Freitag, 6. Mai <927
177. Jahrgang
Nr. 105 Erster Blatt
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
bnd 116 Derlei: vrübl'fche UiiverßlLl» vich- nnö Steinöriderd L. Lange li Bietzen. 5chriftlett»ng uns Aefd)5 ft siele: ZchnlAratze I.
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Dr. 3n«br. TJdb. ßer.ge. Berantwonlich tut Del nM Dr N» ®flb Caey. for ^♦•tßrtra Df tz 'i |tr 6«n iforigre Inl Stift SUmld'f. Itir bei In- irtgenUil Ain Hivma*n, Waithd) la fBw1«
Der hessische Ziaairvoranschiag von 1927.
ter vertcht de» -t»anzauSfch«|fos.
Bon unserer t a r m fl ä bte r St e b a f 11 e n.
3<|f brau i d,«
Sera lunger des S taursvoranfchlags für Dos Rechnung»,aht 1927 llr »erben mindestens Mer Wochen m Anspruch nehmen, ba diesmal eine groh« Anzahl t»?n Anträgen DOthegt Der ji- und bi» noch 01 em dauerten, den ?>.iu.’bolt durchberaten. l'er Bericht. der Die Zusammen» (leUung der Beschlüsse enlbdlt und den kommende« Beratungen des Landings tugrimbc gelegt wird, rin stattliches Heft von 82 Druckseiten ist eine <fosamrnenfastung zahlrei->er Einzelberichte.
^nnstad, keuschner Dr Leuchtgen» Lur Arider CtcrJ Dr Werner und Widmann her» rühren Den IM Äüpttdn des Voranschlags ist
Betro<ir!nn^ übet b i e gegenwärtige II- nanzielle Vage 11 c n• entbNL 3u- nächst wird dann der Voranschlag sür 1925 erwähnt der mit einem Zehlbetrag von 8518CW
v: :? ir.ig von nur ! da» troh de
denk«n tetnni Aniah gab 0« wird dann aus verlchied«! e Sparmahnahrnen auhnerflom
beseht ist unter Ardeitslohgkeit und Steueraii»- tällen schwer za leiden ho: e3ntolge dieser be- fonbe-en und unverichulbe.en Vage Hessen» so
e» in d. u IV r pslichtet |enes hi; sprech«nd zu unierstutzetr Aach Beruckslch- tlgunn all dieser Alas,nahmen geht der Snlwurs
"Mark sur d>i» Jahr 1^2» zur Ausgleichung der Einnahmen und Ausgaden zu entnehmen sein »crbeit so hast immerhin für da» 3ahr 1927 noch 2 Tlillicnen Mark -X eierten zur Verwendung pedüabar bleiben werden "
Ausschusibencht .Der Bornnfchla, leidet unter den gl ei chen ungünstigen Erwirkungen der Aeichssteucrpolitik wie im lausenden 3abr Durch deren Gestaltung, insbesondere durch "Bride Hal tun»', des Bertcilungstchlüsseis nach dem witkliche» "Auskommen an i? ntommensteuer tpetN-n <oweii ein g n ndertes Cteucrau trimmen infolge d<» Drucke» durch die Besehung »um Ausdruck kommt, in einschneidender hnanuellcr Ikbeutin g d,e Staat»ll^anzen nachteilig beein- s|us,t Dxihcr wird auch sür da» 3ahr 1927 do» Aeich einen en,sprechenden Ausgleich durch dir An Aus'icht aeftettte stnanzielle Hille 'chassen massen Als eine bedeut'ame slnanzieNe Entlastung trtrb dann die Aückerstatlung des Landesanteil» an den Kosten der Erwerbslosen- fürforge durch das Aeich vom 1 April 1927 ob bezeichnet Weiter belftt es .Die Ausaabever» Minderung macht sich bei einer Ae de von Kapiteln aus perfonlichem wie sochi'.chem «>ebietr bemerkbar. out sachlichem Gebiete insbesondere durch Herabltvung der k ’-rren Kredite um 10 o. H 3» lind besonders hervorzudeben die Minderausgaben bei den .iorft» und Kamera! güt er«, dem S,<dlungewe«en. den Heil- und Wlcgeünftal- ten. dem Landgestüt den Strafanstalten und anderen Kapiteln
