Mittwoch, 8. Juni (92Z
177. Jahrgang
Nr. 13t Lrftes Blatt
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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letgcetri! JUrt ßilaann, |<lmihd) in «h^
Die Ozeanflieger in Berlin.
Die Ankunft in Berlin.
Breite, T. Juni Iwolfs j Vie amrrtfani|*en IreaeatlaetlhUrorr < 6 a m b r r 11 n end C r w I e < heb m Mohbu» p<m der Stelle Ihrer Jlottanbun« em 16 Uhr 17 Bin. nach Berlin yHarUt wo he In Befkittmg eine, .flBf^ugqrldimoört» non 14 Jlufl- >rugm der Deutschen f ultzanfa and der lkrf<*r>- ihrgrddxiU 17J0 Uhr über dem Icmpclholrr Arid rmtrefre. um znnächst noch nach allen Dichtungen dir Stobt Berlin zu umteeife». Um 1735 Uhr landeten 6k Flngzengt auf dem lempeiholrr Feld» non dem losenden Beilall einer nicht »n Überlebenden Ben Ichr»menge lllrmil* begrichl 3um Emoiang hatten sich der ornrrifonikhr Solfchaiter Sburmon mit dem orkmim perfonal der hkfigen amerlfani- Idirn Botschaft und zahlreiche Vertreter de» Mplo- rnalltchen tiorp». Rridywnintllrr vr. Cur Hu» tm Namen der HrichMrgimmfl, dk preutzlschen Billiger Cr, ecin | ki und Schmidt |omk zahl- seiche Vertreter der kLnder. non der Stadt Berlin Oderbürgermeifter Bitz und Bürgermeister Scholz, de» weiteren Staatssekretär o. Schnorrt. Bintflrriolblrrflor de haa » und eine Reihe weiterer fterrra der englischen Mbtrilung den Uuo- warllgen Mmlr». Binlflrrlälbtreflor Brandenburg vom Reich» oerkehr»mlnisterium. der Cbd der prellest eile der Retchoregierunq. Bintsterioldtreklor vr 3 r d) I i n . Vertreter der fteeres- und Bartne- intunfl sowie die Direktoren der veutschen Lust mnsa und dk tettung der .^tughasengesellschasl ein. zefuntzen
Der (Empfang.
Rur» nach der Landung der .Columbia' ging auch das iliignt-ug der Deuftlxn Lusthansa. das die offiziellen Persönlichkeiten an Bord 'm Ile. nieder und die offiziellen Empfangsseter- lichkttten und Begrützungsanlprachen nahmen ihren Anlang 3fi» Erster bestreg
Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius
das Aevnerpodiinn. der die amerikanischen 3lur- j<t im Rainen der Aeichsreglerung willkommen hiep Er lührle u. a au» Die Bedeutung 3brr» Fluges für dte Verbindung zwischen dem ameri- kan,scheu und den, deutschen Volke, für die stetig« Annäherung unterer Völker haben der Reichs- Präsident und der Reichskanzler tn ihren gelingen Begrützungslelegrammei, hervor- gehoben Lallen Sie mtf> den allgemeinen Wert Ihres Sluqm aaslprechen 4* Ist Bestimmung der Menschheit. sich die «rüste der Ratur dienstbar »u machen um allen bellere Dafeinsdedin- lungcn zu verlchassen und sriedltches Bingen der Rationen um höher« Kultur zu ermöglichen Aul dem Wege zu diesem Jlele haben Sie eine neue ölappc gewonnen. Dast Sie die ieurn (prenz»eichen mtnschlicher Leisi iingsfatna- kni tn deutschen Boden gesteckt und tn deutlche Herzen . mgelrieben Haden, darauf sind wir stolz, dafür danken wir Ihnen non Herzen Nochmals herzIichst willkommen''
