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Donnerstag, 6. (DHober (927
177. Jahrgang
Br. 234 Erstes Blatt
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Dr. Fnedr. Will). Lange. Berantworilich für Tohuli Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H Ihyriot: für den übrigen Teil Ernst Blumfchein: für den An- zeigenteil fiurt tzillmann. fämtlid) in (Sieben.
WGiehener Anzeiger
ZW General-Anzeiger für Oberhessen richten. Bnjeiger tiefte«.
|Hie*1M> vniik und vtklag: Srüstl'sch- Unl-trsilSlr-v»». und ritlndnicktrtl R. rang« In «Ittztn. Schnstlklwn? und «ksch^Irltli S»nl»tra^e 7.
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so ist e8 nicht zu txrtounbern. dast der 'Kordamerikaner. dein doch die wichtigsten Wirckchafts- zweige Merikos gehören, aber in diesem Land kein gern gesehener Gast mehr ist. von Zeit zu Zeit sogar m Lebensgefahr geraten kann. -Bei dem Kampf gegen den Katholizismus, der noch vor wenigen Monaten ganz aufoerorbcnilid) heftig durch das Land tobte, ist eS ebenso wie bei allen revolutionären Erhebungen und auch bei dem letzten Aufstand in Mexiko zu schwerem Blutvergießen gekommen, und die Amerikaner, die für ihre großen, in Mexiko angelegten Kapitalien fürchten, wollten mit der letzten soeben stattgefundenen Erhebung wahrscheinlich einem neuen Präsidenten den Weg bete ten, der nach dem Dorbild des Diktators Diaz w.eder energisch für den Schutz deS fremden Eigentums in Mexiko eingetreten wäre, ohne, wie Ealles. auf die Röte deS mexikanischen DolkeS Rücksicht zu nehmen.
handelt. Sogar in Algeciras wurden zahlreiche Verhastui-gen vorg.'iwmmen. Man vermutet, doh dort zahlreiche Bombendepots entdeckt worben sind. Es scheint, daß, falls der Einschlag in Madrid m stlänge, er in Algeciras aufs neue wie- verholt. werden sollte in dem Augenblick, in dem das Königspaar sich aufs Schiff begab, um die ‘Hcife nach Marokko anjutretcn. Ueberall in Andalusien sind zahlreiche Personen verhaftet
weit oer
in Deutschland kein Unbekannter ist, da er vor einigen Jahren hier zur Kur weilte, ist «n Der- bündelet des Generals Obregon und ein Mann, der das Bert rauen der breiten Masse des meji- kanilchen DolkeS geniefjt. Sein Wahl'pruch war ebenso wie der seiner unmittelbaren Dorgänger: „Mer iko den Merikanern. los von der Vormundschaft der Bereinigten Staaten, und Land für den 2kndio!"
Degen den Willen der Dcre.nigten Staaten konnte sich aber bisher in Mexiko auf die Dauer [eine Regierung halten. Doch scheint es. als ob das mexikanische Dolk auch keine Regierung mehr dulden will, die den Vankees entgegen- kommt; die Schwierigkeit, die divergierenden Interessen Merikos und der (Bereinigten Staaten auszugleichen, könnte langsam zu anarchistischen Zuständen führen. Südliche Völker pflegen ihren Leidenschaften unverhüllten Ausdruck zu geben;
Obwohl ter spanische Diktator sich dazu entschlossen hat. das bisherige Regierungssystem allmählich abzubauen uiu) w e.er zum parlamentarischen überzugehen, scheinen in Spanien doch nach wie vor Kräfte am Werke zu sein, die auf seinen gewaltsamen Sturz binarbeiten. Es ist bekannt, welche Schwierigkeiten er gerade im Ofsizierkor p s zu überwinden hatte, doch hat man niemals erfahren können ob ec sich zu Zugeständnissen bequemen mußte, um den Frieden im Heere sicherzustellen, oder ob er tatsächlich einen restlosen Sieg davontragen konnte. Uebe.Haupt ist es heute unendlich schwer, ein Bild von dem zu machen, was in Spanien ist und was werden soll. Die Zensur unterdrückt jede Mitteilung, die sie als der Diktatur abträglich ansieht. 3n* solgedessen weist man auch nicht, was es mit jener Verschwörung aus sich hat, deren <uel darin bestand. König und Diktator zu ermorden, die jedoch noch rechtzeitig ausgedeckt werden konnte, 'Sie'e Unklar>)e.t üver Strömungen und Stimmungen im Dolle ist natürlich Spanien keineswegs dienlich. Entweder neigt man unter diesen Umständen lehr leicht zu pessimistischen Betrachtungen oder ist überrascht, wenn sich eines Tages irgendwelche (Sreignijfe von weittragender Bedeutung einstellen.
