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der Deutschen Industrie genützt. Aber weltwirt­schaftlich gesehen, sollte man an einem so ge­waltsamen Ereignis keine Freude haben, weil es vom Standpunkt der gesamten Weltwirtschaft eine Erschütterung bedeutet, und momentane Vor­teile. die es einm Lande bringt, leicht in das spätere Gegenteil ausschlagen können. Deshalb wird man auch in Deutschland der Beilegung dieses englischen Streiks mit Genugtuung gegen­über ft elj en. vor allem aber wird man sich vor Augen halten müssen, daß es eine ganze Reihe anderer Momente gibt, welche den deutschen Aufschwung" mitverursacht haben. Dahin ge­hört unbedingt das im Jahre 1926 start zur Entfaltung gelangte Bestreben der Industrie durch Konzentration der Llnterneh- mungen auf horizontaler Basis und eine straff durchgeführte Rationalisierung des technischen Betriebes, die Kosten von Erzeugung und Absatz zu ermäßigen. Schon im Auaust konnte die Direktion der Diskonto- Gesellschaft nicht weniger als 100 solcher Kon- zentratioirsvorgänge für 1926 namhaft machen, und in einer Veröffentlichung vom Dezember konnte festgestellt werden, daß sich die Zahl der­selben von neuem erheblich gesteigert hat. Der große deutsche Farbentrust, die Vereinigten Stahlwerke, die Süddeutschen Zuckerfabriken, die Zusammenschlüsse in der optischen Industrie sind einige hervorragende Beispiele der Reuorgani- fationen von 1926. Diese Zusammenschlüsse ha­ben aber gerade in der letzten Zeit des Jahres ihre besondere weltwirtschaftliche Bedeutung da­durch erwiesen, daß sie zu internationalen Ver- ständigungs- und Vereinigungsversuchen be­sonders in Der Eisen- und Stahlindustrie geführt haben. Die, weil sie den anarchischen Wettbewerb bekämpfen, unter Umständen eine Ge­sundung der verhängnisvollen Ueberzeugung der industriellen Welterzeugung unter einer gleich­zeitigen Verminderung Der Erzeugungskosten her- beiführen können. In Dieser Reuorganisa- t i o n großer europäischer Indu­strien liegt vielleicht das wichtigste w e 11- wirtschaftlichenMerkmal DesIahres 1 926.

Börse und Geldmarkt.

