon D. Dr. Br» bl.

Prvseftot brr hechte an brr Universitär Marburg. M d. 51

Vrr Keich» toa Hot noch vor Ostern die wichtig ft» Lu'gade dr» 7»ayk<» hu End» pedrachl bu veröd- ich,Lung Ms stfeichihau»hallo-.-i-nchtagro iür 1VTL ®r hat auch noch »in» Keth» von weiteren Aufgaben erledigt, unter denen die verabfchicbung de» Hr- bett »gelt Kot gefehe» her varg» Hoden fei. Legt bei fei­nem &'ieMr|u(arr.t <nlritt werden dem K,ich-, :2a vermutlich sehr wichtig» Vorlagen zuaehen. obwohl 'uh noch nicht übersehen loht, an» bi« Krihensolge |dn wird unb wann er auf die einzelnen Vorlagen rechnen kan.->

Der gröht, und rr.tai.jr*

kommt vermutlich au» dem Ke ck/»,usiizminist«nun

he». Er wirb ollerdtng, wesentlich K«ue» nicht brngm und fein«»- weg, die deutsche Auffassung von verbrechen und anderen itr^'^rei aber da» etralrcdn in manchen UtnjribrUrn brr neuen Zeit onposien und »ine nex flt'jliung der ganzen Moten» auf Grund der blahrngsn Ersah* rungen barstellen T\t Beratungen werben darum auch sehr lan3» Zeit in Anspruch nehmen und mit einer baldigen Verabschiedung de» Gesetze» ist nicht zu rechnen.

Au» dem Keich»wirtfchaft»ministerium ifl der Entwurf der oiei besprochenen Nandwerkernooelle iu erwarten, welch« au» den Kreisen de» Handwerk» schon seil langem verlangt roirb llerbn.g» wird sie auch nur noch Erfüllung lehr beftimmter Forderun- gre den Beifall der bririfigim Ärnlr finden können. E» wird ferner oui diesem seiden Ministerium wie­derum der Entwurf eine: c^anl« Jttrngrfefl«» zu «r* warten fein. Diese» Gesetz findet In weiten Kreisen de» Volke» ebenso enlfchiadrn« Beifall wie entschie-

Ablehr.

um di« Anbahnung der Trockenlegung noch omerika- aischem Vorbilde und wie diese Im Land« der Sein« baue» sich praktisch auvwirken soll, ist noch zum min­desten «ine offene Frage

Au» dem .' e b>>rbc>:-ministerium ist zu erwar­ten ein Gesetzentwurf über ble Gewährung von Zwi- schenkt,dll für den Wohnung»bau und «in Gesetzenl- routf über die Veriangerung der Pachtschuszordnung Mit dem letzteren hängt e» wiederum zusammen, das, die chwicrige Frage der Verlängerung be» Keich»mi«ten< e^si<» und be» Mfrlerichutzgesetze» ver­handel! werben muh. beim hier flehen wir nor der vorgesehenen Adla»»f«frift. Dirie Frage wird ver­mutlich Anlosi zu groften parlamentarischen Kämpfen sein.

Endlich roirb auch bo» Au»wärtige Amt eine Weibe von Vorlagen bringen, welche sich an die bi»- her betrieben? Ausienposisik anschlletzen. E» sind

Ein Gesetzenrwurf über da» flbfo nmen bett. Er­leichterung be» internationalen Eisenbahnverkehr» mit Polen

Sm Gesetzenlwurl über do» Abkommen zwilchen DeutschlandPolen ; nb Danzig über die Durchfüh­rung £.<» Artikel» 312 be» Versailler vertrage» hin- tzchtlich der Freien Stobt Danzig.

Em Gesetzentwurf über den deutsch-italienischen vergleich»- iib Schied»oerirag

(.'m Gesetzentwurf zum Grenzdahn Has abkommen mit Frankreni,

Sm Gesetzentwurf über die «renzsestsetzung mit Frankreich.

