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rannt habe, daß er
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Dem Antrag des Staatsanwalts gemäh ver- l urteilte das Gericht den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten. I Zugunsten des Angeklagten und im Hinblick aus dessen Veranlagung nahm das Gericht nicht ver- * leumderische Beleidigung (wider besseres Wissen) an, billigte ihm vielmehr die Möglichkeit zu, das; er sich in seine Behauptungen derart verrannt habe, dafz er sie selbst glaube. Die Verurteilung erfolgte wegen übler Vachrede (Behauptung und Verbreitung nicht erweislich wahrer ehrenrühriger Tatsachen). Dem beleidigten Bürgermeister wurde weiter die Befugnis zu- erkannt, das Urteil auf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen.
zuge angeboten werden sollen. Die neugeschaffenen Mittel sollen für das Bauprogramm verwendet werden, das zur Ergänzung der bisherigen Flotte in Aus trag gegeben werden soll und aus folgenden Schiffen bestehen wird: Zwei Motor-Passa- gierschisfe. Typ Cleveland, sechs Motor-Fracht- schisfe von je 10000 Tonnen Tragfähigkeit, sechs Frachtschiffe von je 5300 bis 6000 Tonnen Tragfähigkeit. Wie der WTV.-Handelsdienst hierzu noch erfährt, läßt sich über die Modalitäten den Emission und den Ausgabekurs der neuen Aitien jetzt noch nichts sagen. Die beiden Motor-Passa- gierschiffe werden je etwa 17 000 Tonnen groh sein und sind für die Vordatlantikfahrt bestimmt.
' Berliner Handelsgesellschaft. Die Berliner Handelsgesellschaft erledigte ohne Erörterung die Regularien und setzte die Dividende ans 12 Prozent fest.
• Phönix A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb A.-G.. Düsseldorf. Von Verwaltungsscite wird mitgeteilt: „Die Phönix A.-G. für Bergbau und Hüttenöetrieb hat. nachdem nie seit längerer Zeit aufgenommenen Verhandlungen inzwischen zum Abschluß gelangt sind, die seinerzeit der Phönix Trust Maatichapij überlassenen nom. 95 Millionen VM. Phönix-Aktien von diesem zurückerworben und entsprechend seiner früher gegebenen Zusage eingezogen." Durch diese Einziehung wird ein wesentliches Beunruhi- gungsmvment von dem Viarkt der Phönix-Aktien, vor allem an der Berliner Börse, genommen.
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(Scehandlung) stattgefunden, in denen es um eine Aenderung in der Disposition Kassenbestände drehte, die die Versteifung Geldmarktverhältnisse notwendig macht.
Steuerlager in Frage.
Veslar, den 9. März 1927.
Lorenscheit, Ober-Gerichtsvollzieher.
Gsrichtssaal.
Ungetreue Postbeamte.
WSV. Mainz, 8. März. Zwei Postschaffner, von denen der eine 26 und verändere 10 Fahre im Postdienst steht, wurden voin Bezirksschöffengericht wegen Unterschlagung von 2 5 und 45 Mark z u je sechs Monaten Gesängnis verurteilt. Beide gaben als Entschuldigungsgrund Rotlage am der eine mit vier Familienangehörigen bezieht 250 Mark Monatsgehalt, und der andere mit drei yv fen 180 Marl. In beiden Fällen hatte der S natsanwalt mildernde Llmstände beantragt, da auch er der Ansicht war, das) die Angellagten
freundlichen Stimmung durchsetzen. Zu den an- rcgcnden Transaktionen kam die Veröfsentlichung des Geschäftsberichtes der Groh-Schiffahrt, der zwar ein günstig verlaufenes Geschäftsjahr, über auch erhöhte Kapicalaufwendungen erwähnt. Hapog setzten 5 Proz. und Vordd. Lloyd 1.5 Proz. schwächer ein. Im übrigen trat die Versackung des G e l d m a r k t e s wieder in den Vordergrund, wobei man erst die heutige vertrauliche Sitzung von Grohbankleitern mit Vertretern der Reichs- bank obwarten muh. Der Börsenverlaus blieb in
Frankfurt, 9. März. Es wurden notier:: Weizen, Wetterauer 29,25 bis 29,50 Roggen, n ländischer 27, Sommergerste für Drauzwecke 25 bi 26, Hasrr, inländischer 21,75 bis 22,59, Mais, g.'b 18,25 bis 18,35, Weizenmehl, inländisches Spezial " 40,25 bis 40,75. Roggenmchl 37,50 bis 37,75 Weizenkleie 14 bis 14,25, Roggenkleie 14,25 biv 14,75. Tendenz: Stetig.
