denkt. Denn btt Linke Heren TBictfc den dürfen stärkt, bann tut sie bat nur um die Muh <u vertiefen unb andere peinliche Erscheinungen beim Zentrum heraufzubeschwören
Sotttuhg versuch: man indessea ür Zei-rrum trotz aller M'chAunmur.g die bte Ikrafteni- lrchung des Äan^er&riefeÄ unb btt Dirt'che Äcmmentar ausgelöft h-aben den oHenen Bruch au vermeiden. 60 schreibt heute die ..German a*: Denn aus der Hknbunc des Äaru!«rbri«fti. daß Mar, gleichfalls die erforöeri-ch er- scheinenden Maßnahmen treffen »erbe, heraus- aelesen lovrben sei. baß der Äan^Irr bannt eine Ausschlußdrohung ausa^c rochen habe, ’o geh« b.esr Auslegung dAllia :n die Irre Mit dieser Wendung Tri lediglich »um QMbtud gebracht Vörden, baß der X. chskanzlrt sich Vorbehalte. sein« von D-rth abweichende Meinung öffentlich barzulegen und D.rch gegenüber bi« offizielle Zen- trumspvlitik zu vertreten. Es bente n <• manb daran im Zentrum, die Meinungsfreiheit ui unterbinden Buch *n einer T”tr tagung des Zentrum« sei vor einiger Zeit ausgefpro- chen worben, in der Partei müll« Raum lern auch für Persönlichkeiten von der Art Dirtchs. Daran werde auch heute noch festgehaUen. Buch wenn die Parteitnßarrzen Grund hätten, chre gegenteilige Auffassung von denen Wirchs öllcntt.ch zu bekunden, so liege darin weder tint Maßregelung noch ein« Drohung zum Ausschluß. Der Parte: - vvrftand. der mcht zu dem Zweck der Beratung der 21 ncrl-QHarten D rchs einberufen worden sei. würde die Sonderhaltuna Dtrths bedauern unb seflßellen daß die Königsberger Red« des früheren Rf.chskanalers nicht tm Ginne der Zentrumspolitik lieg«.
Dinh zieht inzwischen weiter im Qanbe herum und halt auf Reichsbannerversamml»r»SM Arden gegen das Zentrum. So sagte er am Mittwoch in Koblrn» .Die soll in Deutschland eine öffentliche politische Meinung auffommen und in der Weit Hochachtung für das deutsche Dolk heranwachlen. wenn wir in diesen Jahren keine klaren politischen Linien verfolgen. Ich kann nicht hin- und Kerschwanken wie ein Pendel. Dir dürfen an einem nie rütteln lassen, an der großen politischen Linie, die der Deg zur Freiheit des deutschen Volkes ist. Dir kämpfen für die Aichtlinien des Zentrums. Ich kann einer Regierung nichts geben, ich kann einer Rr- gierung das Vertrauen nicht Ichenlen. bei der Rechtsreaktionäre im Justiz- unb Innenministerium sitzen Früher hab« ich für bas Zentrum an den gefährlichste^' Oden den Kampf führen müssen. Heute heißt es. d«r Mohr kann gehen. Denn es so ist. möge man mir es sagen, und wenn die Zentrumspartei es nicht vertragen kann, daß ich die Aeaktion bekämpfe, wo ich sie antreffe, bann nehme ich Hut unb Wandersta.» unb gehe dahin, woh n meine Pflicht mich ruft.“
Hessischer Landtag.
