Märtyrer der Liebe.
Roman von 3. 6d)nelbt*«BörftL
44 fiort|f|iung Nachdruck orrboirn
Einbau!"
..Mach' größte eArttle, Öltet' mobnlc Reich-
schauen, bah wir den tUifdHufc nicht oerfflumtn. c, nur dieser eint Sampln noch bl» Äonftani1'
Sine Vierteistunde später burd)'chnitt bieser bie giltzernden ’&lartt”. Da« |ungr Paar genoß ein -chauspiel pntiditlflftrr Abendbeleuchtuna Immer ikeler und IWfcr rauchte die könne ihre verglühende Scheib, in die spiegelnde Fläche Wie Blitz, zitter. len ihre Strahlen hin und wieder. Da, g2n.ie -Itasierbecken «chien in einen oon allen Farben sprühen den. ichilltrnden Oonaflrom oerwanbelt. und .üblich tm tiefllm Otolbton yu otrglühtn Noch schaxunmen die tltoifrn in einem Meer oon Ölur .mb und in ihren eungen Utogen entzündeten sich btc Berahäuprer mit chren Zinnen und Zocken. Rämmen und «»iraien
Vie bie Schleier einer Fee len he ftd> ine Wen» merung über Wasser und chelrade. Slisaderh merkte mchtr von dem knhlen Vu»tbtiu<be, der über das Ftif strömt,. S,e war mw abweiend und trunken -am Schauen. Reich«umn schloß chr sorglich den obersten Rnopl des IRantrl»
Immer in der Wirklichkeit bleiben, mein stös- tben?“ mahnte er Bn einer IMtrlHIhmbe flnb wir in sionsionz *
Otn# (*(.<f, bmnneite. an Ted entstand ein drücke an ben Vanbu-tqe|teg gesihoben hostete alles an, dem Schi!' zu kommen
Reichmann Der.» den Arm in den seiner (treu .idtbobrn und btett Um<chou.
.stcrr Softar Reichmonn." hä Ns er bichl neben sich logen.
<>( wandt« den sivps uni Mb «n b ? Nestcht eines allen Mannes mit einer Bedienbemmihe ii>n kurzes Besinnen, dann kam hm da» Or.nner- (fr pc<
stärger. sind Sie'* wirklich' — "tau* (Na. m«m lieber hat Sie st non Hiltzertt gefchtckr' Vie ouhnerflom!*
Während der alte, langjährige Hausmeister die y>anbfotrer an sich nahm, mochte Reichmann Liisa- beih mit ihm bekannt Er verdankte dem Alten manche frohe und genußreiche Stunde auf dem Wasser wenn er früher einige Wochen mit Hstbertt bei dessen Mutter verbracht hatte.
„Die gnädige grau laßt grüßen." bestellte Yüraer. „Sie kann i<u: nicht abkommen. Dir haben da, ganze jViu j bis in den Dachlkuhl voll Gaste. Es ist gerade Lbendtijch."
In der lat herrschte in der kleinen Halle tiefstes Schweigen, als sie eintraten. Nur aus einet" der oberen Raume kam Stimmengewirr und Sachen.
■
folgte d.m Hausmeister über zwei Treppen die keinen Schritt laut werben ließen.
..Wie bei Rella". sogt» Elisabeth leise, an ihren Mann gedrückt.