Der Iahresausgang hat sich an der Börse recht interessant gestaltet. Die Geldknappheit, Die zweifellos Die Ultimoabwickelung in einem gewissen Umfang erschwerte, hat nämlich nicht verhindern können, daß eine Haussebewe­gung Platz griff, die immer breiter wurde, je näher der Monatsschluß heranrückte. Die Ur­sache der Kurssteigerungen dürfte zunächst Darin zu suchen fein, daß tatsächliche, effektive Käufe für das Rheinland und Süddeutschland zur Aus­führung gelangten, Die besonDers Kohlen- unD Eisenwerte umfaßten. Die Konjunktur in diesen beiden Rohstoffen hält bekanntlich an, wie zu­letzt durch das Rheinisch-Westfälische Kohlen- s.chikat bestätigt werden konnte. Das anscheinend günstige Weihnachtsgeschäft hat Der übrigen Ban- l nlundschaft gleichfalls zu Effektentäufen Die Möglichkeit gegeben, Die zweifellos und Damit ergibt sich Der zweite Beweggrund der Aktien­hausse von Der Erwartung einer festen Ianuartendenz beeinflußt waren. Gerade in den letzten Tagen sind namhafte Vorkäufe zur Ausführung gelangt, Die es Der Börse gestatte­tem, über verschiedene momentane Schwierigkeiten einfach hinwegzugehen. Die scharfe Kurs- b c f e ft i g u n g , die zunächst Den Montanaktien- inp.rtt, Dann aber auch Elektrowerte, Kaliaktien, Schiffahrtswerte, zeitweise auch I.-G.-Farben- Aktien und eine beträchtliche Anzahl von Ein- z.lpapieren begünstigte, erscheint dadurch in jHncm besonderen Licht, daß Die Prolongation sich diesmal durchaus nicht so glatt vollzog, wie an V)en letzten Liquidationsterminen. Die kleineren und mittleren Dankfirmen erhielten anscheinend richt so bereitwilligst Die zur Schiebung erfor- dcrlichen Gelber. Dadurch ergab sich für sie Die Rottoendigkeit, einen Teil der Engagements zu l^srn. Die Prämienerklärung am Donnerstag l rächte tatsächlich reichliche Ultimvware an den Mgrkt. Gleichzeitig schalteten sich Die in Frage fr-mmenben Firmen in bas Geschäft aber burch n-uc Anschaffungen per Mebio Januar toieber ein. so bah zwischen Den Ultimo-Dezember- 5 ursen und Den für Mebio-Ianuar genannten reifen Differenzen von 1,5 bis 2 Prozent ent­flohen. Es zeugt nun für bie zuversichtliche Ein- f:llung ber Kulisse, baß bie an Den Mark ge­langten Effekten von anberet Seite übernommen und per Mebio-Ianuar nur zu wesentlich höheren Kursen abgegeben würben. Währenb Damit Die eiie Partei Die Prolongationsschirierigkeiten durch Inkaufnahme eines vorübergehenden Kursver- f 'itcS umging, konnte die andere, kapitalkräf­tigere Gruppe noch bis zum Jahresende aus dieser Konstellation Gewinn schlagen und ein e-tragreiches Geschäft verbuchen, dessen Risikp- losigkeit ihm säst den Gbaralter eines reinen Zinsgcschästes gab. Ob die für den Januar vor- ausgesagte Hausse tatsächlich eintreten wirb, bleibt r mtürlich abzuwarten. Man hat es schon oft er- l"mt, daß gerade solche angekündigten Haussen c 'sgeblieben sind. Allerdings sind bie Vor - c ussetzungen ba für nicht bireft u n » günstig. Die Gelbverhältnisse sinb im Sioment zwar undurchsichtig, doch wirb für ben Anfang Januar mit einem raschen Zurückströmen b^r ausgeliehenen Gelder gerechnet, Die im Verein r. it dem erwarteten Eingang Der Erträge aus Ausländsanleihen ben Geldmarkt wieder erleich­tern werden. Erfreulich war es, bah sich bie g'-p. en Banken unb Bankfirmen über bie Höhe d r für Reportgelber zu txrlangenben Sähe ver­ständigten. Während bei ber Mebio-Prolonga- tion Die Forderungen um ein Prozent ausein- anbergingen (7,5 bts 8.5 Proz.s, hat man DieS» iral einen Durchschnittssah von 8 Proz. als Rorm f-'tgelegt, ber, nach beiden Seiten Abweichungen bis 0,25 Pro,ent gestattete. Die Begleitumstände. Die sich jetzt bei der Prolongation wieder heraus- stellten, haben von neuem zu einer lebhaften Erörterung über bie Rotwenbigkeit ober ilebev- flühigkeit ber zweimaligen Liquidation im Mo­nat geführt. Die Tendenzgestaltung liege durch diese Einrichtung ausschlaggebend in ben Händen Der Großbanken, Deren Reportgeldpolitik Die Kursbewegungen in hohem Maße beeinflussen könne.

Bon den Schlachiviehmärkten.

Aus Den Schlachtviehmärtten der vorigen Woche hat, was die 'Marktlage anlangt. Die erfreuliche Besserung Der Vorwoche nur bei Käl­bern angehalten, während sich bei ben übrigen Sorten bas Bild toieber sehr Den Verhältnissen vor Weihnachten angeglichen hat: besonders Schweine hatten recht ungünstiges Geschäft. Die Auflriebsziffern sind bei Rindern und Kälbern

ziemlich unverändert geblieben und haben bei Kälbern unb Schweinen einen stärkeren Rückgang erfahren. Die Preise waren für Kälber zwar uneinheillich. aber bod) übertoiegenb recht fest: Rinder unb Schweine verzeichneten mehrfach Preisrückgänge, währenb Schafe fick etwas be­haupten konnten.

