Und das führt irrig Noch einen Schlitt weiter. Irdutmann rödr* Univesitäts- Musikdirs'töl. Im geistigen Leben unserer Stobt hat Vie Unioef- ptät die Führung. Daß sie e» auch im musikalischen hat, entspricht nicht nur alter Ueborlieferung, sondern ist in 8er Sachs begründet. Es kann nur (SinftihTntlgfeif darüber herrschen, daß es fd blei- den mutz. Auch im wohlverstandenen Interesse der Universität. AVer immerhin, sie hm in erster Linie die Wissenschaft zu Pflegen, und so kann sie sich der Tatsache nicht verschließen, daß nun schon leit geraumer Zeit Vie M u s i k w i s s e n s ch a f t an ihre Tore pocht und Einlaß begehrt, um ihren Platz ebenbürtig neben den älteren Schwestern einzu- nehmen. Trauttnonn hatte seit über -wanzia Jahren einen Lehrauftrag für Musikgeschichte. Aber er übte ihn nur in 8er Form aus. daß er auch für Laien zugängliche, durch Beispiele am Klavier unterstützte Dorträge hielt. Diese Borträge syste- malisch zu unterbauen und zu vertiefen, auch sich selbst in eigener gelehrter Arbeit am Fortschritt der Wissenschaft zu beteiligen, dazu war er weder vorbereitet, noch hätte ihm die Ueberfulle amtlicher Aufgaben dazu die Zeit gelosten. Bei seinem Nach- folger werden Vie Dinge kaum anders liegen. Der Kreis der omtlichen AukaaSen eines akademischen Musikdirektors ist ja mif dem, was oben verzeichnet wurde, nicht erschöpft, vielmehr erst umschrieben mit öem Hinweis auf die Pflege der Musiktheorie und die Pflicht, den Sfublerenbert die Wege auch Zur praktischen Ausübung der Kunst, zu zeigen. So häufen sich Sie Zchwiericfleitcn. Wie sie zu beseitigen sind, wie da« Dilemma Universität-: musik- bireitör und Musikwlssenschaiter zu lösen, das gehört nicht hierher, unterliegt zudem gerade jetzt der Erwägung durch Vie maßgebenden Steden. Soviel aber ist sicher, daß das Gießener Musikleben unter diesem Dilemma nicht leiben darf. So ist auch Vie Stadt, und gerade sie. an der Gewinnung eines hervorragenden Musikers für die Stelle des UnioersitätAmusikdirektors auf das höchste mter« ejfiert, und wir begrüßen es als eine erfreuliche Wendung, daß unsere S'-obtvöker durch kräftige Unterstützung unserer Bestrebungen diese Einsicht in Vie Tat umlegen wollen. Dur so ist es möglich. Saß unser Musikleben von der Höhe, die es vor dem Kriege erreicht hatte, und auf der es sich trotz der Nöte der Kriegs- und Nachkriegszeit mtö dadurch unvermeidlich aewordener Schwankungen pi halten vermochte nicht herabsinkt, sond-rn im Sinne besten, Bef es z" jener Höhe führte, weiter <fus- gebildet und gefestigt wird.
tmt) Tauschhandel etn, Besonders rege ift hier her Handel mit Leinen, das Männer und Frauen »ur Tlativnaltracht verwenden. Sodann besteht in Abessinien ein einträglicher Handel mit lebenden Straußen und Zebras, die über Adrs-Abeba nach der Hafenstadt Djibutt weitertransport'.ert Werden. Aus der Provinz Harrar wird hochwertiger Kasfee ausge'ührt. An dem Handel sind vorwiegend arabische Händler beteiligt.
Der Film bringt in vier Alten anschauliche Bilder von Handel und Wandel und der weiteren Kultur dieses abgeschlossenen Alben* landes, dessen Herrsche« vor 2000 Jahren als Könige von Aegypten geachtet und gefürchtet waren und vorübergehend ganz Aegypten sich unterworfen hatten. Di« Ausnahmen sind trotz der oft ungünstigen afrikanischen Belichtung durchweg klar und reich an fremdartiger, landschaftlicher Schönheit. Der Operateur hat aus einem großen Material die Bilder klug gemischt und auch heitere 2a#rLenen aus dem Leben der Eingeborenen beigegeben.
