toerhen zwei neue S t r a ft e n b e l e u ch t u n - gen h^rgss.elll. Die Gcsamckosten der Orts- netz?rweiteru.tg belausen sich auf mehrere tausend Mark. Die Bauaufsicht liegt in Händen der Ueberlandzeiürale der Bu?erusschen Eisenwerke in Wetzlar, die die Gemeinde in allen Fragen der elektrischen Lichtversorgung technisch berät.
□ Hörnsheim, 5. Aug. Die Kleebach- t a l st r a ft e (Verbindungsstraße von hier nach Groften-Linden) wird zur Zeit auf einer gröfteren Teilstrecke, und zwar vom Ausgange des Dorfes bis zur Abzweigung des Feldweges nach Groften- Linden mit einer Teerdecte überzogen. Man will hiermit dem Straftenteil, der im vorigen Jahre mit einer neuen Kleinschlagdecke versehen werden ist, eine größere Haltbarkeit gegenüber den durch die erhebliche Steigerung des Kraftfahrzeug-und sonstigen Fuhrverlehrs gestellten Anforderungen verleihen. Die Arbeiten werden von dec Damps- walzensirma Theodor O h l, Limburg, ausgesührt. Die Kosten trägt der Kreis, in dessen Unterhaltung sich die Straße befindet.
I Hof Rechtenbach, 5. Aug. Der der Rheinischen Frauenhilfe angeschlossene Fraucnverein Dutenhofen stattete dem hiesigen Waisenhaus Zoar einen Besuch ab. Mit großem Interesse besichtigten die Gäste die im Laufe der letzten Jahre ausgeführten Neubauten, insbesondere auch die Blödenstation, die zur Zeit mit 46 Pfleglingen belegt ist. Im traulichen Kreise fand im Garten des Waisenhauses ein Kaffeekränzchen statt. Der Frauenverein Dutenhofen und der Iungfrauenchor Groß- Rechtenbach wechselten mit Gesangsoorträgen miteinander ab. Pfarrer Lic. Müller (Dutenhofen), ein geborener Rechtenbacher, schilderte in einer Ansprache die Entstehung und den Werdegang des Waisenhauses. Die Rückfahrt erfolgte gemeinschaft- lich mit einem Postauto, das auch die Gäste nachmittags hierher gemacht hatte.
A Oberkleen, 5. Aug. Gestern nachmittag sand in der hiesigen Gemarkung die Abschätzung des Wildschadens statt, der an dem jetzt zur Ernte kommenden Getreide verursacht ist. Die Ab- schatziing des in den Kartoffelfeldern angerichteten Schadens, der den größten Teil allen überhaupt entstandenen Schadens darstellt, soll in einem be- sonderen Termine kurz vor der Ernte erfolgen.
Kreis Marburg.
sch. Marburg, 5. Aug. In Abwesenheit der Mutter zog ein etwa vierjähriges Kind einen Topf voll kochender Suppe vom Herde und überschüttete sich mit der Brühe. Es zog sich so s ch w e r e B r a n d w u n d en zu, daß es in eine Klinik getragen werden mußte. — Seine Baterliebc bekundete ein Mann gegen sein zehnjähriges Töchterchen, als dieses im letzten Augenblick vor einem daherjagenden Auto gerettet wurde, indem er ihm mit seinem dicken Spazierstock eine Tracht Prügel verabfolgte, so daß cs am Wegrand liegen blieb.
Drllkrcis.
bl. Dillenburg, 5. Aug. Dieser Tage weilte hier eine holländische Reisegesellschaft. Nach einem Besuch des Wilhelmsturms und der Schloßgewölbe fuhren die Gäste nachmittags wieder nach Diez zurück. Für Ende August und September find weitere holländische Besuche gemeldet.
bl. Herborn, 5. Aug. Der Turnverein wird eine neue Turnhalle mit einem Heim für die
Turner erbauen. Durch Staatshilfe soll das Werk gefördert werden.
bl. Uckersdorf (Dillkreis), 5. Aug. DieGemeinde hat die Anlage eines neuen Friedhofes beschlossen. Der jetzige Friedhof ist vollbelegt; eine Ausdehnungsmöglichkeit besteht nicht.
Vbcrwcsterwaldkrcis.