Auf ben nachstehenben Märkten würben für

ein Pfund Lebendgewicht in 1

Pfennig

notiert:

Rinder

Kälber

Schafe

Schweine

Berlin

18 62

53-95

30- 56

64-74

Bremen

23-58

50-95

62-74

Breslau

17-59

49-79

26-58

65-77

Chemnitz

20-59

6085

35-48

62-80

Dortmund

30-60

50-100

70-80

Dresden

22-60

58-79

33-57

60-79

Düffeldorf

2561

50-90

64-80

Elberfeld

20-62

60-95

65-80

Esten

28-63

55-125

40-48

64-76

FranlfurtM.

20- 62

60-85

30-45

60-77

Hamburg

18-60

38-95

25-52

60-75

Hannover

20-61

45-9?

40-53

60-77

Husum

Karlsruhe

20-60

6576

78-82

Kastel

25-60

54-74

68-80

Kiel

17-51

33-110

24-52

45-74

Köln

20-63

60-115

30-46

65-79

Leipzig

25-60

38-70

30-50

65-78

Magdeburg

20-59

40-130

37-46

64-78

Mannheim

12-59

53 - 86

32-44

65-80

München

18-60

66-87

54-79

Stettin

18-55

30-86

15-52

60-74

Stuttgart

13-60

56-80

58-81

Zwickau

17-54

50- 85

30-60

70-81

D i e amtliche Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 28. Dezember berechnete neue Großhandels-Indexziffer bes Sta­tistischen Reichsamts beträgt 137,1 unb ist gegen­über ber Vorwoche um 0,1 v. H. gesunken. Die Indexziffer ber Agrarstoffe ist um 0,3 v. H. auf 143.9 zurückgegangen. Die Indexziffer ber in­dustriellen Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,2 v. H. au» 128,7 gestiegen, während bie Preise ber inbustriellen Fertigwaren leicht auf Itl.Q nach­gegeben haben.

* D i e R e i ch s i n d e xz i f s e r für die Lebenshaltungskosten im Dezember 192 6. Die Reichsindexziffer für bie Lebenshal­tungskosten (Ernährung, Wohnung. Heizung, Be­leuchtung, Bekleidung undSonstiger Bedarf") beläuft sich nach ben Feststellungen bes Statisti­schen Reichsamts für den Durchschnitt des Mo­nats Dezember auf 144,3 gegen 143,6 im Vor­monat. Sie hat sich sonach um 0,5 v. H. erhöht.

Frankftrrtc.. <-; rfc.

