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legte er da» 2ünt de» Generaldirektor« nieder da er nach leiner Meinung Hhr die Austtrllung diele» Posten« zu all geworden »ar Doch blieb er mit der Gelellichatt auch in den lryten Jahren 'eines Leben« durch ein Auttichtsrat-mandal eng verbunden. Da sein Unternehmen nicht seinen Hanum trug, ist er nicht ebenso bekannt geworden wie die anderen arosten Führer der rheinisch- westfälischen Industrie wie Thyssen, Krupp oder Sl'nnes. dessen Srpan ionspolltik ec freilich auch niemals nachzuahmen versuchte. Mil ÄtrDrri Hal er daran gearbeitr' die RuhriohleninDuftrie in rinem Berbond »r sammen-u'chllehen: aber Äir- hort» Rame ist dfler al« der seine genannt wor­den. Wenn leine Person auch weniger in da« Licht der Oeflentlichkeil gezerrt wurde, so ist Deutschland dennoch verpflichtet. diesem hervor­ragend^ Mann einen ehrenvollen Plast in feiner DirUchalt-gefchichte zu geben. H. R.

Theatergemeinschast Gießen Oberheffen.

CM wird von vielen Mitbürgern auf dem flachen Lande und in den kleinen Stabten schwer»- lich empfunden. datz ihrem Sehnen nach guter Theaterkunst so verfrältnismästia geringe ttrful- lunasmöglich ketten gegenüberflehen Zwar be­mühen sich gelegentlich Dolksbildungsvereine unter einer ruhngen Leitung auf die eine oder andere Art den Mitgliedern und Mitbürgern ihre« Ortes Theaterabende au bieten. Meist handelt es sich hierbei aber doch um Dillelanlenwerk. da« natürlich - auch schon infolge unzulänglicher DühnenauSslaltungömöglichkeiten bei aller freundlichen Würdigung de« lalbegeisterten Eifer« nicht al« hochwertig« Thealerkunst angesehen wer­den kann. In einigen anderen Otten bringen Wandertheater von Zeit zu Zeit Aufführungen heraus, bei denen zwar die Darsteller ernster zu bewerten find al« jene Dilletanten. bei denen aber wiederum infolge der mehr oder minder primitiven Bühnenverhältnisfe eine hochstehende künstlerische Gesamtwirkuna nicht erzielt wird. Unter diesen beiden Gesichtspunkten kann man wohl mit Recht von einer Theaternot de« flachen Lande« und der kleinen Städte sprechen Um dieser Hot entgegen- zuwirken. haben wir in einem Artikel unter der UeberschristThea ter gemeinde Gletzen-Ober- hesfen" in Ar. 73 vom 27. März 1926 die Schaffung eine« Gemeinschastsverfrält- nisfes zwischen dem (Siebener Stadt- thcater und den theaterlosen Städten und dem flachen Lande durch die Deran- staltuag von Fremdenvorstellungen in unserem Vladttheater empfohlen, die Den aus­wärtigen Theaterfreunden gute darstellerische Kunst bieten sollten. Die zuständigen Stellen nahmen damal» unseren Vorschlag mit grober Sympathie aus, lecher aber versäumte die be­rufene Instanz die Durchsührung de« für gut befundenen Gedanken«.