Die Aufdeckung des Komplotts,
zahlreiche Vcrhaftunqcn im ganzen Lande.
Paris, 5. Olt. (WTB.) Wie Havas aus chenbayc meldet, gaben Reifende, die aus Spanien kommen, über das jüngst in Madrid enthüllte Komplott folgender. Berich:
„Die Madrider Polizei hnt in der N a au zum 1. Dttober eine fieberhafte Tätigkeit entfallet. In der Direktion der Sicherheitspolizei sind die leitenden Personen bis in die ersten Morgenstunden des 1 O’tober auf ihren Posten geblieben. Sämtliche Minister haben sich von Stunde zu Stunde über die erc gniffe unterrichten lasten, da es sich um d i e Entdeckung eines anarchistischen Komplottes gegen das 8 eben des K o - nigspaares handelte. Die Polizei hatte in der Nacht von den Vorbereitungen zu diesem Komplott Wind bekommen und sofort Verhaftungen porgenommen Der Chefredakteur der Zeitung „Libertas", Lezama, wurde als erster fe ft genommen. Da man in diesem Augenblick noch mcht die Gründe für die Verhaftung kannte, glaubte man, dast dieser verhaftet worden fei, weil er int Besitze einer Kopie von Nueva unterze'chneter Schriftstücke sei. Auch die folgenden Verhaftungen deuteten auf basklbe Motiv h n Bald aber wurde man über den wahren Sachverhalts aufgeklärt. Auster Lezama wurden verhaftet der frühere republikanische 2lbg. Barstrero, ein Major, ein Leut- nant Romero, eine Person namens Godofredo, über die nvch nichts weiter bekannt geworden ist, sowie 14 21 n a r th i ft e n. In der Frühe des nächsten Tages fei die Zahl der Verhaftungen auf 40 g stiegen. Bei den verhafteten Anarch ften habe man Bomben vorgefunden, die zu einem Anschlag auf das Königspaar benutzt
Gegen die Diktatur in Spanien
Der Plan eines Bombenallenlats auf das Königspaar.
werden sollten in dem Augenblick, in dem dieses nm 1. Oktober vormittags noch feiner Ankunft auf dem Nordbahnhof wie gewöhnlich im offenen Wagen durch die Stadt in die Residenz fahren würde. Es ist festge,telll worden, dost diese Bomben von einem 2lr- tiller ie off izier her gefüllt worden sind. Während der ganzen Nacht haben Polizeibeamte in Zivil die Umgegend des Nordbahnhofes überwacht und zahlreiche ^ausfuchungen vorgenommen. Selbst Journalisten, die sich zum Empfang des Königspoares auf den Noidbahnhof begeben hatten, mustten verschiedentlich ihre Auswlise vorzeigen. Das Königspaar begab sich auch nicht wie gewöhnlich im offenen Wagen, sondern im g e • schlossenen Wagen in das Palais, was unter den ahnungslosen Zuschauern Verwunderung erregte. Die Polizei hat entdeckt, dast es sich um weigte Verschwörung lgeciras wurden zahlreiche
worden."
Die' Marokkoreise Les Kön gspaares.
Ceuta, 5. Okt. IWTD) Das spanische Koni g s p a a r und Primo de Divera srnd heute mi'tag hier gelandet. Sie wurden von einer grossen Menge Spanier und Eingeborener begeistert begrüßt.
D'.e spanische
Nationalversammlung.
