Sonstige verbanbsfplele:
<5.(5-. Fürth A S V. Qlürnbtta 3:3. Alemania 'IDor.n» Goar 05 Saarbrücken 3: 2.
3m Ausscheidungsspiel um die Meisterschaft deck Bezirks Hessen-Hannover fd>[ufftn- öle Kur h es s en len E V. Staffel mit 2:1.
Gesellschaftsspiele:
Eintracht Fron^urt vteu 3.ar Olymptque Parier 5:3 (2:0).
Germania Frankfurt—Wormstla Worms 4:2.
Not-Weih Frankfurt G. E. Freiburg 5:1. Ofsenbacher Kicker-— F. E. Pirmasens 1:0.
G. V. Wiesbaden—G. V. Darmstadt 6:3.
Sonstige Fußballspiele.
Kanada schlügt Vcrt»n 7:3 <5;0)
Mittclschlelien g:gen Oberlaufiy 7:3 (4:2).
Rorddeutfchland gegen Westdeutschland 4:3 (12).
Flugzeuglandung auf dem Brocken.
Am Sonntag landete ein Fokker-Wuls-Flug- zeug der Luftfahrtgesellschaft ©. m. b. H Halberstadt unter Führung des Thespiloten Stein- kraus aus dein Brocken. DaS Flugzeug startete 9,13 Llhr vormittags mit einem Passagier in Halberstadt und konnte bereits um 9.35 Uhr eine glatte Landung vornehmen.
den Süddeutschen Weister München 1880 überlegen mit 6:1. Fürth errang damit die süddeutsche Weillerschaft.
Die Futzballergebnisse vom Sonntag.
Die Süddeutsche Meisterschaft begann mit den Spielen vom 6. Februar. Keines der Spiele brachte ein überrafchendes Ergebnis Bemerkenswert jü die haushohe Niederlage. Me sich der FuhdaltsporlVerein Frankfurt a. 2t in Furch holte Sie ist aber zu crNÜren, da der FSV. für die beiden Verteidiger Erlay einstellen muhte, und durch die glanzenden Leistungen der Fürther. 1. F. E. Nürnberg bewies leine glänzende Form durch einen glatten 3:0-Gieq in Stuttgart. Auch Aeaarou könnt: trog des gefährlichen Platzes m Mainz einen Sieg mit nach Hauke bringen. 3n der Runde der Zweiten gewann der Karlsruher Fustbollvereln das erste Spiet gegen Saarbrücken glatt mit 3:1
Kunde der Ersten:
D. f. B. Stuttgart — 1. F. S Nürnberg 0: 3. Spiel-Bga. Fürth — Ä. S. 2. Zranlsurt 7: 0. F. S. 2. 06 Mainz - 2 f. 2. Neckarau 2 3.
Kunde der Zweiten:
Karlsruher F. 2. — j. 2. Saarbrücken 3:1.
Entscheidungsspiele am den zweiten Platz: Sportverein it.60 — 2-aoer Munch.n i; 0.
2. f. R. Mannheim — Phönir Ludwigshafen 1:0.
Dom Derwaltungsgerichlshof.
• Darmstadt, 6. Febr. Der Berwal- tungsaerichtshos verhandelte gestern über «ine Beschwerde des Sieinbruchbeltyers Gdtk- Wals in Ulfa gegen den Gendarmrriewachr- meisters Lkyius ist Eichelsdars wegen Ueberschreiluna seiner Dienstbesugnisse. Der Wach:meister fort mehrfach unbefugt die Wiesen dcS Steinbruchüesihers überschritten haben. Das Ministerium hatte um einen Vorbescheid in dieser Angelegenheit ersucht. Der 2crtft*fer de» Gtdckts- ineressc» machte geltend, daß es sich um Dienst- oänge handelte. Der VerwaltungSgorichtShos entschied. daß sich der Gendormeri.Wachtmeister keiner Ueberschreitung seiner Dienstvorschriften schuldig gemacht habe.
