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Der Wiederaufbau dereuropm scheu Wirtschaft

Louchrur te tkrlie

Berlin. 0 April. - DDB i aix«Ä bt<U ber Irtbrrr frö hliche ur

an der rtnen Bottrog 6b«

M, TL* n'cho'i»!ag« fcuroM« und

btt bewr'Kv ri* T.-kiD n'L.r'l»k»l- rr«L. Er führte ö e. a»» M <r*r uab betont«* »M Buer «allmN Symptom brr Weiiwttt chaNs- fri|e ist bie anyftrnr Berrntnderung ber »aeftrafl de» Selbe». 3n »bhimt Linie ift pi beachten, dah die europäischen Staaten ihr Ptobükttoasvermögen der IV r- irttttiidt »och »Ich! G><rbf r erlar.at ba­de«. #t< mttiler« Produktionsmenge In Ear.pa lt noch immer 12 Troeml geneset baars-» konnte Amerika seine Pr-chuktion erhöben. Diese MmLbruna txr früherrn Produknonsver- bdliwWe stött ertzediich den Güteraustausch und bat zu einer Betänderung der Arch- lunfl brr TB i r I f A« f t» ® «0 < fldUbn Al» bdtirr Grund ift die Beränder una d«t po- littschen Grenzen anzuf-hen welch?. miwr- stützt burl) die Absperrung der d«it t«« Rr «ge». M< »ni Hebung einer D r« Idh a u » b l v t e btt Ml rlfchaf i begünstigt«. bU ihrerseits rtne wahmvitzge U e he r v r o du kt i o n und eine entsprechen be Steigerung be» ver­brauche» herbei fuhtt«

Bei bn Frage welche Htlfsmitiel zur Be­seitigung tiefer Ctdmnqs-n brr Wirtschaft tienen können. töärt « zwecklos. den Streit zwilchen SchuyzoN unb Freihandel wieder aufleben zu laf- f«n.H Gründe bi« allein «inen Protektionismus in gewi's.rn Umfang« r«chtf«ttgen können, und rx allem bi« B-rÜckslchlPung brr nativ- nalen Sicherheit Der Gedanke. Europa nach brm TKufHr Amerika» iu be» 3«rrlnlflt«n Staaten von Europa z.'amm«n.zufchli«si-n. ist »war nicht 4 priori zurürt»uw«if-n. ,«t ch be­zweifle ich. bah bi« G-wohnheiken und Boruttelle btt Rottvnen ein« nalbige Ikrttrtrfl Übung des genannten zuloifen. Biet weniger utopisch ist meiner Ansicht nach die 3bt« einer euro­päischen Zollunion, bi« einen freien Umlauf der Tviriichostsgüter aut dem europäischen Ron- uneni gestalten würde Degen ben gröfteren Om- ranb gegen bieten Gedanken. bah sich nämlich ver­schieben« an RohI« und Erz arme Völker in einer unsicheren Laa« befinden vürdm, während Länder mit breiter Rohstoffbasis eine Ron^ent ro­llen der Schwerindustrie, aewitsermasten ein Monopol für sich begründen konnten, ist zu lagen, dost dieser Einwand in gleichem Trabe an Berechtigung v«r1 irren würbe, als durch regio­nale Vereinbarungen die Sicherheit brr einzelnen Staaten wirksam garantiert wirb. Schon jetzt würbe durch ein einheitliche« Zrlftarillchema und einen einheitlichen chandel»vertrag»tbp ein grober Fortschritt erreicht w.cden.