Wenn sonach auch erireullchcrwel'e VerbHk- rungen gegen da.» Br-rjahr zu verzeichnen sind, io bad doch nicht übedeben werden, bast sich Einnahmen und Ausgaben nicht voll aus- gleichen. es besteht immer noch ein Unter- schicd von 7L 2HHI Slarf zw 'chen Einnahmen und Ausgaben. Dieser "Betrag soll gedeckt werden durch die besondere Hilfe des Aelchs mit 5 Mill M! und durch die A el ervemittel aus früheren 3ahren mit 2' 2H.lL Mark so dast noch dem Aegierungsentwuri nur rund eine halbe Million Mark ungvbeck: bleibt Dieser Betrag wird sich beim endgültigen Abschluß infolge von Aenderungen auf der Einnahmen- und Ausgabenseile anders gestalten" 0s wird dann mit Besdedigung festgestellt, dast der Veranschlag 192T nach der Ausgabenseite mit bet g r 6 h : e n Sparsamkeit ausgestellt ist Tie Uebernahme neuer Aufgaben lei strengstens aurarfgetrielen. Don einer Der- mehrung des durch die Abbaumast nahmen der lebten Jahre und die Abstriche im Vorjahre schon stark zurückgrichraubten Perionalstanbs sei grunb- iävlich abgesehen.
Ter Griamtbebari der lausenden Berwaltun, für 1927 berechnet sich nach dem Entwurf au ,24.8 Mill Mark, das lind 2 Mill. Mark weniger wie im T'oriabr. davon entfallen 613 v H auf rer'cnlidx Aus .aben und 38.7 v H auf fachliche
Ausgaben.
Die vorgesehenen Deckungsmivei lassen «ich nach dem (Snttrud des Boran«chlags wie folgt zergliedern:
1 Eigentliche Staatseinnahmen n Staatsgüter und Betriebe 17.7 TlilL; bi Steuern. 1. Anteile Aeich-steuern 30 Mill.. 2 Landes- steuer und indirekte Auflagen 44.7 Miü.: el E.n- nahmen aus Staatseinrichtungen ufto. 112 Milt.
Die Ursachen der WirtschaslsKrisis.
T F. von Siemens auf der Genfer Wirischaftskonserenz.
Genf, 5. Wai (Wolff.» Die russische Delegation hat in der dritten Morgenstunde an den Generals ekretär des Dolsterbundes ein Schreiben gerichtet, in dem sie darum er- suchte, hon Sir Enc Drummond bereits vor 10 Uhr empfangen zu werden, da sonst ihre Teilnahme an der heutigen Dvrmittagsfiyung in .irage gestellt sei. Per Führer der ruUtidben Delegation 0 ssinski und "Boris Stein, der Generalsekretär der russischen Delegation, wurden bereit» 9.15 Übr von Str Eric Drummond empfangen 2kach der Unterredung, die etwa eine »albe Stunde dauerte. erflär.en die beiden Mitglieder der russischen Delegation, dah der Grund ihrer Unzufriedenheit behoben sei. Aach diesem Ergebnis begaben sich die rulfischrn Haupt- belegierten mit verschiedenen Sachverständigen in den Aesormationssaal mit einer halbstündigen Dedpätung. um an der heutigen Bor- mittagssistu'g teilzunehmen. ^br Erschci. en wurde lehr stark beachte:, vollzog hd) aber ohne jebe Hdrmlichieit Aech Eröffnung der Sihung durch den Präsidenten D. he uni» erhielt der holländische Delegierte Zimmermann, der lang- lähnge Dölkerbundskommisfar sür die Kontrolle der Oesterreichilchen Dölkerbundsanleihe das Wort Er wie» auf das amerikaniI che Beispiel des w-rtschastlichen und staatlichen Zusammenschlusses und die Freimütigkeit unter den einzelnen amerikanischen Staa'.en bin und emp- sahl Europa, dieses Beispiel und seine Vorteile nicht au» den Augen zu verlieren, wenn auch au» verschiedenen Gründen noch aus längere Zeit Kinlich wenig Aussicht bestehe, äbnlidx Der- lkniff« für Europa zu verwirklichen. Die Steuerlasten, fo betonte er weiter, find in Europa unverhältnismähtg viel gröher als in Amerika und lasten natürlich als schweres Hemmnis aus der Entwicklung der Wirtschaft Di« Regelung und Erleichterung der dlportfragen stelle den besten DesichUsvunkl bar, unter dem die europäische Wirtschaft zu arbeiten habe
