kunstwissenschaftliche Institut. Übenb* wird ein Feil essen in den ctabifälen veranstaltet. Da bei der Be 'chrSnkthett des Raumes nur ein Teil der Festteil nehmer den Veranstaltungen dieses Tage« beiwohnen können sind daneben künstlerische Xkr- aifttaltungen größeren Stiles, eine Theaterous luhrung und Symphonie Kontert geplant #im Bonn tag. dem 31. Juli, findet um 11 Uhr in der (jeftpalk ein zweiter Festakt statt, der mit der Festrede ind den (Ehrenpromotionen ausgrftilll wird. Für den Nachmittag sind ein Festzug und ein Volksfest auf dem Schloßbrrg acvlant. tim Hbr.ib wird ein Festtammers In der Festhalle den oft. ziellen Teil der Jubiläumsfeier ablchließen Für die 2uartierbeschaffung hat das unter der x.'ei- unq oon Pros, i) aepke sichende Duartleraml 'chaii weitgehende Dorbereitungen c.ciroffen. Es wird in kurzer Zeit auch in (Hieben ein: N e benftelle errichten. Es sind bereis Schritte gc- an, um auch in (Biegen eine möglichst grobe An- zahl oon Wohnungen frei zu bekommen, tluch ba» platte Uenb, insbesondere die Ärei|e Marburg tirchhr.in und Biedenkopf, sollen in weitestgehendem Maße zur Unterbringung von (Haften herangezogen werden. Besondere Fahrtnerbindungen, namentlich *■' 51 ra AÜ g e zwischen (Sieben und Marburg, wer den für die beschleunigte -f)eranbef6rbenihg der He-
ni-rgebrachten Gäste Sorge tragen
ich Marburg, 5. März. Dem Marburger Universitätsbund brachte das vergangene Jahr wieder einen gröberen Zuwachs an Mitgliedern. Arn 1. Januar 1927 wurden 292 4 Mit- «lieber gezählt, gegenüber 2*07 vom 1. Januar 1926. Die einzelnen Bundeegruppen sind hieran wie tolat beteilig!: Marburg 328, Raffel 312, Essen und Induftriebezirk 196, Berlin 157, Höchst 137, Donau 128, Wiesbaden 107, Eorbach PU, Hamburg R7, Frankfurt a M. 75, Hersfeld 61, Fulda 45, Hvsgei». mar 29, Melsunaen 27, Schmalkalden 25, Eschwege 24, Hannover 20, Wilhelmshasen Nüstriaaen 13 (neuk Für das Jahr 1927 haben 61« und Stimme im '^erroaltungerai: Marburg, Kastel, Essen. Berlin Höchst, Hanau, Wiesbaden und Corbuch
Aus -er Provinztaihauplsta-t.
Gießen, den 7. Mörz 1927
<Bo!listrauertag und (Eoang. Landeskirche.
Das Evangelische Landcskirchcn- Jffll gibt bekannt , öine reichSgesehlichr Ae- gdung de- Dolk-trauertags, wie sie im vergangenen Jahre in Aussicht zu stehen schien, ist ausgebliekxm. Auch eine Regelung für das Uanb Heilen scheint nicht beabsichtigt zu sein. Eine allgemeine Feier de- Dolk-trauertags anzuordnen hat auch die evangelische Kirche um so weniger eine Veranlassung, al- sie in ihrem toten- fonntag nach seiner geschichtlichen Entstehung und nach seiner 'Derlung im evangelischen Ehrisien- r*nlf den Bvlk-traucrlag" schon hat. Trotzdem will da- Landeskirchenamt nicht - da« gegen erinnern, wenn dort, wo in der Gemeinde ein Verlangen oder Vedürkni- nach Feier de- Dolk-traucrtag- besteht und der Äir- chenvorftand sich damit einverstanden erklärt, eine kirchliche Feier des Dolk-trauer- tag-, wie im vorigen Jahre stattsindet. und wenn sich der Pfarrer auch der Mitwirkung an sonstigen Feiern de- Tage- nicht entzieht. Doch sollen die Geistlichen ihre Mitwirkung davon abhängig machen, daß in der Gemeinde alle Veranstaltungen, die dem S rn st und der Würde de- Tage- widersprechen. am Tage selbst wie am Vorabend unterbleiben.
