2000 Einwohner zählt und einen für seine Verhältnisse pompösen Bahnhof erhalten hat, vorwärts gegangen ist. Man will Gdingen in absehbarer Zeit auf 60 000 Einwohner bringen, ohne wohl zu bedenken, daß Polen nicht Amerika ist und daß Danzig in der Nähe liegt, das Jahrhunderte gebraucht hat, ehe es zu dem wurde, was es heute ist. Immerhin hat sich Gdingen großer Fürsorge von feiten der Regierung zu erfreuen. Es hat Ätadtrechte erhalten, wird subventioniert und verwaltet sich im Bereich eines eigens geschaffenen Mcereskreises selbst. Der polnischen Gesellschaft aber ist Gdingen zum n a - tionalen Talisman geworden. Ein polnischer Flott en verein entwickelt für die polnische Wasserkante eine lebhafte Propaganda unter besonderer Betonung des Gedankens, daß es die größte Nieder» läge für Polen bedeuten würde, wenn es mit Gdingen den Zugang zum Meere verlöre.
Es ist kein Geheimnis, daß Polen sich zum Bau des Hafens von Gdingen, der samt Ausrüstung etwa 50 Millionen Zloty kosten wird und mit dem man 1930 fertig zu sein hofft, nicht entschlossen hätte, wenn ihm mit Pommcrellen auch Danzig zuge- sprochcn worden wäre. Bekanntlich ist aber Danzig, obgleich mit Polen durch Zollunion verbunden, ein Staatsgebiet für sich, dessen Hafen von einem Hasenrat verwaltet wird, der sich aus je 5 Polen und Danzigern zusammenseßt und an dessen Spitze ein neutraler Präsident (bisher zweimal ein Schweizer) steht. Festgelegt ist dieses Verhältnis zwischen Polen und Danzig in den Artikeln 100 bis 104 des Versailler Vertrages und in den Bestimmungen der polnischen Danziger Konvention, die am 9. November in Paris abgeschlossen wurde. Fachmännische Kreise der Freien Stadt versichern nun, daß Danzig in der Lage ist — heute ebenso wie früher — mit seinen ausbaufähigen Hafenanlagen die gesamte Aus- und Einfuhr seines Hinterlandes allein zu bewältigen. Allerdings will Danzig nichts mit m i l i t ä r i s ch e n Zwecksetzungen der polnischen Republik zu tun haben, ein Gesichtspunkt nun, der mitentscheidend gewesen sein mag, als sich Polen zum Bau eines eigenen Hafens entschloß. Strebt doch Polen nicht nur den Bau einer starken Handelsflotte an, sondern es will auch eine ihr adäquate Kriegsflotte besitzen, und polnische Zeitungen schreiben auch ohne Umschweife, warum: Sie soll in einem möglichen Konflikt mit Deutschland die Aufgabe haben, eine Verbindung zwischen Ostpreußen und dem Reich zu verhindern. Weiter soll sie jeden Versuch, Reserven aus Stettin, Kiel und Homburg nach Ostpreußen zu schaffen, paralysieren. Mit 'allem Nachdruck wird betont, daß die Verteidigung des Korridors, die Vereitelung eines Angriffs auf Warschau von Norden d)ne eine starke Kriegsflotte ein Ding der Unmöglichkeit sei. Die Kriegsflotte soll Polens zweites Schwert und Gdingen seine Scheide fein.
