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Statistisches aus Hessen
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Nachdruck verboten
35 Fortsetzung.
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kommt, daß Er ließ die Taschen sofort ausleeren und ihren Arzt nickte. I Inhalt an das Unterfuchungsdepartement schicken.
3>€UTSCH€R
Starkenburg Oberhessen Rheinhessen Hessen
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Wie folgt:
Betriebe Fläche von:
unter 1 ha In
62
43
48
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t bis unter 3 ha in "U
12
11
16
13
in gleichem Maße — etwa nur 1
den Alpenländem mit ihren Wasserkräften zu teuer aus, zumal im Winter dort infolge des Einfrierens der Wasserkräfte diese zu gering seien. Die Warmwasserheizung hat Ruhbaum überhaupt nicht in den Kreis seiner Betrachtungen gezogen.
Bon 154 833 Betrieben sind 62 021 Betriebe ausschließlich mit eigenem Land. 49 484 Betriebe, in denen das eigene Land mehr als die Hälft« der Gesamtfläche beträgt. 14 846 mit ausschließlich Pachtland und 19 432 Betriebe, in denen das Pacht land mehr als die Hälfte der Gesamtfläche beträgt.
Der Umsatz an Traubenwein
Der Umsatz an Traubenwein in Hessen während des Jahres 1925 hat gegenüber dem Vorjahre eine Erhöhung um etwa 50 v. H. erfahren. Dem Wert nach tritt die Absatzsteigerung nicht
kann es nicht verstehen, daß er nicht in Stücke ge rissen wurde." . Und was ich nicht verstehen kann," sagte Elk mit Nachdruck, „ist, wieso es l ich nicht in Stücke gerissen wurde." Der Arzt ........
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 9. Januar, 2Vs bis 5 Uhr: Deterchens Mondfahrt: 6 s bis IO1/» Uhr: Lohengrm. Montag, 10., 7 bis 9 Ahr: Hänsel und Gretel: Dienstag, 11., 7*2 bis 10 Ahr La Tra, yiata (Violetta): Mi't'ioch, 12., 6 bis gegen
2 und mehr h* in »/.
26
46
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mit landwirtschaftlich benutzter
dürfte, namentlich in den Außengebieten der Städte die Gasheizung sich weit eher durchführen lassen, als jede andere Art der Fernheizung. Somit dürste die Gasfernheizung am ehesten berufen sein, eingerichtet zu werden. Denn die elekrisch« Raumheizung fiele selbst m
tenetuis.
„Glauben Sie an Vorahnungen?"
„Bis zu einer gewissen Grenze," lächelte Arzt.
Elk nickte. „Ich Habs eine Vorahnung, daß bald eine große Freude erleben werde!" xxv.
Balders Beförderung.
DerFrosch mit -erMaske
Roman von Edgar Wallace.
„Diese Hochexplosivstosfe spielen merkwürdige Streiche. Ich kann begreifen, daß die Kraft der Explosion die Türe des Safes weggesprengt hat und doch ist dieses Papier, das ebenfalls im Bereich der Bombe war, kaum versengt." Er zog ein Stückchen Papiers aus der Tasche, dessen Ecken geschwärzt und abgebrannt waren. „Sehen Sie, ich habe es In seinen Kleidern gefunden," sagte der Arzt.
Elk glättete das Papier und las:
„Mit vielen Grüßen von Nummer sieben!"
