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Nachdruck verboten.

ß. Fortsetzung

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Roman von Sven Elve st ad. Copyright bei Georg Müller, München.

Die sagen nichts."

Warum nicht?"

Weil alle örei schlafen", erwiderte die Stimme. Krag beschränkte sich darauf, zu fragen:Sind aufs Bureau gebracht worden?"

Ja, in diesem Augenblick."

außerdem ein unbetonter Mann, der Ihnen auf­fallend ähnlich ist. Er ist gefesselt."

'Aber wo ist der vierte ?"

Das weiß ich nicht."

Was sagen denn aber die Kriminalbeamten, die im Wagen saßen?"

Auto gekommen waren, ließen das Ganze sehr selt­sam erscheinen.

Asbjörn Krag gab keine näheren Erklärungen: aber er war sehr ernst, als er die drei Schlafenden untersucht hatte. Der Italiener schien den tiefsten Schlaf zu haben. Krag rüttelte die Leute mehrmals mit der größten Heftigkeit, doch das schien voll­kommen an ihrem Bewußtsein vorbeizugleiten. Sie schliefen gleich rrchig weiter.

Dann ließ Krag einen angesehenen Arzt benach­richtigen, der bekannt war wegen seiner Unter­suchungen über Narkose und Gifte. Es war ja ganz deutlich, daß hier eine eigentümliche Vergiftung vorlag. Sie äußerte sich auf eine Weise, wie Krag sie in seiner früheren Praxis noch nie beobachtet hatte: und da der Atem der Schlafenden geruchlos war, konnte er die Ursache der Betäubung nicht näher bestimmen. Es fiel ihm jedoch sofort auf, daß auch der Italiener nicht nur die beiden Polizei­beamten der Schlauheit des alten Herrn zum Opfer gefallen war.

Während man auf den Arzt wartete, blieb nichts anderes übrig, als den Chauffeur zu verhören. As­björn Krag erkannte ihn sofort wieder. Es war ein älterer Mann, der ihn früher häufig gefahren hatte und der von Hause aus Droschkenkutscher gewesen war. Daß irgendeine Verbindung zwischen diesem Ehrenmanne und der phantastischen Plünderer­bande bestand, schien ausgeschlossen. Der Chauffeur war außerdem selbst so unglücklich und überrascht, daß es schwer war, ihn zu einer Erklärung zu ver­anlassen.

Er hatte während der ganzen Fahrt nicht das geringste bemerkt.

Aber warum sind Sie so langsam gefahren? Oder haben Sie unterwegs einmal angehalten?" fragte Krag.

Das beantwortete er auf folgende Weise: Er sei so langsam gefahren, weil er gesehen habe, daß ein kranker, älterer Mann mit im Auto saß, und weil er die Leiden des alten Mannes nicht habe ver­mehren wollte, indem er schneller dahinratterte, als notwendig war. Er habe unterwegs keinmal an­gehalten.

Ob er unterwegs Schreie, Lärm oder Aehnliches gehört habe?

Nein, nicht das geringste. Alles sei vollkommen ruhig geblieben. Und er sei sehr erstaunt gewesen,

Mo sitzen?"

Gewiß."

Es sind aber nur drei drin. Und die--"

Wie sehen die drei aus?" unterbrach Krag.

Erstens sind's unsere beiden Beamten. Und

Gichmer 'S.*®. 1877: liüravc tz.v. 'M hm erste Romtf inub vom Wer vor dm Ziel fo. v. 1877 mit Undine zen Schilderung wird ausgeschlossen, ter ein Mine. Offenbach und mordnet. Ser Mte die ganze 20WW i. 1877 (Ludwig Klaus. Iüllcr. Willi Schmu». 4 Willi Michel, Curt W ücgl durchwegs

^EchmUlaun freu« Xn sich in zorniges. L-W

!tter Führung, die von 1000 Meter ab immer ^geprägter wird. 3n schneidigem Zug gewinn! ।c-fecn das Rennen mit 2Vr Längen Vorsprung )|Cr vor der Offenbacher Andine. deren Mann­et an Kräften mindestens der Gießener Mann­est gleich, vielleicht sogar noch etwas über- ist. Der Sieg der Gießener ist in vollem

ik wiener gutzdaller in Siegen.