Frankfurt a. M., 3. Jan. Tendenz: Fest. Die erste Börse im neuen Jahre eröffnete in durchaus fester Grund st immun g. Der Ul­timo scheint ohne Schwierigkeiten überwunden zu sein. Besondere Anregung bot die Lage des Geldmarktes unb die hoffnungsvollen Stim­men deutscher Wirtschaftsführer zum Jahres­anfang. Im Vordergründe standen wieder bie bisher bevorzugten Werte, vor allem I. G. Far - ben, bie mit einem Anfangsgewinn von 6,25 Prozent eröffneten, Bankaktien. Montan- werte und von Den variablen Märkten Zeil­st o s f - und A u t o a k t i e n. Stark erhöht waren auch Scheibeanstalt (plus 6 Prozent). Von M o n- tan werten gewannen Gelsenkirchen 2 Prozent, Deutsch-Lux 2,13 Prozent, Mannesmann 2,5 Pro­zent, Rheinische Braunkohlen 3 Prozent. Har- pener 1,75 Prozent, Oberbebarf 3 Prozent. Am Bankenmar 11 zogen Darmstäbter um 4 Proz., Disconto um 5 Proz. unb Dresdner um 4.25 Proz. an. Schiffahrtsaktien ruhig. Paket plus 5 Prozent, aber Rorblloyd minus 0,5 Pro­zent. Am Elektro markt bestand weiterhin Rachfrage nach ben Werten des Lahmeyer-Kon- zerns. AEG. plus 3,5 Prozent, Bergmann plus 2,5 Prozimt. Siemens Dagegen nur mäßig erhöht. Petroleumaktien fest. Erdöl plus 3,5 Pro­zent. Von Den Banaktien, Die übertoie­genb fest lagen, zogen Heidelberg-Zement um 2 Prozent an. Au toaktien fest. Kleyer plus 1,5 Prozent. Zellstosfaktien stark gefragt unb wesentlich hoher. Aschaffenburg plus 5,75 Prozent. Von sonstigen Werten befestigten sich Metallgesellschaft um 4 Prozent. Der weitere Verlauf wurde bedeutend ruhiger, die Kurse schwächten sich auf Getoinnmitnahmen Der Tages- spetulation überwiegend um 1 Prozent ab. Ein­heit-werte lagen Dagegen weiter fest, ein Zeichen, daß sich das Publikum stärker an der Börse be­tätigte. Heimische Anleihen äußerst lebhaft unb fest. Kriegsanleihe 0,830; Schutzgebiet 17,20. Frembe Renten bagegen still unb eher schwächer. Im D e v i s e n v e r k e h r setzte bie Reichsmark etwas schwächer ein, ba sich nach bem Ultimo bie internationalen Valuten ber Parität wieder näherten. Die Reichsmark stellte sich gegen London auf 20,41: gegen Kabel auf 4,2050. Die übrigen Valuten waren kaum verändert. Paris- London 122.60. London-Kabel 8530.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Ian. Die erste Börse des neuen Jahres setzte ;n außerordentlich fester Haltung ein. Die Spekulation schritt bei steigenden Kursen zu neuen erhebli­chen Käufen, an Denen sich auch das Pu­blikum beteiligte. Die Termin- unb variablen Märkte konnten daher bei Festsetzung ber ersten Kurse Befestigungen erzielen, die in zahlreichen Fallen 4 bis 8 Prozent, teilweise sogar 10 Prozent betrugen. Im Mittelpunkt des Inter- eftes standen Montan-, Bank- und Zeil­st o f s - A k t i e n , I. -G. -Farben unb eine große Anzahl Einzelpapiere. Auch der heimische Rentenmarlt verkehrte sehr fest. Kriegsanleihe zog bis aus 0,833 an. Don frem­den Renten waren Anatolier unb Ungarn gefragt. Arn Gelbmarlt ist eine Entspannung ein­getreten, boch sind bie Sätze immer noch recht hoch. Tagesgelb 7 bis 8.5 Prozent. Monatsgeld 7,25 bis 8,50 Prozent. Im Devisenverkehr befestigte sich Ror Segen gegen London auf 19,21. Die übrigen Valuten zeigten keine wesentlichen Veränderungen. Paris-London 122,80 stabil.

oranksurter Schlachwiestmarkt.

Frankfurt a. 3)L, 3. Jan. Auftrieb: 1229 Rinder, Darunter 304 Ochsen, 44 Bullen. 552 Kühe, 256 Färsen, 308 Kälber, 223 Schafe, 3426 Schweine. Rinder: Ochsen, vollfleischige, ausgemästcte, höch­sten Schlachtwerts, jüngere, 5862, ältere 52 bis 57, sonstige vollfleischige, jüngere, 46 bis 51, ältere 46 bis 51: Bullen: jüngere, vollst., höchsten Schlachtswerts 53 dis 57, sonstige vollst, oder aus­gemästete 47 bis 52; Kühe: jüngere, vollst., Höch ften Schlachtwerts 47 bis 54, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 38 bis 46, fleischige 32 bis 37, gering genährte 22 bis 30; Färsen (Kalbinnen. Jungrinder): vollfl.. ausgemästete, höchsten Schlacht­werts 55_ bis 62. vollfleischige 48 bis 54, fleischige 40 bis 47; Kälber beste Mast und Saugkälber

80 bis 85, mittlere Mast- unb Saugkälber 70 bis 79, geringe Kälber 60 bis 69; Schafe: Mastlöm- niet und jüngere Masthämmel, Weidemast, 40 bis 45, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 36 bis 39; Schweine: Fett- schweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 76 bis 78, vollfl. von 240 bis 300 Pfd. 76 bis 79, von 200 bis 240 Pfd. 76 bis 80, von 160 bis 200 Pfd. 76 bis 79, von 120 bis 160 Pfd. 70 bis 75. Marktverlaus: Rinder bei regem, Kälber und Schafe bei lebhaftem fandet ausverkaust. In Schweinen verblieb bei ruhigem Geschäft etwas Ueberstand.

