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Aufführung zweier Theaterstücke erfreuen. Sämt­liche Darbietungen fanden mit Rechts starren Beifall. <S4> waren genußreiche Stunden, Dia man im Kreise des Vereins verleben konnte 3m nächsten Jahre will der Dermn anläßlich feines Äjährigen Bestehens einen Gesang- w et t st reit veranstalten. .

t Grünberg, 8. Febr. Der hiesige Zwerg- verein des D. H. C. hielt am SamStag unter starker Beteiligung dr Mitgl.eder seinen Fa­milienabend, verbunden mit Auszeichnung der eifrigsten WandcrungS.eilnehmer, ab. 13 Mitglieder wurden mit den Wanderabzeichen de- lottert. Ein reichhaltig und geschmackvoll zu- sammenee.ellteS Programm, daS bestens durch- geführt wurde, bereitete den Besuchern genuß­reiche Stunden. Die Zahl der Arbeits­losen in unserer Stadt hat sich im Laufe deä Winter- durchschnittlich auf etwa 25 Mann ge­halten. Man hosst nunmehr, durch den bevor­stehenden Wiederbeginn der Bauarbeiten reichliche Arbeitsgelegenheit zu schaffen, wodurch auch den bisher zum Feiern ge­zwungenen Leuten Deschästigung gegeben wer­den kann. ,

f Weitershain. 8. Febr. Die h.estge Jagd, die bisher für 480 Ml. IahreLvacht ver­geben war, wurde jetzt in Anwesenheit einer Anzahl Iagdliebhaber für 1175 Ml. jähr- lich neu verpachtet. Die neuen Pachter sind die Herren G o n d n e r und Grün auS Gießen und Lerch von hier. .

ft E t o ck h a u s e n, 8. Febr. Der G e s a n g- verein ,L i e d e r kr a n z" hielt am Samstag­abend einen Familienabend ob. Durch treffliche Gesänge des Chors, ein Theaterstück und instrumentalc Darbietungen wurden den zahl­reichen Besuchern einige schöne Stunden be­reitet. an die man gerne zurückdenken wird.

- Albach, 8. Febr. Am Sonntag hielt der hiesige Mandolinen-undWande r v e r - einW anderlust" seinen diesjährigen Thea­terabend in dem stark besetzten Saale derStadt Lich" ab. Aach einer Ansprache des ersten Dor­sitzenden Otto Klein wurden sehr gut ausge- fuhrte Theater- und Musikstücke zu Gehör ge- bracht. Besonder- hervoruzuheben sind die Lei­stungen der Iugendaruppr. D r Gesang ver­einEintracht verschönte die Feier durch gesangliche Dorträge unter Leitung seines be­währten Dirigenten Sy Aicolei.

" Hungen, 9. Febr. Die Anmeldung neuer Schüler und Schülerinnen für die hiesige höhere Bürgerschule muß vom Montag bis Mittwoch nächster Woche erfolgen. Näheres ist ouö der Anzeige in der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers ersichtlich.

Kreis Friedberg

WSR. Bad-Aauheim. 8. Febr. Dor einigen Tagen haben wir von einem hittigcn Einwohner berichtet, der während de- Krieges infolge Verschüttung dir Sprache verloren, diese aber dieser Tage infolge Schrecks wieder­erlangt hatte. Dun ist der Mann auf tragt- sche Art au« dem Leben geschieden. Er hatte, seitdem et wieder sprechen konnte, unter Wahnvorstellungen und seeli schenDe- pressionen zu leiden, in deren Folg« er jetzt seinem Leben durch Erhängen freiwillig ein Ziel fetzte.

WSA. B u h b a ch, 8. Febr. 3n unserer Aach- bargemeinde O st h e i m ist man gegenwärtig mit den Arbeiten zur Kanalisierung und Errich­tung einer Wasserleitung beschäftigt. Dabei stieß man, tote dieButzbacher Ztg." meldet, im Unter- dorf in einer Tiefe von etwa zwei Metern fortgesetzt auf Eichen re sie und Knüppel­dämme. Dazwischen lagen im Schlamm große Mengen kleiner Hufeisen. 3n dieser Ge­gend führte zur Zeit der Aömerherrschaft die ^Aömerstraße aus der Dichtung Bad-Aau- heimPohlgönS am Fuße de« TaunuS entlang.

