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glücklich» Jahre erhalle und auch weiterhin mit reichen Segnungen begnade zum Wohle des Deut­schen Reiches."

Der König von Dänemark:

Anläßlich Ihres 80. Geburtstages bitte ich Sie, Herr Reichspräsident, meine aufrichtigsten Glück­wünsche entgegennehmen zu wollen, indem itj gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck gebe, daß auch die künftigen Jahre Ihrer Präsidentschaft sich zum Wohle des deutschen Volkes gestalten mögen.

gez.. E h r i st t a n R." Marschall Ischangtsolin.

.Ich und das chinesische Volk haben mit Freude vernommen, dah Eure Excellenz am 2. Oktober das Fest ihres 80. Geburtstages feiern. 2lls Vertreter der chinesischen Hatton und der Re­gierung der chinesischen Republik habe ich die Ehre. 2lhnen. Herr Reichspräsident, zu Jlhrem Geburtstage die h e,r z l l ch st e n W ü n s ch e für bestes Wohlergehen zu übermitteln unb dem Deutschen Reiche Blühen und Gedeihen zu wünschen.

gcz. Tschangtsolin, Oberstkommandie­render der Land- und Seestreitkräfte der chine­sischen Republik."

Ferner gratulierten der Jtönig von Vor­weg e n, der Präsident der Vereinigten Staaten von Vordamerika, der König von Schweden, der Präsident von Finnland, der schweizerische Bundespräsident, der Präsident von Lettland, der Senat der Freien Stadt Danzig, der König von Siam, der Präsident von Liberia, König AlfonS von Spanien sowie König Boris von Bul­garien.

Hindenburgs Dank.

Eine Botschaft des Neichtzpräsidcntcn.

verlin, 3. Oft. (MTV.) Reichspräsident von Hindenburg läßt folgenden Erlaß bekanntgeben:

An das deutsche Volk!

Aus dem ganzen Daterlande von Angehörigen aller Schichten des deutschen Volkes und von zahl- reiajcn Deutschen jenseits unserer (örenjen, die sich mit der alten Heimat in diesen Tagen besonders verbunden sühlten. sind mir zu meinem 80. Geburts­tage viele tausend Glückwünsche beschert worden. Meinem Gcburtstagswunsche, durch Be, schasfung neuer Mittel die große Dankesschuld ab­tragen zn Helsen, die wir alle den Kriegsbeschädigten und Krlegerhlntcrbliebenen gegenüber tragen, ist durch die aus allen Kreisen unseres Volkes und von den Deutschen im Auslande bereitwilligst gegebenen Beiträge zur hindenburgspende in herz- erjeeucndcr Meise Rechnung getragen worden; der schöne Ertrag dieser Sammlungen wird dazu Helsen, manche Rot unter den Opfern des Krieges zu lindern.

Gern würde ich allen, die sich so zusammensan­den. einzeln danken, aber die große jülle dieser Geburtstagsgrüße macht es mir unmöglich. Mir bleibt daher nur übrig, alle, die am gestrigen Tage dem Gefühl der Verbundenheit mit mir und meinem Streben für das Vaterland so gütigen Ausdruck ver­liehen haben, aus diesem Wege meiner Herz- lichsten Dankbarkeit zu versichern und Ihnen zn sagen, daß mich ihr Gedenken tief berührt und herzlich erfreut hat. Mit gleichem Empfinden habe ich die Begrüßung entgegengenommen, die mir gestern bei meiner Fahrt durch die Straßen Berlins von der Studentenschaft, den kameradschaftlichen verbänden und den Übrigen Organisationen und Vereinen, sowie den vielen Tausenden meiner Mit­bürger zuteil wurde. 3n besonderer Erinnerung werde Idn die so eindrucksvolle Huldigung behalten, die mir die deutsche Jugend, der unsere Ar­beit und unser Hauptstreben gilt, im Stadion in so herzlicher weise darbrachte. Ihnen allen gilt mein inniger Dank!

