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Kassel tödlich verunglückt. Da alle Wagen überfüllt waren, konnte Krohn nur mit knapper Mühe noch einen Platz an der Tür bekommen. Auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise löste sich unter­wegs das Türschloß und sprang an einer ituroe auf. Krohn wurde dadurch aus dem Wagen herausge- fchleudert und blieb auf dem Bahnkörper mit zer- fchmsttertem Schädel liegen. Der Unglückliche wurde nach Kassel verbracht, erlag jedoch bereits unterwegs seinen Verletzungen. Die Leiche wurde beschlag­nahmt, bald darauf jedoch wieder freigegeben, da keinerlei Verschulden seitens der Reichsbahn vorliegt.

Dillkrcis.

bl. D U l e n b u r g , 4. August. In diesen Tagen fand im Sitzungssaal des Kreishauses eine Bespre­chung über die Frage des Weiterbaues der Eisenbahnlinie Haiger Rabenscheid nach Guschenhain resp. Driedorf statt. Durch diese Verbindung soll ein Anschluß an die Strecke Holz- hausenDeilstein erreicht werden. An der Versamm­lung, die von Landrat Dr. Bänger einberufen war, nahmen eine Reihe Vertreter der Gemeinden, der Industrie, des Handels und Gewerbes teil. Das Resultat der interessanten Verhandlungen, in denen allseits die Notwendigkeit der Linie für Industrie und Bevölkerung anerkannt wurde, ist die zunächst oorzunehmende Gründung eines Ausschusses, der die ganze Angelegenheit tatkräftig fördern soll.

bl. H e r b o r n , 4. August. Nach den E i n b r ü ° ch e n in Dillenburg wurde in der Nacht vom 3. auf 4. August auch unsere Mittelschule heimgesucht. Den Dieben fielen zwanzig Mark in die Hände.

UnterlahrrLrcis.

Lpd. Lahn stein, 4. Aug. In einer hiesigen Maschinenfabrik wurde einem Arbeiter die linke Hand glatt abgerissen. Der Arbeiter war mit dem Abdrehen eines Bronzedeckels beschäftigt, als er mit dem Handschaber, den er zum Abschlich­ten benutzte, in das schnellaufende Spannfutter und bu-d) die Geschwindigkeit in den eingedrehten Dreh- stuhl geriet.

Kreis Fulda.

* Bad-Salzschlirf, 4. Aug. Bei herrlichem Sonnenschein und zahlreicher Anteilnahme der Be­völkerung von Bad Salzschlirf und Umgebung nah­men am Sonntag das von Hauptmann S ch u n k und Apotheker Göschel geleitete Turnier und die internationalen Windhundrennen einen Glänzenden Verlauf. Neben ausgezeichneten Reit- leistungen des Fuldaer Artillerieregiments Nr. 5 waren die prachtvollen, von Oberst Knuth und Major W i n t e r e r gelenkten Diererzüge ein in hie­siger Gegend selten gebotener schöner Anblick. Das Windhundrennen vereinigte die besten Hetzhundver­treter Deutschlands neben denen der Schweiz. Der zum ersten Male zwischen Deutschland und der Schweiz ausgetragene Match war bei den Whippets siegreich für die Schweiz, bei den Greyhounds sieg­reich für Deutschland. Ein fröhliches Festbankett ver­einigte nach dem Rennen Reiter und Rennhund- besitzer im Badehof der Kurdirektion, wo General­direktor Haeseler die Erschienenen begrüßte und seinem Dank und seiner Freude über die prächtig gelungene Veranstaltung Ausdruck gab.

Wirtschaft.

Deutsche Produktion als Qualilätsleistung.