^ranfpm1?? (te»rcio. . ,c.

Frankfurt a. M., 3. Ian. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 29.25 bis 29.50, inl. Roggen 24.50. Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 26,50. inl. Hafer, 19,50 bis 20. Mais (gelb) 19 bis 19,50, inL Weizenmehl, Spezial 0 41 bis 41,50, Roggenmehl 35 bis 36,50, Weizen» und Roggenkleie 11,75 bis 12, Erbsen 40 bis 70, Linsen 50 -bis 90, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9 bis 10, Weizen- und Roggenstroh 4,25 bis 4,75, geb. 3,75 bis 4. Treber, getrocknet 16,25 bis 16.50. - Tendenz: Ruhig.

Börsen wrle.

Datum:

5% Deutsche Rrtchsanlesbe . 4°,V Deutsche Reichsanleihe . 8Deutsche Neichaanlcthe 3% Deutsche ReichLanleibe . Deutsche Svarvrämicuanlcihe 4°/0 Preußische ÄonsolS . . . 4% Hessen 3«/,% Hessen..........

3% Hessen ........... Deutsche Gcrtd. Dollar-Aul- dto-Doll -Lchay-AnNeilng. . 4°/0 -4olltürkcn.........

5% Goldmexikaner .... Berliner HandelSaescllschaft. Commerz und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbank - Tcutiche Bank..... . . .

Tiökonto (fommanbit - . . Dresdner Bank.......

Metallbau?...........

Miiteldcutschc Credilbanl . . Oesterreichische Creditanftalt. Reichsbant...........

Bochumer Guß . BudcrnS ...... Taro . .......... Teunch-Lurembura......

Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpcner Berabau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurabültc Mannesmann .....

ManSieldcr. .......... Oberbedars. .

Phönir Bergbau Rbeinischc Braunkohle» . . . lliyc in stahl...........

Ricbcck Montan Tellus Bergbon.....

Bereinialc Stahlwerke . . . .

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd . . . . Cheramischc Werke LlbM . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilivp Holzmanu......

Anglo Tont. Guano . . . . . Chemische Mayer Alayin. . . (Äoldschmidk........

Holzverkoblung .. fr G ftardcn-ftnduin-je. . . Rütgerüwcrke.........

Scheideanstalt Allg. Elektn-itäts-Gesellschast Bergmann ..........

Elektr. Lieferungen.....

Licht und Kraft ....... Moinkraflwcrke ...... Schlickert........ . . .

Siemens k HalSke ..... Adlerwerke Älcyer......

Daimler Motoren. . . . . . . Heyligcnstaedt Meguin . . Mannheimer Motoren ....

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Mctallgesell'chaft Frankfurt. 'Prf. Union A.-G.. . . . .

Schnbiadrik verj . . . . . Sichel Scllftoff Alch -ffenbnrg .... ^ellllou Dalahof.......

Zuck:rsabrik ftrankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurt a.M.

Berlin

Sdjluj. Kurs

UUbr- fiurs

Schluß. lAr.sang

Kur»

fturc

31. 12.

3. 1.

31. 12.

3. 1.

