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Samstag, 9. April 192Z
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen)
llr. 81 viertes Blatt
lucii seiner lernend3, Sctiüler und Schülerinnen werden erfolgreich gefördert Im tileOmer PÄda- goglum. Lehrplan einer Realschule- Erfolgreiche Umschulung. Arbeiteetunden. Für gu’ begabte 11 tere Schüler Zeitersparnis. Beste Empfehlungen aus allen Kreisen. Alles Nähere durch die Direktion: Gießen. Liebigstraße 49, Fernruf 275. 02284
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karten mit einem entfprechenden Sermerf zu per- sehen hat Hat der 3ug, mit dem d-e Reile fort- geletzt werben soll. höhere Fahrpreise (j.8. dilzug 3. Staffe stau Perfonenzug 4 Ätafie) fo ist trotzdem ein Preise uffchlag nicht zu bezahlen. Derjenige Reifende, her die Ltenerfahtl aufgibt und zur Ad- gangcftation zurückkehren will wirb frei jurud- befurbert und erba t außerdem Fahrgeld unbWBe- pälksracht für den f):nn>qj sowie für die nicht durch lahrene ctrede zurück Er mufz seine Ansprüche auf bem Sabnbof. wo er die Reise aufoibt. und bei her Rückkehr aus bem Abgangsbahnda» bem Aufsicht s- beamten melden
Andere Vergütungen. Z B Ueb.rnachlungsfoften. entgangener lKefchoitcgewinn. stehen dem Reitenden nicht zu. denn § 2*i der Etsenbahnoerfehrsordnung besagt ausdrücklich, batz die verspätete Abfahrt ober Ankunft oder da» Ausfallen eines Auges feinen Anspruch auf Entschädigung begründen
und zahlreichen Landhäusern, ist überragt von der Schloßruine Auerberg, dem Auerbacher Schloß. wohl der schönsten Burg der Berg- straßc, sie wurde vermutlich von Dea Mönchen von Lorsch begründet und 1674 von Xutenne zerstört. Bensheim, an rebenbewachfenen Höhen mit altem Torturm und grossen Granit- und Syenitwerken. war auch früh Besitzung von Lorsch Heppen heim, am Eingang des Kirschhäuler Tales, wird von der Ruine Stariendur,
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Tine Anfrage aus einer sächsischen Stadt, iin - noch besetzt sei. gibt dem Berlars- Mainz. 2 B.. Veranlassung. darauf hin-
Wanderfahrten.
Nassau—Mühlbachlol—Singhofen—Vörsbachtol— Kloster Arnstein.
Einen hohen benutz gewahren Wanderungen im schönen Ladntal und vor allem in einem seiner vielen Seitentäler Bon unvergleichlicher Schön- beit ist baÄ Mühlbachtal, das vom Taunus Verkommt und in Nassau sein Ende findet. Dir beginnen unsere Wanderung in Nassau, überschreiten die Xetteilbrüdc über die Lahn und geben zunächst durch Berg^Nafsau. Zwei Mar- fierungen. blauer Strich und L (Lohnhöhenweg) weilen uns den Weg. der nicht zu verfehlen ist. Bor Eintritt in da« Tal. wo wir link« einen Teil der Zdiotenanftall Scheuern erblicken, büb- scher Rückblick aus Burg Nassau Mir gehen jetzt
oereui Mainz. E. B.. Iteranidtiung. oaraui gin> zuweisen. dast die Einreise in daS besetzte Geb et ohne alle Formalitäten möglich ist: als Ausweis genügt jede von irgendeiner deutschen Polizeibehörde ausaestelUe Bescheinigung, wie polizeiliche AusenthaltSbescheinigungen. Jagd- Waffenscheine. Führerscheine für Auto oder Kraftrad usw Sämtliche Hotels in Mainz sind be- " " *" ibne Ausnahme inner* chre erneuert worden.
