Nr. 287 Irtt« Blatt
177. Zahrgang
Donnerstag 8. vezemder 1927
Et tch« I»t »Ltzlich. aetr« Sowwtag» 3cirrus« Ml«|te.
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Re»ch»»s,»i4 |tf lrög<t» lohn. sich bei dichter» 1^111« rin j der rYlumiem »loltz« bb4«Ttr Gewalt. 0r<r*|pir*oel*lille: 51. M unb 112
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Pelldffdtonto: Sreeftnnom Ulein 1I6M.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Drud nb Dtrlag: vrühl'fchr Unlccrhiats unb $itiubn<ftrel R. langt tn Gtetzttu $d)rtftltitung und GefchaftsRtlt: Sdfn!Vral|t I.
lieeber hi le)tte<« tir bi« lagtineeieier M» |eei NachmiUa- porbrc.
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ftr Infriqm p«e 27 mm Brrttr »Nsich 8, a»»wän» 10 5tci$»plc**ig, fit Ao» klamran’ttcrn row 70 m Brrlt« 35 'R«id)tp|rnnt4, Platzvotschnst 20* mehr.
ffbefrtbalUcei
Dr Fn«>r IDiIb Lang«, verantw.-rilich für Vobtill [>T Fr 1VUH Can«. ttr 3«uiUrtnn Dr f> 3 benot; fflr ben übrtgrn I«l Ernst BlumidiftR. ttr bei In- frtgrntril Äurt AiDmann, sämtlich 1« ahrhri
Der Kampf um das Siudenienrechi im preußischen Landtag.
Eine deutschnationale Interpellation. — Kultusminister Becker verteidigt die Aushebunqsverordnung.
3m Preutztlchcn ßdnbtJfl tpurcn tn Grtoar- luno der Bctalung der Frage des Gladenten- recht» auf den Tribünen zahlreiche S udenten erschienen. Zur Beratung stand bann die deutlich- nation ile Groste An! rage über dir R.-urrgklung des Studcnientechts. Zur Begründung ertlärte Abg Oelze <DnJ: öin (ruberer -ochschul- lechrer wie brr Minister mühlc die leelilCbe Struf ur b.3 at demischen Lebens t.-nnen. Die» »st leider "ich: der Fall. Dem Minister müstte begannt fein, dast in der Schlammslut des Materialismus der Reoolutwnszeit der 3d?al.Smus der Stuben ea chast geradezu bi: rettenb: Intel getoden ist (Geläch er und lebhaste Mnrufr: Ur.U). Die Se'limmungen über da» Soalltionsrccht bedeuten den Tkr uch einet unerträglichen ch > n - einregieren» in bic inneren 3erbäftni!fe bcutldKr und auberbeuildbet Länder. Tatsächlich wird hierdurch die grostbeutfch« Organi- fation der deutschen Studentenschaft z e r I ch l a g e n. Die iS runde de» Mii.i'iers für Diele Aend: rangen U a n in parteipollti- fcher ^lachgiebigkeit g.g nüoer dem Lilien der bvoalit.on.p:r et m. e'ie Stubent n- «chaft bi! stets eine stark S: dsgelinnuna ge- zeigt Dies z ijte sich in der bunchenschaftlichen Bewegung b<t den Spadalt tenunrub.-n, al» die Stuben en in Nu freiwilligen Organ.fatIonen die tchlofcrnb-en 2loocm^>erl ule ritten (ßeb- bafte Pju rufe links , Die Vor chläge bei Ministers sind mit in e b r *a l e Zweidrittei- inehrhe11 adgeiehnr worden, und auch btc 2ülaLbemilcn>.r. anbe haben sich fast geschloffen gegen b.*n Minister erklärt Der Minister müstte nun umlernen. Cr bezeichnet sich gern als Stubentenvater Denn Dä er I h n, bah sie sich in brr Beurteilung ihrer Sohne geirrt haben, so lenkt ein Der länbtorr Vater zur recht.» Zeit ein. Dann werden auch die Siubentcn wieder zu ihrem hoch .en ÄommHitoncn Der rauen fassen. Deshalb ist zu hoifeit. duft der Minister auf bic Anfrage, ob er bic Verordnung über Qlenberung des Stulx-n enrechls zurückzieben woll.-. mit .tnem srilche.t und fceubiflctt 3a antworten wird.
