Nr. 281 Zweiter Blatt
Sleßener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)
Dem Andenken Stendens.
IBoit Ur. Sri» Mittelmann 7K. D. X
Der l $*n -tr.brr bw'c» 3a&tr* iÜ rin Oe- ftentlag. der Mk •rtitnfrunjni aus er 3rit M Qnxrtfanild^’ Uitabfrindigl« Ulamrfr* - ach- ruft Die'er lag loillt nüt* nur in rit* des QLlanllldxr. O*aw« fldn*ri werden Indern auch bei uni im Reiche, denn der Dann, dellen Gedächtnis on bicfeet Tage au ehren ist. war ein Deutscher, rin Os'.z.. der frtbrr tia- vtschen Armee ohne besten herv-rragenbe 7HH- »Hrfung der Sieg der Kolonien über dis Mutte.- lanb niemals eriachten worben wäre, lixrrai England im Frieden von Versailles (3. Sept 17M) Mr Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten anerkannt.. so geschah dies nur. weil es im Kriege grg'n Mr Kolon.en in Amerika Infola« ter Xa:ig?ril Steudens unterlegen war Ob« Strube.4 Arb.it. der als Generallnfp«ktor des gesamten Vunbrsdreres Erstaunliche» in bezug auf die Ausbildung V-wassnung und Derpsieg^.g der Truppen gd-iftvt ha«, wäre der Lieg ni mo » auf selten der Kolonien gnodrn Daiür spricht vor allem der geradezu jammervolle 3udtinJ. in Mm St.nibm das yilammengewüriett' Heer borlanb, als er bald nach sriner Landung In Amerika , l. Dezember 1777) aus so verantwor- lunglDotlm Kosten gestellt tmiriv
George Washington. der Obertomman- MrrmiN- der Arme und nachmalig.' erste Präsident der Vereinig en Sraaten. hitte dis Kata- ftrophale der Lage längst «damit und d:rum brim Kongreß die Schaffung der Stell' rines Generalinlpektor» ongereg und auch ti1sä:>!lch durchgricdt Durch daö Ausscheiden d s Ge^-n-olS SoNway, für den diese Sfllc ursprung'tch ge- schassen worden, war der Po'tcn g raD? offen unb wurde auf Washington» Vorsch ag zunächst fom- missansch mit C'.fuben beiegt. dem fie dann rin halbes Jahr später mit ben Range und b.n Be- züg.m eines G. n-«al najorz endgültig üb r r igen wurde Aach sechsmonaflichec unermüdlicher Tätigkeit Steubenv. der Die Truppen prriönlich etneeerzicrte und sich dabei Irine Tiüfy: tterbr --ficn Urb. konntet die *Xcg nmirt Washi.igton» bei Monmouth-Eourthcufe de.. erfl:n "beweis dafür erbringen, waS preutztschr. Drill zu leisten vermocht.'. Von dies-m erst.m Tr Wen führt eine fast ununt.-rbrochene Ketr von Erfälgen und Siegen bi» zur B.lagerung von V o r k i o w n, wo der englifche Feldherr Lord Lornwallis mit seinem Heer.- ei ug f chlosien wurde. Steub.m leitete nicht nur ben Festunastrieg, sonDern führte auch selber dabei eine Diriknm Als der cngl fche Feld- berr die Kapitula Ion anbvi. kommandierte <Äeu- ben gerade vorn In den Laufgräben .unb fo war er es vor dem die engllsch Flagge niedcrgrhvit wurde. 3n dem Heereub -fehl wurde Steudens Aam« von Washington, dem er allezeit treu verbunden blieb in ehrenvollster Weise erwähnt.