Madrid. 5. Olt. (Wolss.) Gestern toutile eine Liste von 4)2 Per'önlichle ten veröffentlich!, die von der Regierung als MitglieSer der Rationalverfarnmlung ausersehen sind. An der Spitze steht Z n f a n t C a r l o s von Dour- bon, der Schwager des Königs. Es folgen Gene- ralkavi'.än Weyler, 2Dmiral de la Pu ent e, drei Kardinale, mehrere Generale, mehrere Mitglieder beiderlei Gc'chlcchts aus der Hocharistokratie, zwölf frühere Minister, darunter Danguas, mehrere Manner und Stauen aus Literatur und Presse, «2 ehemalige Abgeordnete und Senatoren, ferner Damen aus der Finanzwelt. Gemah i em Wunsch der Regierung, dast a 11 e poli.tsche Parteirichtungen in der 2lat ionalber* amm.ung vertreten seien, sieht man unter den Rarnen Mitglieder der äuhersten Rechten und der äußerlten Linken. Schließlich ist daran zu eritrnern, dast hohe Deamte, verschiedene M'.n^ster Pras-.- denten und Mitglieder oerschiedener Arbe.ter- miffionen, Derireter der ilniuerf.tatem der Provinzial» und Stadtbehörden in der —ift€ verzeichnet sind.
Der Europäer, der bisher an die wachsende Vorherrschaft des Angelsachsentums in Amerika glaubte, sieht mit Erstaunen, wie der ‘flanke in Mexiko immer mehr in öle Defensive gedrängt wird. Die Generäle Serrano und Gomez sind g< schlagen worden, und das bedeutet eine neue Niederlage der Nordamerikaner, denn General Serrano war ein Präsidentschaftskandidat, der im Gegensatz zu Colles ziemlich abhängig von nordamerikanischen Auftraggebern gewesen ist General Obregon, der selbst gern wieder Piasiden: werden möchte, hat seinen Widersacher kurzerhand erschiesten lassen, und mit Serrano mustte eine ganze Anzahl ausstandischer Offiziere die reoolutio näre Tätigkeit mit dem Leben büsten Aber es wäre verfehlt, wollte man glauben, dast mit der Niederschlagung dieses Ausstandes, selbst wenn sie wirklich vollständig gelungen sein sollte, eine wirkliche Beruhigung des Landes eingetreten sein tonnte. Noch immer gibt es in Meeiko macht hungrige Generäle, und der ungestillte Landhunger der verarmten Indios bietet den Politikern und Nevolutionssührern Vorwände genug, um das mexikanische Volk in immer neue Wirren zu stürzen, die erst enden können, wenn entweder die Vereinigten Staaten die Rebellen unterroorfen haben werden oder die Not der mexikanischen Land beoölkrung durch eine soziale Neuordnung übci wunden sein wird.
Die Niederwerfung der Generalsrevolte.
Diermal so grost wie das Deutsche Reich, aber nur von 16 Millionen Menschen bewohnt also einem Viertel der Einwohnerschaft Deutschland» — man sollte meinen, bah es Mexiko nicht an Ackerland fehlt. Die Bevölkerung muhte Boden genug besitzen, um ihren Ma iS und ihre Agaven au bauen au» denen sie den Pulque. daS men- konische Rationalgetränk. brauen. ^Iber von den 150 Millionen Hektar fruchtbaren Ackerlandes sind nur etwa 7 Millionen bebaut, und der Indio, der anspruchslose farbige Eingeborene farm bei aller Bescheidentze.t feiner Ansprüche kaum da« Leben fristen. Einen grvszen Teil des Landes besitzen Grundherren, die ihren Latisundienbesitz nicht zu verwalten verstehen. ES gehört keine groste Beredsamkeit dazu die unwissend« mexikanische Bevölkerung. Die zu' mehr als 60 Prozent auS Analphabeten besteht, immer wieder zu revolutionären Erhebungen zu verleiten, mögen sie auch gar nicht im Interesse der armen Volksschichten liegen. Die Derei nigten Staaten, deren Burgern das mexikanische Petroleum gehört, haben es seit einem Jahrhundert verstanden, Im geeigneten Zeitpunkt eine kleine mexikanische Revolution zu inszenieren, um den jeweils regierenden Prä'i enten den nord amen konischen Ansprüchen gefügig zu machen oder ihn durch einen Monn zu ersetzen, der den Herren der Walstrect dienstseNiger entgegeiikommt.
