Telegraphische Auszahlung.
143
105 25
104.5
110
w
180
Banknoten.
Lombardzinsfuß 7 Prozent.
180
134
«55
107
eine Woche Gefängnis, dir in 35 Geldstrafe umgewandelt wurden. Dir geklagte war noch unbestraft.
Mk.
An-
253
118.5
6 4 C 6 0 0
0 6
8 8
10
184.5
137.5
109.5 11J 148 18.)
145
44.5
72
sammenhang ist auch zu nennen die Belastung Deutschlands durch die Nahrungsmitteleinfuhr, die im Durchschnitt der lebten Jahre monatlich rund 300 Mill. Mark an das Ausland abfliehen lieh und die deshalb stark kapi a entziehend bzw. arbeitsmark.c.i:.engend wirkt, auf das Arbeitsmarktproblein als Dauerzustand also von größtem Einfluß ist.
Zweimal 5 M k. Geldstrafe erhielt ein anderer Fahrer eines Geschäftsmotorrades, weil dieses auf der Straße einen übermäßigen Bauch entwickelt und der Führer seine Auswcis- papiere zu Hause vergessen hatte. Hier wurde unter die sonst übliche Taxe hrruntergeZangen, weil der Angeklagte das Rad für seinen Geschäftsherrn gefahren hat und sich in schlechten Verhältnissen befindet.
Ein hiesiger Bäckermeister hatte einen Strafbefehl erhalten, weil sein Lehrling bereits um 3/t7 früh die Brötchen ausge:ragen habe. Die Zeugenaussagen widersprachen sich. Der Angeklagte war daher freizusprechen.
Wegen Diebstahls einer Damrnuhr stand eine ältere Frau M. S. von G. vor Gericht. Sie wohnt mit der Bestohlenen auf einem Stockwerk. Die Ähr war von der Bestohlenen während des Mittagessens auf einen Tisch im Treppenhaus gelegt worden. Nachher war sie verschwunden. Die Ähr an einem Lederarmband hatte einen goldenen Reifen. Ein Zeiger war abgebrochen. Genau eine solche Ähr hatte die Angeklagte Bekannten zweimal zum Kauf angeöoten. Einmal gab sie an, sie habe sie bei der Bestohlenen im Garten unterm Schnee grfuadrn. In der Hauptverhandlung leugnete die Angeklagte alles ab. Sie war jedoch überführt. Strafe:
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 2. Sept. Zwei Gießener Straßenhändler hatten regelmäßig Freitags nach Auszahlung der Löhne vor den Buderusschen Eisen-- . werken in Lollar ihre Ware verkauft. Der eine benutzte als Ladentisch fein Fahrrad mit aufgelegtem Brett, der andere sein Motorrad. Sie waren angezeigt wegen Verstoßes gegen straßenpolizeiliche Bestimmungen und behaupteten, sie störten durch ihre Geschäfte nicht den freien Verkehr. Durch Zeugen wurde das Gegenteil erwiesen. Diele Hunderte von Arbeitern entströmen gleichzeitig der Fabrik. Es bilden sich größere kauflustige Gruppen. Wogen und Autos kommen hinzu. Strafe: je 5 M k. Da das Schwergewicht der Verurteilung auf der geschäftlichen Seite liegt, erklärten die Angeklagten, Revision einlegen zu wollen.
Ein Autofahrer, der am 16. Mai d. I. an der Ecke Marburger Straße und Wiesecker Weg mit einem Radfahrer zusammengestoßen war, wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 30 Mk. verurteilt. Der Angeklagte war auf der linken Straßenseite gefahren. Die Verletzungen des Radfahrers sind wieder geheilt.
yubro. t'ocice Nat. Automobil . . Orcnst.stn L Koppel Linke Hofmann . Leonhard 2ici$. . . Bamag-Megnin • . ftrantf. Maschinen Gritzner ......
SeDlificiiftacbt . .
gunaoans Leckwcrke. . . Mainlroflwerke Miag .....
Nekarsulmer . .
Peters Union . Gebr. Roeber .