In diesem Jahre hat mm die Verwaltung de« Stadtlheater« unsere Anregung vom vorigen Jahre laifroh aufgegriffen und zunächst f ü r die W i n I e r sp i e lze i t 1 927 28 Frem - den-Dvrstellungen int Stadttheater eingerichtet. Diese Vorstellungen finden jeweils an Sonntagen statt, sie werden zu ermä­ßigten Preisen gegeben, schon Im Hin­blick auf die Fahrkosten der Velucher. beginnen um 6 Uhr nachmittag« und finden gegen 9 Uhr abends ihr Ende. Alle Vorbedin­gungen. die der Theaterbesucher von auswäri« al« wesentlich ansehen wird, sind hier erfüllt: erträglich« Kosten, sritfrzettlger Schlutz, damit der Qlbentaug nach der Heimat noch erreicht werden kann, Auskühlung an einem Tage, an dem man lich erst i'ph ter Lust der Werktage I).it erholen tbnnen. Also eine zufriedenstellende Lösung nach jeder Richtung bin I Datz die Verwaltung Des Siebener Sladttheaters mit dieser Einrichtung aus dem richtigen Wege ist, beweisen die Ve- suchSziffern bei den bisherigen Fremdenvvrstel- lungcn, die für den Anlang einer Einrichtung, deren Einbürgerung nicht von heute auf morgen au ermöglichen ist. sehr zufriedenstellend sind. Merding» must gesagt werden, Datz diese Frem- denvorsteilungen stündig gut besucht werden müssen, wenn sie zu einer Einrichtung von Dauer werden und den Theaterfreunden in den kleinen Städten und auf dem Lande Immer eine Quelle köstlicher Erquickung fein sollen. Dor allein ist e« auffällig, daß z. B. au« den Rach- barorlen Annerod und Steinbach Albach bisher noch fgjt jede Beteiligung fehlt. Diese Orte haben gutf Autoverbin^un-^en fn da st di- rasche lind bequeme .'deiinkehmidgli^jkeit ('-'eben ist. Hier scheint e« 61« leht nur an ein'in M inn? zu fehlen, der die A i I'g nheU organl'a orisch in die Hand nimmt, sowohl mit der V rwollung de« Stadttheaters wie auch mit dm Autobetrie­ben. Sehr verwunderlich ist e« s'rner. baß au« unterer Rachdar'iaD' Orünberg troh ganz ausgezeichnet r S ä'.a^-endzug-Derblndung (ab Diesten 20.43 Uhri sich noch g r keine Jn'eressen- ten gnnclbtt hav-n auch hier ist wähl als Grund anzunehmeu. hast diese neue Einrichtiing de« Siebener Stad theatTr« tron Mitteilung an die Gründerger Derwalttma noch nicht genügend be­kannt ist und feine 3 eile die organiRitor ich« Arbeit leiste' Eine befer* Gelegenheit zum Be- htdtv guter Theateraufführung m bet ange­nehmer abendlicher Heimk hrmögllchkril können sich »mfere ®ninher«r Rachbarn doch wirklich nicht »un chen! Au« der Dichtung Nidda haben die Städte Lich. Hungen und 7! i d d a schon Besucher zu de,, flremD mnerfte nung-~n g?ld>kft. nmerhin könnte die >^,HI vieler Theat.rgäste' gemessen an der Zahl her »mtoohn-r. noch Ux ent lieb höher lein Au« Schotten hön man die Meinung, der Theaterbesuch H den Schottener Interes e:,ten leider nicht möglich weil ihnen die Spätadendzua-Verbindung von A-.bda mich Schot­ten sehle. Zunächst wäre einmal testzufteilen. ob nicht wenigsten« einmal im Monat eine fo grob« Zahl Th^^erbesucher Wammen kommt, daß die Reichsdahii einen Sonderzug wenn auch mir aus zwet oder drei Wagen bestehend, am späten Abend de« Theaterbesuch« fahren kann. Ist nicht möglich, so könnte doch der Autooinnidu« t*8 v Iweck verd an de» Schotten-Hungen ober da« Krastauiv de« HerbanDe* Aidda-Ulfa den Heim­transport der Schottciicr Theaterbdudxr von Ridda nach Schot en übernehmen. 3t nc Lösung wäre allo schon zu finden, wenn nur der Organi­sator dieser Sache, der leinen Mitbürgern d^imit leinen schlechten Dienst erweilen würde in 'Schotten beroerträte. Uebr.gens könnte auch au« den Dörfern an den Babnstreken Diesten Aidda und Ziesten lirünbcrg eine ledd ;lt -re Be­teiligung an dielen guten und bitt gen Theater­abenden. nach deren Schluß mjin noch bequem mit

dem Zuge heimsahren kann rintrtten. Beisprel- gebenh tollte frier da» preutzische Rachbardori Distmar lein, da« keine Bahn verbi- düng am Svätlonntagabend hat. sondern auf das Auto an* wiesen ist und trotzdem b,«frer eine lehr grotzr Besucherzahl den ZrembenvorsteUung.m zuge­führt fre