9 Dambach, 8. Febr. Am Samstag hielt . der hiesige Zweigverein des Vogels­berger HöhenclubS seine Hauptversamm­lung ab. Den Jahresbericht erstattete her erste Vorsitzende. Lehrer Liller. Daraus war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahi infolge Weg­zugs vieler Mitglieder etwas zurückgegangen ist. Die 12 Wanderungen konnten restlos durchge­führt, Wanderauszeichnungen an 14 eifrige Mit­glieder verliehen werden. Die finanziellen Ver­hältnisse deS Dereins sind gut; das Jahr konnte, mit einem kleinen älebecschuß beendet werden. Der Vorstand verblieb in seinen Aemlern; nur an Stelle des von Gambach verzogenen Schrift- führers Berg! wurde Siadtsekretär 3akob Buh gewählt.

Kreitz Büdingen.

Aid da, 8. Febr. Die Ausnahme neuen Schüler in die hiesige Realschule L 6. findet am 25. April statt. Die Anmeldungen müssen bis zum 12. Febr. erfolgen. Aäheres ist auö der gestrigen Anzeige imGieß. Anz." zu ersehen.

L Aidda. 8. Febr. Der Obst- und Gartenbauverein für den Kreis Büdingen veranstaltet am 20. l. W. gelegentlich des Prttt- marktes in Büdingen eine O b st a u s st e l l u n g. Der Verein ist zu diesem Entschluß gekommen, um gerade jetzt der obstverzehrenoen Beoöltr- rung zu zeigen, welche Obstsorten sich gut halten, und den Vorzug gerade der sog. Lokalsorten ins rechte Licht zu rüden. Teilweise wird daS Obst in der Einheitsliste des Deichsverbani>es des deutschen Gartenbaues ausgestellt. Weiterhin werden Werkzeug« und Mittel zur Schädlings- bekämp'ung ausgestellt bzw. vorgeführt.

/ Ortenberg, 8. Febr. Der Sonntag toar ein denkwürdiger Tag für unseren Turn­verein, der durch einen wohlgelungenen Fest­abend das neue Vereinsheim im alten Mauergarten feierlich einweihte. Der Saal

war festlich geschmückt und konnte die große Zahl der erschienenen Mitglieder. Freunde und Gönner des Vereins kaum fafen. Aach einem schneidigen Eröffnungsmarsch der Kapelle begrüßte Kauf­mann Meister die Festdersammlung^ Amts- gerichtsdirektor a. D. Dr. F u h r - Bad-Aauheun. Ehrenmitglied des Dereins, hielt die Festrede, in her er da« Lebensbild de« Turnvater« Jahn zeichnete und die er in das Deutschlandlied auS» klingen ließ. Die Ortenberget Vereine ließen bei entsprechenden Ansprachen passende Geschenke für das neu2 Heim überreichem Die Grüße und Glück­wünsche des Gaues und Bezirks überbrachte Ober- lumtoart W i ll-Gießen. Zwischen den einzel- nen Deden erklangen schöne Ehöre drS Gesang­vereins Frohsinn und des Iugendquartetts unter ßeitung von Lehrer Carl bzw. SchulamtSaspi- rant Schember. Außerdem trug der Turnver­ein Büdingen durch die meisterhaften Darbie­tungen seiner Männerriege am Darren und seine gymnastischen Hebungen, sowie durch die vor­trefflichen Leistungen seiner Damenriege ^eu» lenschtoingen viel zur Verschönerung des Abends bei. Sämtliche An'prachen und Darbietungen wur­den mit großem Beifall ausgenommen. Dem Fest­tag war am Samstag ein älnterhaltungsabend vorausgegangen. Eine Mustertiege des Turnver­eins Aidda zeigte bei dieser Gelegenheit hervor­ragende Leistungen am Deck. Barren und Pferd, seine Damenriege bot prachtvolle Reigen. Meh­rere Ansprachen wurden gehalten. Am Sonntag sand die Dezirksturnervot stunde statt.