Wenn SteudenL Aame trog ferner ungeheure» Ser bien ft t um die UnabWngtqfrit der Vereinigten Staaten lange Zeit in Amerika nicht mit berMben Wärme unb Verehrung genannt wurde wie bk anderer Freihettshclden. die per- sönllch vielleicht weniger geleistet hatten als er. Io ist dies allein auf feine „fremde" Ab - ftammung zurückzuführen. die ihm auch in leiner milttärifchen Xärtgkit als Deneralinspeltor mancherlei Kümmernis unb Zurücksetzung em- getragen hatte. Obwohl er zweifellos der Be- fähigste für dielen Posten gewesen wär«, mach»» man ihn nach siegreiche: Äri.-ge nicht zum Kriegs Ministern 6 trüben rechnete vergeblich auf diel es für ihn wir geschallene Vetäki- gungSseld unb zog 'ich rriignurt zurück, als er börle, dah man diesen Posten einem .deutschen Ausländer" mjx anvertrauen wollte. Auch sonst halte dieser tüchtige sriderziantsche O'h^er. der sein ganzes Schicksal auf die amerikanische Karte gesetzt hatte, mancherlei zu klagen unb es soll nicht unerwähnt bleiben, bah auch bittere s l • nanzi« lle A v t dem siegreichen Feldherrn nicht erspart geblieben ist. Aus Orimb der mit
ihm von 'eiten des Kongresses gehobenen Abmachung, n hatte er eine Summ«, von ö2 535 Dol- lar» zu fordern, lange Jahre, in denen et bittrer Ao» lUt. kämpft, er für die'rs fein Recht vergeblich bis er im 3um 17») bann endlich eme tühriiche Amte von 250? Dollars zuge'prochen erhielt 21 ur tritt 3ahre '»Ute er sich d.ries 5k- nulle» erfreuen, ben* am 28. Aove.mber HM erlag er auf feiner Farm m Oneiba Lounty tm Staate Aeuyoek einem Schlagslusfe.
Heult ist die Bedeutung 6trüben# für den Freiheit Stampf der 'Amerikaner allgemein anerkannt unb das schönste unb ehrendste Denkmal, die nach ihm genannte „6teuben-®e- lellfdoafi . trägt täglich dazu bei leinen Auhm zu mehre t und in immer wt tert Krt st zu tragen E. ist Itzt.. nenb. bah für b.e Tätigkeit die et Dc csischasi. de sich vor ollem b.e Heranziehung bte tc tschen Öle. . . es für das politische Leien Ame tlas zum Z e ^e'e^t hat der Aamt des Generals L trüben gleichsam als Banner gtwähit worden ist. Sine späte, aber gerechte äü i .ung der une mehlichen Derb enste, b e ber Adjutant Friedrichs des Drohen sich um die
Befreiung unb beu Bestaub der Bereinigten Siaaien envor'en hat Wöge die Sltuber.
seilschaft. deren um a icnc*e XäilqteU wachiende Bektutung gewinnt, auch wti-trhin dazu bet» tragen, da» beu |-e «l.emtnt in ben Der. igttn Staute» in eine er. crc Berbinbunj m.t dem englischen zu br. igen unb auf bt« Art zu^.eich Deut chloni unb Amerika einander anz^nä -ern
llr.ur den Feiern, b.e zur Conner, nj an ble 182 Wider c r t<» Ta.es abg. halten werden. an dem L:e-bcn einst amerttanischen Boden betrat, wirb dir von der ScreinigungÄarl Schurz in B« ! n veranstaltete von be'?;iber<r Bedeutung fein, weil bei dieser der keusche Außenminister Dr. Strefrmann b.e Oebenl- tete halten wir? Auch b.e amtrikan.lcht Botschaft ötrb olf Uteri an ber Fe.r teilnehmen. io dah Gelegenheit zu c ner Bekrästigung der traditionellen .jreuntschaft gegeben fein wird, die bis 5um Weltkriege zw.lcl.ei dem Deiche beziehungswe.se Preuhen unb ben Verein igln Stoa.en »um St en ber Länder unb zum Segen ihrer Völker bestanden hat.
Die Geburissiunde der ZukunstSschlachl.