Du Förderung der Pläne der Giestrner Theaterverwaltung, die auf eine engere künst- lerilchc Verbindung unterer Stadt mit der Pro­vinz abzielen,cllte von den Verwaltungen der Städte, von den Leitungen der Volksbildungs- t»creine, her Berkefrrsvere.ne ufto mit Eiter ge- 'chehen In den Dör ein sollten die Psarrer oder tie Lehrer ter O eft e A ieit ifrrt Un e stütz».ng leihen Durch dic'e Mitarbeit würde ei e «freale - gememschait hergestellt bzw. verlieft, von der beide Teile nur Gewinn haben können Der Ifreatemot der Mitbürger draußen in der Pro­vinz. von der wir oben sprachen, kann durch em 3uiamm. rarbeiten der G ehener Theaterverwal- tung mit den Führen» de« geistigen Leben«, den Lettern der Beriehrsorganisationen und den mah- gebenden Stellen der Verwaltungen in bester Weile cr.lgegengewirkl werden. Man braucht

in den kleinen Plätzen nicht geistig zu ..ver­sauern" wie man da« manchmal hört, wenn sich Männer finden, denen es eine schöne Aulgabe dem Weg« über die Fremtenvorstellungen de« Eichener Slaktttheaters Teil haben an einer guten Thea:erkuntz. bk über die mancherlei Widrig keilen De« AI!:aaslebens hinaus erhebt und gei­stige Werte schafft, von Denen Spannkraft für Da« tägliche Leben und Ringen auigefrt. Was der Voll-bildungsverein in dem preustilchcn Dorfe Distmar durch feine rege Uhidrbei: an dem Werke Der Ifreatergeme, nchafl mit Eichen zum geistigen Wohle feiner Mitglieder und Miidürger bisher schon geleistet Hal. sollte auch in jeder kleine: Stadt und in ledern Dorfe Oberhessen«, die entweder mit der Bahn oder mit dem Auto noch Abendvcrbindungen für die Heimkehr haben, möglich fein. Ad gen sich überall Männer hnben, die sich zum Vesten ihrer Mitbürger mit voller Hivgabe in den D.cnst ein ec dauernden Ifreater- gemriulchatt Eiehen-OderhcNen stellen, ui Dem Ile für die Ausbreitung de« Jntereffe« an den FvCrchen,'Srfkellwiaen 1tn Eicstener Sladtthealce wirkens ,/L

Das evangelische Dekanat Gießen

in den Zähren 1925 und 1926.

Am nächsten Dienetaa, 8. Rovemder, tritt im Johanncssaal der dlesjäyrige Dekanatstag de« Dekanates Eiehen zusammen dem der nach Vortrag des Referenten. Pfarrer Satt­ler. Wieseck, im Dekanatsausschuh genehmigte I ihreSbericht über den kirchlichen und reli­giös-sittlichen Zustand der Dekanatsgemeinden in obigem Zeitraum norgelegt werden wird

Die lattsam bekannte lot her 'anheskirche legte Den Eemeinden schwere Opfer aus. worunter örtliche Aufgaben leiden muhten: eine Besserung frier, wie bei Der Kirchens!euervercinlagung ist aber bereits in Den Berichtsjahren sestzustellen. Während Die Zahl Der Abendmahlsgaste in den letzten vier Jahren nur kleinen Schwan­kungen unterworfen gewesen ist, hat der schon früher sestgestellte langsame Rückgang Der Kirche nbesucher nach einem Ausstieg um 1 Prozent im Jahre 1925 eine schwache Fort­setzung bei den Erwachsenen erfahren», in gerin­gem Mähe hat sich diese Abwärtsbewegung bei den Kindern fortgesetzt. Wünschenswert erschein! eine weitere Einbürgermig der K i n d er­go 11 e « d i e n st e. wo Die örtlichen Verhältnisse dies gestatten. Für Die Christenlehre. Die unter Feftseuche. turnerischen und sportlichen Veranstaltungen u. a. vielfach leidet, sind günstig lautende Berichte weitaus in Der Mehrheit