Eine weiche oon einem blauen Seibenschirm gedampfte Hellt lag über dem geräumigen Zimmer, in da» sie geführt würben. Durch die offene Beronda- tur strömt« die kosende Rachtlu't vom See heraus. Dir Vabrasoorhänae. mit den großen, schillernden Bügeln im Muster, schwankten und schaukelten kaum merklich Im leilen Winde. Do» Zimmer nebenan tag halb perbetft von einer Portiere au» schwerem blauem Plüsch Da «seid« blaue Licht riefelte über die weißen, bereit» uinickaeschlagentn Betten und ockerfarbenen Teppiche. Elisabeth »and für ihr Entzücken keine Worte Dafür aber Reichmami. der ihr erklärte er wiße bestimmt do seien die Pnoatraume ran Hilbertt» Mutter. Gewiß sei kein Platz mehr im Hause ubrtg gewe en und Frau HUdertt habe ihre eigenen Zunmer abgetreten, um ftant Jörg eine jireube zu machen
Wir werben selbstverständlich nicht bleiben." gte er bestimmt „Für heute nacht vielleicht, ober cht länger beim es wäre mir . . ."
Die eintretende Borne schnitt *m da» Mott Im Munde ob
Willkommen' Her stich willkommen, lieber Herr Doktor Reichmann." rann einer MinuttnbruchteU de, Schme len, und brt b-tben Hände griffen ach denen EU«atzeth» .Seien Sle herzlich gegrüßt, liebt ftnu Dohor *
TtHobe* wollte sich übet Ne weifst schmale stoe incharntz Innen Wbrr sie owfi M! w*m * ff
,'Uhrl. und man t'fr bter ttfl welche SMM Exrlr Verukswahk in si-> birgt, ober auch welche -elbstloltg'r,' welche Hutoptarrng na» ^ochstmüede erforderlich ist. um diesen «enif ooU .mb gan» erfüllen \u können Mit stets Zunehmendem Interest, oedolgt men Ne ^lnen Phasen der Moebtibung bi» Prüfung nach dre.^hnger Hu** hitbunfl. D-ibti rairft der Iilm in keiner «teile ein» vnta, wie man e» bei bem äußerst streng geregelteii fluebltour.fi»ganfl oorauesesten ftonte Einige hum». rifttidi NN gebucht epiwn sowie teilweise lehr chOne Lar^lcha:>düder sorgen für Ne ntogr lltzwechfluna Der I,im verdient weitttie «erbnj* tunfl. - -mal es bei den derzeitigen sozialen «erhalt- mtyrn und bet ollgememen Hilfsdebürltigkett an
her hiesigen Weib.g - 0beereal' d> ule bet •t einem wertvollen Beitrag.3« DelchschteVes
/-uhbocher höheren Schulwesen«- von Obersiu- bientirdior Dr Dl nae l zugleich eine «rinne. rurgO'cheift an bte SO. Jährtet er her Anstalt am!2 und 13. Juni 1926 ist. 'eilt mit. baß bte Schülerzahl xu Beginn Vie auch beim Schluß des abgdaufenen ^^uliahretz w betrug j-onsn waren 170 Schüler und N
Aach dem Glaubensbekenntnis trifft der Bericht ' Igtnbe Einteilung 186 evangelisch. 22 katholisch. II llrcefltif* 138 ber Besucher waren n Butz' doch 66 in anderen hesfi'chen Orten. 1« In nicht- besti'chen Orten wohnhaft.