verkehr dienenden Zug. i- Fortsetzung der * auf einem anderen Stege, wenn dadurch Ankunft aus der Bestimmungsstation besch'eunigt werden kann. 3. Auiaabe der Reife und Rückkehr nach brr Abgangsstation Macht tkr Reisende von einer dieser drei Nämlichkeiten Erdrauch, fo muh er sich an den Außstchrsbeamten wenden. die Fahr-
ragt. die der Provinz Den Namen gal folgt in der Neihe der Städte der Bergstrahe in besonders schöner Gc>irgsumgebung das grösiere Weinheim mit Turm- und Schloßbauten malerisch sind diese Höhen gekrönt von der Ruine der Burg Windeck au» dem 12. Jahrhundert und von Dem neueren Burgbau des Studenten- ditbanDc» der technischen Hochschulen, des Wein- Heimer S. L. auf Dem 402 Meter hohen Wachen- berg. WanDerungen ins Gebirge erschliestt Das hier fich offnenDe Birkenauer Tal. in Dem die Odenwaldbahn nach Fürth Den Freund von Poesie und Sage in Die inneren Waldgründe des Odenwaldcs zum Reiche De.' tollen Rodensteiners und Schefselscher Dichtkunst hinaufträgt.
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nicht selten beobachten kann.
Wer zu den Leid'ragenden einer solchen Zugtier- fpätung gehört, must die sich ihm dielenden Möglich- * so gut es geht ausnutzen. Es kommt in der ; dreierlei in Frage: 1 Fortsetzung der Reise er Fahrkarte nach der Bestimmung!»- ftation mit dem nächsten, günstigsten, dem Personen-
Wenn man den Anschluß ni l)1 erreicht . . .
Die llielgeftalligfeit des deutschen Eisenbahnbetriebes bringt es mit sich, dast trotz aller Bemühungen um äußerste Pünktlichkeit gelegentlich doch Verspätungen eintreten. Ueberschreiten diese Derspätungen ein gewisses Mast, so kann es Vorkommen, daß aus einer Uebergangsstation der An« schlustzug zur Weiterfahrt nicht erreicht wird. Biele Reifende sind nun der Meinung, daß der Anschluß- zug unbedingt warten müsse. Das ist aber durchaus nicht immer der Fall. Vielmehr ist für jeden Zug der einen Anschluß adzuwarten hat, genau festgesetzt, wie lange er mit Rücksicht auf seine Fahrzeit und seine eigenen Anschlüsse auf den verspäteten Zug warten darf Diese Wartezeiten werden bei jebem Fahrplanwechfel geprüft und neu festgesetzt Der Au,sichtsbeamte einer Uebergangsstation darf also beim Ablassen eines Anschluhzuges keinesfalls will- kürlich verfahren, sondern hat sich nach seiner ..Wartezeitentabelle- zu richten Richt erreichte Anschlüsse greifen mehr oder weniger tief in die Reise- dispositionen der davon Betroffenen ein, aber verfehlt ist es, den Aufsichtsbeamten der Uebergangs- ftation, der nur nach feiner Vorschrift handelt, mit Vorwürfen aller Art zu überhäufen, wie man dies
Frühtingseinzug in der Bergstrahe.
Bon Adrian Mayer.
3m alten Gasthof von Zwingenberg standen gegen die Mitte dieses doch für Deutschland noch spatwinterlich rauhen Marzmondrs Dir Tische geschmückt mit Den ersten schneeweißen TMü'.eu der Mandelbüume von der .Bergstrahe". UnD es begegneten uns hier Reifende. Die von den italienischen Gestaden am Südfuße der Alpen zurückkehrten. wo sie unter dem Gebirgsfchutz Die Sonne des Südens ausgesucht hatten und nun. vor der Deiters ahn nach der nordischen Heimat, auf rheinischer Erde zum klimatischen Itebergang einige Tage Rast machten Daß sie hier nach langer Tagesfahrt den Blütenfchenuck Der ligurischen Rüste wiederfindrn toll en. - darauf waren sie offensichtlich nicht vorbereitet..
.Bergstrahe". Das war ursprünglich Der Rarne Des am Westliche des Odenwalde» sich bin- ziehenden Bblker- und Heeresweges zwischen Dem heutigen Darmstadt und Heidelberg aber oct Name wurde übertragen auf den ganzen West- hang Des Gebirges selbst, diese Reihe in Der For- mung teils flach gewölbter, teils bewegter Berg- kuppen reichgegliederi. getrennt Durch tief tin- geschnittene. oielsach schluchtartige Waldtäter. An und in Diesem Bergg hange bergen sich Die Sied- hingen vor der Gewalt der RorDoststürme. mit Dem Blick gegen die Sonne. Die diesen Gebirgs- strich gütig segnet Die Sonne ist Die wahre Königin Der Bergstrahe. der sie täglich aufs neue uier ihre befandere Gunst spendet.