Bon unserer Darmstadter Redaktion
Darmstadt. 1. Juni Präsident Adelung eröffnet di« Sitzung um 101 Uhr Dor Eintritt in die Tagesordnung gibt Ministerialdirektor 6 pa m « r auf ein« ünfragt des Abg. Dr. Leuchtarn» die dr- ttärung ab. dost di« seinerzeit von dem Abg. üeusch- ner miHibnvn ,^älle von Selbstmord bei Schult' vollzei ht Friedberg in keinem Zusammenhang nut dem Dienste bei der Schutzpolizei stehen. Das Hau» tritt bann in bi« Beratung des Stantsvovanlchisg» von Kapitel 78 bi» 99 (Ministerium für arbeit und Dirtschasti ein. Ohne welentliche Luofprache wer- den di« Äupltri 75 bi» 82 angenommen. Bei dem zuletzt genannten Kapitel bittet
Aba. Weckler lZenlr.). die Landwirt- schaftliche Winterschule in Butzbach wiederheriusttlltn. die bekanntlich aukgeßobra ist.
Abg. Dr. Werner (Dn.) imterstreicht die>« Forderung, denn di« Schu'e |«l gut besucht gewesen; auch die od) ul bau »trag# biete keine Schwierigkeiten.
Bei Kapitel 83 (Dodenoerdesseruna unb Wasseroersorgu na) spricht Abg. 2 o st (Vbd.) für bte Annahme eine» tintrage Weckler. in dem gefordert wird, daß die Kosten für die Dcrmessungen zu Feidbereinigunaen von» Staate übernommen werden. Aermer« Gemeinden sollten bet Bornobtne non Fekbbereinigungen Zuschüsse oom Staat erhalten. Auch die Kosten der Parzeltenoermesiungen sollte der Staat zum Teil mitlragen. Der im Staat»- Haushalt für Zuschüsse an ärmere Gemeinden jur Durchführung von ,teldbereinigungen vorari,bene Betrog von 10 000 Mark sollte auf 30 000 Mark erhöht werden
Abg. Schott (t*. B.) bittet, den Antrag der Deutschen Dolkspartei anzunehmen. In dem vorge- schlagen wird, buh ben .veiddereinigungsgesellichas- ten Darlehen auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Unbemittelten Vemsinden tolle man da»
Es sprechen dann noch zu dieser Angelegenheit die Abgeordneten Schaud(Soz), Anger meier (Komm.). V u r (6o.l), Weckler (Bent.). Dr. ?k i e p o i h (D v.) und Tvols (Bbb.). 5m Hertauf der Debatte erklärt Minister Raab, daß die staatlichen Zuschüsse zu den Meliorationen sich aus insgesamt ein« Halde Million Mark besaufen. In der Abstimmung wird der Antrag Wvll-Iost auf erhöhte Zuschüsse (30 000 Ml. statt lOOfti Mt.) für hie tzeld berelnlflunfl»fo|ten zu gewähren angenommen, ebenso «in Antrag Wolf-Jost, daß der Staat drei Zümtet der Vartellenvermesiunaekosten übernehmen soll. Auch die anderen Antrag« au diesem Ra« pitel finden Zustimmung; der Aue-schuß hatte st« abgelehnt
Kavtlel M (Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft) veranlaßt den
Abg. Blank (Zentr.), »telte" di« allgemeine ctrfxfung der Zuckeniitgsgrenz« beim Wein auszutreten. denn dadurch werd« Dem Weinbauer mir Schaden zugefüat ckbenso spricht er sich aegen einen Verschnitt denktcher Weine mit sntnzöstschen Weinen au«; in diZer Beziehung müsse eine stärker« Kontrolle durchgeführt werden. Auch
Adg Böhm . Dn > tft argen eine verstärkte Zuckerung fr-t Deine unb für eine verschärf»« Keilerkontrolle ,
Abg C? I a f e r «Bbb > verlangt, baß bi« Stelle des Lanbstallniristets wieder besetzt wird, .mb Itoae durch einen Zachmann. Der Antrag ' tnTu bet die Steile b.i VanNi all inafter» nur iar ben Inhaber bewilligen will schädige lchii.ß- ltch nur die Pferdezucht Auch bif Lwevrdneten Lr Werner (Tn.', Blank (Zentr.) unb Dr A » ePoth ( ? 1 treten für die Urballung
bes Postens nn, während Abg Storck '.Sozi feinen Antrag verteidigt. der aber abgelehn* wird