Der Schlußakt des Films zeigt die großartigen Tempelbauten Oöeragyptens, die Vier Jahrtausende überdauert haben. Wir begleiten die Expedition über Assuan mit seinem gewaltigen Ailstauwerk nach Luxur und Karnak, jenen denkwürdigen Stätten, wo einst, im Altertum als Weltwunk^r gepriesen, die größten Tempel- anlagen der Welt standen, an deren Ausbau seit den Tagen Aamses VeS Großen (um 1500 v. Ehr.) alle Pharaonen bis zum Untergang des ägyptischen Deichs to.«eiferten.
Wir durchwandern bei der alten Hauptstadt Theben das geheimnisvolle „Tal der Könige". Wir sehen abschtietzend Kairo, die größte Stadt Aordasrilas und die fünf tausendjährigen Pyramiden von Gizeh, die, besser als Menschen es vermöchten, Werden und Vergehen der Völler verkünden.
Somit bringt dieser Forscherfilm der Münchener LichtspiLliunst-A.-G. in packender Gegensätzlichkeit zwei lehrreiche Weltbilder von heute und gestern: hier ein farbiges Naturvolk, dem auch das Christentum während 1560 Zähren die Kultur des Aoendlandes nicht vermitteln konnte, dort ein ur.tergegangenes Hochkulturvolk, das den Priesterschacken einen kulturellen Aufschwung ver- danfte. dessen Hohe neben den erhaltenen Tempelruinen neue Gräberfunde — siehe Tutank- hamon — immer wieder bezeugen.
Gießener Stadttheater.
„Die ZirtuSPrmzesnn".
Die neue Operette von Emmerich Ää(märt, Text von Julius Brammer und Alfred Grünwald', in drei Akten. Es zeigt sich aber im Lause des Abends, daß die Väter dieses Werk s bereits im ersten Akt ihr ganzes Pulver verfchcsfen haben; musikalisch, szenisch und dialektisch. Auch im großen Aufwand der Ausstattung, in der Entfaltung eines „Milieus", das Don altersher, immer und überall, auf der Bühne wirksam ist. Der Blick hinter die Kulissen, so mitten in den Betrieb hinein, gefällt den Leuten immer; dergleichen verfehlt die Wirkung nie und ist eine theatralisch sichere Spekulation. Man erlebt gewissermaßen die Manege von rückwärts, die „große Dummer" hinter den Kulissen, den .LodeSfprung" auS der Zirkuskuvpel auf« galoppierende Pferd in der „atemlosen" Pause zwischen dem berühmten Trommelwirbel und dem vom Tusch Beamteten Beifallsklatschen, man sieht den „Auftritt und den triumphierenden „Abgang , man kann sozusagen die Dorhänae mit- Aäßlen. Man hört die alte, schwermütige Bajazzo- kkage fingen, man sieht den Direktor, den Clown, sechs Tanzgirls und zwei leücnMoe Pferde.
.Das ist alles hübsch und geschickt gemacht. Und Kälmün bringt auch gleich zu Anfang alles, was zu bringen hat. Geschmeidige, sanfte Musik, opereltenmäßig, sangbar und tanzbar, aber nichts iTcues. Wenn man frühere Operetten von xälman kennt, kennt man auch diese, die eben nicht Hie hinbenben, einschlagenden, zur Popularität geschaffenen „Nummern" aufweist, die man übermorgen auf allen Straßen pfeift, in allen Kaffeehäusern geigt, im kommenden Fasching tanzt.
Musik und Ausstattung machen Von ersten Akt. Die beiden letzten leben überwiegend vorn Libretto.
