Mittwoch, i'AM (927
”...................
Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Sderhchen)
Nr. Drittes Blatt
Aus Natur und Technik
3328c
hat btefc grobe üctqur.g ö mit Lauerstoff zu vcrbmdcrn.
nur
ztisdte ind age
Ivnneh angtftf)lofitn. uuv
M Wenfl1 oft 8.
m trüberer Seit fo außerordeiulich erschwerte eine öicbtiqe Anwendung gefunden: Wischen wir Ollumunum mit Eiscnorydpulver und sorgen für die nötige Erwärmung, so nimmt das Aluminium nicht nur dem Eilen den Sauerstoff we^. fondern entwickelt dabei noch eine so gewalr ge Hitze, daß Temperaturen bis zu 3W0 Grad entheben und damit eine bequeme Mögli<j^e.t geboten ist. öifen nach dem fegenannten Therrnitvcrl ähren zusämmenzufchweißen.
Die erste Darstellung des Aluminiums ge* schätz durch den großen deulfchen Ehemcker Döhler in Böttingen. Er ist bekannt durch den zuerst durch ihn gelungenen Aufbau einer otgani*
Der Winddruck auf hohe Gebäude Bei den immer höher steigenden Wolkenkratzern in Amerika reichen die bisher üblichen Wind- druchormeln nicht mehr aus. fo daß neue 'Bered rungsunterlagen gewonnen uve ■ mußten.
3 Astofia“
7. April 8 Uhr abends Wert von Mitgliedern der Spelle des I. R. 15 — । my
Vom A'umini m
Bon Professor Dr. Weilburg.
1 Nachdruck verboten.)
anders. Bet tpturft k.e meisten Benutzer k<r Schreibmalchincn linh kderwante Stenolypistinnen. öte von ihrer Kurzschrift aöfchrciben müssen. Für sie ift eine solche Lampe, wie ich sie habe weniger geeignet, weil fie sich dann jut Leien innrer auf ihre neben brr Wasche..e liegende Shinfcferift heranterbeugen müssen. Dos hat krumme« Sitzen mit eingedrucktem Brustkorb zur Folge und strengt auch die hübschen Augen zu sehr ar weil daS Papier mit der Kurzschrift und da« tn der Molchir? verschiedene Beleuchtungsstärken ausweisen, zwilchen denen die Einstellung der Pupille immer hin- und herpendeln muf
fr'öoitrai 5"* ***«3
’'di?Sehniucht , Kau,manniu.
Mckrvphon. au da» eine Anzatzi un luhorec- raum hcneilier Lautsprecher und eine Reib von Kopttcrnvörem angeschloslen war Außerd<r.-. waren Kopssernhörer m mehreren unir.u :dbar neben k-em T?rtrJ4»'aal liegenden Räumen an- geschtollen Sn diesen Kabine", laden die Ucb.r- • eticr. die durch Glaswände d.e Borg an» .• un Bortragssaal verfolgen bonnten: diese Dolm.i- 1<tkr sprachen nun den Vortrag sofort Hh:t tut Wort deutsch, französisch, englisch oder tfram dj tn die vor ihnen stehenden Mrkrvpdor.e Die so übertragene Rede wurd- von diesen Slilro- rfioner. über Verstärker zu Kspffernhörern weiter - geleitet, die sich an Litzen un Bortragssaal be- fanben und von den der Vortragssprache nicht mächtigen Abaeordnelen benutzt werden konnten. An den Ltudlteihen zeigten kleine Fähnchen in den Canbeifarbcn an. in welcher Spruche die ÄObffcrnbörer brr. 3mltag vermitteln
ableben. nur von dem deS Kupsers übertroffen wird. Schon biete Eigenschaften sichern dem Alu- minium ein weites Anwendungsgebiet. Seine Leichtigkeit macht eS zu Geräten aller Art tauglich feine bei gewöhnlicher Temperatur große chemische Widerstandsfähigkeit sichert ihm ein Anwendungsgebiet im Kleinen in der Küche und im Großen namentlich in Brauereien und ahn- lichen (Betrieben. Durch seine lechte Walzbark. ' bat eS da» sogenannte Stanniol, d h. dos zu sali papierartig dünnen (Bletallblättem ausge- walzte Zinn. z. B. zum Sinwükeln der Schoko- lade, «ah völlig verdrängt. in der p^'ikal.fchen Wissenscha'! greift mar wenn es sich darum handelt, die D.rchtringungsfähigkett von Strahlen buhb dünne Metallblätter zu prüfen, immer »um Aluminium. Seine Leitfähigkeit ßir den eleliti'chrn Strom läßt es zu einem wenn auch vorläufig noch nicht gefährlichen, fo doch immerhin »chon beachtenswerten Wettbewerber des Kupfers heranwachsen. Insbesondere müssen wir Deul'che bei allen diesen Anwendungen immer im Auge bc halt en. daß wir im bezug auf die meisten anderen Metalle, so namenllich im bezug auf Kupfer, und feil dem Versailler Frieden, der unS daS HaupteifenlanV Lothringen raubte auch im bezug auf SU en. wenig güast.q g.sr^'.'l sind, während wir in der Gewinnung b» 2Qu- m-niumS ar. zweiter Stelle stehen, da w r hierm nur von Amerika übertroffen ©erben.