Hieraus dewilik'mmnel« Staatssekretär Dr n Schubert die Flieger namens des deutschen Auswärtigen Amtes um» Bürgermeisti r Scholh namens der €tabi Vertin Der Borfitzende des Aeichsausichusle» für Leibesübungen. Srzellenz v. Levakd. überbrachte bi« Witilommensgrüste des deutlchen Lporiee Np.neralbirrftor Dr non Stauf,. Ausltchtsrai Vorsitzender der Deutlchen Lufthansa, begrüstie die amerikamlche,, Flieger namens der Deutlchen Lufthansa. Hieraus richtete
drr amerikanische Botschafter Shurman
an die Zlieaer folgende Ansprache
.diu Willkomm dem Flieger, der den ersten ununterbrochenen Flug non Reunork nach Deutschland npllluhrt und die bisher grüble Strecke tn eine m ununterbrochenen Fluge zurück gelegt hat Indem Sie diese mundet volle Fliegeriat nollsührt Haden, haben Sie gleichzeitig unteren Blick für di« 'Mö siich- keiten menschlichen Könnens erweitert Wir Ame- . ckaner hur sind stolz auf Sie Das amerikanische Volk ist stolz aus Sie Wir alle beglückwünschen Sie. beglückwünschen Sie votier Begeisterung und grüben Cie auch als den vom Himmel kommenden Sendboten des guten Willen» und bet Freundlchas t vom amerikanisch en Bolle zum deutschen Dolle, die über den Ozean hinweg im 13 und 19. Jahrhundert il» freunde vereint waren und tent. gebe der Himmel, durch die Luft im 20. und all den kommenden Jahrhunderten einander noch näher gebracht werden Ich bin höchst erfreut, hast Cie und der Begleiter auf Ihrem Fluge Herr Lewrne in Deutschland in Io dorzügl,cher Verfallung etntretten und »ch bitte Sie beide nich in die amerilanilche Botschaft zu begleiten als meine Düste "
Hieraus wurden die amerikanischen Nieger tn einem Auto unter dem rasenden Beifall der Menge um das 3> ugfeld herumge- führt, damit auch jeder einzelne Gelegenheit haben konnte, die amerikanischen Ateger von der Tlähe aus zu leben. Schließlich wurden he in di« Direktioisräume geleitet, wo die Mutter ShamderlinS seit einer halben Stunde etn Gespräch von Aeubork nach Berlin angemeldet hatte um ihren Sohn persönlich aus dem Lempeldoser Zlugvlatz begrüben zu können. 3m Auto des amerikanischen Botlchasters fuhren
l,ch bewegt stür bte begeisterten Ovuttonen des publckums. Doch stundenlang wogte die Menge, die immer dichter wurde, auf bem ipl^-e und verlangte dringend di« ameikantschen 31 leg er zu s^hen die sich schiiehlich auch immer w >d<r vor den Fenstern der Botlchast zeigten und ^Vesmal
tn die späten Abendstunden 'lauten sich bw Menschenmengen vor der Botschast und verlangten immer wieder tMe beiden Ozeanslieger zu sehen 3n der Botschast fand für die beiden Finger ein Diner statt, an dem nur «if Personen teilnabmcn Als alles .Heraus- und Hochrufen" vergeblich blieb und niemand sich zeigte sandten einige Begeisterte folgendes Telegramm an Lha m berlt n;
.Laufende begeistert« Berliner warten vergebens vor verschlossenen Fensterläden auf 3hr Grfchetnen Da alles Klatschen vergebens ist, bitten älnterzetchnete aus diesem Wege Im Auftrage der Massen um das Erscheinen der Ozeanslieger "
die beiden amerilanischen Flieger bann nach der amerikanischen Botschaft, wo sie wohnen werden
vorderamerilanischen Botschaft.
Vegeiftrrungssiürme der Verli»er.