L. lieber dem schönsten Gießener Sportplatz, ^ldsporiplatz des V.f.D.. lag am Samstag- -sad feierliche Stille, als Musikklange das Em° ßfen der Wiener Fußballspieler anlundigten. Mrmischer Beifall setzte ein. afö bie beiden Mannschaften, an der Spitze die Wiener Gaste, 15 Spielfeld betraten. Dieser starke Beifall der us allen Bevölkerungskreisen zusammengesetzten utzerordentlich starken Zuschauermenge bewies, 3 das so oft betonte ZusammengehorigkertL- -s-'chl der Deutschen und Oesterreicher eine aus -i7 Rot der Zeit heraus entstandene Herzens- c^elegenheit ist, die alle politischen und wirt- östlichen Richtungen in gleicher Weise ergriffen it Die stürmische Begrüßung galt in erster iimie den Angehörigen einer stammverwandten >. lion, und war eine würdige Einleitung dieses .r die Anschlußbewegung bedeutungsvollen Er- -Misses. Heute kann gesagt werden, daß die l^anstaltung nach dieser Richtung em voller üfrlg war, nachdem sich die Wiener die Zu­ckung der Anwesenden im Sturme erobert allen.

Auch die 220 Yards sah deutschen Läufer in Front. H vor dem Engländer Butler, der, im Zwischenlauf von Schüller geschlagen, in der Entscheidung diesen auf den dritten Platz verweisen konnte. Körnig war wegen einer Fußverletzung nicht gestartet.

Vier deutsche England-Meister.

Großer deutscher Erfolg bei den englischen Leichtathletikmeisterschaften.

Der deutschen Leichtathletik hat die Beteiligung an den diesjährigen internationalen Meisterschaften von England in Stamford Bridge einen ganz her­vorragenden Erfolg gebracht. Vier Deutsche sind internationale Meister von England geworden, weiterhin brachte der Samstag den drei deutschen Teilnehmern noch zwei zweite und drei dritte Plätze.

Die 100 Yards gewann Körnig in 10z Sek. vor seinem Landsmann Houben. In Anbetracht der ungünstigen Bodenverhältnisse ist die Zeit sehr gut zu nennen. Den dritten Platz belegte der Engländer Hedge vor dem Neger London, der im Vorjahre Zweiter hinter Corts geworden war.

zeigte weit bessere Leistungen. Leider beeinträch­tigte die immer stärker einsetzende Dämmerung die Durchführung und Beobachtung des Spiels, das mit einer Sensation enden sollte: Eine Minute vor Schluß erzielte Gießen sein Ehrentor. Selbstver­ständlich hätten die Wiener dies auch verhindern können, sic setzten aber hiermit ihrem sportlichen Anstcmdsgefüht die Krone auf. Der unmittelbar fol­gende Schlußpfiff des Schiedsrichters Ruppel (Gießen) machte einem der interessantesten Spiele ein Ende.

Während des ganzen Spiels konzertierte die Ka­pelle des Reichsbanners. Am Abend schloß sich zu Ehren der Gäste im Gewerkschaft-Haus ein Kom­mers an, bei dem in Rede und Gegenrede die cm- geknüpften Freundschaftsbande noch enger geknüpft wurden.

Wie verlaute!, besteht die Möglichkeit, daß die Wiener bei ihrer Rückreise am Dienstag, 12. Juli, nochmals hier spielen werden. Falls das Spiel zu- standekommt, soll die Bezirksmannschaft der Geg­ner sein.

Dobermann rechtfertigte im Weitsprung die in ihn gesetzten Erwartungen, ohne allerdings seine bisherige Bestleistung zu erreichen. Ziemlich knapp siegte er mit 7,30 Meter vor dem Schweden Svensson. 7,28 Meter und dem Holländer Peters 7,27 Meter.

Die halbe Meile gewann erwartungsgemäß Dc. Peltzer startete nicht dec Engländer Lowe in 1:54,8 vor Griffith-England und dem Franzosen Baraton.

Eine knappe Niederlage Bochers brachte das Meilenlaufen, das E l l i s - England in 4:17 knapp vor dem Deutschen gewann.

Der Sieg Brechenmachers im Kugelstoßen brachte Deutschland den vierten Meistertitel. Die üeiftuirg Brechenmachers mit 14,17 Meter (46 Fuß, 5i Zoll) ist allerdings nicht besonders überragend. Solling«r-Darmstadt wurde mit 13,63 Meter (46 Fuß, 8i Zoll) Dritter.