: Ober-WidderSh«im, 8. Febr. 3m Eiferschen Eaalbau dahier fand am Sonntag die Dertreterversammlung des Aid- datal-SängetbundeS statt. Sämlllche Bundesveteine waren vertreten. einzelne fast vollzählig Fidelio - Ober - Widd-etsheim entbot durch den Dundeswahlsptuch und einen frisch gesungenen Begrüßungschor einen herzlichen Willkomm, den Lehrer Alles anschließend noch­mals zum Ausdruck brachte. Die Aechnungsablagr ergab einen Kassebestand von 221 Mk. Davon wurden 30 Mk. dem Bundes verein Breunges­hain überwiesen zur Deckung eine- durch ein vollständig verregnetes Fest entstandenen Defi­zits. Weiter« 100 Ml. wurden von fren BundeS- vereinen übernommen. Das Wertungssin­gen findet in diesem Jahre in der Turnhalle zu Aidda am 8. Mai statt. Zeder Derein singt einen Wahl- und einen Pflichtchor. Letzterer soll dann als Massenchor des Bunde« Verwendung finden. Auf allgemeinen Wunsch soll wieder Lehrer Blaß zu G r o ß e n - L i n d en. der als Führer auf dem Gebiete de« MönnetsangS sich der besonderen Wertschätzung des Bundes erfreut, als Sachverständiger zugezogen werden. Außer­dem beteiligt sich der Bund geschlossen an der Fahnenweihe des Gesangvereins Eichelsach- s e n. sowie an dem 90jährigen Jubiläum des Turii- und Gesangvereins Schotten. Zum sechstenmal wurde ter Bundesvorstand einstim­mig wiedcrgewählt: 1. Vorsitzender Schäfer- Eichelsdorf. 2. Vorsitzender Lehrer Linck- Dudingshain. Dundesdirigenl Lehrer Diehl-Ober-Schmitten, dessen Stellver- treier 3. Dapper-Aidda, Schriftführer Pro- kurist Michel. Rechner Bürgermeister Man­tel, beide von Ober-Schmitten. Weitere schön vorgetragene Ehöre der Brudervereine von Ober-Widdersheim und Ulfa umrahmten den ge­schäftlichen Seil der Tagung, die mit einem Hoch auf das deutsche Lied ihren Abschluß fand.

st Hnter-WidderSheim, 8. Febr. Die seither dem AadfahrervereinWanderlust" an- gegliederte Gesangsabteilung hat sich im ver­gangenen 3ahr von ihrem Mutterverein abge­trennt und den GesangvereinEin­tracht" gebildet, der schon nahezu 30 aktive Sänger hat. 3eht veranstaltete er sein erstes Wintervergnügen. Als Hauptstück wurdeEin Frühlingstcaum" gespielt. Wenn auch die Größe des Stückes (eS war ein Sechsaiter) und Du beengten Bühnenverhältnisse mancherlei Schwie­rigkeiten boten, so muh doch gesagt werden, daß die Darsteller die Rollen in sehr guter Weise meisterten. Einige Musikstücke, sowie ver­schiedene Chöre verschönten die Feier. Der Ge­sangverein steht unter Leitung unseres Lehrers H a s s i n g e r und beabsichtigt, stch einem Sänger» bunde anzuschliehen.

]:[ Gelnhaar, 8. Febr. Am Sonntag sand eine außerorDrntlich« Generalvers a m m - [ u n g der hiesigen Landwirtschaftlichen Genossenschaft statt. Dabei wurde der Kassenkredit von 20 000 auf 30 000 Mark erhöht. Hieraus wurde im 3nierefre der Genossenschaft ein auch für andere Kasten nachahmenswerter Beschluß gefaßt. Alle diejenigen, die über ein Jahr von geliehenem Gelbe die Zinsen nicht bezahlt und bis zum 1. 3uni des folgenden Geschäfts­jahres nichts abgetragen haben, werden gericht­lich belangt, lieber die Rückzahlung der Aot- standökcedi.e wurde vom Reau er mitgeteilt, daß Über die Hälfte bereits zurückbezahlt word«n ist.

Kreis Schotten.

0a uba cb, 8. Febr. Auf der H o lzder­st e i g e r u n g, die am Samstag im städtischen Distrikt ..Buchwald" (zwischen Laubach und Freienfeen) stallsanD, wurden wieder etwas höhere Preise erzielt. Der Raummeter Bu- chenscheuer kam im Durchschnitt auf 12 Mark; Knüppel auf 8 bis 9 Mk.; Stöcke auf 5 bis 6 Mk. Diese Preiserhöhung ist wohl auf die bequeme Lage (unweit der Staatsstraße) zuruckzusühren. Wie wir berichteten, war in Verbindung mit dem Mitte 3unt stattfindenden Ausschuhfest ein Pramiierungsmarkt mit Zuchtvieh- versteigerung In Aussicht genommen wor­den. Dieser Markt ist nunmehr endgültig auf den 14. 3 uni (AuSschußdienstag) festgesetzt wor­den. Die Prämiierung bezieht sich auf Vogels­berger und Simmentaler Vieh, sowie auf Ziegen. Der Schweinemarkt findet an demselben