Oberhessen.
taxMrcie Wtcftcn
00 1t l e i n • 8iii b e n , 5 Febr. 3n der iung. ften @emelnberafifieunfl wurde aus Anregung des hessischen Ministeriums über die für unsere Gemeinde geplanten Steüerfdae beraten Aus 100 Mark 5teueru>erl sollen an «ander- aeböudesteuer 58,7 Pfennig erhoben werden. Di« früher festgesetzten träge für «rund st euer werden erhöht, und zwar für 100 Mark Lleuerwen der Gebäude und Bauplätze von 25 auf 30 Pfennig. Dagegen werden die -äste für land wirtschaftlichen Grundbesitz für je 100 Mark ötcueraiert von 62 auf 54 Pfennig erniedrigt. Sie übrigen Steilcrausschlagsststs, über Die schon in irtiherer Sitzung beraten mürbe, »erben beibe» halten Der Anichasiung eines Beroielfälti- au ngsapparates für Vas Bursmi der Bürger- meisteret wurde zugestimmt.
-Klein-Linden. 6. Febr. Kestern abend bot der hiesige Kriegerverein feinen Mitgliedern einen schon verlaufenen Familien- aben d. Oberleumant a. 'S), von Hagen hielt dabei einen Lichtbildervortrag über „Ti? Abwehrschlacht am Narvtschkee". Einige Thsaterausfüh- rungen und musikalische Darbietungen bercicherken den Abend
X Wiefeck. 5. Febr. 3n unserer Kirche zeigte nachmittags für die Schuljugend und abends für die Erwachsenen Missionar Keller von der Basier Mission Lichtbilder über Kamerun. Ferner fand ein Mütterabenb mit Lichtbildern in der Kirche statt. Was bei ihm die hessische Wanderlchrerin für Nüchternheit»- unterricht. Frl. Lehne-Darmstadt über „Zwei Feinde eurer Kinder" < Alkohol und Nikotin) sprach, verdiente 2c6?rxigung auch von den anwesenden jungen Menschen. In einem Ächlust- wort danste Pfarrer Sattler auch für Viesen Misitonsvortvag.
T Allendorf a. d. Lahn, 5. Febr Dieser Tage sand unter großer Beteiligung hiesiger und auS benachbarten (Gemeinten flanme iber Einwohner die erste Versteigerung von rund 30 Morgen aus der Fcldber inigung gewonnenen Massegcländes statt. Die Preise waren sehr hoch: sis liegen weit über den Preisen, die bei sonstigen, in unserer Gemeinde vorgenommenen Versteigerungen von Qlcfct- unö W e eNland er« zielk worden sind. Mit zu den hohen Prüfen maa Der Amstand beigetragen haben, dnh die Zahlungen in sechs jährlichen Naten. beginnend im November 1st27, geleist t werden können. Der verbleibende Ast ist mit 8 Prozent zu verzinsen. Der Gesamkerlös Der Versteigerung beträgt für die rund 30 Morgen Land etwa 50 00) Marl. Für einzelne Stücke wurdn für Den Quadratmeter mehr dl» eine Mark angelegt. Die Stet» getcr war:n nur in wenig n gäHe-.i Landwirte
V Londorf. 5. Febr. D?i 6er gestrigen V 0 rstand »Wahl der israelitischen Asli gionsgemeinde Londorf und Filialen wurde an Gtesie des verstorbenen Vorstandsmit- aliede» Vlarkus Rotfchlkd Kaufmann 5 u f i u » Jonas gewählt.
f. Linden st ruth, 5. Febr. Der neue 51 u 6 f a u f der Wiefeck ist jetzt zwischen Reiskirchen und Andenstruth soweit hergestellt. Nunmehr haben noch die VerböschungSarbeiten und die Verlchleifuna der Erde, die zum Teil ins alle Fluhbett überführt wird, zu erfolgen. Ausserdem müssen die Seitsngräben hergestesik werden, die baS 'Hoffet dem Hauptgraben zuführen. 3m F^ühjnhr wird die Verrnesiung und Bereinigung des Wief.ngrunb es vorg?nomrnen werden. Dicke Arbeiten w.rbsn noch den ganzen Sommer in Anspruch nehmen.