Itanben 8 Schuler und 1 Schülerin. Da» . Wagnis her Reife für Oberfekunbo erhielten H Schüler unb 11 Schülerinnen. Der P'lroe ber Veibrtubungen wurde besondere Bulmerksomkett geschenkt, auch außerhalb ber eigentlichen Schulet ebenso fand ba» D o n d e r n besondere 2uk- merksamkrit. Mit Einführung Oer neuert Ve^r» plüne für die höheren Schulen He'len» mußte sich die Schule für eine ber beiden neuen in Setrocht kommenden Schulgattungen entscheiden, das B e f o r m r eo lgv m n a f l um (tmi nur- lerer Betonung der beiden neuen sprachen nebst Latein ob Unferfe(unba) oder bte Ober- realfchule neuen Stils, bie Mathematik und Aaturwlssenfchost in den 'K-rtogrunh des Unter- richt» stellt Nachher.' eine In, he re Elternver- fammlung sich cn'ftlm.rtg für bo» Tteformgbmna- lium entschieden hotte, ergab die kunt vor den Osterferien veranstaltete allgemeine Wstimmung bei einer Gefamtstimmcnabgabe von 161 eine Mehrheit von 35 Stimmen zugunsten ber neuen Oberrealfchule. wobei ber stark industrielle unb kaufmännische Einschlag unserer Bevölkerung wohl aus'chlagaebenb vor
Mrci* cdiottciu
□ ßa u b a d) 7 April. 2m Sonntag sühne ber Hweigverein Laubach de » Doaels- berget Hhhenklubs seine rlerte Wanderung in diesem Terf;nfliabr au». Unter Aühcung non Dr Herrle. AriedrichshüNe wanderte man über Ruppertsburg, ßongeberg. 5*)ubbe. Ginne* firftblicth-n Mann. Friedrichshütte zurück i-ach Laubach insgesamt lunt Stunden. Man hatte teilweise lebt hübsche Ausblicke. - Die Schnepfen sind Ende der vorigen Doche abgezogen. Der Strich war. wie wir schon meldeten. In bidem Frühjahr gut. lieber 30 Stück wurden zur Strecke gebracht.
Mrcto Lauterbach
— Schlitz. 7 April. Die Kiesige Real- ichule. deren Ausbau für unser abgelegenes Schlitzerland eine Notwendigkeit wat, hat auch im abgelaufenen Schuljahre eine günstige Entwicklung zu verzeichnen. Die Lchülerzahl betrug zu 'Beginn be» Schuljahre» 98. am Eirde 95. bar- unter 31 Mädchen Da» 3eugm» der Acise für Obetlflunba erlangten 11 Schüler, darunter 6 Alädchen Die meisten der Abiturienten traten ui bie Bollanstalten zu Eießen, Kassel, Ais- leid unb Fulda über. Da zahlreiche Heuanmcl- hungen vorliegen, kann bte Anstalt mit über 100 Schulern in» neue Schuljahr treten. — Die hiesige Ortsgruppe des Verein» für da» Deutschtum im Auslande plant im Aah- men der hessischen Wer bewache am 14. unb 15. Mal eine grbßere Veranstaltung. Außer den Schulen haben auch bie Vereine unb Behörden Mitarbeit und Unterstützung zuaesagt. Als Fest- t<bner konnte Proleslor Dr. Ä ö n l g in ®leben gewonnen werden.
Starkenburg.
Darmstadt. 7. April Die Darmstädter erwaltuna bat letzt den Milchhandel
Der Sternhimmel im April
Sonntag Itng fall
nach dem ersten Vollmond im Frühen soll unb danach cm 24. April zu tperv Der rc±a-.unai"*-antge. für die
Sonnenaufgang von ö.40 bis 430 Uhr.
Sonnenu-rergang von 6^3 UU
Lrchegestallen des Monde» 1 Bremer am u. 1 Uhr vorm». Bolim^nd am 17. 4' llhr oornu. 3 Viert ei am 24 11 W nachm
3-.n Stern tntt in diesem .rrub.ahr Io .arf in ber ^e>ergrunb. bah « bie afljanene 2Lub mrrflomlett erregt nämlich bw |BcnuJ- Abendstern. S-e gebt gegen 2Ufang Aonatt rrcbr als 4we. gegen Ende sogar m^cUsbre^ Stunden nach der Sonne unter und beherrscht mit ihrem strahl enden <?' in* be- Abendhimmel
.Festsetzung des Oster'estes maßgebende Vollmond ist jedoch schon am 16. April
Jm rttternbtmmel bringt der April, wie alliädrl.ch die stärkste Veränderungen de» gan- wn Iahrrs 3n feinen ersten Tagen tagen wer -och tm Wester tn< IBinterftembtlber Stier. Orion u1tr m voller Pracht, aber he ballen ber von ‘Staffen noch Osten fotbr ngenben öor.ne benn in dieser Wnta bewegt sich die Sonne
M3/7/7V*
0/>/w/
(S.Xp'fr'
(•yo/*x x d J V-erte!