" Hut zweimalige Abführung der Lohn st euer vom April ab. Die vom Arbeitslohn einbehaltenen Steuerabzug^beträge sind für Lohnzahlungen, die nach dem 51. März 1927 bewirkt werden, durch eine Verordnung de- Veich-sinonzministcrs vom 19. Februar 1927 nur noch zweimal monatlich abzusühren. und zwar tür Lohnzahlungen in her Zeit vom 1. bi- 15. eine- RalendermonalS bi- zum 20. und für Lohnzahlungen in der Zeil vom 16. bi- zum Schlüsse .ine- RalendennonalS bi- zum 5. de» folgenden .stalendermonot- Entsprechendes gilt für die Arbeitgeber. die ben Steuerabzug durch öinflcbm und (Snltocdung von ©tcuermatten voniehmen.
Märtyrer der Liebe.
Roman von I. Schneide"-Aorstl.
17 Fortsetzung Nachdruck verboten
Wenn er frei fein wollte von ihr, bau brauchte er es fa nur zu sagen!
'Hur au sagen?
Ihr lob würde es fein. Was war sie im Leben ohne ihn? — Es konnte ja nicht wahr fein, was der Vater oon der Liebe gesagt hatte. — Plunder! — Nein! — Ihre Liebe war nicht Plunder, die war wie die Berge ihrer Heimat, wie Arber und Rachel, so fest gegründet, war wie die Seen zu deren Füßen, jo tief, dah niemand sie ermessen konnte. Die würde alles überdauern, wie die Tannen, die da über ihr rauschten. In Stürmen würde sie mannhaft stehen, und ganz stille sein, wenn er ihrer nicht bedurfte. Und seine Liebe? Ihr Traum! — Das dunkle Tor! — Die kalte, feuchte Hand, die nach ihr griff! — ■tun fiel es wieder mH allen Schrecken über sie her. Warum sollten Träume nicht Wahrheit sefti können. Jßarner! Mahner! Wo sollte sie Rat holen? — Was nützt aller Rat. wo sie doch immer roiebet lieben muhte? —
Eine helle Kinderstimmc klang vom anderen User herüber. Ein weihes Kleidchen schimmerte. Zwei mutte Füßchen patschten ins Wasser, fprangen be- benbe von Stein zu Stein wie ein Eichkätzchen auf oem List, so sicher traten die kleinen Zehen auf.
Das niedliche Persönchen hüpfte eben an der -teile heraus, wo Elisabeth stand.
„Du? Annemarie?' sagte die Baronesic ?r staunt, und blickte freundlich in das glühende Gesichtchen der Kleinen, die ihr etwas verlegen die Hand reichte.
JEßo willst du denn hin?" frag sie und tupfte 'bm mit dem Taschentuch den Schweis, von der rot- ;iebrannien Kinderstirne.
,^u Herrn Doktor Reichmann!"
.-Zu wem?"
,Lu Herrn Doktor Reichtnann!"
-Ver ist ja bei deinem Papa!"
~3a.“ nickte die Kleine. „Wer ich habe dem Herrn Doftor etwas ,zu sagen, das sonst niemand wissen darf! Ich will warten, bis fern Wogen hier üoriiberfommt, bann winke ich ihm'"
** Verbesserte Beleuchtung in der Stadtktrche. Durch Verdoppelung der .‘ter,en» stärke der Leuchtkörper an dei. großen Lüstern 'n der Stakstk.rchc ift eine \i rang der kikchenbeleuchtuna erzielt worden Auf der Empore trurben dte noch von der Gasbrftuch- tung stammender. Milchgla-kugeln durch Schalen erftht und ebenlalll O e Kerzer tärke der bärtigen Leus tkbrprr wesentlich erhöht. Die neue Vc- leuchtnng ti irb ftcherl.ch die adgemeirc Juhtin- mung der Kirchendeft-cher finden, im delonderer. werden d.e alten Leute damit lehr zufrieden fein.
