Schreiben übersandt, in dem er dem Veteranen der Arbeit seine Anerkennung für Vie treuen Dienste ausspricht und ihn herzlich beglückwünscht. — Der seit dem 26. Dezember vorigen wahres vermißte 59 Jahre alte Arbeiter Ludwig Luh von hier wurde am Donnerstag in der Nähe von Kirschhofen (Ober- lahnkreis) tot aus der Lahn gelandet. DaS Hochwasser der letzten Zeit muh den Körper diese weite Strecke abgetrieben haben.
• Krofdorf, 5. Febr. Durch den unglücklichen Ausgang des Krieges und die Inflation sind die Schulsparkassen überall gezwungen gewesen, ihren Betrieb einzustellen. Das war auch in den Gemeinden der Bürgermeisterei A h b a ch und Launsbach der Fall. Nachdem die Währung nun stabilisiert ist, erscheint es an der Zeit, den Sparsinn der Äugend durch entsprechende Einrichtungen wieder neu zu erwecken und zu fördern. Zu diesem Zwecke haben einige Gemeinden der Bürgermeisterei Atzbach und Launsbach neuerdings die Einrichtung getroffen, allen zur S ch u l a u f n a h m e gelangenden Kindern ein auf ihren Namen lautendes Sparbuch mit einer Einlage von 1 Mark auf Kosten der Gemeinden zu überweisen. Die Sparbücher sind erstmalig für die Ostern 1926 schulpflichtig gewordenen Kinder ausgestellt worden und gelangen in diesen Tagen an die Kinder zur Aushändigung. Die Schule ist an der neuen Einrichtung nur indirekt beteiligt, insofern, als sie den Sparsinn der Kinder zu fördern sich bemüht, während die Einzahlung der Sparbeträge lediglich in den Händen der Kinder und deren Eltern liegt. Die Sparbücher tragen einen Sperrvermerk. Zum Teil dürfen die Beträge erst bei der S ch u len t l a s s u n g, zum Teil erst bei der Verheiratung, spätestens ober mit dem 2 1. L e b e n s- j a h r der Kinder abgehoben werden, je nachdem dies die einzelnen Gemeinderäte bestimmt haben. Möge die neue Einrichtung allen Beteiligten zum Segen gereichen.
O Niederkleen, 5. Febr. Bei der ersten Brennholzversteigerung im hiesigen Gemeindewald wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Kiefernknüppel 7 bis 8 Mk., Kiefernwellen 8 Mk. je 103 Stück, Eichendurchforstungswellen 25 bis 28 Mk. je 100 Wellen, Fichtenstangen 3. Kl. 8 Mk.. 4. Kl. 3 bis 4 Mk., 5. und 6. Kl. 2 Mk. je 10 Stück, Bohnenstangen (7. Kl.) 3 bis 4 Mk. je 50 Stück. Buchenscheitholz 18 bis 20 Mk., Eichenknüppel 13 bis 14 Mk. je Naummeter und Buchenreiscr 30 Mk. je hundert Wellen. — Wegen der starken Verbreitung der Mumps und der Grippe in der hiesigen Gemeinde ist die Schule, die zuletzt nur noch von 16 Kindern besucht wurde, von heute ab vorläufig bis zum 12. Februar geschlossen worden.
Kreis Limburg.
WSN. Limburg, 6. Febr. In der Nacht zum Samstag brach in Niederhadamar ein gewaltiges Schadenfeuer aus, durch das die Schermen der Landwirte Schott und Kaiser völlig eingeäschert wurden. Das Heber» greifen des Feuers auf die Nachbargebäude konnte von der Feuerwehr nodj verhindert werden. Außer großen Heu-, Stroh- und sonstigen Vorräten sind auch viele landwirtschaftliche Maschinen und Geräte ein Raub der Flammen geworden. Die Hrsache des Feuers ist nod) unbekannt.
Kreis Westerburg.