Oie Tankschlacht von (Sambroi vom 20. — 29. Aovember 1917.
Don L Drees Major Im Aeichswehrmimsterium
. Morgen wirb bas Tankkorps Gelegen- beit Uiu-cn. auf btt es fo vie.e Monate gewartet hat unter günstigen Bedingungen in vorderster Linie zu operie en "
Mit bie’era Satze leite e der Kommandant des eng.Ischen Tanllorpv ff/t eral Gilt» am Abend des 19 Dovtrnber 1917 den Desebl für das für den 20. gleichen Monat» ange eyie grobe Tanl- unternehmei. gegen die deutschen Linien bei (iambrai ein. Die er Befehl hat für die Kriegsgeschichte insofern .ür alle .»eilen eine gewisse Bedeutung, weil mit ihm der Auftakt zu neuartiger Kriegführung, dem Pcmzerkamv e zu Lande einseyte, die G.'bnrt-.stunde ber Zukunfis- schlachien hat.c damals geschlagen. Don diesem Desiä)tspunk1 aus betrachtet, kann daher die Schlacht von Lambrat. deren zehnjähriger Gedenktag in da» 3ahr 1927 fällt, eine besondere Beachtung beanspruchen. Dies um so mehr, weil sich anS recht cr7.ärlichen Gründen im Zeitalter ber bod) gezüchteten Was entechnik gar viele Leute die Kopse darüber zerbrechen, w'e sich wohl ein zukünftiger Wal fengang abspie en werde denn darüber ist sich wohl jeder klar, bah wesentlich andere We^e beschritten werden wie tm verflossenen De tkrieg (Sine Ausnahme malt hingegen dambrai, bat deutliche Weae für die Zu- uinfi weist, mithin haben wir es Pier mit realen Tatsachen unb nicht mit Mutmahungen oder gar Hlrngelpinsten zu tun. Die nachstehenden Zeilen sollen sich daher auch darauf beschränken, dem Le'er hauptsächlich ein kurzes Dild dieser Ereignisse vom waflentechnifchen Srandpunlt au» zu entrollen, die übrigen Kampfhandlungen werden nur. soweit nötig, gestreift, sie bieten an sich auch gegenüber den sonstigen Kämpfen an der Westfront kein abweichendes Bild.
3n aller Stille hatte der Engländer von Ende Oktober ab seine bisher an der ganzen Westfront verstreuten Tank» im Bereiche Der 3. Armee im Abschnitt von 6ambral unter dem Deckmantel bet WinierauSbildung zusammengezogen Er plante an dieser Stelle einen großen Schlag unter bisher noch nicht bagewe'enem Masseneinsatz der gepanzerten Kamvfkra'twagen, Tanks genannt. Den Tanks sollte hier Gelegenheit gegeben werden, zu zeigen, bah fie tatsächlich eine so vollwertige Waffe darstellen. bah sie in ber Lage sind, die Hauptkampfaufgabe bei Schlachthaiwlungen zu übernehmen. Wir werben sehen, dah das Tankkorps ber ihm gestellten Aufgabe voll und ganz entsprochen hat.
