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Der Sicher Weihnachismarkt.

Von -Btirgmneifler Soifer.

382 Jahre alt stad di« L'idxr Uldrfte. Dah Iw Nicht die überragend.' Bedeutung wie der Orten» berge« .Kalte Markt" und der Grünberger ,\TaI» luimarfl erlangen konnten mag u a vielleicht lein« Ursache in der beuHdxn Kleinstaaterei früherer Jahrhunderte haben, bt« die Bedeutung der hiesigen Märkte nur auf das Gebiet der ®raHd>aft Sol m»-Lich beschränkte Der Stifter der sicher Märkte ist Kaiser Karl V der mit Urkunde vom 7. 3uli 15« der Stabt Lich er­laubte. alljährlich twet Jahrmärkte zu halten und auch die bisherig« .Kirchmeh in einen Iahr- martt umzuwance'n Der eine Jahrmarkt sollt« am 2. Sonntag in den Saften. Aeminifzcrc und der ander« auf Sonntag nach St. Michaeli» ge­halten werden Die dtit des ersteren entspricht annähernd unserem »eyiacn Fastnachtsmarkt wäh­rend der letztere auf Ktrchwe hmoniag gehalt.n wird Die Kirchweihe richtet sich nach Michaelis und fällt auf den diesem Tag zunächst liegenden Sonntag. Bit sich di« Märkt« in der v)eit nach 1545 entwickelt haben, wird sich nicht leicht nach­weisen lassen, doch ist seftgestellt. dah zu Ansang des vorigen Iahrundert- die Stadt Lich fünf Märkte betast, die im »fahre 1821 auf 4 herab­gesetzt wurden. Der eine davon land Dienstag nach Ostern statt, «s ist der bekannte Öfter- markt der sich auf diesen Tag bis beute er­halten hat. der zweite tollt« am Dienstag nach Kantate stattslnden und kommt wohl unserem letzigen Psingstmark! am nächsten der auf den 3. Psingltseiertag fällt; der brüte sand Mon­tag nach 3akobi statt und deckt sich ungefähr mit dem aufstrebenden Sicher Sommer markt, dem grdhten der hiesigen Märkte, während der vierte, der Michaellsmarkt. am Dienstag i)or Michaeli abgehaltcn wurde und dem jetzigen Kirchweihmarkt entspricht. Auster diesen vier Märkten haben wir noch den als Fast - n a ch t s m a r k t wiedererstandenen ältesten Si­cher Jahrmarkt und endlich den Dcibnachts- markt.

Der D«>hnachl»ma«kl fällt in diesem Jahre auf den 12. Dezember und wird neben dem Krämermarkt in der Hauptsache al» Schweinemarkt abgehalten. Der Monat De­zember ist bi« Seit bet Hau»' blachlu:' z.-n Nach­dem bi« gemästeten Schweine den Stall eerlafftn haben muh der Lchwe n«Halter wieder daran denken. Bachwuchs fürs kommende Jahr zn be­schaffen, fo bietet denn der Sicher Deihnachts- markt für diese Veute e.nc lehr paffenbe Kauf- gelegenheit nicht minder günstig ist er auch für den Schweinezüchter der zu dieser Zeit auf guten Absatz rechnen kann. Daneben wirb die als lei- stungefäbig bekannte Sicher Geschäftswelt nicht vergeblich auf den notwendigen Betuch boficn. die Sicher Durstwaren sind weit über die Grenzen unsere» Bezirkes bmaui «I «rfo rühmlich bekannt, wie die Grzeugnilse der Orgel- Klavier- und ^farmonium-Sabnlation. Der landwirtschaft- li«be Maschinen und Geräte. Geschirre und der­gleichen braucht, der weist, dah er diese in Sich in ausgezeichneter Qualität findet, und wenn ein Verein sich «ine Sahn« anschaffen will. dann sei ihm gesagt, dast er schon weit gehen must, bis er etwaa findet, wa» den hiesigen Grzeugnis- Icn ebenbürtig ist. Der im nächsten Jahre bauen will, dem sei angeraten, sich die Baustoffe schon jetzt zu beschaffen; im Minter lauft man das was man zum Bauen braucht, billiger als im Sommer, alle Baumaterialien, besonder» Ziegelsteine Dach­ziegel Bauholz. Gelen, -erde. Kupferkeff.k. Möbel. |a selbst S^lchränke und dergleichen lauft er in Sich billig und gut. Leistungsfähig« Gärmereien. Samenhandlungen und Baumschulen lehlcn in Sich ebensowenig wie Handlungen für Kraftfahrzeuge, Fahrräder und dergleichen. Denn der Haust atzet ein Fädchen braucht für seinen felbstgekelterten Aepfelwcin. oder die Hausmutter ein neues Krauifab. nur auf nach Lich. da. wo Brauereien leben und gedeihen, gibt e« sicher auch Sah» fabriten. Soll ich noch sagen, dast c» In Lich leistungsfähige Manufaktur- und Koionia waren»

