sein« Landsleute zu lesen, toomlt die Biographien auch dem Wiederaufbau deutschen WesenS unt> deutscher Macht dienen. Daß auch für die Kulturgeschichte manch niedliches Bildchen mit abfällt, sei zu ermähnen nicht vergessen. Daß die Biographien in diesem Mahr als kultur- sörderndes Werk ersten Ranges angesprochen toerden können, verdanken sie nicht zum wenigsten dem auserlesenen Stabe d« Mitarbeiter, unter denen sich mancher im ganzen deutschen Reiche bekannte Rame findet: dem Plane entsprechend hat sich die Leitung stets bemüht, immer den geeignetsteii Sachkenner, der Persönlichkeit und Verdienste der einzelnen am besten zu würdigen verstand, für die Abfassung der Artikel zu gewinnen. Hoffentlich sieht sie ihre Mühe durch einen recht reichen Leserkreis belohnt, so daß die bei Angriff des Werkes leitende Absicht, unserem Hes.enlande und darüber hinaus auch dem deutschen Dat«lande eine kräftig sprudelnde, anregende Quelle für Forschung und Arbeit, für Stärkung und Erhebung zu bieten, auch er* reicht wird. Cs wäre ihr best« Lohn. Der neue Band, beim noch gar mancher verdiente Hesse wartet auf seine Würdigung, ist b«eits in Angriff genommen. Dr. L.
Wirtschaft.
Diskonterhöhung der Reichsbank.
3n der gestrigen Sitzung des Zentral- ausschusfes der Reichsbank wurde, wie wir in einem Teile unser« gestrigen Ausgabe bereits b«ichteten, beschlossen, den Wechseldiskont von 6 Proz. auf X P rv z. und den Lombardzinssatz von X auf 8 Proz. zu «höhen.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht führte zur Begründung der Diskonterhöhung folgendes aus: Der Ausweis der Reichsbank p« 30. September zeigt eine starke, neue Inanspruchnahme. Die gesamte Anlage ist gegenüb« der Vorwoche um 628 Mill, auf 2992 Mill Mark gestiegen, der Wechselbestand allein um 510 Mill, auf 2746 Mill. Mark. Entsprechend ist d« Rotenumlauf in der letzten Septemberwoche um 635 Mill, auf 4182 Mill., d« Umlauf an Rentenbankscheinen um 49 Mill, auf 989 Mill. Mark gestiegen. Einschließlich d« Privatbanknoten und Scheidemünzen sind wir mithin für Ende September auf die bish« nicht erreichte Ziff« von nmb 6,15 Milliarden Mark Zahlungsmittelumlauf gekommen. Die Deckungsziffern der Roten durch Gold allein sind auf 44,3 Proz., die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen ist auf 48 Proz. zurückgegangen. Die Rotenreserve der Reichsbank beträgt nur nod) 832 Mill. Mark. Die gesamte Kapitalanlage, die Ende Mai 1927 unmittelbar vor der letzten Diskonterhöhung 2586 Mill. Mark betrug, stellte sich Ende September auf 2992 Mill. Mark, ist also um 406 Mill. Mark gestiegen. D« Wechselbestand allein, d« Ende Mai 1927 auf 2421 Mill. Mark sich bezifferte, ist am 30. September um 325 Mill. Mark auf 2746 Mill. QRarf an- gewachsen. Besonders bemerkenswert ist, daß das Rivoau trotz d« Auf- und Abbewegung sich ständig nach oben verschob. Die Zunahme gegenüb« dem Vormonat betrug Ende Juni 73 Mill. Mark, Ende Juli 18 Mill. Mark, Ende August 149 Mill. Mark und Ende Septemb« 83 Millionen. Die Laufzeit der zum Diskont ein- gereichten Wechsel hielt sich im ganzen ziemlich unverändert auf der Ende Mai erreichten Höhe. Es betrug Ende Mai der Durchschnitt d« 'Verfallzeit 35,3, die Laufzeit der Banken ei nreichun- gen 26,7, Ende Juni 34,3 bzw. 22,4, Ende Juli 35,5 bzw. 24,8, Ende August 33,2 bzw. 23,0, Ende September 36,9 bzw. 23,2 Tage. D« Roten- umtauf der Reichs bank ist seit Ende Mai um 463 Millionen auf 4182 Millionen Mark Ende September gestiegen. Auch hi« ist die ständig nach oben gerichtete Tendenz zu erkennen. Die Steigerung