Um Un4utr i^hd)frti<ni au» den Zollschranken zu vermeiden gibt es noch «inen anderen Weg als b«ns«nigen brr Verhandlungen von Staat zu Staat bi« intereuropäilch« und w«nn möglich, sogar internationale Organisation der Wirtschaft. Deutschland will leim Wirt­schaft nach amerikanifchem Muster rationalisieren, während man in Frankreich unb England indi­vidualistischer und konservativer ist. Europa hat aber kein« Wahl' es wirb entweder den Weg der sog rationellen Wirtschaft beschrei­ten müssen, oder vor dem wachieudvn R.ichtum unb Unternehmung»« ei st der Bereinigten Staa­ten die Waffen strecken müssen. Es bleibt nur die gruppenweise Zusammenfassung der Wirtschaft übrig. Deutschland und Frankreich haben bei dieser Reorganisation be» eigenen Ronttnent» eine ungeheure Volle zu spielen. Zch glaub« aber nicht, dah diese beiden Nationen letzt ihre Anstrenaungen vereinigen sollen, um einen deutsch-franzönschen Wittfchafts- blerf zu gründen Die Politik der Block» hat in ben Jahren 1914 bis 1818 ihre Berurteilung erfahren Sie ist im Blut« erstickt worden. Di« europäische Bereinigung muh all« produk­tiven Völker innfassen. auch England, trotz k<« art^tprAgtrn Individualismus bH englischen

die Hegierungsfrifls in Thüringen.

Weimar. 8. April. .LU > Aach aus­gedehnter Sitzung b«» Aelteltenrate« trat der thürinaiich« Landtag heute zusammen. Dr. Schulz überreichte dem 'DtaitXnten «in Schreck»««. nach d«m bi« Brr Handlungen zur Regierungsbildung non feiten der demokratischen Arbeits­gemeinschaft al» gescheitert zu, be­trachten seien gleichzeitig reichten dl« S o z i a l- demokraten «in« Minist-tlist« ein b-.t »olainbermahen lautet. Fröhlich .Jnn«tc4 und Wirtschaft). Hartmann sFinanzen! Greil tDolks- bÜbung) und hie Abgeordneten Hermann. BnU. Bt«Uk und Rennert al» Staatsräte Di« Mehr­heit lSemiakdemokraten. Rommunisten unb Demo­kraten) beschloß, sofort in bU Au»!prach,- «In- zutrrlen. Diese dauerte dis l Uhr minaa» un- unterbrochen fort Darauf wurde bi# Sitzung auf 5 Uhr vertagt ohne hast ein positives Er- aebni» erzielt worden wäre D-e Rommumsten «tflÄrten. «tne sozialistisch« Minderdeifsregreruini stützen zu wollen, betonen aber, dast f.« jeden Bettuch der Sozialdemokraten >,ch nach recht» zu orientieren, auf» schärfst« bekämpfen würden. Dr. Schulz erklärt« hn Samen der Demokraten bab sie weder «in« totzialistifche Mmderhems- regwrung mit Unterstützung der Rommunisten noch em« bürgerlich«Xeaitrung der TI tw unter Duldung b«e radikalen R-chr»oartei«n begruben würde Zu B-gam der heuiigen Rachm!iag5- 'itzung de« Landl ige» teilt« Piattden, Leber mit.

^«beitsgem« ntcha't der Demokraten und Sparer «,n« Wintsterl.st« für ein B« a m tenlabtnett in Boeschlag gebracht hab»-

gusommenschlutz tn der Bauernschaft.

?"Un. tz. April (Ptto-Tel. das E X) Di« Eetamtl-ortzändc be» Deutschen Bauembun- N4. des B iberisch.n Bauernd.mbe« unb des VMMMOanbe» Klein- und Mittelbetriebe be- schisst «n. unter dem Aamen .Deutsch« Bauerntchalf ein# «inheitliche Reich«. ' vitzenorgantsation w twgtünbrn. M« den einzelnen Spitzenorg^r-lt u oneu -i«#. nen Landes unb Prrv nzialoerdänbe we? <v ebenfalls unter Beide x '.iung brrr Wj , > _ . ständigkeit der n«ug<. - - D ut'ch - .».ön»

schalt antchlietzen. t '.t .Ui'arnMcn« jft bee bereit« leit langem p?cr- ,

Kleine polstische Nachrichten.