Kuttusmmifter Dr. Becker
erklärt Die Staatilrcfl^rung beantworte bic jrogc. ob fic die Verordnung über die Qlcu- reflcluim des Studenten recht» an den preustische.i Hochschulen wictcr zuräckz.epen wolle, mit einem klaren 21 c i n. Siele Verordnung führe nur einen Defchluh des Vcnbitigi» durch und habe aul'ertem ror ihrem 3nlra.ttrctcn die DcrlalfuHfl 'm Jjiflc 3u tinu. ung be» Staats- ia!c. ge »nden. Die Staatsregierung habe selbst- verständlich die meg.ichcn .valgcn der Derord- nung rorher Obacht und übernehme lebe Verantwortung da ür. Die 2tcg crung titte da» Stubcnten recht ein ach aus heben könne.' wofür sic im Landtag und Staatsrat bei der allgemein:n Unzufriedenheit mit der Haltung der Studentenschaft eine glatte Mehrheit gefunden bai.c Sie Staaisr.gicrung hätte aber die Selbstverwaltung gern erhalten. weil sie von Hohem pädagogischen Mert für bic charakterliche Erziehung unserer akademischen Jugend Inn kann Sie studentische Selbltixrtrciiurg sei durch M stlrauch und durch Umdeutung ihrer Sahung zu einem pol i t i - 1 4) e r. Machtinstrument geworden Die StubcntenlS- ten hatten das Studentenrech'. ab- gelchnt und damit freiwillig aus ein ihnen vow Staate Angeboten cs Recht der Mitbestimmung v c r z i ch ! e t. Sie würden wieder üb- lekte der Verwaltung und der Erziehung wie btc Sch »ler ander r höherer Vildunaeanstalten. Reu in der Verordnung sei nur die Verstärkung der Äonfrollmabnabmcn in der Vermögen-Verwaltung g.wesen. Es muhten aber, wie die Srcignifle mit erschreckender Deutlichkeit bewie'en hätten, hier wie bei der Verwaltung aller ö entlichen Celber Sicherheiten gegen Mtstbrauch und Veruntreuung aeschassen werden. Vicht weniger als 18 schwere ?ällc dieser 2lrt kamen zur Ikrurtcilung.
Don einer Bedrohung des qrostdrutschen Gedanken« könne keine Rede sein.
Drc Regierung :. : nach wie vor auf dem Toden d s grr>f. chen Gedankens Die log eutfche Ltudentenlchaft lei aber gar nicht groh- deutsch. sondern grostvölkifch: wenn heute der Vnschlust Oesterreichs an Deuischlanb Dirllich- fett würde, müstte bic sogenannte grostdeut'che Studentenschaft ihre Drundprinzipicn aufgeben unb babei behaupte sie noch, mit biefer Politik dem grostdeutlchen Ged^'tüen zu bienen. Die 2tc- glcrung habe durch alle Äabinette auch unter der Ministerfchast eines vollspaNeilich^n 2!.- niftcrS unentwegt an dem staatsrechtlich allein möglichen Standpunkt sestgehalten. der icvt in der neuen Formulierung Hat zum Ausdruck komme. Ser Minister erklärt, er bitt: dringend, aus der Tatsache, dast jetzt bic StuX.uenkba-t gegen die Ltaatsnotwendigkitcn cntfchi.den habe, nicht den Schlust zu ziehen, a.s ob die Studentenschaft eine gc'chlofscne reaktionäre Malle bar- stelle.
Die Studenten seien grostdentsch. sie seien, wie übrigens die Professoren auch — heute genau wie jur Feit der Monarchie — skeptisch gegen alles, was van der Regierung kommt. Man dürfe diese Haltung aber weder bei den Pro
fessoren noch bei den S ludenten al» Staat»- ober Rrpublikieindlichk.il an sehen L» sei nun einmal ein Gesetz ber Jugend. Movnerstolj vor Königsthronen un ilnistersesseln zu de weisen.
