yj trennen Ich hatx mich petäufcht ui* bin bas Opfer hergelaufener Menschen gewor ben, deren f)atibiungen ich verurteile und n> : von mir Bxti*. Ich bebau re dos. was ich getan h.-de und verzichte 'vrmell auf rede oolinfch« 2ä:ig keil und ich beabsichtige, mich künftig al» log* aler | r ti n |5 | i | d)e r Bürger zu verhalten."
Ein neues Kompromiß in der Besoldungsfrage.
Berlin. 5. Dey Di« interfraktionellen Besprechungen lind auch heut. normitag vor dem Zusammentritt bt* Haushaliung-aus <r,u'ses wei- tera «gangen. Den Blättern zufolge stehl rt nunmehr fest, Daß der Borschlag de» Zentrum», die Auszahlung der Befvldungser Höhung vorläufig nut zu 75 v. H vorzuneymen, nicht mehr in Frage kommt, 'v daß alfo fotvohl Im Bliche toi« in Preußen di« voll« Auszahlung der Grhöhungssäh e vom 1. Oktober 1 927 <rb gesichert ist. Buch über di« Behandlung der TDorit» und RuDestanbs- beamten ist ein Kompromiß gechloksen vor- den. Danach werden die 'IDarteflantXbeamten in die einzelnen De oldungsgruppen abweichend von der Regierungsvorlage eingruppiert. Die Ruheftandsbeamlen dagegen erhalten nach der Reglerung-vorlag- «ine gestoffelteZulaa«. Au' Antraa des Zentrum« ift die Grenze. bis zu bet überhaupt eht Zuschlag erfolgen soll, von 16 000 auf 12000 Mark herabgesetzt worden. Bezüglich der Altvenfionär« ist vereinbart, daß die Befolbur.gserhöhung. die nach der R«- gierungsvvrlage DvH betragen sollte, auf o v H beraufflcfeot wird. Umstritten ift noch die Frage der Gehaltszulagen, bk im besetzten und «Hernals besetzten Gebiet sowie in einigen besonders teuren Städten g.z.h'.t werden. Bach der Re- gierung-vorlage 1-Hlen bk Zulagen wegsal - l e ii. während da. entrum an der Ausrechterhaltung sesthält 'benlo umstritten ift auch die Frage derGrhuhung Der Invalide n- rcn len, die t-orn Zentrum beantragt wird.
Dies« Angelegenheit wird wahrscheinlich in brr Form erledigt wer' a. bah d-as Zentrum eine Gnt'chliebunz e'.nbringt. wonach die Frage bis zur Beratung bei neuen Stal- verschoben und Ne Regirnng aufgefordert wird, wenn möglich. Mittel h.ersür bereitzuftellen. 3m Zu- sanmunhang mit den finanziellen TDlrfunflen ker Befoldungsvorlage steht auch die sogenannte V e r - CB r ü n I n o. die b:rfd>re'bt, bah eine Senkung bet Lohnsteuer erfolgen muh.
ahrc» das Aufkrmmei av6 der v?obnftcutr 6X* Millionen Mark Übersteigt, (o bah ' rfe» Aufkommen im aa izsn 3ahre nicht mehr als 1203 Millionen Mart b t:am Darf. Die Durchführung tiefet „Cer-'Brftnlng" wird als cnc Steuerangelesen- beit anaesprochen und von den Steuersachver- versiänbigen oter Fraktionen weiter beraten. Die zweit« Lesung der Blloldungsresorm im Ausschuh soll berart beschleunigt werden, bah die Abstimmung Im Plenum schon am Samstag, spätestens am Montag nächster Woche, borge« nommen werben kann. Man Hat sich schließlich noch barairf geeinigt, dah di« Gehälter noch vor Weihnachten In ihrer vollen H 6 he gezahlt werben und der Reglerungs- cnttmin rechtzeitig vor dem Fest verabsch.edet wird.
Das Keudelttelegramm.