0.7975

0 830

0.795

0,8425

ü.:g

0,7775

0,8225

0.76

0.77

0,8275

0.87

0.885

0,91

0,515

0.5

6/<;

-

0,7725

0 8175

0,775

0.73

U.7I

0 735

0.77

0.73

100

99.75

-

15,9

16,25

15,75

M

43

42.75

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_

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228.5

227.5

227

266

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263,5

269.75

191

197

191

191.7.,

182

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183

184.9

175

179,25

175

178 75

184.75

183,25

180.25

183.9

175

-

178

185

i

9.3

9,5

9.45

171.25

174.5

173.75

174,75

181

_

183.5

185

119,5

120,4

119

12<l

184

184.9

183.75

185

185

187

184

197.5

185.5

198.5

200

199,75

159 75

164.5

158.25

163.75

167.25

167.5

1665

168,75

85.5

80

81

212.25

216.5

212.5

215,75

118

151

147.75

151,5

126,25

129

125

127,5

HO

140,25

140 9

256

260

255

258

209

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107.13

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186

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186

110

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157,5

156.25

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175,75

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175

177,5

174.5

174

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173,4

98

147

149

-

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177

-

110

-

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150

154

150

156

73

.

327,75

324

333.5

144

145

114

145,75

203,75

205.5

-

170

17»,5

170

169

172,5

169

171.5

172

169,75

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-

58,5

56.9

42

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190

131

131

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71.75

1.6

4.5

170

178 75

171.75

182

.15

248.5

241

48

117,75

122

144

150

141

Devisenmarkt DerlmIrankfvrt a. W.

Telegraphtlche Auszahlung.

31. Dczbr.

i. Jan.

Amtliche Geld

Jioti runö Brief

Amtliche Notierung

Geld

Brief

flmft. :Xf!f

167,94

168,36

168.08

168,50

Bucn.-Aires

1,734

1,738

1,733

1.737

Brss.''21ntw

58.405

58.445

68,42

58,56

Cyristtaiü-i.

106.07

112,02

106,33

106,87

107,13

Kov-nhaa.n

112,07

112,06

112,34

Skockbolm -

112.10

112.13

112,18

112,46

Helllnafors.

10.557

10.597

10,552

10.592

Italien . . .

London. . .

18.89

18 93

18,78

18.8-.'

20,365

-'0,415

20.379

20,431

'J?rnt)prl . .

4,19<

16.595

4,208

4,1985

4.2081

Paris. - .

16,635

16,60

16,64

Sdurch . .

bl.08

M.28

51,11

»1,31

Spanien .

64.18

64,34

u4.40

61,6b

Japan . . . ?Hto Dz Ian Wien in D-

7.053

2,056

2,052

.',05t;

-1.496

0.498

'494

'-496

Oeft. abge't

9,23

69,37

59,23

59,37

Prag . . .

-'.43

12,47

12,43

12.47

Belirad

.397

7.417

7.405

7.425

DudapeN

-.86

5.88

73.49

73,67

Dulaaricn

.035

3,045

3.012

5,052

L'ssabon

1,525

1,576

21,525

21,575

Dan,iu

1.45

81,65

81.45

81,65

flonft-iimu

<.112

.122

2,11

2,12

Athen.

5,29

5.31

5.39

5 41

Kanada

1,193

1.2*13

1.191

4.201

Uru uay

1.25

1.26

4.25

1.26

Cairo . . .

40,889

20.941

30.889

20,941

Banknoten.

Berlin. 31 Dezbr

Geld

Briet

Awcrikanilchr OJofen ..... Belgisch" Noten...... >

Dänische 'Jlotca . .....

Enaiis ' Tinten ....... ft "oten......

v. I 'Voten .....

fltoiiii.. «toten......

O.'oeii'cfl. j; oten......

Deut c ? : rr , 5100 Kronen Nun^in'scye '.'toten . .

Schwedische Jtoten ....

Schweizer Noten......

Svanischc Noten......

Tschechoslowakische Noten Unyorische Noten ...

4,177 68,27 (11,72

20,32

16.6" 167.53

18.8-5 100,81

59.05

2,18 111,79 80,97 63,89 12.39

5,73

4,197 58,5?

112,2t.

