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Telegraphische Auszahlung.

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105 25

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Banknoten.

Lombardzinsfuß 7 Prozent.

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eine Woche Gefängnis, dir in 35 Geldstrafe umgewandelt wurden. Dir geklagte war noch unbestraft.

Mk.

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253

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109.5 11J 148 18.)

145

44.5

72

sammenhang ist auch zu nennen die Belastung Deutschlands durch die Nahrungsmitteleinfuhr, die im Durchschnitt der lebten Jahre monat­lich rund 300 Mill. Mark an das Ausland ab­fliehen lieh und die deshalb stark kapi a entziehend bzw. arbeitsmark.c.i:.engend wirkt, auf das Ar­beitsmarktproblein als Dauerzustand also von größtem Einfluß ist.

Zweimal 5 M k. Geldstrafe erhielt ein anderer Fahrer eines Geschäftsmotorrades, weil dieses auf der Straße einen übermäßigen Bauch entwickelt und der Führer seine Auswcis- papiere zu Hause vergessen hatte. Hier wurde unter die sonst übliche Taxe hrruntergeZangen, weil der Angeklagte das Rad für seinen Ge­schäftsherrn gefahren hat und sich in schlechten Verhältnissen befindet.

Ein hiesiger Bäckermeister hatte einen Straf­befehl erhalten, weil sein Lehrling bereits um 3/t7 früh die Brötchen ausge:ragen habe. Die Zeugenaussagen widersprachen sich. Der Ange­klagte war daher freizusprechen.

Wegen Diebstahls einer Damrnuhr stand eine ältere Frau M. S. von G. vor Gericht. Sie wohnt mit der Bestohlenen auf einem Stock­werk. Die Ähr war von der Bestohlenen während des Mittagessens auf einen Tisch im Treppen­haus gelegt worden. Nachher war sie verschwun­den. Die Ähr an einem Lederarmband hatte einen goldenen Reifen. Ein Zeiger war abge­brochen. Genau eine solche Ähr hatte die Ange­klagte Bekannten zweimal zum Kauf angeöoten. Einmal gab sie an, sie habe sie bei der Bestoh­lenen im Garten unterm Schnee grfuadrn. In der Hauptverhandlung leugnete die Angeklagte alles ab. Sie war jedoch überführt. Strafe:

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 2. Sept. Zwei Gießener Straßen­händler hatten regelmäßig Freitags nach Aus­zahlung der Löhne vor den Buderusschen Eisen-- . werken in Lollar ihre Ware verkauft. Der eine benutzte als Ladentisch fein Fahrrad mit aufgeleg­tem Brett, der andere sein Motorrad. Sie waren angezeigt wegen Verstoßes gegen straßenpolizei­liche Bestimmungen und behaupteten, sie störten durch ihre Geschäfte nicht den freien Verkehr. Durch Zeugen wurde das Gegenteil erwiesen. Diele Hunderte von Arbeitern entströmen gleich­zeitig der Fabrik. Es bilden sich größere kauf­lustige Gruppen. Wogen und Autos kommen hinzu. Strafe: je 5 M k. Da das Schwer­gewicht der Verurteilung auf der geschäftlichen Seite liegt, erklärten die Angeklagten, Revision einlegen zu wollen.

Ein Autofahrer, der am 16. Mai d. I. an der Ecke Marburger Straße und Wiesecker Weg mit einem Radfahrer zusammengestoßen war, wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 30 Mk. verurteilt. Der Angeklagte war auf der linken Straßenseite gefahren. Die Verletzungen des Radfahrers sind wieder geheilt.

yubro. t'ocice Nat. Automobil . . Orcnst.stn L Koppel Linke Hofmann . Leonhard 2ici$. . . Bamag-Megnin . ftrantf. Maschinen Gritzner ......

SeDlificiiftacbt . .

gunaoans Leckwcrke. . . Mainlroflwerke Miag .....

Nekarsulmer . .

Peters Union . Gebr. Roeber .

Voigt & Hacsfne.