Im Hammerwerfen konnte Mang-Regensburg immer-hin den dritten Platz hinter «em Schweden Skoeld, der ein« Leistung von 50,28 Meter erzielte, und dem bekannten Engländer Notes belegen.

Das Diskuswerfen brachte Hoffmeister nicht den erwarteten Erfolg. Er erreichte nur 42,32 Meter und belegte damit den dritten Platz. Sieger wurde der Ungar Marvalits mit 44,44 Meter.

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daß niemand aus dem Automobil ausstieg, als er vor dem Polizeigebäude anhielt.

Einer der Kriminalbeamten, die die schlafenden Leute aus dem Wagen herausgeholt hatten, sagte aus, die beiden Beamten hätten auf dem Rücksitz gesessen, jeder bequem in seine Ecke gelehnt. Es sei genau so gewesen, als hätten sie sich mit Absicht so hingesetzt, um zu schlafen, und es habe durchaus nicht ausgefehen, als ob sie überrumpelt worden wären. Der Mann mit den Handfesseln habe längs des Vordersitzes ausgestreckt gelegen. Er schien sich hingelegt zu haben, um den Schlaf recht in Frieden tzn genießen.

Während man diese Mitteilungen erörterte, kam der Arzt.

Er untersuchte die Schlafenden sehr sorgfältig, gelangte aber nicht sofort zu einem Resultat. Ob­schon er eine bestimmte Ursache zu wittern schien, bat er doch darum, das Automobil zu sehen, bevor er seine Schlußfolgerungen mitteilte. Das Auto­mobil wurde auf den geschlossenen Hof des Polizei­gebäudes gefahren, und die Untersuchung begann. Asbjörn Krag wohnte ihr bei.

Die feine Nafe des Arztes fing sofort einen bet stimmten Geruch auf.

Kampfer", murmelte er.

Auch Krag merkte jetzt einen schwachen Kamp­fergeruch.

Aber Sie müssen doch zugeben, Herr Doktor," bemerkte der Detektiv,daß Kampfer allein nicht ein solches Resultat zuwege bringen tonn."

Sicher nicht: aber Kampfer hat einen starken Geruch. Er kann hinzugesetzt worden sein, um einen anderen, schwächeren, zu verbergen."

Asbjörn Krag mußte die Berechtigung dieser Ueberlegung zugestehen, und beide kehrten zur Wachtstube der Kriminalpolizei zurück.

Nun machte der Arzt sich mit den Schlafenden zu schaffen. Er spritzte ihnen ins Handgelenk ein BA iebungsmtttel ein, das bewirkte, daß sie sich endlich bewegten und einige unverständliche Worte mur­melten. Endlich erreichte er es mit feinen VeH suchen, daß der eine der Kriminalbeamten die Augen öffnete, bann aber schnell wieder fcWofj.

Dieser Augenblick genügte dem 2frat aber. Haben Sie feine Augen gesehen? rief er.

Ja", erwiderte Krag erstaunt.Sie schienen mir gelblich zu sein." (Fortsetzung fbkgtr)

D.T.-Fechtmeisterschasten.

Während der erste Tag der Fechtmeister schäften der Deutschen Turnerschaft in Leipzig in den Florett­kämpfen dem vorjährigen Meister Löffler ein« Niederlage durch Thomson brachte, war Löffler am Samstag in den Säbelmeisterschaftskämpfen er­folgreicher. Mit 10 Siegen gewann der Frankfurter die Säbelmeisterschaft glatt vor Dr. Hoops- Ber­lin und den Chemnitzer P o st e l, die je acht Siege errangen.

Die Ergebnisse: Säbelmeister der D. T. 1. Löff­ler- Frankfurt a. M. 10 Siege: 2. Dr. Hoops- Berlin 8 Siege: 3. Postel-Chemnitz 8 Siege: 4. Ja­cob Frankfurt a. M. 7 Siege: 5. Dr. W. Schöndube- Franksurt a. M. 7 Siege; 6. Büdinger-Frankfurt a. M. 6 Siege; 7. I. Thomson-Offenback 6 Siege; 8. F. Schubert-Leipzig 4 Siege; 9. Prause-Chemnitz 4 Siege; 10. Bechstein-Leipzig 4 Siege; 11. Tritt Hase- Jena 1 Sieg: 12. Kronenberg-Barmen 1 Sieg.

in-g einfach über die Kräfte der Mannschaft. Nicht i loben, weil vermeidbar, war die zu Beginn des op iels zu beobachtende Unruhs bei den Gießenern. Li'wohl die Oefterreicher direkt vom Bahnhof nach «ft 24ftünÖiger Bahnfahrt zum Spiel antraten, nicht« die Mannschaft einen bemerkenswert frischen Cinörucf; anzunehmen ist aber ganz bestimmt, daß !ii> Leistungen noch um vieles besser gewesen wären.