Wie der tmofroiifdx Zeilungedienst mineill. wird nunmehr, nachdem da» Gesetz über ^e Bier- ftrurranwd« der süddeutschen Lander un angenommen worden ift. die preutzi'c

Mittelpunkt ecngehenber Debatten war. ist> oh« Frage von autzerordenUich wichtiger w asch-«»- Mcher und auch irrnEliti'cher Berufung, inic rn al» damit ein« Crair-.'ai.oa bet^^rrn- schott Drulschlond« gefch-ssrn wurde. Die Oer- Idben in Anbetracht lhrc r EinheiUichkeit voraus- s^:Uch ei* starke Stühe tn ihren JntmRziu 'ä-r-r'en bitte- wirb. Eine .^uge ist bositi nicht etwa neue V«g«nsatze 5r brS^m Landwitt ch-kt unb der adamtci d-ut'chen ^.'.tt'chatt auhret«« wer^.n Oe nwre irb^rlaU« '«hr zu wün'chen. bah b'^e ntut (> gamfation sich vcn vornherttn bewusti als ver­mittelnder Faktor m den ^ahmen drr Ge'amtw tt'chast steil' Wie dieser vJu»- ?chl.d auf den Reichstlandbunb öuruckwirken wirb, der sich doch immer als Aurele-grrabe bet Beinen unb mittleren bäuerliche Xetneb? ausgab !»»' Nch noch nicht fiberblt^m

5iMisre»teren'g beim staategerichlshof bie F e ft kellantz»klafle «mreichen lassen, ob metes ®r* g zustande gekommen ist.

2n Gooiar hnözt heute die Höchst de» oolk». partnlidxn Abg ciegineb t R a r d a r f f und der e^maUaan »dental!» vo:k»parlttlicheu Ada,ordneten Ratbenna o. Otzetmb fta:t

«4« von zuswndiq.r Sen« mitgeteiU wird, sind die «uesteNung.ge-enstSnde von der ® o e t b, a a » ft z I lu n g >n Lyon gestern der deutschen L^t'chost m Pari» zurückge^eder worden. Sie befindeü sich auf dem »eg- nach Deu^chkond.

Die oom Pe,ch»ard«>t»muitfter eingesetzte Schlich- iun«»kamm,r für bi« Lohnregelung bei ber Eisendahn bat einen Schiedsspruch mit Wehr- b<u anq,no.iimrn. der allen oolliahngen Arbeitern ber Lohngrapp.n 17 4 Pt- Lohnerhöhung der Lohngruppe M 3 Pi., ab l. Oktober allen Vobngrup- pen 1 bringt. Far bie ersten öret U-derstunden über 4-1 Stunkn in der Woche wird ein Zuschlag von 15 Prozent, für die zweiten drei Stunden ein .Zuschlag pon 25 Prozent bezahlt Diese Regelung I tritt am 1. April b. Z- in Ärafi.

Annahme öes ArbeitSzcitnolgejetzer

kamen

edert (Ronun.) erklärte, jetzt be- ozialbemokraten ben Dank bei Aem

Zen- diese da» auch gege-

stcllung de« Zentrum» angetan: datz bas trum die Sozialbemokraiie nicht brauche, dagegen ihre politische Macht durch Zentrum erhalte Der Vorwärts gibt selbst zu. hast dos Zentrum bei ber

Kittern wäre auch nicht mehr zu erreichen ge­wesen. rief mit neulich Herr Sollmann zu: .Dar­um sind wir jo nicht in die Grobe Koalition gegangen P (Hört! Hört! rechts unb im Zen­trum.) Wenn man selbst wustte. bah nicht» mehr zu erreichen war, bann dar! man auch ben chrift- ftchen Gewerkschaft«^ barauS feinen BdNvurf machen. «Lebhafter Beifall im Zentrum.)