jeweils gegenüber dem Vormonat betrug Ende Juni 96 Millionen, Ende Juli 113 Mill., Ende August 7 Mill., Ende Septemb« 247 Mitt. Der Umlauf an Rentenbankscheinen ist von 1033 Millionen Ende Mai auf 989 Mill., Ende September zurückgegangen. Der Umlauf von Privatbanlnoten zeigt keine wesentliche Aen- derung. D« Umlauf an Scheidemünzen ist seit Ende Mai um etwa 40 Millionen gesteigert worden. Die Deckungsziffern zeigen folgende Bewegung (in Prozenten): Reichsbanknoten Ende Mai durch Gold und Devisen 50,9 Prozent, durch Gold allein 48,8 Prozent, Ende Juni 49 Prozent bzw. 47,2, (Snöc Juli 50,4 bzw. 45,8 Prozent, Ende August 51,1 bzw. 47,1, Ende September 48 bzw. 44,3. Die Deckungsziffern zeigen folgende Bewegung (in Prozenten): Reichsbanknoten und Rentenbankscheine Ende Mai durch Gold und Devisen 39,9, durch Gold allein 38,2, Ende Juni 33,7 bzw. 37,3, Ende Juli 40,1 bzw.
36,5, Ende August 40,7 bzw. 37,5, Ende Septemb« 33,8 bzw. 35,8. Die Zinssätze für Monatswechsel und bankgirierte Warenwechsel zeigen seit Monaten eine steigende Tenvenz. Der Satz für bankgirierte Warenwechsel war bis gegen Ende Juni stets unter dem Reichsbanksah. Seitdem ist er darüber. Die Entwicklung d« Geld- Verhältnisse. wie die Gestaltung des Status zwingen demnach zur Diskonterhöhung. Das Reichs- bankdirektorium beschloß mit Wirkung ab heute den Bankdiskont von 6 Prozent auf 7 Prozent, den Lombardsatz von 7 Prozent auf 8 Prozent zu erhöhen.
Unveränderter Golddiskorrtsatz.
Berlin. 4. Olt (WB.) Der Diskontsatz der Golddiskontbank bleibt einstwrilenun- verändert auf 6 Prozent.
Auch der Privatdiskont erhöht.
Berlin. 4. Okt. iWB.) Der Privat- d i s k o n t ist für beide Sichten auf 6^/^ Prozent erhöht worden.
Diskonterhöhung der Lächsischcn Bank.
Dresden, 4. Okt. (WB.) Die Sächsische Bank hat im Anschluß an die Diskonterhöhung der Reichsbank ebenfalls ihren Wechseldiskont von 6 auf 7 Prozent, und ihren Lombardsah von 7 auf 8 Prozent erhöht.
Diskonterhöhung derBayrischcn Notenbank
München, 4. Okt. Die Bayrische Roten- banf hat von heute, 4. Oktober, ab den Wechseldiskont auf 7 Proz. und den Lombardsatz auf 8 Proz. festgesetzt.
Die Reichsbank Ende September
Wie der Auswe is der Reichsbank vom 30.September zeigt, hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 628 Millionen auf 2991,7 Millionen Mark erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks für sich allein stiegen um 510 Millionen auf 2745,7 Millionen Mark, während die Lombardbestände um 118 Millionen auf 153.8 Millionen Mark angewachsen sind. Die Effektenbestände blieben mit 92,3 Millionen Mark weiterhin unverändert.
An Reichsbantnoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 634,2 Millionen Mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat der Umlauf an Reichsbanknoten um 634,8 Millionen auf 4182,4 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 49,4 Millionen auf 983.9 Millionen Mart zugenommen. Demzufolge und unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Renten- )5ankscheine in Höhe von 1,4 Millionen Mark getilgt wurden, ist der Bestand der Reichsbank an solchen Scheinen auf 518 Millionen Mark gesunken. Die fremden Gelder nahmen um 58,5 Millionen auf 629,7 Millionen Mark ab.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen zeigen eine Zunahme um 650 000 Mark auf 2005,9 Millionen Mark. 3m einzelnen haben sich die Goldbestände um 149 000 Mark auf 1852,1 Millionen Mark vermindert, während die Bestände an deckungsfähigen Devisen eine Zunahme um 799 000 Mark auf 153,8 Millionen Mark erfahren haben.