/rwo/ioc* <*O/Zfavc*y /M8£N //
SvcA*
Der iie »zahlen enthaltenAe Kreta nn<d Jia Jiei pMntti.ru Lima, dar »nfirnannl. /forttont, und [..Utrhend tu denken. Der Starnhunmrl dreht »ich tarnt deut damit er. lindenen, durch hhltarnachl gauuhneian Pfad — ga- wuiernudkn dem Zeiger dar HunmeUuhr — in i Minuten *'»iger eh 24 Stunden im Sinne dr. durch f? Uhr miUnge gauichnaten Pfad» einmal um tarnen M.iulpunkt Der eingeuirhnata Honmnl bildet ein renaler, daa die um y/iUernacht der .Monat.mitte achtbaren Sterne u mich ließt Will man ue einer anderen Stande beobarhun. en denke man uch den Sternhimmel ea gedreht, daß der durch .Mitternacht geieirhnete. mitkudrehenda Pfad nunmehr durch die Deolarhtangeataade geht, wodurch dann die M diener Int .ichtbaren Sterna ui den mehl miUudrehenden Horizont hineingedreht werden Ftr je 5 Toga ear der MonatemiUe let der Sternhimmel um *]i Stande fritier, flr ;< 5 Tage nach dar MonaUmUU um '/» Stunde epüter cmiueUUen. Han vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angedeutete Liehtgeetalt zeigt
Der die WinterltemLllder kennt, wird unschwer beobachten, wie sie allmählich in das Sternbild des Stier» übertritt, in dem sie sich aeaen Mo- natsende zwischen dem Aldebaran und den Ple- jaden nach links hin bewegt. Heben ihr kommen die übrigen Wandelsterne, der rötliche Mar», der links von chr steht und also später untergebt sowie der Jupiter, der nur am Morgenhimmel sichtbar ist. und der Saturn, der spät in der Vach! aufgebt, nur wenig in Betracht. Vom Monde Ist zu bemerken, das; in den frühen Morgenstunden de» 17.. also am Ostersonntag. Vollmond ist. was auffallend erscheinen mag. da ja Ostern nach der jetzt noch gültigen Hegel auf den ersten
tm Vergleich zum SUfternbtmmel und zugleich ihrem immer gröber werdenden Tageobogen nicht fianb. Degen Ende de» Monat» ist die Pracht der Mintersternbilder verschwunden: nur die Zwillinge behaupten sich noch für eine Meile: dafür nahen vom Osten her immer mehr bie eigentlichen Sommersternbilder, nämlich der Arc tu r In der Verlängerung der Deichsel des Himmelswagens oder Drohen Bären, bereit» -ärmlich boch im Osten: rechts von ihm Im Südosten die Spica in der 3ungfrau; links, nach Vordosten zu. die Vtaaa. und zwi'chen Arctur und Mega der Herkules. Rü ft ermann.
neu geregelt. Ss ist eine besondere Erlaubnis dazu notwendig, die von der Sachkenntnis und Zuverläsfialeit des Händler», vorschr.fts- mähigen Autbewahrungsräuinen und dem Absatz einer Mindestmenge von 200 Liter Milch täglich abhängig gemacht wird. Für Personen, die den Milchhandel bisher ausübten, beftebm Erleichterungen. auch ist eine auf sechs Monate befristete .Zulassung zum Handel vorgesehen für diejenigen Personen, denen die Erlaubnis zum Aeilerbetrieb des Deschäste» versagt wurde, um Ihnen die Umstellung aui einen anderen Beruf zu ermöglichen
Rheinbesten.