Line we enlliche Borbe?injung für den (St- ^lg waren finge, c i c Vorbereitungen, b.e sich Mcht nur auf taktische, sondern auch aus technisch« Mahnahmen zu erstrecken hat.en Es galt eine deutscherseits zwar berhällnlsmahig schwach besetzte ter Combrai-Abschu tt galt seit längerer oeit als ruhige Front —, aber dafür recht stark unb tief geglie'-er.c Stellung zu durchbrechen. Zwei Won.e te Derb en.en h e.bet be onbe.c Beachtung. daS eine waren Die auf cacncr Erde befinducken Hindernisania^en, Stacheldraht und sonstige Verhaue daS andere die Schutz-.ztäben. Die ersten Hin7ernisanlaZen standen bei einer Durchbrechung durchaus in -wettet Lin e Hier hatten tie Panzer-lln-e üme ichon eft ihr Können gezeigt, teils gingen he über biefelben im wahnen Sinne des Wortes einfach zur Tagesordnung über, indem sie die Anlagen niederwaizien. z-.im Teil wurden die Derha.'e durch ausgespanirte Ketten oder schleifende Anker zusammengetillen. Anders die Gräben! 'Hur ein 'ehr einfach aber recht sinnreich ous^edachtcs Ve fahren 'ü r e den sindizen Sng änder hier zum Erfolg. G ne nach der Tiefe dreifach angelegte Graoenlime tixir zu nehmen und diese Gräben wurden ob ihrer Tiefe und Böschung von den Deutschen gegen Tankdutchsahrung alS absolut sicher und sturmfrei ange'ehen Sie waren eS aüch nach den bisherigen Erfahrungen. Denn der in derartiae Gräben abgestürzte Tank blieb bisher stets in denselben liegen
Der Angreifer schasste hier nun wie folgt Abhilfe. Er geb jedem feiner 350 Slurmtanks eine starke Straucksafchine von 3 Meter Länge und 1.35 bis 1 40 Meter Dutchnn'ser mit. Dirie Faf hinen wurden an den Votd-rtürmen der Tanks derart befestigt, dah sie im Bcdar'Sfalle leicht nach oern av-UWerfeN waren. Der um Graben an gelangte Tank lieh dort feine Faschine abtvllen. stürzte alSdann bet der Weiterfahrt mit dem Schwänzende auf dieses Polster: von dieser Lage aus gestattete ihm feine Damalige an fich geringe Steigfähigkeit von 30 bis 35 Grad die Gefielteruna tes vorliegenden Drabenrandes. Als taktische Mahnahme für Durch'ührung deS Angrif's wurde nun auf Grund obiger Atts- fübruncen bestimmt D e zu biei Tanks ’oimieren Züge gehen Derart vor. dah ein Auslläru gttank voraus, zwei 3nfanteric anf6 rechts und linkS gestaf e!t mit dicht aufgeschlossener Sturmlolonne folgen. Der Dorhuttank stöht bis zum ersten Graben vor. bahnt also zunächst den Weg durch Die Hindernisse. Am Graben anzelangt, wendet
Vichard Wagners /Ring des Nibelungen".
3«r morfltgm ,.RHr>«stold' -Aufführung
Hoch während der Ausführung de» .Lohengrin" bifdwth^if sich Richard Wagners Phantasie mit -wet oiofsen Siegfried unb Friedrich btoibart ..Hatte mich tchvu langst die bcrrtidx Gestalt des Seegfned angezogen ja entzückte ste mich oollcnds erst, ab es nur gelungen war. ste von aller |pä« tuen Umkleidung befreit, in ihrer reinsten menschlichen Erfchemung vor mtr zu sehen. Jetzt erst «kannte ich die Möglichkeit, ihn zum Helden eine» Drama» zu machen. n>ae mir nie nngriaüen war. solange Ich ihn nur aus dem mittelalterlichen '.st,de- lungenliede kannte." Ihren 'Niederschlag sanden diese Studien in einem größeren Äustatz. ben Warner später unter dem Titel: ..Zhe Nibelungen" veröffentlichte und tn einem T'lan zu einer groben Heldenoper „Siegfrieds Tod', deren Text Wagner im November IMS niederichrieb. viele Operndtchtung entfernt sich noch nicht in ihrer Anlage vom .Lohen- gnn". Cnsemdles unb üdorfinale tm 2. und 3 Akt weisen daraus hm. Es schien aber, al» lägen in dem Opernstoff Reime ihr jur weiteren Ausgestaltung Drängten. Die Xibelungeniber reifte meiur. und 1861 konnte Wagncr berichten: ^Unwillkürlich habe ich mich bemühen müssen, in diesem Drama (,.6ieg- fnclH lob") eine Fülle großer Deziehungen anz'.v deuten, nm den gegebentn Moment nach feinem stärksten Inhalte nxrfen zu lasten, viele Andeutungen tonnten natürlich nur in epischer Form dem Drama eingehigt fein, und hier war der Punkt, der mich mit Mihtrauen gegen die Dirkung-säbigkeit meine« Drama5 im richtigen Sinne einer szenischen Darstellung erfüllte. Von diriem Gefühl gepeinigt, geriet ich Darauf, einen ungemein ansprechenden leck de» Mythos der eben m Siegfried- Tod nur halte erzählung-we:- milgeteilt werden können fdbflän- big als Trama auszusühren ' So entstand mit Blitzesschnelle der ..Lunge Slegfrcb" der Gewinner des Hortes und tlrwecker der Bv nhilde. Da nun olle diese vielen Beziehungen im Mothos nur in ^wirklichen, sinnlichen y)anNung=r.iom.nien", also im Drama, sich crfchliehen konnten, so qiostlte D^on.rs Plan darin. Den Mythos in drei vollständigen Dramen darzustellen denen ein großes Vorspiel vor- auszugehen hatte. „Mit diesen Dramen. 2va!cich jedes von ihnen allerdings ein in sich abg ichlostcnes 6an,zcs bilden fall, habe ich dennoch keine '.steper- totreftürfe nach Den modernen Theaterbegriffen im
Sinne, sondern für ihre Darstellung halte ich foi- genben Plan fest: An einem eigene dazu gestimmten Feste gedenke ich dereinst im Laufe dreier läge mit einem Vorabende, jene Drei Dramen nebst Dem Vorspiele aufzuführen " 3m Dezember 1852 wird die gesamte Ningdichtung in Druck gegeben, im Februar 1853 lieft Richard Wagner Die Dichtung in Zurich an nkr Abenden einem auserwählten Zirkel vor.
Während alle neueren Bearbeiter dieses Stoffgebietes mehr oder wenig-r in Ihren Werken die Aibelungenhistorie aus dem 12. und 13. Jahrhundert aufgreifen, wollte Wagner den aermanischen Mythos bis auf feine Wurzeln bin erschließen, und es gelang ihm. scheinbar fern voneinander liegende Bestandteil.' der germanischen Mythenwelt fo miteinander zu verschwel sten und ein völlig Neues zu geben, ähnlich wie Siegfried die Spltter Aorhungs zer- feilt unb aus den Spänen ein neues Schwert schmiedet. Mag auch die wiffenschastliche Forschung über den Stoff zu eigenen Ergebnissen kommen, die altgermanifchc Götter- und Heldensage ist durch die Wiedergeburt in Won und Ton zu einem integrierenden Bestandteil unseres Dildungsbetines getoorben. Während Die Historie nur ein Einmaliges gibt, vermag der Mythos immer wieder und ewig jung neu auf- leben, besonders durch das Herausfchöpsen des Aeinmenschlichen, das in der Abpragung durch die Musik für unser Grieben anschauliche Form und Gestatt gewinnt.
Das tragische Moment in dem Zyklus ist der Juch des Goldes. Denn das Gold bringt Die Macht: wer es gewinnt, der muh der Liebe entsagen denn EgoiSmus-Macht ist unvereinbar mit Liebe-Hingabe Und fo konnte Wagner mit Recht das gesamte Werk als Den .Hing de» Uibelungen“ bezeichnen: „3n dem Der Aatur entwendeten und gemihbrauchien Dolde, dem Aibelungenring. verdichtet sich die unheilstiftende Macht, das eigentliche Gilt der Liebe: nicht eher ist der auf chm haftende Fluch gelöst, als bi- es der Aatur wieder gegeben, das Gold in den Ahein versenkt ist."