Daß sich Polen eine eigene Handelsflotte zulegen will, kann man verstehen, wenn man bedenkt, daß sich der polnische Seehandel auf etwa 3 Millionen Tonnen beläuft, wobei der polnische Anteil nur 1 Prozent beträgt. 44 Prozent der Seefrachten besorgen deutsche Schiffe, 55 Prozent andere ausländische Flaggen. Man will es nun in Polen dahin bringen, daß wenigstens 10 Prozent dieser Gütermengen unter eigener Flaage seaeln. Da nun die Versuche privater Gesellschaften, die polnische Schifffahrt zu organisieren, mißglückt sind, so hat sie die polnische Regierung in eigene Regie genommen und eine staatliche Schiffahrtsgesellschaft gegründet, die bereit/ eine Anzahl Handelsschiffe und Personen- damcher erworben hat. Neben Gdingen, das in kommerzieller Hinsicht besonders als Kohlenhafen dienen soll und das zu diesem Zwecke in naher Zeit durch eine Eisenbahnlinie mit dem oberschlesischen Industriebezirk verbunden sein wird, und neben Danzig, das die Weichsel dem Weltverkehr eröffnen soll, ist in letzter Zeit ein dritter Hafen in Dirschau angelegt worden, damit, wie es heißt, Danzig entlastet werde. Während die staatliche Schsffahrtsgesellschaft mit ihren Sitz in Gdingen üffer Handelsschiffe mit einem Inhalt von etwa 20 000 Tonnen verfügt, besitzt die private Gesellschaft des Dirschouer Stromhafens nur Leichter und Schlepper mit einer Raum- oerdrängung von etwa über 10 000 Tonnen. In Dirschau befindet sich auch eine polnische Marineschule, in der Seeoffiziere und Schiffstechniker ausgebildet werden.
Alles in allem kann wohl gesagt werden, daß noch viel Wasser die Weichsel hinabfließen wird, ehe Polen aus die Bezeichnung einer Seemacht wird Anspruch erheben können. Immerlstn ist feftzuftellen, daß die Regierung Pilsudsti in ihrem Bestreben, Polen wenigstens relativ maritime Selbständigkeit zu verschaffen, nicht ohne Initiative ist. So hat sie, um den Kader einer Kriegsflotille zu schaffen und um die vorhandenen Schul- und Versuchsschiffe zu ergänzen, französische Werften mit dem Bau von zwei Torpedobootszerstörern und drei Unterseebooten beauftragt.
Muß man sich aber nicht fragen, warum sich Polen den Luxus von Hafenbauten leistet, wo es doch in Danzig nicht nur den Ausgang zum Meer, sondern auch das hierzu, erforderliche Instrumentarium gewissermaßen auf dem Präsentierteller erhalten hat? Hierzu ist zu erwidern, daß nach polnischer Auffassung Hafen und Schiffe nicht nur einen realmünzbaren, sondern auch einen polonifierenden Faktor darstellen sollen. Mit einer solchen Tendenz läßt sich aber Danzigs Charakter als Freie Stadt nicht vereinbaren. Prestigefragen und politische Erwägungen bilden also bei dem Streben nach Seegeltung die ausschlaggebenden Momente.
Außenpolitische Umschau.
Von Professor Dr. Otto H o e tz s ch.
Die Ostfestungen sind geschleift, das Kriegsgeräte» Gesetz ist angenommen. Was sonst an Verabredungen Deutschlands noch vorliegt, dafür ist ein ganz bestimmter Terminkalender zwischen uns und der anderen Sette verabredet, der bestimmungsgemäß ab» läuft. Die Entwaffnung Deutschlands ist vollständig beendet. Die vernünftige englische Presse erklärt darauf auch, daß die Rheinlandräumung nun fällig sei.
Demgeaenüber sind von deutscher Seite die Besatzungsziffern veröffentlicht worden, die freilich nur auf Schatzungen beruhen können. Danach standen im Frühjahr 60 000 Franzosen, 6700 Belgier, 8000 Engländer, nn ganzen über 75 000 Mann auf deutschem Boden. Die früheren deutschen Garnisonen in der zweiten und dritten Zone mochten nicht ganz 51 000 Mann umfassen. In der zweiten Zone standen 1.3 000 gegen heute 19 000 Mann, in der dritten Zone 27 000 gegen 55 000 fremde Soldaten heute. Im Frieden gab es 26 deutsche Garnisonen in diesem ganzen Gebiet, heute steht die ftemde Besatzung in 115 Garnisonen, in denen über 9000 Wohnungen beschlag» nahmt sind» außer den Einzelzimmern und außer den Diensträumen.