Die Deckung der Roten durch Gold allein nahm von 52,2 Prozent in der Vorwoche ab auf 44,3 Prozent, die durch Gold und deckungsfähige Devisen von 56,5 Prozent auf 48,0 Prozent.
*
• Genehmigungspaufebeider Anleihe-Beratungsstelle. 3m Zusammenhang mit d« Aussetzung d« Entscheidung der Anleiheboratungsstette üb« die Frankfurter Dollaranleihe berichtet die „Tägl. Rundschau", daß die Beratungsstelle solange keine Entscheidung über Ausländsanleihen treffen werde, als nicht die Frage d« Behandlung der öffentlichen Aus* landsanleihen eine grundsätzliche und allgemeine Regelung vor allem durch eine Stellungnahme des Reichskabinetts gefunden habe. Dieses Verhalten d« B«atungsstelle werde mit der Rücksicht auf das 3nt«effe der künftigen Unterbringung von Staats- und Kommunalanleihen im Auslande begründet. Stärkung des Vertrauens des Auslandes in die Gutachten der Deratungs- stelle fei das Hauptziel der fälligen Entscheidungen über die Zukunft der Beratungsstelle.
e Weiteres Anwachsen des Sparkapitals bei den ländlichen Kreditgenossenschaften. Der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genoss«.schaften hat durch die ihm angeschlossenen 27 Landes« und Provin'ialv«bände erneut eine Erhebung über den Einlagenbestand der bei ihm zusammcngefaß- ten ca. iöOOO ländlichen Spar- und Darlehns- kassen mit dem Stichtag vom 1. 3uli 1927 vor« genvmmen. Das Ergebnis ist ein Gesamtbetrag von 676,7 Mill. Mk. (am 1. 3anuar 1927: 584,5
Mill. Mk.), wovon auf Spareinlagen 446 Will. Mark (343 Will. Mk.), und auf Einlagen in laufender Rechnung 230 Mill. Mk. (241 Mill. Mark) entfallen. Die Verringerung des letztgenannten Postens wird dadurch bedingt. daß die Erhebung gerade in die Zeit der größten Ge'.d- knappheit des Landwirts fällt. Um so «treulicher ist die nicht unbedeutende Zunahme der länger befristeten Einlagen, die zeigt, daß die W eder- beiebung des Sparsinns in der ländlichen Bevölkerung erneut Fortschritte gemacht hat. Ein Vergleich mit den Ziffern der Vorkriegszeit, die bei den Kreditgenossenschaften des R.ichsr«bandes einen Einlagebestand von 1575 Mill. Mk. aus- weisen, «gibt die Feststellung, daß 43 Prozent des Einlagenbestandes von Ende 1913 wieder erreicht sind.
• Offenbacher Lederwarenfabrik QL-®. Gunzenhäuler & C o, Offenbach am Main. Die Gesellschaft schlägt d« auf den 22. Ok'.ober einberufenen Generalversammlung die Herabsetzung des Grundkapitals von 350 000 auf 175 000 Mk. vor, und Wied««höhung um 175 000 ML auf den früheren Betrag durch Ausgabe von Vorzugsaktien.
• Dresdner Dank. 3n d« gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats d« Dresdn« Bank gelangte die Bilanz für das erste Halbjahr 1927 zur Vorlage. Der Auftichtsrat nahm mit Befriedigung von den eine günstige Entwicklung zeigenden Ziffern Kenntnis.
• Commerz- und Privat-Dank. 3n der gestrigen Auffichtsralssihung der Commerz» und Privat-Bank QI.-®, wurde die Bilanz für das erste Halbjahr 1927 vorgelegt. Die Umsätze sind gestiegen. Das Kontolorrent- und Konsor- tialgeschäft, besond«s im ersten Semester, und das lebhafte Effektengeschäft weisen günstige Resultate auf, so daß trotz der gesteigerten Ausgaben für Gehälter und Steuern ein befriedigendes Ergebnis zu verzeichnen ist.