Erscheinung, da die Weinpreise Ende 1924 eine scharfe Senkung erfahren hatten, während im Jahre 1925 keine beach.liehen Preisverschiebungen eingetreten sind, insbesondere war d.e Preisbildung von der Ermäßigung der Steuer von 20 auf 15 v. H. beinahe gänzlich 'ttnieeinflußt geblieben. Die .Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik", der wir dies« Angaben entnehmen, bemerken dazu: Die Absatzsteigerung ist namentlich beim Ausschankwein eingetreten, dessen Preise (im Gegensatz zu den hohen Bierpreifen) bei den geringeren Sorten bereits auf den Vorkriegsstand zurückgeganges sind: die Zunahme des Verbrauchs an Flaschenweinen ist verhältnismäßig geringer geblieben. Die Hersteller führten durchweg Klage über schlechten Geschäftsgang. Die Rachfrage war gering, so daß beträchtliche Weinmengen unverkauft am Lager blieben. Der Umsatz an Obstwein (in Betracht kommt hauptsächlich Apselwe n) ist ungefähr derselbe, wie im Vorjahre geblieben. Beim Schaumwein ist (wie beim Traubenwein) ebenfalls eine nennenswerte Derbrauchszunahme (etwa 50 v. H.) zu verzeichnen: bevorzugt waren die geringeren Marken. Die Preise der steuerpflichtigen Erzeugnisse bewegten sich für Ausschankwein zwischen 1 bis 2 RM. für ein Liter, für Flaschenwein (’/4 Liter) zwischen 0,80 bis 25 RM., für Apfelwein zwischen 0,25 bis 0,60 Reichsmark für ein Liter, für Fruchtschaumwein zwischen 2 bis 3,50 RM. für eine Flasche zu 3 \ Liter, für Schaumwein zwischen 3 bis 15 RM. für eine Flasche zu 1 4 Liter. Am Schluß bei Jahres 1925 waren 20 221 Betriebe vorhanden, in denen Wein und Most aus Trauben bereitet wurde: diese versteuerten 11 233 953 Liter Wein tn steuerpflichtigem Wert von 9 657 870 Mark. Die Menge des in Flaschen versteuerten Weine» betrug 5 857 836 Liter in steuerpflichtigem Wert von 14 505 131 Mark. Die Menge des ft euer fr« verwendeten Weines zur Herstellung von Essig belief sich aus 427 259 Liter und von Branntwein auf 1 514 616 Liter. 8978 Betriebe bereiteten weinähnliche Getränke, deren Menge 2 977 180 Liter betrug in steuerpflichtigem Wert von 1 220 009 Mark. Die Menge des in Flaschen versteuerten Getränkes betrug 57 402 Liter in einem steuerpflichtigen Wert von 37 704 Mark. Von diesen Betrieben wurden 17 431 Liter zur Bereitung von Essig und 119 818 2.ter zur Bereitung von Branntwein vertoenöet. Weinhaltige Getränke wurden in 5882 Betrieben hergestellt: 1578 Liter Wein wurden in Fässern versteuern in einem steuerpflichtigen Werl von 3738 Mark. Die Menge des versteuerten Weines in Flaschen belief sich auf 5439 Liter im Werte von 13 181 Mark. Fruchtschaumweine wurden in 638? OJeirir ben bereitet; die Menge des in Flaschen versteuerten Weines betrug hier 16 925 2.ter im steuerpflichtigen Werte von 38 342 Mark. Andere Schaumweine und schaumweinähnliche Getränke wurden in 6654 Betrieben hergestellt: 243 274 Liter Wein wurden versteuert im Steuer- wert von 1 493 812 Mark.
Eme Woche verging, und die Explosion im Direktionsbureau war schon zur Legende geworden. Der verletzte Detektiosergcant befand sich aus dem Wege der Besserung, und in bezug auf die Frösche gab es keine Neuigkeiten.
Elks Fatalismus enttäuschte seine Kollegen em wenig. Am sechsten Tage nach der Explosion hatte die Direktion die Bahnhofsgarderoben aufs neue untersuchen lassen, und so, wie es Elk erwartet hatte, war bei jeder einzelnen Endstation eine funkelnagelneue Handtasche mit genau dem gleichen Inhalt wie vorher beschlagnahmt worden. Die Taschen wurden von dem Erplosivinfpektor nach langwierigen, sorgfältigen Schutzmaßnahmen geöffnet
Aber sie enthielten außer den belgischen Pistolen nichts Bedrohliches und der Paß lautete diesmal auf den Namen „Clarence Fielding".
