lichen SrrtcfegmfryrTTnKTTfl, Me alles Weber gut machen.
Sv liefen f.ch beide geflenicitig ihre getrennten Wege gehen. Ferdinand zu seiner vor- geschriebenen Routine von KabinettsfiHungen. 'ikrrlament6erÖffnungen. Bittschriften studieren, Gesetze unterschreiben und sonst noch was. Mar.e zu ihrem gesellschaftlichen und Wohl tat igkeirs- werk, zu ihren Lchre-.bangelvgenhe,ten unü ihren Reisen, ihrer .persönlichen Politik sowie ihrem Haushalt. Mindern und Gürten.
Mit Ausbruch te« Krieges, glaube ich. wurde de Freunölcha^t zwischen Ferdinand und Marie »o^ar stärker, b;c gemeinsarne Sache und das nat^nalc D.faster brachte f;e enger zusam- men. 3n 1914 starb König Tarol und Fer- dinand bestieg den Thron. Die Freundschaft zwischen -hm und seiner Frau, die königliche Gemeinschaft. die existierte, ward aller Welt offenbar Al« Ferdinand feinen Herrschern d leistete, schuf die Äönioin ein neue# königliches Verfahren. indem sie ihren Platz an feiner Seite < innahm und als er vvrtrat. um den Eid zu leisten, warf sie ihren Lrauerschleter für den toten -Mönifl zurück und stand lächelnd neben dem lebenden König da, als ein Symbol für die versammelte Menge, dost auch sie mitherrfche.
Die menge verstand dies Symbol sie nahmen den nicht gesprochenen Eid mit enthusiastischer Zuneigung entgegen. Man hatte Ferdinands englische Prinzessin immer geliebt.
Die beiden haben gut miteinander gearbeitet. Ihre Freundschf.ft wurde mit den wahren immer inniger. Des König- frühere Härle und Eifersucht ging allmählich m einen nachsichtigen Slvli über. Sie hatten ein gerne.nsamet. wirklich aufrichtiges Interesse an ihren Kindern. Sie iDurcn beide gute Eltern, gewiffetchaft und verständig. Die Kinder lieben beide — Elizabeth. die älteste Tochter, heute S f f ö n i g i n do n Griechenland, ist ganz auf der Seite ihres jkJterG, aber die anderen scheinen Ile beide gleich lieb zu haben und zu verstehen. So haben sich König und Königin erfreulich miteinander vertragen. Wenn jemals Blendwerk vorhanden war. Io ist die- sicher in Maries Herz erstorben und Freundschaft trat an seine Stelle - Freundschaft und eine Art liebevolle Zuneigung.
3n ihrem Boudoir verstreut, wo sie auch immer fein mag, selbst aus Reisen mit der Eisenbahn oder beim Aufenthalt in Hotels findet inan b i e schönsten Geschenke, die ihr der König im Laufe der Iahre gemacht hat. So hol» ich einft eine kostbare Zlgarettenüose aus weistem Rephrit auf, mit einer Krone und den R. M. lRegina Maria) in Diamanten auf einer Seite
..Sin kleines Geschenk von meinem alten Kbnt g ", lädyelte Marie — mit scherzhafter Betonung der etwa- hählichen Worte.
König ficroinanb begann eine neue Kron- juwelsaminlnng für seine Gemahlin anzulcge i einige prächtige Stücke mit Diamanten besetzt, Perlen und riesige Saphire — die früheren Kvonjuwelen waren nach Ruhlaud zur Aus- Ixtoahrung gesandt irorden, als der Krieg aus- brach und waren nie wieder zurückgekommen.
Wenn der König jemals krank war, war ehrliche Sorge in Maries Herz. Sie sagte mir einst, das,, wenn der König vor ihr sterbe., würde, sie durchaus keine Anstrengung machen würde, einen Machtstandpunkt einzunehinen und öafj sie vorziehen würde, zugunsten ihrer vielgeliebten Schwiegertochter, der reizenden Prinzessin Helene von Griechenland, der Gemahlin deS unartigen Garvl, zu verzichten — „Der König und ich, sagte sie, .haben wie zwei alle Freunde in gemeinschaftlichem Interesse gearbeitet. Unser ehrliche« Interesse ist immer nur Rumänien gewesen. Was wir auch immer für Fehler gemacht haben Mögen, wir meinten jedenfalls das beste und ich bin überzeugt, das BoÜ weist dies auch"
Dann sagte sie noch von ihrer Heirat fpre- <bcnb: Wie schade, dast so viele Iugendjahre verschwendet werden müssen, um zu lernen, wie man zusammen leben soll. Die Feuer find nun erloschen, alle Enttäuschungen und Eifersüchteleien und Mistverftändnisse find ausgeglichen worden. Wir find glücklicher, ganz entschieden, als wir e« jemals in unseren jungen Ehejahren tvareu. Manchmal denk ich. das) es etwa« besseres gibt, als diese feurige Sache, die von den Leuten .Liebe" genannt wird, dies ist Zärtlichkeit und Freundschaft.
Anglo American N. S. Copyright.
Oberhessen.