Die Kapitel SS. M unb werden ohne Debatte angenommen. Bei Kapitel SS «Arbeit»-
1 Der Hmdenburgdamm auf Sylt eröffnet. Des Neichspräfidenten Besuch in Westerland.
Westerland. 1. Oum. (WTB 3» Älar.c- büll fand heute vormittag in Anwesenheit bes Reichspräsident«» o Hindenburg imb mehrerer Hu.Bert aelabenm Gäste sowie unirr harter Anteil nähme Der Bevölkerung die feier!.che Eröffnung der über ben Damm durch bas Wattenmeer führen- ben Aeichsbahnstrecke Klane bull Deiterland statt. Der Rnchsprälldeitt traf ix Begleitung free Siaats'ekrrtürs Dr Meißner unb seines ZNutarten THojoc v. Hindenburg kurz nach 10 Uhr in Klanrbull ein. Es waren ferner anwesend bie Aeichsmin^ster Dr. Herat. Dr. Gehler. Dr. Koch bie prruhi'chen Mintster Grzelinski unb Steiger. StaaigMrttär Pünber. Br^chspre'echef Geheimrat Zechi in. der deutsche Botschafter in Moskau Graf Brockdorss-Rantzau. der Denrralfrreftor ber Reichsbahn Dr Torptr. üller unb freie andere Per^önUchkrttrn Aach einer kuc-en Be- gruftung durch ben Landrat des Kreifes Süd- txxibern Skalwett fang ein Iungmädchenchor bas Srtrtenlub Sodann bat Generalb rektor Dr. Dorpmüller um bie Erlaubnis, bie Brück« dem öffentlichen Bert ehr übergeben zu dürfen.
Keichsprästdenl von Hindenburg erwiderte mit dem Dank« des Aeiches an alle, bie mit Kopf und Hand an der Schaffung dieses großen ©ccbammM gearbeitet hader., unb mit dem Wunsche, bah der neue Weg nach Sylt ein festes unb inniges Band fein möge, erklärt« er bie Eisenbahnstrecke nach Sylt für eröffnet. Hieraus bestiegen sämUich« ,5«ftgäfte ben Öen» derzug. der um etwa 10*/, Uhr Ne Eröffnungsfahrt über den 12 Kilometer langen Damm antrat, dellen Bau Im Jahre 1921 begonnen werden ist 3n Morsum, ber ersten Station auf ber Insel wurde der AerchsPräsident durch den Gemeindevorsteher unb bie Vertreter der Dammbauarbeiter begrüßt, worauf sein Patenkind Ichlen ihm einen Blumenstrauß überreichte. Um 11' . Uhr erfolgte
die Ankunst in Westerland.
Hier begrüßte der Präsident der Reichsdahn- bierttion OUtona. Dr. Schneider, den Rcichspräsc- denten und wies auf die hohe kulturelle Bedeutung des soeben eröffneten Wertes hin Die Willkommensgrüße ber Stadt Westerland entbot Durfh-rmeiftcr Kapp Sodann unternahm der Reichspräsident, umjubelt von der aus ben Infel- orten zahlreich herbeigeeilten Bevölkerung im Auto eine kurze Aund'abrt nach dem Strand. Um 12'/, Uhr fand im Kurhaus ein Frühstück statt, bei dem Generaldirektor Dr. Dorpmüller eine herlliche Begrüßungsansprache an den Reichspräsidenten richtete. Er sagt« u. a Der Damm ist für uns ein Symbol geworden, e i n Symbol des Willens zum Leben, so Wie er überall in Deutschland heute wieder emporloht. Wie dieser Damm hat auch bas deutsche Voll schwere Stürme über sich ergehen lallen müssen. Doch auch das deutsche Volk pal in der Kriegsbeil seinen schützenden Damm gehabt, unb dieser Damm war verkörpert in der Person unseres all verehrten Aeichspräst- benten. Er war der Dumm, ber unerschütterlich blieb In Zeiten des Aufruhrs unb der
Wirrt al. mHumattt * etr.tr Pttlchr o-rchgt-e d •M Diente des Baulandes. Als das brat'te Voll ihn zu fernem ArtchspeüftbmueA erwählte war er es. der immer wieder und noch in bidcn lagen darauf hinwies. daß nur bie Einig- le 11 ber deutschen Stämme unb bte Befreiung von Bruberbaß und Partei zw, st ben Schutzdarnm bilden könnt gegen fremde Anmaßung unb innere Wirrem
Darum «vollen wir tztu neuen Damm ans seinen Hamen tmrrn er heiße ^ZinbenbnrVtemm'.