Voigt & Hacsfne.
Südd Zucker
45
72
H2
26.5
105
118
lich, Holzmann plus 2 Proz., dagegen Wahß L Frehtag minus 2,5 Proz. Voigt & Haeffner eröffneten 5 Proz. schweizer. Zwischen der Verwaltung und der a.st.aufenden Großaktionärgruppe soll eine Fühlungnahme stattgefunden haben, so daß die Käufe aufhören. I. - G. - Farben lagen 1 Proz. schwächer. Im Verlaufe konnte sich Lic Tendenz auf verstärkte Deckungen Leiter erholen. I.-G. zogen jetzt 2 Prozent an. Die Renten Märkte blieben vernachlässigt und wenig verändert. In der zweiten Dörsen- siunde ließen die Deckungskäufe nach und die Stimmung wurde sehr still. Die Kurserholungen konnten sich jedoch halten. Gegen Schluß erfuhr die Tendenz eine weitere Befestigung. Am Geldmarkt ist Tagesgeld weiter leichter mit 5'/z Proz. Im Devisenverkehr notierten die Reichsmark gegen Kabel 4,2030, gegen London 20,433. Paris gegen London 124,02, Mailand 89,50, Madrid 28,70.
Berliner Börse.
Eigener Drahtberichi des .Gießener Anzeigers*.
Berlin, 7. Sept. Der heutige Börsenbeginn zeigte eine wesentliche Beruhigung und ein freundlicheresAussehen, als dec Vormittagsverkehr es annehmen ließ. Die Änsicherheit ist jedoch noch immer vorhanden. Die Spekulation schritt zu Deckungen, man wollte aber auch auf dem niedrigen Niveau spe- iulative Käufe beobachtet haben. Die Kurserholungen betragen 1 bis 4 Prozent, jedoch ist die Kursgestaltung sehr uneinheitlich. Diele Werte waren auch bis 2 Prozent abgeschwächt. Die in den letzten Tagen stark gedrückten Papiere, wie Sprit-, Kunstseide- und Zellstoff-Werte sowie Köln-Nenessen konnten ca. 7 Prozent gewinnen, da hierin eine ziemliche Materialknappheit herrschte. Am Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert. Die Rentenmärkte hatten kaum Geschäft aufzuweisen. Im Verlaufe verstärkten sich die Deckungen, so daß sich das Kursniveau um ein weiteres Prozent heben konnte. Glanzstoff und Mitteldeutsche plus 5 Prozent.
Frankfurter Getreidebörse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers*.
Frankfurt a. M., 7. Sept. Im allgemeinen blieb die Stimmung äußerst still. Bei Einkauf von Weizen find die Mühlen sehr vorsichtig und bezahlen vollkommen einwandfreie Ware höchstens mit 27,50 Mk. Roggen ist immer noch nicht beträchtlich angeboten. Mais findet auch zu weiter ermäßigten Preisen kaum Abnehmer. Weizenkleie ist sehr vernachlässigt. Rvggenkleie findet nur zu niedrigeren Preisen Absatz. Cs wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 27,25 bis 27,50 Mk., Roggen (inl.) 24 bis 24,25, Sommergerste (für Brauzwecke) 26,50 bis 28, Hafer (inl.) 23 bis 24,25, Hafer (ausl.) 24 bis 25, Mais (gelb) 19, Weizenmehl (inl., Spezial 0) 39,50 bis 40, Roggenmehl 35 bis 35,50, Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,25 bis 13,50 Mk. — Tendenz: Ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 6. Sept. Am Produktenmarkt fehlt: es infolge des gestrigen amerikanischen Feiertages fast gänzlich an Anregung. Soweit Börsenmaterial von Äebersee vorlag, waren die Preise ziemlich unverändert, Abschlüsse kamen nur in aller geringstem Än sänge zustande. Im Inland- brotgetreidemarkt hat sich die Situation nicht nennenswert verändert. Weizen ist verschiedentlich