In den vielen verschiedenen Kundgebungen sehe ich nicht nur die Ehrung meiner Person, sondern das gemeinsame Bekenntnis zum Va­terland, zur Gemeinschaft des deutschen Volkes, das trotz aller Rot und Sorge des Tages hier freu­digen Ausdruck fand. Da» erfüllt mich mit beson­derer Befriedigung und stärkt In mir die Hoffnung, daß das Streben nach Einigkeit und Zu­sammenschluß den Kampf der Meinun­gen und den wider st reit der Inter­essen in unserem Volke Überwinden wird. Möge ein jeder, der gestern meiner in Wor­ten und Grüßen gedacht hat, an seiner Stelle an diesem Werke d?r Einigung Mitarbeiten und zur Erreichung dieses großen Zieles, in dem unsere Zul »nff liegt, mithelfen!

Berlin, den 3. Oktober 1927.

lgez.) o. Hindenburg. Reichspräsident.

Hessens (Beburistagsgabe.

Darmstadt, 3. Okt. (Priv.-Tel.) Ms Ehrengabe zum 80. Geburtstag des Reichspräsi­denten von Hindenburg hat bie hessische Regie­rung ihm 100 Flaschen edelster Weine aus den staatlichen Domänen Übersandt. Staatspräsident Ulrich war bei dem großen GratulationSempsang In Berlin zugegen. Fer­ner sind, einem Torgeheir der Reichst« zierung und der Regierungen anderer Länder entspre- ck-end. vom hiesigen Justizwinisterium in 330 Fäl­len Strafen auf b e m Gnadenwege er­lassen oder gemildert worden. Es ist Strafaulschub bei Wohlverhalten g,währt wor- den. ZuchlhauSstrasen tourben in Ge ängnisstrasen umgewandelt und Freiheitsstrafen In Geldstrafen. Namentlich find Degnadigungen eingetreten («I Straf aten. die aus Rot begangen wurden und solchen von Jugendlichen.

Gin Nadiozruh aus Norwegen.

'Berlin, 3 Okt. Der norwegische Sender Oslo batte gestern abend 8 Uhr sein ÄPiuert unterbrochen und der Sprecher übermittelte in deutscher Sprache Hindenburg die herzlich- slen Glückwünsche des norwegischen Volkes und sprach den Wunsch auS. daß Deutschland wieder btxtfommen möge. Dann sagte er. .Silentium für die deutsche Va­ti ona lh y m ne". Die Kapelle spielte zwei Strrphen.

(Ein Glückwunsch schwedischer Postbeamter.

J, Oft Die unter den

st'wedichen Poftbeain-en zahlreich vertretenen ch'ndmburgver-bre haben durch e ne de-t ch-, Vo beamten, d r dem Oeui ch fchw d scheu Hil s- t>c,n Reichspräsidenten ein Glückwunsch elegramm mif dner Sammlung ^^.V^i^^^cher Lus t post marken Ubetrct4,<n lassen.

Die Altjozialisten an Hindenburg

Dresden, 3. Okt. (211) Das Organ der sächsischen Mtsoziali^en .Der Volksstaat" schreibt zum 80. Geburtstag des Reichspräsi­denten u. a,: Hindenburg hat sich von Anfang feiner Präsidentschaft an streng im Geiste und Im Rahmen der Weimarer Ver­fassung bewegt. DaS große Gut an Vertrauen und Hochachtung, da- er bei allen Volksschichten genießt, verwendete er in seinem hohen Amte, um unser deutsches Staatswesen vor Erlchütte- nmgen zu bewahren. Dabe^i setzte er das Werk fort, das Friedrich Ebert so segensreich vorwärts gebracht hatte. Man wird es Hinden­burg Nicht nerge; fen, wie aufrichtig er dieses schwere Werk seines Vorgängers anzuerkennen und zu würdigen gewußt hat. Dah Hindenburg jüngst mit wohlabgewogenen Worten in der Frage der Kriegsschuld b;3 sagte, was um der Ehre deS deutschen Vo-eS willen gesagt werden mußte, war eine jener Taten, mit denen er seit 1914 Deutschland gewissenhaft gedient hat. Ebert bat nach dem Zusammenbruch Hinden­burg, daS Heer zurückzuführen, und Hindenburg versagte sich nicht. Durch diesen D.enst, den Hindenburg damit der Republik geleistet hat, verpflichtet er sich jeden aufrichtigen Republi­kaner zu unauslöschbarem Dank. Wer in der Tat ehrlicher deutscher Republi­kaner ist, gesellt sich am 2. Oktober zu der Schar derer, die Hindenburg, Eberts Vachfol­ger, ihre Glückwünsche darbringen. Wir fin­den es natürlich, in den Reihen dieser ihren Präsidenten grüßenden Republikaner zu stehen. Der Aufsatz unterscheidet sich vorteilhaft von dem rüden Ton, den andere sozialistische Blätter in ihren .Festartikeln" zum Geburtstag des Staats­oberhaupt- der deutschen Republik angeschlagen haben.