Ter Nelchtzkanzler antwortet Vraun.
Berlin, 6 Dez. (Priv.-Tel.) Wie bi« ..Germania" erfährt, ift bas Antwortschreiben des Reichskanzlers an den Ministerpiä identen Braun wegen des Keudell- Lelegramm» nunmehr fertige ft eilt und an Die preußische Regierung a b g e f a n b t worden, liebet Den Inhalt keö Brieses wissen Ne ,.D. X 3" und Der Lok.»Anz." mi zuteilen, Dah der Reichskanzler Darin erklärt, von Seiten des Reichst nnenminifters habe ..weder eine scharf« Brüskierung, noch ein ostentativer Angriff" vorgelegen. Ferner habe Herrn v ÄcuDell Die Absicht fern gelegen, den preußischen Kultusminister Dr. B «ck e r zu beleidigen. Am Schluß wird gesagt, daß das Reichskabinett immer Wert auf gute Beziehungen zu den Ländern gelegt habe. Der ungewöhnliche Ton und Inhalt des Braunfchen Brieses nehme ihm aber die Möglichkeit, sich weiter mit dem preußischen Minister- Präsidenten über Dk Angelegenheit zu unterhalten
Zehn Jahre steies Finnland.
Bor zehn 3ahi-en. am 6 Dezember 1917. unmittelbar nach Der Revolution in Rußland, erklärte sich Finnland unabhängig vom russischen Reich. Aber bie’e Unabhängigkeit ließ sich nicht fo ohne weiteres durch einen feierlichen Landtagsbeschluß Herstellen, sie mußte erst unter blutiaen Opfern erkauft werden. 3n atlernächfter Rähe dieses jungen nördlichen Staates schluaen In ben Stunden seiner IDteber- fleburt die bolschewistischen Mellen hoch, die auch über feine Grvnzen hereinbrachen und Finn- land zu überfluten drohten Ueberall tm Lande rotteten sich voce Frefchäner zusammen, überall wurde die Beodlßerung terrvn«iert wurde das Bonner des Bolschewismus ..xtM-.- vxjcr. Gs wchte aber nicht lange. Deutsche Truppen eilten den schwer bedrängten Finnländern zu Hilfe, deutsche Krtegstehisf« schnitte, ben Revolutionären den IDcxi über den finnischen Meerbusen ab. In kurzer Zelt war Finnland, allerdings auch erst nach heftigen Kämpf n, an benen sich be'onbers die in Deutschland gedilde'en hnni- schen Kompagnien beteiligten, von der roten Herrschaft befreit. Grst fetzt tonnt« es daran geben, ferne Unabhängigkeit aut- und auszubauen. Kein Rachbar hat sie bis heute an,zu- tasten gewagt nicht einmal Sowjet rußl and. das. wenn es nicht mit dem eigenen Bürgerkrieg dauernd beschäftigt gewesen wäre, sicherlich Der- sucht bürte, auf« neu« Finnlands Seldft indiakeit zu bedrohen IDlr wünschen der finrri'eben Ration, daß lie ihr« Selbständigkeit, für die auch deutsche« Blut gefloßen ist. sich erhalten und durch Sicherung namentlich des Inneren Friedens die Bahn zu rvetterem Aufstieg ebnen möge
Aotstandsgebikie deutscher Wirtschaft.
3nten><((aftonen im Reichstag.
Oas Aachener Revier.