Sin Gesetzeniwurf über da» Wiedennkrosttreten de» deulfch-bc.liv>anischcn Honbe!»vrrtrage»

«1, fcrn ,.Hrid)»tog kommt MmnäcMt «ine Reihe non wichtigen ,>rlagen heran Vielleicht am wenig­sten Schwierigkeiten werden die Drogen der au»- roärtigen voittik bieten, Hier kann der.Rrdiriag überhaupt kaum Aenbenmgrn lreiien. sondern nur den abgeschsifsroen 'Bertra ;rn zustimmen, fall» et sie nicht ablchnen will, viel ichwieriger weiden die Vorlagen der inneren Vatu k («in. Sa» ctrclpneu- buch allerdings ist wied.r eine rein iunfnldx Ma­terie. die weniger nach parieipolitifchen Gesichl». punkten ol» noch rein sachlechnifchem Srmesi«! bear­beitet werden musz. Bei den übrigen Vorlagen wer- den sich vermutlich groh« Auoeinonderletzongrn er- *%n» handelt sich dievmol nicht um iinanzielle Fra­gen. welch« in der letzten Aett regelmafzig «m vorder- gründe standen ö» bandelt sich melmehr jetzt mehr

um wi ets chas (»politische oder s 0»iaI po­litische BorKgen und tirl» führen eriabnme»- gemätz zu grc-szeken ,9u- ;*<n 4» alle»

andere. S» ftotze» hier ^roH« 2nteren«npegenzare aufetnanber welche gerade zu an die Er sierz -»»<- kr BevLlkerungikre-.i» rühren daher nt e» nur zu oeritändlich buh tner eine E'.noer.n über- Haupt - _r u-ter z rotzen 6cher Irrigkeiten gu erreichen isi.

Ihne "Ar.trrjny-Jn'f werden omi in der kom­menden 5« r.n nach menichiichem Enne «en ka.-m |u ert»3r^n haben tw Kt^gr Xefltetunfltmebrtett verfügt über genügend Stimmen, um sich |u bciieti. wer-, kein« besonderen neuen Umstünde «intreten. S» ifl beonbet» zu bemerken, d-tz die Bayrische volk»partei, welche in der »rahnen den Au» schlag x vt durch weitgehende E Nullung der bayri­schen Forderungen wieder fest an die JUgieneifl ge fettet ifL

2n der Luowärvgen Batiuk ifl et ne Senderung de» Surfe» schon deebalb nicht za erwarten, weil freine au»ge'prochene C; po'ition aar nicht mehr tri ebenen Politik immer grundsätzlich einverstanden gewnen. Seitdem nun auch die Deutschnanonalen in diesen Sur» eingrienkl haben, ist eine ziemlich einheitliche Front hrrgestellt und dir Flügel unter- Trrvo .r derBeirr ', n rvr voliklk für nchtio holten Ob aUertnng* die Begierung»koolition auch in den Fragen der wiri!chasi!ichen und 'ozialen Bo- hilf immer zusainmenhol'.en wird. lätzt 'ich noch kaum übersehen. Auch in den einzelnen Parteien der Koalition werden hier die Fnterefsen auieinonber- (loben und e» wird an Reibungen nicht fehlen. Der- muihd) werde« baber die meisten Gesetze später wie- der den leidigen SyoraNer de» Somprvmifse- trogen wie schon so viele bisher.

Wann mm der Reichstag mit diesen Vorlagen fertig werben wird, tft heute in keiner Weis« zu sagen. Vielleicht rotrben grotze Materien wie du» Strafgesetzbuch auch noch in der »zerbsipaus« in der Rommlffion beraten werden müssen Von den anbe­ten Vorlagen werben wohi bie meisten bi» Aum /zerbst in der einen ober anderen Weise zur Snedi- flung kommen, tf» tft sonach bafür ge'crpt. bah der Aeichetog auch in der kommenden Aeit seine Befchäs- tigung finbet. Die gelten, in benen er lebe» Jahr nur zu einer oerhaltnismätzig furzen Session zu­sammen gerufen wurde, sind längst vorbei. 3n der heufgen Zeit ist der Rekchstog der eigentliche Irä- grr der Souveränität, der niemol» lange der Äube l»'legen kann. Die Desetzesmafchtne arbeitet heute starker al» je zuvor unb der einzelne etoatebürger findet sich noch kaum zurecht In dem, was ihm jede» ^ahr an Neuerungen brirtxrt wird. Wir wollen nur hoffen, das, recht viele Voikvgenosien zufneden sein mögen mit den Ergebnissen der mm beginnenden neuen Tagung.