t Drünberg, 5. Febt. Bei Ser staatlichen Nutz- und Bvennholzverfteigerung
war starker Zuspruch Der Bieler zu verzeichnen. Das Nutzholz kostete im Durchschnitt: Kiefern- stamtnholz 2. RL 50 21t. 3 KI 37 10 Mk.. 4. RL 30 Mk. und 5 Kl. 23.70 Mk je Fstm. Fichten- stommholz So-Kl 30.40 Mk. 5b-RL 20 2« je Fstm. Kiefemnuyknüppel 10 Alk je Raummeter Für Brennholz wurde im Durchschnitt bezahlt Kielernscheiter 7.70 Mk. Buchenknüppel 1130 Wk.. Kicsernknüpvel 6.30 Mt. K'es-ern- knüppelreisig 1 JO Mk Buchen reisig 16) Mk.. Buchenstdcke 7.50 TRI Kiefemstöcke 3 40 Mk je Raummeter.
b». Hungen. 5. Febr Die im Vorjahre. fo fand auch Heuer wieder D?r oberh essifche Schäsert a g hier statt. Neben über hundert Schäkern auÜ Oberheiken und Den angrenzenden Gebieten beteiligten sich auch eine grobe Zahl Schafbe itzer aus der Umgegend daran Den Will- kommensgrutz Der Stadt entbot Bürgermeister Fendt. Vorn LandwirtlchaftSkammer-Ausschuß für Oberhefen nahm Oekonomierat Dr. D a g n S r teil. Der vorgesehene Lichtbildervvrtrag über die Leberegelkrantheit und ihr«' Bekämpfung muhte wegen Erkrankung des Referenten auafallen. 3m Anfchlust an die Derfammlung fand ein Schüfe r- welllauf stakt, du» Dem — wie im Vorjahr — Schäfer Karl Raab au» Ober-Rosbach und Die SmäferStachter Grnilie Pfannkoch von Nidda al» Sieger hervorgingen und je ein Schaf erhielten. Nach einem originellen Festzug durch Die StaDt befchlokfen Musikvortrüge unb Danz, sowie Verlosung im „Darmstädter Hol" Die anregend verlaufene Feier.
tirei» ^rievbcrg
am. Staden, 5. Febr Hier war für den 13. Februar Bürgermeisterwahl angesetzt. Da jedoch nur ein Wahlvorschlag, der des seitherigen Bürgermeisters Christian Dauch. eingereicht wurde, fo findet lein Wahlgang statt.
Älrcie Büdingen.
* !• Echzell. 6. Febr. Am 7. Februar feiern Dauinspektor Bücher und Frau das Fest der goldenen Hochzeit. Eine Tochter d eS Paares ist zu diesem Ehrentage der Eltern au» Amerika gekommen.
Mrcid Alsfeld.
M Alsseld. 5. Febr. Aus Veranlassung des Zweigvereins Alsfeld des GaangeUschen Bundes sand am Frei.ag in der Turnhalle ein evangelischer Gemelndeabend statt, bei dem Qnivorsitätsprofcssor L). Dr. F r i ck- Glehen einen Vortrag hielt über das Thema „Di e Kirche und das öffentliche Leben in A m e r i k a". Der Vortragende verstand es auf Grund seiner eigenen Erlebnisse anlählich einer S udienreise nach Amerika ein überaus fesselndes Bild über die Eigenart der dortigen Kirche und des kirchlichen L?bens zu geben, das für unsere Anschauung völlig ander« ist. 3nter- essant waren insbesondere feine Ausführungen über das Aerhäl nis zwischen Kirche und Staat, wo trotz Trennung der beiden der Staat In engem Einvernehmen mit dieser steht. Die Zuhörer lauschten mit großem Interesse den Ausführungen. Der Vortrag wurde umrahmt von mehreren L.ed rn des Kirchenae angverrinS. Namens der Verfammlung sprach D-tan Dr. Unverzagt dem Vortragenden den Dani au» für seinen geistvollen Vortrag, der lebhaften Beifall fand.