” Hut noch vierteljährliche Vorauszahlungen a u f d i e Umfaß ft euer. Aus die Anträge de- Hanfa-Bunbe» lfir Gewerbe Handel und Industrie hat der VeichS- linanimlnlRfr in einem Erlaß vom 19 Februar 1927 bestimmt bah mit Wirkung von dem mit dem 1. Avril 1927 beaint.enden Kalenderviertrk- jahr ab von monatlichen Voranmeldungen und monatlichen Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer obgeleben wirb. Daher haben die Monats- zahler noch am 10. März »durch besondere Anweisung verlängert bis zum 15.) und 10 Apr.l 1927 (kommt jetzt erft) monatliche Voraus zah- fungen zu leisten und zu dem gleichen Zeitpunkt Voranmeldungen -rbzugeben Späterhin haben alle ilmfabfleüerpflicijtigen vierteljährlich - erstmalig zum 10. Juli 1923 Voranmel- düngen für das jeweils torangegangene Vierteljahr abzugeben und entsprechende Vorau-zahlun- gen zu leisten. Verzugszinsen werden nicht erhoben, wenn Voranmeldungen und Vorauszahlungen bie einschließlich zum 15. des 5älllg- keilsmonats also bi- einschließlich 15. Januar. 15. April, 15. duli und 15. Oktober beim Finanzamt eingeben.
•e Ausstellung der Mädchen - Fort 61(bUII18fÄtiIe, (Biehen. Man bericht ' uns: Die Frau Rektorin unserer Gießener Mädchen- Fortbilbimgvschule hatte zu einer Ausstellung ein- gefabelt, in her dic Lehrerinnen in sorgfältig aus. gesuchter Zusammenfassung ein Bild alles teilen zu neben versuchten, was diese Schule auf allen in Frage kommenden Gebieten erreicht. Wer weiß, mit welchen Widerständen zuerst hat gearbeitet werden müssen, wer weih, wie groß auch heute noch die Verständnislosigkeit, günstigen Falles die Gleichgültigkeit weiter Kieise für die Arbeit dieser Schule ist, wie unzureichend die Räume (sie sollen ja nun auch baldmöglichst neu erstehen!) für den ganzen Betrieb sind, der wird mit Staunen und Bewunderung vor den glänzenden Resultaten gestanden habsn. Richt nur, bah so viel gelehrt wird, was der künftigen Hausfrau und Mutter, ganz besonders wenn sie mit geringen Mitteln wirtschaften soll — wie unsere jungen Leute ja nun wohl alle — un- c.idlich wertvoll fein wird. Auch die Erziehung zur t'rbnung und Sauberkeit — ich erinnere an die vorbildlich geputzten Töpfe, Kessel, Bürsten — ist gar nicht hoch genug einzufchatzen. Was schon die ersten Jahrgänge im Flicken, Stopfen, Nähen leisten, wie sich diese Anfangsarbeit oeiooUfommnet und zur S'rad)arbett wird, wie appetitlich und kunstvoll die uche sie barfteUtc. Das alles hat uns mit Freude und Bewunderung erfüllt. Hier, so muhten wir uns sagen, wird in bescheidener Stille eine Arbeit geleistet, deren Segen die kommende Generation emo- finden muß. Dir können diesen Lehrerinnen, die, aller Verständnislosigkeit zum Trotz, so pflichttreu in ihren Zielen beharrt und die Sache so weit gebracht haben, nicht dankbar genug sein! Mögen sie alle nnb an ihrer Spitze die Frau Rektorin Weitzel doch immer mehr jenem Verständnis begegnen, das die Arbeit auch für sie selbst zu einer ganz erfreulichen machen kann. Mögen Lehrmeister und Hausfrauen, die ja in erster Linie die Unbequemlichkeiten der Psllchtfortbildung zu tragen haben, doch Immer dessen eingedenk fein, daß die Jugend nicht um un- icrlwillen da ist, sondern wir um der Jugend willen, und daß wir Opfer zu bringen haben um der Zu- tunfl unseres Volkes willen. 5. D.