S • r 11 n . 5. De>. (VDZ.) Auf der Xagesorb- nung ftebt bte 3«ntrum»lnt<rptUatlon über bi« et- lage d < » Aachener Uirtschaftsgebie- t«e. Mit der Beratung oerbun&en werden Inter- fellationen der Keaierung»Parteien über Die fler- edrsfragen des Ostens rnb über Die winichast- sich« Notlage m der Pfalz imb den anderen b r « lebten Gebieten
Lbg. Sinn- Aachen (3«nir.) begründet Die In- lerpellahon über Die Notlage im Aachener Gebiet. Die Verhältnisse hätten stch Dort dauernd verschlechtert. In den letzten Jahren seien in biefem Win- schaslsbezirk 57 Industriebetriebe und jroei Berg werke ft III fl e I e fl t worden. Weitere Stillegungen ständen bevor. Der Aachener Wirtlchastsbezirk habe die stärkste Erwerbslosigkeit aufzuweisen. Die Ursache des Absterbens dea Krenzbezirk» läge Haupt- sachlich in den Derkehrsoerhöltnissen. Die schwerste Gefährdung drohe vom Auslande her. In den benachbarten hoftändilchen und belgischen Kohkenbezirken, die ihre Forderung in ben letzten Jahren dauernd erhöhen konnten, seien bereit» mehrere tausend deutsche Bergarbeiter beschäftigt. Der Aachener Bergbau leide ganz besonder» unter der Konkurrenz de» Ruhrbergbaues. Nur die Schaffung einer Doffer st raße fflnne dauernd Hilfe bringen.
Retch»wirtfchaft»minist«r C u r t i u • erklärte, die besondere Rotlage der Wirtschaft im Aachener Gebiet sei darauf zurückzuführen. daß die Eisenwerke diese» Bezirks durch den Versailler Der- trag ihrer Rohstoffbasis beraubt wurden. Weitere Schädigungen seien eingetreten durch die Besetzung und durch die Inflation in Frankreich und Belgien. Die Reichsregierung hat Die Frage ge- Srüft. ob und inwieweit ein weiterer Ausbau an Jafferftrahen unD Eisenbahnen oorgenommen »erben kann. Die Regierung wirb von Der Reichsbahn bestimmte Zusicherungen über bie künftige Tarisge- ftaltung im Sinne der allgemeinen Verminderung ber Frachten im Aachener Gebiet zu erreichen suchen.
Oer Osten.
Abg. Ehrhardt (Ztr.) begründet hievaus Die Interpellation über Die Masserst raßen und Verkehrs fragen Des Ostens. Zur Wetterführung des Mittellandkanals feien groß« Mittel bereitgefiellt worden, aber die notwendigen Mittel für ben Ausbau der Oder-Waff erst raß« des Klodnitz-Konils und eines billigen Transportweges des Waldenburger 3n&uHrie- und Kohlenreviers feien nicht zur Verfügung gestellt worden Dadurch würden groß« Wirtschaftszweige Ober- und Riederich! sien- kon- kurrenzunfähia gemacht und zum Gr- liegen gebracht werden Die gefäbrdrten Wirt- fchaftSgebiel« müßten verlangen, daß durch ein besondere» Gesetz diese Verk>hrsfraaen geregelt werden und eine leistungsfähige Wasserstraße von Oberschlesien bis Stettin gesichert wird.
Reichsverkehrsminister Dr. Koch erklärte: Di« ernste Finanzlage des Reiches bat dazu gesührt, daß an den Haushaltsplänen aller Ministerien erhebliche Abstriche voraeiwmmen werden mußten, von denen auch der Mittellandkanal betroffen worden ift. Die für 1928 an gefordert en Geldmittel sind so ft ar! eingeschränkt worben, daß mit der Fertigstellung des Mittellandkanals nicht vor 1937 aevvchnet werden kann, wenn es in den nächsten Jahren möglich sein sollte, höhere Bauraten zur Verfügung zu stellen. Sntspvcxchende Sinlchränkun- gen sind auch für di« Ober notwendig gewesen. In ben folgenden Jahren werden jedoch zur planmähigen Fortsetzung be-3 Ausbaues der Oder weit höhere Beträge slüflig gemacht werden müssen Die Arbeiten für den Ausbau d'S Oder-Spree-Kanal» werden norau»- sichtlich 1930 beende: sein.
Oie besetzten Gebiete.