Btztkantzler Hergt sprach hcerauf dem A ei chspeü'identen Dank unb E l ü ckwst u f che > e r X e t 6 r r 4 t r t •- •'
fernes Samen» mit dreiem gewalt.gen Wert deut- scher Arbeit unb Sinnb.ld btt schöpferischen Kraft unb der Einigung Deutschlands Samens des Aerchs sprach dann Aerch-vertehrsm.nl st er Dr. Koch der 0.0. ausführte: Stzlt hat aufgehört eine Insel zu fein. In diesen wenigen Worten liegt die Feststellung, daß Sylt, dessen Bewohner in heißem Kamps in schwerer Zett llch treu zum deutschen butter lande bt- ?anra. n. nunmehr wieder den Weg auf deutschem Boden zum deutschen Zestlandr erhalten Hai. Darüber hinaus wird her Damm das Südgraf bilden für die natürliche unb von Menschenhand au fördernde Bildung von fruchtbarem Seulanb. Jl'iüje der Damm Segen brinacn der Bevölkerung Sylts. Segen bringen den laufenben. die fr er ^jährlich neue Kraft suchen. Segen bringen den kommenden Geschlechtern, die brtberteu* des Dammes aus neuem deutschen Boden wohnen werden, unb so Segen bringen dem ganzen deutschen Boll unb Vaterland
Der preußische Innenminister GrzestnM betonte, die Beteiligung Preußens an ben Kosten brrtes Dammes ser zugleich sein Dank an die aefamte Provinz Schleswig-Holstein für die bisher. insbesondere in ber Abstrmmungs- zeit, erwiesene große Treu«. Der neue Damm toll ünb ttnrb bte Inselbewohner bei vollster Wahrung ihrer übertteterten liebgewvrdenen E.genart geist'g mit dem Fcstlanbe. mit Staat unb Aeich noch enger zu lamm en schließen. Ihre innere Verbundenheit mit ber werteren Heimat, die sich in schwerer vchicklolsstunde so glänz.nrd bewährte, wird weiter gestärkt werden. wenn ber von Wink). Wetter unb fremder Ernwirkung nunmehr unabhängige Verkehr mit dem Mutterlanbe gesichert ist. Der Minister erklärte zum Schluß: Heute grüßen wir unsere deutschen Brüder und Schwestern, bte in den von Schleswig abgetrennten Landeste', len fremder Stau lshohett unterstehen Wir grüben in ihnen deut! ches Volkstum, da» als Minderheit heute geistig um feinen Bestand ringt Und ko wie wir in Deutschland in ber Weimarer Verfassung ben nationalen Minberhetten bie freie und volkstümliche Entwicklung feierlich gewährlersteten unb n, so Hollen und erwarten wir boß auch andere Staaten dem deutschen Empfinden unserer Stammesbrüder Rechnung tragen. Das gegenseitige Verstehen unb Achten der Völker und ihrer Eigenarten allein schafft die Grundige für friedliches nachbarliches Miteinander- (eben.
nachweiswesan. Wohlfahrtspflege usw.) spriidt
Aßg. Roß (Soz.) In längerer. Ausführungen über Berufsberatung. Arbeitsnachweise. Schwor»- arbeit und verschiedene fragen der Wohlsahris- Pslege.
