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Ute Erwerb-losen hatten die Dskichtarbeit abgelehnt und wollen diese nur verrichten, wenn die Stadt einem Beschluß dcS Arbeits- nochweises Gießen entspricht und aus Gemeinde- milteln Zuschläge bezahlt. Die Bezahlung dieser Zuschläge ist vom Demcinderat abgelehr.t worden, «4 ist eine Entscheidung des 3>df. Ministeriums beantragt worden, die noch nicht eingegangen ist. Eine Poli.^ioerordnung, die das Be­fahren de» Marktplatzes mit Last- trostwogen und schweren Fuhrwerken ver­bietet, wurde angenommen.

^Saubach. 4. Febr. Gestern hielt die hie- siae Baumkircher oder BlasiuSgefell- schäft ihre Iahresseier ab. Diese Gesellschaft besteht au» den Rachkommen der einstigen Be­wohner der gegen das Jahr 1400 ausgegangcnen Ortschaft Daumkirchen oder Baumense­hen im oberen Tal deS Seenbachs. eines linken Seitenbachs der Ohm. P/t Stunden nordöstlich von Laudach. Diese Wüstung ist nicht durch den 30jährigen Krieg entstanden, wie man öfter hört, sondern durch freiwillige Auswanderung, ohne jede Rötigung. Die Bewohner siedelten sich in Laubach an. bildeten jedoch innerhalb der Stadt noch ein eigene» Gemeinwesen mit ge- meinsamevi Besitz. Auch hatten sie früher noch einn besonderen Altar. Um 10 Uhr kamen sie heute morgen wieder zusammen, im ElaatSanzuge, und verlosten untet dem Vorsitz eines besonderen Schultheißen" (in dir em Jahr Landwirt Krä­mer) ihre Welbetcile. Der gemeinsame Besitz umfahr gegen 15 Mcrgcn Weideland. Gegen­wärtig sind cS 31 Blitzer. Der .Schultheiß" wird nicht gewählt, sondern .geht reih um", alljähr­lich ein neuer. Die Reihenfolge im Amt wirb durch die Reihenfolge der Häuter in der Stadt bestimmt. Die Rechnungen der Gesellschaft gehen bl» in daS 16. Jahrhundert zurück: die Geschäfts­führung crfrlqt nach einer alten Ordnung, die 1701 festgelegt wurde. Nachdem die Rechnungs­ablage erfilgt war. fand ein gemeinschaftliches Essen statt. Früher (biS 1843) wurde die Tagung im Rathaus abgchaUen. jetzt im Ga'thof, z. 3t. im .Solm er Hof . Um 9 itfir abends begab sich die Gesellschaft nach aller Sitte mit Lampionsbeleuch- tung in die Wohnung deS neuen Schultheissen, wo man noch einige Stunden in angeregter Unter­haltung verbrachte Bemerkenswert ist. daß gerade vor 200 Iabren die .Lade" angefertigt wurde, worin 'ich die Akten der Gesellschaft befinden. Sie kostete 44 Albus 8 Pfennig. (Albus. Weiß- Pfennig, 1360 üblich geworden, war etwa V$o Thaler. In Kurhessen geprägt bis 1833. in Um­lauf bis 1842.)

* Laubach. 4. Febr. Hier fand unter Leitung des Kreisdirektors Geheime Reg.-Rat Doeckmann eine Versammlung der Bürgermeister deS Kreises Schotten statt. Die Versammlungen wechseln in schöner Weise stets zwischen den vier Bezirken Schotten. Gedern. Laubach. Ulrichstein ab. Die Versamm­lung behandelte in der Hauptsache die schwierige Frage der Aufwertung derGemeinde- schuldem Die von der Hess. StaatSregierung

bestellten Treuhänder Reg-Räte Dr. Ahl und Dr. Braun wohnten der Versammlung bei. Dr. A h l erstattete ein ausführliche Referat über diese schwierige Materie, an das sich eine nähere Aussprache anlchlotz. Die Gemeindever­treter waren der Auffassung, daß für die be­sonderen Verhältnisse des BogelSberges und seiner finanzschwachen Gemeinden eine Auf­wertung von 12 V» Prozent angemessen und ausreichend sei. Sine gütliche Einigung soll zwi­schen den Gemeinden mit ihren Gläubigern mög­lichst erstreb! werden. Daurat Rodnagel- Schotten verbreitete sich in einem weiteren Re­ferat noch über eine Reihe für die Gemeinden wichtiger Baufragen.

± Stumpertenrod, 4. Febr. Die kirch­liche Statistik vom Jabre 1926 ergibt fol­gendes Bild von dem kirchlichen Laben unserer Gemeinde: Bei einer Zahl von 523 Einwoh­nern wurde der sonntägliche Gottesdienst durch­schnittlich von 141 Erwachsenen besucht. ES san­den 6 Taufen, 4 Trauungen. 8 Beerdigungen statt. 11 Kinder wurden konfirmiert. An Kol­lekten und anderen Gaben christlicher Wohltätig­keit gingen 696 Mark ein. In der zur Pfarrei Stumpertenrod gehörigen Filiale Köddingen, das etwa 486 Einwohner zählt, wurde der sonn­tägliche Got.esdienst durchschnittlich von 133 Er­wachsenen besucht. Es fanden hier 12 Taufen, 4 Trauungen, 11 Beerdigungen statt. 11 Kinder wurden konfirmiert. An Kollekten und Gaben christlicher Wohltätigkeit gingen in Köddingen 633 Mark ein.