Tage statt. Auf Mittwoch. 15. 3uni, ist die Ver- l o s u n g festgesetzt. Graf Otto (18221872) hatte feint Güter durch Verwalter bewuLschastcn lassen. Graf Friedrich (18521900) hatte sie wieder verpachtet, ebenso seine Rachsotger. Ein kleiner Teil des gräflichen Gutes, gegen 80 Morgen, etwa ein Zehntel, war Im 3ahre 1921 in eigene Verwaltung genommen worden. Der Ver­walter (3oh. Rebel) hat die Verwaltung eines größeren Hofgu:«S bei Bielefeld übernommen. Die gräfliche Gutsverwaltung wird aufgetost und bie Grundstücke wieder verpachtet.

)( Ruppertsburg, 8. Febr. Der Wännergesangvereln Sängerbund hielt jetzt fr ine diesjährige Generalver­sammlung ab. AuS dem 3ahresber;cht. den der Vorsitzende 3alob Böcher verlas, war zu entnehmen, daß der Verein zur Zeit insgesamt 148 Mitglieder zählt, von denen 34 Sänger sind. Die Rechnungsablag« durch den Rechner Wilhelm Lehr II. ergab einen Kassenvorrat von 136,49 Mk. und ein Barvermögen von 325,74 Mk. Die seitherigen Vorstandsmitglieder Heinrich Schad II., Otto Habermehl. Otto 'Korner und Wilh. Wagner II. wurden einstimmig wiedergewählt.

n. Rupperts bürg, 8. Febr. 3m Alter von 55 3ahren starb hier der Lehrer G u st a v Eichelmann. Geboren zu Steinfurth. Kreis Friedberg, war er nach Absolvierung des Lehrer- eminars zu Friedberg 1891/92 als Vchulver- walter in H l s a tätig, wurde darauf nach Groß- Eichen versetzt, um dann In unserer Gemeinde ein Lehramt anzutreten. Die Gemeinde verliert in dem Dahingeschcedenen einen tüchtigen Lehrer, der bis zu seiner Erkrankung allzeit pflichttreu auf feinem Posten stand.

* Aus dem oberen Aiddotale. 8. Febr. Dor dem Kriege war der Bäcker in unseren Dörfern eine leiten gesehene Erscheinung. Der geringe Bedarf an Brötchen wurde durch Gelegenheit geschickt, und Bäckerbrot wurde kaum benötigt. Die in der AachkriegSzelt. besonders nach der Inflationszeit, eingetretene Aenderung in der Lebenshaltung hat dem Bäcker in den Immer mehr zu Induftriedörfern werdenden Orten unseres Tales das Feld erobert Zu den Backereien der Städtchen Schotten und Aidda, die viele dörfliche Äunßen beliefern, treten nun auch Bäcke­reien in den Dörfern; so besitzt Eichel-dorf jetzt drei Bäckereien und zwei DerkausS- stellen von Backwaren auswärtiger Bäcker. 3n Ober-Sch mit te n wird sich im Lause dieses 3ahres ebensalls ein Bäcker niederlassem Der Ausdehnung dieses Gewerbes in unfern Dörfern kommen außer gehobener Lebenshaltung und zu­nehmender Industrialisierung auch die In Der- änderung begriffenen Arbei'.sverhältnisse in der heimische Landwirtschaft entgegen. Die Zeit­läufte zwingen viele bäuerliche Betriebe, auf Dienstboten zu verzichten und nut eigene Kräfte zu beschäftigen. Die Arbeit ist aber Dann nur au bewältigen, wenn In den Zeiten der Ernte Die Hausfrau entlastet wird und im Felde mit- belfen kann. Der ländliche Bäcker findet daher immer mehr bäuerliche KunDen, die ihm. wenig­stens in den Sommermonaten, da« Geschäft des Brotbackens übertragen.

Kreis Alsfeld.

ft Ilsdorf, 8. Febr. Ein wohlgelungenes Winterfest veranstaltete am Sonntagabend der Kriegerverein Ilsdorf. Die Veranstal­tung toar außerordentlich stark besucht und be­reitete durch Ihre mannigfaltigen Darbietungen den Teilnehmern einige angenehme Stunden.