„Liefe Burschen sind Meister in ihrem Handwerk", sagte Elk mit widerstrebender Bewunderung, als er seine Beute besichtigte.
„Wollen Sie die Taschen wieder in Ihrem Bureau behalten^" fragte Dick. Aber Elk schüttelte melancholisch das Haupt.
„Ich denke nicht", sagte er.
untersucht worden, die von Paddington wurde um und umgedreht. Zeder Gegenstand, der sich darin befand, ist hier auf meinen Tisch gelegt und eingetragen worden. Ich selber habe sie ins Sase gesperrt. Es war keine Bombe dabei."
„Aber wie konnte sie denn dann hineingelangen ?" fragte der Präsident.
Elk schüttelte den Kopf. „Das weih ich nicht. Der einzige Mensch, der außer mir einen Schlüssel zu diesem Safe hat, ist der Bizepolizeirat meines Departements, Oberst Mc. Clintock, der gerade auf Ferien ist. Es ist nur ein Gluck, daß ich Balder gerade fortgeschickt hatte. Er ist Vater von sieben Kindern."
„Was war es für ein Explosivstoff?"
„Dynamit", antwortete Elk sofort. „Es hat nach unten gesprengt." Er zeigte auf das Loch im Boden. „Nitroglyzerin sprengt nach oben und seitwärts. Nein, kein Zweifel, es war Dynamit."
Bei der Durchsuchung des Bureaus fand er eine zusammengedrückte Nolle von dünnem Stahl und später das geschwärzte, verbeulte Zifferblatt einer billigen Weckuhr.
„Sowohl Zett als auch Kontakt'." murmelte er. Don seinen Sachen suchte er, soviel er davon aufzufinden vermochte, in Balders Bureau hinüberzu- bringen.
Es roar wenig Hoffnung, daß dieser Ueberfall eon den Blattern verschwiegen werden sollte. Die Explosion hatte das Fenster und einen Teil des Mauerwerks ausgesprengt und viele Schaulustige auf dem Embankment versammelt. Als Elk die Polizeidirektton verlieh, rief man schon die Exraaus- guben aus, die das Ereignis brachten.
Sein erster Besuch galt dem nahegelegenen Spital, wohin man den unglücklichen Fayre gebracht hatte. Aber die Nachrichten über ihn klangen ermutigend. Die Aerzte glaubten, daß man mit ein wenig Glück nicht nur sein Leben retten, sondern ihn auch vor ernsthafter Derstümmelung bewahren könne.
„Er wird vielleicht ein oder zwei Finger verlieren, aber er ist wirklich mit einem blauen Auge davongeko.nlnen? meinte der Spitalchirurg. „Ich
Die landwirtschaflttchenBetriebe
Die Betriebszählung vorn 16. Juni 1925 in Hessen hat 154 833 landwirtschaftliche Betriebe ergeben (20 287 Kleingärten sind nicht mitgezählt), gegen 147 760 Betriebe im Jahre 1907 (der vorletzten Zählung). Zu diesen Feststellungen bemerken die „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistil" u. a.: Betrachtet man die Betriebe nach den Größenklassen ihrer landwirtschaftlich benutzten Fläche, so ergibt sich, daß die Betriebe mit Über 5 Hektar abgenommen, während die bis 5 Hektar zugenommen haben, mit Ausnahme der Betriebe von 0,1 bis 5 Ar. Hier hat eine Verschiebung nach der nächsthöheren Größenklasse stattgefunden. 3n diesen Zahlen kommt ohne Zweifel das durch die wirtschaftliche Rot hervorgerufene Bestreben der Bevölkerung, Selbstversorger zu werden, zum Vorschein, dem die Siedlungsgesehgebung und die Durchführung weitestgehend Rechnung getragen hat.