Mit fortschreitender kultureller und zivilisa­torischer Entwicklung hat der Grundsatz der Qualitätsleistung, d. h. einer erstklassigen, den gesteigertsten Anforderungen des Verbrauchers entsprechenden Leistung, national und internatio­nal eine immer größere Bedeutung erlangt. Die Ansprüche der Verbraucher einschließlich der Pro­duzenten höherer Stufe, die ja gegenüber den vorgelagerten Produktionsstufen auch als Ver­braucher in Erscheinung treten, haben sich im Laufe der Wirtschaftshistorischen Entwicklung im­mer mehr ausgedehnt und verfeinert und haben dazu geführt, daß sich der Begriff des volkswirt­schaftlichenGutes" (darunter ist sowohl eine Ware wie eine Dienstleistung zu verstehen) sich von einem reinen Gattungsbegriff in wachsendem Maße zu einem Wertbegriff ausbildete. Die gleich? Gattung wurde einer mehr oder weniger ausgedehnten Wertklassifizierung unterworfen, deren Pole mit den vulgären Bezeichnungen schlechte Ware gute Ware oder auch Ramsch­ware Qualitätsware gekennzeichnet werden kön­nen. Wirtschaftswissenschaftlich gesprochen, ist mit fortschreitender Zivilisation die einem Gute inne­wohnende Qualität immer bestimmender für die volkswirtschaftlichen Funktionen einer Leistung oder einer Ware geworden. Während bei den kulturell noch unentwickelten Völkern nur eine rohe primitive Gebrauchsschähung besteht, sind bei den auf höherer und höchster Kulturstufe stehenden Völkern sehr differei^zierte und verfeinerte Wert- begriffe, die der Bedeutung von Stoff und Form

gerecht werden, zu beobachten. 3n allen Welt- produttions- 'und Weltverbrauchsländern hat sich ein raffiniertes System der Qualitätsprüfung und der Qualckätserkenntms herausgebildet, und je höher die Entwicklung des internationalen Waren­austausches als Grundlage eines weltwirtschaft­lichen Qualitätenvergleiches fortschritt, umsomehr dehnte sich die Qualitätskrittk der Verbraucher über einen Vergleich zwischen einheimischen Wa­ren hinaus auch auf die Güte fremdländischer Waren aus. Cs braucht heute kaum mehr betont zu werden, welche allgemeine Bedeutung der Quolitätsbegriff auf diesen: wirtschaftshistorischen Wege in der ganze:: Weltwirtschaft erlangt hat. Innerhalb dieser allgemeine:: Bedeutung ist na­türlich die Bedeutung der Qualitätsleistung für ein einzelnes Land sehr verschieden zu beurteilen. Für viele nationale Wirtschaftskörper oder auch einzelne Zweige ist, sowohl unter dem Gesichts­punkt der Verbraucherschaft wie unter dem der Produktion, das Qualitätsprinzip von ungleich geringerer oder auch größerer Bedeutung als für andere. Es hängt dies in weitem Umfange von den allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnis­sen, den technischen und sonst:gen Mög­lichkeiten der Produktton und von der Art der Bedürfnisse der Deroraucherschaft ab. Zum Bei­spiel spielen das Klima, die agrarischen und mineralischen Bodenverhältnisse, insbesondere die Lage der breiten Massen, eine entscheidende Rolle: ferner vor allein auch die Art der Eingliederung in die Weltwirtschaft, die generelle Struktur des Binnenmarktes und des Außenhandels. L:egt all­gemein gesehen, für ein Land die ausgesprochene Rotwendigkeit der Qualitätsleistung vor, so greift die Bedeutung des Qualitätsprinzipes weit über das Blickfeld des einzelnen Prod:^enten, Händ­lers oder Verbrauchers hinaus und wird zu einem gesamtwirtschaftliche:: Problem, dessen Lösung nach der Seite der zu schaffenden oder der vorliegenden Voraussetzungen und Bedingungen so ziemlich alle Zweige der öffentlichen Wirtschaftspolittk berührt und nach der Seite der Erfolgswirkungen von größter Bedeutung nicht nur für die Ratio­nalwirtschaft selbst, sondern auch für die Welt­wirtschaft ist.