WSN. Westerbura, 5. Febr. Gestern abend gegen 9 Hhr wurde an einem Wegübergang der Eisenbahnstrecke Westerburg— Altenkirchen in der Nähe der Station Hattert ein Arbeiter aus Oberingelbach von einem Pers onenzug angefahren 'und getötet. Der Verunglückte wollte auf seinem Fahrrad noch vor dem heranbrausenden Personenzug den Wegübergang überqueren.
Maingau.
WSN. Frankfurt a. M., 5. Febr. Die Grippe hat hier ihren Höhepunkt überwunden. 3n der letzten Zeit ist keine Steigerung der Zahl der Erkrankungsfälle zu verzeichnen, cs macht sich im Gegenteil ein deutlicher Ansatz zum Rückgang bemerkbar, so daß die vorgesehenen Vorsorgemaßnahmen nicht in Kraft zu treten brauchen. — Auf der stark abschüssigen Hausertorstrahe über fuhr ein Radfahrer die Frau eines hiesigen Arztes und deren Kind. Die Frau wurde bewußtlos vom Platze getragen. Das Kind erlitt schwere Kopfverletzungen. Der Radler konnte unerkannt entkommen.
Wirtschaft.
Süddeutscher Produktenmarkt.
Die Tendenz der internationalen Gelreide- märkte war in der vorigen Woche stetig, wobei die Preise teilweise gegen die Vorwoche etwas erhöht waren. 3m ganzen jedoch scheint das Geschäft etwas kleiner geworden zu fein. An den süddeutschen Märkten blieb die Tendenz gut behauptet, die Hmsahtätigkeit war jedoch nicht sehr groß. 3n 3nlandweizen und 3nlandroggen macht sich immer noch Mangel an Angebot bemerkbar. 3n Roggen greift man immer mehr auf Auslandware zurück, der Absatz der Mühlen in Weizenmehl ist weiterhin zufriedenstellend. Roggenmehl liegt im Preise unverändert, die Nachfrage hierin läßt jedoch nach. 3n Anbetracht des Mißverhältnisses im Preise zwischen Weizenbrotmehl und Roggenmehl hat sich für ersteres lebhafte Nach- frage eingestellt, nachdem es wochenlang vernachlässigt war. Weizen, ausländ. 31,75 bis 32,50, Weizen, inländ. 29,75 bis 33.25, Roggen, ausländ. 27,50 bis 28. inländ. 26.75 bis 27,25, Weizenmehl, Februar/Mai 40,25 bis 40, Weizenbrotmehl 30 bis 30,25. Roggenmehl 37 bis 39. Plata- Weizen, März/Mai-Lieferung 29,75 bis 30. Gerste ist preislich gegen die Vorwoche unverändert, bei ruhigem Geschäft. Gute Futtergerste lebhafter gefragt, Braugerste, nordbadische 25,50 bis 26,50, fränkische 26 bis 28, pfälzische 29 bis 31, je nach Qualität, Futtergerste 22 bis 23. Hafer weiterhin sehr fest bei unveränderten Preisen, 3nlandhafer südd. Provenienz je nach Qualität 21 bis 21,50, Plata-Hafer spätere Lieferung 21,75 bis 22,25, Mais stetig, wurde in disponibler Ware bis 19 Mk.. gehandelt. Virginia-Mais zu Saatzwecken 32,75 bis 33. 3n Futtermitteln hat die Nachfrage in prompten Mühlennachprodukten noch nicht nachgelassen. Hauptsächlich Kleie ist in sofortiger und prompter Lieferung sehr gesucht, in Anbetracht der guten Preise rentiert elsässische Kleie nach hier, und wurde einiges bei sofortiger Verladung ab Kehl zu 13,25 umgeseht Oelkuchen, Biertreber, Malzkeime und Trockenschnitzel finden regen Absatz, Weizenkleie, fein 13,53. grob 14 bis 14,25. Weizen-Futtermehl 15,25 bis 12, Weiten- nachmehl 22,50, Roggenkleie und Rogg;nfut er- mehl nicht angeboten. Crdnußkuchen 21 bis 21,25, Rapskuchen 17 bis 17 25. Malzkeime 16,53 bis 17, Biertreber 16,75 bis 17,25.