Stegerwalb dafür, dast sie mit ben Ehristlichen unb ben Demokraten ben Achtstun bentag betraten haben. Vicht nur bi« histor.sche Stunde von 1918 hab« die Sozialbemokrati«. ver­patzt, sie verpaffe jede Minute, um für die Ar­beitsrecht« zu kämpfen. Darum fei sie zum Ge­spött geworden und werbe über kurz ober lang auch aus der preutzifchen Regierung hinaus- fliegen.

Ada. Gcatzrnann iS.): Herr Lkegcrwalb fagte. keine Venerkunaen über bie Preutzen- koalition sollten keine Drohung sein. Wir haben sie auch nicht so ausgefaht. Wir sind nicht um Ihrer lzum Zentrum) schönen Augen willen in der Preuhenloalition, deren Bestand übrigens nicht nur von Ihnen abhängt. Herr Andre unb Herr Strgerwald hätten sich lieber nicht zu Für­sprechern ihrer Partei für dieses Gesetz machen sollen. Sie hätten das anderen überlassen sollen, denn die Enttäuschung ist auch in der christlichen Dewerifchastsprcfse groß. Wir bedauern Itzre (zum Zentrum) Haltung um so mehr, als ein Zusammen st-b-n bet Arbeiterschaft heute beson­der» nottoenblfl ist.

Abg. Steaerwalb (Z.) erklärt, er billig^ die polltische Entwicklung, die das Ausscheiden der Sozialdemokraten mit sich gebracht habe, nicht. Er wolle keine Rückwärtsentwicklung, namentlich keine sozialpolitisch«. Er hab« bas Zustand«- kommen der Aechtskoalition sogar abhängig ge­macht von der Vrfeitigung der liebet ft unben bi« bi ei es ®ef«b nun auch tatsächlich bring«.

Die Vorlage wird unverändert in nament­licher Abstimmung mit 195 gegen 1B4 Stimmen bei zwei CnibaUunqcn angenommen. Gegen das Gesetz stimmen outzer bet Linken auch die Wirtschasispattei und di« Demokraten. Das Gesetz tritt am 1. Mai dieses Jahres in Kraft

Angenommen werden auch die Austchustent- fchliestungen über freiere Verteilung der wöchent­lichen Arbeitszeit in ben Bäckereien auf bie einzelnen Wochentage unb über gesetzlich« Mast- nahmen zur Bekämpfung ber Schwarzarbeit.

Das Haus vertagt sich bann bis zum Mar Vizepräsident Esset weist darauf hin, hast eine arbeitsreiche Tagung ihren ülblchlust gefunden habe. Di eie Full« Oer Arbeit 'st a u f Oie Gemütsverfassung mancher Abge­ordneten nicht obn« Einwirkung geblie­ben «Heiterkeit). Der V'.zepräsibenl dankt be­sonders dem Haushaltsausfchust und seinem Vor­sitzenden Besonders schmerzlich wurde das Fehlen

denen politische» Kräftevetteilung da» Züng­lein an ber Wage bilde, dasi es mit Recht» ober Link» regieren könne. Die übrigen Blätter unterstreichen namentlich ben deutlichen Fingerzeig Stegerwalds auf Pr « uhen. Die Boftische Zeitung- spricht von einer Drohung, an die Adresse der prcuhischen Koalition. Sie meint, dast der Versuch batz preutzifche Roa- lition»g«füfle zu lockern, automatisch dazu füh­ren wurde, dast bie Frage der Landtage- a uf l ös u n O akute Bedeutung gewinn«. So weit sind bl« Dinge nach Ausfällung parlamen­tarischer Rreike allerdings noch kein «»weg» Sfbieben. zumal Dr Siegerwald nachher aus- rücklich etllättc. dast feine Bemerkungen feine Drohuntz sein lohten, und der sozialdemokratische Aekwer ihm bestätigte, dast er fk auch nicht al­lo Ich« v«rstanb«n hab«. Die D A. Z" licht d«nn auch bem Schwerpunkt mehr darin, dast der ganz« Vorgang al» Z«ich«n für kommend« Aue- «inanöetlehunq.-n zwischen d«r christlichen unb ber loz»ald«molraiilchan Arbeiterbewegung oufgeoht werd«