Abg. Hofmann (Zentr.) begründet dann ein« vom Zentrum und der Bayrischen Bolls- partei eingebrachte Interpellation, tue flch mit
der Rotlage Der Rheinpfalz befchäft.gt. Seit neu* Jahren leide bi: kerndeur'chc Pfalz unter der französischen Besetzung. It: sich als bnmr.er.- der. nu XrbriUfenber Fakt: : im W rrschart»- imb Kulturleben erhalt« 150 0Ö3 Hektar besten QI cf erlaube» seien von Den Franzosen a (» Flugplätze in An pruch genotnrim worben Dazu komme bie Ad^nürung unb Vr Berluft des wtrrschaftlichen Hinterlandes durch bu S a a r g r e n zc unt> kNkrch t\-
LochrinoenH Besonders nvtl«ib.nb sZ bie Öanb- w.n chast. die flr.ne Schuh- und Ztgarren- industrie D'.e landw-.rt^chaftlichen Kredite sollten angestcht» dieser Rotfage veriänger: werten. In der Ptalz treiben sich jetzt viele internationale Hausierer herum, die sich auf den Schutz der Be- fahungstruppen berufen. Die Pfälzi'che D^klcha': bitte die Reg.erung. sie hierpon zu befrr.en Bei der 2leurtöelung der Beamtendesoldunz sollten die den bedrängten Beamten In der Pfalz gewährten DNlichen vonderzulagen erhalten bleiben.
Abg. Dr. D r D a n be r (Dn.) begründet Interpellationen ber Deutschnationalen und der Deutschen Bvlkspartei über bie rrrrtsetzaftliche Rotlage in der Pfalz und Im Bez.rk Trier. □ r unterstützt bie Klagen de» Borredner» über die Verhältnisse in der Pfal^z und erörtert die Rot. die durch den unverminderten Besatzungs- bruef in der dritten Zone, in Rheinhessen und hn Bezirk Trier entstanden fet Die deutsche Wirtschaft hx diesem Grenzgebiet leide außerordentlich durch Di« Ueberfchwemmung mit lothringischen Produkten. bL« über die Saargrenz« emftrömen. Dort w.-rde svanzö ischer- feit» bt« Zollverwaltung in einer Form gehandhabt. die schlimme« Zustände frettwruft, als an irgendeiner anderen Stelle der Westgrenz«.
Staatlfefretär Schmid vom Reichs- ministerrttw für di« besetzten Gebiet« erkennt die Berechtigung der Klagen an. Die Grenzziehung de» Versailler Vertrages hab« der Wirtschaft in diesen Grenzgebieten schweren Schaden zugefügt. Ss sei zu hoffen, daß durch das deul'c>fran.,bsifche Handelsabkommen auch von der Wirtschaft der Pfalz und der anstoßenden Gebiete die früheren Beziehung.-n wenigstens zum Teil wiederhergeftellt werben können und dadurch Industrie und Landwirtschaft wieder stärkeren Absatz finden. Domx lonrme der schwere Druck der Besetzung, ber die Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte auf» äufzrrs« behindere. Die Reich»reaierung fd bereit, die Äaargängerhllfe fortzusetzen und aus dem Grenzfvnds für den Westen Mittel bereit- zustellen, um bie rieften Schäden insbesondere auch auf dem Gebiete der Verkehrsverhältnisse und de» kulturellen Leben» zu befestigen. Sine bauernbe wirtschaftliche Gesundung werde freilich erst erreicht werden mit ber Beseitigung der entscheidenden Ursachen ber Rot, der Be- setzuna unb der unnatürlichen Da ar grenze
M»g. Fischbeck (Dem) spricht die öttpar- hmg au», daß bei den bevorstehenden deutfch- französischen 'JVrbanMunden über da» Saar- a b k o rn rn e n durch di« deutschen Unterhändler auch bie Rotstände tn den angrenzenden deutschen Gebieten Zur Sprache gebracht werden. Di« Regierung müsse ein umfassende» Wlrt- schaft»prvgramm für die Dren^gebtete vorlegen. Arn wichtigsten sei bte schleunig« Aufhebung ber B« setzuna. Wenn sie erreicht werden soll, müßten freilich die Deutfchnatlonal« den Kamps auf geben, den sie in Prvv tr^z Versammlungen gegen Ötrefemann» Außenpolitik führen
Aba. Mollath (Wirtfch Dg.) erörtert die scharfe Konkurrenz, die dem Kohlenbergbau be» Aachener Revier» durch Holland unb Belgien gemacht werde. Hier Rnne nur durch gründliche Reformen im Verkehrswegen geholfen werden Der Redner verlanat vor allem Hilfe für den notleidenden Mittelstand im Grenzgebiet durch Sleuerstundunn
Deiterberakung Dienstag. Abstimmung über die Mißtrauensanträge gegen die Reich»regte- nmg.