Abg. Galm (Komm.» bringt zahlreiche Beschwerden gegen den Minister für Arbeit unb Wirtschaft vor namentlich wegen Uebcrftunben in Staatsbetrieben und wegen des Arbeitsnachweiswesens. Weiter bittet der Redner, bte hessische Künstlerschast zu unterstützen und die lleinen Gewerbetrribenden und Hausierer in bie ®r- werbslosensürsvrge einzureihen. Unter vielen Au-sällcn gegen den Minister für Arbeit unb Wirtschaft bespricht er auch die Arbeitslosen-- frage.
Minister Raab erwidert, es sei unmöglich. ben Abgeordneten Galm zu belehren und au überzeugen, denn er wiederhol« alles Z'lsche und alles Widerlegte immer wieder Dem Abg Galm der getagt hatte es geschehe nichts in der Erwerbslosensrage. hält der Minister die Zahlen entgegen, um zu zeigen, was alles in Hellen Jur Behebung der Erwerbsiviigkeit ge'chehen ist. is lind hiernach durchschnittlich etwa 4000 Erwerbslose Im vergangenen Jahr« z u Tariflöhnen mit R 0 t st a n d s a r b «i t« n beschäftigt worden. Wenn die dazu aufaetDanbten Mittel auch nicht hrnrrichenb waren, so war es aber doch etwa« wa« geschehen ist. das bart man wohl jederzeit behaupten.
Abg Frau Roth (Äomm.) beschwert sich darüber, daß bie Zürtorgeviebänbe die Anordnungen des Ministeriums für Arbeit unb Wirt- 'chat nicht ausfsührten.
Minister Raab erwidert u. a. her Vorrednerin daß ber Betrag für Kinderipeifungen nrcht auf gebraucht wurde, ser richtig^ aber das Geld sei selbstverständlich für ander« Wohlfahrts- zwecke ausgegeben worden
Abg Frt. B i r n d a u m (D. D erklärt, daß bie Röte berKriegsbeschäbiaten ber Kleinrentner usw. allgemein bekannt leien, in manchen Fällen könne bie Regierung wohl hellend ein greif en. in vielem aber fei sie vom Brich abhängig. Wenn ber Iba Roß erklärt hätte btf Kleinrentner wären Leute bie ihr vermögen verloren hätten, so müßte zur Rich- trafteliung gesagt werben, daß bte Kleinrentner sich nicht nur aus früher vermögenden Leuten zusammcnfetzten. fonbem daß es vorwiegend An- gedöriae des geistigen und gewerblichen Mittelstandes, namentlich Gewerbetreibende und Kaufleute leien, bie sich Mort auf Mark zusammengespart unb meistens nur ein kleines Kapital zusammengebrach« Miten. Das Recht aus ein 3ri’ten.uninunum bürte man Ihnen nicht nehmen. Die neatenmg solle auf bie Gemeinden einwirten. bah diese fr« Bedingungen sollen lallen, wonach Kleinrentner in Unrerstützungsfätten ihre Möbel usw. der Gemeind« verpfänd«» müllen Wenn bet Aba Roß verlang; habe, baß bie Kleinrentner in die Dr t «krankenlallen auf genommen werden, so müsse man «ich fragen, wi« diese hohen Beiträge bezahlt trettten sollen. Ern derartiger Vor- 'ck'.ag werbe jedensalls Nicht den Wünschen der Kleinrentner entsprechen Aach werterer Aussprache wirb die'eö Kapitel txrfa|1«n.
Bei Kapitel 93 iGewerbeaufsicht) Wünscht Abg Frt. Birnbaum bi« Einst«llurrg von Gewerbeauffichtsbeamtinnen. Ministrr X a ab erklärt dazu, daß früher schon zw«. 5rauen als solche tätig waren. Eine davon fei abgebaut worben; wenn sich eine Reueinstellung als notwendig erweis«, werd« dem Wunsch« willfahrt werden.