Stark berühr! wurden die DekanaiSgemeinden Don der 70. Hauptversammlung De« Dustav- Adols-Verein« in Dietzen und der dortigen Mis« sionSauSstellung Der Baseler Mission. Anerken­nende Erwähnung sindet Die wertvolle Reform«-» tionSfestn ummer De« ..Eich Anz." anläß­lich De« 400jährigen Jubiläums Der Rejormalivn inHes | en. Der DvlkStrauer- taa am Sonntag Reminifzere tourDe nicht einheit­lich begangen. Au« vielen Eemeinden werden Erntedankfest-, Weihnacht-- und Krippenspiele ge­meldet, neben örtlichen Mission-festen wurden Misst miSabende und MissionsstunDen gehalten. In zwei Eemeinden Evangelisationen, ferner ein BolkSmIssionsfest und die Feier der goldenen Konsirmation (Allendrf a. D. GDa.k zu Gemeind«- abenhen kamen Vorführungen De« Dethelfilm« unD ein WeihnachtSoratvrium (Beuern).

Getauft tourDen 1925: 1507 unD 1926: 1502 Kinder. Kirchlich getraut wurden 1925 : 462 und 192c: 473 Paare. Konfirmiert wurden 1925: 1255 und 1926: 1270 Kinder (Sine Kon­firmationsentziehung kam 1925 vor. und diese leihet bei dem Führer einer Gemeinschaft I Verstorben sind 1925 : 932 Evangelische, von Denen 636 kirchlich beerdig! wurden: 88 Kinder wurden ohne Mitwirkung des Geistlichen nach Herkommen beerdigt, davon 8 in den Land­gemeinden. 1926 waren die betreffenden Zahlen: 910. 660 unD 11. Bei hn Iahte 1925 im Dekanat lebend gebotenen 1584 und verstorbenen 595 (1926: 1536 unD 910) ergibt sich für beiDc Iahte ein Geburtenüberschust von 939 und 626. Die Seelenzahl des Dekanat- betrug 1925: 65 197 und 1926 . 65 274. Von der evange­lischen Landeskirche getrennt sind 1925: 123 Freireligiöse. 142 Alt-Lutheraner, 340 Apostolische und 175 Methodisten. Baptisten und Darbhsten. zusammen 780 Personen: 1926 131 Freireligiöse. 106 Alt-Lutheraner, 304 Aposto­lische. 125 Methodisten. Baptisten und Datvysten. ..Andere evangelische Thrillen" 1, zusammen 670 Per onen. AuS her katholischen Kirche zur evan­gelischen traten über 1925. 5. 1926 9 von Den Konfessionslosen trat 1025. 1 In Die evan­gelische Kirche, ausgetreten lind zur katholischen Kirche 1925. 1. zu 'Duftigen Gemeinschaften 12, ohne llebertritt 27; 1926 lauten die ent prechen­den .Wahlen: 0. 15, 67.