Don Rat ar ur^ünftige Eigenschaften des Aluminium- ßnd feine geringe Festigkeit und die Schwierigkeit. es in Formen zu gießen. Aber auch hier wußte die Technik Lot. SS war wiederum eine deutsche Erfindung, durch .'Zusatz geringer 2Hengen von ‘2Hagr.criam die Fest.greit Des Alum-niumS so zu erhöhen daß es auch für den Masdr.r.enbauer einen hochwertigen Baustoff abgab. Diele Aluminiumart führt den (Kamen Durvluminium. Seine Feuerprobe bestand doS Duraluminium beim Dau der Zeppel inluftichiffe. und seitdem verschaffte ihm der immer wertergehende (Bedarf an Luftschiffen und Flugzeugen
ausgebe.. nk=
...........
taon
G 4 M m i widerst andvfähig er als Dl e i a i l. Die Abscherfestigkeit von r-.chtig ge- unschtcm und vulkanisiertem ’J ummi wird bereit» mit bestem Erfolg bei verschiedenen Maschinen ausgenutzt. wie beispielsweisi- zum Ausfütttrn von Rohrmühlen. zum viertleinern von Gold- guarz, Portlanbzeaient und anderem Harigut. so daß Gummi vielfach dem Metall vvrgezog>.i wird. Sin neues Anwendungsgebiet, bei dem die uxrtoollen Eigenschaften von Gumm! aiu- genutzt werden, bildet das Auslegen der Schült- inetter bei Kiesverladeanlagen mit G» um. Die b.Sher übsich.-rweife mit Stahlblech audgd egten Aampen. auf denen der Kies vor den Sieben in die Qiagen gleitet, halten durchschnittlich nur 7 Tage, ausnahmsweise 10 Tage, und müssen dann voltkommen erneuert werden. Bergleichs- versuche mit einem ®ummtbclag, der aus e.toa 50 Zentimeter breiten und 3.75 Meter langen, durch perfcnltc Schrauben aus der Bohlet.unterläge befestigten Gummistreifen bestand, ergaben, das» dieser Gumnudelag etwa dopp'lt so teuer ist tote der Stahlblechbclag. Hätte der Gummibelag also beispielsweise einen Monat geixilten, so wäre er doppel, so wirtschostl'.ch wie der bisherige Dlechbelag. Ss hat sich aber gezeigt, daß nach einem sechsmonatigen (Betrieb nicht die geringsten Spuren einer Abnutzung, iv. heran den Schraubenköpfeu nod) an den Kanten, an denen entlang her Kies abliej. sestzustellen waren. obwohl runb i,, IHillüm Tonnen Kies über die Gummidecke abcelaufcn war.