♦
• Die amtliche Grotzhandelsinde?- z iss er. Die auf den Stichtag des 2. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes beträgt 135.4 und ist gegenüber der Vorwoche um 0.4 v. H. gesunken. Die Indexziffer der Agrarstoffe ist um 0.8 auf 138.8 zurückgegangen. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren hat leicht auf 129 nachgegeben, während die Preise der industriellen Fertigwaren eine leichte Erhöhung auf 141.6 verzeichnen. 3m Monatsdurchschnitt 3anuar ist die Gesamtindexziffer gegenüber dem Vormonat um 0.9 v. H. auf 135.9 zurückgegangen. Einem durch das Nachgeben der Preise für Vieh und Vieh- erzeugnisse saisonmäßig bedingten Rückgang der Agrarstoffe um 2.4 v. H. auf 140.3 steht eine Steigerung der Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0.3 v. H. auf 128.8 gegenüber. Gleichzeitig ist die Indexziffer der industriellen Fertigwaren um 0.5 v. H. auf 141.6 im Durchschnitt 3anuar zuvückgegangen.
Berliner Börse. J
Berlin, 7. Febr. Die rückläufige Tendenz der letzten Geschäftsstunden der Samstagsbörse übertrug sich auch auf den heutigen Börsenverkehr. Ein Teil der Dörsenspeku- lation und die Mitläuferschaft der Provinz nahmen Gewinnsicherungen vor, von denen hauptsächlich die in der letzten Zeit scharf gesteigerten Märkte in Mitleidenschaft gezogen wurden. Braunkohlenwerte und einige Montanwerke setzten 10, 3lse sogar 25 Prozent niedriger ein. Von Kaliaktien gingen Westeregeln 6 Proz. zurück. Vereinigte Glanzftoff verloren 15, Bemberg 12 Proz. Die flaue Haltung der Favoriten drückte naturgemäß auf die Gesamtstim- mung, die Aktienmärkte schwächten sich daher zunächst überwiegend ab. Nach Festsetzung der ersten Kurse lenkte die Kulisse ihr Augenmerk auf Bankaktien und Elektrowerte. sowie auf verschiedene Nebenwerte wie Schult- heiß-Ostwerke, Gummiwerte und Textilaktien, so daß die Abwärtsbewegung zum Stillstand kam und stellenweise aus R ü d t ä u f e wieder Kursbefestigungen einsetzten. 3nfolgedessen er
holte sich die Grundstimmung allgemein etwas, zumal später berichtet wurde, daß die auf die Reichsanleihe gezeichneten Beträge dem offenen Geldmarkt vorläufig nicht entzogen werden sollen. Tagesgeld stellte sich mit 5 bis 6l Proz. etwas leichter. Monatsgeld 51/. bis 6'/, Proz. Am Devisenmarkt lag Mailand gegen Con- Don mit 113,65 etwas schwächer. Die sonstigen Hauptvaluten waren nicht wesentlich verändert.
Toden tiirie.
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Berlin
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Datum:
5. L
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6»/e ücnHdw ReichSanleihe . 4°/0 Deutsche Reichsanleihe . 3'/,% Deutsch: Reichsanleihe 3Vn Deutsche Reichsmleihe . Deutsche Svarpranncnanleih« 4% Preu gisch« «onsotS . . . 4“ o Helsen...........
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Deutsche ä?crtb. Tollar-Snl. dio. Toll.^Schatz-Lmreisng. .
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Berliner Handelsgesellschaft. Commerz, und Privat-Bank. Tarmst- und Raiionaldank . Tcuuche Bank TiSkonlo Commandtt . . . . DrcLdner Bank Metallbau! Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesrerrcichische CredilanstaU. Rcichsbank..........