angeboten, aber in der Hauptsache in mittleren Qualitäten, während Nachfrage nur für gute Sorten vorhanden ist. Roggen macht sich weiter knapp, die Mühlen sind aber für den laufenden Bedarf anschrtnend versorgt und bekunden keinen dringenden Begehr. Am Lieferungsmarkte war Weizen um etwa 0,50 Mark, Roggen um 0,75 bis 1 Mark im Preise rückgängig. Mehl hat kleines Konsumgeschäft bei ziemlich unverändertem Preisniveau. Hafer ist in allen Qualitäten reichlich angeboten und hat befriedigendes Geschäft, Gerste hat sich in der Marktlage nicht verändert. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 261 bis. 266, Sept. 276,50 bis 276,75, Okt. 276, Dez. 275,50 (ruhig): RoggcN, märk. 240 bis 244, Sept. 250,75 bis 250,50, Oft. 245,50, Dez. 242 bis 242,50 (ruhig): Sommergerste 220 bis 266; Wintergerste und Futtergerste 206 bis 212 (still): Hafer, märk. 192 bis 210, Sept. 208, Dez. 210 (matter); Mais, La Plata 195 bis 197 (ruhig); Raps 295 bis 305 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 34,50 bis 37,50 (matter); Roggenmehl 32,25 bis 34 (matter); Weizenlleie 15,75 (ruhig); Roggenkleie 15,25 bis 15,50 (ruhig); Viktortaerbsen 44 bis 50; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Rapskuchen 15,80 bis 16,20; Leinkuchen 22,60 bis 23,10; Soyaschrot 20,10 bis 20,60; Kartoffelflocken 23 bis 23,50 Mark.
Kunst und Wissenschaft.
Vom hessischen Landestheater.
Der in Darmstadt im Ruhestande lebende ehemalige Leiter des Hoftheaters (jetzt Landestheater), Generaldirektor Emil Werner, beging am 6. September sein 60jähriges Bühnenjubiläum als Schauspieler. Werner war seinerzeit ein sehr geschätzter Charakterspieler. Im Jahre 1894 übernahm er die Leitung des Theaters, die er bis zum Jahre 1911 innehatte. Seitdem ist ein starker Wechsel in der Leitung des Landestheaters eingetreten. Werners Nachfolger waren Dr. Eger, Dr. Krätzer, Loehr, Dr. Dauer, Hartung, Legal und jetzt Ebert. — Die acht großen Orchesterkonzerte, die das Landestheater in der kommenden Spielzeit veranstaltet, dirigiert Generalmusikdirektor Böhm. Als Solisten wurden verpflichtet: Thea Böhm (Gesang). Alma Moodie, Sascha PoPoff (Violine), Emanuel Feuer mann (Cello), Dorothea Braus, Walter Gieseking (Klavier).
Fünfter Internationaler Kongreß für Vererbungswissenschaft.
Vom 11. bis einschließlich 17. September findet in Berlin ein internationaler Vererbungskongreß statt, auf dem Vertreter der verschiedenen Länder Europas und der Vereinigten Staaten die neuesten Fortschritte der Vererbungsforschungen besprechen. Bei der Ausdehnung und den so verschiedenen Richtungen dieser Wissenschaft muß in sechs Abteilungen gearbeitet werden: Allgemeine Genetik, Zytologie und Genetik, Genetik der Kulturpflanzen, Haustiergenetik, Vererbung beim Menschen, Eugenik. Die offiziellen Vortragssprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch, während die russischen Autoritäten sich meistens der deutschen oder dann • der englischen Sprache bedienen. Das Programm ist zu reichhaltig, um Hirt: wiedergegeben zu werden. Die.Landesuniversität Gießen ist durch H. Ära cm er vertreten, der in deutscher und französischer Sprache einen Vortrag über Beispiele von Mutationen halten wird.