Kleinkaliberschietzsport in Gietzen.

Vor einigen Tagen fand auf dem Klcinkaliber- schießstand am Bergwerkswald zum ersten Male das akademische Kreisschießen um die Kreis­meisterschaft statt. Von ben 10 bisher diesen Sport pflegenden Verbindungen hatten sechs^gemeldft, jo daß ein recht lebhafter Kampf um den Sieg einsetzte.

Die Kreismeisterschaft im Mcmnschafts- schießen errang die Mannschaft der Burschenschaft Germania mit 298 Ringen. Ihr fiel der herrliche Wanderpreis des Rektors der Universität sowie eine Ehrenurkunde des Verbandes Hess. K. K.-Schützen- vereine zu.

An zweite Stelle trat die Mannschaft des Win­golf mit 249 Ringen. Auch ihr wurde ein schöner Preis, von Sportfreunden gestiftet, zuteil.

Die Einzelkreismeisterschaft errang stuck, jur. Heinz Sah m, Burschenschaft Germania, mit 81 Ringen. Er erhielt den von den 'Alten Herren hiesiger Verbindungen gestifteten herrlichen Wander­preis nebst Ehrenurkunde des Verbandes.

Den zweiten Platz hierin belegte stuck, (orest. Rudolf Böhm, Korps Hubertia, mit 79 Ringen. Auch ihm fiel ein von Sportfreunden gestifteter schöner Preis zu.

Den 3. Preis, Ehrenurkunde des Verbandes, er­rang stuck, med. vet. Hans Barnias, Adelphia, mit 76 Ringen.

In Anbetracht dessen, daß erst Anfang Mai mit dem Schießen begonnen wurde und die Bedingung, je drei Schuß liegend freihändig, kniend und stehend freihändig nicht leicht waren, muß man diese Er­gebnisse als gut bezeichnen.

Vor allem aber hat das Verständnis für diesen wichtigen Sport in der hiesigen akademischen Jugend Fuß gefaßt. Er wird sich immer mehr ausbreiten, je mehr die Fertigkeit und mit ihr die Lust wächst. Hierauf deuten sichere Anzeichen hin. Sehr wün­schenswert märe es, wenn auch die Alten Herren die Lust und Liebe zu diesem uns Deutsck)«n so sehr liegenden Sport in ihren Verbindungen weckten und so ein gut Teil vaterländischer Arbeit leifteten. Un­sere Jugend, unsere Zukunft, bedarf der Anleitung, ja sie verlangt direkt nach ihr. Hier könnte noch der Lehrkörper der Universität, vor allem der akademische Ausschuß für Leibesübungen, Gutes wirken, wenn er das Interesse an diesem Sport, der auf dem besten Wege ist, ein wahrer Volkssport zu werden, mit in die akademische Jugend pflanzen und sich zu diesem Zwecke mit den berufenen Kräften in Ver­bindung setzen würde.

Tennis,

Gießener Tennis-Club 1922Tennis-Club Bad- Homburg 16:8.

Bor einigen Tagen fand das Rückspiel der beiden Clubs statt. 3n Anbetracht dessen, daß Honrburg mit einer stark geschwächten 1. Mann­schaft antrat, nahm auch Grehen in letzter Stunde noch eine Umstellung seiner Mannschaft vor, in­dem man den Gästen eine durch 2 Herren und 4 Damen der 1. Mannschaft verstärkte 2. Mann­schaft gegenüberstellte. Trotzdem siegte der Gieße­ner Ctob mit 16:8 Punkten und 280:208 Spielen ganz überlegen.

FUnsch in Amsterdam siegreich.

Zur Internationalen Ruderregatta auf der Arnstel in Amsterdam startete der Deutsche Einermeister Walter Flinsch (Frankfurter R. V. 65), der am Samstag im Lauf gegen Spaarne (Holländische R. Dg.) klar mit zwei Langen Vorsprung in 6:31 (für 1650 Meter) siegreich blieb.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(2luß ver .Radio-Umschau")

Dienstag, 5. Juli.