In dem Auto, das mit einem mächtigen Lor- berrkranz geschmückt war. sahen die beiden Flieger zur Rechten und zur Linken des amerikanischen Botschafters Shurmann Voraus tubr ein mit 2chupo> Offizieren besetzter Wagen. Die Zus ahnst rasten bi» zur amerikanischen Botschaft am Wilhelmplatz. wo Lhamberlin 16 58 Uhr eintraf, waren dicht befehl mit einer unüber- lesbaren Menschenmenge, durch bt« sich bte Hochruse und das Tücherschwercken wie hu,ch eine lebende Mauer sorrpfl^nzten. Der Polizei- forbon wurde im Du durchbrochen und die begeisterten Menschen drängten sich bis an die Automobil« heran Shamberlin und Lewine sahen mit ernlien Gelichtern neben dem über das ganze Gesicht strahlenden Botschafter. Sie dankten sicht-
die deutsch-russische Unterhaltung.
Zeitpunkt, so kurz nach dem Abbruch der russisch- englischen Bindungen und direkt vor der neuen Aatstagung in Genf, wo doch unter Einständen neue deutsche Forderungen gegenüber den Westmächten angemeidet werden konnten, nicht be -
Zwischen West und Oft.
Eigener Drahtbericht be« „Siebener «nzeiger»".
"Berlin. 8 3unl Die Iufammenkunft Tlchttscherin Ctrelcmann bat eine gewisse tragische Bote dadurch erhalten, dah der fowjet- ruffilche Austenkomnnfsar vermutlich erst durch den deutschen Aeichsaustenminister ble Vach - richt von der Ermordung feines Warschauer Gesandten erhielt dk sich zutrug, während Tschitscherin unten.'»',i» war Zwar handelt es sich bei dieser Tat offenbar um die Tat eines .weihen" Russen, der Irgendeine persönliche Rache an den Würdenträgern der Sowjet- ähnlich au rächen glaubt, wie das seinerzeit «in Rustlandichweizer gegenüber Woromski getan hat. aber bei der ohnehin reichlich aelpannten Lage. In der sich Ruhland mit verschiedenen Westmächten und bemgemäst auch mit einem Teil (einer Rachbarn befindet, bie diesen Mächten nahest ehen, kann unter Umständen aus diesem Einzel- ereignis eine Folge erwachsen, die von gröhter Bedeutung ist
Insofern ist es vielleicht ein Glück, bah Dr Strefemann in der Lage ist, einen gewissen. persöhnlichen Einflust auf bie Stimmung de» für bie Austcnpolitik entscheidenden russischen RegicrungsmitgliedcS im Augenblick auszuuben und ihn feine sicherlich mästigende Auffassung von den Vorgängen nahe zu bringen. Denn das dürfte nicht nur in bezug auf das tragische Ereignis von Warschau, sondern auch in bezug aus die grohen politischen Vorgänge, die Herr Tschitscherin zweifellos mit Dr. Ltresemann zu besprechen gedenkt, das wesentliche fein, bah der deut'che Außenminister feinem S.wietkollegen eindringlich die Lage verdeutliche, in der sich Deutschland a l s .2 e r t r a g s k o n t r a- bent sowohl der West mächt e a l S auch Ruhlands tn, Augenblick befindet. Diese Lage hat nichts Verlockendes an sich. Denn erstens u?irb naturgen,ast von jeder der beiden Seiten lebe Freundlichleit nach der anderen Seit« hin. die Deutschland erweist, als gegen f i ch gerichtet empsunden und zwenens bcbarl Deutschland für eine Reihe lebenswichtiger, ungelöster Fragen viel zu dringend der Aufmerksamkeit anb de» wachen Interesses dec Grohmächte Eure pa» und der Welt, um nicht in eben diesen Interessen benachteiligt au werden, wenn bie AufmerNamkeit allzu ausfchllehlich auf einen anderen Punkt des politischen Geschehens hinge- lenlt wird DaS ist zurzeit nicht nur mit Bezug auf Rußland, sondern obenbreln unb zu gleicher 3<ü mi: Bezug aus bie Vorgänge am Ostrande der Adria der Fall, wo sich der Konflikt zwischen Südflawien unb Albanien so zugespitzt bat. dast immerhin ein Ausein- anberr-rallen des Letzteren edleren mit dem großen Schutzherrn Achmed Zogus mit Muffo- 11 n l. in den Bereich der Möglichkeit rückt.