Glas, sodaß keine Sprünge auftreten, wie sie häufig bei Kraftwagen-, Straßenbahn- und Eisenoahnabteilscheiben vorkommen. Bei Schlag oder Stoß splittert das Glas nicht auseinander, sondern die einzelnen Glasstücke halten fest an der Zelluloidschicht und fallen nicht ab. Das neue Glas wird nicht nur für Fenster, sondern auch für Schutzbrillen in der Schweißtechnik, für Kraftwagenschutzbrillen, in der chemischen Industrie usw. hergestellt. Besonders wertvoll ist das nichtsplitternde Glas für Schaufenster und Aus- lagekasten von Iuwcl'ergeschäften und dergleichen, da man auch mit einem Diamanten fein Loch hineinschneiden kann. Wohl wird die äußere Glasschicht geritzt, die Zellulvidfchicht verhindert aber, daß die innere Schicht verletzt wird. Selbst beim Zertrümmern des Glases durch einen Schlag entsteht keine Oeffnung, da die Splitter durch die Celluloidschicht fest zusammen gehalten werden. Das nichtsplitternde Glas gewährt also auch einen sehr guten Schutz gegen Einbrecher. Bezeichnend für die Güte des neuen Glases ist, daß zahlreiche Behörden, insbesondere die Polizei, die Verwendung bei ihren Dienstlraftwagrn vorgeschrieben haben, und daß Mussolini nach einem Attentat schleunigst die gewöhnlichen Spiegelglasscheiben seines Kraftwagens gegen solche aus nichtsplitterndem Glas auswechseln ließ.
Wirtschaft.
Die ArbeitsmarktlQge als Konjunkturerschernung und als Dauerzustand.
Man muß für die Beurteilung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt unterscheiden zwischen der durch die Schwankungen der Konjunktur erzeugten vorübergehenden und zwischen der durch die grundsätzliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands (Versailler Vertrag, Dawesbelastung usw.) bedingten dauernden Arbeitslosigkeit. Was die konjunkturmäßige Verfassung des Arbeitsmarckes angeht, so ist hier eine Besserung unverkennbar. Die Arbeitslosigkeit beträgt zur Zeit 5 bis 6 Proz. der Arbeitnehmer gegenüber 2 bis 3 Proz. in guten Kvnjunkturpertoden der Vorkriegszeit. Bei einem Vergleich ist aber nicht zu vergessen die gegenüber der Vorkriegszeit einge- trelene wesentliche Steigerung in der Zahl der arbeitverrichtenden Personen und die Tatsache, daß in der Arbeitslosenstatistik viele Personen geführt iNerde.i, die ir sie überhaupt nicht gehören.
Ein anderes Bild gewinnt man, wenn man das deutsche Arbeitsmarktproblem frei von Konjunkturschwankungen unter grundsätzlichen Gesichtspunkten betrachtet. In diesem Fall ergibt sich sofort die Feststellung^ daß für eine ganze Anzahl Arbeitslose die Arbeitslosigkeit als Dauerzustand angesehen werden muß. So ist z. V. in derselben Zeit, in der die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger von 1,81 Millionen auf 0,67 Mill .gesunken ist, die Zahl der in Krisenfürsorge befindlichen (also der mehr als ein Jahr Arbeitslosen) mit rund 181 000 sich gleichgeblieben; auf je 100 Haus, t Unterstützungsempfänger der Erwerbslosenfürsorge entfielen Mitte Januar 7,5 Krisenuntcrstützte, Mitte Juli dagegen 36,8; von sämtlichen Erwerbslosen (einschl. Krisenfürsorge) sind zur Zeit nicht weniger als 53,3 Proz. über 26 Wochen erwerbslos; genaue Ermittlungen haben ergeben, daß innerhalb des ersten Vierteljahres der Änter- stühungsdauer etwa 50 Proz. der Haupt Unterstützungsempfänger wieder ausscheiden, im zweiten Quartal dagegen nur rund 26 Proz. und im dritten sogar nur noch 13 Proz. Die Aussicht, von der Arbeitslosigkeit wieder zur Beschäftigung zu kommen, wird also um so geringer, je länger die Arbeitslosigkeit andauert.