** Warnung vor der Wahl des Theaterberufs. Der Kartellverband Deutscher Bühnenangehöriger bat mit großem Bedauern sestgestelft. daß der Zulauf zum Theaterberaf in immer größerem Umfange erfolgt, während die Möglichkeit, Bühnenangestellte in Theaterbetrieben unterzudringen, immer geringer wird. Die Anzahl der arbeitslosen Bühnenmitgüeder steigt in erschreckendem Maße. Andererseits werden alljährlich immer mehr Schauspieler ausgebildet. Es ist völlig ausgeschlossen, daß diese vielen Anfänger bei den Theaterunternehmungen untergebracht wer. den können. Diese Umstände ocranlaffcn den Rar testverband, an alle Eltern, an die Lehrkörper aller
„Dari ich dein Geheimnis nicht wissen, kleine Annemarie?"
„Nein."
, Aber ich bin Doktor Reichmanns Braut und morgen seine Frau, vielleicht kannst du es mir doch anvertrauen. Ich werde es ihm berichten ganz genau so, wie du es mir mittcuft."
Annemarie überlegte einen langen Augenblick. Dann iah sie mit ihrem großen, reinen Kinderblick zu Elisabeth auf.
..Mama hat gestern abend den Herrn Doktor Rcichmann geküßt — oft geküßt, — ich habe e» geleben. Ich möchte ihn bitten, daß er Mama sagt, daß sie das nicht mehr tun darf. Papa wäre gewiß sehr traurig, menn er es wüßte. Papa soll aber nicht traurig sein. Wollen Sie dem Herrn Doktor Reichmann das jagen, und einen Gruß von mir, daß ich ihn recht, recht bitten laste?"
Elisabeth starrte das Kind ncrständnislos an. Annemarie konnte unmöglich recht gelegen haben. Das war ein anderer gewesen, den ihre Mutter geküßt hatte. Sie sagte ihr das in lieben Dorten, aber die Kleine fchutteltc den Kopf. Rein, es war ichon Herr Doktor Reichmann gewesen, sie kannte ihn ja gut er war früher öfters gekommen, wenn sie ober Mama krank gelegen hatten
„Nicht wahr. Sic jagen es ihm!" bat sie dringend. ,Lch muh beim, sonst sorgt sich Papa wieder."
Elisabeth nickte -bwesend und starrte dann unverwandt dem Kinde nach, welches den gleichen Wea über den Fluß wieder zurücknahm.
Der Stamm der Weiß tonne neben ttr bot ihr keinen Haft. Keine Träne fiel mehr aus den Augen. Sie waren ganz trocken und brannten wie im Feuer. Rach dem Herzen tastend, wundert« sie sich, daß cs noch schlug. — Wozu*— Für wen denn? — Wer verlangte noch, daß es ihm gehörte? Der, für den e* geschlagen, lieble eine anbere. Wae er ihr an Liebe gegeben, waren mir Absallbrocken gewesen. Betllcralmoien! Gaben der Laune? Zeitvertreib! — Und sie hatte geglaubt, — ach, was hatte sie denn geglaubt? Was Barer und Hanna tagten0 Nein, nur das, was er gesagt hatte, was sie 'elbft geträumt und gewünscht. Daher auch fein barsches Wesen.' Sein Schweigen heute! Er hatte ihre Gegenwart im Waaen als eine Belästigung empfunden und e- sie merken lassen. Wie konnte sie wisien. daß ihre Person ihm störend war?
