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Leipzig gt und heute bi
Gegen Hauh
Spielplan der frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag. 6. Märs, nachm. 3 bis gegen 6 Uhr: Mignon: abends 7 vis gegen lO'/j Uhr: Carmen. Montag, 7., von 5 bis 9 Hör: Lohengrin. Dienstag, 8., von 7 bis nach 10 Uhr: FtgarvS Hochzeit. Mittwoch, 9., von 7 biS nach 10 Uhr: Manon. Donnerstag, 10., von 7‘s bis nach 10 Uhr: Der Evangelimann. Freitag, 11.« von 8 biS 10 Uhr: Einmaliges Gastspiel Mary Wigman mit ihrer Tanzgruppe Die Feier. SamStag, 12., von 8 bis nach 9'/2 Uhr: Elektra. Sonntag, 13., von 7 bis 10 Uhr. Don Iuan. — Schauspielhaus. Sonntag. 6. März, nachm. von 3*/g bis 571 Uhr: (Nelson-Revue: von 8 biS 10 Uhr: Relson-Revue. Montag. 7., von 7 bis 9 Uhr: Der Diktator: von 10 biS 12 Uhr: (Nelson- Revue. Dienstag, 8., von 7 bis 9 Uhr: Heber- fahrt: von 10 bis 12 Uhr: Relson-Revue Mittwoch. 9.. von 7 bis 9 Uhr: (Bluff: von 10 biS 12 Uhr: Relson-Revue. Donnerstag. 10., von 7 biS 9 Uhr: Ueberfahrt: von 10 bis 12 Uhr: Rel- son-Revue. Freitag. 11.. von 7 bis 9 Uhr: Ueber- sahrt: von 10 bis 12 Uhr: (Nelson-Revue. SamS- tag, 12.. von 7 bis 9 Uhr: Muss: von 10 bis 12 Uhr: Relson-Revue. Sonntag. 13., nachm. von 3*/i bis 57i Uhr: Relson-Aevue: von 8 bis 10 Uhr: Relson-Revue.
* ■ emeldct wird, verhandelte gestern
_____ _>er fünfte Strafsenat deS Reichsgerichts unter Ausschluß der Oessentlichkeit geaen den Polizciwachtmeister Heinrich Keul von hier. Keul war beschuldigt, im Herbst 1925 aus Veranlassung von französischen Rachrichtenoffizieren an den Manövern der Reichswehr in Thüringen teilgenommen und versucht zu haben. Rachrichten, die im Interesse der Landesverteidigung geheim zu halten waren, dem französischen Spionagedienst zu übermitteln. Er wurde wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse, versuchter Spionage und Vergehens nach § 348 des Strafgesetzbuches zu 7',_> Iahren Zuchthaus, zehn Iahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.
demnächst bei reichlichem Angebot mit weiterem Rachlast der Ferkelprcis« gerechnel werden. — Die Sch ö f e r jchireiben um Fastnacht, wie der Volks- mund zu jagen pflegt, ihren Weizen. Bekanntlich haben in unserer Gegend die Schäfer neben ihrer Durbesoldung noch eine Bezahlung in Na- turalien. Für jede Rächt gesteigerten Pferch muh der Käufer dem Schäfer j Meste Brotfrucht entrichten. In diesen Togen nun geht der Schäfer im Dorfe reihum und holt das ihm zustehende Getreide, etwa 18 bis 22 Zentner. In der Vortriegs- zeit erhielt er auch noch das tägliche Frühstück mit dem ..Pnddel Kurzen" (Fläschchen Schnaps) und einen „Steil" (Abschnitt) Brot als Hundefutter. Das vereinzelt noch bestandene Kreppelsammeln am Kreppeljonntag (Palmsonntag) ist durch die Kriegszeit hier verschwunden.
Kreis Friedberg.
Zr Dad-Rauheim. 4. März. In Gegenwart von Staatsrat (Blöd (Darmstadt) fdich heute an der hiesigen Oberrealschule die diesjährige Reifeprüfung statt, der sich sechs (Abiturienten (4 Schüler und 2 Schülerinnen) unterzogen, die alle bestanden haben. — (Sine gröbere turnfpoEtliche Veranstaltung findet am Sonntag hier statt, und zwar im Vorfechterlehrgang des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschast. Zahlreiche Freunde des Fechtsports Werden dazu erwartet. Den Tellnehmern aus dem besetzten Gebiet und dem Saarland gibt die Vad-Rauheimer Turnerschaft am Samstag einen (BegrühungSabend.