Die weiteren Kapitel bi« 99 finden bi« Zustimmung des House«; damit sind bie Beratungen über die 6. Hauptabteilung des Staatsvoran- St (Ministerium für Arbeit und Wirtschaft) chloffen; einig« Abstimmungen find noch inbig. Schluß der Beratungen gegen 2 Uhr. nächste Sitzung Donnerstag 10 Uhr.
Die Mehrbewilttgungen des Landtags.
Darmstadt. 1. Juni. In parlamentarischen Kreisen spricht man zur Zeit viel von einer drohenden Regierunaskris«. die veranlaßt fein soll durch die Meorbewilligungen des Landtags, bte bis jetzt vom Jinanzminister nicht gebilligt worben find Auch bas Ge- samtkabinett nimmt, wie aus einer vor kurzem von Dem Minister des Innern abgegebenen Erklärung bervorgeht, dieselbe Haltung ein. y ist zu lagen, daß allerkung« bis ießt noch kern Ausweg aus dieser «Situation gefunden tft. aber Krisenlufi weht soweit der Landtag In Frage kommt, keineswegs in Darmstadt, sondern eher Ferienluft und A r b e i t s m ü b i g kei t. Es besteht woßl bei keiner Partei Geneigtheit, atrabe km eine Regierungskrise herausAube- schwören. Darum ist au erwarten, daß noch ein Ausgleich, vielleicht durch gewisses Rachgeben auf beiden Veiten, gefunden wirb, bevor der Landtag am Freitag in die Serien gefr
(Englands Konflift mit Aegypten.
Eine Nrbc tttfombrrlaiwe im Unlrrhaus
London, 1. Juni (WIB ) Im Unterbau» gab heut« Echomderiain rhi« Erklärung über den rng- l!'ch-ägyptischen Konftikt ab u, der er u. 0 au»- ‘iihrte chon fett tangjen tei e» bat Ztei ber äayp. t'fchen tourfbptirtet gewesen, da, ägyptisch« he« r 101 f r 6 H Ig «r ju a «stalt« n und In er ne den Ontertffen der Äi-irftpartei gefügig« poll- Nfch« Soll« zu »«rtDQnbdn. Da M« Verteidigung De» Suezkanal» zu den leben»- wichtigen Interessen England» «hört, dem außerdem brr Schutz der Vu»ianber in fleggp* trn auferirgt sei. wurden durch diese Dian« eng lljchr Interessen unmitteldar berührt. E» könne nicht ei asten werden, daß Eng
land« Au'gadr In Üeggpten durch bi« «nwesen- bell einer bewaffneten Macht er« « chwert werd« dir unter Umstanden ein« Inr* Iriigc Haltung einnehmrn könnte E» bette#1- guter Grund zu der ermofrn#. daß Da» ägypii'che Heer eine brrartg« Kote pteirn könnt« crxnr fr, um* ftürglertschrn ölnHüte sich ungehemmt aaowcrten könnten. In Der am Kon tag der ögoptrschte, Kegle- rung üderrerchcrn Kote tei darg.lritt. daß w der gangen fteemtfrage Seagplen und Ervßbrrtannirn I! e > chmsßig irrterrifWrt ftnb. and deofriw dr« ngteegerchett auf dem Bear einer Vereinbarung poilchen beten teegtenmam seregeik
»erteil nu)fr, Zur luhwbrw •abtngefcrrter Vet> beaälungen sei V bereit B<» <»er eme ter* r nbacung zustande gekommen in. cüte Engtantz au* der «nsrechlerhaltung der derzeit deftehenden Garantien brttebrn. Dtr Ur- fiwrune bat sich entfchlosten. drei t r t r g • • Ichif fe nach Bracpter zu enst enden In der nn- nahm,, te:*; ikr« Kn»- r- ernhlG»»tzO
Sirfuflj auf jene auirühreriiche» (N em rat, au»- Gten sxtbt. die « ne Hauptgefahr *ür da» Lrben und dir 3eterrttra der Suttäwder btibrn.