Diese ®<ifte»lofle hätte. .--r die ooUlifchen Brun- nfnDcrgiftrr ausgenutzt. Die politischen Drahtjicher lösten leider zum Teil in den Spif^norganifationen ter groben studentischen storpooationsverbönde, b«c beherrscht werden nicht von Subenten, sondern von Mitatabemifern. Die Vrosessoren seien zum grostten Teil von Anfang an gegen da» Stu- dentenrecht gewesen, weil sie in der amtlichen ckigen- schost der ctubcnieiwertrehmgen eine Crschweruna ihrer Position erblickten, da die Korporationen durch austerakademische Willenobildung regiert würden, sei eine wirklich akademische Selbstverwaltung zur Zeit unmöglich. Der Minister betont, dost er dcshald den Au»gang der Abstimmung begrübe Der schone Traum der stricgsteilnehmergeneration sei ousge- träumt. Die studentische Sell st Verwaltung habe auf- gehört und was bleibe, sei otubcntrnpolitif al» ein Teil der alloemeinen Politik. Amtliche garantierte Mittel und staatliche '.Raume würden für uiefe politischen Zw,cke natürlich nicht zur Verfügung gestellt, was mit dem künftigen Sozialbeitrag hir soziale
.n werde '<>
tioc oder pödagogifchc Angelegenheit der ftoaUichen Aufsicht und nxrie mit Dahlen und Politik nicht» mehr zu tun haben.
Zn der Besprechung
erklärt Abg. Steuer (Dn ): Der Minister habe früher gesagt, dir Deut'che Studenlenscho t bedeute allein durch ihr Dorbanbensein eine Tat. Wegen ein einer unliebsamer Zustände könne man nicht eine ganze Organi'ation zerschlagen. So habe man ja - V. auch die kommunale Selbstverwaltung nach den Erfahrungen in Hannover und Kassel nicht beseitigt. (Lebhafte Zustimmung und Heilcrkeit.l Drr vcrfallun^Smästlge Weg wäre gi.wesen, die Vechie der Tausende von Studer t n atuuedennen. anstatt sie zu zerichla- gen. Die'e Zertrümmerung der (Arosid-cutschcn Stubenten'chaft sei eine Parteivolltische H:lls- mastnahme »ugunften der 5koali ion. Für die Studenten'chast sei in ihrer Gesamtheit der Staatsgedanke einer der ai.erwichrigsten Fragen, ober di: €:aai.'form lonme erst in Atmiter Linie. Die D.ul'chc Studententchast als Spitzen- organi'alion bestehe weiter. Sie werde auch alle bic fnicn SiubentcnMw!tcn hinter sich haben, die jetzt an allen deutschen Hochschulen entstehen werden.
Abg. Lauscher (Zentr.l erklärt, die Gesamt oraanijotion der «tudentrnschast ist leiurr politisch benten in Oesterreich ist so gering, dast man von einer berechtigten N tnehr bc» arischen Studenten gegen die ju ischen Studenten nicht sprechen könnte OhneeinMastvonAchiun sbezeugung dem heutigen Staat gegenüber geht e » nicht ob. 3n dem 6tubcntenfampf handelt t» sich um bewustie Ablehnung des heutigen Staate». Der Staat, der so verhöhnt und angefembet wird, kann staatliche choheilcrechte nicht an eine Orgonilation übgeben, die ihn so provvi ert So schwach ist die Deutsche Republik doch nicht. Allerding» ist sie ein lehr geduldige» Wesen tZuruf finf»: Velber!) Die Studentenich'.ft hat sich leibst jcrldi'agen. Sie habe zu ihren Anfängen, zu den Grundsätzen der Front- fämpfer nicht 'urückaesunden. Schuld seien diejenigen, die eine Achtung anderer Men -nqen und ohne Berücksichtigung der Minderheit nicht kennen
CTba. Pi nkerneil D V > wende» 'ich gegen die Folgerung des Ministers, dast nach dem Wstimmun.-'-crgchnis die Stud-enten nicht anders behandel' werden könnten als die S-4)6Irr einer höheren Schule. Sine solche 2?ust^rung hätte man selbst in alten Polizeistaat nicht verstanden. Der Student kann verlangen. bari ihm die versassungS-n'stig gewährleistet m Vcche gegeben wcri<n. Die Demoaatir kann nicht halt machen vor den Studenten. Ss geht uns darum, die g rostdeutsche Gemeinschast der deutschen Ltudcntenfch.f: ausrccht>u-rha!ten. Der Vecker'che Srlast macht das unmöglich Wir wünlche-i einen organischen Zusammenhang der deut'chcn Studentenschaft mit allen deutsch ein- Scstel'tcn Gruppen austerholb der Geerrzen. Die ntwicklung in der deutschen Studentenschaft zeigt eine Gntradikalislerung. Der M nister hat den Radikalen wieder das Oberwasser verschafft.