Es ist damit zu rechnen, daß bei Herannahen des Winters das Problem der Arbeitslosigkeit, soweit es als Konjunkturerscheinung auftritt, wieder stärkere Bedeutung gewinnen wird. Die in jedem Herbst zu beobachtende Konjunkturverschlechterung wird für Deutschland verschärft durch das Reparationsproblem. Die Reparationszahlungen lassen eine Kapita.'ansammlung nicht aufkommen; was die deutsche Volksgesamtheit sich abspar:, kommt nicht ihr zugute, sondern den Reparationsgläubigern. Dieser Kapitalentzug verschärft jede Schwankung auf dem Arbeits- markt und erschwert jeden Ausgleich, zumal es Deutschland verwehrt wird, durch gesteigerte Ausfuhr von Arbeitsleistung den Gegenwert für das an das Ausland abzuliefernde Kapital zu schaffen, da die Reparationsgläubiger fürch'en, daß durch Ausfuhr der deutschen Arbeitsleistung auf ihren Märkten Arbeitslosigkeit entstehe. In diesem Zu
* Deutsche Rentenbank - Kreditan- ft a 11 und M e l i o r a t i o n s k r e d i t e. Unter der Ueberschrist „Zinsverbilligung für Bodsn- verbesserungsdarlehen" ist kürzlich ein Auszug aus den Richtlinien für die Verbilligung von Zinssätzen für Bodenverbesserunbsdarlchen veröffentlicht morden. Durch diese Veröffentlichung ist in den beteiligten Kreisen, insbesondere bei den Interessenten für Meliorationskredite, vielfach die irrige Ausfassun'g entstanden, die Deutsche - Rentenbank - Kreditanstalt sei schon jetzt bereit Meliorationsdarlehen Zu gewähren. Diese Ansicht ist nicht zutreffend. Die Anträge auf Zinsverbilligung sind den örtlichen Behörden der Länder einzureichen, und diese leiten den Antrag an das Reichsministsriuin für Ernährung und Landwirtschaft. In dem Kreditanträge ist eine Kreditanstalt zu bezeichnen (in erster Linie öffentlich-rechtliche), die den Meliorationskredit selbst zu gewähren bereit ist, c. ., wenn dies nicht der Fall, doch die Vermittlung des Kredites übernehmen will. Erst wenn die Kreditanträge auf diese Weise geprüft sind, und wenn die erforderlichen Kreditbeträge von den örtlichen vorbezeichneten Kreditanstalten nicht aufgebracht werden können, tritt die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt in Aktion, um die erforderlichen Mittel im Anleihewege zu beschaffen. Es hat also keinen Zweck, Kreditanträge an die Anstalt direkt zu richten.
* Deutsche Petroleum A.-G. Die Generalversammlung der Deutschen Petroleum A.-G. genehmigte die Bilanz bis auf acht Stimmenthaltungen gegen 7000 Stimmen, deren Vertreter Protest zu Protokoll gaben. Der Gewinn von 548 604 Mk. wird vorgetragen. Einige Aktionäre bemängelten, daß die Bilanz der Olex G. m. b. H. nicht vorläge. Die Verwaltung erwiderte, die Bilanz der Olex G. in. b. H. liege noch nicht vor. Nähere Auskünfte über den Stand der Olex könnten wegen des Konkurrenzkampfes in der Teerindustrie nicht gemacht werden. Der gegenwärtige Geschäftsgang lasse nichts zu wünschen übrig, lieber die Aussichten könne infolge des drohenden Preiskampfes in der Teerindustrie schwer etwas gesagt werden.
* Internationale Drahtgemein- schäft. In Karlsbad haben am Montag und Dienstag Verhandlungen unter den beteiligten Ländergruppen, nämlich Deutschland, Belgien, Holland und der Tschechoslowakei, stattgefunden, bei welchen in der Hauptsache innere Drrwal- tungsangelegenheiten zur Sprache gekommen sind, die zu einer vollen Äebereinstimmung aller Beteiligten geführt haben. Abgesehen von kleineren Preisverschiebungen wurde die Beibehaltung der Verkaufspreise beschlossen und die Bedingungen unverändert festgesetzt. Verschiedene geringfügigere Veränderungen der Beteiligungen wurden genehmigt und die Regelung einzelner Ansprüche verschoben. Besonders zum Ausdruck kam der feste Willen zur Aufrechterhaltung und Erweiterung der seit Jahresfrist bestehenden und bewährten. Gemeinschaft.