15.30 bis 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Reue Tanzmusik. 17.45 bis 18.15 Uhr: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.45 Uhr: Uebertragung von Kassel: Dr. Ernst Dippel sprichtVon fernen Sonnen". 18 45 bis 19.15 Uhr: Funkhochschute:Vorteile und Fehler in der Gesundheitspflege des Kindes", Vortrag von ; Dr. Julius Merken. 19.15 bis 19.45 Uhr:Betriebs­wissenschaft in Post und Telegraphie", Vortrag von Postrat Dr. Karli. 19.45 bis 20.15 Uhr:Ste Be- t ziehung der wandernden Kälte- und Wärmewellen ; zu Verkehr und Wirtschaft", Vortrag von Dr. F. ! Mahrt. 20.15 bis 21.15 Uhr: Konzert des Amar- Quartetts. 21.15 bis 22.15 Uhr: Schweizer-Lieder. Anschließend: Volksliederstunde.

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Vierer: Das Äen« er bei 1800 Meter, also »egen Kollision zwischen und Äv. Kassel abge- Srier unterivegs auf« ein neuer Statt bei Sauf wird von Undine ewvnnen, während Rv.

1. Kölner D. v. 1877: iravÄmrg: 6.32; 3. Sun« . Lei 1000 Meter liegt m Müer Stelle Sim- scharfer Kampf zwischen >ie Spitze ein, während Kennen wird schließlich Sntfampf mit hapW

Negenjchwere Wolken bedeckten den Himmel, sie ttmvsachten zwar «in« früher einsetzende Dämme- Eg, hielten ihre Schleusen aber während des gan= p Spieles geschlossen. Die Jugendspieler Wiesecks räi Gießens, die vorher ein Spiel austrugen, wur- tn nicht so rücksichtsvoll behandelt, hier machten sich <c in kurzen Zwischenpausen erfolgenden, mitunter :dit empfindlichen Regengüsse störend bemerkbar, as sonst in tadelloser Verfassung befindlich« Spiel- 1t. erhielt dadurch eine die Spieler stark beem- uffenbe Glätte. Auch diejenigen, die die Veranstal- iit$ vom rein sportlichen Standpunkt aus betrach- tten," dürften angesichts der ganz hervorragenden cismngen der Wiener voll und ganz auf ihre Rech- jitg gekommen fein. Vorweg muß gesagt werden, dieses Spiel nicht vom Gesichtspunkt eines Wettspiels aus betrachtet werden tonn, denn das wr es nicht. Es war vielmehr eine voll gelungene lemonstration für die Arbeiterfußballbewegung, bei w gezeigt werden sollte, daß man Fußball auch ne den ausgesprochenen Kampfcharakter spielen htm, daß es Möglich ist,"Fußball nur zuspielen", ijne UeberHebung kann gesagt werden, daß ein fferer Interpret dieser Spielfultur noch nicht in fließen war. Wie zu erwarten roar, offenbarte sich e Wiener Mannschaft mit geschlossenen, einheitlichen eftungen, die weit über das übliche Maß hinaus- aßten. Stellungs- und Zusammenspiel maren glän- ,nd, das Täuschen und Umspielen des Gegners, ÄllbeHandlung aus allen Stellungen und die Sicher­et in der Abwehr waren verblüffend. Die ganz im xmne des hervorragenden Spiels der Wiener ithendcn Zuschauer spendeten denn auch lebhaften sciiall. Ganz außerordentlich gute Leistungen zerg- tn der Halbrechte, Halblinke und Linksaußen. Der lorrhüter hatte sehr selten Gelegenheit, sein Können 1 zeigen, das wenige, was er zu halten hatte, be- 'ies seine gute Klasse. Der Aufbau und die Durch- iibrunq der Angriffe, di«, wenn es gewollt wurde, k;s mit einem 'prachtvollen Torschuß endeten, zeig- tn eine reife Auffassung des Fußballspiels. Eine i'vz besonders hervorstechende Eigenschaft der Wie- er Mannschaft war deren absolute Ruhe und die Ishtung des Gegners als Freund, das auch bei den < ührlichsten Situationen nicht aus dem Auge ver- ren wurde. Der Reiz des Spieles wäre selbstver- smdlich ein erhöhter gewesen, wenn den Wienern n stärkerer Gegner gegenübergestanden hätte. Da­nit sott nicht gesagt werden, dciß Gießen enttäuschte, (liegen hatte sich aufopfernd und unter größter Etiergieentfaltung gegen die zu erwartende Nieder- günstigeres Resultat herauszuholen, c die Kräfte der Mannschaft. Nicht

Und sie schlafen immer noch?"