Der Gdprächsthemen sind allo viele gegeben, ganz abgesehen von den Wünschen, die Deuttch- lanb berechr.gten Aniah hat. T'chctschedn mit Bezug auf bie Prvpaganbaarbet 1 ber 3. Internationale noch einmal unb auch auf untere Rechnung vorzutragen. Ob ber rullisch« Staatsmann. dessen groste Gewandtheit allgemein bekannt und anerkannt ist, Äonleauen» aus einer Unterhaltung z.eht. die nicht nur ihm selbst, sondern auch uns bte Lage erleichtert, bleibe vorläufig dahin gestellt e
Die Zusammenkunft von Baden-Baden.
Karlsruhe. 7. 3unL tX1L) Die vvlis- parteiliche .Badische Presse' schreibt zu der Be'vrechung Dr Slrdanannl mit Tscht- ischernn u-o.: .Tschitscherin erschien um 1 äihr tm Brenner Äurbdc. Rach dem Lunch in Ctrde- mann» Privatialon waren bte Minister in an- näüxmb dreistündiger politischer Aussprache allein " Das Blatt erklärt dann u. x. es fei verständlich, dast dem Retchsauhenrninister der Bduch de» rulliichen Mmlsterkvllcgen zu einem
sonders angenehm kam. Man glaub.- an- nehmcn zu dürfen, dah Strefemann Herrn Tfchi- tschcrin auch zum Ausdruck gebracht habe, dast er den Zei kpunkt seines Besuches schlecht gewählt habe Die neue Akiiv.tät Tschitscherins sei erNärlich Besonders sei der Abbruch feiner Rur d.-r Absicht ent'prun Hände auf das Auhenkommissariat in Moskan zu legen und einmal die europäischen Äabüutte zu beruhigen und andererse»:S in Moslau einzuwirken, um weitere Folgen aus dem Abbruch der Beziehungen mit London zu ver - hindern.
Dk bei Brlanb habe Tschitscherin auch bei Strefemann Versicherungen dahingehend an- lubnngrn versucht, dah er im Jnlrtifk der futen auhenpolilischen öcz>ehungen in Bot.«*au n ber Richtung wirken werbe, bah ble bolschewistische Propaganda sich In dem Rahmen halten soll, ber die diplomatischen und politischen Beziehungen nicht mehr stören könnte.
Bezeichnend für Tschitscherins Willen zur B- ruhigung sei die Eröffnung der Uu>prache mit Strefemann gewesen. Der Reichsauszenminister konnte Herrn Tschitscherin die Rachrichi von der Ermordung de» russischen Gesandten in Warschau kurz nach dessen Eintreffen Mitteilen Nachdem Tsch.lscherin erfahren hat e bah der Täler g e s a si i sei. und dah die polnische Regierung bereits ihrem Bedauern aber den Aorsall Ausdruck gegeben batte, habe er sich zu er« klaren beeilt, dah unter du kn Umstönd. n er eine Berfchkchterung der polnisch-russischen Beziehungen nicht Voraussagen konnte, durch die aum die deutsche Auhenpolitik in Berlegettheit gebracht werben könnte.
Im einzlnen. so schreibt bao Blatt, sei natürlich über die Unterhatlung Teschtfcherin»-strefemann keine Mitteilung zu erroarten. Ec- könnte nur au» nachträglichen Veuherungen im y)ollanb-f)otel und im Brenner tturhofe einige Schlüsse gezogen werden. Ischlticherin scheine der Meinung z-i sein, dah sich au> dem flbbrud) ber diplomarischeu Bezkstimgen mit England zunächst feine weiteren 5 o l • gen für Ruhland ergeben könnten, al» sie in der unterbliebenen Anerkennung durch die Tschechoslowakei unb Jugoslawien, zu der die beiden Staaten gerade bereit waren, zu erblicken seien. Was Frankreich und die letzten Berhandlungen mit Briand betreffe. so bade Tschitscherin wohl au# ber Tatsache^ dah die französisch, .rj'h'dxn Berhandlungen weitergingen, bie Folgerung ableiten können dah Frankreich noch nicht daran denke, dem englischen Beispiel $u folgen.