Vie Wohnungszwangswirfschast in Hessen.

Don f)erm Srich Delkow. DeneralsekvetLr der Deutschen volksperlei. erhallen wir solgend« Au- schrill

3n der am Mittwoch, dem 4. Mai ftattgefunbenen Sitzung de» Landtage» waren die dcfjischen Volks­vertreter vor die Fraa« gestellt, ob der Unfug der Wohnungszwangewirtschaft in'eisen noch weiter bnbcbolten. ober ob ein systematischer Abbau end­lich einmal in Angriff genommen werden soll. An­dere L'änber. Württemberg. Bayern. Baden. Thü­ringen. Dtbenburg. ferner die ifrmfastädte. unb vor einigen Wochen auch Breutzen, haben, teil» auf dem verordnung»wege. teil» durch die prieDfleben- den Korperichu len einen Abbau der Wohnung»- zwang»wirtschasi eingrieiiet indem sie bie geroerb- sichen Räume unb die fogenonnfen ..teueren Woh- n ungen frei gaben. Die Erwägungen, die zu der Forderung auf Aushebung der Wohnung?zwana»- wirtschaft führen, sind fo einfach, datz man über sie nicht mehr zu birkusieren braucht: auch bie Woh- nung»zwang»wirtschoft war nur durch die Krieg»- notwenigg?fiten bedingt, sie ift rote jede Zwang». wir.fcha't der anormale Zustand, der in dem Augen- Mut. m dem die Dirifcha<l sich wieder auf normale vechälMifse einflelkn kann, keine Dasein»btrechn-

flung huL.Brmroifi wirb Un'tne. Wohl:-' Btoge' wenn ein unter usier-ew^b-.'-chen Um<t*n6m ge- sch-siener Z-'iand in normalen Zell'.ousien wr- ewiil werden soll

»e Freunde der Zwang»«rtschosi wenden «en datz «r . normale' Lu't^nbe noch nicht Haden, fo datz daher gerade bt« »u'heb-un- der Wohnung»- 5eoang»wri'd)3<! noch i>ef ruht fei Sie haben diese Etnroande imrrwr erho« < - ob e» sich nun um Aus- Hebung der Fletschdeunrrichaimng. um Freigabe de» Vrotg.iretdes. de, Zucker» oder socht n>i» hundrtte sie haben immer dabet ubenehen. datz der norme!, Zustonb >a erst durch bw Fre,gäbe erreicht werben könnt, unb f» wirb wohl d, te keinen oernuns: .en Menschen geben, der etwa gtoudt. datz z. B. untere L'<bfn»mittflr«riorflung durch ihr, Frnqube gelitten hätte. Ulk die Unken bw in unzähligen Autlasiun- , pro gequakt hatten, datz bei Au«h«d >ng der Zwang». \ unrrchasl bi, ^ormen Leute nicht» zu elfen hätten. * müsiro beute zugeben, datz sie f ische Bropheten waren.

3n brm Komplex der Zwang»«rifchasi ift zwei­felsohne die Wohnung»iroge bi, schwien^ie unb de­likateste unb e» ist daher veriwndiich 1 h man an ft« zuletzt herongeht. Fmmerb-n dürile |,|>t nach­dem bald zehn Fahr, nach Beendigung dc» Kriege» orrgangen hnb. auch diese Frage brennend gewor­den sein unb zwar nicht nur für Me ^uabesitzer. iandern für die Gesamtheit der Elation ?tur wer blind oder böswillig ist. tonn di« derzeitig«!! Zu­stände auf dem Gediel der Wohnung»positik ol» be inrtngmb aniehen unb man mutz schon sa reaknonär sein, wie tM 60tiülbemofrotte, wenn man die ge­genwärtigen Verhältnisse verewigen well.

Die arfenntni», datz cm systr-natischer Abbau der Dohn.ing»zwang»wirt!chasl rndiich auch in liessen fingdeifet werden mutz. Hot bereit» im Vorfahr da­zu geführt, datz die L'unötagefrafhonen der Beut- Ich«! Bolfepartei der Den okraten unb de» Zen- trume Anträge eindrachten die eine Lockerung der Wobnunpeztranptwirtschatt verlangten. Die Deutsche Volkevarfei ging am 20. Oktober voran, ihr folgten die beiden anderen am 21.