Mit lobenswertem Elfer ft e 1111 n Ihre Kirchen wieder her: Wieteck. Kirchberg (ganz): im Innern Allenders a D. L. und Heuchel­heim. Wie'eck. Allendors a d. Lda und Heuchel- beim erhielten eine neue Kirchei beizuna. Watzen­born-Steinberg Die erste elektrische Alten-Bufeck muftte wegen gröherer W,ederberftellung De« Dache.' von Turm unD Kirche feine Heizung zu- rüdftellen. Oine neue Orgel und Kirchenuhr mit 3Ufer.'lättern bekam Heuchelheim. neu ausge- weitzl wurde die Kirche zu Wayrnborn. E'.ek» Irische e.euchlung erfrielien Heuchelheim. Allen- horl a. d. Lda., Treis. Erotzen-Buseck. Oppenrod, wo auch ein neuer Kirchturm mit zwei neuen Glocken und Ubr einaeweiht wurde Wiederher- gestellt wurde der Kirchturm in Haufen Die Orgel von Allendori a. d. Lda. erhielt ein neue« Oebläe und neue Prolpektpsetten. auch das Frauengestühl wurde hier zur Häittc erneuert, öine neue Glocke erhielt Garbenleich Veuher- richtet wurde der Altar zu Lang-Eon« Heuen Verputz erhielten Die Psarrhäu'er tn Treis unD Allendon a. b Lda ; einige Beraube nm gen er­hielt und im Innern neuhergestellt tturbe da« Pfarrhaus in Lang-Göns und Leihgestern, neu- bewonen Da« Pfarrhaus zu Pohl^-ön-

Garbenleich. 1923 von der Pfarrei Haufen losgelöst, beschlotz Wiedervereinlgung mit tiefer ttn.zwilchen erfolgt). In Kleln-Linden. wo eine Be prechung von Kircheu-orstand und Gemeinde- deriretung mit hem Suixrintcnfentrn betr. Ver- felbständigung Der Kirchengemein»« stattland mufrre Der schon beschlossene <,Marrbaue5au inegen ftnanAteilet Totlage 1925 auf be fern Zetten bet- fefroben werden Der Ausgang De« Aech sstre te«

über Die Baulastfrag» in Wjef^ck lieh ander« Gemeinden drohende ähnliche Prozeij« ersparen.

Unter den wenig erfreulichen Eocheinungen der Aachkriegszcil wird in dem Zafrre«>er'cht das zur Entfremdung vom gotlesdienstttchen Leben weiter helfende Ueberhandnefrmen von Vereinsfestlichkeiten beklagt, tn diese« Zusammenhang aber den Mitgliedern der kirch­lichen Organe eine dankbare Ausgabe gezeigt Der Eonntagsgedanke wird in den Vor­dergrund gerüat. wogegen Der Wochenend« geb ante da» Dekanat in feiner Entfernung von der Grotzstadl in Den nächsten Jahren kaum berühren Dürfte. Unehelichen Geburten lmeist vor­ehelich vgl Wohnungsnot!) wird die frühere Wertung als Gradmesser für Den sittlichen Stand der GemeinDe nicht mehr .zukommen.

Der Oesfenllichkeitswille unserer Kirche möge in der Beschaffung Der neuen Kirchensahnen sich immer stärker kund tun, Die Erfahrungen, die man mit Den Jugendvereinigungen macht veranlassen zu Dem Ruf: ..Laien an Die Front!" Sin evangelisches ® emelnDe- haus hat Lang-GönS beschlossen: ihr 25jähriges Bestehen feierte die Krankenpflege st a- tion Alten-Bufeck: in Klein-LinDen sinD Die früheren finanziellen Schwierigkeiten Der KleinkinDer'chule behoben, während Heu­chelheim wegen ihres Weiterbestehen« feine Klein- kinderschule noch nicht wieder auf tun konnte. Burkhardsfelden konnte auf 50 Jahre Kelnkinder- schule dankbar zurückblicken.

Von den Kirchengesangvereinen feierte der In Treis sein 25. Jubiläum. Die Frauenvereine, von denen der in QUlen- dori a. D. Lda einen Filmostoapparat stiftele, be­gannen mit Besuchen von Verein zu Deren,: der Wartdurgaussiug des Verbandes bleibt ihnen unvergetzttch.

An milden Gaben gingen aus dem De­kanat ein 1925 : 80 644 Ulf.: 1926: 77 109 UU. Der Durchschnitt auf den Kopf der evangelischen Bevöikerung in Pfennigen beträgt 1926: 112 gegen 76 Im Jahre 1924.

Aus der Provinzialhauptstadt.

(Sieben, Den 5. November 1927.