20,42 16,71

168,37

18,9.5 106,31

59.35

2.22 .12.35

81,37 64,21

12.45

5.8-5

150 Jahre hessische Regierungszeitung.

Das hessische Regierungsblatt, die ,.D arm- ft ä D t er Zeitu ng, besteht jetzt 1,5 0 Jahre, Denn sie erblickte am l. Januar 1777 alsHessen- Darmstädtische privilegierte Land-Zeitung" mit ihrer ersten Rumnrer das Licht Der Welt. Sie enthielt zunächst keine Anzeigen, sondern war mehr ein reines Bekanntmachungsblatt Der Be­hörden. Der erste Herausgeber war der Ober» landtommissarius Matthias Claudius der

alsWandsbecker Bote" bekannte Dichter. Seine Tätigkeit bei dem Blatte war aber nur von kurzer Dauer. Der Titel des Blattes wurd< später inDarmstädter Zeitung" abgeänbert Vom 8. Rovember 1918 ab wurde Die Zeitung Das Organ Der Regierung des hessischen Volks­staates: sie hat aber seitdem ihre Tendenz nicht unwesentlich geändert, indem sie aus einem Mit­teilungsblatt Der Behörden, das sie in erster Linie war, ein parteipolitisch eingestelltes Kampf- organ geworden ist, das die Ideen und Inter­essen der Parteien Der Regierungstoalition in Hessen verficht. Aus Anlaß des Jubiläums ver­öffentlichen Der hessische Staatspräsident .sowie Die Minister in dem Blatte Glückwunschartikei. Die Beilage der Iubiläumsnummer enthält eine Wiedergabe Der ersten Rümmer der hessischen Regierungszeitung, sowie eine Reihe von Auf­sätzen. die mit Der Geschichte DerDarmstädter Zeitung" in Zusammenhang stehen. DieDarm­städter Zeitung" erscheint im Verlag des hessi­schen Staates und wird feit 1783 von der L. E. Willi yscoen Hofbuchdruckerei in Darmstadt ge« druckt. *- --

Folgenschwere Explosionen.

WER. Frankfurt a. M., 31. Dez. Der 16jährige Lehrling W e b l e r. Sohn eine« im Hause Burgsriedenstraße 20 in Rödelheim wohnenden Werkmeisters, versuchte in Der zur elterlichen Wohnung gehörenden Mansarde Feuerwerkskörper anzufertigen. Aus bis­her noch unermittelten Quellen hatte er sich Pulver und Sprengstoffe verschafft, und als er gestern abend vor 7 Llhr ein Glaöfläsch- chen mit Sprengstoff füllen wollte, explo­dierte dieses aus bisher noch unaufgeklärter Ursache unter einer starken Detonation. Der junge Mann wurde zu Boden geschleudert, die rechte Hand im weggerissen unD Das Gesicht b i s zur Unkenntlichkeit ver­brannt. Auch am ganzen Körper trug er schwere Brandwunden davon. Auf den Alarm der Hausbewohner hin eilten Polizei und Ret­tungswache zur Unglücksstette. Der schwerver­letzte Lehrling hatte noch so viel Kraft. Die in die Mansarde eindringenden Poäzeibeamten auf einige weitere Behälter mit Sprengstoffen hin- zuweifen. Man sand auf einem Hofzbrett ein' Blechbüchse mit einer grauen, pulverisierten Masse und ein Holzlästchen mit Schwarzpulver. Da­neben befand sich eine verschlossene Flasche mit einem weißglänzenden Pulver. Diese Spreng­stoffe wurden unter Anwendung besonderer Vor­sichtsmaßnahmen beschlagnahmt und zum Poli­zeirevier gebracht. Wenige Sekunden, nach­dem man sie auf einen Tisch gestellt hatte, c x - plädierte Dort Der Inhalt eines Kästchens, und Die Wirkung dieser zweiten Explosion war toieDer eine recht verhängnisvolle. Dem Polizei- Wachtmeister Daube wurden durch die Spreng­stücke einige Finger der linken Hand unh die Innenseite der rechten Hand bis auf die Knochen weggerissen. Daneben er­litten er und zwei weitere Beamte einig? leichtere Verletzungen. Di? beiden Schwerverletzten wurden von Der Rettungswache in das Elisabethenkrankenhaus gebracht, wo man dem Lehrling Glassplitter aus" Händen, Gesicht und Beinen entfernte, während Dem Wacht­meister einige Finger amputiert werden muhten. Die Reste des Sprengstoffes i'ck) in Sicherheit gebracht worden, um festzustrll-n. aus welchen Chemikalicn sie ^i.fn rm - .--fnlit sind. Außerdem sind Er nittefungen im Gange, rin Den unverantwortlich leichtsinnigen Verkäufer Der Sprengstoffe festzustellen.