Der Antrag der Deutschen Bolkapariei lautete wie folgt

..Wir beantragen:

Der Landtag wolle befchtietz««. bie vegienmg zu ersuchen, unoerzi^ilich Matznahmen zum syftemari- chen Abbau der Wohnungszwangswirtfchoft zu tref­fen unb zwar dahingehend, datz

1. in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl nach der Dolk»zähluna vom 16. Juni 1925 von

») über 20 000 Smwohner olle Wohnungen mit einem Iahresmielprei» von 100>» Mark ob, b) über 20 000 Einwohner alle Wohnungen mit einem Fahresmtelprei» von 800 Mark ab, c) in den übrigen Gemeinden alle Wohnungen mit einem 3abrr»miefprri» von 600 Mk ab.

? die nicht Wohnzwecken dienenden Ääimw allge­mein von der ^-.wangswirilchaft befreit werden, insbesondere zum Schutz« leistongfrchwacher Mie­ter unb kinderreicher Famil.n.

8.en1fpr,chende liebrrgangebeftWnrnungen getroffen werden,

I auf einan emfor«chend«n Abbau der Wohnung»- ärmer unb Mieteimaung»amt«r hlngewirkt roirb.

Dl« mit (Beroerbertifmen zufammen vermieteten Wohn räum, sind wie unter Ziffer 1 beantragt ZU b,bände in

Die Anlräge der beiden anderen varieien ent sprachen diesem in ihrem Inhalt, auch sie verton gl en nur Me Freigabe der gern,rbli-1>en 'Jtoume und der teuren Wohnungen. In allen Anträgen waren unb da» ist nicht unwesentlich, Ikbergangabritim- mungrn gefordert worden, worau» erhellt, datz Me 21ntrofl»fteUer nicht» über» SMe brechen wollten, lDiese Uebergang»defttmmungen haben z. B. in Preutzen so put wie gesehll. so datz dort totsächlich fyärten oorkamro; dort war aber die Freigabe der uewerblichen 'Jtoume auf dem Deror^nung»wege er- jolgl. so datz der mätzigende Slnstotz der Borieien nicht zur Geltung kam. Trotzdem könnt, der 93ater der Derordwung der zentrümliche Dohl'^hrt»mini- fier fiirtfiefer seststellen. datz trotz be» Fehlen» bieser einschränkend en unb mildernden Besummungen bei 5)underitauienden ton M>et»verhälinisien noch keine

B,-<cl>werd« einpr

Die Lockerung der Wohnung»zwang»wirifchast wäre gewitz also auch für ffe geworden und man hatte annehmon müssen.datz we-

»i^fliro» aB# bürgerliche« Pa riefe« chr Husttmma« wurde«.

3brr auch in der Botin! komm! e» ersten» immer u^der, unb 1.-.eiten« .M» man droN. ftfen« d>< fische nju.4« : r: rrr einigen Monaten

t't f datz fee 6* uldemo.'ratl, 1r.1t ibrr-i fin- oack sink» di, lc;.i, na4i b< <? rt.be c feuiwrn» brf Revolution 2U' WN'. ch.'..iche Gebiet nickt ebne Kampf prettgeben wurde' Io hat st». y»<tfri»<»bne reih« grvbci Diese» .nach Im!»* he- - .ift ab,: datz aueb f», n*M >m eilferor,si,n an dl, Mogtichkeit der U.lteriwflung der Laziulbemo« trat« von rrdit» her dacht, b < aber mm leider am *. Mai Tatsache geworben rt

Sa dtefem Zage haben bi, D,->: .uwl ? ..ü<n M» Vvdnun>»«>ong»»inschasi m kfeftro groettr.