weite Anwendungsgebiete. Angeregt durch diesen Forl-chnti Hal man auch mit immer toeitcr- gefjcnber: Erfolge erforfcht welche 21ei^crungcn in den Eigenschaften des Alumin.ums durch Zusatz anderer Metall« wie na,nentlich Kupfer und Zink, erzielt werden. Sine grosze Zahl solche. Legierungen, wie z. D. Aludur Stk- ron. Aeron. Lauial und in jüngster Zeit Lon- structal. sind bekannt geworden, und cs ist auch gelungen das Aluminium in gießbarer Form herzu stellen Denn man bedenkt, wie ungeheuer mannigfaltig die Arten de» Sifens find. Wie ftnrk lene Eige-nfchoften durch ganz geringfügige Zusätze fremder Bestandteile verändert werden, einer wie langen Entwicklung es bedurfte, b.» viele verfchiedenen Eifenarten in ihren Öiaer.- tumlichkeite n erforscht waren und wie unenbi i) viel Arb i! hierauf seit Jahrhunderten verwende: Kerben ist ’o wird man mit Aech: bebaut km Dürfen daß auch b:e Gewinnung neuer Formen bei Aluminiums, durch fremde ZufStze sowohl al» auch lurd) bestimmte Dearbeitungsarten. erst in den Anfängen stehl
2Hnn lieh von Zeit zu .Zeit trübgestiimnie Erörterungen über den Laubbau. den das Men- fchcn. 'chlecht auzenblüüich an den für feine Dinichast wichtigsten und leider nur in beschränk! er Menge vorhandenen Lohstofsen. nämlich Kohl' und Elfen, treibe, und einer to-.c trau- r.gcn , ukunst cS au» diesem Grund, entgegen- ^ehc So wenig es unsere Ausgabe ist. uns bic Köpfe unterer Urureifel zu zerbrechen, so kann man demgegenüber doch darauf hinweifen. daß uhl auch noch andere Energiequellen, außer der Kohle, zur (Betfugung heben, und daß unS bic 21atut in dem fr. fast unbegwqter Menge vorkvmmenden Aluminium ein Metall gegeben Herr, bas die (Disfenlchafl und die Technik dann, wenn die gebieterische Lot es verlangen sollte, zu einem ebenbürtigen Aachfolger des jetzt wekt- beherrfchender. Sisens entwickeln wird.
ische
. TtiftdfW
1 „
-e>
ch-»'1
Straßenbahnwagen auS Aluminium Die Straßenbahngesellschast in Tleve- land hat einen neuen Straßenbahnwai.en eingestellt. zu dessen Herstellung in weitest em Maße Aluminium und Aluminiurnlegierungen verwenbet wurden. Tie Abmessungen des IBagen» find genau dieselben wie bic der anderen Straßenbahnwagen: nut die Räder, bie Bremsen, Achsen, Federn und ähnliche Teile bestehen aus Stahl, während die Kupplungeii, das Gerüst beS Fuß- bobe.is. die Ouerberfteifungcn. Handgrtsse. Litz- gestelle, Fenstcrsassungen und Teile der Moior- flcbäu<c auS Aluminium bestchen. Die Sciten- wände sind etwa- stärker gehalten als bei ben sonst üblichen Stahlwagen, bie Aluimniumtvagen sind aber trotzdem ein Drittel leichter als die ctaljltoagcn Durch bas geringere Gewicht wird der Ktaswerdtaud-, beim Fahren geringer, so daß man an Stelle der bisherigen Triebmotoren zu 40 Pferdestärken mit solchen von 35 Pferdestärken auslommt. Die 25etriebsergebniffe haben gezeigt, daß der Kraftbedarf ein .fünftel geringer ist Die Herstellungskosten des Aluminiumwagens find etwa höher als bic des ötahlwagens: trenn aber im Dauerbetrieb ebenfoviel Kraft gefpart wird wie bei ben (Bersuchen, so sind diese Mehrkosten in IS Monaten wieder ausgeglichen. Zu berücksichtigen ist ferner, baß durch das geringere Gewicht die Schienen tneniger abgenutzt werben. Auch die 3nftanhfcnun..n8arbei- ten werben infolge der gröberen Lcichtigtr'.l der tobet zu betoegenben Teile einfacher und billiger.