Noch dem Zettel von Brammer und Grünwald, aber man hat wirklich manchmal den Eindruck, als ob die Courths-Mahler auf ihre alten Tage aut Operette übergegangen wäre und beim Tertbuche der ,Lir- kusprinzessin" mitgewirkt hotte. Das bie ..Handlung" betrifft, so ist man ja von jeher in Operetten zur Nachsichtigkeit unb Duldiamkeit erzogen worben; immerhin — was beispielsweise der Mittelakt an Hilflosigkeit unb Witzarmut leistet, ist auch für eine Operette eine ganze Menge. Was sonst vom Inhalt zu sagen ist: bie große Demaskierung im zweiten, bie enbliche Verlobung im Schlußs't wären noch mit Nachdruck heroorzuheben; von den Vorzügen des ersten unb weitaus besten Teils der Operette wurde gesprochen. Einzelheiten oder gar „Zusammenhänge" des le^tbudjes wird man bil- ligccweise vom Lhronisten nicht verlangen. Der Schluß fällt sehr ab: Schwank ohne Orchester. Ganz zuletzt setzt Kalman noch einmal ein und instrumentiert eine überstürzte und unvermittelt ab- schließenbe Paarung.
Beibt Die Aufführung, die musikalisch von Kapellmeister Deff sauber geleitet war; H a m p e, der Degisseur, hatte eg schwerer.
Er entfaltete den ersten Th mit Schwung, hatte ein paar hübsch« Tanznummern einstudierr, konnte oder aus den mäßigen Schlußakten auch nicht mehr herausholen, als ein paar fituations- Lmische Pointen. 3m umfangreichen Ensemble: an der Spitz« Meta Liebermann (Freiburg, a. ® ) aU Fürstin Fedora Palinska. ausgezeichnet bei Stimm«, von aparter Eleganz in den großen Toiletten. Prinz Wladimir war Curt Hamps, eine gute Erscheinung, schneidig und lebhaft, ein richtiger Operetten fürst. Steinbrecher machte den Bajazzo, den Mister L mit dem TodeAfprimg aus der Zirkuskuvpel. unb wußte feine musikalisch dankbare Dolle besonders im ersten Akt wirksam zur Geltung z« bringen. Elle Simon. Miß Mabel ®ibfon, sah mit Puder Perücke und Balletröckchen sehr niedlich aus und halte eki hübsches Tanzvuett mit Fritz Hcyse der einen Bonvivant von der blauen Donau und Chorführer von sechs GirlS zu agieren hatte. Endlich Franz Sauer (a. G.), der als ObetfelLiet Pelikan Triumphe feierte. _
CS gab Beifallsstürme. Dr. Tn.
Turnen, Sport und Spiel.
Der Skifprung im Gelände
Der Skiläufer wird auf seinen Wanderungen oft feftstellen müssen, daß die Beherrschung der Bogen und Schwünge nicht ausreicht, alle im Gelände aus tretenden Hindernisse zu überwinden. Schmale Steilhänge, steile oder mit Strauchwerk bewachsene Gelandestufen z. B. sind meistens nur durch irgendeine Art des Sprunges zu überwinden. Selbstverständlich sind Sprungweiten, tote sie die Sprungschanze ermöglicht, im Gelände nicht zu erzielen; der Sprung soll hier ja auch nur ein Mittel zum Zweck fein, nämlich jedes noch so schwierige Gelände sicher zu befahren.
Führt man in fröhlicher Schußfahrt zu Tal, so wird man beim Passieren kleiner Bodenwellen stets das Gefühl haben, als ob die Bretter den Boden verlassen wollen. Geht man einmal seiner Spur nach, so findet man dieses Gefühl dadurch bestätigt, daß die Stier tatsächlich an solchen Stellen ein bis zwei Meter weit die Fühlung mit der Schneedecke verloren haben. Diese „Fliehkraft" der Schneeschuhe nutzt der Tourenläufer nach Kräften aus. Schnellen wir uns beim Passieren von Bodenwellen, Ge- ländestusen und sonstigen nicht au umfahrenden Hindernissen aus der Heinen Hocke hoch-vorwürts, unterstützen wir dieses Emporschnellen noch durch gleichzeitiges Dorwcrsen der Stöcke, kurz nach dem Absprung, so ist es möglich, Sprünge bis zu 10, ja 15 M:ter auszusühren.