Bochumer Guß ......
BuderuS............
Coro Deutsch Luxemburg ..... Gelsenkirchener tiergtiferfe . . Harpencr Bergbau . .v . . • Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahültc • • • Mannesman» ...... ................... * • Oberbedarf • • Phönir Bergbau Rl)cinische Braunkohl« . . . Rhein stahl......... .
Riebe« Montan........
TelluS Bergbau...... .
Bereinigte Stahlwerke.... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd .... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holzmann .....
Anglo Cont Guano.....
Chemische Mayer Map in. . . Goldschmidt..........
Holzverkohlung.........
§ G Garden Industrie. . . RütgerSwerkc.........
Cchcideanstalt.........
Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Elektr. Lieferungen Licht und Kraft Mainkrastwerke ....... Schultert Siemens L Halske .....
Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyltgenstaedt ........ Mcguin........... t
Mannheimer Motoren ....
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Metallgescll'chaft Frankfurt. Pct. Union A--G Schnd'adrik Herz . Sichel Zellstoff Aschaffenburg.... Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
1.8862
0,886
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9.8825
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—
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197,62
187.5
192.5
ISO
194,75
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200.4
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228 75
226 62
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—
284,75
130
131
136
—
163,5
163
160
-
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeigers"^
Frankfurt a.M., 7. Febr. Tendenz: Un- sicher, überwiegend abgeschwächt. — Zum Wvchen- anfang trat insofern ein Umschwung ein, als die Börse für die letzthin favorisierten Werte sehr unsicher wurde und zahlreiche Abgaben vornahm. Eine Ausnahme machten nur die bisher vernachlässigten Schiffahr 1 s - attien und Elektrowerte, die weiter an- zogen, bei letzteren regte die bevorstehende Abschluß-Veröffentlichung der AEG. und die bekannten Kombinationen über den internationalem Elektrotrust an. Siemens & Halske und Lahmeyer je plus 1,5 Prozent. Am Chemie markt setzten 3, G. Farben amtlich mit 331,25 Prozent plus 1,25 gegenüber der Samstagnotierung ein. 3n Verbindung damit waren Rheinftahl ebenfalls befestigt, im Verlaufe aber schwächer. Arn Montanmarkt lagen die Werte der Rhein-Elbe-Gruppe stark gedrückt, besonders Gelsenkirchen, bei denen trotz des Der- waltungs - Dementis ein dividendenloser Ab
schluß erwartet wird. mtnu8 5 Prozent. Die reinen Kohlenwerte unterlagen gleichfalls starkem Druck. 3lse verloren 23, Rhein. Braunkohlen 7 Proz. Auch Mannesmann stärker angeboten und minus 2,75 Proz. Dankak t i e n gaben bis zu 0.5 Proz. nach, nur Darmstadter plus 1,5 Proz. Die Werte der Metallbankgruppe lagen schwächer. Metallgesellschaft minus 4, Metallbau! minus 1, Scheideanstalt minus 4 Proz. Am Dan- markte war die Haltung weiter freundlich, besonders für Dyckerhofs sowie Wayh & Freytag je plus 2,5 Proz. Petroleumaktien dagegen 2,5Piwz. schwächer. Von Zellstoffaktien büßten Waldhol 0.5. Aschaffenburg 2,75 Proz. ein. Karlsruher Maschinen minus 3 Proz. Der heimische Anleihemarkt zeigte schwächere Haltung. Kriegsanleihe 0,S82l/2. Am Geldmark t ist die Lage unverändert. Lagesgeld 4, Monatsgeld 4.75 bis 6 Proz. 3m Devifenverkehr lag Madrid fest. Paris gegen London notierte 123/0. London-Kabel 4,8595. Die Reichsmark stellte fick gegen Kabel auf 4,2190. Der weitere Börsen- verlauf blieb durchaus ruhig und sehr unsicher Montan-, Bank- und Farbenaltien weiter gc« drückt.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegro vhische dudAabluna.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
5. Febr.
- 7. Febr.