Neu yo r k, 5. OH. (1DIB.) Der Aufruhr in Mexiko hat nur 24 Stunden gedauert, da pru,. deut Lottes die aufständischen Generale m i eiserner Hand nicbcrgcrungen hat. General Serrano wurde, wie schon gemeldet, erschoss en. Serrano hatte sich noch THorali» begeben, um sich die llnlerstühung seines alten Freundes, des Generals Domingev, zu sichern, de» Häuptlings der Saqui-3nblancr. Statt ihn freundschaftlich zu empfangen, liest Dominge» den General verhaften, vor ein Kriegsgericht stellen und mit 13 seiner Anhänger standrechtlich erschiesten. Auch General Gomez, der in der Stadt Veröle Im Staate Veracruz von den Rcglcrungetruppcn belagert wurde, ist gefangen genommen und hin gerichtet worden. Die Leichcn der erschossenen Generale wurden öffentlich ausgestellt. Die Regierung gab Befehl, die Güter der Aufstondifchen überall zu beschlag n a h m e n , und sie zur vestreitung der durch die Niederwerfung des Aufruhrs verurfachten Kosten zu verkaufen. Ls ist schwer, angesichts der scharfen Zensur, die Stimmung im Volke zu er- gründen. Die öffentliche Meinung soll der Regierung günstig sein. Präsident Lalle» hofft, mH den 2000 Mann, die sich noch im Aufstand befinden, schnell fertig zu werden.
Die Verminderung der Rheinlandbesatzung. Bcginn des Nücklransportö der Truppen. Eigener Drahtbericht des .Giestener Anzeigers".
B e r l i n, 6. Okt. Wie wir bere iS vor einigen Tagen melden konnten, find die Dorberei- tungrn für den Rücktransport der 1 0 000 Mann B e s a tz u n g S t ru p pen. die entsprechend den getroffenen Vereinbarungen zui^ck- gezogen werden sollen, nunmehr so weit gebiet)im, Last die Zurücknahme in diesen Tagen erfolgen wirb. Die Vorbereitungen der TruppenchefS für den Rücktransport sind im vollen Dange, die Ausstellung der genauen Pläne dafür ist immerhin schwierig, da bekanntlich damit eine völlige Umorganifation der ble benöen Bc'atzungsarmee verbunden ist. Dor allem ist ? ie Zurückziehung einiger Stäbe, wodurch be- 'anders Privatwohnungen wieder frei werden, ziemlich kompliziert. Dis gegen Ende des Mo- natS sollen die ersten 4000 Mann deutschen CBojen verlassen haben. Der Abmar'ch der übrigen Truppen schlicht sich unmittelbar daran. Dis spätestens Ende Rovernber sollen die 10 000 Franzosen, Belgier und Engländer, um die die Desahunasarmee vermindert w rd, die Grenze passiert haben. Der Mmarsch der letzten Truppen wirb also in ungefähr einem Monat durchgeführt sein. Damit dürfte für die Bevölkerung endlich eine fühloare Erleichterung eintreten, wenn es auch leibefl noch nicht dahin gekommen ist, dast die gesamte Besatzung zurückgezogen wird. Mm Die Lage im besetzten Gebiet zu überprüfen, wird sich Reichskanzler Dr Marf in fe ner Eigenschaft als Minister für die besetzten ©eb.ete am Samstag nach Koblenz begeben.
Chamberlain trifft Briand.
Marseille, 5. Okt. (WB.) Die D^cht .Delphine" mit Sir Austen Chamberlain an Dord ist heute abend auf der Reede in Marseille eingetroffen. Chamberlain wird morgen abend inkognito nach Paris weiterrei'en. Er hat den engli^en Botschafter in Pans angewiesen Briand mitzuteilen, daß er die Anregung zu einer Begegnung mit ihm annimmt. Sir Austen Chamberlain wird am Sonntagabend Paris verlassen.