Die Gesamtfläche der Betriebe hat sich feit 1907 von 682 168 Hektar auf 645 428 Hektar vermindert, und zwar ebenfalls in den Betrieben über 5 Hektar, während die Gesamtfläche der Betriebe unter 5 Hektar zugenommen hat. Die Zunahme in den unteren Größenklassen ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß wahrscheinlich viele Betriebe 1907 in einer höheren Größenklasse vorkamen, die 1925 ohne landwirtschastlich benutzte Fläche waren und deshalb unter 0 Ar erscheinen. Es handelt sich hier um forstwirtschaftliche Betriebe, die die landwirtschaftlich benutzte Fläche, mit der sie noch 1907 verbunden waren, später aufgegeben haben und 1925 als reine Forstbetriebe unter 0 Ar aufgeführt sind. 1907 betrug die forstwirtschaftlich benutzte Fläche von Betrieben ohne landwirtschaftliche Fläche 107 873 Hektar, 1925 149 697 Hektar. Umgekehrt betrug sie 1907 in den Betrieben mit landwirtschaftlicher Fläche 131532 Hektar. 1925 dagegen nur 84 846 Hektar. Daß aber die Gesamtfläche Überhaupt 1925 kleiner U als 1907, kann nur damit erklärt werden, daß 1925 von der Bevölkerung nicht überall vollständige Angaben gemacht worden find. Das zeigt sich vor allem auch bei der landwirtschaftlich benutzten Fläche, d e von 427 298 Hektar im 3ahre 1907 auf 396 380 Hektar im Sabre 1925 zurückgegangen ist, und zwar ebenfalls in erster Linie bei den größeren Betrieben über 5 Hektar. Die landwirtschaftlich benutzte Fläche der kleinen Betriebe dagegen hat auch hier zugenommen.
Die kleineren Betriebe mit einer Gesamtfläche bis zu 2 Hektar sind am stärksten in der Provinz Starkenburg vertreten, sie betragen da 72 Prozent aller Betriebe, in Rheinhessen 63 Prozent, in Oberhessen nur 53 Prozent. Die mittleren und größeren Betriebe kommen am häufigsten in Oberhefsen vor. Betrachtet man die Betriebe nach ihrer landwirtfchastlich benutzten Fläche, fo verteilen sie sich auf die drei Provinzen
„Nach meiner Meinung," orakelte Balder, „muh jemand in der Polizeidirektion sein, der gegen unt arbeitet, Ich habe mir die Sache schon längst überlegt und wie ich sie mit meiner lieben Frau besprochen habe---"
„Haben Sie vielleicht auch die Kinder zu Rat» gezogen? Mhm?" fragte Elk unfreundlich. „Je weniger Sie über die Direktionsangelegenheiten tn Ihrem häuslichen Kreise reden werden, desto besser wird das für Ihre Besörderungschancen sein,"
Herr Balder machte ein saures Gesicht.
„Da ist nichts zu fürchten und nichts zu hoffe«. Ich bin schon aus die schwarze Liste gesetzt. Alle» kommt davon, weil Sie mich mit Ihrem Hagn zu- lammengesperrt haben."
„Sie sind ein undankbarer Schuft", sagte Elk.
„Wer ist denn eigentlich dieser Nummer fieben? fragte Balder. „Wie ich mir gestern die Sache überdacht und sie mit meiner lieben Frau besprochen habe, bin ich zu dein vchluffe gekommen, daß rr einer von den wichtigsten Fröschen sein muß. Uni wenn wir den nur erwischen könnten, so würde nicht mehr fehlen,' um den großen Burschen dra» zukriegen."
Elk legte seine Feder nieder — er war gerade dabei gewesen, einen Bericht zu verfassen.
„Sie hätten sich der Politik widmen fallen", |ag* er und wies seinen Angestellten mit dem Ende de« Federstieles aus dem Zimmer.
Er hatte seinen Bericht beendet und überlas ihl gerade mit kritischen Augen, als das Dienstteleph«! einen Besucher antünbinte.
„Schicken Sie ihn nur herauf!" sagte Elk, als er den Namen gehört hatte.