' Schiffs - und Maschinenbau - A. - G. in Frankfurt a. M. Die erst vor etwa drei Monaten gegründete Schiffs- und Maschinen- bau-A.-G. in Frankfurt a. M. (400 000 Mark Aktienkapital) hat, wie d« WTB.-Handelsdienst erfährt, ungefähr die Hälfte ihres Grundbesitzes mit ihren Werkstätten- und anderen Gebäuden, Maschinen usw. an die Wayh & Frehtag-A.-G. in Frankfurt a. M. verkauft. Oluf diesem Gelände wird die Wayß & Freytag-A.-G. ihre Hauptwerkftätten errichten, die Einrichtungen verwenden und ausbauen und die Arbeiter und einen Teil der Angestellten der Schiffs- und Maschinendau-A.-G. übernehmen. Die Schiffsund Maschinenbau-A.-G. wird, nachdem die vorhandenen Aufträge ausgeführt sind, liquibi«en.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 5. Oft. Tendenz Schwächer. — Die allgemeine Haltung der Börse war heute schwächer in Rachwirkung der Diskonterhöhung. Die Abgaben aus Publikumskreijen, die man befürchtet hatte, kamen jedoch nicht in stärkerem Maße an den Markt, so daß sich die Kursrückgänge in engen Grenzen hielten. Zur Zeit lagen einige günstige Konjunkturmeldungen vor. Die Berichte der preußischen Handelskammern sprechen von einer im allgemeinen unveränderten Wirtschaftslage, die Berichte der Metallwaren-3ndustrie erwähnen eine befriedigende Beschäftigung und auch die Waggon- geftellung der Reichsbahn hat zugenommen. Sagen wirkte die Verschärfung im Lohnkonflift s rheinischen Braunkohlenbergbaues beunruhi
gend. Bei der mangelnden Beteiligung des Publikums übte die Kulisse starke Zurückhaltung, so daß die Umsatztätigkeit ftarl einge- schränkt ist. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten im allgemeinen Rückgänge von 1 bis 3 Prozent ein. Am Elektromarkt nahmen die Kurseinbußen nach den letzten Steigerungen naturgemäß ein größeres Ausmaß an. Siemens und Licht und Kraft lagen 3,5 Prozent schwächer. Banken gaben bis 2 Prozent nach trotz der be« friedigenden Ergebnisse nach den Halbjahresberichten der Dresdner und Commerzbank. 3. G. Farben eröffneten 1,75 Prozent niedriger. Von Lokalwerten lagen Holzmann und Metallgesellschaft gut behauptet: Frankfurter Maschinen plus 1 Prozent. An den Anleihemärkten war das Geschäft sehr klein. Von Ausländern lagen Mexikaner auf die Unruhen rückgängig. 3m weiteren Verlaufe erfuhr die Tendenz eine neue starke Abschpä - chung, namentlich Elektrowerte und 3. G. Serben wurden jetzt stärker angeboten. Die Kursrückgänge betrugen abermals bis zu 4 Prozent. Am Geldmarkt stellte sich ^a-csgeld auf 6,5 Prozent leicht. Das Devisengeschäft büeb klein. Die Reichsmark -,:o.-erte gegen Kabel 4.1928, gegen London 20.4125. Paris gegen London 124.02, Mailand 89,20, Madrid 27,90.
Berliner Börse.
Berlin, 5. Oft. Die heutige Dörte trägt einen sehr nervösen Charakter und war vorbörslich schwach, da ran für heute Abgaben der Provinz in Rachwirkung der Diskonterhöhung befürchtet hatte. Die Tendenz wurde aber bei Festsetzung der ersten Kurse wieder fester. "Man wollte von einer Annahme der Pveuhenanlcihe wissen, wofür ab« eine Bestätigung nicht zu bekommen ist. lieber die Auswirkungen der Diskontpolitik der Reichsbank sind die Ansichten geteilt, in einigen Kreisen führte die Belastung d« Industrie zu Bedenken, andererseits könnte sich aber d« Status des G e l b- Marktes durch hereinströmende Auslandmittel bessern. Bei Kursabweichungen bis zu 2 Prozent nach beiden Seiten war die Entwickelung sehr unregelmäßig, ausgesprochen fest lagen einige Auslandwerte, darunter Soenska. Das Geschäft blieb sehr klein. Gesfürel und 3.-G.» Farben wurden zeitweise etwas lebhafter gehandelt. Heimische Anleihen ruhig, Ausländer eher schwächer, aber fast gefchästslos Mexikaner auf die Unruhen ®/4 bis 1 Prozent niedrig« Am Geldmarkt stellte sich TagesgXd auf 7,50 bis 9,50 Prozent, Monatsgeld 8 bis 9,50 Prozent. 3m weiteren CBerlaufe wurde die Tendenz allgemein schwäch«. Die Angelegenheit ber Preußenanleihe befindet sich in unixranbertem Stadium. Es traten neue Ku rsrückgänge von 1 bis 3 Prozent ein. Gesfürel minus 4,75 Prozent, dagegen Svenska plus 3 Prozent.