Das ist die Lage, auf die man sich aus Frank» reich bisher nur geäußert hat in den Reden Poin- eures in Lunsville und Onhies, auf die man sich geäußert hat von Belgien aus in den Reden des
Herrn v. Brocqueville und auf die man sich in England auf eine Frage am 28. Juni in einer Antwort des Unterstaatssekretärs dahin geäußert hat, daß das Abkommen über Aufhebung der Militärtontrolle nicht nur die Schleifung der Ostfestungen, sondern auch gewisse andere Punkte der deutschen Abrüstungen umfasse, in denen die Anforderungen noch nicht völlig befriedigt seien und daß daher nicht gesagt werden könne, die Abrüstung Deutschlands sei vollständig. Herr Locker Lampson verband damit gleich einen weiteren Vorbehalt und Vorwand, daß nämlich die Räumung des Rheinlandes auf Grund von Artikel 431 nicht nur von den Abrüstungsverpflichtungen, sondern von den Vertragsoerpflichtungen Deutschlands im allgemeinen und ihrer Erfüllung abhänge.
Das ist im ganzen eine sehr unerfreuliche Lage. Wir hören nur aus einigen unab- gigen Zeitungen die Anerkennung der Lage, wie sie tatsächlich ist, und hören amtlich, aus Frankreich, Belgien und England, nur Vorbehalte und Vorwände, die gestatten sollen, die Räumung hinauszuziehen, die doch auch nicht von heute auf morgen ausoeführt werden kann, sondern deren Anfang schon sehr erhebliche Vorbereitungen mit sich bringt. Namentlich die englische Erklärung steht im Widerspruch mit den Aeußerungen Chamberlains über die Notwendigkeit der Rheinlandräumung, die er in Genf getan und die er dann im Parlament ganz förmlich wiederholt hat.
Jetzt find alle Minister auf Ferien, und das internationale Geschäft stockt. Alle benutzen die Zeit, sich für die Genfer Verhandlungen im September vorzubereiten. Aber die Aspekte sind in dieser Frage nicht erfreulich und die Erwägungen, die die deutsche Politik in bezug auf ihre Haltung in Genf anzustellen hat, müssen von diesen Gesichtspunkten sehr erheblich bestimmt werden. Man muß das Ding beim Namen nennen und dem deutschen Volk sagen, wie die Lage ist. Mit Vorleistungen und neuen Konzessionen ist endgültig S ch l u ß zu machen, Schließlich kann Deutschland ja, so schmerzlich es für das Rheinland ist und so stark unser Recht eine Aende- rung erzwingt, warten, dis das Jahr 1935 herankommt. Aber vor aller Welt soll dann auch klar sein, w e r Europa nicht zur Ruhe kommen läßt! Denn es ist nicht eine Frage Deutschlands allein, die Rheinlandbesetzung und Verweigerung der Räumung. Es ist eine europäische Frage, weil an dieser reizbaren und verwundbaren Stelle die Aufrechterhaltung der Besatzung zugleich einen allgemeinen Spannungszustand aufrecht erhält. Wie soll denn Europa zu der Ueberzeugung kommen, die Locarnomächte arbeiten wirklich im Sinne des berühmten Geistes von Locarno, die Gleichberechtigung der Staaten im Völkerbund soll eine Tatsache werden, sei nicht nur Phrase? Wie soll denn Europa in den drängenden gemeinsamen Fragen der Wirtschaft und der Finanzen, der ganzen gemeinsamen Anschauung der Probleme, die so bringend notwendig ist, vorwärtskommen, wenn das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen unausgesetzt mit dieser Verweigerung der Räumung wund gerieben wird?