Strefemann habe Tschitscherin neben dem r>in- wei» auf die tiobrquemlichfciten, die aus der ungeeigneten Wahl de» Feilpuokk» der Befpre- diung erwachsen könnten, natürlich auch die de illmmk Versicherung geben bürhn, dah sich m der Haltung ? - : :ib,
wie sie durch den Coearnooertrag mit feirrr Auslegung be» Met 16 de» Völkerbundspak les und andererseits durch den Rapallooer trag feil- g ei egt wurde, nichts r rändert habe und nichts ändern werde
Schließlich brauch« es den Außenminister nicht immer tn Bertegcnbeu zu führen, wenn bie westlichen Mächte über unsere Be^ehur.^eu zu Ruh- lanb mehr vennuietcn. als hinter -hnen stecke,
Dr Strefemann. der dem russischen Austen- rnm.ster offiziell das Beileid zu bm Vorfall tn Darfchau ans'proch. härtete am späten Abend Herrn Tfchckfcherrn noch «tnen kurzcn Besuch ab und begab sich dann zum Baynhof, von do aus er um 2030 llhr die Rückreise nach Berlin antraL
Dr Sr:bemann v.rd mit de n Reichskabinrtt das Eraebnr» der anmrr..eun‘t ent T chr: che.m befprecheT-- Am DvTmerstag w-.rd eine Rabinetts- ftf.una staUftnderu tn der bte RichÜttuen <ür die Sen'er Tagung des Völkerbund rares feft- ge<enr werden fotien.
Kurze 3*6' darauf wurden die Ialonfien hochgezogen uns) bi« betben F Heger erschiene« . vem nicht endenwollenbem Jubel umbraust, am offenen Fenster. Di« Begeisterung kannte keine Grenzen unb es kostete Mühe .inrnern»aben Ruhe zu schaffen, als man merkte ban Gbdmb«rhn Iprechen wollte Der Fl i^er bankte in englischer Sprach« für bie Betz rühung und »tberrntttelte ble Grütze des amerikanischen Bailes
Dietech irische Auswertung
Ein .MnniVloiuftvcrkbr itbrr dem -illantil
Jleugorf . 7. Juni. (IU.) Der vdefkonstruk- leur der ..BrlLanee" Flugzeugfirmen äußerte sich über da» Wihuddjuf Eba nbcrlin» mit seinem Hl.>4« über Deutschlarnid. Er se, überzeugt, dast Eha^.betlin mit einem richtiggehenden R > chtpilo - ten an Bord zwrisetlo» ganze .Irbeit* gema.cht und ohne Zeitverlust Berlin «rreidH hatte Der «I recken vertust Ebimberlin» durch die onentirrungelc k Raoiganon rber dem europäischen Festland« sotok.c di« dort getroffenen duherft |iblcd>* len 'Lktteroettzättnisie unb che^enivinde sei mit rund 1.W0 «ilomet, r nicht unzerschatzt. Ein Brennstoff- mangel wäre sonst gar nicht in Frage gekommen.
Der Ronfti-uheur ber ..Columbia". B «llanza. erklärte, bie erfolgreiche Beendigung be» Ozeanfluge» bringe b« 'll.oglichkeit der Einrichtung de» Handel» lGftoerkehrs zwifchen Amerika und d uropa wieder einen Schritt naher. Vie b r e imi> t o r, g t n Flugzeuge mit der Möglichkeit dner Landung auf dem Waffer würden In nächster .stukuntt zweifellos grötzte Bedeutung . rlangen Er selbst werde eine Geielsichaft gründen, die sich mit dem Bau solcher Maschinen befassen werde Di« Flugzeuge wurden bie Beile zunächst in drei Etappen machen mit Zwischenlandungen in ’Jlcniimöianb. auf den Azoren und einer eiiropöifchen Äiflenftaitim.
Der ^ubel in Amerika.