Amtliche Ron rung
21mtliche •. Geld
iottennia Briet
iS’eft*
Briet
Ämst - Ran
168,54
168,96
168.47
168.
Bucn. Aires
1.748
1,752
1,748
1.752
Brss-Anttv
58.61
68.75
58.61
58 75
Cdristlania.
108.51
108.79
108.71
108.99
Kopenbag-'n
112,34
112,62
112.30
112.58
Stockbolm .
112,48
112.76
112.43
112.71
Helssngsors.
10.602
10.042
10,597
10.637
Italien. . .
18.04
18 08
17,955
17.995
London. . .
20.4 3
20,4*7
40,435
20.487
Wem)ort . .
4.2145
4.2245
4,2145
4.2245
Paris....
16.57
16.61
I6,.i6d
I6,hl5
Schweiz . .
81,045
81.245
51,035
61,235
Svant-n.
70.62
7u.8U
70.88
71.06
Japan . . . Rio de Jan
2,056
2,01.0
2.055
2,0-59
r.494
0.496
0.497
U. 499
Wien inD. Ceft. abgesi
59.39
59,53
69,37
59.51
Prag ....
12.576
12.616
12.475
12.5,5
Belirad . .
7.407
7.427
7.416
7.426
Budapest -
73.66
73.84
73.67
73.85
Bulaarieu
3,045
3.055
3.043
3,048
Lissabon - .
21,6.0
31,585
21,535
21.585
Danzig. . .
81,29
81,53
51.30
öl.40
Konst.mtin
2,17
2,18
2,143
2,1.2
Alben. . .
5,54
8,51
5.54
5 56
Lanada . .
4.21
4.22
4.207
4.217
llrn uah - ■
4.225
4.245
4.225
4.135
Tatro . - -
•40.975
21.016
20.974
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Frankfurt
er Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 7. Febr. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,50, inL Roggen 27 bis 27,25, Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 27,50, inl. Hafer 21,25 bis 22,25, Mais, gelb 18,50 bis 19, inl. Weizenmehl, Spezial 0 40,25 bis 40,75, Roggenmehl 38,25 bis 38,75, Weizen- und Roggenkleie 13,50, Erbsen 35 bis 60, Linsen 55 bis 90, Heu, süddeutsches, gut, trocken 10,25, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 4,25 bis 5, gebündelt 3,75 bis 4, Treber, getrocknet 17 bis 17,50 Mk. Tendenz: stetig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a.M., 7. Febr. Auftrieb: 1199 Rinder: darunter 326 Ochsen, 48 Bullen, 55t- Kühe, 244 Färsen, 2 Fresser. 467 Kälber. 118 Schafe. 3716 Schweine. Es notierten: Rinder Ochsen: vollfleifch., auSgernästete, höchsten Sch ch • Werts: 1. jüngere 58 bis 61 Mk.. 2. älter: 5! bis 57; sonstige vollfleischige: 1. jüngere 4°. 52, 2. ältere 44 bis 47. Dullen: jüngere, voll fähige, höchsten Schlachtwerts 53 bis 56. ft??, vollfleischige oder auSgemäftete 48 bis 52. *'/; jüngere, vollsleifchige, höchsten Schlachtvieh bis 53, sonstige vollfleischige oder auägcnt-n 38 bis 46, fleischige 31 bis 37, gering genä /• ; 25 bis 30. Färsen (Kalbinnen, 3ungrinbcr): v I fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwer:^ ' bis 64, vollfleischige 51 bis 57, fleischige bis 50. Kälber: beste Mast- und Saugläl? 73 bis 77, mittlere Mast- und Saugkälber bis 70, geringe Kälber 56 bis 63. Schafe: Mo' lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemcst 50 bis 53, mittlere Mastlämmer, ältere Mol hämmel und gut genährte Schafe 40 bis Schweine: Fettschweine über 300 Pfund bendgewicht und vollfleischige Schweine von zir! 240 bis 300 Pfund, und 203 bis 240 Pfund um von 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 71 bis 73 fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Pf um' Lebendgewicht 69 bis 72, Sauen 65 bis 68 Mk Marktverkauf: Lebhafter Handel in allen Vieh- gattungen und ausverkauft.