Die Bedeutung der deutschen Produktion als Qualitätsleistung erstreckt sich sowohl auf den Binnenmarkt, wie auf die Erportfrage. Die ge­steigerten Lebensstandard-Ansprüche der breiten Verbraucherschaft des deutschen Volkes haben sich in eine starke Inanspruchnahme der Einfuhrseite der Handelsbilanz umgeseht. Deuttchland führte in den Jahren 1924/26 für etwa 10,25 Milliarden Mark Lebensmittel und Getränke, für annähernd 16 Milliarden Mark Rohstoffe und halbferttge Waren und für über 5 Milliarden Mark fertige Waren aus dem Auslande ein. Besonders in den Gruppen halbferttge Waren und Fertigwaren sind sicherlich starke Einfuhrmengen darauf zurück­zuführen, daß der deutsche Abnehmer der aus- ländischen Ware te:ls irrtümlich teils mit Recht den Vorzug hinsichtlich der Qualität gibt. Eine immer stärkere Durchführung des Qualitätsprinzipes würde in bezug auf d:e Verringerung der Einfuhr wahrscheinlich von erheblicher Wirkung sein. Eine noch stärkere Bedeutung ist der Frage der Quali- tätsarbeit h:nsichtlich der Gestaltung der deut­schen Ausfuhr beizumessen. D:e deuttche Ausfuhr hat nicht nur d:e Aufgabe, nach Möglichkeit die Belastung durch die Einfuhr auszugleichen, son­dern die Ausfuhr muß auch deswegen stark ge­steigert werden, bannt die deutschen Reparations- Verpflichtungen erfüllt werden können. Sowohl d:e Ausfuhr von Rostoffen u. halbferttgen Waren ist in den letzten drei Jahren erheblich hinter der Vor- kriegsze:t zurückgebtteben. Die Deseittgung dieses Zustandes ist um so schwieriger^ als gegenwärtig der Bedarf des Weltmarktes noch sehr starken Ein­schränkungen unterliegt, während auf der anderen Seite in vielen Staaten infolge der ausgedehnten Industrialisierung das Angebot stark vergrößert worden ist. Die kontinuierliche Aufwärtsbewegung des Welthandels vor dem Kriege brachte es mit sich, daß aus ihr, wenn auch mit gewissen Unter­schieden, im allgemeinen alle Welthandelsländer Ruhen zogen. Solche allgemeinen Aussichten sind wohl auf längere Zeit nicht gegeben. Vielmehr hat die Entwicklung schärfer und schroffer denn je dazu geführt, daß die Wahl des Dezugslandes wesentlich von dem Verhältnis von Qualität und Preis bestimmt wird. Infolgedessen bleibt als Mittel für eine Erfolgsteigerung im internatio­nalen Wettbewerb für Deutschland letzten Endes nur eine ausgezeichnete Qualitätsleistung übrig. Alle produzierenden Schichten des deutschen Vol­kes müssen sich diese Rotwendigkeit vor Augen halten.

*

* Keine Anleiheverhandlungen des Preußischen Staates. Gegenüber den verschiedentl:chen Meldungen aus Reuhork über schwebende ober zum Abschluß gebrachte Anleihe­

verhandlungen des Preußischen Staates erfährt der Amtliche Preußische Pressedienst von zustän­diger Steller, daß irgendwelche 2^rhandlungen über eine neue Anleche nicht stattgefunden haben.

* Um den Kohlenpreis. Wie derBer­liner LokalAnze:ger" hört, beschäfttgt sich der Preisausschuh des Vereinigten Kohlensyndikats zunächst mit der Frage einer Preiserhöhung. Es ist zu erwarten, daß bereits in nächster Zeit an die zuständigen amtlichen Stellen ein derartiger An­trag ergehen wird, obgleich von dort ein gleicher bereits binnen kurzem zweimal abgelehnt wor­den ist.

* Schiedsspruch in der Krefelder ©eibeninbuftrie. In dem Tarisstreit der Krefeder ©eibeninbuftrie wurde nach zweitägiger Verhandlung des staatlichen Schlichtungsausjchus- ses ein Schiedsspruch gefällt. Dieser sieht eine Erhöhung der Zeitlöhne für die in der Seiden­stoffindustrie beschäfttgte Arbeiterschaft von 6 bis 22 Prozent vor, der Akkordstücksähe um- 5 Proz. Die Akkordlohnsähe der Arbeiterinnen wurden in der Akkordabtbeilung mit bei: Zeitlöhnen gleich­gestellt. Der Lohn des Schwarzfärbers wurde um* 11 Prozent erhöht.