Tic . orffotnbe be? dntrmationnlen Konsum. ucnoffenbTaft nerbanbe^, »Zrau 3 r e u n bli d) (Oesterreichs beleuchtete bann hauptsächlich die Lage und Öntereflen der Berbraucher und betonte, bah d,< gegenwärtige Wirtschaftslage geeignet ist. die Lebenshaltungskosten zu rrböhen unb damit zur Verbitterung ber Masten beizutragen. Eie verlangte im Kamen ber l’rrlm. urticr btnx(nmg Tirciheit für Guter unb Menschcn. 3n ber beutidxn Sprache erklärte bann ber yröfibent be» deutschen steich-wirtfchastsrat»
C. F. von Siemens:
Der f) ei m a t m a r f I hat in den meisten LSn- bem. befonber» in solchen nut harter lanbwirtschoft- hdxr Produktion, eine aucschlaggebenbe Bebeutung. Zndustrie unb La n d w i rtf chaf t sink» auf d>» stärkste von einander abhängig. Gerade in Europa >st durch die schweren Edchütterungen ber «Ortschaft ber '.'kuv «ffekt ber Gesamtwirt - schaftsmas chine erheblich herabge- seyt worden, u» >ft die wichtige Aufgabe der Negierungen ber verschiebenen L'anber. Ordnung unb L’anbe und in bie wiNsehastlichen Beziehungen zu Len anderen Landern ju bringen und so den Pol- kern wieder einen möglichst hohen und gesicherten Leben» st anbarb zu schaffen E» >ft der Zweck dieser Sanseren, von LirtichasUern. den Politikern die (8 r u n b f o r fc e r u n g e n ber Wirtschaft aufzuzeigen. damit bie beftebenben türlidxn Cntwlcklung wieder weiterer Spielraum gewöhn werden kann.
Seit dem Kriege hat bie Wirtschaft stostweife plötzliche Aenderun-re.i erlitten Da» Aäderwerk der Wtrt'chaftsma chine ist stark in Unordnung aebracht worden. Um die Gefahr völligen Der- fageiis »u verhindern, find gerxütfom« Eingriffe — als Zwangswirtschaft bekannt — teilweise unvermeidlich geu>c<en Jetzt ist dide xstoaiigswiet'chall maft au» der Erlcnntni». dast sie hemmend wirkt, auf gegeben worden. 3n Deutschland besteht noch freilich eine Zwangswirtschaft aut dem Gebiete brr Mieten und biete der Mieten hat zur Folge gehabt, dast das Bauen 90 Prozent teurer geworden ilt. wahrend bie sonstige Warenteilenni§ eiwa 35 tProzeni über bie B0rrr.eu5.it betragt. Die Untcrstüdung der W.n chaii durch bie e:aai5- leltungen ist heute viel gröber als vor dem Kriege. Hierdurch ist eine starke Beeinträchtigung der natürlichen Produktionsbedingungen zum Schaden der Bevölkerung eingetteten. Weiter find die Pro- dultion» st ä 11 c n au» Krieg»- und Inflation^- gründen weit über das no!wend>ge Mast vermehrt. Die Wirtschast hat nicht immer schnell genug den Wut gesunden, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Staat »hi Ise bedeutet aber nur Unter ft ühunq eine» Dirtschaflszwciges auf Koiten der anderen Gänzliche Ausrecht.rhaltung von a i sich nicht mehr lebensfähige.' Gevtkden hemiut aber ben techntfcheii Zvrt'chritt und die gesunde Entwicklung. <
Wenn auch in Europa mäßige icgul.crenbe Zaktoien im zwischenstaatlichen Wirtschaftsverkehr berechtigt wären, so würden doch alle Heber- treibungen in thver Gefamtwirkung nur die Le- benetahung der Bevölkerung Herabsehen Den- leiben Sinslust haben auch die nicht aus wirtschaftlichen Gründen zustandegekommenen internationalen Z i n a t»z v e r pf 1 i ch t u n g e n Ihre Erfüllung kann auch nur durch vermehrten S » port vorgcnommen werden Dies inaa-1 eine Umstellung der Produktion erforderlich auf der gebenden wie nehmenden Seite und hat daher eine Rückwirkung auf alle am Weltmarkt beteiligten Länder.