Frankfurter Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers''.
Frankfurt a. M., 7. Sept. Tendenz: überwiegend etwas erholt. — Die Börse eröffnete wieder in lustloser und unsicherer Haltung. Das Geschäft blieb klein bei wenig veränderten Kursen, da weiterhin verstimmte, daß von den Großbanken keinerlei Interventionsmaßna'hm.en ergriffen worden waren, ferner daß von der Industrie größere Effektenverkäufe zu Geldbeschaffungszwecken vorgenommen worden sein sollen. Gleich nach Börsenbeginn konnte sich dir Stimmung jedoch etwas erholen, da die Spekulation, die in den letzten Tagen diel Material vorgegeben hat, zu Deckungen schritt. Das Publikum blieb jedoch dem Markte weiter fern, immerhin scheinen aber die starken Abgaben aus der Provinz und namentlich aus dem Rheinlande aufgehört zu haben. Eine gewisse Anregung, namentlich für Montanwerte, bet die Freigabe der westfälischen Provinzialstraßen für die Gasfernversorgung, ferner die näheren Einzelheiten zum großen Berliner Wohnungsbauprojekt, die jetzt bekannt geworden sind, wenn auch der Emissionskurs der 30-Millionen- Dollar-Anleihe noch nicht angegeben wurde. Bei Festsetzung der ersten Kurse zeigten sich daher für die Mehrzahl der Montanwerte, Elektropap ier . Zellstoff- und Autraktier. kleine Kurse.Holungen von 0,5 bis 2,5 Prozent. Bankaktie n blieben überwiegend nur knapp behauptet. Bauwerke uneinheit
Kurszettel der Berliner und Franks urter Börse
®ie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Pr
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurta.lv!
Berlin
Schlus,. Kurs
1-Uhc. Kurs
Schlich.'Anfang Kur, I Kurs
äch'ub Kurs
1 ^hr.
1 Kurs
Schlich. Kurs
Anfang Kurs
Datum:
6. 9.
7.9.
G.O.
7. 9,
Datum:
6. 9.
] 7.9.
6. 9.
1 7.9.
5®/o Dt Ncichsanleihe v. 1927 Ti. Aul. Ablös Schuld mit Auelos -Rechten . . .
DesLl. ohne Auslos.-Rcchten
87,1
54.9
13,25
65
13,35
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14
55,1 13/5
A. E G........
Bergmann ..... .
Elektr. Lieferungen . . Licht und Kraft.....
. .7 . .8 . 10 . 10
171.75
177.5
173
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178
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177
172
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174
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196
7°/o nvniuf Hi)p -Bk. Go dpi
Felten & Guill-aume . .
. .6
126.75
127
128 75
1-8
unkündbar bi; 1932 .... V/o% Rheinische Lvv -Bank Stqu -Goidin ....
Sl E- G Qbg Porkriegs-Ob- ligcilioncn, rürf»ablbar 1932
—
-
4
Äef f. Elektr. Untern. . Hamb. Elektr. Werke . . Rhein. Elektr. . . . . Schief. Elektr.......
Schlickert ......
Siemens L Halske . . .
. 10
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153
187.5
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153
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187
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—
_
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4,2v°/g Oeslcrr ich. Silberne .
27
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Trcuwradio..... . ,
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-
125
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_
Labmevcr & Co. ....
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165
164
161
165
4"/o Oesterreich, einbeitl. Rte 4% Ungarische Goldrte . . . 4f/o Ungarische Staotsr. 6.1910
26
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_
26
—
BuberuS . .....
Deutsche Erdöl.....
Essener Steinkohle . . .
. . 0 . .6 . .8
100
136.5
101
138
94
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150
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146
4Va% dcsgl. von 1913 . . .