Goib ©Uber Kupsct, Eifer Blei, ja auch b-a» .flüssige Silber'. Wie man früher das Quecksilber nannte sowie auch manche allbekannte Dietallzusammen'etzunaen. sogenannte Legierungen. wie namcntlid) Mesling und Dronze s nd 'jwn seit dem Altertum bekannt und zu ben mannigsachsten Zwecken benutzt worden. Dur eins von den 2)i et allen des alltäglichen Gebrauchs vertrinkt feine Gewinnung der bewußten wissen- 'chostlich-chemi'chen Fortchuv.ge das 2Humimunt xtngen wir uns nach dem Grund, weswegen sich gerade dieses Metall, das ja in leinen (Ber- ’nnbungen wie *. (B. Ton. von allen das bei weitem verbreitetste ist. der Darstellung als Metall so lange cr.tiog. so Werden wir gleich aus .:tic Grunt-cigenfchast des Aluminiums geführt: icinc bei höheren Wärmegraden außerordentlich 'tarfe 21eiqung zu Sauerstoff, die es auSschlicht. da- Metall auf dem gewöhnlichen Wege zu gewinnen, nämlich durch sogenannte Reduktion, das heißt durch Wegnahme des EauerftofsS seiner Sauerstosfverbinduv.gen durch Kohle. Indessen bat diese große Oicigur.g des Aluminiums, sich mit Sauerfiofs zu verbinden, bie seine Darstellung
Welches find nun die Sigenfchallev. bie das Aluminium zu einem so auBererbend.4 wertvollen und brauchbaren Metall machen? Wir müssen folche Sigeaschasten. die das Metall von vornherein hat. die es sozusagen al» natürliche Gabe mit auf die Welt bnnal. von solchen unterscheiden, die rhm an sich sehlen. aber durch geschickte Dehandluiig. insbesondere durch Mischung mit anderen Metallen künstlich deigeoracht werden fönntn. Zu den dem Aluminium an sich zukommenden Eigenschaften zählt vor altem feine
I. Grau-und S Weid-Stück von beiter Qoilb
■B ist und jrröStex ■ W Ergiebigkeit xu bill Pre •
»amen, Gießen
nsprecher 18K. IBc
ifer Kummer
ttnbtoM«
;Min, crspse, Seift, i#®« •1 »ä'riifd f* tia'i “ a-Eriill (arnbach
isherde
WK*S-$.
M paffenbe S*1'* »r-snö-^
schen Derbindung aus anorganischen Stoffen und ferner auch durch feine baS ganze Leben hindurch treu bewährte Freundschaft mit unterem großen ZustuS Liebig Wbk ler gewann nur winzige Mengen diefes neuen Metalls, und zwar dadurch. daß er es durch metallische» Kalium aus ,einer (khlorverbindung verdrängte, eine Dar- stellungson. bie für Gewinnung im.Großen und für industrielle Zwecke in keiner Weife -n Betracht kommen kann. Sine 2ß>fd)0ibung beS Aluminiums aus feinen sehr ßäus.g vorkoinmenden Verdindungen in groß em Maßstab war erst möglich. als das itäriftc Trennungsmittel chemischer Verbindungen bekannt wurde und billig her- gestellt werden konnte, der clellrische Strom. Auch heut zurage lohnt bie Herstellung des Aluminiums am besten Du. wo besonders starke 'Wasserkräfte zur Erzeugung des elektrischen Stromes zur Verfügung stehen, wie z. B. beim Rheinfall bei Schaffhausen und bei den Aiagara-
Ricsenwaben fürWcinau» Eisen- betoii Zn England wurde eine Grupp« von 16 Erscnbet onbeha l t ern gebaut Die zur Aul nahm, von Wein Dienen sollen. Die Behälter liegen zum Teil unter der Erde und sind je 4,85 Meter lang. 3.95 Meter breit und 3,65 Meter tief. Zhvc Wandstärke beirägt am Fuße 25 Zentimeter und berjüngt >ich auf 10 Zentimeter am oberen Teil. Sie find in zwei Reihen von je acht Stück tooben- fonnig angeordnet und an den Winkeln hwidi Säulen uevkürft. wodurch da» ganze Bauwerk »ine große Festigkeit erhält. (Bereits 24 Stunden *ad> Dein Einbringen des Beton» konnte die Verschalung an den Seilenwänden und 48 Stunden später von der Vidachung entfernt werden Wie der Eisenbetonwein schmeckt, wird leider nicht bc- richte!. Zn w.Icher kurzen .teil übrigens überhaupt solche Bauten ausgeführt werden könnru. zeigt da» Beispiel eines Silobaue» aus der Insel Euba Dort wurden zwei 10 Meter weite und 43 Meter hohe Silos au» Beton mit etwa 20 Zentimeter dicken Wänden innerhalb von fünf Tagen bergestellt