Kreis Büdingen.
# Unter-Widdersheim, 4. März. In unserem G e m e i n d e st e i n b r u ch , den die Ge- meinde seither in eigner Bewirtschaftung hatte, ift nun das Steinbrechen verpachtet worden, während der Verkauf immer noch durch die Ge meindeoerwaltung erfolgt. Bei der milden Witterung hat die Bautätigkeit schon eingesetzt. Infolgedessen herrscht bereits rege Nachfrage nach dem Basalt unseres Bruches, der sich seiner porösen Beschaffenheit und plattenförmigen Schichtung wegen nur als Baustein eignet.
Kreis Schotten.
— Babenhausen, 4. März. Gestern abend wurde hier in Anwesenheit des Grasen ^on Laubach eine Ortsgruppe des „Stahlhelm" ge- gründet. Eine beträchtliche Anzahl junger Leute trat der Vereinigung bei. Die Leitung der Ortsgruppe liegt in den Händen des Schmiedemeisters Gieß.
Kreis Alsfeld.
ck. Merlau, 4. März. (Bei der gestern vom Forstamt Rieder-Ohmen hier abgehaltenen H o l z- Versteigerung wurden im Durchschnitt bezahlt: für 2 Meter: Vuchenscheiler 22 bis 32 Mk.. Vuchenknüppcl 24 bis 28 Mk.. Duchenreisig 4 bis 7 Mk., also ziemlich hohe Preise. Das Kohlenfeuer wird sich entschieden billiger stellen.
d Wettsaasen, 4. März. Gestern nachmittag wurde der Landwirt und Altbüraermeister Karl Langohr Hierselbst im 63. Lebensjahre z u G r a b e getragen. Dem Verstorbenen, der von 1895 bis 1924 an der Spitze unserer Gemeinde stand und verschiedene Ehrenämter vorbildlich versah, wurden an seiner letzten Ruhestätte zahlreiche Ehrungen erwiesen.
Kreis Lauterbach.
=s= Grebenhain, 4. Märtz. Die Landwirt s ch a f t s k a m m e r veranstaltete zur Förderung der Landwirtschaft im Vogelsberg am Mittwoch hier einen Vortragskursus über das Gesamtthema: „Die Zukunft der Landwirtschaft im Vogelsberg und dessen Bedeutung als landwirtschaftliches Kulturland". Der Saal von Faitz war bis auf den letzten Platz besetzt: selbst Landwirte aus den angrenzenden Gemeinden des Kreises Schotten waren erschienen. Die Versamm» hing legte beredtes Zeugnis ab von dem Interesse, das unsere Landwirte allen einschlägigen (Berufsfragen entgegenbringen. Generaldirektor Dr. Hamann- Darmstadt sprach über daS Thema: „Die zukünstige Gestaltung der (Betrieb«» Verhältnisse im Vogelsberg". Der nächste Redner, Generalsekretär Dr. Wagner-Gießen behau- delte bann das Thema: „Der (Aufbau der Viehzucht im Vogelsberg". Der nächste Redner, Generalsekretär Dr. W agner-Gießen behandelte dann das Thema: „Der Rufbau der Viehregen Diskussion ging Landtagsabgeordn. I o st - Bermuthshain eingehend auf den Generalkultuv- plan ein, die folgenden Diskussionsredner, u. a. Kreisdirektor Dr. Michel und Landwirtschaftsrat Dr. G ö r l a ch - Lauterbach, behandelten in einzelnen Punkten die eigenartigen Vogelsberger Verhältnisse und rieten zur Befolgung der in den
E einderat beschloß einstimmig. Herrn der für den Quadratmeter 2,50 Mk. fordert, 2 Ml. zu bieten und für die von ihm selbst durchzuführende Versetzung des Tores 100 Wk. Entschädigung zu zahlen. — Heber die Teerung der Ortsdurchfahrt Lollar lag ein längeres Schreiben des Äreisbauamtes , Giehen vor. Danach testete die Teerung im Vorjahre 3300 Ml., wovon die Gemeinde Vs- vlso 1100 Mk, zu tragen hat, welcher Betrag bis heute allerdings noch nicht an den Kreis abgeführt ist. Es wird für dieses Iahr die Wiederholung der Kaltteerung erforderlich. für die ein Kostenaufwand von 1700 biß 1800 Mk. errechnet sei. Da nach dem Gesetz über den Hebergang der Etrahen auf die Provinzen für Oberflächenbehandlung kein Zuschuß feilens der Provinz geleistet wird, die Gemeinde also den vollen (Betrag selbst auszubringen hätte, empfiehlt dos Kreisbauamt, in (Anbetracht der mit diesem Verfahren verbundenen Eindämmung der