nicht von Ihnen, sonbern vom Zentrum ab. lOtofce Unruhe links.) 3m Reich regiersn wir «rhr gut obn« Sie. (Beifall im Zentrum.) Di« Sozialdeuiokratie ist entdeurllch. Ihre Politik ist immer falsch orientiert. Sie hat auch mit ber welthistorischen öhinbe der Revolution nichts anzufangen gewutzt. Ebenso war der Sturz Marr' im Dezember 1926 bestimmt fein Meisterstück der Sozlaldemokratte. Der direkte Weg zur Arbeits­zeitverkürzung. den Sie (zu den So-'.aldemo- traten) clngelchkaqen Haden, führt nicht wm Ziel. Aus meine Ausführungen, in der Grvtzen Roa-

ariamenlsferien

Eigener Drahtbericht bet ,.®i<b«n«r Hn,j,iß«r»*.

Berlin. 9 April. 3m polnischen Leben Berlins zeigen sich bereits bt« ersten Ansätze ber Osterpause. Das Aeichskabineti hat am Donnerstag sein« vermutlich letzt« Sitzuug vor den Srirrtagen abgebalten unb ft^ wohl im Reich als auch in Preubev ist bas Parlament am Fr«itaa in di« Atrien ge­gangen Das deutsche Voll wirb al'o für bie nächste Zeit »ein grostes Onterelfr iur varla- rnentarllch« Creign J(« ttnrgermosten b-zahmen müllen .Immerhin muh man dem Reichstag descheinigei, bah rr in dieser lebten Sitzungs­periode ein g-rad-zu auherorbent- ltche» Mast von Arbeit bewältigt bat Jüan braucht zum Beweise nur bie hauptsäch­lichsten Beisplel- aulzusübr-n: Die schwierigen unb umfangreichen Etatsberaiunaen Und zu Ende gebracht worben, der vorläufig 3 i * nan z ausgleich und die Frage ber Vi« r - ftcucranteil- für Lubbeutlchland Hub ge­regelt. dazu kommt bann noch das Gesetz über di« 3n oal i der.ve r! icherung. iemer bie rarlamentarische Erledigung de« b-utsch- ranz-I>schenHanbelsprovi|or. ums. uni) kchli-tzlich bat 0«r RelchStag noch am letzten Tage da» AcbeitSzeitnolgefetz unter Dach und Fach gebracht, alles in allem also, tx. n man vom Pokitlfcheu abfieht. schon rein arbeiismähig eine respektable Leistung, bie der Re^:ag auf feiner Guthabenselte buchen kann

Am Freitag bat fich denn noch eine Z u - fpitzung der Debatte ereignet, bi« ein Berliner Blatt al» die große Sensation kurz vor Tore»schlust bezeichnet: Die Rede des Zen- trumAabgeorbneten St« gerwa l d . bi« sich mit ber Sozialdemokratie und ben freien Gewerkschaf­ten aus-inandersetzt Die ..Germania" nennt hielt R-de bemerkenswerte Ausführungen, enthält sich aber noch eines Rommentars. Dagegen beschäf- 1 tilgt sich em Toll der übrigen Blätter bereits eingehend damit. Der ..Vorwärts" ist natürlich sehr scharf, unb namentlich bat es ibm der Hinweis St-gerwolds auf bie Schlüffel«

TDi« dem aber auch sei, ber Parlament»rl'che B-tn-d wird nun zunächst für «ine Reihe von Wochen ruhen Inzwischen wirb sich manche» o - klären und g-wist auch ein großer Teil der Erregung legen können, in M« di«s-» stürmische Final« bi« varlamenlaritchen Gemütcr verhetzt bot.

Sitzungsbericht.

des Präsidenten Lobe bemerkt. Erfreulicherweise besteht die sichere Erwartung, dah er nach der Pause die Zügel der Reichstagsr-gi-runa wieder fest in bi- Hand n-bm-n wirb (Betsa(l) Der Vlz-präslb-nt schli-tzt indem er den Abgeord­neten ein srobes Osterfest wünscht.