- er. Homberg a. d. Ohm. 5. Febr Der Verschönerung^- und Touri st enver- e i n hielt jetzt feine diesjährige Hauptversammlung ab. Die Rechnungsablage ergab einen Kasfondestand von 65,61 Mk. Bei der Dor- stam rwahl tour iw der seitherige Vorstand wieder- gewählt. Von dem Vertreter der Htadf wurde dem Verein die erfreuliche M.:t, lung gemacht, daß ihm awS einem der Stadt zugesallenen
Vermächtnis von 5000 Mk. Dte Zcnfcn zu V-rfchönerungszWecken lnnerlmw he» Weichbildes der Stadt zustehen. Der DorstanD soll sich imt dem Stadtvorstand wegen der geplanten Herstellung eines Kreisfilms ins Benehmen fetzen. Die Anschaffung von noch fehlenden Versinsabzeichen und Lieder- büchern wurde allgemein empfohlen. — Die Stadl Homberg beadfichttgl am 3. Psingstfcier- t a g c einen Prämienmarkt gröberen Stil» abzuhalten und hat bereits mit den sehr umfangreichen Vorarbeiten begonnen.
L Ober-Ohmen. 5. Febr Die Arbeitslosigkeit in unserer Gemeinde ist vorläufig behoben. Einige Arbeitslose haben in den Buderusschen Eisenwerken in Wetzlar 'Arbeit gefunden, andere in den beiden hefigen Steinbrüchen Der Rest ist beim Hofmachen im Gemeindewald beschäftigt 3n den beiden hiesigen Steinbrüchen herrscht augenblicklich Hochbetrieb.
ck. Wett la äsen. 5. Febr Dieser Tage sand auf der hiesigen Bürgermeisterei eine Besprechung des Gemeinderates mit dem Leiter des Kutturbauamte» Gießen. Baurat Steinbach, über die Frage einer Wasserleitung für unteren Oct statt. Nach eingehender Prüfung aller Möglichkeiten und Projekte wurde eine Brunnenbohrung Innerhalb unterer Gemarkung als bas Empfehlenswerteste angesehen. ES besteht Aussicht, daß die erforderttchen Wasiermengen hierdurch beschasft werden. ES soll evtl, ein Hochdruck- behälter errichtet werden, in den das Blasser mittels elektrischer Kraft zu pumpen wäre. Die Kosten dieser Anlage dürsten insgesamt 29 000 Mark auSmachcn. Heber dieses Projekt wird demnächst Beschluß zu fassen fein. — Der von unserer Gemeinde gewünschte Anschluß an die Postautolinie Ulrich st ein — Mücke dergestalt, daß die PostautoS zwischen Qllüde und Ruppertenrod über unfern Ort geleitet würde:,, wird leider keine Verwirklichung finden. Die Postbehörde machte für die Herstellung des Anschlusses die Vefeiligung der steilen und scharfen Kurve der DurchgongS- straße in am, er em Orte zur Bedingung. Hierdurch wäre. Da man Gebäude hätte abreißen müssen, eine so hohe Ausgabe entstanden, daß unsere Gemeinde sie nicht hatte tragen können. An diesem Umstand ist nunmehr da» Projekt gescheitert.
Starkenburg.
WEN. Darmstadt. 5. Febr. Wie die ,Hesi. Landeszeitung" erfährt, hat ein Angestellter der Hessischen Eisenbahn A.-G. iHcag) h^er UnterschldgungeN in beträchtlicher Höhe verübt.