Berliner Produktenb^rsc.
Berlin, 8. März. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 269 bis 272, Roggen 248 bic- 250, Sommergerste 213 bis 211. Wintergerste l?2 bis 205. Hafer, märt 196 bis 204, Mais, lvkv Berlin 183 bis 185; für je 100 Kilo: Weizenmehl 34,5 bis 37. Roggenmehl 34,25 bis 36. Weizen- kleie 15,75 bis 16. Roggenlleie 15,25 bis 15,4. Diktoriaerbsen 48 bis 64. kleine Sp^iseerbsen 32
einem Jahre versprochen worden, konnte aber — wie die Verwaltung immer wieder feststellt — infolge schwerer juristischer Bindungen nicht eher durchgeführt werden.
Börsenkurse.
(Ohne ©ernähr.)
168.94 1.785 56, bS
109,50 112,47
112.80 10,(74 2 18,715 20,486
4,221 16.01
61,245 71, by 3.072 >.41-97,
59,42 12.505
L42 73,70 4,055 21,625 81.7-' 2,12^
641
1.313 4.215 21,016
Amst - ?Noli Buen.-Aires Brss. Antw Christiania. .stovenhaaen Stcxtliolm Helsingfors. Italien. . . London. . . Olennorf . . Parts.... Schweiz . . Spanien - Japan . . . -Hio de $Van Dien in D. Ceft. aboeft Prag . . . . Bclirad . Budapest. . Bulgarien Lissabon .
Dan;ia. . . .Ronft-ntiit. Athen. . . Canada Uni nah Cairo
„Justs“ Heil- Erde
ist zu haben im n,T' Reformhau;, Krevzvlau 5.
Devisenmarkt Berlin -Frankfurt a. M. Telegraphtsche Auszahlung (Düne Gewähr.)__
Wirtschaft.
Das Rätsel des Geldmarktes.
Die Kursverluste für 'ast alle Favoriten der Börse, die sich gegenüber der Vorwoche auf 20 bis 30 Prozent stellen, haben sogar schon dazu geführt, dast man von ..schwarzen -Togen" der Berliner Börte spricht. Der einzig sacht che Grund für die rückgängige Börsenbewezung ist in dem Rätsel zu suchen, das über der zukünftigen Gestaltung des Geldmarktes liegt. Veranlassung hierzu hat, wie wir bereits ausgeführt haben, die außergewöhnlich starke Beanspruchung der Reichsbant zum Ultimo Februar nach dem letzten Reichsbankausweis gegeben. Viel zur Lösung des Rätsels, vielleicht zu seiner völligen Klärung, wird von einer auf heute, Mittwoch, ein berufenen Sitzung der Berliner Stempelvereinigung erwartet. Wenn teilweise in der Preise diese Besprechung auf die Initiative der Reichsbank zurückgeführt wird, so entspricht das nach unseren Informationen nicht den Tatsachen. Es haben lediglich Besprechungen zwilchen der Reichsbant und der Preußischen Staatsbank
Frankfurt a. M., 9. März Uneinheitlich und schwankend. - Der Anlaus der gestrigen Abendbörse konnte sich heute an der Effektenbörse nicht mehr einheitlich zu einer
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Die Einziehung "der 95' Mill. Verwertungsaktien I von Siemens & Halske drückte die Tendenz später war nämlich von der Phönix A.°G. feit ungefähr I etwas nach oben. Siemens konnten rhremAn-
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Samstag, den 12. Marz d. Z , nachmittags 2 Nhr, soll in der (Gastwirtschaft von Wilhelm Wrifrnbach zu Mücke das dem Karl Langohr c» orige, in der Nähe des Bahnhofs Mücke gelegene Wohn- und tyc-- fchästshaus freiwillig oerfteigert werden. Das Haus ick maffio eibaut und befindet sich in gutem Zustande. Auskunft erteilt Ltto Langohr zu ."ckcnfungon. r
in Büdingen.