Schulen und an die Verafsberadmgsftcllen bie dringende Bitte zu rid^rn. alle Iugendiicde auf das ein dringlichst« vor der (Ergreifung de» THeaierderufe» zu warr.cn. Es ift P'licht aller für die veniisbera tung perantmortlidxn Grellen, darauf hinzu weifen, daß em großer P.ozentfatz der sich ium Kähnen- beru’ drängenden Personen notwendig der Der- elendung anheim lallen muß und daß nur Leichtfertigkeit ober volle Berkennung der beteiligen Tbettkroerhälmisie dapi führen könne, bm Idealer- beruf zu ergreifen
•• Auftrieb a _i i dem bcuiigen Frankfurter S ch 1 a ch t vi eh m a rl I 396 Ochfen. 57 Dullen 591 Nähe. 314 Wden 440 «älter 72 Schale 53?? Schwcinc
Oberhesten.
‘Beginn der Segelflüge im Vogelsberg
WSR. Schotten, 5. Mar^ Dur Segel- fl ö a j e u g .Roßbach" der Fliegergrupp, am Polytechnikum Friedberg wurde vor aeftern hier ausgeladen, zust»mmeng«fetzt tinb von den jungen Fliegern dem Hoheiodskopj transportiert Das (Belänbe wird von den Fliegern für sehr günstig gehalten. S» besteht die Absicht, auf dem Hoherodskopi eine Flugzeughalle zu bauen, zur Unterbringung der vier Maschinen, die bi» Herbst erbaut werden sollen. (Befiem konnten bei günstigem Wind Ne ersten SegelH'rgoerfuctx ge macht werden, die gut gelungen sind. Die Flieger- gruppe wird uorläufig vier Wochen dort oben bleiern
^nnöficie lyrcftc»
00 Klein-Linden, 8. März. Bli der jung sten cherneinderatsfitzung waren Baurot Schneider und Lrchiieks Völker von (»ließen anwesend, um mit dem Derneindevorfiand über die FestsetzungundErweiterungdesOrts bau pinnet zu beraten. Es wurde verschiedenen Abänderungen zugestimmt, die im Entwurf alsbald eingetragen werden. Das Genehmigungsverfahren soll clngelcitet und eine neue Ortsbaulatzung ausgestellt werden Mit der Ausstellung des Entwurfs wurde dos flreiabauamt Gießen beauftragt. Zum Punkt: Errichtung de» Kriegerdenk mal» wurde 23crtagunß beschloffen, da der Denk rnalsausfchuß in der Sitzung nicht vertreten war. Rach Erledigung verschiedener Baugciuche beschäftigte man sich mit der Regelung der Stan desarntsgebiidren. Seit April vorigen Jahres stießen die Gebühren in die Gernelndekassc, der diensttuende Standesbeamte, zur Zeit der Bürger meister, erhalt eine jährliche ülergütung von 100 Mk. Ein früherer Beichluß, für die außerhalb der Dienst- stunden vorgenommenen Trauungen außer brr gewöhnlichen Gebühr auch noch 1Ö Mk. zu erheben, soll für das Rcchnungssahr 1926 nichi d'.irchgesührt werden. Für Trauungen werden zukünftig Freitag und Samelagnadimittaa von 6 bis 7 Uhr Dienst- stunden eingelegt. Werden bic Dlenftftunben ober nicht eingehalten, so wird von dem Rechnungs- jahr 19z7 ab eine außerordentliche Gebühr von 10 Mk. für jede Trauung erhoben. — Zur A b • lSsungderMarkanleihenfürGemeln- den und Gemeindeverbände beschloß der Gemeinderal, angemeldete und anerkannte Darlehen mit 12) Prozent auszuwerlen. Die tigung geschieht in 30 Jahresraten
T Oppenrod, 3. März. Die ä l test s Frau unseres Dorfes, Frau Henriette Dender, feiert am Dienstag, 8. Mörz, in ftltencr geistiger und körperlicher Frische ihren 8 8. Geburtstag. Sie hat bis in ihr hohes Greisenalter hinein ihren gefunden Humor behalten. In ihrem Alter wird sie nur übertroffen von einem einzigen Manne, Wilhelm Arnold, der einige Monate vor ihr geboren ist.