Die ÄerlebrSvorschr.ften für Radfahrer.

In Der allgemeinen 6 tra fr ehe er« kehrSordnung. die am 1. November in Kraft getreten ist, werden folgende Verkehrs- Vorschriften für Radfahrer erlassen, deren genaue Beachtung den Radlern im 311- gemein.ntereffe. aber auch zum eigenen Besten dringend empfohlen sei.

Jede« Fahrrad must versehen sein: 1. mit einer sicher wirkenden Hennnvorrichlung: al« 'olche gilt auch eine Rucktritt-bremse: 2. mit einer pelltonenfren Glocke zum Abgeben von Warnungszeichen. 3. während Der Dunkelheit und bei starkem Rebel mit einer frellbrennenoen Laterne mtt farblosem oder gelblichem Glase, welch-' Den Lichtschein nach vom auf die Fahr­bahn wirft. So em an dein Fahrrad ein Rück­licht geführt wird, ist geibrote Farbe zu ver­wenden.

Der Radfahrer ist Dafür m rantwortkch» hast das Fahrrad sich in vorfchristsmähiaem Zu- itanhe befindet und tt>äfrrenh der Dunlelhett und bei starkem Rebel in vor geschriebener Weise be­leuchtet ist. Er darf auf einem einsitzigen Fahr­rad nur K.nder unter 6 Jahren und auch dtese nur, falls für sie eine geeignete Sitzgelegenheit aus dem Fafrrrade vorhanden ist. nut nehmen, Gegenstände darf er nur mitnehmen. falt* sie !elne Bewegungsfreiheit nicht bec ntracht gen und Menschen oder Sachen nicht gvfäfrrdm. Der Rad­fahrer ist zur gehörigen Dvrficht bei Der Führung seines Fahrrades v.rpslichtet.

Hinsicht:ich der einiuhaltenden Zahrgefchwin- digkeit hat sich der Radfahrer fo zu verhallen, datz er stets hx bet Lage ist. seinen Berpfltchtun- pen Genüae zu leisten. Bei tebem Bergabfahren ist es verooten, beide Hände gleichzeitig von der Lenkstange oder Die Fütze von Den Fusttritten zu nehmen. Da« Umlreifcu vo«x Fuhrwerken. Men'chen und Tieren und ähnliche Bewegungen die geeignet find Menschen ober Lachen zu gcfilbrh.n. Den Verkehr au stören oder Tiere cheu zu machen, sind verboten Da^ Atthängen an Fahrzeuge ist verboten.

Der Radfahr.-r bat überall dort, wo es die Srch^-lhctt des Verkehrs erfordert durch deutlich hörbares Glockrn.Aeichen rechvenig auf das Rahen des Fahrrades aufmerksam xu machen Da« Ab­leben von Glockenzeichen ist sofort ein«u6ii:en. wenn Ziere Da Dur 1) unnifr.g oder scheu werden. Das Abaeben zweckio'er oder belästigender Glockenzeichen ist ,u imterlaffen. Der Gebrauch von Signalpfeifen. Huppen und beständig tönen­den Glocken (Schlittenglvcken u Dgl.), sowie von vgen Radlaufglocken feiern He Derart in Ver­sündung ml! der Hemm'^rricheung stehen datz ie ertönen, wenn und lotange diese bi Anwen- Dunq gebracht Wird, ist unterlagt. Merit der Radfahrer, dast ein Tier vor dem Fahrrad cheuk oder datz fönst durch Da« Dorbet*afrrtn mit Derr Fahrrade Menschen oder Tiere tn ®e- rafrr gebracht werden, fo bat et langsam zu fafrren unb eriorderitchenlalls Mort ohjuteigen

Für den Radfahrverirchr gelten Die aUgcnwtai gültigen Vestimmu^.gen übet das Rechtssahv». Efnb.egen, lleberfrolcn und Ausweichen