Es kommt dabei wesentlich und entscheidend auf Frankreich an. Wir erwarten nichts von England, das, wie sich wieder zeigt, doch seinen Standpunkt, selbst wenn er einmal uns günstig ist, nicht durchbiegt. Es hält für nötig, Frankreich weiter Sekundantendienste zu leisten, weil ja die eigenen Schwierigkeiten wieder steigen. Denn die europäische Lage ist dadurch charakterisiert, daß England seine russische Politik in den letzten zwei Monaten nicht in feinem Sinne vorwärtsgebracht fjat und daß andererseits in den immer schwierigeren Verhandlungen der Seeabrüstungskonferenz in Genf zum ersten Male seit langer, langer Zeit Risse im Verhältnis zwischen England und den Vereinigten Staaten sich zeigen. Man kann sich denken, wie Rußland mit schärfster Wachsamkeit darauf blickt, und vielleicht schon mehr daraus erhofft, als der wirklichen Lage entspricht.. Dann wäre England gezwungen, seine Politik gegen Rußland etwas umzugestalten, und möglicherweise richtet sich Rußland auch darauf ein, im passenden Moment mit bestimmten Vorschlägen zu kommen, für die Chamberlain in seinen letzten Unterhaus- reden die Tür geöffnet hat. Diese großen Fragen nehmen England in Beschlag Die deutsche Räumungsfrage wird darüber vergessen oder unwillig zu-rückgeschoben. Es ist Deutschland allein überlassen, in den nächsten Wochen in dieser Frage seinerseits seinen Weg vorzubereiten und zu nehmen!
Oderhessen.
Landkreis Gießen.
■£ liefert, 6. Aug.» Anschließend an die Gasversorgung (siehe besonderen Artikel) beschäftigte sich der Gemeind erat mit ejnem Antrag des Kreisamts, toonad) Wohnungsbauten, die im Jahre 1927 errichtet oder begonnen werden, für das laufende und die nächsten fünj Jahre von der Grundsteuer befreit sind. Begonnene Wohnungsbauten sind hierbei solche, bei denen mindestens das Mauerwerk steht. Der Gemeinderat gibt hierzu seine Zustimmung. — Das Gesuch des Gastwirts Gust. Gobel um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft wird, da es sich hier um eine Uebernahme handelt, befürwortet. — Seither unterlagen Gebäude und Grundstücke, die während der Inflation gekauft und jetzt verkauft werden, einer Wert zuwachs st euer. Infolge des Finanzausgleichs für Reich, Länder und Gemeinden macht sich eine andere ©teuer» erfassung notwendig. Der Gemeindetat beschließt drese umgeänderte Wertzuwachssteuer und übernimmt die vom Ministerium des Innern vor» gelegte Mustersahung unverändert. — Infolge der vermehrten Rindviehzucht macht sich die Reuanschaffung eines vierten Bullens notwendig. Dem wird zugestimmt und die Anschaffung eines Dogelsberger Bullens beschlossen. — In der ilrsulum besitzt die Gemeinde eine Sandgrube, die zur Ausbeutung ausgeschrieden war. Höchstbietender war hierbei Maurermeister Karl Schäfer mit 1.68 Mk. pro Kubikmeter, dem auch der Zuschlag erteilt wurde. Die Verpachtung erfolgt auf drei Jahre.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg, 5. Aug. Kürzlich hielt der Kreishebammenverein hier seine Sommertagung ab, die sehr gut besucht war. Es wurde hauptsächlich über die Ergebnisse der Landeshauptversammlung zu Büdingen verhandelt. Med.-Rat Dr. Rebel wies auf neue Verordnungen hin, wonach Prof. Dr. Walther- Gießen einen sehr lehrreichen Vortrag über Blutungen hielt. Am 31. Juli konnte die Hebamme Broder aus Gambach das Fest ihres 50jähri» gen Dienstjubiläums feiern. Med.-Rat Dr. Rebel überreichte ihr aus diesem Anlaß ein An- erkennungsschreiben der hessischen ‘Regierung. Frau Broder hat schon bei annähernd 1000 Ge-
Nätsel'Ecke.