Südd Zucker

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72

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26.5

105

118

lich, Holzmann plus 2 Proz., dagegen Wahß L Frehtag minus 2,5 Proz. Voigt & Haeffner eröffneten 5 Proz. schweizer. Zwischen der Ver­waltung und der a.st.aufenden Großaktionär­gruppe soll eine Fühlungnahme stattgefunden haben, so daß die Käufe aufhören. I. - G. - Farben lagen 1 Proz. schwächer. Im Verlaufe konnte sich Lic Tendenz auf verstärkte Deckungen Leiter erholen. I.-G. zogen jetzt 2 Prozent an. Die Renten Märkte blieben vernachlässigt und wenig verändert. In der zweiten Dörsen- siunde ließen die Deckungskäufe nach und die Stimmung wurde sehr still. Die Kurserholungen konnten sich jedoch halten. Gegen Schluß erfuhr die Tendenz eine weitere Befestigung. Am Geldmarkt ist Tagesgeld weiter leichter mit 5'/z Proz. Im Devisenverkehr notierten die Reichsmark gegen Kabel 4,2030, gegen London 20,433. Paris gegen London 124,02, Mailand 89,50, Madrid 28,70.

Berliner Börse.

Eigener Drahtberichi des .Gießener Anzeigers*.

Berlin, 7. Sept. Der heutige Börsen­beginn zeigte eine wesentliche Beruhi­gung und ein freundlicheresAussehen, als dec Vormittagsverkehr es annehmen ließ. Die Änsicherheit ist jedoch noch immer vorhan­den. Die Spekulation schritt zu Deckungen, man wollte aber auch auf dem niedrigen Niveau spe- iulative Käufe beobachtet haben. Die Kurs­erholungen betragen 1 bis 4 Prozent, jedoch ist die Kursgestaltung sehr uneinheitlich. Diele Werte waren auch bis 2 Prozent abgeschwächt. Die in den letzten Tagen stark gedrückten Pa­piere, wie Sprit-, Kunstseide- und Zellstoff-Werte sowie Köln-Nenessen konnten ca. 7 Prozent ge­winnen, da hierin eine ziemliche Materialknapp­heit herrschte. Am Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert. Die Rentenmärkte hatten kaum Geschäft aufzuweisen. Im Verlaufe verstärkten sich die Deckungen, so daß sich das Kursniveau um ein weiteres Prozent heben konnte. Glanzstoff und Mitteldeutsche plus 5 Pro­zent.

Frankfurter Getreidebörse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers*.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Im allgemeinen blieb die Stimmung äußerst still. Bei Einkauf von Weizen find die Mühlen sehr vorsichtig und bezahlen vollkommen einwandfreie Ware höchstens mit 27,50 Mk. Roggen ist immer noch nicht beträchtlich angeboten. Mais findet auch zu weiter ermäßigten Preisen kaum Abnehmer. Weizenkleie ist sehr vernachlässigt. Rvggenkleie findet nur zu niedrigeren Preisen Absatz. Cs wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 27,25 bis 27,50 Mk., Roggen (inl.) 24 bis 24,25, Sommer­gerste (für Brauzwecke) 26,50 bis 28, Hafer (inl.) 23 bis 24,25, Hafer (ausl.) 24 bis 25, Mais (gelb) 19, Weizenmehl (inl., Spezial 0) 39,50 bis 40, Roggenmehl 35 bis 35,50, Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,25 bis 13,50 Mk. Ten­denz: Ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 6. Sept. Am Produktenmarkt fehlt: es infolge des gestrigen amerikanischen Feier­tages fast gänzlich an Anregung. Soweit Börsen­material von Äebersee vorlag, waren die Preise ziemlich unverändert, Abschlüsse kamen nur in aller geringstem Än sänge zustande. Im Inland- brotgetreidemarkt hat sich die Situation nicht nennenswert verändert. Weizen ist verschiedent­lich angeboten, aber in der Hauptsache in mitt­leren Qualitäten, während Nachfrage nur für gute Sorten vorhanden ist. Roggen macht sich weiter knapp, die Mühlen sind aber für den laufenden Bedarf anschrtnend versorgt und be­kunden keinen dringenden Begehr. Am Liefe­rungsmarkte war Weizen um etwa 0,50 Mark, Roggen um 0,75 bis 1 Mark im Preise rück­gängig. Mehl hat kleines Konsumgeschäft bei ziemlich unverändertem Preisniveau. Hafer ist in allen Qualitäten reichlich angeboten und hat befriedigendes Geschäft, Gerste hat sich in der Marktlage nicht verändert. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 261 bis. 266, Sept. 276,50 bis 276,75, Okt. 276, Dez. 275,50 (ruhig): RoggcN, märk. 240 bis 244, Sept. 250,75 bis 250,50, Oft. 245,50, Dez. 242 bis 242,50 (ruhig): Sommergerste 220 bis 266; Wintergerste und Futtergerste 206 bis 212 (still): Hafer, märk. 192 bis 210, Sept. 208, Dez. 210 (matter); Mais, La Plata 195 bis 197 (ruhig); Raps 295 bis 305 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 34,50 bis 37,50 (matter); Roggenmehl 32,25 bis 34 (matter); Weizenlleie 15,75 (ruhig); Roggenkleie 15,25 bis 15,50 (ruhig); Viktortaerbsen 44 bis 50; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Rapskuchen 15,80 bis 16,20; Leinkuchen 22,60 bis 23,10; Soyaschrot 20,10 bis 20,60; Kartoffelflocken 23 bis 23,50 Mark.