* Frachter st attungsanträge. Bei der Erledigung von Frachterstattungsanträgen war es bisher nicht üblich, daß der Erstattungsbetrag auf den Frachtbriefen angegeben wurde.. Auf den Frachtbriefen wurde lebtglich der VermerkFracht geregelt" aufgebrudt. Reuerbings hat nun ine Reichsbahn dafür gesorgt, daß zukünft:g auf den eingcre:chten Frachtbriefen bei der Erstattung die entsprechenden Beträge vermerkt werden. In den Fällen, wo eine große Zahl von Frachtbrie­fen Gegenstand eines Erstattungsantrages sind, wird zukünsttg der Vermerk ausgenommen... Mark (Gesamtsumme) für.... Frachtbriefe er­stattet."

Frankfurter Börse.

F r a n k s u r t a. M., 5. Aug. Tendenz f e st e r. An der Börse konnte sich heute eine festere Stim­mung durchsetzen. Schon vorbörslich hatte sich in Spezialwerten lebhaftes Geschäft entwickelt, da verschiedene anregende Momente Vorlagen. Aus Paris wird gemeldet, daß die Verhandlungen über den Abschluß eines einjährigen Handelspro­visoriums nun unmittelbar vor dem Abschluß stehen. Dann werde die offizielle Erklärung des Ver­walters der beschlagnahmten fremden Eigentums in Amerika, Sutherland, daß die Freigabe- angclegenheit einen der ersten Punkte der Tagesordnung des amerikanischen Kongresses bilden, und daß die Regierung auf beschleunigte Erledigung bringen werde, mit Genugtuung ausgenommen. Dor allem aber verspricht man sich von der Herab­setzung des Diskontsatzes der Federal Re- serve-Bank in Neuyork eine günstige Wirkung. Fer­ner sollen die Verhandlungen zwischen der I. G. Farben und der Standar0-Oil-Eoin- p a n y bis jetzt zufriedenstellend verlaufen sein, und man glaubt wieder mit dem Erscheinen eines Kom­muniques darüber rechnen zu können. Die Ge­schäftstätigkeit blieb jedoch auch heute eingeschränkt: auf Wochenschlußdeckungen ergaben sich aber durch­schnittliche Kursbesserungen von 13 Proz. Lebhafter gingen Elektrowerte um, in denen einige Orders Vorgelegen haben sollen. Ferner waren Schiffahrtsaktien und Fr eigabewerte aus dem obenerwähnten Grunde, ferner J.-G - Far­ben und K a l i a k t i e n auf den gesteigerten Kali­absatz im Juli etwas mehr verlangt und fester. Bank- und Montanwerte blieben vernach­lässigt, ebenso Autoaktien trotz der Meldung in der amerikanischenFinancial Times", daß die Lage der deutschen Autoindustrie günstig sei. Eine bemerkenswerte Steigerung erfuhren Voigt & Haeffner mit plus 5 Prozent. Die Renten­märkte blieben weiter verödet. Im Börsenverlaufe wurde die Stimmung allgemein etwas ruhiger. Montanwerte lagen trotz der Meldung, daß die belgische Regierung einen Entwurf über Kohlen- lieferungen auf Reparationskonto gebilligt hat, wei­ter schwach. Auch J.-G.-Farben wurden sehr still. In Elektroaktien wurden jedoch ine Deckungen fortgesetzt. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld,das etwas mehr gesucht ist, auf 7 Prozent. Im Deoisenverkehr notierten: Paris gegen London 124,04, Mailand 89,30, Madrid 28,58, die Reichsmark gegen London 20,4250, gegen Kabel 4,2029.

Berliner Börse.

Berlin, 5. Ang. Die heutige Börse hat zwar an Geschäft nicht wesentlich zugenommen, ist aber freunblicher geworben. Der für heute angefünbigte Bericht ber Stahlwerksvcrwaltung war gar nicht so pessimistisch, wie man befürchtet hatte. Vor allem hat ober bie Senkung bes Diskontsatzes in Reuyvrk zu bem Um­schwung beigetragen. Die Spekulation schritt zu Deckungen, unb ba an einigen Märkten, besonbers in I. G. ° F a r b e n unb Elektrowerten, ein größeres Decouvert bestanb, waren bie Kurs­

gewinne teilweise erheblich. Für S p e z i al- werte lagen kleinere Orders vor. L u b w i g Löwe, Z e l l st o f f ° W a l b h o s, Kunstseide, Harpener, Salz-Detfurth, Rhein­stahl unb Rheinbraun lagen über 3 P:oz. fester. Schwächer notier en SchubertLSalzer. Der Geldmarkt ist weiter leicht. Tagesgelb 6 bis 71,2 Proz., Monatsgeld c3,i bis 8 7* Prcz. reichlich angeboten. Heimische Anleihen ruh g, Ausländer eher fester. Im Verlaufe lieh das Geschäft wieder nach, als die Deckungen beenb?t waren. Das Fehlen ber zweiten Hanb machte sich bemerkbar. Die Kurse ber führenden Wert gaben 1 bis 2 Proz. nach. Zellstvff-Walbhof gingen wieder unter 340 Proz. zurück