Während dieses einfachen Gelände- s p r u n g s müssen Vie Skier möglichst weit, streng parallel zueinander, an den Körper her- angezogen werden. Den Gegendruck beim Aufsprung pariert man durch den Gegendruck der Deine. Bet tiefem Schnee und Bruchharsch vermeide man diese Art des Sprunges, wie überhaupt die Degel beachte werden muß, beim Sprung im unbekannten Gelände größte Vorsicht zu üben. Treten während Aunprunges Plötzlich Hindernisse auf, so führe man den Sprung seit-vorwarts aus. Durch fchrtetleS Seitwärts- relften des Körpers wahrend Ser „Luftfahrt" erzielt man eine Abweichung von der Fahrtrichtung.
Bei Bruchharsch einen plötzlichen Halt zu erzielen, gelingt oft nur durch den Quer- s p r u n g. Dreht man den Körper wahrend deS GelÜnbesprunges mit parallel gera tenen Sfiern soweit, raß man quer zu« Fahrtrichtung auf* kommt, so entsteht dieser plötzliche Halt. Man beachte: Körper stark hctngwürtzZ und nach vorn neigen, die Skier gleichmütig und bergwärts kantend, in den Schnee schlagen. Diesen Sprung wende man aber bei vereistem Schnce Nicht an; die Gefahr, Skier oder gar die Deine zu brechen, ist nämlich gro").
Steilhängs sind oft zu schmal, um sie in einer Dichtung schräg abzusahren, ober sie sind
zu steil, um durch Bogenhilsen die Fahrtrichtung mehrere Male ändern zu können. Auch bei tte'e.» Schnee find Hindernisse während der Schrägfahrt zum Hang mittels Bogen und Schwung schwer zu umgehen. Hier Hilst der II mf p eu n g aus allen Döten. Aus nicht zu schneller Fahrt heraus. Körper in der Hocke. Schneeschuhe streng parallel gehalten, wird beim jlmfptung der tal- seitige Stock in rascher Bewegung bis zur Sli- spihe vorgesührt. 3m selben Augenblick schnellt der geduckte Körper, sich am Stock hochziehend, hoch-vorwürts, den Stock als Drehpunkt benutzend, mn diesen herum. Die Haltung in der Lust ist die gleiche Wie beim Quersprung. So gelangt man in die neue Fahrtrichtung. S.cherer läßt sich öer Ämsprung bewerkstelligen. Wenn man beide Stöcke, jeder in seiner Hand verckle:- bend, vor der Slispiye einseyt. Aus diese Art kann man den Ilmsprung bis zur Spitzkehre steigern. .
Alle Hilsen, vom einfachen Stemmbogen vis zum ilmsprung. zur rechten Zeit angewandt und e^alt wie eine turnerische Äebung ausgesüyrt, gestatten dem Skiläufer das Befcchrsn jedes Ee- ländes bei jeder Sryneearr. Das erfordert viel Kraft und große Gewandtheit. schasst aber Freude am Können, Erziehung am Leib; das Ziel des Slisports ist erreicht.
Skili'eralur.