Kunst und Wissenschaft.

Vom hessischen Landestheater.

Der in Darmstadt im Ruhestande lebende ehemalige Leiter des Hoftheaters (jetzt Landes­theater), Generaldirektor Emil Werner, beging am 6. September sein 60jähriges Büh­nenjubiläum als Schauspieler. Werner war seinerzeit ein sehr geschätzter Charakterspieler. Im Jahre 1894 übernahm er die Leitung des Theaters, die er bis zum Jahre 1911 innehatte. Seitdem ist ein starker Wechsel in der Leitung des Landestheaters eingetreten. Werners Nach­folger waren Dr. Eger, Dr. Krätzer, Loehr, Dr. Dauer, Hartung, Legal und jetzt Ebert. Die acht großen Orchesterkonzerte, die das Landestheater in der kommenden Spiel­zeit veranstaltet, dirigiert Generalmusikdirektor Böhm. Als Solisten wurden verpflichtet: Thea Böhm (Gesang). Alma Moodie, Sascha PoPoff (Violine), Emanuel Feuer mann (Cello), Dorothea Braus, Walter Gieseking (Klavier).

Fünfter Internationaler Kongreß für Vererbungs­wissenschaft.

Vom 11. bis einschließlich 17. September findet in Berlin ein internationaler Ver­erbungskongreß statt, auf dem Vertreter der ver­schiedenen Länder Europas und der Vereinigten Staaten die neuesten Fortschritte der Ver­erbungsforschungen besprechen. Bei der Ausdeh­nung und den so verschiedenen Richtungen dieser Wissenschaft muß in sechs Abteilungen gearbeitet werden: Allgemeine Genetik, Zytologie und Ge­netik, Genetik der Kulturpflanzen, Haustier­genetik, Vererbung beim Menschen, Eugenik. Die offiziellen Vortragssprachen sind Deutsch, Fran­zösisch und Englisch, während die russischen Autoritäten sich meistens der deutschen oder dann der englischen Sprache bedienen. Das Programm ist zu reichhaltig, um Hirt: wiedergegeben zu werden. Die.Landesuniversität Gießen ist durch H. Ära cm er vertreten, der in deutscher und französischer Sprache einen Vortrag über Bei­spiele von Mutationen halten wird.

Glas, sodaß keine Sprünge auftreten, wie sie häufig bei Kraftwagen-, Straßenbahn- und Eisenoahnabteilscheiben vorkommen. Bei Schlag oder Stoß splittert das Glas nicht auseinander, sondern die einzelnen Glasstücke halten fest an der Zelluloidschicht und fallen nicht ab. Das neue Glas wird nicht nur für Fenster, sondern auch für Schutzbrillen in der Schweißtechnik, für Kraft­wagenschutzbrillen, in der chemischen Industrie usw. hergestellt. Besonders wertvoll ist das nichtsplitternde Glas für Schaufenster und Aus- lagekasten von Iuwcl'ergeschäften und dergleichen, da man auch mit einem Diamanten fein Loch hineinschneiden kann. Wohl wird die äußere Glasschicht geritzt, die Zellulvidfchicht verhindert aber, daß die innere Schicht verletzt wird. Selbst beim Zertrümmern des Glases durch einen Schlag entsteht keine Oeffnung, da die Splitter durch die Celluloidschicht fest zusammen gehalten werden. Das nichtsplitternde Glas gewährt also auch einen sehr guten Schutz gegen Einbrecher. Be­zeichnend für die Güte des neuen Glases ist, daß zahlreiche Behörden, insbesondere die Poli­zei, die Verwendung bei ihren Dienstlraftwagrn vorgeschrieben haben, und daß Mussolini nach einem Attentat schleunigst die gewöhnlichen Spie­gelglasscheiben seines Kraftwagens gegen solche aus nichtsplitterndem Glas auswechseln ließ.