Aus aller Welt.
Eifenbahnunglück eint» Schnellzuge» Berlin—Dien.
Wien, 6. Dez. (7VTB. Funkspruch) Der Schnellzug Berlin Dresden Prag-Wien, ber gestern um Veil Uhr nachts hätte eintreffen sollen, ift beim Aussahrtsignal von der Dtatson DigmarSburg in einen haltenden Düter- zug htneingefahren. öln Zuabegleiter wurde schwer, eine Reitende weniarr schwer und 20 Bcrlonen leicht verletz:. Sämtlich« Reifenden wurden mit einem Hilsszug nach Wien gebracht Der Koxnponist Richard Strauß unb seine Gattin, bte sich im Zuge befanden, blieben unverletzt. Bon dem Güterzug wurden vier Wagen vollständig zertrümmer: und um« geworfen Born Schnellzug entgleisten der Loko- ntoiiDtenbcr, der Postwagen und ein Perf?nen- wagen.
Zusammenstoß zwischen Personenzug und Auto.
Der Personenzua Erfurt — Rordhausen überfuhr an einem Bahnstberaana Der nach Ober- *Pi«r fubrenbtn Straße einen Lastkraftwagen mit Anhänger Der Führer bt» Wagen» war sofort tot. ber Bei wagen sah re« fl a r b im Kranken hau». Jm Gepäckwagen entgleiste, wodurch Die eine. Streck« auf einige stunden aefprrrt wurde Dte verlautet, hat Di« Brems« De» Auto» o c r • o g t. Da» Auto Durchbrach bte gZchlostent Schrank« :nö rourb« von btm hrronb rauf «oben ,3upt yr- trümnwrt.
120 Schaft verbrannt.
Bei einem Seutr auf Dem Mühlhaufen tn Thüringen denachdantn Rlttsraut Breiten- berg. Das Durch einen schadhaften Kamin ent« stanD. verbrannten 120 Schaf«. Da dl« Feuerwehr infolge Des berrfchenDe-'. Waf- fermangels machtlcs gegen Das Feuer war. Wegen Der Windstill« kam das Gutsgedäude selbst jedoch nicht in Gefahr
Schwere» Sd>ifl»anglu<f
Der norweglfch« Dampfer .E i ha o" unb der griechisch« Dampfer .Paraguay wurden •"‘Xge eint» heftigen Sturmes an hi« Küste non Avrbkarollna geworfen. Von ber .Paraguay" find vier Personen ums Leben gekommen Der übrig« Teil ber Im ganzen an» 48 Köpfen bestehenden B« ayung wurde gerettet. Schwierig gestalteten fich bi« Ret
tungsarbeiten bei der .Ltbao". ba es infolge der schweren See den Rcltunasbootc-n nicht gelang. an da» Schiff heranzukommen Die aus 24 Mann bestehende Besatzung des Schisse» fellle tlch nach Art der Berasteiaer fest und sprang dann in» Meer. Die RettxmgSboot« slichten da» Se'lende auf und zogen bie Besatzung an Land Acht Mann ber Besatzung Warrn als >i« landeten, bewußtlos, sie konnten aber ins Geben zurückgerufen werden
Eine Kompagnie oon Parlamentariern
In Polen werden in den nächsten Tagen sämtliche ehemaligen Senatoren und Abgeordneten, die ihrer Militärpslicht nicht vollkommen Genüge aeleistet haben, zum Heer einberufen werden Alle Parlamentarier, die bisher überhaupt noch nicht gedient haben, sollen einem War'chauer Regiment zugetellt werden Hier wirb aus ehemaligen Sejmabgeorbneten und Senawren «ine eigene Kompagnie gebildet werden, wo ihnen Gelegenhei: gegeben würbe, zu lernen .bas Vaterland auf «ine wirksame A r t unb Weife z u verteidigen al» sie es bisher getan haben".