WSN. Alzey, 7. April. Aus der Fahrt oon hier nach seinem Heimatsort A l b i g ist der 24 Jahre all» Dr u sta o Wolf mit seinem Motorrad
tödlich verunglückt. Anscheinend ist er wider einen Baum gerannt und wurde in da» neben der Chaussee fließende kleine Bächlein geschleudert. Dr. Woli blieb mit dem Ropl in dem niedrigen Walser stecken und erftidte. Morgen» wurde er oon Bermersheimer Einwohnern tot aufgefunden.
Preußen.
Mrci» Marburg.
fch. Marburg. 7. April Jn der Stadt- verordneten-Sitzung wurde der Haushaltsplan der Stadt für 1927. der in Einnahme und Ausgabe mit 3 016 000 Mark ab- schließt, ohne größere Aussprache genehmigt. Zu- geftimmt wurde ferner einer Erhöhung der Fried- bossgebühreii, einer Ordnung über die Erhebung einer örtlichen Biersteuer, einem Antrag, auch
für da» Aechnungstahr 1«7 bie bewerbest«»« nach dem Enraa ur.> nach dem Kapital zu berechnen und 'ch ßlich etr:.n Antrag, die ®e- 7neinde,ulch. ge xur 0 .wer ' .-italsteuer für das Rechnung»:adr 1?#26 von 12CC Prvz. aul SCO Prv^ bet der allger c ner i?ewerbekapi:alsteuer und von 1400 Prozent auf 960 Proz. bei der Gewerbe- kapetalsteuer der »jaxign cbetlaHungen herabzu- tatzcn Ein Antrag der 22licieroer:rttrr auf Erhebung von Dtder'oruch leitens der Stadt gegen bie Lockerung der Bestimmungen des Mieter- 'chungeletze^ wurde an den Mag ist rar mit der Bitte um befürwortende M .it er gäbe überwiefe» ,jum Schluß bat Stadtver: neten-Borsteher Aohde öxr lomilu des schwer erkrankten Oberbürgermeisteis De Boiat d:e besten B)ünlch« zur baldigen V>i<derhertzellung bn Aa» men des Stadtparlament» übermitteln zu tüden.
js Marburg. 7 April. Der in tpe ie« Ateilen bekannte Bcr ipeare des Kre:skrteger- verbände» Marburg. Oberst 0.D Friedrich Immanuel, begeht am » April leinen 7 0. 9eburt»tag well 1420 In Marburg wohnhaft ist er als rubrer der Vaterländischen Verbände oft berrorgettetm. zugleich ist er Bor- sitzender der hiesigen Ortsgruppe de» Deuttchen Offizierbundes. 6: ne Abordnung de» Ärti*- ktiegerverbandes überreichte dem .lub lar. ber tragen Inner angegriffenen Gefundhell ein« Er- bclung»rcife angetreten hat. ein Bild des Aeichs- Präsidenten nach dem Gemälde von Buntzer mit twr eigenhändigen Unterschrift Hindenburg»
Ttllkrcis.
bl Dillenburg. 7 Avni. Der Historische Verein beabsichtigt, in Gememlchaft mit dem Verfchönerung»vetein auf den» historischen Schloßberg im früheren Gefängnis- gebäude ein Heimatmuseum mit einer 3 u • gendherberge ei nzurichten und das Ao ul zu diesem ^w.'cke vol kommen uinzubauen. Seht befindet sich die 3ugenbbetberge im Ziel ergelchoß her Stadtschule Man rechnet mit einet Beteiligung des Staates unb be» Kreise»
Ärrt» 'IVcftrrburq.
bl. Bom Mesterwalb, 7. April. Du bisher in den Äreilcn Westerburg. Marieicherg und dem Dillkrei» ausgefübrien Meliorationsarbeiten an Deblanbflä<ben betraten etwa 500 Hektar. 3n diesem Jahve gebt cs noch stärker an# Werk. Man will doppelt so viel Land wie in 1926 urbar machen Die drei Kreise, unter der Bezeichnung. . Bodenverbeslerungs » Genostenschast" vereinigt, haben 2 00 000 Mk. bereitgeneUt. 3m galt- z«, werden noch 6300 Hektar Land melioriert werden müssen wenn der ganze Westerwald nutzbar gemacht werden toll. —
Cbcrwcftcrtoalbfrci#.