DerRüchzugTIchangtiolms
Poris. 1. 3um. (SS.) Der Sonderveetchö- erttattrr der hatNiragrntur in Peking meidet daß der Kuckzug ber Kordtruppe n m wLfirr Drbrung vor sich oetze T'chanafot?o ?«rtugt über zehn 8rr. \tt unb fordere Da» Krchc. ander« Schifte ri durch achen und btr Pangtferinsodrt ju Ictfieren. E» tei mägstch baß tnlMf« De» Kückzuge» der Mukdenorm,« ein genusrr still- stentz in den Operativ ne 0 eint orte ba die Subtruppen ein Gebiet zu besetzen hätten. t\®a halb Io groß fei aw Zraokreich. Etenikbau fei noch immer nirmondev Land Di« Huetänber befürchteten Zu'ammenstöße zwlfchen den Truppe» non Han kau und denen Zragyusiang» _Da Irlrgrapb* « ßrrt sich zum Erfolg der Koironaltstr» Du beider Ke- 8 ,runq,n von Konking unb Aanfau haben sich in geschickter Werse au, bur Ichwierigrn Lag« gezogen. €u haben trotz ihrer pottti'chen Dtffrrennen Ihre militärischen Op« rotionrn de, zur Kiederiogr der Kordttuppe» in Urberrinftim- mung gebracht Der rast'.-ch« Ionerot Helen batte tee Loge gerettet indem er für du Heer« m» nanfau unb Nanking di« ö I n b» 11 Ire Ob«r- b « | « b I • herftelli« Beier Operatton»p(4ne oer- dun ra teeunbenmg.
Aus aller Welt.
ter Äorbbrvirfc vroechcr
Im Prozeß gegen ber. Kölner praktischr» Arzt Dr. Broecher warben brr 3 gtflagte unb bte ber Beifrlte beschul bi gt« Mitangeklagte Frau Oberreuker Nnmnnn. Dr. Bran- 4xr behauptete, in ber fraglichen Zeit stark nute r Alkohol getanbrn zu haben Eino Tötunasabficht bestritt er. Frau Oberrrutcr 1-Hilbert r In ber Bernehmung ihr zteml ch unglüch» liches Eheleber.. Str habe ttr.-m Mann ab« trotz wteberßolt erlittener Mißhonölungr» bis zu feinem Tobe ihre Zuneigung bewahrt Boa einer Tötungsabsrcht Dr. Brvechers rollte sto Nichts. Hebet bie Beziehungen zu Dr Beoecher befroat. schwieg fie. brr Tor'tn<nbe stellte lest, baß btrtr» Schweigen als eine Bef ohung bes Dorhonden'ein« rngrr Beziehungen : »gelegt würde In ber Hauptsache tou trn Me briuttrnbe Auslagen bes Prof Retnrr-Mütter von Bettete- tung. baß in feinem Institut eine Blutprobe von Dr Brvecher nicht erngrrrrcht worden let Der OberarAi des Warienhospttals, Dr. Zrtck tagte aus. Brvecher habe ihm am XebtMegr erklärt, baß Oberreuter von ihm eine E i « -
I » n q erhalten habe Da- d r Frick Broechor In Irin Amtszimmer b tien h 1tn unb ihn gefragt, ob bas wahr 1«t Broechor habe es zuqeftanöen. rr machte ben Eindruck, als fei er sich ber Schwer« teiner Tat nicht bewußt getreten Dir ®rage. ob Fra» O br r • reutet etwas davon wisse hab« Broech« besaht. Als bet Zeug« de» Dr Br echte auf die Schwere des Verbrechens nochmals aut- mertfam gemacht hab« hab« Storchrr wiederholt etflätt, daß et sich erschießen müll« Er •ei kein schlechter Mensch und habe- es fit Stau 0berr<ui«r