D 2 i ch 5. März. Die durch ihre guten Zuchterfolge bekannte Ortsgruppe Lich de- KreiLziegenzuchtvereinS hielt dieser Tage in der Laiww:rtschaftlichen Schule dahter ihre diesjährige Generalversammlung ab. Durch'den Wegzug deS bisherigen Vorsitzenden, Landwirtschastsrat Dr. König, war eine Veu- wahl deS Dorstandeö notwendig-, es wurden aewählt: zum 1. Vorsitzenden Landwlirt'chafts- assessor Ernst Otto Pastor, zum 2. Vorsitzenden Jost Wagner, zum Rechner und Schriftführer Og. Schäfer, zu Beisitzern Ioh. S t ei n. Briefträger Lerch und Schuldiener Lechens Der Vereinsbeitrag beträgt monatlich 25 Pfennig. Vach Erledigung de- geschäftlichen Teils hielt der
neugewähltc Vorsitzende Herr Pastor etnen Vortrag übet .Lämmerau!zücht" 3m Laufe deck TWonatij Apn! loll eine weitere Versammlung haust 'den. zu der auch Gäste zuaelassen find.
— eberftabt 6. März. Auf ?lnrrciunp de» 2. Äauverweters Reba kl en r st Schneider (Butz- bachl, wurde 1911 hier ein Turnverein gegründet. der infolge de» Äricge» aber bald seine vielver- 7angken i:-iew rin Irlltn muhk vor mehreren Jahren ist der junge Verein wieder neu aufgelebt um unitr guter Letmna sich bald zu den angclcbenften Uaudvereinen de» Gaue» Hesien em- ehrer Löffler vor allem nahm sich de» Verein» .inb inner Arbeit an. Für da» Streben, ba» im Verein herr'chi. jpricht auch die Tatsache, daß er e» al» kleiner Land verein wagt, eine Turne- rinnenabtellunq ;u l eprünben Um für den Gedanken be» Frauenlurncn» zu werben hatte man gestern einen Teil brr lurnrrinnenabtetlung de» Turn- und Sportverein» Butzbach zu einem Schauturnen eingelnben linier lurn man Del tschmldt begrüßte d,e Gasie und sprach über den Werl de» Turnen» im allgemeinen und de» Frauenturnens im besonderen in überzeugender Weife. Die Bunbacher Turnerinnen zeigten unter Leitung ihre» nraurnturnmart« WeIckhard in methodischem Aufbau das deutsche Frauenturnen in seiner ganzen Vielgestaltigkeit Lockernngsübimgen, Frei-. Stab-, Handgeräte- und Geräteübungen wechselten in flotter Folge mit den Darbietungen von anmutigen Reigen und rhythmischen Ufbunacn. Der 2. Gauvertreter, Redakteur S <hneider iBuubach), sprach in begeisterten Worten «eine Freude über die Rührigkeit de» gut geleiteten Perein» au» und rief die sehr zahlreich anwesende Gemeinde Um Unter ftünung her edlen Tumlathe an. Die Turner «ad Schüler des diesigen ’Z-erein» zeigten unter Leitung der Turnwarte R e i i s ch m i d t und Welfe! schönes turnerflches Können. Die ganze Deranftaltung hielt sich auf beachtenswerter Höbe unb hintersten einen trefstichen Eindruck.