WSA Marlenbera. 7. April. E» durfte wohl auf einem Berschen beruht hiben. daß Im Oberwesterwaldkreise, wohl T<m ellui- gen Preußens, bisher keine obligatotlsche Leichenschau bestand. Merkwürdig, daß fell 1867. also 60 Jahre lang, niemand darauf auf- merksam wurde. Diesem Ausnahmezustände ist nun cm Ende gemach! worden. Durch Pollzei- vetotbnung des Lankratamtes vom 25. TLit) ist jetzt auch im hiesigen Kreise die Leichenschau obll- gatorifch geworden.
Maingau.
WSN. Hanau. 7. April. In ber gejtrisitt Stabtoerorbnetenjißuna teilte bei ber (Her.er^liebaJte über den Dberb
Dr. Biaum mit. daß der Magistrat dem Antrag der M-hrhett der Stabiverordnetenoersammiung auf Senkung de, (8e werbe steuersatze. Io* wohl vom (Ertrag wie oom Kapital auf 3>S0 diw. 760 Prozent zustimmen könne. Angesicht, bet Besse, runa der Wirtschaftelage die hoffentlich an bauern iDerbe. mufft man jedoch an der yu erhebenden 3umm.• oon 730000 Mark )
könne <• sich nur um einen versuch handeln; fall, die ermäßigte Steuer nicht den veranschlagten Betrag ausbringen werde, müsse man hn Herbfl di« Rontoquenjen sichen
'nen. Höchst a.M . 7. April Auf einem Baugrundsiück tm Stadttell 6 l n b l i n g t n sind In den letzten Tagen mehrere Stanfengräbec f r e l g e l e g t worden denen mancherlei Waffen, hiben entnommen werden konnten. Die Grüber lind 1J0 bis 2.40 Meter tief.
siirückg«si>gen. Dafür ein manne, Lippen paar auf ihrer ötirn. ..Mein Sohn bat mir so viel LMebt, von Ihnen berichtet." sagte sie. die junge Rrau mit einem jtflen Blick umschlingend ..daß ich e, vor Erwartung be nähe nicht mehr aushiel: und nun werden Sie beide hungrig unb müde tehu"
Auf ihr Klingeln reihten sich von ber Hand de» eintreicnden Mädchens drei Bedecke und ebenso viele Btäser oon RnfioU auf dem blütenweißen Damast. Ebenso tautto, stand ein mit Liebe gt- wählter reicher Adendttsch vor dem jungen Paar. . Weißen oder roten Wem?" frug 0rau ftilbertt. nach Jrau Elisabeth, (Siche greifend
.^keinen ' erwiderte diele dankend. Lch bin e, nicht gewähnt."
Hur heute." beharrt'' die alle Dome ..Wir muß edenfall, fühlen, daß mir an ihn denken."