Staubploge im Interesse der Gemeinde die volle Hebernahme der Kosten der neuen Teerung, erklärt sich jedoch bei Einwilligung in diesen Vorschlag bereit, den rüdftänbigen (Betrag (1100 Mk.) aus 1926 der Gemeinde zu erlassen. Bei (Ablehnung des Vorschlages wird Zahlung der Schuld aus dem Vorjahre bis 31. März gefordert. Der Gemeinderat stimmte unter den gegebenen Hmständen dem Vorschläge zu. _ 5ur das Standesamt ist ein neuerfeuerstch er er Schrank erforderlich geworden. Es wurden hier- für 1200 Mk. bewilligt. Der alte Schrank soll der Gemeind^asse überwiesen werden. — Metzgermeister Konrad (Nürnberger bietet ber Gemeinde einen 929 Quadratmeter großen Ader auf dem Kirlen, der unmittelbar hinter dem neuen Gemeindehaus und der (Barade mit den Rotwohnungen liegt, zum Kauf oder Tausch gegen Gemeindegelände an. Es wurde beschlossen, den Kauf zum geforderten Preis von 40 Pf. für den Quadratmeter zu tätigen und das Land als Garten für die Bewohner ber Gemeindehäuser zu benutzen. — Bei der Festsetzung der Gebühr für die Abgabe von E r b b e g r ä b n i s p l ä hen auf dem alten Friedhof entspann sich eine längere Aussprache, die insbesondere von der grundsätzlichen Einstellung zur Frage der Gewährung von Erbbegräbnispllchen geleitet war. Ein Antrag Klinke! forderte 800 Mk. für einen Platz für 2 Personen: er fand Annahme. Bei Richlbelegung eines Platzes innerhalb 30 Iahren sollen auf Antrag Klinlel weitere 300 Mk. für den Einzelplatz zu erheben fein. Diese Gebührensestfehung ist, was zum besseren Verständnis erwähnt sei, bedingt durch den Hmstand. daß die feit dem Iahre 1919 eingestellte Abgabe von Erbbegräbnis- Plätzen gemäß einem Beschluß des Gemeinderats vom Herbst des Vorjahres wieder erfolgen soll.
s) Lich. 4.März. Gestern fand die letzte jährige städt. Holzversteigerung in den diesjährige städt. H o l z v e r st e i g e r u n g in den Distrikten Kleinhäuserberg und Eltingshaufer- auf 15 bis 17 Mk. je rm Buchenscheitholz, 6 bis 8 Mk. je rm Buchenstodholz und 20 lns 25 Mk. je 100 Buchenwellen. Die Zahl der Erwerbslosenunter stühungS - Empfänger beträgt zur Zeit 32 mit 62 Zuschlags- empfängern. Weitere 40 Erwerbslose werden mit Rotstandsarbeiten beschäftigt.
d Lich. 4. März. Die jüngste Sitzung des Stahtvorstanbes wies eine umfangreiche Tagesorbnung auf und war auch von Zuhörern gut besucht. Zu (Beginn ber Sitzung erstattete ber Bürgermeister Bericht über den Stand bet Wohnungsnot. Dem Bericht war zu Entnehmen, daß bie Zahl der Wohnungssuchenden in hiesiger Stadt zur Zeit 47 beträgt und gegenüber den Vorjahren etwas zurüdgegangen ist. 3m gesamten fehlten 36 Wohnungen, wahrend der Rest der Wohnungsuchenden im Besitze einer l Tauschwohnung sei. 12 Wohnungsuchende müßten dringend untergebracht werden. Die städtisch 5 Wohnungsdeputation habe aus diesem Anlaß heraus den Antrag gestellt, der Stadtvorstand ■ möge beschließen, weitere vier Eisenbahnwagen- Rotwohnungen auszuftellen. Rach kurzer Debatte wurde beschlossen, von der Ausstellung der Eisenbahnwagen-Rotwohnungen abzusehen und an deren Stelle ein einsachesViers a m i l ien- wohnhauS errichten zu lassen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, Plan und Kostenanschlag hierfür ausarbeiten zu lassen, um bann in einer späteren Sitzung Beschluß über die Ausführung fassen zu können. — Sodann gab der Bürgermeister die Ergebnisse der Rutzholz- f ubmlff ion am 22. Februar bekannt. Höchst- bietende waren für Buchenstämme 1. Klasse je Festmeter 49,12 Mk. Hermann Müller-Bellersheim, 2. Kl. je Festm. 46,25 Mk. derselbe, 3. Kl. je Festm. 37.60 Mk. August Schäfer. Hungen. 4. Klasse je Festm. 26,50 Mk. Hermann Muller- Bellcrsheim. Fichtenstämme 1. Klasse je Festm.