üir flabm mit den -. zialder. olrau n uxe Äsen» muntflea genm nt und be i demokrottschen Sntrofl. der d»e me.st, äuefuM auf Annahme bau unb mit ihren Stirn n,r. an bedingt angenommen narbte w-re abgelehnt'

Der normale Wähler «ft verblüfft' luiat- rechnet die Deutschnationule Hariri. Me 1 artet d,e jabtriana nnro rrtillrrfen Stampf um die freieihrtldbafl geführt unb dabei oft rpnug

mit ter nötigen Energie fuhr, (unb Me Deutsche valk»parrei natürlich wie immer ^schlapp' sri) aurgerechnri d-cse Deutfchnallonalen. b c i#be» Zusammengehen mit der üsinken in den vergangene« Fahrro ol» national, Unz.iv,rlassigkeit anpronger» :en *ie hab,n mit Soufefemorniira unb Kommu« r:ftm dro Abda >in,r «nnlo» pewordeiro Wiri- Idjafterriorm oerbinbert. ei, haben aOrrbtng» noch ,!wo» getan, sie haben nämlich in den lenen lagen sogar r.nro eigenen Antrag r ngebrackst, in brn sie M, Regierung ruftordrriro. ihrerseit» Borschläfl« zu unterbrrtten. Dieter Antrag Ift, da er von den Deuischnationaien kommt, besonber» hübsch, denn er trugt von einem IfertTauen zur helsstchei, '.Xrgi#» runa, über da» l»ch diese gr ziemend freuen wird

»err Baad lihmunzelte .. Da» ewige fächeln, da» ihn zierk. wurde m einem frShfichen Grinsen und er und feine Freunde haben allen Önmb. den Zylinder oufjufriirn und der Deutschnalionalen Fraktion eine Dunke»ofslle obzuslatfen. Ann in Arm mit ihr fordern sfe die ..unsozialen Burschootz»' M Me kchrankro.

Di, Gotter lachen über diese Verwirrung einer deut chnationalrofrfe Gras Bfeftorv in Berlin er­greift den raten Bleistift und schreibt leinen hrssifchen Freunden eine fünf In» Zeugm». Sie ist verdient...

(Eröffnung der Gewa.

DSTk TS ai n z. 8. Mai. 3n Anwesenheit von Vertretern der Dehärten und der TDtrt- Ichask. der 2uAft«!ler. des Stadtverordneten- kollegiums und der Prefle fand heute nach­mittag in der StadthaUe die 0 r 6 f I n u n g der Gewa s 2 usftelIuag für das Gas». Slektrizltätfl- und Tvasferfach> durch eme Ansprache des Obtrbürfl«:mtifteU Dr Äülb ftatl 2Ln bt« 8rbffnung»fei«tUd,!tit. die mit mufilo'.Ischen und gefangsich»n Darbietungen umrahmt war. schlaft sich ein Tlundgang durch bie ÄuSftellung

Die Ausstellung ist >m groften CaaU her Stobrhalle unb ui zwei Zellen au' betn Haifeplatz untergebracht. T3or bem Gfngana zur Halle sind zwei Pylonen mit ständig flackernder 5lamme crrickstet Sin fche.ndar glühender Soksbauken im Eingang versinnd'Iblihi bie Unentbehrllchteit von Äof» unb Ga» in ber heutigei, Zeit Die vom SlLbtischen ®afl- unb S ektrizuütswerk. so­wie von den heimlichen unb auswärtigen Firmen gut beschickte Ausstellung zeigt in reichste« Aus- wähl bie verichiebenftcn in l as Go»-. E'eltrizi- sills- i-nb TSallerlach «nschiagenben Gegenstände des täglichen Debarss. b«s Handwerks unb des Efewerves Leben den elefinf* betriebenen Ma­schinen bes Kleingewerbes s.ehk man Gaskoch- unb Heizapparate, vom Gaskocher bis zu bro Drosikü^ eneinricktungen unb Efetftwofteron a en. Badeöfen, 2?.ich:achinen a.kr Art C:aub» sauger unb Beleuchtungskörper Ein« be ondere Abteilung ist der Ikichtreklam« gewtbmel. Zerner stehen Haushalts- und Lähmafchinen mit eirf- trifchem Antrieb, Aelle reim alchtnen unb Adres­siermaschinen zur Schau.

körperlich gesatzte, lineare Sohlefuibie ^De« Kutz' sei ebenfalls aufmerksam g,n ach:.