Die die südlichen Rivieraorte, über tpeldK die Tramou'ana, der kalte Nordwind, in hoW L'uftrogiDn hinwegstürmt, um erst weit drauhen das Meer zur Sturmflut aufzuwüblen. so liegen auch Die Ortschaften dieser deutschen Landschaft meist in der Tiefe halbmondförmiger Buchten im Rücken amphitheatralisch von fchutzenden Bergen umschilosfen. indes die Berglehnen fast wahrend des annzen Tages dem wärznenden Licht ausgesetzt sind So konnte hier eine Vegetation heimisch werden, so reich und üppig wie in ihrer Bielseiiigkeit und Eigenart in größerem Umfang vereinigt an keiner anderen Stelle mitteleuropäischer Erde Schon sahen wir ja Mfte März die hlüheyden Mandelzweige auf dem Tisch der Gast- ftube. bt>4 ist in diesem Jahre die Vegetation keineswegs von besonders mildem Borfrühling begünstigt dcr in Den beiden Vorjahren 1925 und 1926 weit früher einsetzte Die mittlere Temperatur des ganzen Jahres beträgt an der Bergstraße etwa 10 Grad Selsius. Wer recht früh in Deutschland Den Frühling genießen will, wird daher die Bergstraße aufsuchen- und kann er. wenn im April der Höhepunkt Der Blüte an der Bergstraße selbst erreicht ist. Danach noch feinen Aufenthalt in einem Höhenort des Odenwaldes nehmen, so erschließt sich ihm hier nochmals Die Knze Pracht Des Lenzes. Den er. vielleicht nach n nördlicheren Deutschland htimgtiehrt. Dann sogar noch ein Drittes Mal erleben wirD Dem schneegltichen Weiß Der Mandel folgt an der Bergstraße bas lichte Rosa Der Pfirfichbläte und Aprikose, zuletzt Die weit gebreitete Pracht der waldartig bis in Die Rheinebene stehenden Apfelbäume. so beim alten Lorsch mit seiner tausend- jährigen Rlostervorhalle au- srühkarvlingischer 3tit Der Rheinlande.
Der Besuch Der Bergstrahe hat in Den letzten Jahren sehr zugenommen: aus NorDDeutschland weilen schon jetzt hier Die Gäste. Di- Wunder Der Sonne unD des Frühlings zu erwarten. Ostern und Pfingsten sind Höhepunkte DeS Btiuchs. Den markigen, weithin sichtbaren Eckpfeiler des Oden- waldes und Der gesamten rechtsufrigen Gebirgs- Welt Des deutschen Oberrheins bildet der 517 Meier hohe Ma 1 chen oder MelibocuS. dessen Gipfel Der 1772 von Landgraf Ludwig IX. errichtete Turm mit der an den Gründer erinnernden 3n- schrift vorn .Heldenmut und Ruhm aller tapferen
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Lstcrscstspikle in rScimar
3n Der Zeit vom 14. bi» 23. April veran- staltet Die Stadt Weimar in Verbindung mit Dem Deutschen Rat onaltheater unter Der künstlerischen Gelamtleitung Der Generalintendanz des Deutschen Rat.onaltheater- wie alljährlich eine Osterfestwoche, in der am Rarfreitag Wagners Bühnenweihfestspiel ..Parfisal" und an den be ben Oft erfei er tagen Goethes „Sauft" (1. und 2 Teil) u. a. zur Aufführung im Qlational- iheater gelangen. Umrahmt wird die Seicr durch eine Beethoven-Gedächtnisfeier, die die Aufführung Der Neunten Symphonie und ..Fidelio" bringen wird. Die Osterseier in Weimar. Die sich in kurzer Zeit ihre» Bestehens in allen Teilen des Reiches einer großen Bel e'teheit erfreut, wird voraussichtlich auch in diesem 3ahre zahlreiche Weimar-Pilger nach der Wirkungsstätte unserer großen Klassiker locken.