Rundfunk-Programm

des ^ranksuvker Tfn'er?.

(Aus der ^RaDio-Rinschau".)

Dien:tag, -L 3anuar:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde her Jugend. 4.30 bis 5.^5: Konzert des Hausorchesters: Mär'ch? 5.45 bis 6.05: Die Leseftunde. 6.15 bis 6.45: lieber- tragung von Staffel. 6.45 bis 7.15: Funkhochschule ^Altdci.tsche Tafelmalerei XII", Vortrag von Dr. Oswald Götz, Assistent am Städelschen Kunst- institut. 7.15 bis 7.45: Englischer Sprachunterricht 7.45 bis 8: Englische Literat irgroben. 8.15: Gast­spiel des Oberbayrischen Bauerntheaters.®ic Zwillingsbrüdcr'. Ländliches Originalsing'piel in drei Aufzügen von Richard Manz, Musik von Karl Schwarz.

Letzte Nachrichten.

Ein neuer ZwischenfM in Mainz.

Mainz, 3. 3an. (WSN.-Drahtmeldung.) Am Neujahrstag zwischen 3 unb 4 Uhr nachmittags hat sich ein französischer Flieaerosfizier gegenüber einem Straßenbahnschaffner der Linie von Gon­senheim eine unerhörte Provokation zuschulden Fora men lassen. Der Offizier war mit seiner Frau in Gonsenheim eingestiegen und hatte auf Verlangen einen Fahrschein nach dem Stadtpark erhalten. An der StationWaggonfabrik" wollte der Offizier das Endziel des Fahrscheins inGautor" umge ändert haben, was der Schaffner pflichtgemäß a b l e h n t e, da eine nachträgliche Aenderung gegen bie Vorschrift verstößt. Daraufhin stellte ber Df fr zier an ben Beamten das Ansinnen, ben Strich aus dem Fahrschein auszuradieren und eine N e u Mar­kierung oorzunehmen. Als ber Beamte bieses gänzlich unverständliche Ansinnen mit ber Bemer­kung ablehnte, daß er sich daburch einer Urkun benfälschung schulbig mache, antwortete ber Offizier dem Schaffner mit einem Schlag ins Gesicht. Glücklicherweise verloren hierdurch der Beamte unb bie Mitfahrenben nicht bie Beherr schung, so daß ein folgenschwerer, durch einen Offi­zier Der Besatzungsarmee heraufbcschworcner Zwi­schenfall vermieden wurde. Der dem 33. Flic ger-Regimenr angehörende Offizier verließ an der Haltestelle Bismarckstraße die Straßenbahn.

Bekanntmachung.

Betr.: Ausführung bes Gesetzes über Erhöhung der Biersteuer vorn 10. August 1925. hier: die Nachoersteuerung von Bier.

Bierhändler, Wirte, Konsumvereine, Kasinos, Logen und ähnliche Vereinigungen haben die am 1. Januar 1927 in ihrem Besitze befindlichen, auf Grund des Gesetzes über Erhöhung ber Diersteue? vom 10. August 1925 Art. 1, II nachsteuerpflichtiger Vorräte an Bier und bierähnlichen Getränken bi« zum 6. Januar 1927 der zuständigen Zollstellt schriftlich oder verhandlungsmäßig anzumelden.

Vorräte an Bier usw. unter 2 Hektolitern be­dürfen der Anmeldung nicht.

D a r m st a'd t, den 30. Dezember 1926. 6D Landesfinanzamt.