Di« europäischen Böller sind besonders aus dauernde geschästliche Beziehungen angewiesen, und es ist ein hohe» Ziel, diese Beziehungen so hast aus die Dauer für alle die günstigste CntiDidlung ermöglicht trieb. Eines der ernstesten wirtschaftlichen und politischen Probleme ist die in Europa eingetretene Arbeitslosigkeit. die in der 5,aupt>achc durch die plöpliche Verteuerung ber Arbei skrast in Europa entstanden ist Herr v Siemens behandelte bann die .irage ob es sozial wichtiaer sei. dafür zu forgen. dost möglla>': viele Menschen Arbeit haben, wenn auch zu einem etwas geringeren Einkommen, ober dast diejenigen, die Im Besitze von Arbeit find, möglichst verdienen, um dann von diesem "Berbienft einen gewissen Antrii zur kärglichen Unterhaltung ber anderen abgeben.
Die Nachmittagsfitzung
3n der Aachmittagsfitzung sprach sich der chilenische Professor Urzua für Aufhebung der Zoll'chranken zweck» Herstellung weitgehender Handelsfreiheit unb für die Ausgabe einer e n-
M uf prat t. Präsident des brin1a> i Verbände» sür Industrie, und Boditzender brt Berbandes
der Borlriegszeit veränderte weltw rtichallliche Lage seines Landes dar Er betonte, dast die Felgen de» Krieges und der Aachkdegszeit das
Gleichgewicht der englischen Wirt- I <ta« t 61 a g e ernstlich erschüttert habe, tu sich infolge der Wellver.trmung hie Äaut- traft verschlechtert habe und der Hand.l zurückgegangen lei. "Während Ausfuhr und Schi l- fahrt in aetcher W eile getroffen seien. 1c. lieb die Einfuhr in erstaunlich m Maste gll a gebar- ben Beruhe diese Depression aus granblegnCei marftc». so mähte man sich den neuen Ber > lt- nt*'cn anpasfen. beruhe sie aber au! Urfr^cn zufälliger Aatur. so müsse die W. i a --nj der 1 ruberen normalen Bedingung ar ’ " bt toerben.