Hrcis Büdinstcn.
o Nidda, 5. Marz. Nachdem bas hiesige L a n d w i r t f dj a f t » a m t vor einiger Zeit einen Vortrag über Schweinemast gehalten holte, mürbe von verschied en« n Seiten ein weiterer Vortrag über Fütterung aller Haustiere gewünscht. Diesen Wünschen wird da» Landwirlsthastsami weitgehend entsprechen und nun einen Fiitierungekursus abhoften. Die Teilnahme ist kostenlos. E» sollen Vorträge über allgemeine und spezielle Fütterungssragen gehalten werden. Um erfolgreich derartige Berechnungen durchzuführen, kann die Zahl der Kurfusteilnehmer nur etwa 35 befragen.
Xrcie -Nvfeld.
Alsfeld, 5 März. Der Haffiabczirk Alsfeld begeht in diesem Jahre, am 16. und 17. 3uli. die Feier seines 50jährigen Ve- e he n s. An der Feier nehmen die 42 Vereine des Vezirls teil, ferner werden die Vereine der benachbarten Bezirke, sowohl der oberhefti- schen lr>k der preustischen, zur Jubelfeier deS Bezirks, mit der gleichzeitig das Bezirks- krieyerfest verbunden El, einaeladen. Sskann mit einer Tellnehmerzahl vvst drei- bis viertausend Personen gerechnet werden Der Veteranen- und Kriegerverein Alsfeld hat di« Ausrichtung des Festet übernommen.
Starkenburg.
• Darmstadt, 6. März. Der ehemalige hessifch« Minister deS Innern Fritz von Hom- bergt z u Dach feiert heute feinen 70. Geburtstag. Er entstammt einer hessischen Ossi- zierSfamilte! sein Vater Ist als Hauptmann 1870 bei Gravelotte gefallen. Bach seinem juristischen Studium trat F. von Hombergk in den hessischen Staat-bienst und war m seiner Deamtenlausdahn an den KreiSämtern in Schotten. Worin-, Alzey und Offenbach tätig. 1908 wurde er Pro- vinzialdirekior von Ahelnhessen In Maiiu. feit 1910 bis zur Staatsumwälzung war er Minister des Innern und Bevollmächtigter beim Bundesrat. In allen Stellungen, die Minister von Hom- vergk im Staatsdienst bekleidete, hat er sich als ein ausgezeichneter Beamter bewährt. Dem Jubilar wurden zahlreiche Ehrungen bereitet
Preußen.
Ärtie Wetzlar.
WSN. Wetzlar, 6. März. Die Industrie - «nb Handelskanimer Wetzlar wählte an Stell« be? oerftorbentn ®en«ralmrcftors Dr h. c.
Aber wenn er sie nicht liebte, warum machte er sie dann morgen zu feiner Frau? Weil er die ander« nicht hoben tonnt«, kombinierte sie, weil die andere bereits gebunden war. Nur deshalb' Sonst hätte er sie längst fallen gelasien!
Ihre Wangen glühten in verzehrender Scham. Der Schn-erz kroch in ihr hoch. Sie wimmerte oul. Verstecken können. Die Demütigung war zu groß. Womit hotte sic diesen Schimpf verdient, daß sie au» Mitleid, vielleicht nur au» Trotz genommen wurde.
Unter ihren Füßen spritzte das Wasser au*. Sie nahm den gleichen Weg. den Annemarie gekommen war. Aus der anderen Seite hetzte sie weiser in den Wald hinauf, strauchelte und blieb reglos liegen, das Gesicht ins Moos gedrückt.
Von fernher klang ein Hupensignal. Sein Drei- klang.
cie schrak auf und netzt« den Hang hinunter. Da sah sie ihn den gleichra Weg ko:nmen, den sic oorher oon Regendach herabgesangen war. Er erblickte sie, blieb stehen und winkt« mit dem Hut. Sie ocrahnete und sah unverwandt zu ihm hinüber, iah, wie er den ftopf wieder bedeckte und bann beide Arme nach ihr ousdreftetc. Aber sie rührte sich nicht.
vielleicht haften kurz zuvor Nellas Lippen ihn geküßt, und nun drückte er seinen Mund wieder auf den ihren. New, siie wollte nicht. Lieber mit dem Vater betteln gehen.