Elektrizitatswlrtfchaf t tn ben Vereinigten Staaten und in Deutschland. Bemerkenswerte Angaben über denStron'- verbrauch in den Vereinigten Staaten macht der Vorfitzendc her amerikanischen clellrotechnischen Vereinigung. Hiernach haben dis jetzt 13 4h0 000 Häuser esektrischen Anschluß, wahrend tm letzten Jahre 2 750 000 Geschäfte und 675 000 Industr.. - Unternehmungen Strom bezogen haben Das gesamte in der amerikanischen elektrotechnischen Industrie angelegt: Kapital wird aus 7 350 000 030 Dollar runb 30 Milliarden OHarf geschätzt und wirft einen Bruttogewinn von 1 425 000000 Dollar i ab. Erzeugt wurden insgesamt 60*/4 Milliarden qdotoatL Die gespeisten Elektromotoren leiste" I dieselbe Arbeit wie 170 Millionen Arbeiter, mährend bie Vcvkikerungszahl der Vereinigten Staaken nur 116 Millionen beträgt Erwähnenswert Ul daß die Stroiiikosten tn den letzten 10 Jahren Anzahl der Zlbnehmer und der elektrischen Licht, und xrattgelcllfcbofien hat sich in ben letzten 6 Jähret verdoppelt, doch aib, es noch nb.-r 13 Millionen Häuser in den Bereinigten Staaten, bie auf elektrischen Anschluß warten. In Deutschland gibt es nach ban Verzeiumi» bet Bereinigung der Elektrizitätswerke 3380 Elcktriz.- täiSg 'ellschasten. In dieser Zahl sind alle Werte nut eigener Stromerzeugung und solche mit Strom- bezug von anderen Kraftwerten einbegriffen. Elek-
zukommev.den Eigenschaften zählt vor allem große Leichtigkett — fein Gewicht beträgt etwa ein Drittel von den des Eikens ferner feine bei niedrigen Temperaturen nur außerordentlich geringe Beigung, sich mit Sauerstoff au verbinden, und bie damit in Verbindung stehende Didcrstands'ähigkeit gegenüber Säuren. Die das Aluminium zu einem an der Luft sehr gut haltbaren Metall machen, ferner feine leichte Walzbarkcit und fdn gute» Leitvermögen für elektrischen Strom, das. trenn wir von dem praktisch nicht tn Betracht kommenden Silber
Schreibmaschinenlicht.
(Bon Karl Ammon.
!Rachdruck verboten.»
Vor ungefähr 40 Jahren Hot sich mein Valet nnc Schrewmaichine gekauft. 2ö war eine Remington, sogar eine. Die schon kleine Buchstaben batte trähraih the .rsten nur groß.- Buchstaben '4)ri<b<n Da» habe .nach: u b auch Moschinenschrrlben gelernt, heimlich srrillch denn der alte Herr liebte e» nicht, renn cm anderer auf feiner Maschine schrieb, mh .ch kann ihm die» auch nachfühlen. So schreibe p seit 38 Jahren, feit dem Jahre des Hell» 18*9. Maschine 3n der ObctDnma ritt mich dann Der Teufel et pflegte da» öfter» zu lun . und ich fchrteb einen deutschen Aufsatz nit Der Maschine in» Heine und reichte ihn so dem gestrengen Herrn Direktor ein. Efinlethet uatte Ich einen gewaltigen Kater, denn da» Maschineschreiben galt damals nicht für fein ebensowenig wte das Rabsabren. dem ,ch deshalb mU großem Eiser huldigte. mein Vater übrigen» auch, der sehr stolz toar al« er zu «einem 70. Geburtstag ein neue» ^Fuhrrad ge- 'chenkt bekam. A)a» würde der Herr Direktoi Dvhl zu dieser neuen llngehörlgkelt saaen. denn laß er e» al» solche ausiassen werde, das slanb l»d mir außer allem Zwe.sel Mll Spanmmg erwartete ich daher den Tag der Rückgabe de» Aufsatzes 11 nb was geschah? Richts. gar nicht». Pvr Herr Direktor geruhte keinen Ton zu lagen, tch bekam meinen Aufsatz zurück, mit einer 1 ogar. Setten bin ich so von einem Erstaunen ins andere gefallen wie damals. Mein Glaube in bie Großzügigkeit des Herrn Direktors wuchs n» ilngcmHfenc