R euyisr k. 7. 3unL (XU » Die Begeisterung über bie Landung Ehamberlins in Berlin wächst ia Amerika von Stunde zu Stunde. Ueberall unb besonder» an allen Zeitunasständen verfolgt man in höchster Spannung den Berliner Triumph ber Ozeanft.leger. Di« Zeitungen veröffentlichen Großaufnahmen Hindenburgs. Shurman» deutscher Stadt», des Tempelhvfer Feldes. Bilder aus der Re.chss»auptstabt unb natürlich auch Auf- i ahmen D8U den betben erfolgreichen Fliegern. Wte in Wrlhingtoner Lufts ab rtk reisen verlautet, wird Ehaml»erlin ebenso wie Lindbergh dl« Äon- gretzmed aill«. bie als höchste Auszeichnung der Rat.on gilt, erhalten unb von Präsident C o o 11 b fl e in feiner Sommerrefidenz tn Black- hilU <Suh«atotai empfangen werden Die Leitungen behandeln den Flug der ..dolumbla* fast noch cuissührlicher als den Lindberghs. Durch- 'chnittiich simd bie ersten sechs Selten aller Blätter seit gestern nachmittag mit Einzelheiten über ben' Flug angsfüllt De fpaltenlangen Bericht« ber Äorresponh«nten aus ÄottbuS sind bes Lobes voll über bi« herzliche Aufnahme« der Fl feget durch ben dort.gen Bürgermeister und die BevölLrung. Ausführliche Beschreibungen I.nd der 5 labt unb ber ersten opulenten Mahl- -eit sowie der Fürsorge für bte Amerikaner ge- wibmet.
AuS dem Leben ber beiden Flieger werden zahlreich« Anekdoten veröffentlicht, insbesondere wird der Wagemut unb die Gc'ch.cknchkcit hervor geh «chen. die Ehamberftn zu vcrsch ebenen Malen bei der Beförderung von Prefsephoto- graphien cul dem Luftwege bewiesen hat So .anbete er bei einer E>elegenheit. um Photographien von der Beisetzung des Sohne- des Arä'idenhm Coolidge noch r?ck> zeftig mitnehmen zu könne», a-s einem Grundstück von nur 2~> mal 253 <5uh. Sin anderes Wal landete er auf einem Gesängnrlchwf Ebenso erwarb er sich grosirn Rui duoch viele Ausnahmen von Orobfeumt Tie .Tones die mitteilen, dast bei ihr über ben Flug Ehamberlins 13 000 leiephoni'che Anträgen dufli'.au'en sind, gegenüber 10 000 bei ben, Flitzg Lindberghs schreibt im Ceitart-.M: Dic Deutschen die selbst groste Transpvrt- le hangen in b:r Lust vollbracht haben werden Cbamberfljn unb Lewine zu ehren wissen. Man kaov Lewtne als den ersten Trans- ozean-Passagier im Luftverkehr ans eben. Die .Dorlk vergleicht den Ausruf Ehamber- lins. Aach 'Berlin! mit der feindseligen Siiinmut», vor neun Iahren. Heute werde dem amerilam jchen Flugzeug von dem befreundeten Bolle ein begeisterter Empfang bereitet, während Fo Hnkr ei ch durch L .ckitsignale dazu bei getragen hat ber Amerikafliegern ben Weg nach Berlin erleichtern.
Mrs. Chambertin kommt nach Deutschland.
Acwhork. 7. 3unl <WB.) D.c Abfahrt Mrs L hamberlins unb Mrs. Lewines ief:altete <14> zu einem gewaltiger Triumphzug £lm Mrtterr.acht tourtk der Ll o y b - D a m pf«r .'Berlin“ für d,c Besucher gesperrt und bie Zugangsstraher zum Aai frei gemacht. General- tonful >on Lewinski. der noch in der Sonntag nacht Mrs. Ehambers.r aufgrfucht unb beglückw «nicht hatte, holte die Damen aus dein Hobel ab unb bracht« sie unter dem Gele«