Silbenrätsel.
aet — be — buk — bei — dorn — eu — hi — Hoop — feet — tu — mans — na — o — o — pe — pe — pfaff — ru — sal — ter — ter — tim — trug — tu — ya
Aus vorstehenden 25 Silben fino zehn Wörter Zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. gesetzwidrige Handlung, 2. Fluß in Korea: 3. lieb Haufe: 4. Singvogel: 5. Vulkan: 6. Stadt im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika: 7. amerikanischer Staat; 8. Salz: 9. sudanesische Handelsstadt, 10. Muse. — Wurden die Wörter richtig gebildet, ergeben deren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn die Namen zweier Flieger und ihre sportliche Leistung.
Kreuzworträtsel.
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1. Von links nach rechts:
1. Obstbrei; 3. Schicksalsgöttin; 5. weiblicher Personenname; 8. Gemüsepflanze; 10. Erfinder; 13. bolschewistischer Staatsmann; 15. Pferdeart; 17. männlicher Personenname; 18. Stadt in Italien; 21. feierliche Versicherung; 22. Stadt in Italien; 24. andere Bezeichnung für Leumund; 25. italienische Münze; 26. männlicyer Personenname; 28. Stabt in Schleswig-Holstein; 29. bebürftige Lage; 31. römische Göttin; 32. Papageienart; 33. Edelwild; 34. große Eingangspforte.
2. Don oben nach unten
1. Alkoholisches Getränk; 2. Spitzname ber Norbamerikaner; 3. englisches Bier; 4. Tanz- unb Vortakt; 6. Holzstachel; 7. wie 32, wagerecht; 8. Schlachtort in Böhmen; 9. männlicher Personenname; 11. andere Bezeichnung für Nahrung; 12. griechische Landschaft; 13. altdeutsches Schriftzeichen: 14. junge Tiernachtommenschaft; 16. Stadt in Holland; 19. ausgeftorbene Rinderart; 20. bekanntes Schloß bei Marseille; 23. weiblicher Personenname; 25. Kriechtier; 27. Tonart; 28. germanische Göttin; 30. Handlung: 31. chemischer Grundstoff (ch - ein Buchstabe).
Zusammensetzaufnabe.
Ar — As — Bein — Ei — Eins — Eis — Fang — Hus — Jli — Land — Lei — Liebe — Lust — Rum — Stoa — Tand — Text — Ur — Wild — Zoll.
Je zwei ber vorstehenben zwanzig Wörter, richtig ancinanbergefügt, müssen roieber ein Hauptwort ergeben, unb biefe in ihren Anfangsbuchstaben, richtig ancinanbergefügt, eine sommerliche Naturerscheinung.
Silbenkapselrätsel.
Sauerland — Areal — Gurgelwasser — Korkenzieher — Arbeitszeit.
Vorstehenden fünf Wörtern entnehme man je eine Silbe. Aneinandergereiht ergeben diese eine burschikose Bezeichnung für die Hundstoge.
Sprichworträtsel.
I. Kleine Fliegen stechen große Leute
2. Um Geld und gute Worte.
3. Wer gute Freunde hat, ist reich.
4. Wer gibt, hat.
5. Es ist in guten Händen.
6. Wenn er lacht, kriegen die Ohren Besuch.
7. Er bringt Licht in die Sache.
8. Das zergeht wie Butter in ber Sonne.
9. Wenn die Sonne scheint, erbleicht der Mond.
21 us vorstehenden neun Sprichwörtern — an ber Reihenfolge wird nichts geändert — nehme man je ein Wort. Aneinandergefügt, müssen diese bann ein neues Sprichwort ecgeM
Bilde.rätsel.
f
Worträtsel.
Wenn ich den Ton auf ber ersten habe, Kann ich ein Mann sein oder ein Knabe; Manch lieber Leser ist auch so benannt, Sicherlich jedem mein Name bekannt. Legc man mir aber den Ton auf die zweite. Dann ist die Ernte in meinem Geleite; Einmal im Jahr erschein' ich in der Weit' Ob sich nach mir wohl die Wärme noch hä't ?