Uno so bin ich denn bei her Maschine ge- »sieben mein Leben lang. Die alle Remington ist •rrtltd) zu ihren Vätern verfammelt, mein Vater 'chenkte sie mir später, bann schrieb sie mein Bruder zu Tode, nachdem ich a.i deutschen Ma- chinen übergegangen war. 11 nb ich muß tagen 3d) kann dank meiner 38jäbrtgen Hebung ganz jut Maschine ichreldeii. und e» war mir auch n vielen Lebenslagen nützlich Rur eine Frage i)ade ich bi» vor kurzem nie recht befriedigend ölen können Das Schreiben bei Lampenlicht. Schon mein Vater Halle verschiedene Versuche gemocht um bet künstlicher Beleuchtung schreiben tu können, und ich erinnere mich noch h. inet ersten Besuche mit GaSglüblicht: 5 Mor! kostete damals Zn Strümps, und bei jedem zweiten oder dritten An zünden machte es .puff!" her teure Strumpf log oben zu dem Zyiutder hinaus, ein Ereignis boS mich immer zum Abfingen des mit Rech: st» beliebten VerfeS begeisterte
Die Seele fchwinget ftch wohl in Die Höh, juchhoe. der Balg allein bleibt auf dem Kanapee!
Ich habe nun Die väterlichen Beleuchtung»- ocrfudK fortgefetzt, mit elektrischem Licht natürlich war aber nie so recht 1 cfrieDigt. denn ent- iDchtr blendet Die Lampe, odir sie peieuchtet die Schreibslocpe schlecht, oder, wenn man sie hin- ter sich hat. macht man mit feinem sündigen Vetb Schatten auf die Tasten. Gerade die neueren ]Hdld)incii. bei Denen da» Papi.'r an der Stelle senkrecht steht, auf die man schreibt, vertragen aud) leine Beleuchtung von oben her. denn bei einer solchen Vcleuchiungsart wird man von dem Bopier über her Walze gcblenbct, während bie zu beschreibende Stelle zu dunkel ist Run kommen neuerdings Lampen aus den Markt, die diesen Jcbclftänben abljclfcn. Ich Hobe eine, hie folgendermaßen gebaut ist (Bild 1): An der Hinterkante bCYi Tische» von mir aus gesehen links icben meiner Maschin«' ist ein senkrechtes Hohr angeschraubk. das h-o oben als bic ramer Metasischiauch fortietzt. Dieser Schlauch tragt an 'einem vbereit Ende einen innen versviegelten Scheinwerser. den man so stellt ben Schlauch kann inan In jede beliebige Lage b.egen, und wie man ihn biegt, so bleibt er stehen . daß man die Lamp« nicht sieht, daß aber ihr Licht voll auf da» Papier and die Tasten fällt. Run schreibe ich immer auswendig, ich habe also beim Schreiben nicht» anderes zu lesen als dos. W1S ich ichreibe. muh aber d.ts. was ich gdJ)rieben habe, übersehen können. In her Regel lh dies aber
Bild 1
Diesem Uebclftanh hilft eine Schee vmuichinen- beieuchtung in sehr zweckmäpiger De.se ab. bic von der Allgemeinen lllektrizitätsoescllschost aus den Markt gebrach! wird 'Bild 2' Der ßam- penträger wird hinter der Maschine cm Tisch befestigt und biegt fich über die Mofchine gegen ben Schreibenden zu. Heber der hinteren Tastenreihe befindet sich hie gegen den Schreibenden abgeblendete Lampe, die fowohl die Tostet al» auch die Stelle des Papiers, auf die man schreibt, au« nächster Rahe beleuchtet Außerdem eher beleuchtet fie do» auf einem Holler am Lampen- träger ftehende Papier, von dem man obschreibt. So Ibn neu die Damen in gerader Haltung sitzen und ihre Leistungen steigen ohne stärkere Ermüdung ganz bedeutend, schon weil bie Wege, bic sie mit den Äugen zurückzulegen haben bebrutenb kleiner werden, dann aber auch tccacn der Gleichmäßigkeit der Heiligkeit, so daß sich die Augen nicht umzustellen brauchen.