Rheinhessen.
WSN. Mainz. 6. Fe^r. Dein ..Mainzer Anzeiger" zufolge wurden einem Wiesbadener Kaufmann in dem von Köln nach Wiesbaden fahrenden PersEnzug vor einigen Tagen ein schwarzlederner M u st e r k o s f e r. welcher für einen Betrag von etwa 1 8 000 M k. Herren- und Damen-Armband - und Taschenuhren aus Gold und Silber in verschiedenartigen AuSsührungen, ferner goldene Phantasie^ und Siegelringe enthielt, gestohlen.
Preutzen.
Miete Wetzlar.
WSN. Wetzlar, 5. Febr. Reichspräsident von Hindenburg hat dem Elektriker 3 a k o b B e ck e r aus Niedergirmes, der über 5 0 3 ahre im Dienst« der Karolinenhütte steht und heute 67 3ahre alt ist. ein persönliches
Oer Frosch mit derMaske
Roman von Edgar W d 11 d c e.
60 Fortietzunz, (achörud verboten
„Kannst du mir vergeben, frdg« et ge- brochcn. ,Lch mutzte es tun. Ich verhungerte bei» nahe, bevor ich mich Vaiu yergab. Ich mar gerade aus Siner medizinischen schule geforttmen, und die Lache schien mir nicht fd schrecklich. Ich versuchte all« möglichen Berufe, um Geld zu verdienen unb lebte mein ganzes Leben in Angst, datz jemand mit dem Finge rauf mich zeigen und sagen würde: „Da' gehk Ben, der Scharfrichter'"
„Ben, der Lcharsrichter?'' fragte Ra st verwundert. „Du bist Ben?^
Der Alte nickte.
„Kommen Sie heraus. Beu. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, datz ich die Hinrichtung auf morgen verschieben merbe. Ihr rörtrtt nicht hier Weibert!'*
John Bennett fah auf dos abgefd)r.itterte Seil. Dis Hinrichtung konnte Nicht ausgeführt werben, bertn eine Gepflogenheit des Todes verlangke, daß ein völlig ungebrauchtes Seil vom Polizeibirektions> gefängni« aucgefolgt werben mutzte. Die gesamte Ausrüstung der rzinrichtuna bis auf bas Stück Kreide, mit bem das T auf die Klappe gezeichnet wurde, ailf bas der Mann feive Füße stellen sollte, mußte gei aueslens aus bem .siauvtqefängnis aus gefolgt unb ebenso genau zurückgestellt werben.
John Bennett zog den Riegel zurück, öffnete Die Tür unb .trat hinaus.
Sie Gesichter bet Leufe in Der OefatiyenenzeUe waren geisterbleich.
Der Gefängnisarzt schien zusammengeschrumpft, Der Sheriif sah auf bem Bett und hatte bas Gesicht in ben .ßänben verborgen.
„Ich werbe nach Lonbon kelearaphieren unb die Um stände miitcifen'*, sagte ber Direkisr. „Ich ver dämme Sie Ihrer Hanblungsweise wegen nicht. Ben, es rod re ungeheuerlich, zu erwarten. Satz Sie bas vermocht hätten!"
Ein Wärter kam ben Gang herabgerannt. Hinter ihm hinkte ein borhnupter, staubbedeckter Mann, mit zerkratztem Gesichk, übet das vertrocknete Blühst rifen hinliefen, die Augen rot geschwollen, vor Müdigkeit. Eine Minute lang erkannte ihn John Bennett nicht.
„Aufschub odn des Königs eigener Hand" stammelte Dick Gorbon schwankenb unb überveicyke bad blutbefleckte Kuvert Dem Direktor.
XXXIX.
DasErmachen.