Wotans Gestalt erscheint in Verschuldung unb Zorn, in Ohnmacht unb innerer Läuterung bis zu freudiger (t-tiagung und Untergang. Durch Loge», des unbeständigen Feuergottes Hilfe vermag er Alberich Den Ring. Den dieser Den Khcintochtern geraubt bat, zu entreißen, muh ihn aber Den Kiesen Fasolt
und Fafner lasten, die Ihm Die Burg Walhall gebaut haben und denen Freia, die Göttin der Zugend, Dafür verpfändet worden war. Fafner hütet als Drache den Nibelungenhort und den Ring. Dem Alberich ersteht in seinem Lohne Hagen ein Racher Wotan selbst, durch Erda gewarnt, Darf Fafner nicht angreifen. Rur ein freier Held kann Fafner da» Symbol Der Macht entringen. Siegmunds und Sieglindes Sohn Siegfried gewinnt Den Hort, Die Tarnkappe und den Ring, er erweckt Brünnhilde au» Dem .^auberfchlaf und Die jungfräuliche Walküre zum hingebungsvollen Weibe. Aber auch er kann Dem Fluch des Goldes nicht entrinnen: Hagens tückischer Verrat bringt ihm ben Untergang. Die freie Liebestat des Weibes. Der Siegfried in Den Tod folgenden Brünnhilde. die entsagend ben verhängnisvollen Ring Dem reinen (Element zurückgibt, behält Den Sieg Die nach Macht Strebenden, Wotan und (eine Götterwelt, finden Den Untergang.
Das ganze Dichterische Werf erhält seine Einheit I chkeit Durch Die brionDere SprachbehanD- Iutkl Wagner äußert sich selbst eimnri Darüb.-r: .MS ich Den Siegfried entwarf, fühlte ich mit vorläufig gän.zlichem Ab'ehen von Der muf fa- fischen Ausführungslorm. Die Unmöglichkeit, oder mindestens tv vollständigste Ungeeignetheit Davon. Diese Dichtung im modernen V-rie auszuführen ... So wie Dieser M-nkch sich bewegte, mustte aber notwendig auch sein redender Ausdruck fein: hier reichte Der nur gedachte moderne Ders mit feiner verichwebenDen. Krb^riofrn Gestalt nicht mehr aus. Der phamastilche Trug Der Endreime vermochte nicht mehr als fchernbares Aeifch über Die Abwesenheit alles LebenDtyn Knochengerüstes zu täuschen. Das Dieser Ders- körper nur als willkürlich Dehnbares, h n unö her zerfahrenes Schleimkiwrpelwerf noch In sich saht ... Sonnt muhte ich auf eme andere Lvrach- mdoöie sinnen ... Es war Dies Der. nach dem wirklichen SprachakzeMc zur «türsichsten und lebendigsten Ahy'bmik fich fügen'«, zur unrndsich mannigfaltigsten Äuntoebur.g jederzeit leicht sich befähigende, stabgereimte Vers in welchem einst Das Dolk selbst Dichtete, als eS eben rroch Dichter und Myrhenfchöpfer war."