3n farbigen Komposiuonen und /Holzschnitten er­gebt sich (im hintersten Sodinett) ein frouic» Figuren- ipiet seltsamer Gestatten. Reben den Ausgeburten einer abenteuerlichen Bbantasie sindet sich eine riolz- schnittfolg, ^Der Tanz. die unserem Er-uh! noch durch Me grobschlächtig,, plumpe Wucht de» Frauen- körper» beeinträchtigt wird. Darum herum in bunter .Reibe farbige und chworzweitze Blätter einer Sammlung von Karikaturen, von grofe»fen Fronen und wunderlich vrrzerrten Zwitterwesen zwischen Mensch und Tier.

Unter den grotzen Formaten der letzten Qu«- wand ergeb,n Mc harten, unvermittelten dürfen einer Krruzigung»gruppe saft erprrijion'.ftisch« Sir- fangrn. ähnliche, gilt von einem jraurotopf mit Sru zifipu» vor sckxv, feige Idem Grund. 3n ^.igenehm Je dämpf len. ruhigen Tänen sind dagegen ,me irupp, von Liegenden am Meer und ein vor dcweat stillfiert,m Pnnttrgrut* aufstrebender weiMicher Aki gehalten.

Ärmere 1st»lzichntttbiätter noch aUtefiomemari- (chen Motiven sind auf einem Sritrottsch ausgefe^t: in einer f-itrine gr<ammelie Plaketten vornehmlich vildm»'öpfe aufwei end. zeigen M, otelieingen 9u»- drucksenögsi«Hkeiten Dämel Grein v Endlich sei noch auf eine Reihe von graphischen Mappemverken auf- merbam gerned>L

Die »uoslellung. Me zu den udluhen Zeiwn zu­gänglich ist. wurd, am grtngrn Eonntagoonnittog ber Lestentt «hkett überleben der Soriqwibe bt» Äinftoerein» üandaer.ck'.sbiretior Bücking. Metz Me $ur Erofmuna örid'nerwn willkommen unb gab einen kurzen Ueberbsick über da» Schäften von Dr. Daniel Greiner.J

Darmstädter Kunstsommer 1927.

X-it Direktion ber Kunst- und Historischen ecmm:ur.gc7. bet Lanbesmukeum- r»eranstallet, wie bereits ber chtct wurde, in den Räumen ber Galerie eine Ausstellung .Alt« Sun st am M i 11 e l r h e in". T*.< Zabnaufenbausstelllrng in Äoin hatte 'hon eine gröfter« Anzahl Äanfe- wtrke aus unferrm Gebiet zu'ammeugebrachsi M« grotzes Auttehen errcalrn. Unb Mxd war das. Wits in Äöln tycrr. JEitlcIrbein jj'anunrafam, mir ern fleiner Tf l des tot'äch'.ch vorhandene« Kunstbesihes unteres Efebietes und trug nur

ailzusrhr den Stempel des zusäüia Erreichbaren. Eine fystematifche Auswahl, die sich nur durch Me Rüiftichl auf Qualität letten lieft, bat eine Über- rauchend grvfte Anzahl von Äunfttorrfcn ersten Ranges »usammer.gebrach«. SS ist gelungen, auch die kirch!.chen A^hörden zur Witarbe.t zu ge- tinrmen. So hat sich dr» Domkitpitel in Tva.n, bereit erNSrt. di, Auflstelluna durch Herleihung der Haupt stück« aus dem Dr rn'chah und Didzriar.- muff um zu unterstützen und dahin au wirken, datz ber AussteUung Kunstwerke auch aus an­derem kirchlichen Besitz zur Derfügung gestellt werden Auch auswärtige, zum Teil ausländ.fche Aiufeen unb Sammlungen haben die Leihgabe hervorragender Stücke aus ihren Beständen über- laften Hierdurch ist es z. B. ermöglicht, den Mainzer Domschatz in se.nem früheren Bestand au ieigen, auch in den Stücken, d.e fich fett 2ahr- bunderten im Ausland befinden. D.e Kirchen und Muleen von Limlur^, Bonn unb Speyer fchicken ihr Bcstrs Auch bte uralten «fraeiisifchen Ge­meinden in Trier, in TDorms beteiligen sich Ferner ist es gelungen, eine SonderaUmstellung ber TDerle des logt nannten . Ha us buchene, st ers" zu sichern.