Während Des ganzen Tages lag Ella Bennett halb wacheitb, halb im Schlaf. Sie erinnerte sich später, baß ber Arzt gekommen war unb sie auf Elks flehentliche Bitte bag zubereitete Getränk zu sich genommen hotte. Unö Obgleich sie vermutete, was es war urtb sich Saaegetl Seh.tc, bdrt milchweißen Trank einzuschtürien, hatte sie schliMIch nachgegeben. Sie mar durch ben innerlichen Kamps, ben sie geführt hakte, um ihren gdunbert Berstand ju bewahren, völlig erschöpft.
Als ihr Bewutzkseirt zurückzukehren begann, fühlte sie, bah sie in einem Bette lag unb bah je- manb ihr Sie Schuhe ausgewogen unb ihr Haar ge- löst hatte. Es kostete sie entsetzliche Anstrengung, die Augen zu öffnen, urtb sie sah, datz eine jrou am Fenster faß und las. Das Zimmer roa.r sictzllich das eines Manäes untf röch schwach nach Rauctz.
„Dicks Bett!" murmelte sie. Die Frau legte ihr Buch hin unb stand auf.
Ella sah sie verwunbert an. Warum trug sie nur Öle meitze Haube urtl ihr Haar unb die blaue Jacke mit Den weihen Manschetten? Ach, natürlich, sie war eine Pflegerin. Zuirieben, bieses Problem gelöst zu haben, schloh Ella b!e Autzett unb verlor sich wieder flt Scks Sand ber Träume.
Sie erwachte nochmals. Die Frau war noch Da, aber biesmal war Ellas Geist völlig klar.
„Die spät ist es?" fragte sie.
Die Pflegerin kam mit einem Glas Doffer zu ihr, bas Ella gierig trank.
„Es ist sieben Uhr", sagte sie.
„Sieben?" Ella schauberte und versuchte mit einem Aufschrei aufzustehen. „Es ist Abend!" stammelte sie. „Was ist geschehen?"
„.Ihr Herr Baler ist unten, Fräulein," sagte Die Pflegerin, „ich werbe ihn rufert/
„Detter ist hier?" Sie runzelte Die Brauen.
.Herr Gorbon ist auch unten unb Herr Johnson. '
Dis Frau führte getreulich Die Instruktionen, bie man ihr gegeben hotte, aus.
^Sdnft nierfiemD?" fragte Ella flüsternd.
„Nein. Fräulein, ber andere Herr kommt erst morgen ober übermorgen."
Mit einem Schluchzen vergrub Sos Mäbchen das Gesicht in bie Kiffen.
„Sie sagen mir nicht bie Wahrheit!"
„O -Höch!" sagte bic Frau unb etwas in ihrem Lachen lieh Ella ausblicken.
Die Pflegerin ging aus bem Zimmer unb noch einer Weile öffnete sich bie Tür unb John Bennett kam herein. Do lagjie auch schon irt seinen Armen unb schluchzte vor jreube.
,Lst es wahr? Ist cs wirklich wahr, Papa?"
„Io, mein Herz, es ist wahr!" sagte Bennett. „Ratz wirb morgen hier fein. Es sind noch einige Formalitäten zu erledigen. Sie können feine Pe freiung nicht sofort erwirken, wie man das irt Romanen liest. Wir sprechen gerade über feine Zukunft. Ach, mein Mädel, mein armes Mädel!"
„Wann haft du es erfahren, Baler?"
.Heute morgen", sagte er ruhig.
„Hat es dich nicht entsetzlich geschmerzt?" fragte Ella.
Er nickte. „Johnson möchte Roy die Führtmg Der Bereinigten Maitlands übergeben", sagte er. „Dos wäre etwas Herrliches für Ray. Ella, unter Junge hot sich sehr verändert."
„Hast Du ihn gesehen?" fragte sie überrascht.
„3a, heute morgen."
Es kam Elio ganz natürlich vor, baß ber Baler ihn gesehen habe, unb sie bochte auch gor Vicht heran, wie e9 ihm,wohl gelungen sei, hinter bie elfcrlüa,« behüteten Gefängnismauern zu gelangen.