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Abschwächung der Preise für Roggen ist zum Stillstand gekommen. Die Vorräte der Mühlen an Auslandweizen sind äußerst minimal und daher ist etwas nwhr Kauf­lust zu verspüren. Roggen-Auszugsmehl ist sehr ge­sucht, aber nur in kleinen Posten zur Bahnverla­dung ab Norddeutschland erhältlich. Die hiesigen Händler fordern ca. 40 Mark für 100 Kilogramm. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer (neue Ernte), 28 Mark: Roggen, inländischer, 23; Hafer, inländischer, 25,50 bis 26; Hafer, ausländischer, 23,25 bis 25,25; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizen­mehl, inländisches, Spezial 0, 39,25 bis 39,50; Rog­genmehl 35,50; Weizenkleie 13 bis 13,25; Roggen- kleie 13,75. Tendenz: ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 4. Aug. Der Verkehr am Produkten­markte gestaltete sich, wie bereits an den letzten Tagen, recht schleppend. Weizen war infolge der etwas festeren Auslandmeldungen am Lieferungs­markte etwa 0,50 Mark fester gehalten, ohne daß sich jedoch lebhafteres Geschäft entwickeln konnte. Die Mühlen ließen weiter Jnlandweizen auf der Basis der Lieferungspreise kaufen, auch im Lande befindlicher Auslandweizen wird weiter vereinzelt von den Provinzmühlen gekauft. Roggen vermochte sich ungefähr zu behaupten. Sofort verladbare Ware ist weiter knapp offeriert, dagegen sind für Septem- berüeferung zu jetzigen Preisen Abgeber am Markte. Weizen- und Roggenmehl zu prompter Lieferung Haber: zu jetzigen Preisen reguläres Konsumgeschäft. Wintergerste ist auf Grund von Deckungskäufen recht fest veranlagt, Sommergerste ebenso, Hafer hatte sehr ruhiges Geschäft. Es notierten (1000 Kilo­gramm): Weizen, märkischer (in einem Falle 266,75), September 266,50 bis 266,75 Mk., Oktober 266, De­zember 266,50 (etwas fester); Roggen, märkischer, 216 bis 221, September 225,25 bis 225,50, Oktober 224,75, Dezember 224 (stetig); Wintergerste 193 bis 200 (fest); Mais (La Plata) 186 bis 188 (ruhig); Raps 275 bis 285 (still); (100 Kilogramm): Weizen­mehl 34 bis 36,75 (ruhig); Roggenmehl 31,75 bis 33 (ruhig); Weizenkleie 13,75 (still); Roggenkleie 15 bis 15,25 (still); Viktoriaerbsen 44 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 21,50 bis 23,50; Ackerbohncn 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen (blau) 14,75 bis 15,75; Lupinen (gelb) 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 14,80 bis 15; Lein- kuchen 21,20 bis 21,60; Trockenschnitzel 12,50 bis 13; Soyaschrot 19,40 bis 20,20 Mark.

Letzte Na tzrichten

Die Landung

der beiden Iunkersflieger.

Dessau, 5. Aug. (TU. Drahtmeldung.) Die Weltzeitrekordslieger Edzard und Risttcz sind heute vormittag 10.13 Uhr auf dem Dessauer Flugplatz glatt gelandet, nachdem sie 52 Stunden 23 Minuten in der Luft geblieben waren. Der Weltzeitrekord wurde um 9.01 Uhr vormit­tags gebrochen.