Amtliche Wanderkarten mit Angabe der Jugendherbergen
Auf Anregung deS ..Verbandes füs Deutsche Jugendherbergen" hat das Re.chsamt für Landesaufnahme sich bereit erklärt. Die Orte, in Denen sich Jugendherbergen befinden, besonders kenntlich zu machen Die Namen dieser Orte werden in Zukunft bei allen neu herauSkommenden. mindestens zweifarbigen Karten, blau ober grün unterstrichen sein. Don den fünffarb.^cn Einheitsblättern sind bereits 23 mit euigzeichneten ÖugenDbetbergen erschienen, u. a. Die Aorten Der Wandergebiete um Berlin und Hamburg mit weiterer Umgebung. Fläming. Magdeburg. Spreewold. Harz. Dresden usw. Außerdem sind auch auf 16 einfarbigen Sonderkarten, beispiel-- weife von der Lüneburger Heide, vom Erzgebirge. Dom Thüringerwald und dem Werratal. die in den betr. ®eb;eten vorhandenen Iuaendherlecgen bereits verzeichnet. Wenn auch durch die Weiterentwicklung des deutschen Iugendherbergswerke»
Dor mehr als Jahresfrist wurde von den nordatla..tifchen Pal agier vermehr beteiligten Reedereien auf Anregung der 5 r uri-Amerika- Linie Rundreisefahrlarten 3 Xlafle zu wefentlich ermäßigten Prei en e.ng< übrt. die :n kurzer Zeit großen Anklang fanden. Die Zahl derjenigen, die von dieser gimltigcn Rtifese.eaen- heit Gebrauch machen ist ständig im Wachsen begriffen Mancherorts herrscht jedoch noch die Ansicht vor. daß der ermäßigte Pasfagepre.s nur solchen Touristen zugute komme, die im Rahmen einer größeren Geselllchaft fahren Die e Auslastung '.st irrig 3n keiner Steile ist es notwendig. sich irgendwelcher Rei egelellschaft anzu- schloßen Die Hapag gibt für ihre sämtlichen, im Dienste Hamburg Neuyork dzw. Hamburg- Boston verkehrenden Dampfer Rundre sesahr- farten die 12 Monate Gültigkeit haben, aus. Der Preis einer solchen Starte 3. Klasse von Hamburg nach Reuyorl ober Boston und zurück beläuft sich auf 175 Dollar (etwa 735 AM.). Falls der Re.sende lediglich Neuyork zu be- sichtigen wünscht, so käme bei mäßigen Ansprüchen (e.nfchl. Hottl,immer Verpflegung. Besichtigungsfahrten) eine tägliche Angabe von 10 Dollar in Frage Für Hotelunterbnnguna sind in Den Vereinigten Staaten pro Tag und Person je nach den Ansprüchen des e nztinen etwa 1.50 bis 6 Dollar zu zahlen, während für Mahlzeiten (Drei Mahlzeiten täglich) mit etwa 4 bis 6 Dollar zu rechnen ist
Hessen" krönt. Emer Der merstdtiuch.eu Lust- kurvrte der Bergstrahe ist das anmutige Jugenheim. am Rordfuße des Bergkammes heaenb. durch den Tannenberg gegen Norden gtidba:«: Zwilchen den vom Mulchen ausgehenden Wald- tälern steht hier an der Stelle eines allen Zifte»ienserklosters als Glanzpunit in nur müßiger Erhebung das zweitärnnge Schloß Het - ligenberg. Einst war es Ctr- dcr Prr e i von Battenberg Ein Jahrtausend ah ii! die Zent- linde im Park, unter Der vor Zeiten die mittelalterlichen Schöllengeriche abgehaltrn wurden Am Westfuße des Malchen. Der zwilchen Orbis- höhe und Luziberg sein Haupt eindrucksvoll emporhebt, hegt das schon genannte altertümliche StäDlchen Zwingenberg wohl eine der frühesten Siedlungen an her Bergstraße, mit Resten der Stadtbefestigung Einwärts im Gebirge befindet sich, über Den Wall) zerstreut, das gelle nm t e t. eine 2:
von HornblenDcgraniü. mit vielfachen Spuren der Bearbeitung
Das Städtchen Auerbach am (St: gang des Hochstätter Tales, eil einem seit drei Jahrhunderten besten Rufes sich erfreuenden Vasthause
grüßen
Lchwei^er Hoteifndrer
Das neueste Verzeichnis von über UXXi Hotels. Pensionen. Sanatorien. 9indee Pensionen und stur« bau fern. Rnaben- und Tüchtet Penstonaien möblierten Ebatet» und Sommerwohnungen der Schweiz, berausgegeben nom OellemUchen Verkehrodureau Salfl ist erschienen und mtrb gegen Stnjendung non U,2Ü) Fr in vriefmorken franko zugefandt
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