Die Reichsreyierung auf Oftcrreifen.

Berlin. 8. Avni. Aus der Tagesordnung fiear al» einziger Punkt die Dritte Letting d-s Arbeibszeitnotges-tze»

Abg. Gratzmann iS.) wendet sich gegen di- Lunlche des Handwerks, namentlich der Muller, von dem Gesetz bei rett zu werden. Der Wfberfiand der Untem#bnier gegen k»»ese« Gefetz stt nur «in Schaufechten. Der Achtstundentag fet tragbar unb sei auch erforderlich, um dem Arvettslofenprodlem wirklich zu Lnde zu gehrn. er |ei logar wirtschaftlich 'vrteüban. weil er neue Runden tchall« und den Inarren Markt Härte. «Beifall bet ben Sozialdem.)

Vbg. Dr Stegerwalb (3-) wendet «ich gegen dt« immer wt-derbols« Bebauplung. dab die Sotzialdemokratie bi« For^rungen aller Ge­ir «rft chatten vertrete Da» 2ieraanNung«,-rget): t» In von allen Selten nur al» Richtlinien ange- feben worden, btc nicht plötzlich und restlos Im Reichstag durchgeletzt werden könnten. Durch forsches Xutreten könne man th« XrbettiKtt- frag» nicht loten Wenn 3b te Agitation tm kont.. 1» ruft ber Redner den So4.al>molr..:<n zu. etn Tänzchrn haben will witflnd b«. eeil (Btt'all tm nttum Unruhe links t Zwi» ^yn chrttzftchm' und fvk-rnun s> ich g-rtch-eien G«u 'dchatten nnflrfetl werden 6*« (zu den C?' .) .Vnecoti au* dl Dauer nid), leben

Berlin. 9 April. Priv -Tel den G A.) Bereit» gestern begannen die Osterferien in der Reieb»Hauptstadt Der Reichstag gab fich die grttkit« müh*, bis um 2 Ubr das Arb-itsz-itnst- g-l-tz i" britter L-Iung angenommen zu haben, damit di« Herren Abgeordneten den Rachmittags- k -De3ug noch pünktlick) erreichen können Wir haben deshalb Geirgenheit ge-ommen. uns Über die OfterblflneOer Reichsminister zu informieren unb erfuhren, dast d'e meisten Mit- alleber des Reichskabinetts «ich bereits auf Ur­laub begeben werden. Wir glauben sogar zu willen, dast der Herr Reichsprälldent während der Feiertag« au für halb der Reichs- Hauptstadt weilen wird Reichskaiizker Dr Mar, tritt während der Osters «»erläge «inen Urlaub an. doch steht noch nicht ganz '«st. wohin rr geben wird Da auch Bizesanzler und Rmchs- zustizministrr Eizellenz Hergt üker Ostern Bie Retchshauptstadl zu veri i i.-n gedenkt, unb «benfo der Rttchswebrm»nliier Dr Gehler während de» Festes Nach Süddeutfchkand fähn wird der R<-.ch»ruh«nmi-»Uer Dr Strelemann den Reichskanzler in dieser Zmt vettrtten Doch er­fahren wir. dast auch er an den F« «nagen selbst nicht tn Berlin Ist londern tn di« Mart zu fahren deabftchligt. Re'chswirtichaflsmft«'«er Dr «$ u r !« u 'ritt ü. t CStrt r-.r.e I4t4jxc Urlaubs- reif« am Bee Reichslnnmmimstrr Dr v Reu« dell begibt fich z» Ostern aef Me BKlura

Hohen-Lübbichow in Der Reumark Der Reichs» postminister Dr. Schätz! verbleibt in Bctiüu er - cd aber voraus ichtiich unsut <L-ar nach Den Feiertagen für eine Woche au* Urlaub gehen. Reichstm^.mtirister Dr Köhler begibt «ch während des Je «z in tein« H imal nach Karl», ruye Reichs.-rtedrsm-.nister Dr. Koch 'ährt ebenfalls in Idn« He n»ai na* Albert-cd. Der R«i<L»-rväbrung» itiuster Dr. Schiele wird «ich vorausftchfftch auf l<tn Gut Schsllkbn- bei X» je* now zurückUeh-n. während Die Pla »e des Rttchs- arbeiisministerä Dr Braun» zur Zeit noch nicht feststehen.

llus oder Welt.

ras Urteil

im Craeiriburicr -iaubuti'rdstrozeF.