Kaum ein zweiter Sport ift in so erstaunlich kurzer Zeit populär g?wor^ert als der S.isport. Kannte man ihn vor wenigen 3abreN eigentlich nur im Hocyge<.irge, allensalls noch im Schwarz- wald und im ÄiesLNgrbivge, so er'reut er sich heute auch in allen deutschen Mittelgebirgen größter Belfelthclt. Von 3ahr zu 3ahr wirb die Schar der SlUausek größer, Sciverbünde und Skrkurse sorgen für sportsmäßige Handhabung der Bretter, für Training und Wettkampf. Auch die Literatur über den Skilauf hält wacker Schritt Mit dem Wachsen der Skigemeinde. Eine Deihe wertvoller, brauchbarer Bücher liegen uns vor. von denen wir zuerst nennen wollen 3. All em a nn: Der S ch n« e sch u b la u f (Band 7 von Westermanns Sportbücherei, Verlag G. Westermann in Braunschweig). Der Der- sasser macht an Hand klar verständlicher Abbildungen gründlich vertraut mit Sem Hand- «werlszeug des Skiläufers und gccht dann Sie technischen Grnnl lagen des Shneeschuhlduss in sympathisch eindeutiger Weise durch, auch für das Skiläufen int Hochgebirge w.rden eine D-che zweckmäßiger Datschlöge gegeben. Das Buch ist in- feiner klaren Vortragsweise und rtt.f Sen gittert Aböildungmt wohl geeignet, Sem Jünger des Skisports eia guter Freund zu werden. ■“ 3m Ullstein V t.ag. Berlin, ift tieft Theo Dein- Warth ein kleines Büchlein erfreuen: .,D e r Skisport", das im Aufbau dem erstginannten ähnelt, auch sehr frisch geschrieben ist. aber in
iMrtlf MHBi ri I II*» ■ ****"■—■—
manchem doch die nüchterne Klarheit vermissen läßt, die wir bei Allemann loben mußten. Bei Demwarth sieht man die Schwierigkeit, technische Fertigkeiten durch das geschriebene Wort klar und eindeutig zum Ausdruck zu bringen. Für beruflich halten wir die Wiedergabe von Bilder. die zeigen sollen, „wie man es nicht macht". Dichts prägt sich schärfer ein als Bilder, und nichts verleitet später in der Praxis mehr zu Feblcrn als falsche Bilder, ein gesührliches Experiment. — Ausgezeichnet illustriert ift dagegen Daytndens treffliches Buch „Die Ski- Schule"' (bet Dieck & Co. in Stuttgart). Die prächtig plastischen Bilder wie die sorgfältigen Zeichnungen sind allein schon Lehrmeister genug für den aufmerksamen Betrachter. Was Dahin- den aus dem reichen Schatz seiner Erfahrungen dazu sagt, zeugt von feinem Verständnis für das. was der Anfänger wissen will, was er braucht, um ganz in Sie Geheimnisse feine» schönen Sports «üvuOringcn, di« keine sind, wenn er sich über Handhaben und Kunftgrisfe. über Bedingungen und Grenzen de» Schneeschuh- lausS an Hand dieses Buches klar geworden ist. — Trefflich ist auch daS kleine Büchlein „Arlberg schule" Professor Ernst 3an- n e r s. deS bekannten SlilehrerS im Winterheim des österreichischen llnterricktsminister um« in St. Christoph a. Arlberg. Das Brcch ist das Ergebnis der berühmten Arlbergkurse ^vnb ist vor allen Dingen auch wieder für Leiter ähnlicher Kurse gedacht, aber darüber hinaus wird jeder Skiläufer au3 feiner Lektüre reich« Anregung erfahren. Man kennt Hannes Schneiders, des Gründers der Arlbergschuls. Stellung zum Telemark. Sen auch 3anner als „Paradeso wung der Lebungswiefe kurz abtut und ihm jede Bedeutung im Gelände absprlcht. 3n unfern Mittelgebirgen wird man nicht auf ihn vernichten wollen. Au^ezeichnet find die von 3anner empfohlenen Dorufungen. das sog. zweite Frühstück". Hebungen zur harmonischen Ausbildung des ganzen Körpers, die gewiß für den ..Ski- faugling“ wichtiger sind, als theoretische Kenntnisse sogenannter Trockenkurs«.
Die beste Sbi-Läuserin der Welt verunglückt.
3n L h a m o n i x ift die beste Ski-Läuferin der Welt, Hilde Brandt, bei einem Ausflugs in eine Schneewehe geraten unö erst mehrere Stunden fwäter in bewußtlosem Zustande aufgefunden trorben. 3hr Befinden ist ernst, unö es gilt als sicher, daß sie an den Schnecfchubwettlüuf.n in Biefemt 3ah« nicht teilnehmen wird
Meisterschaft
des Skiklubs Schwarzwald.