Auflösungen
Silbenrätsel.
1. Legat; 2. Erfolg; 3. Indianer; 4. Cello.
5. Hippokrates; 6. Trapez; 7. oamum; 8. Ilmenau, 9. Nogat; 10. Nom'nativ; 11. Veronese; 12. Edgar; 13. Nedwitz; 14. Grenadine; 15. Jli, 16. Schlittschuh; 17. Zoppot
Leichtsinn vergißt, Großmut verzeiht
3ufammenffeUaufgabc.
Alt—Damm — Borg—Horst — Braun—Au — Claus—Thal — Franz—Burg — Grün—Hain —
Heil—Bronn — Hirsch—Berg.
Buchstabenrätsel.
Ocker — Laura — Pirna — Weste — Fab-» — Sturm — Lachs - Schaf.
Kursbuch.
Rätsel.
Die Kartoffel.
Blumenrätsel.
otiefmülierdjen — Edelweiß — Immergrün —
Nelke — Edeldahlie — Rose — Begonie — Reseda — Aster — Usambaraveilchen — Tuberos» Seiner Braut.
Kreuzworträtsel.
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Bilderrätsel.
Handele raschen, entschlossenen Mutes, Das ist was Echtes, Tüchtiges und Gutes.
Dis Narrenkappe.
Splitter unb Sparren vom DedakttonStisch.
Der freche Stubent.
Als Professor Wilson seinerzeit zum L.'ö- arzt der Königin Viktoria von England ernannt worden war, verfehlte er in überquellendem Stolz auch nicht, diese Tatsache auf dem Ec'>w'r» zen Brett der Universität als Rachscbri'. u seinem Lehrplan bekanntzugeben.
„Professor Wilson benachrichtigt hierin.r Die Studentenschaft im allgemeinen und seine Sy rer» schäft im beso cderen, daß er Ehrenleibarzt uer Königin geworden ist!"
Als er am anderen Tag in der Frühe durch den Lichthof der Universität schritt, f-el ihm auf, daß unter seiner Bekanntmachung ein zweiter Zettel haftete. Erstaunt trat er näher und las die Worte, die ein Student zugesetzt hatte:
„God save the Queen!"
bürten glückliche Hilfe geleistet und erfreut sich noch jetzt einer guten Gesundheit. Die Gemeinde hatte an ihrem Jubelfest lebhaften Anteil ge- Tütinrmen.
Kreis Scholten.
& Schotten. 5. August. Der altbekannte Schottener Sommermarkt ist gut verlaufen. Der Schweinemarkt am Dienstag war stark befahren, zirka 600 Schweine. Der Handel war. offenbar vevanlccht durch die seitherigen Witterungsverhältnisse, etwas schleppend. Der Krämermarkt am Mittwoch war außerordentlich stark befucht. In den Marktslraßen wogte eine große Menge, Wirtshäuser und Tanzboden waren überfüllt. In der Turnhalle hielt der Turnverein ein sehr gut verlaufenes Fest für seine Mitglieder. — In feiner letzten Sitzung beschloß der G e m e i n d e r a t , die baldige Errichtung des projektierten Krankenhauses in Angriff zu nehmen. Damit wird ein schon seit Jahrzehnten bestehender Wunsch der Bürgerschaft endlich erfüllt. Das Krankenhaus wäre von der Stadt längst errichtet worden, wenn nicht früher immer der Kreis durch Pläne der Errichttmg eines Kreis- oder Bezirkskrgnkenhauses die Absichten der Stadt durchkreuzt hätte. Der Gemeinderat war sich darüber klar, daß er von Errichtung eines großen Krankenhauses unter Heranziehung der benachbarten Gemeinden unbedingt absehen und nur ein städtisches Krankenhaus, dos für die Zwecke und den Bedarf der Stadt ausreicht, errichten will. Es sind vorgesehen etwa 12 Betten. Die Kosten des Baues sind auf etwa 40—45 000 Mark veranschlagt. Es soll so einfach und billig, wie möglich, andererseits moderner Anforderung entsprechend gebaut werden. Der Rohbau soll im Herbst fertig werden. Ein auswärtiger Arzt (Ehi- rura). der mit einem hiesigen Kollegen tauschen will, ist als Leiter des Krankenhauses vorgesehen. Das Krankenhaus wird auf der sogenannten Pfarrgalle errichtet, einem Grundstück etwa 4—5 Morgen groß, das die Stadt von der Kirche durch Tausch erworben hat. — Der hier im Ruhestand lebende, frühere Stattonsvorsteher Frey- mann, der bei Eröffnung der Bahnlinie Schot- ten-Ridda 1888 hierher verseht wurde und bis 1920 diesen Posten versah, wurde zu Grabe getragen.