Er läutete nach Balder. „Dieser Bericht geht y Hauptmann Gordon, zur Unterschrift", sagte H Und im Augenblick, da er ben Bries übergab, öffne» Joshua Broad bie Türe.
„Guten Morgen, Herr Inspektor", grüßte er uni nickte »alber freunbschastlich zu, obgleich er ihn niemals früher begegnet war.
„Kommen Sie nur herein unb setzen Sie sich Herr Broad. Was verschafft mir das besondere Ver gnugen Ihres Besuches? — Entschuldigen meine extreme Höflichkeit, aber am frühen Marge» pflege ich immer so höflich zu (ein. Schon rech' Balder, Sie können gehen!"
(Fortfetzung folgt.)
Heizung, doch sollen diese Versuche wegen finan* (geller Schwierigkeiten wieder eingestellt worden ein. Denn damals war die Dampf- und Wasser- emheizung noch dreimal so teuer als Kachelofen- Heizung. Wirtschaftliche Schwierigketten dürften wohl auch heute noch der Hauptgrund sein, daß bie Fernheizung, abgesehen von der Beheizung öffentlicher Gebäude durch heiße Abwässer des Elektrizitätswerkes Neukölln, noch kaum irgendwo Eingang gefunden hat.
Im „Technischen Gemeindedlatt" untersucht nun Professor Nußbaun in Hannover alle Möglichkeiten der Fernheizung, insbesondere auch bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit. Auch er betont, daß Anlage- und Betriebskosten durch die Fernheizung in unserem verarmten Lande die Kosten der Wärmeversorgung nicht erhöhen dürsten, es sei denn, daß die Mehrkosten sich durch wirtschaftliche Vorteile misgleichen. Doch sei dieser Anspruch gegenüber der Ofenheizung nicht leicht zu erfüllen. Die auf Ausnützung von Abwärme beruhende Fernheizung könne preiswert auf die Dauer nur da sich ergeben, wo ihr Leitungsnetz stark ausgenützt würde, da mit seiner Länge sich die Anlagekosten, sowie die Wärmeverluste stark vermehren. Die Gasfeuerung für Zentralheizungen ließe sich da allgemein durchführen, wo Stofercigas zur Verfügung steht unb als Nebenerzeugnis in Betracht kommt. Erfparniffe mürben insofern burch die Fernheizung erzielt, als Lagerräume für Brennstoffe und das Forifchaffen von Asche und Schlacke, sowie bas Reinigen von Kesseln ober Oefen rocgfielen. Auch brauchten die Vorhänge infolge des Freibleibens von Ruß unb Staub nicht so oft gewaschen, bie Zimmerdecken nicht so oft gestrichen zu werden wie bei der Heizung mit festen Brennstoffen. Soll das Leuchtgas für die Zweck? der Fernheizung Derwendung finden, „so müßten die Stadtverwaltungen erstens das Bestreben aufgeben, aus den Betriebswerken der Gemeinden ihre unglückselige Finanzlage aufzubessern", zweitens Gewähr dafür bieten, daß die etwa angebotene Preisermäßigung des Gases für Zwecke der Raumheizung dauernd eingehalten wird. Für die Gasraumheizung mit Einzelkörpern dürfe der Preis van 9 Pf., in Einzelfällen von 10 Pf. für 1 Kubikmeter Gas noch als wirtschaftlich bezeichnet werden.