Die Meisterschaft des Sciklubs Schwarzwald wurde am 5. un) 6. Februar auf dem Feldberg ausgetragen. Die Beteiligung war sehr stark. Meister ' vom Schwarzwald wurde Ernst A ist sch e. Alt-Glashütten, mit der Dole 17.243. 3m kombinierten Lauf bet 1. Klaffe (Lang- und Sprunglauf) wurde Erster Adolf Steineri mit der Dole 16.91. Die Sprungweiten von Dietsche waren 26Lö und 27 Meter.
Aus dem 5. Bezirk
des Tutngau Hessen <D T.)
bpw. Butzbach. 6. 3ait Hier fand heute bi« dritte planmäßige Bezirksvorturner, stunde des Arbeits.ahres 1^16 27 ur-t r Leitung der BezirkSturnworte Hartmann (Bckd-Äau- heirn) und Lang (Lang-Göns) statt. Trotzdem nur die Verein« deS nördlichen BeKirksg^biete« dazu geladen waren, toar bie Deranftallung sehr stark befuctzt. Debm Sem dt'geneinen il^pungS» stoss waren besonders di« Freiübungen fär das GuusSst in Heuchelheim und ba-7 KreiS- turnfest in Darmstadt Gegen' an) Set Besprechung und Uebung. Dachsten Sonntag findet bie g'eiche Turnstunbe in Friedberg für die im südlichen Bezirk gelsgsneir Vereine statt.
Handball.
$p. vgg. Jürth süddeutscher Handballmelster.
3rt der Süddeutschen Han oallmei^.enchaft siegte gestern Sie Spielvereinigung Fürth über
Gustav TraUtmann und ?ar 6ietzen-rMusikledeul8"b-ly2 >.
Rückblick nnb AuHtzlick.
Von Professor v. vr. Gustav Krüger, Geh. Kirchenrat.
Die jüngst« Aufführung des deutschen Requiems, die der Konzertoekein und der Äkademijch« Gesangverein zum Gedächtnis Gustav Otto Trautmanns veranstaltet hotten, ruft uns jene Aufführung vom Mai 1897 in bie Erinnerung, in der ber ausgezeichnete Musiker zum ersten Male in Gießen bei einem größeren Chorwerk den Taktstock führte. Was die drei Jahrzehnte feiner Wirksamkeit für Gießen be= beuteten, bas Hot in knappen Warten unser Oberbürgermeister xum Ausdruck gebracht, als tr ber Witwe schrieb: „Es war bas Verdienst der Heimgegangenen, bah bas Musikleben unserer Stabt sich zu besvnberer Höhe erheben durfte und in ber deutschen Musikwelt einen Rang einnehmen konnte, um den — wie ich weiß — selbst Großstädte bie Stabt Gießen beneideten." Wer, wie ich, dies« breißig Jahre mit voller Anteilnahme an leitender Stelle bat erleben dürfen, ber bars sagen, baß in diesem Satze kein Wort zuviel gesagt, kein Ton zu hoch gegriffen ist. Ihn naher au erläutern, möchten diese Zeilen einen Beitrag nefem.