Kreis -Ilsfeld.

L Mücke. 4. Febr. Sehr abfällig beurteilt wird in unserer Gegend die stiefmütterliche De­kan b l u n g, die die Eisenbahnverwaltung den kleinen Stationen zuteil werden läßt. Diel Anstotz erregt unter den Reisenden der Zu­stand des hiesigen Wartesaales. Decke und Wände sind schwarz von Rust, so dah man darauf schrei­ben kann. Sicher ist hier seit einigen Jahren vor dem Kriege nicht daS Geringste zur Unter­haltung geschehen. Im Gange des Bahnhofs- gebäudcö sieht es nicht viel besser aus. Aber auch aus anderen Stationen kann man ähnliche Zustände antreffen. Früher befand sich im Bahn- Hos Mücke noch cm Wartesaal 2. Klasse. Dieser ist von der Bahnverwaltung vermietet worden. ES würde mit Dank begrübt werden, wenn die Bahnverwaltung jetzt auch ein wenig Interesse für die kleineren Stationen zeigte und die W a r t e s ä l e dortselbst zu einem einigermahen menschenwürdigen Ausenthaltsraum gestaltete. Sehr oft ist schon angeregt worden, dah auf der hiesigen Station der Bahn st ei g überdacht würde. Auch in dieser Hinsicht findet man bei der Bahnrerwaltung wenig Gegenliebe. Bei dem ansehnlichen Verkehr, der hier herrscht, wäre es dringend erwünscht, datz wenigstens e t n Bahnsteig überöadjt würde. Die Straße nach dem D a h n h o f ist nun endlich mit Kies bedeckt worden. Damit wurde einem großen Uebelstand abgeholfen. Die Bautätigkeit dürfte in der kommenden Bausaison recht lebhaft

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uxrden. Postmeister Erb baut neben dem Phi» kippifchen Anwesen ein Haus. Weiter sind noch Uvei Reubauten in Aufsicht. Mücke entwickelt sich immer mehr zu einem Derkehrszexttrum für den südwestlichen Vogelsberg.

L Ober-Ohmen 3. Febr. AlS ein Zei­chen der Zeit muh das Verschwinden dzw. Gin­ge den der kleinen Mühlen in den tehten Jahren angesehen wer dm. In unten r Gemeinde waren vor dem Krieg.- noch drei Mühlen in Tätigkeit. Oberhalb des Dorses an der ©irofk nach Umcr-Deibertenrod lieg! di« Luch-Mühle. Besitzer Ludw. Müller: währexxd und nach dem Kriege wurde die Mühlcneinrichtung auS dieser Mühte entfernt, sehr zum Berdruh des jetzigen Bescher-, der gerne die Mühle in G xng brächte. Die zweite Muhl«, Bescher Konrad Strittcr. lieal mitten im Dorf«: sie ftdjt seit einigen Jahren wegen Wassermangels still. Die Wasser­gräben sind vollständig versumpft, so dah ein« namhafte Summe nötig wäre, um die Mühle in Gang zu bringen: daS scheint dem Besitzer aber unrentabel. Unterhalb des DorseS zwischen Rup­pertenrod und Unter-Seibertenrod liegt die RahnS- oder Schelle-Mühle, Besitzer Kray Witwe: diese ist die einzige der drei Mühlen, die noch zeitweise im Gang ist. Den gröhten Teil deS Jahres über steht aber auch dies« Mühle still, denn infolge der fortschreitenden Versump­fung der Gräben erhält die RahnS-Mühle auch nicht genug Wasser, und sie mutz ihre Tätigkeit auf die Herbst- und Wintermonat« beschränken. 1920 21 hatte die Gemeinde Ober-Ohmen ein Elek­trizitätswerk in der RahxrS-Mühl« errichtet, doch reichte di« Wasserkraft nicht aus, so dah man sich der Ueberlandanlage anschlotz. Früher befand sich eine vierte Mühle im Orte an der Schul­bach". Sie gehört« den Freiherren Ried­es e l, die hier ein gröberes Gut befaßen. Mit dem Eingehen der kleinen Mühlen ver­schwindet ein Stück Heimat, denn diese Betriebe tragen doch sehr zur Belebung des Landschaftsbildes bei. Di« schwere Wirtschafts­krise hindert manchen Kleinmüller. fein« Mühle instand zu setzen und sein vvn den Vätern er­erbtes Handwerk weiter zu betvribexL Aber bas Stillstehen der Mühlen hat auch noch einen anderen Rachieil. AlS die Mühlen noch im Be­trieb waren, sorgten die Müller stets dafür, daß die Zu- und Ausslubgräben ofsengehalten wurden, d. h. dab ter Schlamm rechtzeitig ent­fernt wurde. DaS geschieht heute nicht mehr; der Müller hat kein Interesse darin. Die Folge ist eine vollständig« Verschlammung der Gräben und eine fortschreitende Ver­sumpfung der Wiesen. Die Klagen der benachbarten Wielen- und Grundbesitzer wollen deshalb nicht verstummexL DaS GraS, daS auf diesen OBicfcn wächst, ist sauer und kann auch als 55eu für Rindvieh nicht verwendet werden. Auch Pserdebesiner kaufen «s nicht gerne, da eS s-lbst von den Rserden verschmäht wird. Manchmal wird das Grummet oar nicht ahnemäht da man es doch nicht verwenden kann. Di'» V"t7nvsi,na