Schweres Boorsunglück aus dem

Mainz, 5. Aug. (WTB. Drahtmeldung.) Ein schweres Bootsunglück, dem drei Menschen- leben zum Opfer fielen, ereignete sich gestern nachmittag auf dem Rhein bei Gernsheim. Der Buchhalter Schwert aus dem letztgenannten Orte unternahm mit seiner 13jährigen Tochter und seinem Schwager Stößer, dessen Frau und zwei Kinder eine Nachenpartie auf dem Rhein. Beim Herannahen eines Dampfers kam das Boot zum Kentern, und sämtliche Insassen fielen in den Rhein. Schwert und die beiden Kinder seines Schwagers wurden gerettet, während Stößer, seine Frau und die Tochter des Schwert er­tranken.

Chinosol

hilft bei blutenden Verletzungen.

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.

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Datum:

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198.9

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67.65

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Elektr. Lieferungen .... 10

183

183

186 5

Dcsal. obue Anöles-Rechten 7% itrantf Hnp..Bi. Go dpi unkündbar bvj 1932 ...

16,3

16,1

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198.75

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163

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A (1-. ® abo BorkriegS-Ob ligationcn. rückzahlbar 1932

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161,6

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181.5

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6

170.5

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--

BudcrnS.........o

113.25

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4°/.> Ungarische Goldrte . .

Deutsche Erdöl.......i>

153.25

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154

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169

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-

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Gelsenkirchener . f. '/, I. 4

159

160

159.13

159,5

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199.5

205

200

204

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14,5

15.75

14.9

15.2

Hoesch Eisen ........ .5 yHe Bergbau.........

273,5

178,13

269

273

Serie l.......

18.4

Klocknerwerke.........

Köln-Reucssen ......5'/,

159

160

161

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15

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_

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-

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98,5

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Allg Deutsche Eisenbahn 4'/, Hamburg-Amcnla Palet. . g i.,amb -Sudan: Dampssch. 8

151,5

152.65

87.5

150 25

228.5

88,5

152.9

232

Oderschles. Kokswcrke . .0

Phönir Beracau f '/, I L 120 Rheinische Braunkohlen . 10 -59

19.5

263.5

96 120 260

119

264.25

Hansa Dampfschiff c

Norddeutscher Lloyd . 6

ung. Deutsche Crrditanst.. 10

151,25

152.5 .47.5

226

160

147.75

228.5

152.75

14-7.9

yiotiiMiaqi .......O

Riedeck Montan.......f,

Bereinigte Stahlw. f. '/, I 3

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skoliWesterrgeln . . 10

Kaliwerk Salzdetfurth . . 12

16 l8)

114

219,25

133,5

215.13

176

133,75

220

134

Parm r Bankverein 10

Berliner Handelagesellsch. 12

Commerz» und Privat»Bk. u _> arnist. u. Rationalbank. 12

150.5

248

176.5

431

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431

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174

184

176.5

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35 171,5 185.5 235 5

34,75

187,6

237.5

Deutsche Bank.... .10

Tis'.vnto-Gesellschaft Ank. 10

161.6

150. h

Id2,5 160

161.5

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162

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Dynamit Nobel.....0

17

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317

150,5

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Dresdner Bank.....10

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168

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Schcid^anstalt ....... .8

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217

R.titcldeutiche Ertditbank S

248

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249.5

'Goldschmidt.........5

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130 25

Metallbank..........8

145

146

145

146

Rutgertzwerke........0

97

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171.5

1171,75

Metallgeiellschast.....10

186

186,5

Berlin. 4 Auanst.

Selb

Dries

Hranjoiischc Noten......

Holländische Noten ...

Italienische Noten.....

Norwegische Noten......

Deutsch Qesterr-, 6100 Kronen

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten . . .

Sevifemnartt Berlin

Telegraphische

(M7 167,98 22,85 108,28 69.165

2,56 112,22

80,94 71,11

12,42 73.00

Frankfnr Auszah

UL63 168,65 22,95 108.72 69,405 2,58 112,68

M 26 71.39 12,48 71.30

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Frankfurts M

Berlin

Schluß Kurs

1 l'Uhr.

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Schluh» Kurs

Anfang 1 Kur»

Datum:

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193,6

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dement Karlstadt . .

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SLultdelS Patzenhofer. .

15

452

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Ostwette.........

_

433,5

438.5

Ber. Glanzstoff......

15

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_

_

568

Zellsioii Waldhof. .

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336.75

,42.05

Zellstoff Slschaffenbnrn .