Roch heute geben« man in Mexiko deS Man- neS der am 15. September 1310, in der ersten großen meiikanischen Revolution, an die Spitze der negen Spanien gerichteten Verschwörung trat und in einem Ausru'. dem .Grito de dolores oder Schmerzensschrei", mit stammenden Worten die Unabhängiakeii MexikoS forberte. SS war Aibalgo h Costi11a. der erste mexikamsche Baueimsiihrer. der seine au'rührerische Tätigkeit am 27. xtuli 1811 mit bem Leben bezahlte. Zwar wurde er von den spanischen Truppen erschossen, aber elf Jahre daraus hatte eine neue Revolution mehr Erfolg, und Mexiko wurbcunab- hängigeRepublik. Die spanischen Eroberer halten immerhin die Ruhe im Lande aufrecht erhallen können, im freien Me?iko platzten die Gegensätze fcfcärfer aufeinander, und die Vereinigten Staaten wüsten aus bet Schwäche ihres Rachbarn manch, n Vorteil zu ziehen. Sie verleiteten Deras, daS ehemals zu Mexiko gehörte, Aum Abfall, und eroberten im Jahre 1346 aufierbem R imefl!o und Heulttlifornien. Aber nicht einmal die Bedrohung durch äustere Fnnde konnte die inneren Gegensätze, den Kampf zwischen Klerikalen und Liberal n. zwischen Zentralisten unb Föderalisten wenigstens für kurze Zeit zum Schweigen bringen. Als nach bet französischen Onterocntion im Jahre 1363 ber österr.ichische Sizherzog Ma ximilian zum Kai er von Mexiko proklamiert wurde, bildete sich sosort wieder eine revolutionäre republikanische Partei, die im Öafire 1867 die Oberhgnd gewann unb am 19. Mai jenes wahres den überraschrnd geiangen genom- mer.en Kaiser Marimilian erschiesten liest. Bald gelang eS dem grausamen Potfitio Diaz, als Präsident der merilanischen Republik diktatorische Macht zu erringen und in mehr als dreistigjähriger Präsidentschast die iihmer wieder persuch'en Au'ftände und Erhebungen blutig zu unter drücken. Erst im Iahte 1910 setzte bann, wiederum mit Histe der Derstnigten Staaten, eine neue revolutionäre Weste ein, die unter bem RevolutionSiührer unb späteren Präsidenten Rk a b e r o zu einem erbarmungslosen Kamps Miet gegen Alle, zu einer wahren Anarchie führte.
Wenn der Ftembe seststcllen will, ob nach Anstcht des Volles wieder einmal be QJan- f c c 8 als Drahtzieher ber Revolution, die sie im allgemeinen zumindest m t Geld unterstützen, zu betrachten sind, so braucht er nur das Denk- mal Washingtons, das sich in der meji- kani'chen Hauptstadt befindet, zu betrachten. Iedesmal. trenn in den Bez'.ehunge.i zu den Vereinig'en Staaten eine Trübung e;ntritt, wird dieses Denkmal von ber wütenden Bevölkerung nicbcrgcri fen, und cbenfo oft wird es von der Regierung bann wieder ausgestellt, wenn sich die diplomatische C tuation geklärt hat und die drohenden Wollen vom polltischen Hortzont ver- schwundeii sind. Gwade in den le-'-m Jahren ist die 7s Denkmal öfter als sonst umgeworfen worden; denn im Ittzten Lftchrzeh r iu e.ne au ct- ordonstiche Wandlung im politischen Leben Merikos vor sich gegangen. Die Arbeiter, deren Streiks unter ber Präsidentschaft von Prrfirio Diaz m.t Maschinengewehren nieder- goknüttelt wurden, errangen im Laufe der Jahre doch eine so groste Macht, dast sie im Jahre 1917 den General Earranza mit Waffengewalt zum Präsidenten machen konnten. Ohne Bomben und Maschinengewehre scheint man in Mer ko nicht mehr zur höchsten Macht ernporsteigen zu können. Auch der General Obregon, der in ten augenblicklichen Unruhen wieder e ne groste Rolle spielt, fonnie nur mit Hilfe bewaffnetev Arbeiter unb Bau rn im Jahre 1920 Präsident werden. Earranza hatte versucht, die dilatorische Regierungswelle res Präsidenten D az nach- zuahmeii, aber fein Qlbfaü von feinen ehemaligen Verbündeten, den Arbeiterbataillonen und den indianischen Landarbeitern, war ihm teuer zu stehen gekommen. Präsident Calles, der auch
Der Aufstand in Mexiko unterdrückt.
Die revoltierenden Generale hingerichtet. - Präsident Talles Herr der Lage. - Die Rolle Amerikas
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