Wirtschaft.

Die ArbeitsmarktlQge als Konjunkturerschernung und als Dauerzustand.

Man muß für die Beurteilung der Verhält­nisse auf dem Arbeitsmarkt unterscheiden zwi­schen der durch die Schwankungen der Konjunktur erzeugten vorübergehenden und zwischen der durch die grundsätzliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands (Versailler Vertrag, Dawesbelastung usw.) bedingten dauernden Arbeitslosigkeit. Was die kon­junkturmäßige Verfassung des Arbeitsmarckes an­geht, so ist hier eine Besserung unverkennbar. Die Arbeitslosigkeit beträgt zur Zeit 5 bis 6 Proz. der Arbeitnehmer gegenüber 2 bis 3 Proz. in guten Kvnjunkturpertoden der Vor­kriegszeit. Bei einem Vergleich ist aber nicht zu vergessen die gegenüber der Vorkriegszeit einge- trelene wesentliche Steigerung in der Zahl der arbeitverrichtenden Personen und die Tatsache, daß in der Arbeitslosenstatistik viele Personen geführt iNerde.i, die ir sie überhaupt nicht gehören.

Ein anderes Bild gewinnt man, wenn man das deutsche Arbeitsmarktproblem frei von Kon­junkturschwankungen unter grundsätzlichen Ge­sichtspunkten betrachtet. In diesem Fall ergibt sich sofort die Feststellung^ daß für eine ganze Anzahl Arbeitslose die Arbeitslosigkeit als Dauerzustand angesehen werden muß. So ist z. V. in derselben Zeit, in der die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger von 1,81 Mil­lionen auf 0,67 Mill .gesunken ist, die Zahl der in Krisenfürsorge befindlichen (also der mehr als ein Jahr Arbeitslosen) mit rund 181 000 sich gleichgeblieben; auf je 100 Haus, t Unterstützungs­empfänger der Erwerbslosenfürsorge entfielen Mitte Januar 7,5 Krisenuntcrstützte, Mitte Juli dagegen 36,8; von sämtlichen Erwerbslosen (einschl. Krisenfürsorge) sind zur Zeit nicht we­niger als 53,3 Proz. über 26 Wochen erwerbs­los; genaue Ermittlungen haben ergeben, daß innerhalb des ersten Vierteljahres der Änter- stühungsdauer etwa 50 Proz. der Haupt Unter­stützungsempfänger wieder ausscheiden, im zweiten Quartal dagegen nur rund 26 Proz. und im dritten sogar nur noch 13 Proz. Die Aussicht, von der Arbeitslosigkeit wieder zur Beschäftigung zu kommen, wird also um so geringer, je länger die Arbeitslosigkeit andauert.

Es ist damit zu rechnen, daß bei Herannahen des Winters das Problem der Arbeitslosigkeit, soweit es als Konjunkturerscheinung auftritt, wie­der stärkere Bedeutung gewinnen wird. Die in jedem Herbst zu beobachtende Konjunkturver­schlechterung wird für Deutschland verschärft durch das Reparationsproblem. Die Reparations­zahlungen lassen eine Kapita.'ansammlung nicht aufkommen; was die deutsche Volksgesamtheit sich abspar:, kommt nicht ihr zugute, sondern den Reparationsgläubigern. Dieser Kapitalentzug verschärft jede Schwankung auf dem Arbeits- markt und erschwert jeden Ausgleich, zumal es Deutschland verwehrt wird, durch gesteigerte Aus­fuhr von Arbeitsleistung den Gegenwert für das an das Ausland abzuliefernde Kapital zu schaffen, da die Reparationsgläubiger fürch'en, daß durch Ausfuhr der deutschen Arbeitsleistung auf ihren Märkten Arbeitslosigkeit entstehe. In diesem Zu­