10

201

202

Charlottenburger Wasser.

7

151

151.75

Dessauer Gas.....

8

__

208.65

211,75

Daimler Motoren.....

0

121.6

121.5

123

121.5

Demag .......

92 25

92 5

,17 5

117.13

119

Ludw. Loewe .....

1

279

287

Nat ?liitomobil......

6

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123.75

Orenstein L Koppel . . . .

4

-

136,75

140

Linke Hotmann.....

0

-

Leonhard Tietz......

6

155,75

156,75

Bcnnag- 0 ...........

0

44.5

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Franks. Maschinen .. .

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-

119.5

119,5

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0

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yunghans ......

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120.75

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Mainkraitwette ......

8

126

Miag . ........

10

138

136.6

138

136,5

Nekarluliner ........

8

H7

116 5

118

117

PetcrS Union .......

k

1(6

117

Gcbr. Roeder .......

1(

146.25

Borgt * Hacffner ....

6

145

150

144 75

6üdb Zucker .....

0

142.5

142,25

143,25

142.5

4. August.

5. August.

Amtliche Noti.-rung

Amtliche Notierung

(Seid

«rief

'Äeld

Briet

21mit..Rot'

168,25

168.59

168,31

>68,65

Buen.-Aires

1,785

1.789

1,788

1,792

Brss.>Antw

58,41

>8,53

58,40

58,52

Ehttftiania

108,44

108,66

108,49

<08,71

Kopenhagen

112,45

112,45

112,49

112,71

Stockholm . pelsingfors. Italien. .

112,4."

112,67

112,49

112,71

10,585

42,855

10,602

22,895

0,58 22,845

10,60

22,885

London. . .

.0,396

W,4 6

41,402

20,442

Neupott ..

1.199

4,207

1.1985

4,2065

Boris....

Schweiz . .

16,44

16,48

16,435

16,475

>0,94

'1,10

»0,935

01.695

Spanien .

71,26

71,40

71,19

71,33

Japan . . .

i,992

1.996

1,989 ,.4957

1.993

Hio de Ian Wien in D.»

u.495

0,497

0.4977

C est. adgcst

59,115

59,23a

39,135

69,255

Prag ....

12,442

12.46?

12,444

12,464

Belgrad . -

7,395

7,409

7,393

7.407

Budapest. . Buwatten

73,23

73,37

73,26

73,40

.,039

3,04.»

,,037

J.043

Lissabon . .

20.68

20.72

-0,72

20,7S

Danstg. . .

81,31

81,47

81,32

81,48

Konstantin.

2,116

2,120

2,110

2,114

Athen. . .

6,495

5.506

5,634

5,646

Cmiada .

4.193

4.201

4,196

1,204

Uruauav -

4.166

4.174

1.176

4.184

Cairo .

20.92

.0.96

20.987

20.967

Berlin, 4 August.

| o»eld |

Briet

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten......

Dänische Noten......

Englische Noten ..... |

I 4,182

58,48

112,07

20,345

4.202

68,72

112,5:: | 20,425

m#1 iS", 0eUoge

Die Sch monats-W JSÄ infolge W*

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Die Sen hat erwiesen- ' heitSsront 2ru< 6« Mhingl-n SroßlonE pro Schi!! L Men 5:5--3(6t England und gleiches nach ametW Kleintonnage unterworfen tt Iorsprunx heute noch im bet Vereinigte Das Interesse mehr in der 2 der japanischen der Verhandln: mit sich, daß m höflichen Gegen in kluger Aus: gleichenden Aei wachsende Den lich. da ihm in derten Eicher und auch diese derKrise des glücklichere lief: len, das wese: trat auch hier gewsrden und men, als es m gültig vorbei:' legenheit in kl der Zeit.

Ilm die n (er sonderbar (deren Auswi rüstungsstage gerte sich bipli firebit 3apa, Armut an §is< Mächtigeren am auch die russi die durch den Äl verursachte schtm und die arnerika tnglcfchen Freun fcn Möglichkeit! die mit Rußlani lungen der Eta englische Inten lammen der Zw Mercko liegend doch schon dir russischen Strei ten Tschiotziryk sowie weitere 5 los den englisc Mm a6g[ W SekLstgcW! . N der ani 7 englisch-ame

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