Dir Grabinschrift eine» Totengräber»
fluf Dem Friedhof in W e r t h e i m a. M befindet sich folgende «rabin|<bnlt: ..Ich. Totengräbrr dieser Stadt — Steh' hier wohl unter tausend Leichen. — Zch fütterte Den loD recht satt — UnD Dacht« mich fo Durch)»Ichlrlch«n. — Er aber sprach Auch Du bist mein' — S e r Gruden gräbt, fällt felbst hinein?"
General oon Coerocnfelb f.
Der ’rübrrt Generaladftuanl des Kaisers unb ehrmallae kommandierend« Grneral des Garbekorps. General ber Infanterie a. D. Rllred v. Ooewenfeld, ist tm 80. Lebensjahre in feiner Berliner Wohmmg verstorben
Eine iagrntHld* Glftmtschert».
Das Schwurgerich: Heidelberg verbandelte gegen di« lebige Fabrtkarbeimein Anna P'aller aus Wiesloch w«;en Mordversuchs Die jlngcflcjtc. Die erst 19 all ist, fand bei Den Obeleuier. Gnarlho rn in öd men Untrcfunjt. und bald mlwlaelten fich Beziehungen zvifchen ihr und de« Ehemann Die P'a.ier. hie ben Wunfch bitt«, den Mann tu heiraten, faßte ben Plan. Frau ®ngittern aus
ber Welt j« ‘Soffen. Rach ei new vergebllchm-. Ber'uch, bie Frau in eine« Srein brnch in ^«n Ava rund tu ftürjen ‘chürrere he be Frau Ä l ee f a 11 t n Die S upv «. Fra SngG- horn fchät/te aber Verdacht und ließ bi« Suppe untersuchen. Do» Mädchen wurde zu zwei ?ahrr» Gefängnis verurteilt.
Metxrfea eef einen britische« Dampfer
Dl« Xboiiralität teilt mit. daß 30 bewaffnet« Banditen in sechs Soorrn «men Angriff auf den briri'chen Dampfe .Siangtai<" unterhalb von Ilfchang avs'ührtrn Der zwei» Ingenieur. Der Quartiermeister unb ein» ander» Persönlichkeit würben gelötet. Der Kapitän des Dampfes wurde gefangen genommen Ter britische Martnekvmmanbrur fetzte sich wegen der Sntfendung zwei« honen gegen Die Banditen mit dem chtne' »chen »tiwrel Bang'en in Berbindung. Zwei brulltfrt Jtananen- boete sind nach ber Stelle abgegangen.- e>c d« Hebers all ftat gefunden hat. Die Banditen fordern für bie Freila'fung des Kapitäns Valve ein Löfegelb in Höhe von 130000 Dollart
Amerikanische».
Gtne amcrikanllche Zeitung tm baite Da* bama brachte kürzli h folgende Rot z
.Mister Gene Mattews kann trx ler spucken als irgendein anderes M.lglted b r Handelskammer (I). Or gewann Da» Stehl packen beim Ausfluge dieser Organisatwn in dem Grand Vienne-Park."