Kreis Lanterbaib.

hml. Lauterbach, 8. Febr. Der hiesige evangelische Kirche tu; e fang per c i n beging am Sonntag die Feier seines 2 5 j ä h p l - gen Bestehens. Der Verein wurde von dem damaligen Leiter der hiesigen höheren Bürgerschule, Professor Freund, und Pfarrer Müller, jetzt in Gießen, ins.Leben gerufen. Unter verständnisvoller Leitung und fleißiger Arbeit hat der Verein sich zu beachtenswerter Höh« emporgearbritet. Aeben der Mitwirkung im Gottesdienste hatte er sich die Ausgabe ge­setzt, das geistliche wie auch da« Volkslied zu pflegen uno in Konzerten das Verständnis für die Musik unserer großen Meister zu wecken. 3m Feftgottesdienst, bei dem der Kirchenchor mittoittte. hielt Pfarrer Müller auS Gießen, der langjährige Vorsitzende des ChoreS, die ein­drucksvolle Zestpredigt. Am Abend hatte der Verein seine Mitglieder zu einem Famil enabend in der Adolf-Spieß-Turnhalle eingeladen, der außerordentlich gut besucht war. Der Chor bot hier fein Bestes und wurde von dem hiesigen Musikverein dabei unterstützt. Rentamtmann S ö l l n e r begrüßte die Anwesenden, besonders den Superintendenten von Obcrhesscn, Ober­kirchenrat Wagner, der mit Linen Wünschen auch die des Landesvereins der evangelische.! Kirchengesangvereine in Hessen aussprach. Die Festrede hielt der 1. Vorsitzende deS Dereins, Dekan Schlös,er, der einen Rückblick gab über den Derein in den 'vergangenen 25 3ahrcn. Weitere Glückwünsche sprachen ou3 Stadtpfarrcr Knell für den Kirchenvorstand Lauterbach, Pfarrer B e r n b e ck - Stockhausen für die Kir- chengefangvercln« des Dekanates imb Bürger­meister Walz für die Stadt Lauterbach. Psar- ter Müller- Gießen wurde in Anerkennung feiner Verdienste um den Verein zum Ehren­mitglied ernannt und ihm eine von der Künstlcrhand dcS Baron Albrecht Ried- esel Freiherr zu Ci senbach entwor­fene Ehrenurkunde überreicht. Musikalische und humorvolle Darbietungen füllten den zweiten Teil der Festfolge auS, bei denen alle Mitw.r.en- Den sich bestrebten, etwas wirklich Gutes zu bieten. Der derzeitige Dirigent des Dereins, Lehrer Schmier, zeigte auch bei dieser Ge­

legenheit. daß er eS versteht. Den Chor aus der Höh« zu erhalten.

Preußen.

KrciS Wetzlar.

' K r o f d o r f. 8. Febr. Die langjährige Hand­arbeitslehrerin an unserer Schule, Frau Philipp Hahn, hat im Hinblick auf ihr Alter zu Ostern um ihre Entlassung aus Dem Dienst nachgefucht. In 34 ähttger Tätigkeit hat Frau Hahn in gew.s'enhas er ArntS ührung segenSrcich zum Besten Ihrer Schülerinnen und Damit der Allgemeinheit gewirkt. Frau Elisabeth Leib konnte jetzt auf eine 25 jahrige Tätigkeit a.S Kullurarbeiterin Im Gemeind« coald Krof­dorf zurückblicken. Sie ist stctS mit Fleiß und Gewissenhaftigkeit ihren Pflichten nackgekommen. Der Gcme.ndsrat hat beiden Frauen in Anerken­nung ihrer treuen Dienste Geschenke als äu­ßeres Zeichen des DankeS überreichen lallen.

Krofdorf. 8. Febr. Dieser Tage wurde hier aus dem Gemeindewald (Distrikt Eteinbusch. Seilers und Bruchdell) Duchcnscheiter mit 20 Mart und Knüppelholz mit 18 Mark pro Raum­meter bezahlt. Während im Gemeindewald auch Arbeitslose beschäftigt wurden, hat der Staat-- wald seine ständigen Holzmacher. In den ent­fernten Distrikten finden regelmäßigberufen« Arbeiter auS KirchverS und Weipoltshausen eine angemessen« Winteroeschäftiaung. Die größte Rotte stellt stets Krofdorf nut ca. 30 Mann.