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KRÜPPELHEIMS
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FÜR EINE MARK I DIESEM HB^ILLA
Was man van flieset Wohllohrlslollerie wissen iniifl!
In unserem Hessenlande werden von dem Hessischen Fürsorgeverein für Krüppel, dem erste Kapazitäten der Medizin und Verwaltung als Vorstandsmitglieder angehören, jährlich ca. 400 Heilbehandlungsfälle von verkrüppelten Kindern mit erheblichen Kosten durchgeführt In allen Landesteilen hatdieser Krüppelverein öffentliche Fach- und Beratungsstellen, in denen unentgeltlich und ohne Unterschied von Partei und Bekenntnis Auskünfte. Rat und Hilfe in Krüppelfällen erteilt wird. Hauptsächlich giltes.ausden Erfahrungen der Heil- und Beratungsstellen festgestellt, die ungeheuerlichen und fast unglaublichen Schäden, die die spinale Kinderlähmung verursucht, zu heilen und bei dieser Gelegenheit eine restlose Bekämpfung dieses furchtbaren Bazillus zu finden. Zu diesem Zwecke wird ein Krüppelheim zur Aufnahme der Verkrüppelten dringend benötigt Der Krüppelverein, dessen Sitz in Darmstadt ist, beabsichtigt dieses Krüppel- heim nach dem Wunsche der Landes-Universität dieser in Gießen anzugliedern und zu gleicher Zeit ein Forschungsinstitut mit Klinik zu errichten, damit auch für einen gut ausgebildeten Ärztenachwuchs gesorgt ist Denn die rechtzeitige Erkenntnis der Krüppelschäden ist halbe Heilbehandlung. Da die hessische Staatsregierung leider die Mittel zum Bau eines solchen Krüppelheims und zur Erweiterung der Landes-Universität um das erwähnte Forschungsin
stitut mit Klinik nicht zur Verfügung hat, hat der Herr Hessische Minister des Innern dem hessischen Fürsorge-Verein für Krüppel die Genehmigung zu einer Waren -Wohlfahrtslotterie erteilt damit sich dieser Verein an die gesamte hessische Bevölkerung zwecks Förderung dieses sozialen Vorhabens wenden kann. Unter den Gewinnen ist als Hauptgewinn ein Haus vorgesehen, dann werden ganze Wohnungs- Einrichtungen, Klavier, Nähmaschinen, Räder und sehr vieles andere für jeden Brauchbare ausgelost Die Lose kosten — wie es die bekannten Plakate besagen — nur 1.— Mark, sodaß jeder sein Scherflein für die der hessischen Allgemeinheit zugute kommenden Sache beitragen kann und dabei noch die begründete Aussicht hat, für diese billige soziale Pflichterfüllung auch noch ein eicenes Haus oder sonst was Schönes zu gewinnen. Deshalb darf kein Hessischer Bürger ohne Los sein. Der Losvertrieb geschieht ehrenamtlich, die Losverkaufsstellen sind durch Plakate kenntlich gemacht Wo keine öffentlichen Verkaufsstellen sind, wende man sich bitte an die Herren Schulleiteroder direkt an dieBeamten- bank Darmstadt e. G. m. b. H., Rheinstraße, Lotterieabteilung, die dann entweder gegen Nachnahme oder bei Voreinsendung des Betrages franko die gewünschten Lose zustellt
(202
ÄlsoWtelsclii! Bürger muß Lose haben I