„Ich glaube aber nicht, Öatz Ray Iohnsorts Anerbieten annehmen wirb", sagte ber Vater. „Wenrt ich ihn recht verstehe, so wirb er es gewiß nicht tun. Er roirb jetzt keine ihm fertig artgebdtenc Stellung cülnehmen wollen, sonbern sich lieber selbe? empor arbeiten. Ella, er kommt wieder zu uns."
„Popo, wenn Ray rofeber zurückkkomMI,' sagte sie nach einem langen Schweigen, „würde es dir dann möglich sein, deine Beschäftigung, hie du hoch so hastest, aufzugeben?"
,3ch habe sie schon aufgegeben, Sieblirtg/' wiherie er ruhig. „Nie wieder! Niemofs wieder! Gott fei gebankt!"
Sie sah fein Gesicht Nicht, ober sie fühlte ben schauer, ber hurch hes Vaters Gestatt rarin.
Das Arbeitszimmer lag voller Rauchwolken. Dick Gorbon, besten Stopf ganz banbogiert unb besten Hübsches Gesicht ein wenig durch brei Querkratzer verunziert war, fatz in feinem Schlafrock unb Pantoffeln, eine SHalpfeife zwischen den Zähnen, wie ein Bild ber etwas mitgenommenen Zufrieden- heit ha.
„Sehr nett von Ihnen, Johnson", sagte er. „Ob Roy wohl Ihr Anerbieten onuehmen wirb? Glauben Sie es ehrlich, baß er befähigt ist, als Direktor eines so ungeheuren Unternehmens zu füngieren?"
Johnson sah zweifelnb brein. „Bei Maitlcmb war er bloß Angestellter, aber man hat vielleicht keine Ahtiung von feinen abmlniftrahpen Qualitäten."
„Sind Sie nicht fast ein bißchen zu großmütig gegen ihn?"
„Dos weiß ich nicht. Vielleicht", sagte Johnson. „IM möchte ihm natürlich gern helfen. Es find ja auch noch andere, weniger wichtige Stellungen da unb vielleicht würbe Ray, wie Sie jagen, nicht einmal einen so verantwortlichen Platz einnehmen wollen."
„Sicherlich nicht", sagte Dick entschieden.
„Mir scheint," sagte Elk, „das schwierigste ist, haß wir ben Jungen ganz aus ben Klauen ber Frösche befreien. Einmal ein Frosch, allezeit ein Frosch! Urtb bieser alte Herr Nr. 1 ist nicht ber- jenige, ber mit bert Hänben im Schoße basitzt unb feine Niebettage wie ein kleiner (Ebelmann auf« nimmt. Heule früh batten wir einen Beweis baoon. Johnson wurde in Ihrer Straße angeschossen."
Dick nahm hie Pfeife aus bem Munb unb sandle eine Wolke blauen Rauches in ben Nebel, ber über bem Raume log.
„Der Frosch hat austzespielt", fdgle er. „Die einzige Frage ist rtur bie, was ber beste unb wirksamste Weg fei, ein Ende mit ihm zu m-chen? Bal- her ist gefangen, Haan im Kerker Lew Braby, eiltet her hilfreichsten Agenten ist tot, nur Lola —"
,Loio ist fort'" sagte Elk. ,Heule morgen hot sie sich noch ben Bereinigten Staaten eingeschifft unb Joshua Broad war es, her ihr hie Ueberfahrt er- m'öglichke. Es bleibt also nur noch ber Frosch selbst übrig und bie Organisation, die er leitet. Fängt man ihn, so ist es mit ber ganzen Bande zu Ende."
(Fortsetzung folgt.)
und dann - nicht vergessen
Suppen, Soßen. Salate. Gemüse werden beim Anrechten tm Geschmack gekräftigt und verfeinert durch Zusatz einiger Trapfen
MAGGI5 Würze..