der Wiesen ist auch äutzerUch zu testen, sie nehmen eine rötliche Färbung an Die Grund­besitzer täten gut. sich zwecks Entwässerung der Wielen zusammenzuschliehen.

Starkenburg.

Darmstadt. 4. Febr. In der geftuaen Stadtverordneteniitzung wurde beschlossen, dast die große Fe st Hal le, die auf dem Ercruerplatz zur Abhaltung art fiere« Festlichkeiten (Mittel- rheinischc» Turnfest. Sandw. Ausstellung usw.) errichler wird, die Ausmatz« 4 2:60 Meter erhalten soll. Auch wurde bestimmt, bah die Tragkonstruktionen aus Eisen, die übrigen Teile (»',) auS Holz bestehen sollen.

Preuhen.

Shciö Wetzlar.

Lützellinden. 4. Febr. Der hiesige Männergesangverein begeht am 31. Juli sein SOjähriges Jubiläum. AuS diesem An­latz ist die Abhaltung eine» Sänaerfeste» geplant, wozu sich bereits zahlreicbe Gesang- vereine auS der Umgebung an gemeldet haben.

Dillkreitz.

bl. Breitscheib. 4. Aebr. Im Früh- I'ahr wird hier mit dem Bau eines neuen Schul- lauses begonnen. Man gedenkt das Gebäude m Sommer im Rohbau zu vollenden.

5lrciS 20eftrrbnrn.

WER. Wcsterburg, 4. Febr. In Oberrod kam gestern abenb beim Diehfüttern der Landwirt Krämer der elektrischen Hauptleitung zu nahe. Er wurde vorn elektrischen Strom zu Do den geschleudert. Als ihn seine Angehörigen infolge seine» langen Ausbleiben» suchten und fanden, war er bereits t o t

Maingau.

WSR. Franks ur t a.M.. 4. Febr. Rach Ferrigstellung der Alten Brücke plant die Stabt Frankfurt den Umbau der Ober- und der Untermainbrücke, die während der zwölf­jährigen Bauzeit der Alten Drücke sehr stark belastet waren. SS besteht die Absicht. Die beiden Brückenbahnen auf 20 Meter zu verbreitern, d. h. die Fahrbahnen mit 12 und die Bürgersteige mit je 4 Meter Breit« vorzusehen. Jnfolged«fs«n soll der ganze Oberbau abgeiragen und durch eine ganz neue Konstruktion ersetzt werden. Die Baukosten für beide Brücken dürften sich aus etwa drei Millionen Mark belaufen.

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fatli geuAafft!

W ist in MarMunde!

Unsere für Deutschland neuartige Zigaretten-Propa- ganda hat ihren Zweck, die Außenseiter der Raudienvelt au [unsere vollendeten Zigaretten-Meisterwerke nachdrück­lichst hinzuweisen, vollauf erfüllt.

Der großen Zuban- Qualitätsraucher- Gemeinde haben sich neue Scharen feinsinniger Raucher zugesellt.

Für die uns aus allen Teilen des Reiches zugegangenen Anerkennungen können wir der Fülle wegen den freund­lichen Einsendern nur auf diesem Wege verbindlichst danken.

Aber auch denen sagen wir für das uns bewiesene In­teresse schönen Dank, die in Verkennung der Absicht un­seres straßenabseiis gehenden Propagandaweges zum A us- druck brachten, daß sie nicht so ganz damit zufrieden sind.

Über moderne Werbearten gehen die Meinungen stets auseinander. Wir freuen uns aber, feststellen zu können,, daß überall in deutschen Landen nur ein einstimmiges Ur­teil über

besteht: sie ist ein Glanzstück deutscher Arbeit!

Wie ein süßer Blüicnhnuch aus fernem Mor­genlande ist ihr Aroma ! Dem Streicheln einer zarten Frauenhand über sorgenumwölktc Stirn gleicht ihr milder Duft!

Unsere ,Lucy Doraine gibt Millionen Freude und Le­benslust , Millionen sprechen begeistert von ihr, kurzum. sie

Werden auch Sie ffii/nMrdet) Qeocfi/macfo ! Äaucfum fieJhq/£)orain&, die Zu£wn fä/nßer'!