WSN. Hachenburg, 5. Aug. Kürzlich weilte eine Abordnung aus dem Oberwesterwaldkreise, unter Führung des Landrats, bei der Reichsbahn- direktion Frankfurt a. M. zur Besprechung der besonders für den Kreis wichtigen Eisenbahn p l äne. Die Bertreter der Reichsbahndirektion sagten, daß von allen Westerwaldplänen, etwa neun an der Zahl, kein einziger befürwortet sei. Manche Linien hätten so ungünstige Steigungen, z. B. Erbach—Dierdorf—Neuwied und die Puderbacher Linie. Es sei geraten, den Plan für eine den ganzen Westerwald überquerende Hauptbahn aufzustellen, z. B. Koblenz—Siegerland, die dann als Sammellinie für größeren Verkehr diene. Den Ausschüssen wurde geraten, sich auf einen derartigen großzügigen Plan zu einigen, da dieser dann mehr Aussicht auf Verwirklichung habe. Zu prüfen sei beispielsweise eine kürzeste Verbindung Koblenz—Betzdorf (Sicgerland) über Hachenburg. Bestimmte Vorschläge, wie eine derartige Einigung der Ausschüsse zustande kommen solle, wurden nicht gemacht. Es dürfte jetzt also Sache der Ausschüsse sein, ein gemeinsames Vorgehen zu beraten.
Kreis Fulda.
* Bad Salzschlirf, 6. Aug. Ein kleiner Unfall, der Photographen zur Warnung dienen kann, ereignete sich bei dem dieser Tage hier abgehaltenen Windhundrennen. Bei der Aufnahme rennender Windhunde wurde der Operateur der Emelka- Film-Gesellschast von einem Feld-Greyhound über den Haufen gerann t, wobei er sich an dem Kurbelkasten eine leichte Stirnverletzung zuzog. Trotzdem sind die Aufnahmen gerade dieses Rennens glänzend geraten. Sie werden In der Emelka-Wochenschau in Kürze gezeigt werden.
Maingau.
WSA. Frankfurt a. M.. 5. Aug. Das Wohnungsbauprogramm für das kommende Jahr befindet sich bereits in Vorbereitung. Das Frankfurter Hochbauamt beabsichtigt, wie in diesem Jahre, auch im kommenden Jahre wieder 2000 bi s 2 5 0 0 neue Wohnungen — meist Einfamilienhäuser — zu erstellen. Die Siedlung Praunheim soll um rund 400 Wohnungen erweitert werden; außerdem soll eine große Siedlung auf der Hundswiese im engen Zusammenhang mit der Bebauung des Grüne- burgparks durch die J.-G.-Farbenindustrie gebaut werden. Gleichzeitig kündigt das Hochbauamt eine wesentliche Verbilligung der neuen Wohnungen an, die durch besondere Baumethoden erzielt werden soll und die von den Wohnungsuchenden sicher sehr begrüßt werden wird.
Mörder Hermann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt.
Lpd. Frankfurt a. M., 5. Aug. Aach dreitägiger Verhandlung verurteilte bekanntlich am 2. Februar das Schwurgericht den Kaufmann
Willi Hermann aus Offenbach a. M. wegen Mordes in zwei Fällen zweimal zum Tode, wegen Mordversucys zu acht Jahren Zuchthaus und wegen Lotschlagsversuchs zu drei Jahren Zuchthaus, die beiden letzteren Strafen zusammengezogen zu zehn Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte hatte, wie erinnerlich, am 5. August v. I. in der Dahlmannstrafte 5 die 26sährige Kindergärtnerin Kunigunde Hufnagel und ihre Schwägerin, die 25jährige Frau Mathilde Hufnagel durch Aevolverschüsse getötet und ihre betagte Mutter, die Frau Anna Hufnagel, schwer ve r- leht. Hermann hatte sich um die Gunst der Kindergärtnerin bemüht und verübt? die Tat nach seiner Abweisung. Die gegen das Urteil eingelegte Revision wurde verworfen. Wie aus Berlin mitgeteilt wird, ist Hermann, genau ein Jahr na ch der grauenvollen Tat, zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worben.
Vermischtes.
Lössels Geburtstagsgeschenk für Hindenburg.
Die Stadt Kassel beabsichtigt, ihrem Ehrenbürger, Reichspräsidenten Hindenburg, zu seinem 80. Geburtstag ein besonderes Geschenk zu überreichen. Sie will ein Bild vom Park Wil- helmshöhe als (Erinnerung an Hindenburgs Aufenthalt im November 1918 malen lassen.