Daß bic Leistungen durch eine solche Beleuchtung tatsächlich ganz wesentlich steigen, habe ich cn nur selbst erprobt: Während ,ch früher bet künstlicher Beleuchtung mehr Zeit zum Schrei- zahl brauchte, kann ich jetzt beim Licht her neuen Lampe genau ebenso schnell arbeiten wie bet Tage. Ich empfinde do» als großen Gewinn und kann nur jebem Schreibmaschiniften raten: Gehe hin und tue des- gleichen! Wer aber junge Damen an der Schreibmaschine beschäftigt dem kann es erst recht empfohlen ipcrbcn Er wird nicht nur ihnen dos Aroeiteii erleichtern, sondern auch selbst durch größere Fehlersrcihcll und Sauberkeit der Rein- 'chrlstcii imD erhöhte Leistungen Ruhen davon haben.
Technisches Allerlei.
Lösung der babdlonischen Sprachverwirrung durch die Technik. Aus der dritten Weltversammlung des Motorbesörderungs- wesens cm 10 und 11. Januar in Aeutzvrk wurde eine der größten Verständigung^schwierig!eiten überwunden, die bisher bei zwischenstoatlicchen Zusammenkünften als äußerst unangenehm empfunden wurde Man foh es bisher bekanntlich als unvermeidliches liebel an. daß für bie lieber- fehung der Borrräq'. die Dort in den vier Haupt- iprachev. cnglild). beutfch. französisch und fpa- nisch geholten wurden, eine erhebliche Zeit erforderlich fein mülle. Zur Vermeidung dieses Jebclftar.M wurde nun versucht, die Worte, so wie sie aus dem Munde de» Retmer» kamen, sosort tn die anderen Sprachen zu übertragen. Dies qcfdwb auf verhältnismäßig einfache Weise: Bor nem Rednerpult befand sich dos üblich:
Da» amen'anllche Burcxu ui '•i^ndMtds hat zu Dielen' :.< 1 eine Hetbe vvtz Veriuchen durch- gcUbn. ... d.-n zulässigen Dinddruck bei »ehr !>olr- Gebäuden IdtjuHe'-.eiv Zu den Bet- suchen wurde ein 3 Meter n euer BedacMtunnel benutzt, in den inu arohen Lösten» zu deutsch
Ventilaioren nn rege »»ertr Lu' ihrem ein- geblasen aurbe. Al» Modell wählte man «in kleines Pr'sma von 20 mal 2? Zcntuneter Seitenlange und hl Zentimeter Höhe Au> die»e» Mo- U:\ wurden W ndstrbmungen gerichtet, d-.e von ter Deschwindigkett 0 bte auf 122 Kilometer tn ter Stunde anwnch'en Die Windrichtung warte i-.icrh lenkvew: auf eine senkrechte SIOq. de» Pr.Sma« angesetzt dann wurde da» 0rt»ma nach unb nach um je 15 Grad ged., tt, dis ber Wmd so läßlich s.nkrecht zur urfpr.ingllchen Richtung aiihiai. C# zeigte sich das» txc an 70 Punkten einer Se 'enfläche g. nefien.n 3>uü'- dru/ bann am größten waren, wenn der Lind Die jläax senkrecht trat. Die Auswertung bei so ermittelte i Verfuchszadten ergab nun. daß t.c t-.tfber.g«1 Bevechnungösoim.' wie sw sür ucttcbritdx- Gebäude ange^-ndet nutbe. bei sehr hohen Gebäuden viel »u hohe Werte lieferte. Man fand, tast der Wind bet der größten Ge- schwuidiglkit. also oei 122 Kilometer in der Stuntc. mit 106 Kilogramm auf l Quadratmeter drückt, während dieser Druck nach ber biAliengen Verech.iai.gsfonnel mit 140 Kilogramm auf einen Quadratmeter angenommen worden war. Die Unter!ucbimgcn haveii tpcttsr ergeben, daß die Windprcfsung aus da» Dach durch Lbslachung des Ba*^ um 45 vom Hundert herabgesetzt werden .’ann Die Berfuchseraednifsc lassen allo bedeuiende ckrsparnOse beim Bau von Wollen- krotzern zu.
£
Lebende
Karpfen / Schleier