Als Gegenstück zu dieser AÜckfchau auf alte Kunst bietet die Aeu« Arb^.tsaem.-.n'cha'- für bdfxnbe Sunst zur selben Zell auf der ITIath iben- hähe ein, Schau auf bie Gegenwart und d.e Zu­kunft unterer heute lebenden Künstler. Diele Aus­stellung w,rd unter beei Hamen .Heue Kunst Berlin - Darmstadt - München zusam- mer griaht

Beide Ausstellungen werben Anfang 3uni eröffnet unb dauern bis Ende September

Seltsame Rednerpulte.

3m alten Arm waren an ber Hedncrbühne auf bem Fvrum bfe Schnäbel der von den Feir- btn etourten Knegslchiffe angebracht, unb die Avstra" dat:e davon hrro Hamen. Die', Der- z.erung zeigt, katz Ichcrn bv klatf.lchen Oratoren bei Stimmungswert eines eigenarrgen Hebner- rultrt zu schätzen wühlen. Aufo <cl:<amt ®t- fäll« wie moderne Hebner finb fie allerdings nie verfallen. 3n Londoner Hyd« Park, in dem «ich bi« r-ierk^ürd gsten Sprrcher tu t allen mog- l ick en wesilichen und geistl'chen Anliegen an bfe vorübergehende Menge wenden, kann matt bie wunder'.stro Standorte beobachten, von denen

aus aefprvchen wirb, balb ist es «in wackliges Gerüst von Kisten, bann wieder ein Steinhäuser, oder gar em Baum. Den Helorb ber Origi­nalität erreichte, wie in einer englitchen Zeit­schrift erzählt wirb, ein Offizier der Heilsarmee, ber au» fernem eigenen Sarg heraus eine Pre- biflt hielt. Aber auch biete lebncrtnbüm ist nicht ganz neu, denn wir wissen, bah bereits Mönch« bes Mittelalters bitfe» einbrucksvolle

'.b der

Hörern den Ernst ihrer Mahnungkn deutlich vor Augen zu sithren. Den Schritt vorn Erhabenen zum Lächerlichen der jo io (lei« ist. tat ein Mormo:«^-Ge.st'icher 3 L Milliams. der vor einiger Zeit in Utah, der Salzfeestadt, als Kauz«! c.ne Badewanne benutz.« Die Blech- wanne wurde halb mit Dosier gefüllt, auf eine Tribüne gestellt unb bann trat der Prediger m bi« Dann, unb redete ein, halbe Stunde lang über He nhell E.igisiche Politiker haben In der SyM ke» Wahlkampfe» f-n den ungewöhnlichste« Statten au* zu den Dahlern ge'prachro und Lorb Huffell schuf sogar eure Mod«, indem er einmal oen bem Kutschbock feiner vtaatskarofse aus eme lange Ansprache hielt öeilbem wähl­ten Politiker mit Borliede bieten erhöhten Sitz ihre» Magen», um von ihm au* den Geist b.s Dolle* zu erleuchten. Sir Frank Lfeckwvob leitete t.nmal eine Dahlveriammlung von einem hoch- icictenro Heuwagen au* S» war zur .fr f der Heuernte, unb in ber Dorsichufe in ber dr Ber- 'ammlurg (ichf.nben tollte herrschtc gähnende Leere Da enftchiosi sich der Staatsmann, auf ta» Fe.b zu grbrr um dort bie Bürger bet ber Arbeit aulzufucheT- er (letzte grwanbt auf einen hochbetobenro Heuwagm unb Wutzie die Bauern für seine Sache zu tot«lammen Der verstorben« Staotsn ann C bcm> rla n wollt« ein­mal den Hafer ar heitern rin« Ae^e hallen, «nb do kerne geeigncie Tn büre zu finden War so er­kletterte <t kurz entfchtosien den ruhge'^würz­ten Förterkord e.nes mächtigen Dampfkranes, lieh fufc über die Köpfe bet 7

wmben urb predigte vrn hier aus. Mr Dr- ibte .ta Knopf!oa, unb bas Monokel un Auge, fein pei itic» i? au. en »Menn hi i» De höchste Kan­zel hat wohl der Bifchof Bickerstith erklommen, al* er einmal zu einer Gemeinde von Fifchern unb Seeleuten van dem Kuppe!raum e.re- Leucht­turm» herab feine GrbauungSrebe hielt.