Luch Uluopratt bezeichnet bi« J)anä«l»e schranken unb besonders tie wachsende i> e r m i r r u n g bc» 3o 11 ro « | e n • al» er e die- fahrbung ber Sanierung des Welthonbel«
Der (9encral|«frelär des franzostschen Gewerk- schaftsoerbanbe», 3 o u b a u 4 . schlun eine .stoi.i,n» Hon vor. burch bie den ZoUerhod 1 aen r.n v de gemacht niarbe unb brachte dann «men ytelolulio: • entrourf ein. der zweck» Durchorganisistung der Weltwirtschaft die Zchasfung i>ett-k <- dener neuer internationaler ftcrperschasten oon^bU u. a. eine beratende Wirtschaitskonsc- renz, deren Mitglieder von den verschicbeiie!' <• gieningcn au» dem fflebie'.e der Industrie, be» n- bei», ber Lanbwirtschaft. der Arbeit unb der er- brauchet ohne bindendes Mandat rm-; it werden und bie alle drei Sabre zusammen:^:m all. unb einen internationalen Wirlfchastsrui b.r au» IN, barunter 12 vom Ifolferbunbcrat unb > rom internationalen Arbeit>amt ernannten *< :• cliebem bestehen soll Dem ViNschaftsrat 'ull ein Bureau, bzw. «in ständiges Sekretariat be. «geben werden, da» in ständiger Fühlungnahme mit dein internationalen A »einen Staaten bestehenden Wirtschastsräten arbtl-
Der hollandifche Auszenmlnister Lolijn sieht einen wesentlichen Miststand in ber Vermehrung der Zollschranken durch den • lailler Vertrag und bie anderen Frieden»ucrti. ,.e 1:11b in der Erhöhung ber Zo111ar 11 «. 211$. wichtigste Forderung zur Ueberwliibung d.r ■ iltdrifc nannte er tic l'lcrubk:
■
■tiiate», über Ian
Problem«.
Moskau fordert, ftiufftschc veschwerdcn über die Vehandlung in Wenf.
Moskau. 5. TNai (Zelegrapbenagrntur b*r Soro,dunlon.) Die niitleilungm. die bie Sami.l- rrgirrunq oou der Delegation der Soroirtunlon auf der Deltwlrtfchaitskonlerrnz über politeimast- n ah men gegenüber der Ddegatioo erhalten lut. haben in Regierung»!reifen Entrüstung und Empörung hrroorgerusrn. Vie Sawsdregicn . g l>eaullrai:r den Vorstizrndrn der Dclrgati n. Ossinskl. nachstehend« Forderung« u au den Völkerbund zu richwu:
l. Sich mit dem vodstzendro brr sSawietdeiega- lion über oernünfllge TNelhoden , u n Schuh der Delegation unb übrr dir Mui-
1 Hebung sämtlicher rrnkbrlgmben unb die Freiheit
d) Sonstig« Verwaltung»rinnahmen 03 Mill e» Grlan des Aeichs für die Kostrn ber Polizei 4 2 Mill
2. Ausgleichsposten als Deckung für Die Mchrausgad.-n 15 Mill- 1 Gesamtsumme 124.8 Millionen'
Die Betrachtung schlich: mit nachstehender Mahnung .Wenn auch allem Anschein nach bu wirttchaftlichen Berhältnift« einet Ddserung erd- gegengeben unb bemit bic Staatseinnahmen sich befreit werken fo ist doch Einschränkung unb Zurückhaltung in neuen Ausga - ben auf allen Staatsgebieten geboten, um unter Erfüllung bet sogtalen unb wittlchaftltchen Ausgaben be» Staate» bie Staatseinnahmen unb -Ausgaben ,r geordnete Bahnen zu bringen."
Die Krankenversicherung der Erwerbslosen.
<|ye bem fo;talpoltiti<dett Auofchu« de» ftietchskage».