getan De atme Fra» sei doch von ihrem Mann sehr schlecht btbanbeU worden Der Zeuge habe erklärt, er solle ‘ ch Hebet slüchten Er fribe bann Dt. Brvecher beauftragt, ihm die Frau Oberreulet zu schicken. Ws er ihr bte Erösfnung gemacht hob«, daß Brvecher ihren Mann oetgtst« hab«, war sie wohl erstaunt, stellte sich aber, al» ob sie 00» nichts wisse, während ihm d ch Broecher qesagt hab«, die Frau will« fetzt davon. Di« oetben Angeklagten seien später mefr re re Male bei ihm erschienen und hätten gebeten, Doch von einer Rn teig« absehe zu tool» len. Dr. Frick habe aber adailehnt Zeug« .'tlhtu-n.Aurit Dr Etaß beßäl.gi« fttite in bet Vor n.erluchung g«machten .'lu.-'c .r Et wisst ganz genau. Dutt Broecher auf bi« M ttete hing, ber Oberarzt hab« d« Sektion angtorb» net, ber Ausdruck entschlüpfte bann bi» t* verloren. Der Zeuge «rflärte to< ter, daß Brvecher auf bie Anordnung des OberariNi hin. bie Inneren Organe der Le ch« ungeöfragt an bas Pathologische Institut zu lenbrä ich» gefragt habe, 06 et nicht die inneren Orqoe einet anbeten Leiche an Stell« bot Otes» reutet* in das Institut senden fbnnt 3«met habe Broecher dem Zeugen gegenüber «-.«geben. bem Obe erratet eine üueckslllet- Injef tlon gegeben z» haben. Pro' Dt. vchwamborn vvm Rahrungse^ t^untet» suchunosamt in Köln hat m bem Oberichenfrk bet Srich« Oberreuters 71.33 Mi!', igramm Quecksilber IrttsteUen Gnien bte «teM 2.1 ÄubttAenttmart Aooa'arvl enstpeechmtz Prvtellor Schüller hat bet der Obbal» tlon ein« UrfxtboHerung nicht sei stell« könne» unb läßt bie Frage ollen. GerichtsatHt. Meßfr itnolral Dr. P lempel, erklärt, fr« BoraaD Iftungen bei Paragraph 51 teien svwrh'. bet Broecher als auch bex "rau Ooermitct »e verneinen. Prvsellor Dr A s cha sfenbnrg be- i«lebnet Brvecher als einen Men'chen cfr- tb [eftloe Befchlußfäßtakrit. der vom Moment getrieben werd« unb keiner gewissenhaften lieber» legung fähig lei Bon Frau Oberrruter nifte man an nehm en baß das -ms 1te zu Scha» trage, echt lei wenn auch viele Angrichen Inert* licht r U echt heil vorhanden leien. Die ÄegeN ber Frau Ile habe de» Kopf verloren unb M deshalb Mit Brvecher gellüchtet. könne all wrhte Icheinllch bezeichnet werkten
lebtUe* brr staatliche» Änwttef atew.it I» ÄuM
In Kall«' wurde in feierlichet Weite t» Anwesenheit des preußischen Kultuseninitzets Df- Becker das Vsährige Jubiläum kur 'raate lichen Kunstakademie Kalle! begangen Mittags erfolgte fre Eröffnung der Invisänmssnöt iellung durch Minister Dt Beckrr Dt Ans- Kalleler Kinstlet und einen UebctblUf über das deutsche Kuntz scholl en ber Gegenwart.
LLekkrrvorttussaae.
Wvchktind wvMg mit AufherteranO. Tcmpv- tulum. wieder 1 -b- g<r> '-r gertugs
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