3um Radfahren sind Die Dafür ein gerichteten besonderen Deae tRadfadrwege». 'oweit Diese zur Aufnahme des Radfafrrvetkedrs ausreichen, andernfalls Die für Fuhrwerke heft-märten Fahr­wege zu deirutzen. Außerhalb gelchlottener Ort- fchafkvn darf mit Zwe rüdem auch auf Den neben Den Fahrwegen fr in führenden, nicht erhöhten Ban­ketten gefahren werden. Bet Benutzung Der Ban­kette Darf Der Qkrfefcr Der Fustgänger nicht ge- stört Weeden. Die Bankette Hal Der Axitfafrrer bei Annäherung an F- ganger t ch^eitig zu verlassen, sofern dies licht inögltch ist. Hai er abzusteigen. Das ÄuiSamf kann den Radfahr- veriehr auf 'Jkaen. Die für Fuhrwerke nicht be- ftimmt ftnD. zulafsen.

Das Dertfähren und die Beranstattung von Wettfahrten au' öffentl chen Weg.m ftnd ver­boten. Ausnahmen bedürfen der vXnefrmtgung De« Kretsamt«. das Im einzelnen Falle die be­sonderen Bedingungen sestsevt

Wir^cHcr tCorticnmnrttprcifc.

kosteten auf dem freutigen DochenmariI das Pfund Butter 180 bi« 190 Pf.. Matte 30 bis 35 Küfe 60 bi« 130. Wirsing 3 bis 15. Weiß­kraut 4 dis 10. Rotkraut 10 bi« 15. gelbe Rüden 10 bis 15 rote Rüben 10 bi« 15 Spinal 25 bis 30. Rbmifchkrhl 10. Rosenkohl 40 bl« 45. Feldsalat 80 bis 150. Tomaten 40 bis 50. Zwiebeln 10 bis 15. Meerrettich 25 bis 80. Schwarzwurzeln 40 bis 60. Kürbis 3 bis 10. Kartoffeln 4 bi« 5. Acpfel 8 bis 20. Birnen 8 bis 20. Gänse 100 bis 120. junge Hahnen 90 bl« 110 Suppenhühner 100 bi« 120. Rüffe 35 bi« 45 ha« Stück Eier 17 ins 18 Blamenkohl 20 bie 130. Salat 10. Gndt- Dien 10 bi« 20, Ober-Kohlrabi 5 bis 10. Reltuch 10 bts 20. Sellerie 20 bl« 40 Radieschen (Bd) 10

* Warnung vor un I icheren Bau- und Sparvereinen. Dem Amtlichen Preutz Pressedienft wird au« dem preutz Mlnisterirnn für Dvllswvhlfafrrt gridmeben Immer wieder, und namentlich befonDct^ häufig in letzter Zeil, find Fälle bekannt geworden, in Dcn.ii Wohnung- suchende. Siedlungs- unD Baulusttg. verleitet durch weitgehende Versprechung n und sallche Berechnungeangaben. sich neutp-gründ.' n Bau- oöer Sparunlemehmungen leichtgläubig an ge­schlossen und dann, statt in Den Befttz einer War­nung oder eines Eigenheimes ilntemefrmupgen anvertrauten Ersparnisse restlv» verloren haben. Selbst wenn man noraueknt datz es sich bei diesen Reugründungen, Dxe al« Bau- oder Spargenofsenschoften. Siedlungsvereine und dergleichen auftreten, nicht um Äbininhelgrün- hungen mit dem Ziele de« Betrüge# handelt. Ion- dem um Unternffrmungen. Deren Gi-ünd r und Leiter Die ehrliche Abficht haben ihren Mlial- Dem zu einer Wohttung oder einem Etgenfr im zu verhelfen, eine Unterstellung, an Die zu glauben manchmal recht schwer ist so must demgegenüber Doch Darauf Hingewiefen werden, dast erfafrrxmg«gemä6 Die sichere Gewähr hierfür bei Den meisten Reugründungen Durchaus nicht bestehe. Denn zum Bauen gehört nicht nur Leih­kapital, Da« heute nur unter grotzen Schwierig­keiten zu b,schaffen ist. sondern auch eigenes Geld: meist ist weder Da« Eine noch Das Andere sicheroestellt. Jedenfalls lassen Die mit Den Reu- gründungen gemachten Erfahrungen äutzerstc Vor­sicht geboten erscheinen Zur Vermctdung von schweren Enttäuschungen unD SchäDigangen lärm nicht einDringllch genug Davor gewarnt werden, ihren verlockenden Anpreisung.n zu vertrauen und ohne vorherige genaue Prüfung der Sicher­heiten und eingehende Erkundigung bei geeig­neten S eilen mit ihnen Verträge abzufchli st?n oder Ihnen gar Gelder zu überq b?n