Ich greife die Jghre 1900—1913 heraus weil nur diese Zeit bei normalen Verhältnissen einen vollwertigen Maßstab für bie kritische Betrachtung zu geben vermag, unb stelle zunächst einfach Daten zusammen Wahrenb dieses Zeitraums wurden unter Trautmanns Leitung bie folgenben Chor, unb Orchester werke größeren Hüls — Komponisten in alphabetischer Reihenfolge —. zu Gehör gebracht: Bach, Matthäus-Passion (1904, 1907, 1914), Hohe Meße 1908), Weihnacht- oraiariuni (1900. Kantaten,. Beethoven, sämtliche Sinfonien mit Ausnahme der fünften (erft 1923), barunter die neunte wiederholt (1903. 1910. 1905 bei ber Schiller-Jubelfeier nur der Schlußsatz), M:ssa solernms (1901, 1909, 1913, auch 1924), Chorfantasie (1909), Messe in C (1913). bie zweite Leonoren-Ouvertüre (1904), bie Ouvertüre zu Corlolan (1905), bie Ouvertüre op. 124 (1906) unb di- (kqmontmusit (1909); Berlioz, vfequiem (1913); Brahms, Triumphlieb (1907), Schicksalslieb, Gesang ber Parken Nanie (1906). DruckNer, aroße Messe in ?-MoU (1924) unb Te Deum (1925). Sinfonien in D (Nr. 2, 1010) smb F (fJlr. 3,1900); Delius, Im Meerestreiben
(1910); Händel, Messias (1900, auch 1920), Judas Makkabmw (1911), Jephta (1914); Haydn, Sinfonie mit dem Pau.enfchlag (1901), MilitärünföNi« (1936)» Oxfordfinfonie (1907), 12. Sinfonie (19 0); Herzoge n b e r g, Die Geburt Christi (1915); Joachim, Ouvertüre (1907), Liszt. Dis heilige Elisabeth (1905). Der 13. Psalm (1911). Die Glocken Öes Straßburger Münsters (1911), Lamento 6 Trionfo (1900), Les Pr^ludes (1901, 1906L Tasia (1908). Faustsinfonie (1911), Menbelssoyn, Walpurgisnacht (1903), Elias (1917); Mozart, Requiem unb Maurerifche Trauermustk (1905). Sinfonie in Es (1904, 1907), Ouvertüren zur Zauberflöte (1901, 1905, 1912) unb zu Don Juan (1910); Reger, Ein- siebter und drei Choralmelobien (1917); Schubert, Sinfonie« in tl Moll (1906 1907) urtb C (1910); Schumann, Faust szöncn (1901), Manfred (1906), Sinfonie in B (1902); Strauß, Tob unb Verklärung (1005) Don Juan (1906); Tschaikowsky, Sinfonie oälhätique (1901); Verbi, Requiem (1000): Wagner, Chvrszenen aus Parsifal (1912), Vorspiel nnb Schluß bes dritten Auszugs aus Parsifal (1906, 1907), Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde H907), Siegfried Idyll (1907), Vorspiel, zu den Meistersingern (1906). Ouvertüren zu Tannhäuser (1901). Rule Britrtmfa kl908), Christoph Columbus (1908), Faust (1912); Wolf-Ferrari, La Vita Nudva (1910); Wolfrum, Weihnachtsmysterium (Urausführung mit szenischen Bildern, 1901).
Wie diese Aufzählung zeigt, ist neben den StanbroerTen unserer Klafsikcr auch bie moberne Musik ergiebig zu Worts gekommen. Es fehlt nur ber Name Reger. Daß wir mit ihm bekannt wurden, dafür sorgte der Meister selbst, der uns bei Gastspielen seiner Meininger seine Lustspiel- duöertüre (1912), die Hiller-Variativnen (1912), die Nonnen (1913), die romantische Suite (1913) und die Tondichtungen nach Bicklin (1914) vorführte. Auch bie erste Bekanntschaft mif Bruckner (3. Sinfonie, 1913) unb 8er öSDldlLSinfonie von ?r a h m s lNr. 1, 1914) verbankt Gießen Negers aktsiock. Die Aufführung aber bes Regerschen 10 0. Psalms (1925) sollte bl« letzte Tot Trautmanns bebeuten.