Doch müsse auch die Bauart der Wohnräume, sowie die Derwendung entsprechender Baustoffe zur Festhaltung der erzeugten Wärme auf die Wirtschaftlichkeit der Fernheizung Bedacht nehmen. Das heißt, die Außenwände mußten mit Wärmeschutzkörpern versehen, die Glasflächen gedoppelt und sogar die Innenflügel der Doppelfenster mit doppelter Einglasuna versehen fein. Bei Kirchen, Konzertsälen, unter Umständen auch Schulen unb dergleichen, die nur vorübergehend benutzt würden, genüge das Anbringen von Wärmeschutzplatten auf den Innenflächen von Wänden und Decken, oder die Ausführung der Gewölbe aus Leichtsteinen. Wie man sieht, wird also durch die Fernheizung eine Umstellung des Häuserbau es bedingt, was natürlich in alten Wohnvierteln so gut wie undurchführbar ist. Ob sich in Kohlenbergbaugegenden die Anlage großer Zentralheizwerke zur Belieferung der umliegenden Gemeinden wirtschaftlich durchführen läßt, ist auch noch eine Frage, da ja wie bereits getagt, bei weiteren Entfernungen große Wärmeverluste eintreten. Ganz abgesehen von politischem Bedenken, die insbesondere von Freunden der Sozialisierung und der Verstadtlichung von Monopolbetrieden erhoben werden, welche dem Privatkapital den Lebensraum möglichst beschränken möchten.
Was die gesundheitlichen Gefahren anbetrifft, fo halt Ruhbaum diese für leicht überwindbar. Die neueren Bauweisen der Gasöfen berücksichtigten bereits den Anspruch aus Gefund- heitlichke t in einer an Vollkommenheit grenzenden Weise. Kaum bedürfe es der Erwähnung, daß dem Ausströmen auch von Spuren des Leuchtgases durch Undichlwerden der Hähne oder durch unzweckmäßige Zündvorrichtungen mit Sicherheit vovgebeugt werden muß.
Unter Einhaltung der hier dargelegten, im allgemeinen heute erfüllten VorauSsehunLen
Im nächsten Augenblick wurde Fayre mit um 6el)jurer Wucht gegen bie Tür geworfen, unb Elk kam über ihn zu liegen. Ein fchrilles Klirren von zerbrochenen Scheiben erklang, bas Saufen einbrin- genber Luft unb ber betäubenbe Donner einer Explosion.
Elk war ber erste auf ben Beinen. Das Zimmer war »oll schwarzen Rauches, fo daß er bie Hanb vor den Augen nicht sah und bei feinem ersten Schritt nach vorwärts trat er auf den leblosen Körper des Sergeanten. Elk hob und zog ihn auf den Korridor hinaus. Es schien ihm auf den ersten Blick, daß wenig Hoffnung aus seine Wiederherstellung wäre. Die Feueralarmglocken gellten durch dos Haus, von allen Seilen stürmten bestürzte Po- ttzisten herbei, die Löschmannschaft kam den Korridor heruntergerannt, den Schlauch hinter sich her- schleppend.
Das glimmende Feuer war bald gelöscht, aber Elks Bureau hatte sich in einen Trümmerhaufen verwandelt. Sogar die Tür des Safes war aus den Angeln gesprengt worden. Nicht eine Fensterscheibe, nicht ein Stück der Einrichtung war ganz, unb ein riesiges Loch Hoffte mitten im Fuhboben.
„»alber, retten Sie bie Taschen", rief Elk, der mit Wiederbelebungsversuchen, die an dem unglücklichen Fayre vorgenommen wurden, beschästtgt war. Als man den Assistenten in die Ambulanz geschafft halte, kehrte Elk zurück, um die Ruine zu betrachten, bie bie Explosion hinterlassen hatte.
„Ja, ja, es war eine besonbers schwere Bombe", sagte Elk.
Eine Gruppe älterer Offiziere ftanb Im Korribor, unb sie sahen sich die Verwüstung an.
„Es ist wirklich ein Wunder, daß ich noch am Leben bin, und ich habe Balder das Leben gerettet, als ich ihn um das Messer schickte, um die Taschen aufschneiden zu können."
„Aber würben benn die Taschen nicht vorher untersucht?" fragte der Polizeipräsident zornig.
Elk nickte. „Gestern ist jede einzeln von mir
Die Erwerbstätigen in Hessen. Abnahme der Selbständigen — Zunahme btt Angestellten.