Ruhueminiffer ©r. Becker
erklärt, meine Ausfällung ist. die Hochschulen aus dem pvlltifchen Streit herauszulöfen. (Un- rubc reck»:- und 2tufc: .Schon Schüler dürfen wählens"» Aachdem die Polit.lierung der Stu- benten Tatsache geworden war müstte d i e Staatsautorität gewah r t werden. Die frei zulammengeschlollenen Studenten fönnrn natürlich nicht mehr amtlichen Lharakter erhallen, aber lie werden überall und auch bei mir die Beach ung finden, die ihnen lulommt. 3d) billige durchaus das wahrhaft nationale Streben, das immer die akademische Jugend durchzieht, wende mich aber dagegen, dast vieles Streben f ü r parteipolitische Geschäfte a u 6g e- nuht wird. «Droste Llnruhe und Zurufe rechts.)
Abg. Dr. Bohner <Dern., erNärt. bic Stuben ten seien abgeknh worden auf einen Lamps gegen
den Äultu»minther, obwohl e» sich nur um die Erhaltung der Siubentenfchaft bandelt.- Die Studenten müsse man fragen, ob sie sich bemüht feien hast sie Lostaängerde» Staat,» sind und daf, keiner von ihnen fein Studium bezahlt. (Sehr gut link») 6» fei eine durch di, Jugend vielleicht entfchuldbare st.ckhefl, wenn bte Studenten sich ab „Führer de» Volke»' auflpirlten. wo sie noch in bei Au»bildung feien unb wo wir heut, wüstten, dost die Führer uu» bem Volke kommen und nickt au» den Buckem einer nicht immer wisienewerten ftultur. (Sehr grt link» ) E» fei ein unerhörte» Stuck, wenn eine «chicht für sich allein den grostdeutfchen Gedanken in Anfpmch nehmen, wenn sich In der !Reid)»rcgierung eine Tendenz bfrauebilbc.
Abg. I»r. Ä I a m I (W Dga ) bezeichnet die ganze Debatte al» eine Serie von Wahlreden. Di, zweite !Heb, bk» Minister» bfbcutr einen fehr wesmtlichm sstückzug gegen di, rrften Au»führungen. Dost man die Stubrnten wie Höhere Schüler behandeln lolle.
Hobe bi»ber noch fein 9ultu»minifler gelagt und fei zurück;uw,ifcn Für die unerfchrocken, rfültung der etubcnten|d>ü|i (Gelachter link») muffe man ihr gesteigerte <)od) d)tung unb Sompathte entgegenbrtn- gen. — Da» öau» vertagt sich
(fine eigene sächsische (Studentenschaft.
Dresden. 6 Dez 'Piiv.-Tel) Auf G nd einer Anordnung bei lächllfchen Volksbilb.nis- mimflerium* dü sen die Beiträge der 1 ä 5 - flfchen Studentenschaften für ie .Deutsche Stuken.enschas' nicht mehr a - geführt werket, da ftch die Auswirkung er . urdb die Abstimmung ber p^eustifchen Stufen- tenfx afieu gefcha leren Vag.- ou' bic „Dcutiche Stubenienfo afi" nicht überleben lä'U 3n den Greifen fer Leipziger Studrnienfchafl rkömet inan mit ber G-un >ung einet eigenen Sä I- schc i Stuben e-ckchaft burch bas Dreskene^ Ministerium.
Das neue Linkommensieuergesetz.
Wie vermutlich die Tregierungsvorlage aussehen wird.
eigener Drahtbencht de» Giestenet Anzeiger»^.