Ja, es ist unmöglich, sie zu wecken. Es scheint ein gesunder, tiefer Schlaf zu sein. Ihre Atemzüge sind normal, und in ihrem Aussehen ist nichts Ungewöhnliches. Aber es ist unmöglich, sie wach zu machen."

Dann komme ich gleich hin", sagte Krag.Be­halten Sie den Chauffeur dort und lassen Sie das Auto unten warten."

Schon! Aber was sollen wir mit den dreien anfangen?"

Lassen Sie sie schlafen", erwiderte der De­tektiv.

Der Polizeichef stand schon an der Tür, unge­duldig darauf wartend, daß das Telephongespräch beendet würde.

Krag grüßte zum Abschied den Amerikaner kurz und sagte, er werde ihm später den Zusammenhang erklären. Der Amerikaner schob ihn bloß mit den Händen hinaus und bat ihn, sich zu beeilen.

Während der ganzen Fahrt schwieg Krag und betrachtete aufmerksam alle die Menschen, die auf der Straße gingen oder vorbeifuhren.

Als der Wagen vor dem Polizeigebäude hielt, bemerkte er, daß ein Kriminalbeamter an dem gelben Automobil Wache hielt.

Und als er das Wachzimmer betrat, sah er die drei schlafenden Männer daliegen, jeder auf einem Sofa. Ihre Gesichtszüge waren ruhig und friedlich, und ihre Wangen mar;n gerötet, wie bei Kindern, die den Schlaf der Unschuldigen schlafen.

Im übrigen herrschte große Verwirrung in den Amtsräumen. Man wußte ja nicht, um was für ein Verbrechen es sich fjter handelte: und die drei schweigenden, schlafenden Männer, die mit dem

Nein", erwiderte die Stimme.Es scheint nicht Ice r zu sein. Mir kommt es so vor, als sähe ich funkle Gestalten darin, aber sie sitzen ganz still Jlfta, jetzt steigt der Chauffeur vom Kutschersitz linab. Jetzt will er die Tür öffnen. Aber er zögert, fes ist, als erschräke er über etwas. Er sieht sich in» sieht hier zum Bureau herauf. Jetzt legt er !)ie Hand auf den Türgriff."

Krag beugte sich über den Telephontisch vor, so rinrig war er. Und er rief eindringlich in das Tele-

Ijm hinein:

Laufen Sie sofort hinunter und sehen Hie, was ni gibt! Nehmen Sie ein paar Beamte mit! Ich paarte hier am Telephon."

Krag wartete in höchster Spannung. Sein Gesicht -ug den Ausdruck schmerzlicher Ueberraschung und iTegung. Der Polizeichef ging zu ihm und sah ihm fragend ins Gesicht.

Es muß etwas geschehen sein!" sagte Krag.

Etwas Entsetzliches?" fragte der Chef.

Krag schüttelte bloß den Kopf.

Die ganze Gesellschaft wartete nun schweigend (urauf, daß das Rätsel gelöst werden würde. Selbst

! Millionär, der die Sprache, in der Krag und e: Polizeichef sich unterhielten, nicht verstand, illte, daß diese merkwürdige Angelegenheit, die ah auch ihn anging, plötzlich den Charakter ge- itöert hatte, und daß etwas Ungewöhnliches und Unerwartetes geschehen war.

Endlich horte man ein Surren im Telephon. Stimme meldete sich wieder.

Nun fragte Krag ungeduldig.

Das ist ja höchst merkwürdig", erwiderte die Stimme.Sollten denn nicht vier Personen im

Die Begrüßung der Wiener.