Daraus scheint bervorzugeben. baß «S außer dem Stehspucken (aus dem S and auch noch Wettbewerb« Im Spucken m 11 Anlauf gibt.
Kunst und Wissenschaft.
<lne Novelle von Gottfried Keller al» Opernftoff.
Im Wiesbadener 6iaat»tbeater wurde ba» lyrische Drama In sieden Bildern „Romeo und Juli« aufbemDorft" oon Dem deutsch-englischen Komponisten Frederlk Dellu» lur tfr<tai Mübrung gebracht Die Oper, Deren lertbud) die gleichnamig» Novelle von GottfrieD Keller zuorund« liegt, ist vor 20 Jahren In Berlin au» Der Taufe gehoben unb seitdem in Deutschland nicht wieder gegeben morde». Sie schwelgt in einer musikalischen Stimmung»- malerei von au»ge|proAfn im?7,Monistischer Farbigkeit Der lleben»würdig«n xart getönten Akuflk mangelt «» jedoch gänzlich an formaler Gliederung, an klaren melodischen Linien und vor ollem an dramatischem Einschlag, so daß sie da» Ohr aus di« Dauer nicht im Bann zu haften vermag Deshalb blieb Die Aufnahme De» Werken auch zlemlutz fühl, trotz Der (ehr guten Wiektergab«, Die oon Ko pell- melfter Zulauf musikalisch unD oon J> Schüler szenisch geleitet wurde.
Aetherwellen-Mustk.
In Mannheim führt« Der russisch« Protest« T b « r e m I n, ber mit seiner Aetherwestenmufik be- rc.r in oerschiebenen ctäbtrn größte» Aussehen er- r«1 seine Erfindung einer Zuhörertchaft vor. unter d,r sich auch ber badische Staafpräsident Rem- m • l e befand. Ein kleiner Apparat, zwei bannt Stöbt, «In paar Drähte und «in großer Sautspr» cher — da» ist alle», wo» Professor Theremin braucht, um Klänge verfchiedener Stärke entstehen zu losten. Er greift mit den Händen In Die Luft bewegt sie langsam auf und nieder, unb au» dem Lautsprecher glaubt man bald den Ton einer menschlichen Stimm«, bald d«n dn«r zarten Helge zu hören Der Eindruck mar überwältigend
Oie Wetterlage.
Mm tag. den 5 Dnt^btr 1027 7»a6endi
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Wegen technilcher Störungen .m?oafi»nb«a#T Eingang der tlunKprüdie.
Rur in unserem (Bebtet und tn Suddeutichtanb «riolgi lemperenirTÜdgawL während im übrige« DeuH^tonb allenchawen ' t ranltrng statt- gefunden bot Aachen hoU« heute morgen p4u» 7 Grad Cetsiu». Gteßen rwinu» 3 Grad E«lftus.
Se Itereereuelee« für Mittwoch RebetiG-motklg, stellenweite au'br.! -mß. oerr-nyett Rochttrost. in der Haupttech« trocken
Witt«rung»ou»sichi«nfürDonner»- log portbauer be« W,nerungßchoratter».
Tempcrtiiuren om 5. Deumber mittag» 3 Grob Lelstu». abend» mleu» 0.7 Grad Celstu» am tz De- temtzer mente«» mlnue Grob Celstu» Hanmum XI Grad Celstu», Minimum mitiu» >3 Grad Celstu» Erbtemperaturen t« 10 Zentimeter Title am 3. Dezember. abend» 1 Grob Celstu». am tz Dezember: morarn» 0.6 Grad Celstu» — Sonnenscheindauee: brti Bierte.'ftunben.
Bf t Irr tag# aus dem Hoher ovekapf
Win^ Oft. Vetter beiter; Temperatur: 0 Grad Eelstu». Raudretf; Reulckme«. keiner. Schneebob« 0 bi» If Zentimeter SprnmS-Nchkeit ziemlich gut.