Der Reichspräsident beim Reichskriegerbund.

Berlin, 3. Okt. (Wolff.) Dem heutigen zweiten R e i ch s k r i e g e r t a g des Deutschen Rrichskrie- gerbundesÄ g f f b ä u | e rN, der unter Beteiligung von Abordnungen sämtlicher Kriegeroereine im Sta­dion ftattfand, stattete der Reichspräsident a l s Ehrenvorsitzender des ll^ichskriegerbundes einen kurzen Besuch ab. Der Reichspräsident begab sich um 11.15 Uhr in Begleitung des Staatssekretärs Dr. M e i ß n e r und des Majors o. Hindenburg in das Stadion, wo er von den Versammelten be­geistert empfangen wurde. Bon der Ehrentoae aus nahm der Herr Reichspräsident den Einmarsch der im Reichskriegerbund organisierten Verbände, der Gruppen in historischen Uniformen, sowie den Ein­marsch der Reichswehr mit den Fahnen der alten Armee entgegen. Rach dem von der Menge be­geistert gesungenen Deutschlandlied verließ der Herr Reichspräsident aegen 12.30 Uhr das Stadion und kehrte in sein Haus zurück. Als Vertreter der Reichsregierung wohnte Reichswehr mini st er Dr. Gehler der Veranstaltung bei.

Die Verminderung der Vesatzungslasten.

Ein hessischer Schritt bei General Guillaumat.

Mainz. 3. Oft (TU.) 3m Auftrage der hessi­schen Regierung hat sich am Samstag der Landes- fommifiar für die befehlen hessischen Gebiete. Pro- vlnziatdirektor Dr. U 11 n g e r, zu dem Oberbefehls­haber der Befafjungsarmee, General Gui11au - mal, begeben, um ihm die Wünsche der Bevölke­rung des befehlen hessischen Gebietes für die bevor­stehende Verminderung der Besahungslruppen zu übermitteln. Der General bekundete fein Verständnis für die Dünsche und insbesondere für die Dünsche der Stadt Main; und versprach, sein Möglichstes zu tun, um Erleichterungen zu schaffen, so­weit die militärischen Nolwcndnkcilcn in der a m läng ff en befeljten dritten Zone es zuließen.

Der Außenminister beim Reichspräsidenten.

Berlin, 3 Okt. (WB.) Der Reichspräsi- deut empfing heute den Reichsminister des Aus­wärtigen, Dr. Stresemann, zu einem ändert- halbstündigen Dortrag über die letzte Tagung des Völkerbundes und die damit zusammenhängen­den Fragen.

Ems Länderkonferenz.

Tic Besprechung

der inncrpolitijchcn Aufgaben.

Berlin, 3.Oft. (WD.) Unter dem Vorsitz dcs Reichs kanzlers fand heute nachmittag in der Reichskanzlei eine eingehende Aussprache der Mitglieder der Rcichsrrgierunq mit den in Derlin anwesenden Staats- undMinister- Präsidenten der deutschen Länder über eine Anzahl der bedeutendsten schwebenden politischen Probleme statt. Es herrschte Heber- elnftimmung darüber, die eben beginnenden Be­ratungen dcS Reichsrates über DaS Schulge - fev, die Besoldungsreform und das Liquidationsschädengesetz allseitig so zu fördern, daß die entsprechen >en Verhandlun­gen des Reichstages wie beabfi j)tigt am 17. d. M. beginnen können. Die weiteren Beratungen mit den Vertretern der Lander führten zu einer grund- sählichen Erörterung des staatsrechtlichen Verhältnisses zwi ch:n Reich und Ländern. Angesich's der großen und geradezu ausschlag­gebenden Bedeutung dieses Problems, wurde eine Sondersitzung von Vertretern der Reichs- und der Länderregierungen in Aussicht genommen. Tie Beratung aus dieser 6on'.:rtaßung soll durch JMcrate und Korreferat: auszelülll werden. 3n ber Sinzelberatung standen schließlich die Be- lolöungercform und das Steuerrah­me n g e s e tz Im Vordergrund der ör -rLrungen. Die eingehende AuS*prach> dien'e der gegen­seitigen Orientierung über die verschiedenen Aus­lastungen. Belchlistse wurden nicht ge'aht