Rach dein stürmisch-Ln Einpsang der Gäste traten beide Mannschaften in der Mitte des Spielfeldes in einem Halbkreis an, und der Vorsitzende der Freien Turnerschaft Gießen, Sekretär Huber, richtete herzliche Vegrußungs- tcorte an die Wiener. In kurzen Strichen zeich­nete er ein Bild von der jungen Fuhballbe- nxgung des gastgebenden Vereins und ver­breitete sich kurz über die erfolgreiche Entwick­lung des gesamten Rrbeiters Ports, der nach dem Kriege der ersde war, der die internationalen Beziehungen wieder aufnahm. Wenn die heutige Veranstaltung eine besondere Weihe erhielt, sei es der Umstand, daß. sich hier Mannschaften zweier verbrüderter Volksstämme gegenüberstän­den, die unter dem Zwange des Versailler Dik­tats die von der gesamten Bevölkerung restlos gewollte Vereinigung nicht vollziehen konnrew Dieses Spiel solle die bestehenden brüderlichen Gefühle noch vertiefen und den Rnschlußgedan- len wach halten. SeinFrei Heil" galt den Wiener Sportlern. 3m Auftrage des Oberbürger­meisters ergriff hierauf Beigeordneter Dr. Hamm das Wort, um die Gäste im Ramen des Oberbürgermeisters, der Stadtverwaltung und und der Stadt Gießen aufs herzlichste zu be­willkommnen. Er cvünschte, daß die Gäste trotz des kurzen Aufenthalts in Gießen eine freund­liche Erinnerung an ihren hiesigen Aufenthalt mitnähmen und daß die heutige Zusammenkunft fördernd auf die gemeinsamen Geschicke Deutsch­lands und Oesterreichs wirken möge. Ein herz­licher Händedruck mit den Wiener Sportlern be­kräftigte dies. Der Leiter der Wiener Mannschaft dankte für die herzlichen Be- grüßungsworte, deren älebermitkler nach Wien er sein wolle. Er versprach, durch die von ihm vertretene Mannschaft einen ausgesprochenen Ar- oeiterfußball zeigen zu wollen, bei dem oberster Grundsatz nicht die Züchtung von Kanonen, son­dern die Erzielung guter und einheitlicher Ge­samtleistungen sei. Der Sportgruß der Oester­reicher galt der Stadtverwaltung und der Stadt Gießen und der Freien Turnerschast Gießen. Die Aeberreichung eines Blumenangebrndes beendete diesen Teil.

Das Lpiei.

Der Spielverlauf braucht nach dem einlei­tend Gesagten nur in kurzen Strichen geschUdert zu werden, er hielt die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in höchster Spannung, lebhafter Beifall wechselten mit humorvoller Auf­nahme ab, wenn e i n Wiener zwei oder drei Gießener in besonders verblüffender Weise kalt stellte. 3n der selbstverständlichsten Art trugen Die Wiener den Anstoß, den Gießens kleinster Sportler im schmucken Sportdreß ausführte, glecch vor das Gießener Tor, der scharfe Schuh des Linksaußen ging ins Aus. Gießen antwortete so­fort mit einem forschen Angriff und erzielte auch bereits in der 2. Minute eine Ecke. Eine Mi­nute später hatten die Wiener ihr 1. Tor fertig, ohne daß die Gießener während des Angriffs mit dem Ball in Berührung kamen. Bei Gießen machte sich noch eine reichliche Nervosität bemerk­bar, was in dem ungewohnten Ereignis begrün­det war. Während der nächsten Viertelstunde zeigte Wien ein wunderbares Kombinationsspiel, erzielte auch 4 Ecken, jedoch war ein gewisses Verhalten im Toreschiehen unverkennbar. Rur wenn hierbei eine besondere Leistung zu zeigen war, wurde die Gelegenheit ausgenutzt. So, als der Halbrechte den Ball aus 20 Meter Entfer­nung mit unheimlicher Wucht zum zweitenmal ins Retz jagte. Der Rechtsaußen und der Mittel­stürmer erhöhten die Torzahl in kurzen Zwischen­räumen auf 4, von dem keines zu halten war. Bei diesem Stande (4:0, Ecken 6:1) wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanstoß unternahm Gießen so­fort einen schon durchgeführten Angriff, der mit einem vom Halbrechten scharf geschossenen Ball in den Armen des Wiener Torhüters endete. Diese Missetat mußte natürlich gesühnt werden, und prompt sauste eine Minute später Nummer fünf ms Netz. Bald darauf hatte der Halbrechte Wiens eine prachtvolle Gelegenheit, einen seiner Bombenschüsse anzubringen. Der Ball war so scharf geschossen, daß er, vom Netz abprallend, fast bis zur Mittel linie zurückflog. 6:0. Damit schienen die Wiener Schluß machen zu wollen, denn was nun folgte, war die Vorführung einer Fußballdemonstration, bei der es keine Tore gab. Auch Gießen hatte sich an den starken Gegner etwas ncehr gewohnt und