Keichmann erzählte, vom Weine angeregt, oon feinem unb ))ane Jörg« Tun unb Treiben. Ur lila* betb wart ergänzend ab unb zu ein Wort hinein, iirau Atlbertt ließ sich für ben ganzen Abend bei ihren mb«ren Gälten entschuldigen „Elt stehen meinem Herzen ar, nächsten." versicherte lie mH einem warmen Ton in der Stimme
Die Augen der pingen jnau mürben müde, und ldr Blick verfchmamm bi,metten merMch. Reich mann übertob <♦ Im Eifer ber Rede ivllkommen Doch Httdertt, Mutter erfaßt« die Sachtage sofort. Die Arme mußte Ruhe haben .Morgen pi.iadern wir »euer, lieber Doktor" logt« sie hersi, st unb erhob sich aleichzeurn ^Ich glaube. «♦ ist für die Kach ür alle, auf» befh gesorgt. Eoülen Sie irgenbuxldyr Wunsch.- haben, bann klingeln 6it tolle ungeniert. E, st immer jemand da. der Rachttoenst da' "
.Kfttbmann, tifirununb wgen btc betben /Ummer hort, sie fairr. Ich rnun'che nur." toftt» Mt. e, mödit Ihnen bei mir gefallen, unb bat tonnen 6u dttiurch nur bemeitao daß Sie recht recht lange btaitzen “
Tro» ihre* Mudchetv. tonnte Elisabech feinen Schlaf finden <It i ir yrotd btt Reutn gewesen Reichmänns ruht» gleichmäßige Sllenzzüg« branarn lu ihr jnb ? jt.I) die mti! offener. Herster kirn Nit Ruschen bn Weller, toe s st ?.m Ufer brachen hin und wieder kni richte brr Wto, aef bm »t-
pflegten Wegen de, Parkn. Dann hörte man. mit au# weiter Ferne, den Schlag einer Turmuhr. Atz und zu ging eine Tur. Summen, bie leise sprachen. kamen aut dem Dunkel und erftarbtn bi einem Flüstern, irgendwoher ertönt da, Läuten einer RlingtL
Und biet alle, lief jchiicßlich ineinander zu «wem Traumgewirr von gam groieefen Formen. Haimo. Friedrich und R«lla mechttten Im BUöt ab Zuletzt beugte Han, Jorg sich über ihren Mund und fw» ihn. Ihre Arm« hoben sich 'ckttver tm halben Ab* wehren von ber leichten Seidendeck, Jton, Iörgk — Richt. )ton# Jorg!" bat sie.
Aber Elitatoch war nicht die einzige Im Santo häufe hilbent. die keinen cdHai ttnden konnte.
An einem Giebeltanster. dot bi« vorwitzigen weißen Rtattrrrostn gerade noch erreichten, lehnte hilbertit Mutter unb sah abwesenden Äugt, über den See der im Silber der VoUmondnachi gtbadet lag. Da, Heine Zimmer, da, fit nun bewohnte, a: in« ba, boktorlich« Ehepaar in ihren Rsomen fchiief. war da, Reich Ihret Sahnet, fein Tutkulurn. menn er bei ber Mutter weilte. Et fianb immer für ihn in Bereistchost. Dot wnfsiackitrtt Bett mit den eckigen Meisingstsden • nmer ichnee a über- zogen bat j’krbfrfen mit Lasier gefüllt, da, probforntae »»ndtuch - er liebte bie weißen nicht — zum Gebrauch über ben Ständer gehängt, sogar «in Paar bequeme n:.iSchuhe ilanden neben dem Heinen Rächt »ich mit der iveißtn Marmorpiattt. Den Schiusitl zu diesem Raume trug nur jtreu HU» bertt eidst. Reine, der .Zimmermädchen bekam ihn je autgehändigi.
War han, Jörg zu Besuch, so beforgte die Arbeit tot Aufräumen» di, Mutter selbst. Rur der große r epouh. der die Diele vollständig überdeckte, wurde i'^ochenllich zum Entstauben m ben ftofrmne gegeben.
Rie wurde dies,» Rimmer einem nrenben y* n'fwL E, zu vermieten, roäre der Mutter alt eint enttveihung erschienen. An den Wänden hingen (fr -nerurgen ar Hon, ILrg, Jugend» und Stu» benienKit farbige Mugen rr-.t den Bänder» = d?*ag,r unb Dhotogr^pbtfn. Bilder oon freunden. . .«ichrum'xn vom Baden'ee und der Umgebung, em paar Aquarelle, die alle da, gtaiche Tlilieu bar» stellten, den See in allen Warben unb Shrrrnuingetk mortNgunfl ftegt)