DaS straff Geiahte der dichterifchen Konzeption finDe: feine Vollend-un^ in Der muf ka» lilchen Darstellung Wagners. Won und Ten find in feinen Werken bisher immer als zwei Gegensätze angesehen worden. Derrn II 5 rbrückung in Dem Werk Dem Komponisten nicht Immer gieich- mähig gelungen sein soll. Der ganze S-chwall von Literatur über dieses Thema erweist sich als
Donnerstag, Dezemder 1927
et und bekämpf: Die Grabenbe ayang mit 'Brett- fetten. träjrcn.:<.n durchsiet.eri der uxtu- Tank »r.u Hcks« e.ne: fr.int den Graben unb n eunt air. »• Jeitigta Gtarrnrand M ,-,eurrtampt gegen Die Oral>envc'ab..nj auf. Xant 3 hut4>fabtettef nun aut dem breitesten Wege gleich all» ben ersten Graben und stösit b»s zum »meura Graben ccr. bei rr nun seiner seit» mit Hilfe Dteser Faschine für sich und die bc-Den Zuglomeraben aangbat macht sind diese ihm gefolgt. Io setzt ich bet alte Vorkämpfer, ber noch alle n im Besitze leine» Zaschinenbünl« s ist wieder an Die Spitze und bur. 'ch.e < n . t alr « e. ben Du..en und letzten Graben Da» System hat.e vollen ä.fela. ne n auj, unter den Abwehrmastnahmen ter Verterdicer mancher Tank aus der 6irede blieb, der Durchstoß al» solcher ce.ong vollkommen unb am 20 abend» gejen 5 Ubt wurde rwch an den We tau»^ä gen bet Orte Masnn res und 2ln e-f geäfft, b.e c Tatsache besag,, hast es dem Angie |et innerhalb zehn Stimben ge- lunaen, seti<en Angris! aus 7 bt» 8 Kilometer Tiefe vorzutta, e i. allo ein beachtlicher Erfolg
Die Ädtr.pitanMunj selbst setzte am 23 ?l-»- oember, s^üh e 20 11 (>r. ein, etc net durch ein fjjlaganiQ uberiDäliigenM Arilller eseuer auf bie gänzlich überrasch c i, nur dünn besetzten deutschen Linien Unter dem Schutz Der Aritllerie lebte sich k-as ftar.e Tanlg> schwak-er in mehreren Wei en unter |<uänH^er Führung ,e«nc» Ehefs im S’.aggtanf ..Hilde" aus die be dfc en Ctn.en in Bewegung Der am Moraen herrschende Aovemleri.ebel begünstigte bie Annäherung, bie zudem durch reichliches Vebelschiehcn Der englischen Artillerie Den Augen des Verteidigers gänzlich entzogen würbe. Kein Wunder, bah unter bett obwalienken Ilm ständen kb r Olnariss von Erfolg, zudem bie technischen unb taktischen Mahnahmcn ber Grabenüberquerung ailsgetzrich- n«t arbcl e en
Kampslos aber überliehen bie schwachen Ver- t.iM(,er i en Ungetümen bennoch mcht bas Zelb, sonderlich In ben Stutzpunkten würbe heftigster Widerstand ge'.eistri. wobei vor allem Der nur 3 Kilometer von ter Ausganqss e si.ng entfernte Ort Flesquidre» zu nennen, der völlig umzingelt, erst am 21. früh Dem Feind in bie Hank» siel. 16 Tanks büßte der AnZreiser nah eigenen Berichten an bie’er Stelle ein unb bas durch ein ein» zes Fe'.dges^ütz, bas aus nä hsier A ihc bie nach unb nach aus einer Bobenwelle aus tauchenden Ban»,erwägen erleblgte; zuletzt von einem überlei enden Cf tVer allein bebienL ber hier den Heltenlob sanb Anbeter esis aber richteten bi« -Tanto natür ich auch große Verwüstsnq unter t<n Geschützen und Mas'l «ngewehren an. gar viele von ihnen wurden einfach von den Kolossen im Vorwärtsschreilen zermalmt