oranfrurter Schlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M., 5. Oft Auftrieb: 61 Rinder, 806 Kälber, 435 Schafe, 505 Schweine Es notierten: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 85, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 79, geringe Kälber 65 bis 71: Maftlämmer und jüngere QHaftbämmel, Weidentast 48 bis 52, mittlere Mastlämm«, ältere QHaftbämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47, fleischiges Schaf- Vieh 36 bis 39; vvllfleifchige Schweine von ca 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 67 bis 71. voll fleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 65 bis 70, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 62 bis 66 Marktv«lauf: Kälber und Schafe rege und auS- verkauft. Schweine schleppend, zum Schluß etwas lebhaft« und nahezu ausverkauft
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 5. Oft. Am hiesigen Markt war die Haltung weit« sehr ruhig, die Stimmung ist jedoch eher etwas freundlich«, da das 3nlanbangebot nach wie vor äußerst knapp ist. Die amtlichen Rotierungen erfuhren keine Veränderung, abgesehen vo.t Roggenmehl, das bei sehr ruhigem Geschäft 50 Pf. nachgab Es wurden notiert: Weizen, Wettcrauer 26,50, 25,50, 22 bis 24. Roggen, inlänb. 24.75 bis 25. Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28, Hafer, inlänb. 22 bis 24. Haf«, ausländ. 24,50 bis 25. Mais, gelb 19 bis 19,25, 'Weizenmehl, inlänb., Spezial 0 38,75 bis 39,25, Roggenmehl 34,75 bis 35. Weizenlleie 12,75 bis 13, Roggenkleie 13,50. Tendenz ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin. 4 Oktober. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 251 bis 255 Mk.. Oft. 269, Dez. 271, März 274 bis 274,25 (etwas fester): Roggen, märf. 232 bis 235, Oft. 242,50. Dez. 241 bis 241,25, QHärx 244,25 (ruhig): Som- mergerfte 218 bis 265; Wtnt«g«fte und Futk«- gerfte 217 bis 224 (ruhig): Hafer, märf 197 bis 211 (ruhig), Oft. 211 bis 212, März 216 (ruhig): Mais, La Plata 193 bis 195 (ruhig): RapS 305 bis 315 (stetig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 32 bis 35,50 (ruhig): Roggenmehl 31,25 bis 33,25 (ruhig): Weizenkleie 14,25 bis 14,50 (still): Roggenlleie 14,25 bis 14,50 (still): Viftoriaerbsen 49 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 31: Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24
Rundfunk-Programm.
Donnerstag, 6. Oktober.
13.30 bis 14.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Mittagskonzert der Kassel« Hauskapette. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16 30 biS 17.45; Konzert des Hausorchesters: Händel. 17.45 biS 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Uebertra- gung von Kassel: „Die astronomisch-physikalische Sammlung im Kasseler Landesmuseum", Vortrag von Dr. Dippel. 18.45 bis 19.15: Uebertragung von Kassel: „Walter Flex", Vortrag von Dr. Heinrich Schleichtert. 19.15 bis 19.45: Stunde dcS Kulturkartells der modernen Aroeiterb:w:gung: „Die Sprechchorlit«atur", Vortrag von Alfred Au«bach. 20.15 bis 21.15: Zweites Gastspiel Erik Wirk: Werke von Richard Strauß. 21.15: Vortragsabend Ludwig Hardt: Qlus deutsch« Prosa.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
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