Will man bei trockenen Daten Leben einhauchen so muß man sich vor allem der gewaltigen Arbelwleistuna eines einzelnen erinnern, bie hinter ihnen steht. Trautmann hatte ja nirfjr, wie feine großstädtischen Kollegen, ein für größere Aufgaben geschultes Ord*«ffcr zur Verfügung, bas er nur mit leinen 'Absichten vertraut zu machen brauchte, und auch im Chor war es boch immer nur eine Minder
heit, auf Sie er sich oon Anbeginn verfessen konnte. In müyfamcr Kleinarbeit hatte er zäh von unten auszubauen. Da mär’« mit wenigen Proben, auch beim Orchester, nicht getan. Und wenn endlich bie technischen Schwierigkeiten gemeistert waren, wenn alles „geschliffen" war und „W. bann fehlte, ach so off, das (Selb, um noch ein, zwei Proben zuzu- ieljen, in benen ber Dirigent feine Scharen zu einer oergeistigtcN Auffassung hatte reif machen, sie „freilchwebend" Ztt ben Höhen hätte führen können. Ost genug war es Glücksache, db bie Aussührung gelingen oder ein« tückische Hemmung sich dem Cr- solge'in Öen Weg stellen würde. Mochte so Nicht selten bas Setzte fehlen, so steht doch fest, rwß olle biese Aufführungen, aufs sorgfältigste vorbereitet, getragen waren von echtem Musikergelst und sich, auf bas Ganze g'esthen, vor großstöbtischen Der- aiistaltungen nicht Zu verstecken brauchten. Wie ost haben uns Sänger urtb Sängerinnen von erstem Rang ihr freudiges Erstaunen zum Ausdruck ge- brachl Über bie tadellose Sauberkeit des Chor- gesangs und die unfehlbare Sicherheit des Dirigenten, dessen ßeltuno zu folgen Ihnen Genuß war, nicht selten auch Bereicherung ihres eigenen Könnens brachte. Wie oft haben uns andererseits die Mitglieder der Frankfurter, Homburger, Nauheimer Orchester. Vie wir zur Ergänzung der Kräfte unserer NegiM^Ntskavelle — auch ihres Leiters, des trefflichen Kakl Krauße, fei in Viesern Zusammenhang dankbar gedacht — heranziehen mußten, wie oft haben sie uns versichert. Satz unter Traiitmcmns Stab zu spielen ihnen ein« Ehr« und ein Vergnügen bedeutete.
Der Mann ober, dem Hießen das olles zu der# Santen hatte, war Sie Bescheidenheit selbst. Nie und niraenvs schob er seine Person in den Vordergrund. Äuch seine Kollegen am Orte, so deutlich sie seine Ueberfegenfteit empfanden, fühlten sich nicht durch ihn gedruckt. Sie sa,hen. wie wir alle, Saß es Trctutmanft nur um die Sach« zu fun war, und daß diese Sache für unsere Stadt ein Großes bedeutete. Niemand darf und wird verkennen, daß bie zahlreichen Vereinigungen, bie sich in Gießen der Pslege der Musik widmen. ]«be in ihrer Weise und an ihrem Platz kulturförbernd wirken. Aber ihre Aufgaben sind ber Natur der Sache nach und nicht ,t durch bas ifmen innewohnende gesellige Moment beorenzr. Aufgaben, wie die dbert skiZZier- ten, zu erfüllen, sind allein der Konzerwerein und der Atademisa^e Gefangvereirt in der Lage, aber u«ch deren Tätigkeit ist zur Mttielmäßigkcit der- dämmt, wenn nicht eine überragende Perlönttchl'eii sich ihrer dnrihnmt.
Atsch«
ftana Miltc W
(12).
5-6. 2WM(
An M Mz» Kikhes
Irntr
Pcn» ®cnt Hot' Offei L.D
■Sie fliinfl de- $ Demckke st- 5^-1 stellen'« gen öe» g(jn^
lährlE
Spick 0
Spiel 3-6-
Karl Lntsc Spot r.f. 1:0.
Im i
M der drrstM i krausc 9,15 ilbi Halberflc eine gidt
Dom
tungsg eine Besc wals in meistsrs llebsrschkc Dachmeis des Steinl MM«lu
in.etWti flänge ba schied, da ner vorschi
öer
A 60 nörflei -Mnf brachen. „ nahe, beso aus einer ^che schie, möglichen! An ganze raur ®ert, der o ..Am, d iert Ju b N Alte -"omitiei mein Shreni 8«i »erschiK ». W Be ?le hinütz Attt 1 ein oölliq ut yiöngnii c «'‘’Tuftuna $re'|e. itiif wurde, auf wußte gei ßefoTgt unt ».dehn $ Tur und fr 2ie ch« morert g-M , Der ”‘r ®^riif '"bett Hanl II Lch we J^itonbe n fcanime $je 2 ®ä«'e un ihm^v Sänfte ei k".Men< ».hinli £Neif. (i