„Soll ich dich holen?" klang jein« Stimme über das Wasser.
Denn sie nun fiele, immer den Hochwald hinaus, dah er sie nicht mehr sand. Sie hafte einen große» vorsprang. Aber es erschien ihr lächerlich kindisch, die flucht zu ergreifen. Ausfprecher. wollte sie sictt mit ihm. Wisien wollte fie, ob er sie iretgab
von Stein zu Stein iprifitc das Master auf. Sie fprang fo leichtfüßig wie Annemarie. Nur ehe sic den ktjten Schritt wagte, hielt sie für eine kurze Minute inne. Sie übersah seine Hand, die sich ihr entgegenstreckte. Kaum yot-« sie jedoch den weichen Dalddoden unter den Füßen, legte er den Arm um fie.
Sie machte sich noch schlanker, schmaler, um iein«m Körper nicht zu nah« zu fein. Ein eigenes Riefeln burebftrömte fie, sic fühlte, baß fie feinen
Mut mehr hatte, daß sie ihn nie uvrgcffcn könnte, nie baffen — immer nur lieben.
„®o bist du gewesen?" frag «r. .Hast du dich gelangweilt? Bin ich nicht rasch gvkommen?"
„Ja, rasch war er gekommen — und doch zu spät, um den Schlag, der sie getroffen hatte, abfluhalten. —
»Wer ist bei Renkell krank?^ Warum konnte sie sich nicht besser verstellen! Cs wollte alle» gelernt jein. Ihre Stimme hatte ganz brüchig geklungen.
Er horchte auf.
„Niemand," sagte er gleichmütig. „(Ein Buch. Halter hat «Inen Schlaganfall erlitten. Cs gehl ihm achenlltch."
"Hast du Frau Renkell gesehen?"
„Nein!" sagte er erstaunt.
Sie sah ihn an. (Er erschrak oor diesem leeren Blick. Ga» mar norgefallen?
-.3ft jemand bei dir gewesen?" erkundigte er sich unsicher
„Nur Annemarie!"
„Annemarie?" — Er mußte sich scheinbar erst besinnen. „Ach so!" meinte er erleichtert. Was hat fie dir denn ooraeplaubert?"
Einen Augenblick zägersc sie. Dann sprach sie ruhig, jedes Don abwägend. „Sie läßt dich bitten, ihre Mutter nicht mehr zu küsien - wie gestern abend. E» könnte ihrem Vater wehe tun. wenn er es wüßte."
Reichmann- Arm, den «r um Elisabeths Nocken gelegt hatte, fiel herab. Da» junge Mädchen fürchtete sich cor dem Ausdruck seines Gesichtes unb trat unwillkürlich Inen Schritt gegen das Wasser zu. er saßt« mit einem schmerzenden Grsts nach ihrem Arm.
„Bleib hier — Ich will dem Ehausfeur lagen, daß er vorausfahren lall "
Er sprang die Höhe kstnaus, um den Befehl zu geben. Elisabeth vergegenwärttate sich feinen Blick oon vorhin. (Eine wilde Angst schnürt« Ihr die Kehle zusammen.
Sie sah in die Richtung, welche er genommen hatte. C» war nichts mehr zu sehen von ihm. Nun tat sie dach das Kindische, Lächerliche! Sie sah sich nicht mehr um, hetzre nur durch den Wald. Nicht über den Fluß, da sah er fie zum ersten. Quer durch die Stämme. Sie hörte Stein» rollen, hörte, wie er in langen Sätzen den Abhang bimmteretf*.
(Fortsetzung folgt.)