3m Oranienburger Moröpr.^ st gegen Den LSjähriüeu ZuLlorgezögl! g Muller, drr am 12. Oktober 1926 da» ä.xOa r Daurindt und Heller ermordet halt., wurde bas

Urteil verkünd«. Der XtgcHw;:« wurde wegen Morde» in drei Fällen zu bgr höchst- Auläfligth Strafe von zehn Jahren Ge­fängnis verurteilt.

Bei der Urtetls^egrünbung tarn -am Aus­druck. baß der Mürber « n bur®a.J Harrt unb zielbewuhter Kopf fei, «s mlo gtt < 'en zu bebauen» lei. daß das 3ugendge.tz nicht e.ebr als eine Gefängnisürafe von z.hn 3ahr.n» f t* lebe. Dieses Bedauern wird -'cceti ch ran Den weitesten Kreisen ber Oet.cntllclrtt g« eill wer­den wenn man «Ich vor Augen »ühri mit wel­cher Grausamkeit unb Äaltbiütigleit bet Bet- br«d"«r zu Werke gegangen 11 Unwillkürlich tauchen in ber Erinnerung die Attentat und Bluttaten der letzten ö*it v.n Iugenbtichen Die- der auf. bie al entwalden Mtxd.m unb #« setzen über die zunehmende Unobung unietet Jugend hervorriesen. UebecaL unb immer w eder waren die tieferen Gründ' unb Urfach«n ber Tat darin zu luc>en. dast «s Oen 3ugendlichen einmal an der nöligen Erz.er ng. zum anderen an Atbeitsg« egen^it gefeb« *«. . b « eine Folg« der w rrfck.aftlichen Lag« und des !ozial«n Eiend« sind. Erscheint e« darum nicht notwendig, uw schon so oft. erneut ten Star, darauf bin» zuweifen der 3ug«ndfürfotg« mehr Auf- mtrflamtett als bl#ber zuzuwend-n? Die er- ichr ecken ben Betsplele ber letz.cn Zeit follten doch auf borgen laf en unb Anlasi dazu geben, bah bie 3ugendlürtorg« den Antt-il von Auf- metkfamkeil etbält. den sie d-anspruchen muh. Erst po." toeni;c.i W' «n hat 'ich in Berlin «bi Ausschuh gebildet c«r bi- Einführung <tn«r allg-m-in-n A r b - i t s d i-n st p f l l cht für bie 3ugenb propagiert 3bm gehören bebeutenbe Vertreter ber Pädagogik, bei* ofsenil en Levens unb des Staates an. Viel.eicht wird unmedr das allgemeine 3nl?tefk stärker aul di« e Ideen gelenkt, bl- in der Tat wett lind. - r.«c g* ilebetbnifuiig unterzogen «u werden, um das Gute aus ihnen der deutschen 3ugenb zunutz« zu machen Aus jeden Fall aber iGiffen Mittel unb W-g- gefunden werben, die ter diohenben Verwilderung unserer 3ugend ganz energisch Ein­halt gebieten

libello In ltallcnllchee Sproße.

Di- geftrlqe Aufführung d-» iitdel a" an brr Ma «1 änd - r Stali unter L-ttung To-ca« nini», dl- erst« Aufführung in itahcmidxr Sprach-, bat ttn-n selbst für di« Stola de.-ipf-twisnst Erfolg gehabt

Ein« Lmll'Klrdarf-Stiftung für Get|enk,rchtu.