Berlin. 6 Mai. iDD.Z, T-cr AcichS.ags- auSfchust für soziale Lngelcgenhellen führt« bi« Beratung be» Gefetzentwurie» über die LtbritS- losenperfidxrang fort. Die Gemeinden sollen alle Erwerbslosen .bi« fie zu unterstützen haben, auch argen Ktavkhettverfichern. Untertästr bie Gemeinde be. Bereicherung unb erhalt m- folgebefen ber Erwerbsfo'e bei Erkrankung kerne ok>r nur geringe Leistungen von ber Krariken- kasfc '0 wirb ihm die Haupt Unterstützung in Höhe be» dadurch reruri achten A^s^allsge- B>ä$rt. Daneben hat bie Gemernb« bem ErwervS-
losen «int gleichwertige Krankenpflege aus eigenen Mitteln zu gewähren Die Mehrheit be» Ausfchu"«» war ber Anllcht. bost in ber Ptar-» in bet Hauptfach« bic Versichern n>; bei ei n«r Krankenkasse ein« Aoll« spielt unb dast tatsächlich auch nur aus biese Weill eine angemessene Krankcnhils« für bt« Erwerbsfoim in jebem Zalle gewährleistet werken könne. Der Aus'chuh machte daher bie Krankenversicherung b« » Srwe rbslosen zu einer unmittelbar auf bem Gesetz beruhenden Aecht s- solge. bie sich ohne weitere» au» bem Bezüge txr Hauptunteritünung ergibt Da» hat tn»bdon- bete bie wichttarm Folgen, dast die ürwetb»!ofen wie andere Mitglieder da» aktive unb passive Wahlrecht zu den Kassenorganen haben, bah bat Krankengeld der 2rbrit»lofen nicht von einer Wartezeit abhängig gemacht werden dari. unb dast das Accht zur Writerveriicherung auch beim 2ku»ichridcn Arbeitsloser au» bet Krankenver- ficherung gegeben wirb.
Der polnische Terror in Oberschlesieu.
(Eigener Drahfoericht ber Siebener Hnyigers".
Berlin. 6. Mai. L» fällt einen fast '(txoer. immer jnö irrnner w.cdcr dieseiben Hrcj-nmte ins Feld $u führen mit denen Bolen ;a<t taplic be oei't. dast es ob*olat keine Ahnung von jcpiidxn rbl.'krorchüichrn Begriffen yi haben besHii: Tron der mannigfachen Veriprechangen ;ntens ber pöimftben Begierung trotz ber Unterredung Dr.
ctrr'Mnann» mit Zalefki wahrend der letzten Väl- k.rdundswgung. trotzdem Ut der deutschen Dcffent- üchkett es bere.t» hoch ongerechnet wurde, dah Polen erNärie. bie gegenseitigen Abmachungen lopal erfüllen zu wollen, trotz alledem hort die polmsche L'oicwodfchast Ostodcr^Äeficn: nicht auf. k'c Drul« ich«. >j unterdrücken unb zu «ntrechum Dast täglich /zunder»« «on Arbeitern au» den Betrieben entlaßen werben, nur c nber den
Amdcrheitt chulen piführen ist ein« Tatsache, fre man gar n,chi m.-hr im (EinycllaU zu registrieren oermaa. L» fletzt fest, dast Pollm einen d c w u fc • i r n Terror gegenüber denjen.gen in Ober- 'chlestcn ausübt. die »hre Kinder in den Minder- hei!i-chulen cnarmribet haben Tlicht nur da, (£• m-rb gmwlbet dast M« Schuladte-.lu >g ber obev'Ple- ,-ch«n Wo>ewod<chall lieben deutschen Stu- bienrattn -n Sömgsbütl« :m 1 August tun- bi at r ohne ben deutschen (fliernbrrrot vorher zu .'(rftär.bi;<r unb damit die Wetterführung der ‘t ■ *xr. L'rbranftaltfn in ftön.astzütte in Frage stellte ckn Berliner zuständeger Stelle liegt aller- d,r zur Stund« noch keine Sritatiaung brr .ch- ndj: FDr. man nimmt aber an. batz tn«
■ treffen büriir. S i e lange noch, so fragt man sick». arbtnh Tclen diese» treiben in L todrrschle. i-.tn llrtzulltzen? Bann wird es endlich sich be- -7-ühen. b*t r^lkerrechtllchen Grundbegriffe, io a».< fie schon seit jeher zur Gepflögentzrit der interoano- n^len Äbenackrungen geworden lind, zu erlernen" (Es bürvc ö-.rT.'äj an der Zeit sein, batj Polen cm- lenkt, liegt cs dach ebtnfo sehr auch in seinem Znter- rill gute Sc^kbangen mit uns zu unterhalten Die pol7 äx Äirrfchaft bürfie jedenfalls allen Grund dazu haben.