’ Büdingen, 7. März. Dor Oem bieiigen Ancksgericht fand heut« «ine Strafverhandlung statt, der weit« Kreise der Bevölkerung mit Spannung entgegengesehen hatten und die auch tonst Interesse erregen wird. Angeklagt war der sechsundzwanzigjährige Fritz K n a f au4 Büdingen wegen verleumderischer Beleidigung des Bürgermeisters H i l d n e r. Der Angeklagte, seines -(eichens Schießbudeninbaber und Ausrufer (Jakob), meist ober erwerbslos, war vor einigen Monaten wegen Mißhandlung des inzwischen verstorbenen Bürgermeisters F - n d t zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ueber die ihm als Erwerbslosen zugewiesene Rotstandsarbeit (Steinetlopfen) war er mit dem Bürgermeister Fendt auf dessen Amtsstube in Wortwechsel geraten und hatte ohne weiteres mit dem Hammer auf den eimmdsiebzigjährigen Mann wsgeschlagen der dadurch an den zur Abwehr vorgestreckten Händen Verletzungen erhielt. Rach- dem er seine Freiheitsstrafe teilweise verbüßt hatte — für die Hälfte wurde er bedingt begnadigt — geriet er. ebenfalls wegen seiner ihm ungenügend erscheinenden Erwerbslosenunterstützung, mit dem jetzigen Düdinger Bürgermeister Hildner in Streit. Sofort behauptete und verbreitete er, die Entscheidung des Bürgermeisters sei .Schiebung", der .Stromer" oder .Schuft" habe ihn in seine Wohnung bestellt und ihn zur Mißhandlung des früheren Bürgermeisters ange- stiftet, damit Hildner (der damalige Beigeordnete) während der Krankheit des Bürgermeisters an gewisse Akten könne, die ihm sonst verschlossen feien.
Bürgermeister Hildner und das ihm vorgesetzte Kreis amt stellten Strafantrag. Rachdem der Angeklagte in einer schriftlichen Erklärung vor dem Amtsanwalt seine Behauptungen als vollkommen unwahr zurückge- n o m m c n hatte, behauptete und verbreitete er trotzdem, sie seien doch wahr, et fei zu feiner Erklärung gezwungen worden. Danach hatte er sich heute vor Gericht zu verantworten. In der fünfstündigen Verhandlung, zu der gegen zwanzig Zeugen geladen waren, brachen die Beschuldigungen und Verdächtigungen, die der Angeklagte gegen alle erhob, die nicht nach seinen Wünschen aussagten, restlos in sich zusammen. Der Amts- a n w a l t von Büdingen bekundete, dast von irgendeinem Zwang gegen den Angeklagten, seine Beleidigungen zurückzunehmen, keine Rede sein könne, und der Bürgermeister Hildner. der nach der Aussage einiger Zeugen sofort nach dem Attentat gegen Fendt seiner Entrüstung über die Tat des Knaf Ausdruck gegeben hatte, beschwor, dast er den Angellagten weder angestiftet noch überhaupt eine etwa mist- verständliche Aeuherung in dieser Richtung getan habe. Umgekehrt bekundete ein Zeuge, dast der Angeklagte versucht habe, ihn zu einer falschen Aussage zu verleiten: er brauche sich ja vor Gericht nicht an alles zu erinnern!
Der Vertreter der Staatsanwaltschast kennzeichnete den Angeklagten in scharfer Weise. Wegen einer vermeintlichen kleinen Zurücksetzung scheue dieser sich nicht, auf den Bürgermeister mit der Waffe der Verleumdung loszuschlagen, wie er es früher aus gleichem nichtigem Anlast mit dem Hammer getan habe. Der „hysterische Einschlag" rn seinem Wesen, den ein früheres, feine Verantwortlichkeit ausdrücklich betonendes psychiatrisches Gutachten hervorgehoben habe, könne ihn nicht straffrei machen: die durch daö gefährliche Treiben des Angeklagten schwer verletzte Ehre des Bürgermeisters erfordere eine
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Berliner Börse.