(Eine Schwarzwaldreise in Wort und Bild ermöglichte am Donnerviagabevd die Doriraa»i)«reintgung einer austerordentlich grotzen Jitteressenlenschar durch einen Vortrag, Den ,sro,i Äottman n aue Stuttgart in Der 7icuen Aula der Laschesurstoersilot hielt. Do» Jstteresse für diesen Vortrag über den «chnxirzwald war jo stark, d<^st die grotze Aula in allen Teilen vollbesetzt war. Die (fr- Wartungen der Besucher wurden durch die Rednerin de, Abend» in beiter Weise erfüllt. Frau Holt mann konnte natürlich nicht in lebe» der melen schönen Winkelchen de» Schwarzwaide» frineinf jhrm. s>« muhte sich notgeönmgen auf einen grotzen nut- jchnitt au» dem gewaltigen Land schatt »bi Id. uim Zeil nur auf punttartifle ^rroahnung de» Schönsten, de» Charakteristtschen befchranten.äki» sie aber ihren Zuhörern zu sagen und in wunderbar n Lichtbildern in zeigen hatte. u>ir so ungemein fesselnd, dah der lbend für alle Teilnehmer zu einem (Eriebni# beut- schen Heimaigeiste» öeutfder fteüroillfbe wurde. Die 'Burlroflfn.'x führte ihre groht f)dr<rgemfinDe zu­nächst Durch Den nördlich n schwar(ux>4D, anfchlie- steno folgte ttrr Wai deriahrt durch Sen südlichen Te«! dieses erhobenen W«ilSoebirge» Da» tlolfriebm lernte inan durch fesselnde Äittelluirgen der Rednerin und durch schon, Bilder ubrr die Trachten Der Schworuvaldbewohner. über ihre Wohnweife in den eigenartigen Schwarzwal.>i>auj»rn der flauem, über chr Harle, Scha'ten >>on früh r Äinbth- t an. in gro­ben Zügen kennen Datz daneben auch der Industrie öee Schwarzwaide», der Uhrensabrikaiion. icnme der Bäder und vtädle in grasten Strichen gedacht wurde, fri t« voll'landigkeit h-alder noch br:ont. Per oov kreisliche Von rag Ser durch eine «roste Reihe guter Lichtbilder besten» bereichert wurde mirfr Ix den Rermem de» Schw-irznxilde» die -dc u< vielem Teile untere» lk)led.T.<-e» nur no.v iwrueft. bei den andern aber da» Jnter-ttt an Ihm <Mrf gemedt haben. Der Abend war #in mertroUcr Gewinn nicht nur für die Zuhörer. Ir Sern auch ur die gute Hei

> zeichnete Bednenn durch brr i Bortvi« ? rle neu» freunde hier gev'onnen ho! Mtt Kechi n« ir6t der Uorlragenben durch lebhaften Beifall berg ch gedankt. Auch der Vonnag»oerett,»a-.>na. die bleien «enu st reichen Abend vermittelte, se« hier die «rbubrrnbe Ane.kennunq gesollt.

® l * Teulfchno. »nal Frauen- grupp« der-m'ial'ete am Mittwoch unter dem Doriitz von Frau Klevltz einen ;mi( rnabteb

Wollene Kolter

1550

Kamelhaardecken

Daunendecken

c. o. Reuter