®eb«tmiat Kirdorf macht« dem .Bürge i nut her von Gelf«nkirch«n bie M t:e lung. bah bi« ®«l- |enkirch«n«r Bergt erksgefellfchaft anlählich bet Betlegnnfl bei Si.es von Gellen- fttchen nach Ellen ein« Emil ttttorf-Stiftung für bie Stadl ®cl|enfiruxn m Höb« von 100 00b Reichsmark errichtet habe Der Z.oeck ber Stif­tung ist. Bedürftigen, insdesonder: von her Geld­entwertung oder durch unt>erf<bulDetcn Der- mögensverlust betroffenen Ginwvhrem Unterstüt­zung zu gewähren. .

Ein Ääie-D.nfmul.

3n der franzöillü-en U'cmetnbe Timon« 11es wird am lv. April eine international be­deutsam« Ehruna vor sich g«h«n. Ei banbeU sich um bi- Enthüllung «ine« Denkmal« für ein verdiente« Gemeint.mitgll-d Frau Matt- Ha- t e I. ber der Ruhm zug«i<orl«ven Wird, den ge­schätzten Eamemdertkäs - erfunden und durch grvsizugig« Herstellung über M« tianbeiarenseii hinaus bekannt^ macht zu haben

Schwere» Einsturzunglück.

3n Reustcllin ereigne!« »ich beim Umzug «inet Bau- und Mbd-ltischl-riti -in lchw-r-s Unglück. R-un P-rfon-n Warrn damit beschäftigt. dn< ungefähr 13 Zentner schwer« Maschine auf einet Holztr-pv- in das zweite Stockwerk zu tranitorticren. D ötcklch brach bi« fast 5 Meter hohe Trepp« In fich zusammen unb sieben Personen, sowie die Mas(^ ne stützten in dl« Tief« Sin Zimmermann und ein Tifchlsr würben von der Maschine begraben. Der l«flirte starb einig« Minuten später Dk übrigen Ber- unglückter, crtillen sehr schwere B. l-tzuogcn.

Junhurmrlaflun bei ÄlelgMDuflettau|fli.

3n ber Rächt zum Freitag itt aut dem Ge­lände Zeesen bet Ro igüWusterhausen, auf t se btt grob« 130-Kilvwat! .iu ö'u st.t >i «rttchtrt wird, ein Im Bau befindlicher Tann in nrwt Höh« von 30 Meter ztllarm .-ngedrvchm Ser Sachschaden ist seht erchedllch.

Schlaffravkbttf le bet fki^goeiiM.

3n Mostar In ber H r tgs^ina trat all Folg« der Grippeeplbemi« b« Schlaf- tronfbeit auf Di« davon Beirolfener. Ich! -fe» mehrere Tag« manchmal sogar mehrere Woch-n. 0-s halben «in neunjähriger «nabt, ber 13 Tage, und ein zwanztgjähr'ges Mödchm. das 23 laj« geschlafen batte

D-st «f einem «egtifdxn Bojttauipfcr.

«n Bord be» Boftbampkr» .8 r u n b a l f ü a st I - ber von stapftab : nach routbampion In See gehen soüt«. tft bh Pest i irgebrochen. Ein I obttfell ilt bereu» «melbtt. Do»<t;h b ,ibt unter gelber Flagg« i* D u a r an n«. Di« «- Pbl b«r Pastagwr« ist nicht bekannt.

tvcttcrvorauoiaflc.

^ach vorübergeben ber BewälfungszuiwhsW r;rtl stellen weifen Aiedettchlägen und T mpevawo- anhi«g wieder langsam« Bewdlkungsnbnrhme Wad Rückgav.' bet Tempetaturen.

0* hrtg« Tagestemperaturcn Mattmum HB. M'nnnum 4,4 Grad OcV'.u» Aicdettchiäge: OJ Mlllimtter Heut ge . 'orgcntnperamr: minus OJ Grad EelTtus