* Deutsche Rentenbank - Kreditan- ft a 11 und M e l i o r a t i o n s k r e d i t e. Unter der UeberschristZinsverbilligung für Bodsn- verbesserungsdarlehen" ist kürzlich ein Auszug aus den Richtlinien für die Verbilligung von Zinssätzen für Bodenverbesserunbsdarlchen veröffentlicht mor­den. Durch diese Veröffentlichung ist in den beteilig­ten Kreisen, insbesondere bei den Interessenten für Meliorationskredite, vielfach die irrige Ausfassun'g entstanden, die Deutsche - Rentenbank - Kreditanstalt sei schon jetzt bereit Meliorationsdarlehen Zu ge­währen. Diese Ansicht ist nicht zutreffend. Die An­träge auf Zinsverbilligung sind den örtlichen Be­hörden der Länder einzureichen, und diese leiten den Antrag an das Reichsministsriuin für Ernäh­rung und Landwirtschaft. In dem Kreditanträge ist eine Kreditanstalt zu bezeichnen (in erster Linie öffentlich-rechtliche), die den Meliorationskredit selbst zu gewähren bereit ist, c. ., wenn dies nicht der Fall, doch die Vermittlung des Kredites übernehmen will. Erst wenn die Kreditanträge auf diese Weise geprüft sind, und wenn die erforderlichen Kredit­beträge von den örtlichen vorbezeichneten Kreditan­stalten nicht aufgebracht werden können, tritt die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt in Aktion, um die erforderlichen Mittel im Anleihewege zu beschaffen. Es hat also keinen Zweck, Kreditanträge an die An­stalt direkt zu richten.

* Deutsche Petroleum A.-G. Die Ge­neralversammlung der Deutschen Petroleum A.-G. genehmigte die Bilanz bis auf acht Stimmenthal­tungen gegen 7000 Stimmen, deren Vertreter Protest zu Protokoll gaben. Der Gewinn von 548 604 Mk. wird vorgetragen. Einige Aktionäre bemängelten, daß die Bilanz der Olex G. m. b. H. nicht vorläge. Die Verwaltung erwiderte, die Bilanz der Olex G. in. b. H. liege noch nicht vor. Nähere Auskünfte über den Stand der Olex könnten wegen des Konkurrenzkampfes in der Teerindustrie nicht gemacht werden. Der gegen­wärtige Geschäftsgang lasse nichts zu wünschen übrig, lieber die Aussichten könne infolge des drohenden Preiskampfes in der Teerindustrie schwer etwas gesagt werden.

* Internationale Drahtgemein- schäft. In Karlsbad haben am Montag und Dienstag Verhandlungen unter den beteiligten Ländergruppen, nämlich Deutschland, Belgien, Holland und der Tschechoslowakei, stattgefunden, bei welchen in der Hauptsache innere Drrwal- tungsangelegenheiten zur Sprache gekommen sind, die zu einer vollen Äebereinstimmung aller Be­teiligten geführt haben. Abgesehen von kleineren Preisverschiebungen wurde die Beibehaltung der Verkaufspreise beschlossen und die Bedingungen unverändert festgesetzt. Verschiedene geringfügi­gere Veränderungen der Beteiligungen wurden genehmigt und die Regelung einzelner Ansprüche verschoben. Besonders zum Ausdruck kam der feste Willen zur Aufrechterhaltung und Erweiterung der seit Jahresfrist bestehenden und bewährten. Gemeinschaft.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers''.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Tendenz: über­wiegend etwas erholt. Die Börse eröffnete wieder in lustloser und unsicherer Haltung. Das Geschäft blieb klein bei wenig veränderten Kur­sen, da weiterhin verstimmte, daß von den Groß­banken keinerlei Interventionsmaßna'hm.en er­griffen worden waren, ferner daß von der In­dustrie größere Effektenverkäufe zu Geldbeschaf­fungszwecken vorgenommen worden sein sollen. Gleich nach Börsenbeginn konnte sich dir Stim­mung jedoch etwas erholen, da die Speku­lation, die in den letzten Tagen diel Material vorgegeben hat, zu Deckungen schritt. Das Publi­kum blieb jedoch dem Markte weiter fern, immer­hin scheinen aber die starken Abgaben aus der Provinz und namentlich aus dem Rheinlande aufgehört zu haben. Eine gewisse Anregung, namentlich für Montanwerte, bet die Frei­gabe der westfälischen Provinzialstraßen für die Gasfernversorgung, ferner die näheren Einzel­heiten zum großen Berliner Wohnungsbau­projekt, die jetzt bekannt geworden sind, wenn auch der Emissionskurs der 30-Millionen- Dollar-Anleihe noch nicht angegeben wurde. Bei Festsetzung der ersten Kurse zeigten sich daher für die Mehrzahl der Montanwerte, Elektropap ier . Zellstoff- und Autr­aktier. kleine Kurse.Holungen von 0,5 bis 2,5 Prozent. Bankaktie n blieben überwiegend nur knapp behauptet. Bauwerke uneinheit­