4% Ungarische Kroncnrte . .
4°/j Tiirk. ^ollanleihc v 1911 4°/o Tnrk. Bagdadbahn-Anl. Serie I......
4°/o desgl. Serie II.....
4° 0 Rumänen convcrt. Rte.
4Vo Rumänen Goldanl. .
24
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13
—
Gelsenkirchener . f. »/, I. 4
Harbcner ... ......8
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Ilse Bergbau........8
147
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—
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Klocknerwerke.........
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Mannesmann .f. >/, I 4
Manscldcr..........7
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13
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Norddeutscher Llohd ... 6
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—
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Deutsche Bank......10
Dislonto-Gesellschast Ant. 10
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Scheidcanstalt ......
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-'03,25
201
Mitteldeutsche Creditbank .9
220 5
216
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219,5
Goldschmidt.......
. .5
119.75
119
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138
137,5
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12
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281
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Zellstoff Aschasfenbura .
10
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4 87
191.5
187
Charlottenburger Wasser
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130,5
134.5
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—
181.5
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Daimler Motoren . . .
0
109,25
110
109
109
Demag........
0
81,5
80 25
Adlerrverke Kleber. . . .
0
100
101
<00,25
100 5
Berlin. 6 Semdr.
Geld
Brief
()-ran;i)ilsche Oioieu......
Holländische Roten......
italienische 9iotcn......
'Jioriucgtfdjc Roten......
Deutsch Ocstcrr-, 5100 Kronen Rumänische Roten......
Schwedische Roten......
Schweizer Roten.......
Cvanischc Roten.......
Tschechoslowakische Roten . .
Ungarische Violen - . .
Devisenmarkt Berlin
16.4 i
168,01
2^.84 ld9,93
59.08
2,67
112.41
80,80
79 66
12,405
73,35
—Frankfur
16.49
168,69
22,94
110,37
59,32
2,59
112,95
81.12
70,74
12,465
73.60
a. M. -n
6. Septbr.
6. Septbr.
Amtliche Geld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld
1 Brief -
Lmst.» Ron
168,30
168,64
168,30
168,64
Buen.-Aire
1,793
1,797
1.795
1,799
Brff-.Antw
08,465
68,58>
68,46
58,58
Christiania
110,13
110,35
110,43
110,65
Kopenhagen
112,4 1
112,65
112,39
112,61
Stockholm .
'12,74
112,96
112,76
112,98
Heliingfors
'0,a74
10,594
10,57
10,59
Italien. .
-2,81
22,85
22,83
22,87
London. . .
0,414
20,45)
20,41
20,45
Reupork . .
1,200
4,208
4,1995
4,2075
Baris. . . .
16,465
16,505
16,4.)
16,49
Schioeiz . .
eü,99
61,15
80.97
01,13
Spanien. .
<0.91
71,05
70,89
71,03
Japan . . .
1.981
1.985
1,981
1,985
Rio de Jan
0,4978
0.4998
u.4975
0,4095
Wien in D->
Lest, abgcst
29,20
59,32
39,21
69,33
Prag ....
12,418
12,466
12,446
12,466
Belgrad . .
7,399
7,413
7,396
7,410
Budapest. .
73.47
<3,61
73,47
73,61
Bulgarien .
2.034
3,0>0
3,0j8
3,044
Lissabon . .
20,36
20.42
20,53
20,57
Danzig. . .
81,40
81,56
81,38
81,54
Konstantin.
2,125
2,129
2,130
2,134
Athen- . .
5,494
5.506
6,514
5,526
Kanada . .
4.191
4.207
4,199
4,207
Uruguay. .
4.196
4.-04
4.176
4.184
Cairo - - -
20.935
20.975
20.935
20.976
...... 8
.......
...... 10
r . . . . . l
Berlin. 6 Septbr.
CjCil)
Brier
Amerikanische Roten.....
Belgische Noten......
Dänische Noten......
Englische Noten.......
4.182
58,31
112.15
20.375
4,2ii2
68,55
112,61
20.455