48 65 Mk. Anton Schmidt. Langsdorf, 2. Klasse I je Festm. 42.35 Mk. Heinrich Iakod Menges^ Lich.
3. Klasse je F^stm 40.10 Mk. H inrich Schmidt XI. Lich. 4. Klasse je Festm. 40.10 Mk. dcrielbe. 5a-Klasfe je Festm. 35,40 Mk. derselbe, 5d-Klasse je Festm. 3138 Mk. H. Zampedri Sehern Fich- tenberbftangen 1, Kl. je Festm 25.oo
(Jung, Lützellinden. 2. Klasse je Festm. 21.55 Mk derselbe. Fichten-Ruhreisig je (Raummeter 4,60 Mark Heinrich Gehrhardt. Alsfeld. sichten^ Bohnenstangen je 100 Stüd 11,50 Mk. Heinrich Gehrhardt, Alsfeld. Ein Gutachten des Forst- amtes Lich bezeichnete die eingelegten Gebote als gut und empfahl Zuschlagserteilung an die Hochst- bielenben. Der Stadtvorstand genehmigte den Rutzholzverkaus und erteilte den Höchstbietenden den Zuschlag. — Der Kriegsbeschädigte Philipp Hofmann dahier hat ein (Baugesuch vorgelegt und gleichzeitig beantragt, die Stadt möge ihm einige Quadratmeter Weggelände an seinem Bauplatz übereignen, damit sein Bau rechtwinklig zur Straßenfront zu stehen komme. Das Bau- gefuch wurde nicht beanstandet und feinem Anträge unter Ansetzung eines Verkaufspreises von 3 Mark je Quadratmeter stattgegeben. — öur Schafe, die von auswärtigen Gemeinden zur städtischen Herde beigetrieben werden, sollen für das Iahr 1927 folgende Gebühren zur Erhebung gelangen: für Schafe 5 Mk., für Lämmer 2,50 Mk. je Stüd. — Auf eine Beschwerde verschiedener ®runbftüdeigentümer toe- gen Wasserschäden in ihren Grundstüden in Flur 7 beschloß der Stadtvorstand auf ein eingeholtes Gutachten des Kulturbauamtes Giegen hin, die Instandsetzung einer privaten Rohrleitung wie auch etwaige Schabensersatzansprüche abzulehnen. - Für bie F r e i w i l l i g e F e u e t- wehr L i ch werden folgende Reuanschafsungen zu Lasten bes Rechnungsjahres 1927 bewilligt: y 6tüd Hands euer löscher, 3 Rauchmasken, 2 Paar Gummihandschuhe und 1 Säge. — Bet ber Staatsregierung soll beantragt werden, das Gesetz über die Umlegung von Bauland vom 6. (November 1920 für bie hiesige Stabt für antoenbbar zu erklären. — In Ausführung eines früheren Beschlusses des Stabtvorstandes gab ber Bürgermeister bekannt, daß nach einer vorliegenden Wirtschaftsrechnung bie Bausumme des Vierfamilienwohnhauses am Schwanensee einschließlich der Kosten der Einrichtung eines Dachzimmers, der Rebenanlagen und ber Bauleitungsgebühren 35 931,91 Mk betrage. — Reben weiteren kleineren Vorlagen würbe noch der Brauerei Ihring-Melchior dahier die widerrufliche Erlaubnis zur Verlegung ihrer privaten Wasserleitung im Pfarrwiesenweg gegen Ausstellung eines Reverses und Zahlung einer jährlichen Anerkennungsgebühr erteilt. Anschließend hieran fand eine geheime Sitzung statt. — Am Montag wurde ber Fastnachtsmarkt verbunden mit Schaf- und Ferkelmarit hier abgehalten. Zum Auftrieb gelangten 265 Ferkel und 22 Schafe. Der Markt war sehr gut besucht: ein reges Geschäftstreiben war zu beobachten.