Kurszettel der Berliner und Franks urter Börse

®ie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Pr

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurta.lv!

Berlin

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Datum:

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Datum:

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Sl E- G Qbg Porkriegs-Ob- ligcilioncn, rürf»ablbar 1932

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Äef f. Elektr. Untern. . Hamb. Elektr. Werke . . Rhein. Elektr. . . . . Schief. Elektr.......

Schlickert ......

Siemens L Halske . . .

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Mitteldeutsche Creditbank .9

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101

<00,25

100 5

Berlin. 6 Semdr.

Geld

Brief

()-ran;i)ilsche Oioieu......

Holländische Roten......

italienische 9iotcn......

'Jioriucgtfdjc Roten......

Deutsch Ocstcrr-, 5100 Kronen Rumänische Roten......

Schwedische Roten......

Schweizer Roten.......

Cvanischc Roten.......

Tschechoslowakische Roten . .

Ungarische Violen - . .

Devisenmarkt Berlin

16.4 i

168,01

2^.84 ld9,93

59.08

2,67

112.41

80,80

79 66

12,405

73,35

Frankfur

16.49

168,69

22,94

110,37

59,32

2,59

112,95

81.12

70,74

12,465

73.60

a. M. -n

6. Septbr.

6. Septbr.

Amtliche Geld

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld

1 Brief -

Lmst.» Ron

168,30

168,64

168,30

168,64

Buen.-Aire

1,793

1,797

1.795

1,799

Brff-.Antw

08,465

68,58>

68,46

58,58

Christiania

110,13

110,35

110,43

110,65

Kopenhagen

112,4 1

112,65

112,39

112,61

Stockholm .

'12,74

112,96

112,76

112,98

Heliingfors

'0,a74

10,594

10,57

10,59

Italien. .

-2,81

22,85

22,83

22,87

London. . .

0,414

20,45)

20,41

20,45

Reupork . .

1,200

4,208

4,1995

4,2075

Baris. . . .

16,465

16,505

16,4.)

16,49

Schioeiz . .

eü,99

61,15

80.97

01,13

Spanien. .

<0.91

71,05

70,89

71,03

Japan . . .

1.981

1.985

1,981

1,985

Rio de Jan

0,4978

0.4998

u.4975

0,4095

Wien in D->

Lest, abgcst

29,20

59,32

39,21

69,33

Prag ....

12,418

12,466

12,446

12,466

Belgrad . .

7,399

7,413

7,396

7,410

Budapest. .

73.47

<3,61

73,47

73,61

Bulgarien .

2.034

3,0>0

3,0j8

3,044

Lissabon . .

20,36

20.42

20,53

20,57

Danzig. . .

81,40

81,56

81,38

81,54

Konstantin.

2,125

2,129

2,130

2,134

Athen- . .

5,494

5.506

6,514

5,526

Kanada . .

4.191

4.207

4,199

4,207

Uruguay. .

4.196

4.-04

4.176

4.184

Cairo - - -

20.935

20.975

20.935

20.976

...... 8

.......

...... 10

r . . . . . l

Berlin. 6 Septbr.

CjCil)

Brier

Amerikanische Roten.....

Belgische Noten......

Dänische Noten......

Englische Noten.......

4.182

58,31

112.15

20.375

4,2ii2

68,55

112,61

20.455