Heber die Aussprache erfährt der ..Lokal- anwgtr noch, daß Pie JnauSlichtnahme einer Sondersitzung von Vertretern der Reichs- und c*- Ländert qierungen mit besonderer Rücksicht au die BelvldungSreform erfolgt fei r.e Veuw-llaltuna der Beziehungen zwischen Reich und Ländern fei in man. crlei Gestalt benf- bar. S e könne durch e.ne Vcrfattuna»^.n>erung oder aver durch eine Aen.erung des F.nanz. aue-al:lchs vorgenommen werden WaS d.c Be- oldungsreform antetri'tt. so vertreten nach w.e

e Länder den Standpunkt, daß he be; Durchführung der Re'orm vom Reich unter­

stützt werden mühten. 3n der gestrigen Be­sprechung soll sich die allgemeine Ueber-,eugung ergeben haben, daß den Ländern doch irgendwie geholfen werden müsse. Weitere Beratungen würden bereits morgen in einer neuen Kon­ferenz beginnen, zu der der preußische Fi­nanz m i n i st e r die Finanzmimster der ande­ren Länder eingeladen habe. Das Steuer- vereinheitlichungsgesey wird voraus­sichtlich nicht so rasch erledigt werden können. Gegen das Gesetz liegen vor allem schwere grundsätzliche Bedenken der süddeutschen Länder vor. Das Liquidationsschädengesetz hingegen dürfte im Reichsrat wahr'cheinlich eine große Mehrheit auf dem Boden der Reg.erungs- vorige finden. Bon Bedenken des Reparations- agenten gegen daS Gesetz ist den zuständigen Stellen nicht- bekannt.

Die Modernisierung der Reichspost.

Eine Rede dcs Rcichspostministers.

Berlin, 3. Ott. (Wolff.) 3n der Berliner Universität wurde heute die 8. Post- und Zele» graphenwissenschaftliche Woche der DerwalttmgS- akademte Berlin durch den Reichspostminister Dr. S ch ä h l mit einer Ansprache eröffnet, in der er auSführte: DaS oberste Ziel der Refvrmarbeit der Deutschen ReichSpost ist die M o d e r n i s i e - rung von Verwaltung und Betrieb, Hebung der Qualität und Quantität der Arbeits­leistung. An Stelle deS geistlosen DienftvollzugeS muh die Erkenntnis der inneren Zusammenhänge treten und jeder Beamte muh die Verhältnisse der eigenen Verwaltung, das 3neinanZ>ergreifen der einzelnen Betriebs- und VeNvalttrngsVor­gänge innerlich erfassen. Darüber hinaus muh das Personal unterrichtet sein über die Verhält­nisse und die engen Zusammenhänge, die die ReichSpost mit der allgemeinen Wirtschaft und dem Dolksganzen verbindet. Die Verwaltung wird alles tun, um die Dien st­und LebenSbedingunaen des Personals zu ver­bessern durch Schaffung günstiger Arbeitsver­hältnisse, durch angemessene Gestaltung der Auf- rückungsmöglichkeiten und durch Herbeiführung einer ausreichenden Entlohnung

Diener und nicht Vevormunder des Volkes.

Berlin, 4. Olt. (Priv -Tel.) Tei der Einführung des neuen Oberpräli^e-tten der Pro­vinz Sachsen in fein Amt durch hm preuhi- fchen Minister deS 3nnem Grzesinski sagte dieser in einer Ansprach? an den neuen Ob.r- Präsidenten u. a.: Sie sind der S aatdvegienmg dafür verantwor lich, daß sowol'l die eigene Ver­waltung, wie die V.wwaltun^e', deren Ober­aufsicht 3hnen oblieg', in den von der Staats­regierung für erforderlich gehaltenen politi­schen Sinne geführt werden. B.i aller Wah­rung der Staa^saulorität muß aber gerade der Oberpräsident dafür sorgen, dah die Behör­den sich stets bewußt bleiben, Diener und nicht Devormunder deS BvlkeS zu sein.

Hessische Landeskirche und Reichsschulgesetz.