L_ Steinheim b. Hungen, 4. März. Heute fand die einzige Brennholzoersteigerung im hiesigen Gemeindewald statt. Infolge verstärkter Einschläge in den Vorjahren, die hauptsächlich durch Windfälle verursacht waren, tarnen heuer verhältnismäßig geringe Holzmassen zum Verkauf. Da nur einyeimiscke Kaufliebhaber zugelassen waren und diese in den staatlichen Waldungen größten- tells ihren Holzbedarf gedeckt hatten, hielten sich die Preise in normalen Bahnen, im Gegensatz zu den Versteigerungen in der Umgegend. Für Buchenscheitholz 1. Klasse wurden durchschnittlich 13 Mk. bezahlt, Eichenscheitholz kam aus 6 bis 7 Mk., Buchenknüppel (Aftprügel) 7 bis 9 Mk., Eichenknüppel 5 bis 6 Mk. In Buchenflöden kamen nur gering« Mengen zum Ausgebot, da sie als Losholz vergeben werden. Es kosteio das Raummeter 4 bis 6 Mk., Eichenftöcke 3 bis 4 Mk., Fichtenstöde 2 bis 3 Mk. Buchenreisig kam auf 4 bis 4,50 Mk. zu stehen und Fichtenreistg auf 0,50 bis 1,20 Mk. — Die Gemeinde läßt eben das zweite Stück des Verbindungsweges nach Ober -Widdersheim ausbauen. Es handelt sich um ein Stück von 400 Meter Länge, von der Gemarkungsgrenze nach dem abaeholzten Scheuerwaldstopf. Da fast ausschließlich Erwerbslose beschäftigt werden, erhält die Gemeinde aus der produktiven Erwerbslofenfürsorge einen Zuschuß zu den Baukosten.
# Aus dem Horlofstal, 4. März. Der Preissturz für Fettschweine, die innerhalb 14 Tagen um etwa 15 Mk. pro Zentner Lebendgewicht fielen, hat den erwarteten Rückgang der Ferkelpreise nicht in dem Maße im Gefolge gehabt, wie man annahm. Immer noch wer- den für das Paar 7 Wochen alter Ferkel 35 bis 40 Mk. gefordert. Da sich aber im letzten Iahr viele Bauersleute auf die Ferkelzucht gelegt haben, muß
Turnen, Sport und Spiet
2. Bezirk, Gau Hessen der D. T.
Das Geräteturnen des zweiten Bezirks findet morgen in ber neuen Turnhalle des Turnvereins Heuchelheim unter Leitung deS Bezirks tu rnwarts Schüler- Wetzlar statt.
Schöffengericht Gießen.
• Gießen» 4. März, linter Ausfluß der Oefsenllichkeit wurde gegen zwei Arbeiter aus Gießen wegen SittlichicttSvcrvrechenS, begangen an einem 13jährigen Mädchen, verhandelt. Urteil: j e sechs Monate Gefängnis.
Wegen Hrkundenfälschang stand bie Frau eines Schaustellers aus Rieder-Weisel vor Gericht. Sie hatte eine ihrem Mann von dessen Gläubiger ausgestellte Quittung durch einen Zusatz geändert, um die Aushebung c n?s Arreste- zu erreichen. Strafe aus § 258 StGB: eine Woche Gefängnis.
Gerichlssaal.
Lin gewerbsmäßiger Fahrradhehler.
WSR. Frankfurt a. (211., 4. März. Der Bureaugehilfe Hermann Dürr aas'Fachenheim stand in Beziehungen zu einem Fahrrad- mar d e r, der kürzlich wegen D.ebstahlS zu vier Iahren Zuchthaus verurteilt worden war. Dürr kaufte mehrere Räder zu billigen Preise« von dem Marder und veräußerte sie nach einigen Hmänberungcn. Als der Polizei bekannt wurde, daß Dürr in Verbindung mit dem Marder stand, leugnete Dürr steif und fest, und erst nach wiederholten Vernehmungen gestand er, Geschäftsverbindungen mit dem Dieb zu haben. In der Verhandlung vor dem Kleinen Schöffengericht legte sich jetzt Dürr alS Angeklagter aufs Lügen. Ölur was ihm unbedingt nachgewiesen wurde, mußte er schließlich zugeben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu einem Iahr Zuchthaus.
Verurteilung wegen versuchter Spionage.
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