Berlin, 8 Dez 3m Sic c.auJ.. u& des Reichstages kam es. wie bereits berichtet wurte. zu einem lebhaften Ston Ith, als bic Regierung sich toeicertc, auf einen Antrag ber Llnlepatlelcn den 3njalt ihrer Rove11e zum Ginkom- menfteuergefeo mitzuleilm. Gs kam zum Ausmarfch ber Sozialdetnok aten und Stommu- nliten aus bem Ausfchust, denn die Regierung blieb fest unb erklärte, sic wolle die Bcrating ihrer Vorlage im Rcichsrat durch keine Mit- ngen ihrerseits stören. Es banMt Hel- habe i um die ursprünglich tn her VcffBrüning feUcelegte Derp lichtung lolle b’e Lohnsteuer im Lause van mehr al» fehS ULnatcn hinleecin- ander stets 100 Millioien Mark überschreiten. Io müsse die Reg erung e.ne Senkung dieser Steuer hetbeisühten
E» steht nunmehr scsi, dast nach dem neuen ÄegierunatcnitDurf, brr. wie erwchnl, dem 'Reiche- rot zur Debatte uorliegt, und um den der Kamps Im Steu<rau«|chuh ging, keine Erhöhung bev steuerfreien Exiflenzminlmum», ‘on- denn vor allem nur «int Aenderung des Tarif e », und eine Erhthu n g derFamflien- abzuge vorgesehen ist. Der Steuersatz soll von 10 auf 9 'i ro’ent hereds.jetzt loerben, aiio cir«c prozentuale ffntl /t ng, die den Wünschen der kleinen Um- fommeneti.i . :aer wohl kaum intiprechen wird. Weitk-r wii j bestimmt, dast der jährliche fonti- en- tlrrle Ertrag ber Vahnst euer nun von 12<M Mill o- nen Mark auf 130 * Millionen Mark herauf- gefetzt wird ^Sichtig ist afo vor allem, dast nach bem lnegterungsenlwutf da» steuerfreie Erl- stenzminim um wie bikher auf monatlich 100 Mark auchwkiterhin betragen foll. Für die gffteigerlf Familie nermastigung lind folgende Erhöhungen oor^jehen: für die Ehr'rau von 120 auf IbuM! jährlich, füf da» erste Sind eben- fall» von 12u auf IbjfDlf., für da» zweite Sind von 24o auf <3flo Mark, für das dritte von aus 6U0 Mark, für bac virne von 720 auf MO Mark mb für da» fünfte und d'.e fo penöen Sinder von **60 auf 1080 Mark jährlich. 'Rach bem rwrschlag fallen diefe Sätze M i n d e ft f ä tz , wie bisher fein.
Als ein gewisser Ausgleich ist weiter eine 6 r • m ä 6 i g u n g der veranlagten Einkommensteuer in den untersten etcjerftufen beabsichtigt Der neue Tarif soll danach betrogen; Für dje ersten 8000 Mark 9,5 Prozent für wettere 2090 Mark 11,5 Pro^r.t. für Enc nächst«n 200'J 13 Pro- jer.t, für die nächsten 4">»o Mark 15 Prozent, dann weiter 20 Prozent für die nächst,n 4" Mark, 25 Prozent für tnriitre 80Vi Mark und .30 Prozent für weitere <X* Mark '15 Prozent für die nächsten 34 000 Mark und bann für alle wetteren Erhöhungen uiet’/g Prozent. Ti« Regierung beabsichtigt dann noch die Abzüge für Versicherung»- leist ui.gen ufw von 480 Mark an zu erhöhen. Auch für die Kapitalertrags ft euer v* eine (fr- mäßigung um ein Zwanzrgstrl auf 9,5 Prozent oor- oesihln. Das ganze Gefey foll am 1. Januar in Sraft treten mit Wirkung 'ür da» neue Salender- fahr. In biefem Zujammenihang würden bann tx Vorauszahlungen im fommenbep Jahr rund um ein Zwanzigstel vermtnder: werden. Es deistl übrigens, dast die Erhöhungen der jährlichen VohHlrjer'jmme von 1200 Millionen, wie e? die Ler Brun.nc versteht, nach dem neuen Vorschlag auf 1300 Millionen auch aui Lbmachu aen \. Retihrregierung mit einigen Ländern beruht.
Qlenberung
des Tabaksieuergesehes.
Berlin. 7 Dc < H.'Z □> T.e c i.a n . stimmte in ber heute un.ee Vor 3 de» Rrrcho- kanzlcrs abgesaltenen Sitzuna bem Ln.wut eines Gesetzes zur Aenderun. g des Tabaksteuergesetzes zu. 3m u —• ba an Hnb
im Äabtrxt: auf Grand c nc 3o.kra.c der Reichsarbeil-i»r nitzer- c n.c Vu ’re a übt. di in der Schvereifenindustrte fs-tb.n- ben sozialen Fragen stakt.