Amerikanischer Kreuzerbesuch in Hamburg.
Wie verlautet, wird der amerikanische Kreuzer „D e t r o i t" vom 8. bis 16. August einen offiziellen Besuch abstatten.
Todesurteile für Strahenräuber.
Im Mai d. I. waren auf der Straße von Ieru salem nach Nablus drei Automobile ange- halten und die Insassen, darunter der anglika nische Bischof von Jerusalem, von Straßenräubern ausgeplündert und ein Chauffeur tödlich verwundet worden. Das Geschworenengericht verurteilte zwei der Räuber zum Tode und einen dritten zu 15 Jahren Zuchthaus.
Gin Depositenschwindler erbeutet 80 000 Mark.
Bei einem Berliner Aotar erschien ein Mann, der einen vom Hamburger Generalkonsulat ausgestellten Pas; auf den Aamen „Kaufmann Bor- ras h Espart" aus Barcelona vorlegte und sich auf ein Berliner Grundstück eine Hypothek von 80 000 Mk. auszahlen lieh. Erst später stellte sich heraus, daß der wirkliche Besitzer, der spanische Kaufmann Dorvos h Vspart. von der Angelegenheit nicht das geringste wußte. Trotz allen Nachforschungen ist es bisher nicht gelungen, des Betrügers habhaft zu werden.
(Ein Riesenbetrug.
Das Kölner Carlswerk ist seit eineinhalb Jahven durch Wohl > vorbereitete Schiebungen um mindestens 600 000 Mark betrogen worden. Die Probeentnahmen der täglich in Bahnwagen angelieferten Aschenreste aus Gießereien wurden durch i)en Vertrauensmann der Lieferanten, einem gewissen Winterfeld, absichtlich mit einem höheren Prozentsatz an Kupfer bewertet, als der meistens wertlose Mull enthielt. Es handelt sich um etwa 3000 Donnen solcher Gießereiabfälle, die statt
der falsch errechneten 800 Tonnen höchstens 300 Tonnen reines Küpser enthielten. Eine Anzahl Inhaber der Cieferfirmen In Köln. Barmen und Frankfurt a.M wurde verhaftet. Fünf von ihnen werden weiter festgehalten. Das Vermögen aller an dem Schwindel Beteiligten! wurde mit Beschlag belegt. .
Schwerer Autounsall In Spanien.
Auf der Rückfahrt von einem Volksfest ist ein Lastauto mit zwölf Personen bei Capota in der Nähe von Guadarrama verunglückt. Fünf Personen wurden getötet, fünf schwer und eine leicht verletzt.
«pielplau ver Frankfurter Theater.
Opernhaus. Wiedereröffnung der Spielzeit. Donnerstag, I I. August, 7 bis. gegen 10.30 Mr: „Die Zauberflöte". Freitag, 12., 7.30 bis 10 30: „Wiener Blut". -- Samstag, 13., 6.30 bis 10.30: „Lohengnn". — Sonntag, 14., 7.30 bis nach 10: „Turandol". — Montag, 15., 7 bis 10: „Doktor Faust".
Sch auspielhaus. Sonntag, 7. August, bis einschl. Mittwoch, 10. August, jeweils von 8 bis 10.45 Uhr: „Das Dreimäderlhaus". Dom 11. bis 31. August geschlossen. - Wiedereröffnung der Spie'zeit am Donnerstag, 1. September, abends 8 Uhr mit: „Leonce und Lena",
Aus vom Amtsverkü iZUNgsblatt.
Das A m ts v e r k ü n d i a u n 5 s b l a t t Ar. 58 vom 5. August enthält: Straßensperren. — Voranschlag des Kreises Gießen. — Unfälle auf Bahnübergängen. — Lungenseuche in Lich. - Schreibweise des Wortes „Waage". — Feier des Derfassungstages 1927. — Maßnahmen zur Verkehrsregelung in der inneren Stakt. - Feldbereinigung Groften-Linden. — Dicnstnachrichten.
Briefkasten der Redaktion.
(Aechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeil der Schriftleitung.)
(Ein sehr alter, treuer Abonnent. Wir bedauern, auf anonyme Anfragen grundsätzlich keine Auskunft geben zu können.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen
$üt unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen
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