Berlin, 9. März Die Tendenz war bei Beginn in Anbetracht des Decknngsbedürsnckfes der Spekulation zuversichtlich und fei', zürnei die Aussicht bestehen dürfte, dast einige Bankinstitute bei einem etwaigen Ausfall von Reporigcldern der Großbanken die entsteheirde Lücke aussüllen werden. Seit längerer Zeit Var am Geldmärkte zum ersten Male eine Erleichterung zu beobachten, die sich in einem Rück- Sange der Sähe für Tagesgeld auswickie. Eine esondere Anregung lag in dein Geschäftsbericht der Ha Pag vor. der einen günstigen umblirf in die Entwicklung des Hnte^neimcnB gibt. Auch aus dem Gebiete der S ch w i n d u st r i e uno des Bergbaues lagen aün iti-^e Rachrich: -, vor. Die ersten amtli-chen Kurse b.-wraten 'ich daher durchschnittlich 2 Prozent, teilweise auch 5 bis 6 Prozent über dem Schlustnive.au des Vortages. Besonders starke Steigerungen hatten Ludwig Löwe «plus 9Prozent) v' b Vereinigte Glan-- stoss (plus 10 Prozent) aufzuweilen. -3in ganzen war aber noch stärkere Zurückhaltung zu beobachten, so dast der G e s ch ü f t s u m f a n g l e i n c nennenswerte Steigerung auswies. Später wurde die Stimmung unsicher und schwn- eher. Am Geldmarkt stellten sich im Oepi-v sah zu Tagesgeld die 'Forderungen für Ako'a.ke- geld mit 7 bis 8'. Prozent sehr hoch. Auch i ' Sähe für Reportgeld werden sehr btxb tori.'r: Im Devisenverkehr In -'le sich die mark gegen Kabel weiter befestigen. Das C":; • lische Pfund behauptete sich gegen Kabel au 4,8525. Mailand stellte sich q^gen London cm IC©,40. Zürich und OHabrib seit.
• Der Abschluß bet Preußischen Staatsbank. Die Preußische Staatsbank (Seehandlung) erzielK im Jahre 1926 einen Gesamtreingewinn von 8 582 995 RM. Hiervon werden 4 878 045 RM. zur Tilgung des aus dem Vorjahre übernommenen Verlustes verwendet. Damit ist der letzte Rest der Verluste aus dem Jahre 1924 abgedeckt worden. 4 000 000 RM. werden in offene Rücklage gestellt, die nunmehr ihre srühere Hohe von drei Millionen RM. überschritten hat. Der Restgewinn von 4 950 RM. wird auf neue Rechnung vorgetragen.
* P h. Holzmann A.-G., Frankfurt am Main. Die der Rutgers A.-G. nahestehende Stein- und Teer-Gekellschaft für Land- stratzenbau m. b. H., Berlin, wird ihr Stammkapital um 400 000 RM. Anteile erhöhen. Wie der DHD. erfährt, wird die Ph. Holzmann A.-G, Frankfurt a.W. Anteile von 300 000 RM. übernehmen. während der Rest von 100 000 RM. an die Rütgers A.-G., die bisher ein Drittel des Stammkapitals besaß, gehen wird. Die Stein- und Teer-Gesellschaft für Landstraßenbau m. b. H., Berlin, hatte bisher den Bau von Landstrahen usw. nicht selbst ausgeführt, sondern an andere Firmen vergeben. Durch die Einbeziehung der PH. Holzmann A.-G. in ihren Geschäftsbereich wird die Gesellschaft dazu übergehen, die Ausführung der ihr übertragenen Arbeiten selbst zu übernehmen.
* Daimler-Benz A.-G., Von dem aufgelegten Betrag von 20 Millionen RM. 6pro- zentige Obligationen der Daimler-Benz Ä.-G. sind Über 90 Prozent in Sperrstücken gezeichnet worden, so dast andere Zeichnungen nur in beschränktem Umfange berücksichtigt werden können.
* 30 Millionen Mari neue Aktien bei der Hapag. Der Aufsichtsrat der Hapag hat in seiner gestrigen Sitzung auf Vorschlag des Vorstandes beschlossen, sich von der ordeicklichen Generalversammlung am 28. März die Ermächtigung erteilen zu lassen, an einem der Verwaltung geeignet erscheinenden Zeitpunkt 30 Mill. Mark neue Aktien auszugeben, von denen 26 Millionen den Aktionären im Verhältnis von 5:1 zum Be-
(Ein bemerkenswerter Prozeß I bezahlt würden.
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9. März.
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Amtliche Notierung
Geld । Rriei
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168,9'2
168,52
1,787
1,791
1,781
58,565
5.8,705
58.54
109,29
109,07
109.28
112,21
112,49
112,19
112,52
112,80
112.52
10,60
10,64
10,64i
18,633
18.675
18,675
20,441
20,493
20,434
4,212
4,222
4,211
16,48
16,52
16,47
81,015
81.215
81.1145
71.76
71.94
71.71
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2.072
2.06<
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