=•= Schotten, 5. Aug. Bei ber ortsgerichtlichen Versteigerung ber Grunbstücke von Frau Kaspar Spanier IV. ging bas Grundstück mit Wohnhaus Ecke Erbsengasse unb Hauptstraße zum
Preise von 7700 Mk. in ben Besitz des Herrn Aug. S ch a ach über.
=.= K a u l st o ß, 5. Aug. Der Basaltstein - b r u ch von Blößer & Trapp ging zum Preise von 6000 Mk. käuflich in ben Besitz bes Herrn Jean Krebs in Frankfurt a. M. über. Außerdem erwarb der neue Besitzer einige an den Bruchgrenzen liegende Grundstücke, für welche die seitherigen Be» sitzer angemessene Preise erzielten.
=.= Hartman nsbain, 5. Aug. Die hiesigen Sommerfrischen haben in diesem Jahre einen außergewöhnlich starken Zuspruch aufzuweisen, so daß diese oft Mühe haben, allen Ansprüchen ,zu genügen. Zahlreichen Einwohnern ist dadurch Gelegenheit geboten, durch Gewährung von Logis an die Sommergäste eine willkommene Nebeneinnahme zu erzielen. Man geht wohl nicht fehl in ber An» nähme, daß dieser starke Sommerverkehr eine er» freuliche Wirkung der planmäßig betriebenen Pro» paganba für den seither recht . vemachlassigken Vogelsberg ist.
Kreis Alsfeld.
i— Aus dem Ohmtal, 5. Aug. Nun hat auch im Ohmtal die Getreideernte begonnen. Hier und da ist man bereits mit dem Schnitt von Roggen und Gerste beschäftigt. Infolge ber feuchten Witte, rung bemnnt die Ernte bedeutend später als im vorigen Jahre. Die letzten warmen Tage haben aber das Reifwerden des Getreides sehr gefördert. Eine schwere Arbeit ist in diesem Jahre das Hacken der Rüben. Hat doch auf manchem Acker bas Unkraut, begünstigt durch die reichliche Feuchtigkeit, die Rüben fast überwuchert.
Preußen.
öLreis Wetzlar.
—<?r- Lützellinden, 4. Aug. Die Reichs» lugen dwettkämpfe ber Volksschüler der Bür» germeifterei Rechtenbach werden am 22. August unter Leitung des Kreisobmanns, Lehrer Gaß, Du» tenhofen, auf dem hiesigen Turn- und Spielplatz ausgetragen werden.
0 Hochelheim, 5. Aug. Die hiesige Gemeinde hat eine Erweiterung des elek- t.rischen Ortsnetzes beschlossen. Es handelt sich um den Anschluß von zwei Reubauten an die elektrische Lichtleitung. Die Arbeiten bestehen in der Legung von 1300 Meter Kupferdraht und 2400 Meter Kupferseil; sie sind durch Beschluß der Gemeindevertretung dem ^Installateur Wilhelm Weber von hier übertragen. Außerdem
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