D a r m st a d t, 3. Okt. (Prio.-Tel.) Hier hielt dieser Tage der Religionslehrerausschuß der ev. Landeskirche in Hessen eine Be­ratung ab, um zum Reichsschulgesetz Stellung zu nehmen. Der Ausschuß umfaßt Lehrer an Volks- und höheren Schulen. Es wurde einer Entschließung zugestimmt, daß allen Ländern, in denen zur Zeit Simultan- oder christliche Gemein­schaftsschulen bestehen, das Recht gegeben werde, diese Schulen u n b e s r i st e t zu behalten.

Die La^dlagskandidaten des gen rums.

Der LaudeSausfchuh der Landesorganisation der hessischen Zentrumspartei hat in einer Sitzung vom 28. ds. Mts. in Mainz die Vominie- rung von 28 Kandidaten beschlossen. Ober- Hessen ist vertreten durch die Namen: Weck­te r, Landwirt in Rosenberg. Dr. Roh köpf, Deterinärarzt in Gießen, Schmidt, Arbeiter in Harheim.

Schulgeldfreiheit in den französischen Mittelschulen.

Paris, 3. Oft. (WB.) 3n Lyon kündigte Unterrichts Minister H e r r i o t an, daß et in den Mittelschulen den kostenfreien Unter­richt e'.nzuführen gedenke. Gr werde einen ent­sprechenden Gesetzentwurf dem Finanzausschuß der Kammer vvrlegen. Die für den Staat sich ergebenden Mehrkosten würden e wa 58 Mil­lionen Franks betragen.

Kunst und Wissenschaft.

Professor Einthoven geflotben.

Dieser Tage ist im Diokonissenhaus in Lei­ben der bekannte Physlolog: und Mediz ner i Prof. Einthoven im 6c. Lebensjahre ge­storben. Einthoven hat sich besonders durch die Untersuchung beS Hew-schlagS ver'i.nt ge­macht. Zur besseren Durchs.ihrunq dieser Unter­suchungen erfand er im 3ahre 1913 das Saiten- golvanometer. Für d.ese Erfindung, an deren Vervollkommung er viele Jahre gearbeitet hat, wurde ihm Im Jahre 1924 der Nobelpreis f ü r Heilkunde und Physiologie ver­liehen. Der Verstorbene war auch Mitarbeiter verschiedener wissenschaftlicher Zeitfchriften.

Aus aller Wett.

Drei Arl e ler vom Starkstrom gelötel.

In Flein (Württemberg) tarnen drei Elektro monteure dcs Kraftwerks Alt Württemberg beider Legung einer elektrifchen Anschluß leitung in einem Kellcrneubau mit dem Strom in Berührung und wurden sofort getötet.

Ein lobenswertes Beispiel.

Wie die Telunion erfahrt, ha: daS preuh St-a em niftcrium den 3n:mt uin.ftet ennächligt. R e i ch s crnährungSmintster a D. Dr HaSlinde zum Landrat im K reife ArnSb^erg zu beru en Dr. Haslmde der vor feiner Dätigkrit als Reg:erungsprUidenr von Münster neun Jahre lang Landrak von AnrS- berg war, hat sich wiederholt um Zuteilung eine< ^nDratspo' ens beim Innenminister um bemubt Dr Haslinde habe zur Begründung

feines Wunsches u. a. darauf hingewiesen, dah er im Hinblick auf feine jungen Jahre noch ctwaS für f e i n e P e n f i o n tun und sie nicht umsonst haben wolle.

Eia Wetteffer.

infolge einer Wette vertilgte ein junger Mann in einem Kreuznacher Gasthauke im Zeit­raum von nur 6 Minuten (8 Minuten waren an- gesetzt): Eine Portton Schwarccmagen und ein Rippchen mit Wecken, ein Rumsteak mit Zu­behör, 12 gebackene Eier und als Dcisert ein Mohrenköpfchem Das Ganze übergoß er mit Zwei Glas Bier. Aus d'.e Frage, was er noch in den fehlenden 2 Minuten .veri.lgen" könne, meinte er gelassen: .Eine Portion Spansau". Wohl bekomms!

Gift-Ringe gesucht.