Die amtlick« Meldung gibt Linen Ausschluss darüber, m welcher Richtung da» Ta a - steuerge etz abflfuiibett werd n soll Der ^okal- anzciger will tob,en. das, eS ich im besonderen um eine anderweitige Regelung der C 1 n 5 h b u n q ber ,i 1 fl ' r ttenst I Hande e. unb zwar sollen dabei Zulamm nh nge mit der Acparattonspol.tit vor.e-,en D.-r vor kurzem verosscnilichtc Bericht de» SommistarS für die verpfändeten tt nna ,men hat daraal hin* flctotckn. bah bei der Zigarettcnst uet, di, eiwa 20 Prozent des (Mamtau lomir.enA aus bei. v r* vsändeteu G.nnahmcn a s nacht, lebt erheb- liche Stundungen ub!id I n' bu I> honen betragen sollen Da« Blatt n mml an, bah das Retchskablneti letzt von sich aus die 3niliative ergreift, um in bl.-fee Frage ein« Reuordnung heroeizujühren.
politische Slurbcrciniflunfl.
Dresden, 7 Dez kWolff) 3n Sachen der sachftfch-thüringischen Grenzau»- gleich»oerhanbtungen ist Heute Hi,r durch die von den Regierungen beider Lander bestellten Sommissare der Staat»oertrag unter zeichnet worben, durch den rin Gebiet»au »tausch Zwilch«n Sach rn und Thüringen herbelaesuhrt wird. Ziel diese» <i,bi,t»austaufchr» ist die Behebung der Derwaltungsfchwterigkeiten, die sich durch die Doppel-
1 mtb rrrrr an brr gemeinsamen La, . -• grenz, grkg.-ncn Ortjchasten und durch dte Lage einiger Grmeinden bnber Lander Im 6laol»grbicle brs Lande» ergeben haben. Der Vertrag wird noch heute bem Landtage zugehen.
Der Veichsfinanzminisler zur Besoldungsreform.
Mrinr Erhöhung brr ttesamiausgabcn.
Berlin, 7 Dez. (DDZ.) Der 5)aushalts- l ue'4)uh des Reichstages setzte die zweite Beratung der Befoldunisror age fort. Reichs- finanzminister D r Köhler erfläric die Reichsregierung sei in Ihrer Gesamtheck der Auffassung. bah sie grün. 'Ützlich an ber Repie- rungsvorlaae fest halten muh. Das schlteste 1 ich; aus. bah sie em'.einen Abänderungsanträgen durchaus sympathisch gegenüberstänoe, aber unter der sesten unb absoluten Voraussetzung, hab durch die Abänderungen die gesamte fi- --en^ielle Auswirkung unter keinen Umständen höher ist als die Gesamtsumme. die der Vorlage zugrunde liegt. Wir haben nicht allein vom Reichsjinanzbedarf auszugehen. sondern za nehmen aas
t ie Post- und Eilenbahnverwaltung unb hier Legen absolut bindende Festlegungen vor. kah übet die Vorlage im ganzen nicht hinauSgegangen werde. Dielclbe Rücksicht müssen wir nuch auf die Länder und Gemein* den nahmen. Anträgen, die in ihrer finanziellen Auswirkung über den getarnten Aufwand bin- auSgchen. können wir nncht jpift immen. Wir dicken deshalb, alle Anträge darauf zu prüfen, welche finanziellen Auswirkungen sie auch für die anderen Gruppen haben funru-n. Solange der Rachtvcls für Li-chaltung des gesamten Aufwandes nicht erbrach: ist. müssen wir an unterem ablehnenden S.andpunlt fest halten. Tct R^.chss.nanzminister t.ill mit. die AuS-
...itr-er Verbesserung
te* Tc - tu igj-ien alter» für R ich, Po't u. 0 Bahn 1C1 Vlisiwnr.
Itenten alter Art oy.ie Rückwirkungen 5J5 Mill cnen Ml., für 5 e )>n . der Telr.cösalsiftcn* ten bL Millionen Ml. unb für Erhöhung dcS iunbcrrulch'.ago e.ui. rechend den Be ch.üs en des vreuhisihen 3n>ccaustchusfes 12.6 Millionen Ml. bc;rDcc Vo bieten 35.9 Millionen kämen auf 7 t Post 11,9 auf die Bahn 21L. aut das Reich ? *, Mtllck,..en JÄacl Wenn bic Verabschiedung tvi .Vorlage n.üo b i s zum 14. Dezember rollzogen ist ist eS ganz ausgeschlossett, zu