So spielte sich ein Vorläufer der Zukun'ts- schkacht anläßlich dieser Kampsesweife vor ben Augen Der Welt ab. Hütt« Der Angreifer auch In entfpreckender Welfe ben Fklegereinfqtz betätigt, da- Bild einer Zufunftsfchlacht wäre .-In vollkommenes gewe'cm g m Glück der Deutschen geschah da» nicht, zum Gküf für sie fehlten Desgleichen bie erforDerlich.n harten 'S e 1 e r o e n zur Auswertung Des Durchbruchs. Da» Feh'en dieser beiden Faktoren bewahrte uns damals nach Der siegreichen Fland-ernschlacht vor einer Katastrophe von nicht ao'ebbarem Au<«natz. Aber gerate ter Helden haste Deutsche Widerstand gegen ten wochenlangen zahlenmäßig weit überlegenen Angriff Der EnglänDer In Flan Dem, war Die Urfa fx. Daß der Gegner. Der sich anläßlich dieser Kämple bere.t- verblutet hakte. Den Erfolg von Gambra: nun nicht au-zunutzen vermöchte. 3n den von Deutscher Seite einsetzen- t-en Gegenstößen. Die no*. bis zum 29 Ao- iiember Dauerten, wurde Ihm sogar ein Teil Des gewonnenen Ge ändes wieder abgenmgm. Immer- 6ln, der eigentlich beabsichtigte Zweck, die Tank- geschwader In Ihrer Kampskrast praktisch zu er» proben, war erreicht unb hatte Der Leistungsfähigkeit Dieser neuen Walle ein glänzend.'» Zeugnis ausgestellt, ihre Beteutung für Die Zu- kunflsschlachl war Damit erwiesen
nichtig, wenn man DaS Typische Der schäpferischen Periönlichkrir Aichard Wagners ins Auge fahl. War schon bei Earl Maria von Weber Das innige Verwachfensein mit Dem Szenischen als Hnrdlung in Der Musik In Erscheinung getreten, so prägt sich am allerDeutlichsten Die Griftesstruktur Des Synästhetikers bri Alchard Woaner au». .Wir triften. Daß nicht Die Verse De» TertDichi.-rs. und wären es die Goethes unb Schillers, die Musik bestimmen können, dies vermag allrin Da» Dr >ma. unb zwar nicht allein Da» Dramatische Gedicht, sondern da» tmrfltd) vor uni em Augen sich be- weaend« Drama, als sichtbar gewordenes Segen» bild der Musik, wo dann Das Wort und Die Red« einzig Der Hofchttrng. nicht aber Dem dichke- rischen GeDanken mehr angehören." Das verwe-ift unzweiDeutig auf dne gemrinfamt W.'rzel für Das Wort. Die dichterische Formung, und den Ton die musikalische Gestaltung So können sich Dichtung und Musik, als aus einer gemeinsamen Quelle «nttpramgen, nicht parallel gegenüber» stehen, sondern sie müssen als einheitliche Aeuß<-rung betrachtet toerDen nach ihvnn sie g'- metnfam err?genben Ursprünge. Den Wvet -n als den bcgrifsltchen Symbolen gesellen sich aefühls» mäßige, muftkalische Snrnbole zu. und bitte musikalischen Symbole sind die ßr.tmot.tx für Richard Wagner. 3n ihrer ost lapidaren Art müssen fi« also auch ihre Gestalt ändern, je nach dem geistigen ZusammeTchang, in den die zu i^ncn gehörigen Begrifsswvrte treten Die überkommene Form des Rezitativs formte dielen Anforderungen nicht enllpoechert, da sie nur zu einer Asiozialtvn des Musikalischen m.t Dem left» l'.chen hin reichte, aber nicht zu einer B?richmel- »ung führte. Aus Diefem aeiftigen Zusammenhang von Dichtung unb Musik er-tanb Darum Die fo vielfach mißverftanDene .unendlich? Melodie". Dte eben m ihrer melodischen 6 nkleidung Des Serie» Durch Du Verschmelzung unb geistige Bindung eine anDrrc Gestalt annaDm als da» bisherig« Opernrezitativ.
Die Einheitlichkeit ber Wagncrschen Gestaltung wird also durch da» Szenische in seiner Gliederung gegeben, und so erwachsen durch das Derweilen beim bildhaft Erschauten große lyrische Höhepuntte. der einheitliche Zug tm ganzen Zyklus wird durch die Selchlosien entstandene Iiditung gewahrt. 6t lilbidje nterschiede der srüher gc!chasfencn Teile „Rhein- goB)*, „Walküre- zu den späteren Formungen finden io^re Begründung in der geistigen gorUvtw.ck.'ung des Meisters. Dr. H.