Eine der neue ft en Sammlermvden. die in Eng­land aufgekommen ist, besteht in der Sucye nach echten alten Giftringem Diese graunjen Erir.nv- rungen an die Hochblüte des Giftmordes im Mittelalter und in der Renaissance sind sehr selten zu finden, werden aber doch noch h er und da in Antiquitätenläden, besonders in Italien, entdeckt und kommen auch bisweilen zur Ver­steigerung, wo sie dann sehr hohe Preise bringen. Der berüchtigte Ring, der nach der Ueberliefe- rung Cesare Borgia, dem Uebermenschen der Renaissance, gehört haben soll, befindet sich in einer englischen Sammlung. Er wurde vor mehr als einem 3ahrhundert crtOQrben und wird heute sehr hoch bewertet. Es ist das typische Beispiel eines venezianischen Giftringes, ein goldener Reif mit schöner Smoilverzierung, der ein kleines er­habenes Siegel trägt, aus dem der Name Borgia eingraviert ist. Unter diesem Siegel befindet sich ein winziges Behältnis, daS mit Hilfe eines Schiebers leicht geöffnet und geschlossen werden kann. 3n diesem kleinen Fach soll der Sohn deS Papstes Alexander VI. di« tödlichen Giftpillen verborgen haben, die er unbemerkt aus dem Ring in das Weinglas seines Feindes gleiten lieh, den er töten wollt«. Sin anderer historischer Giftring soll aus dem Besitz des PapsteS Alexan­der VI. selbst stammen: «r ist in der Form eines alten römischen Schlüssel-Ringes gehalten. Diese Ringe, die als Schlüssel benutzt wurden, be­standen manchmal auS schwerem Gold, häufig aber auch aus Eisen und anderen Metallen, xmb werden jetzt in italienischen Antiquitätenläden eifrig ausgespürt und hoch bezahlt. Der Schlüssel steht in einem rechten Winkel von dem Rirrg ab. Der Schlüsselring des PapsteS Alerander war innen hohl und formte mit einem flüssigen Gift gefüllt werden: ein (eifer Druck setzt« eine 5cter in Bewegung, die die Spitze einer hohlen Nadel hervortreten ließ. Wemr der Papst einen Be­sucher ins Jenseits befördern wellte, dann lud er ihn ein, irgendwelche neuen Kunftschätze zu bewundern, die sich in einem Schrank branden. Er händigte ihm dann ö».*n Schlüsselring ein. damit er hen Schrank öffnen könne. Da das Schloß nicht leicht nachgab, mußte der ahnungs­lose Gast mit dem Schlüssel fest auf drücken: da­durch wurde die Nadelipihe hervorgeschoben, die nun leicht di« Haut riy.e und ein panr Tropfen des GifteS in die Blutbahn eindringen lieh, die sofort den Tod herbeiführten. Bei der Suche nach Giftringen muß man sich vor diesen Schlüsselringen m acht nehmen, beim es ist durchaus nicht unmöglich, dah sich noch etwas Gift in dem hohlen Schlüssel befind, und daß durch die verrostet« Nad«l ein« gefährliche Ver­wundung hervor gerufen wird.

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Der skandinaolfche lieft)rurfmirbd ijt noiboft- wärts weitergezogen. Unter dem Ei'ns.uh feiner RückseitenentwirkunA brachte er nur noch an der Nord- und Dftfeefuftc N ederlchläae In unserem Gebiet dagegen hat sich im Laufe des gestrigen Tages unter weiterem Druckanstieg die Wetterlage beruh gt und die Bewölkung ist zurückgcgangen. In- folge der klaren Nacht sanken die Temperaturen sehr stark und erreichten die Gefricrounttsnähe Ein schmales Hnch^ruckbond erstreckt sich heute morgen m t über 770 Mill meter Luftdruck von Island süd­wärts über Schweden, (Enpfani> und nach Tt ttel» j europa hin. Mit weiter aufheiterndem und durch, weg trockenem Weiter ist zu rechnen

Wettervoraussage: Weiterhin nachts klar und kühl, morgens stellenweise Nebel, tagsüber aufhei- lernt) und trocken

Witterunasaussichten für Donnerstag Zeitweise wolkig, wärm r und meist trocken

Lufttemperaturen am 3 Oktober mitt as 14 2 Grad (TeTius, abends *> Grad Celsius, am 4 Oftober , morgen? 2,1 Grad Celsius Erdtemperaturen in 10 Zentimeter liefe am 3. Oktober: abends 12,3 Grad Celsius am 4 Oktober: moraens 7 3 Grid Celsius M -rimum 14 Grad Celsius. Minimum 0,8 Grad Celsius Sonnenichemdauer: 7H Std

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