Rach statistischen Feststellungen gab es in Hessen im Jahre 1925 134 126 selbständig« Er- werbstätige (1C9 944 männttche und 24 182 weibliche): im 3af)re 1907 waren es 142 048 (115 630 männliche und 26 418 weibliche). Angestellte gab es 1925 101 132 (77 406 männliche und 23 726 weibliche), für 1907 lauten die entsprechenden Ziffern 28 619 (26 357 männlich« und 2262 weibliche). Di« Zahl der Arbeiter betrug 1925 284 648 (227 688 männliche und 56 960 werbliche): im Jahre 1907 waren es 240 780 Arbeiter (191138 männlich« und 49 642 weibliche). Die Zahl der mithelfenden Familienangehörigen betrug 1925 161 068 (37 765 männliche und 123303 weibliche): 1907 waren es 61 150 (27 805 männliche und 33 345 weibliche). Hausangestellte wurden im Jahre 1925 gezählt 24 159 (107 männlich« und 24 052 weiblich«). 3m ganzen gab es (mit Militär) 705 761 Erwerbstätig« im 3ahr« 1925 in Hessen und 520 097 im 3 ah re 1907: die Zahl der Berusszugehörigen betrug 1925 1 235 841 im 3ahre 1925 und 1 145 410 im 3 ah re 1907.
Die hier veröffentlichten Zahlen sind einer Tabelle entnommen, die im letzten Heft der „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik" enthalten ist. 3n dem begleitenden Text dazu heißt es: „Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß die stärkste soziale Schicht die Arbeiterschaft bildet. Die Selliständigen haben feit 1907 abgenommen, und zwar sowohl die männlichen wie die weiblichen. Dementsprechend ist auch eine Abnahme der Hausangestellten zu verzeichnen. Bei den männlichen und weiblichen Angestellten dagegen ist ein« außerordentlich starke Zunahme sestzustel- len. Di« Zahl der weiblichen Angestellten hat sich seit 1907 in Hessen mehr als verzehnfacht (23 726 gegen 2262). Auch die Zahl der Arbeiter hat zugenommen.
Untersucht man die erwerbstätige und nicht- erwerbstätige Bevölkerung innerhalb der einzelnen Kreise und Gemeinden über 10 000 Einwohnern, so zeigt sich, daß die Erwerbstätigen ohne Hie michelsenden Familienangehörigen besonders start in Stadt und Kreis Offenbach, in Bad-Rauheim, in der S.odt Mainz und in der Stadt Worms vorhanden waren, und zwar infolge der dort ftärcer entwickelten Industrie. Bei Bad-Rauheim ist die starke Cr- werbstätigleit auf den Hotel- und Badebetrieb dieser Stadt zurückzusühren. Der Anteil der mithelfenden Familienangehörigen ist besonders stark in den landwirtschajtllchen Kreisen Ober- Hessens. vor allem in Schotten, Lauterbach, Alsfeld, Büdingen, Gießen, ferner auch in den rheinhessischen Kreisen Oppenheim und Dingen. Die Berufslosen überwiegen in Friedberg, Gießen, Bingen, Darmstadt und Densheim. Es sind dies die Orte, in die sich die Pensionär« unb Rentner zurück- ziehen.
Di« meisten selbständigen Personen finden sich ebenfalls in den überwiegend landwirtschaftlichen Kreisen Oppenheim, Alzey. Bingen. Schotten, Lauterbach. B Ü d i ng e n, A l s- seld, die meisten Angestellten, unb Beamten in den Städten Dar-.nsto.dc,Gießen, Friedberg. Bad-Rauheim, Mainz, Dingen und Worms, die meisten Arbeiter in der Stadt Offenbach, Reu°3fenburg, den Gemeinden Viernheim, Lam- percheim und im Landkreis Darmstadt.
Demnach überwiegen in Starkenburg kleinsten, in Rheinhessen mittlere und in O Hessen größere Betriebe.
Sorgfältig faltete er das Papier zusammen. „Das mochte ich gerne behalten," sagt« er und steckte es zärtlich lächelnd in das Innere si"
OyeiNGBKND
1926