Dorlar, 8. Febr. 3m Gegensatz zu vielen Aachbaraemeinden zeigt sich hier fortgesetzt eine rege Bautätigkeit. Innerhalb der beiden letzten Jahre sind hier etwa 15 Aeubauton entstanden, darunter manch stattliche« Haus mit Zubehör, wodurch sich das Gesamtbild deS Dor­fes sehr verändert hat. Di« von einigen Dau- lustigen bei der LandeSzentrale Düsseldorf schon früher beantragten Darlehen konnten erst in diesen Tagen auSgezahlt werden.

. - - D u t e n h o s e n. 8. Febr. Der hlellgc Gesangverein .Liederkranz" hält am 11.. 12. und 13. Juni ein Sängerfest ab. mit dem ein GesangSwettstreit am 12. Juni verbunden ist. Am Sonntag fand die De­legiertenversammlung für den Wett­streit statt, die recht gut besucht war. Zur Be­teiligung an dem PreiSsingen haben sich solaende Vereine gemeldet: In der Abteilung B. 2 Land- klasse: Gesangverein Teutonia-Aordeck (46 Sän­ger), Gesangverein Germania-Steinbach (52 Sän­ger), Sängcrvereinigung Eini^eit-Haarbausen (41 Sanger); 3. Landklosse: Männergcianaverein Salcyendors (24 Sänger). Gesangverein Konkordia- Bürbach (39 Sänger). Elntracht-Kölschhausen (21 Sänger), Eintracht-Blssenberg (32 Sänger), L.e- derkranz-Roth (40 Sänacr); Abteilung C. (nicht preisgekrönte Vereine): Männergrsangvereln- Grelsenthai (26 Sänger), Männerquartettverein Frohslnn-Elascld bei Geisweid. Die erste und zweite Stadtklasse sowie die erste Landklasse muß­ten ausfallen, da Meldungen nicht abgegeben bzw nicht aufrechterhalten wurden.

-3- Lützellinden. 8. Febr. Unsere Ge­meinde beabsichtigt, auch In diesem Jahre den Ausbau verschiedener Wege strecken innerhalb unserer Gemarkung vornehmen zu lassen. In erster Linie soll hierbei die schon fm Vorjahre begonnene Chaussierung einer größeren Teilstrecke deS .grünen Wege«" beendigt, außerdem der Feldweg nach Dem mehrere Hun­dert Meter von unserem Orte entfernten Turn- und Spielplatz ckaussiert tocrDcn. Die zum Wege­bau erforderlichen Steine werden Im eigenen Bruche der Gemeinde gewonnen, die Lieferung deS erforderlichen Kleinschlags ist an einen auswärtigen Unternehmer vergeben. Reben die­sen Wegcbauten will die Gemeinde größere Strecken wichtiger OrtSzufahrtSwege durch Beschüttung instandsehen las,en. DaS nötige Deck- material, daS aus einem Steinbruch bei Rieder- kleen bezogen wird, wurde bereit- zu End« DeS vorigen Jahre- an Ort und Stelle gebracht. Vorgestern wurde hier einer her ältesten Leute unsere- Orte-, zugleich einet bet letzten Altveteranen, Der Zimmermann Johannes Spengler, unter großer Be­teiligung Der Einwohnerschaft z u Grabe ge­tragen. Der Verstorbene, Der Im 84. Lebensjahre ftanh, hat Die Feldzüge 1866 und 1870/71 als Gardefüsilier mitgemacht. Die beiden letzten Alt- vcteranen unseres Ortes erfreuen sich noch guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit.

O Dornholzhausen. 8. Febr. Bei der jüngsten Brennholzversteigerung Im hiesigen Gemcindetoald wurden folgende Durch­schnittspreise erzielt: Duchenfcheitholz 22,50 Mk.. Duchenknüppcl 18 Mk.. Duchenreiser 3.33 Mk.. Eichennutzholz 14 Mk.. Kiefern knüppel 7.50 Mk.. Kiefernreiser 0,90 Mk.. Elchenscheltholz 13 Mk.. Eickenknüppcl 8 Mk.. Eichenrci'er 120 Mk.. Lohnschlagwellen 2 Mk.. Birkenknüppel 13 Mk., Erlcnknüppel 10 Mk. je rm, Fichtenstangen 3. Kl. 1 Mk. je Stück, 4. Kl. 0,25 Mk. und 5. Kl. 0,15 Mk. je Stück.

Kreis Marburg.

]( Marburg. 8. Febr. In Züschen bei Winterberg sauste beim Rodeln ein 17jährigeS Mädchen in eine Wagendeichsel. Es erlitt so schwere Verletzungen, daß eS in der hiesigen Kl'.nik. wohin es verbracht worden war,

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