bänbler gibt, bah man für Kleidung, st_äe vom Hut bis herab <um Schuh für Spielwaren und Hausha.t-i-g-gegenst nde SchmuB ch n Bücher und andere» hier auch nur den Are 5 zahlen braucht, den die gleichen Qualitäten in brr Groß­stadt SranPurt cl M tosten. Der aber behau?tet bah bU groben Darenhäuser ihre Sachen halb verschenkten, dem fei gesagt dast ba» Aller billigste telbstoerständl ch auch das Allerlchkechteste und manchmal da» Heimlragen nicht wert ist Vie äinwvhnerschatt unterer Umgebung wird gui tun. sich »unächst durch Besichtigung der Schaufenster von b efer Tatsache zu überzeugen, denn auf An­regung unsere» rührigen Berkehrs- und Verschönerungsvereins wirb in Kr- binbung mit dem Markt ein grober Schaufen­sterwettbewerb veransta fall bw

Geschäftswelt zeigen was sie zu bielen im Stande ist und es steht au her Frage bah dieser Schau- s en st erwett bewerb ein* Sehenswürdigkeit xu wer­den verspricht, deren Besicht.gung sich lehnt So können alle Dünsche für den Deihnachts.'tch be­friedigt werden Bäckereien und Äon 6i töteten sorgen dafür, bah es groben und tl inen Kindern auch an den notwendigen Süssigkeiten nicht fehlt

Gs wäre aber dRftttfg. wenn man in Lich nur kaufen könnte, man kann auch verkaufen Der Landwirt, der feine Ferkel auf den Markt bringt, kann In den IDurhtabrllcn und Metzge­reien auch fein Mastvieh lo» werd.n. eine garye Anzahl von LanbesproduktevHandlungen ist Ab­nehmer für landwirtschasklichv Grzeugnisse aller Art. So finden wir hier einen wertvollen Ausgleich der gegenseitigen 3 n t tr­eff en . ein Feld, auf dem jedem fein Aecht wird Dem Käufer wie dem Berläufer. dem Landwirt nicht minder wie dem Kaufmann.

Auch dem Arbeiter, dem Beamten und den übrtaen Berufen werden Markt und Schaufenster­wettbewerb zum Borteil gereichen, hier im freien Spiel der Kräfte, im öffentlichen Detlbewerd der einzelnen Geschäftsinhaber, zeigt sich am besten

bi« Le'stungstähiglett »rst proben, bann loben, muh es auch diesmal heißen, statt loben kam« man auch .laufen" tagen, wer laufen WMofl alles prüfen und da» Beste behalten.

An einem Platz, wo neben anderen guten unb nützlichen Dingen auch Bi« und Aepseiwein produziert wird, ist man gewch auch m den Gasthäusern nicht 'ch'.echt aufgehoben, ei.is fretlich fehlt Der au* X iiy ober t.mst.ge Lrst- barfeitrn rechnet, tonun; diesmal nicht auf tarn Roten, die Adve.iiszet: ist Lhnstenleuten eine billige 3rtt. in bet man gern auf solche Beknsti- auuaro verzichtet, doch '«i der Iugend zum Droste gesagt, drst aufgefchoben nicht aut leh.-bem ist. die gn*kn MärUe des hummben wahres, besonder» der Pfingst-, der Soenncr- unb der Kirchwethoiarkt. bringen in bHrr Hinsicht rri* heben Orfag.

Heben dem Berkehrs- und Berschö- nerungsverein unb dem Herein für Handel und Gewerbe will auch der Ge- tlügelzuchtveretn Lich unb Umgegend fem Bestes zur Belebung des Markins beitragen Gr hat darum eine Geflügelschau für Sonntag und Montag vorgesehen. Man könnte es auch Geslüg^lmaru nennen, denn da», was ausgestellt wird, ist meist verkäuflich Dädrend man in der kalten Jahreszeit die übrigen Haustiere. Pferd«. Binder. Fiegen uftoT gern in den Slällen Iaht und Re nur vom Fmhiahr bis zum Herbst aut Märkte und Schauen 'endet. ist der Din ter die JabrrtAeti des Geflügels Dir Geflügelzucht ist ein.iretg unterer detM'lchen ^..d.ucht der des tu untere 3dt hinein ganz zu Unrecht recht stietmütterlich freba nM: worden ist. Die meisten veui'chen willen gar nicht, dast Deutschland atljäbrii* für mehr als 300 Millionen Mark G^lügelzucht- crzeugniNe tGier. Schlachtgeflügel' aus dem Ausland bezieht. Dte'e Kiesenmauuen konnten dem deutschen Aationalvermögen erhalten blei­ben. wenn unsere Geflügelhalter sich bic reichen

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