Landkreis Gieren
CO tUi« ■ 31. Oft <Hitreu der
alten Lieberlieferung eröffn, t am gc gen Sonntag vormittag I Uhr der hiesige Pofaunen- chor unter sein, m Str.genier.. Kre.sbaumwart Germer, mit den Dort rag einiger Choräle vor" unterer Kirche the Kirchweihe Diese ist hier orS auf den heutigen Tag em rem kirchl.ches Fest geblieben sie hatte k.?kes Iahr eine ganz besondere Bedeutung, da unsere innen neuhergerichtete Kirche am gestrigen Sonntag wi:• der in Gebrauch genommen wurde. Wie einst vor 61 Iahr.m bei der Einweihung der damals neuerbauten Kirche, so wurde auch gestern wieder der Festgottesdienst eröffnet mit dem Choral des Posaunenchors .Mein Gott in der Höh sei Shr." Der Feigottesdirn st vereinigte viele Gemeindemitglieder und zahlr. che Besucher .TuS den Rachbarorten in den Gotteshrufe. In feiner Fest predigt über Psalm 26. Vers 8 gedachte der Ortsgeistliche, Pfarrer Göbel, der elften Einweihung der jetzigen Kirch: im Iahre 1866, und der Derhältnifse. die damals in unterem Filialdorfe herrschten. Durch passende Lieber trugen Posaunenchor. Schöler chor und Kirchench r viel zur schönen Ausgestaltung des Festgo.:eS- dienstes bet. Auch der nachfolgende Kinder- gotteSdienst war in den Rahmen der Kirchwethe eingepasjt. Losaunenchvre und Gedich'- Vorträge gaben d.e'em eine besonder: Weihe. Oberkirchenrat Wagner (Giestcn) und Dekan Gust mann (Lollar, hatten thre Glückwünsche schriftlich übermittelt Die Kirche ist nach Entwürfen von Daurat Kuhlmann (®ief)cn) und unter der Leitung vor. Dauinfpektor B i ck e l - Haupt (Giesten, in künstlerisch feiner Weise wieder Hergerichtei worden. Die Weistbinder- metfter Friedrich Lenz II. und Ludwig Dreymann II. erledigten die Mcistbinderarbeit:tr. Die elektrische Beleuchtung wurde verbessert und die InstallationSarbeiien durch Kaufmann Schimmel auSgesührt. Der Firma K. I. Schultz (Marburg) waren die Derglafungsarbeiten übertragen worden. Gestühl, Altar, Kanzel und Orgel sind dunkelbraun gehalten und letztere mit Goldleisten verziert. Die Empore an der Männrr- bühne erscheint in rotbrauner Farbe. Die Wände zeigen in ihrer unteren Hälfte
Ton, und über der Männer bahn: orange Farbe. 3hr Hebung des ganzen Eindrucks trägt namentlich der blaue Hintergrund hinter der Orgel viel bei.
• Grohen-Linden. 31. Olt. Der Invalide IohanneS Weist I. und seine Ehefrau Elisa k>e t ha geb. Reichhardt können am 4.Rovember das Fest der goldenen Hochzeit begehen.
2 Rödgen. 31. Olt. Die Winterveranstaltungen unserer Vereine haben gestern mit einem Konzert des Gesangvereins „Konkordia" urLi Leitung des Ehormeisters Konrad Ricolai «Drosten-Buseck, und unter Mitwirkung des Ei enbahnerquartetts Giesten und der Kapelle ehemaliger Militännufiker- G testen ihren Anfang genommen. Die zahl reichen Zrchörer nahmen die abwechslungsreichen Darbietungen dankbar entgegen und waren sichtlich gepackt von der gebotenen Musik und den gut durchgearbeiteten Ebören. Die schönste Leistung bot her Batin in Dem Werte „An der schönen blauen Donau" von Straust. Hier spürte man deutlich die geschiclle Arbeit des erfahrenen Dirigenten und stellte mit ‘Befriedigung das ejaftc Zusammenwirken des Ehvres mit dem Orchester fest. Es ist zu begnmen., dast daS Programm nicht nur Kunstchöre aufwies, sondern auch daS Volkslied berücksichtigt wurde. Mit aus diesem Grunde und dank der ckuster- ordentlichen Fertigkeit des Solisten auf feinem Instrumente erntete das Tylophonsolo in einer Variation über »Lang, lang ist» her" ungeteilten Beifall. Ausmerklam lau|d;te man auch dem fauberen und gewandten Spiel des Orchesters und dem seinen Solospiel des Herrn Schwarz- lose.
§ Alten-Buseck, 31. Oft. LandwirtsclwstS- assessor Dr. B ö ch e r vom Landwirtschaftsamt Grünberg hielt qeftern abend in einer gut besuchten Versammlung einen fesselnden Vortrag über: ..Die Wichtigkeit der Bodenbakterien für die Landwirtschaft und ihre Förderung buraj zweckentsprechende Bodenbearbeitung." Anfchliestend sprach der Redner noch über: ..Die bessere Aus
nutzung der angewandten Dünger und ihre Be- öeutung für da» Wachstum der Pflanzen." Die Aussprache war sehr anregend und zeigte, welche -lebeutung man den Ausführungen des Redner» beimast.
- E 1 i m b a ch. 31. Oft. 3m bief .gen Schul- faal hielt gestern nachmittag Landwirrschafts- affeffor Dr. Seezer vorn Landwirtschaft samt amt Grünberg einen lehrreichen Vortrag über . Düngungsmastnahmen im Herbst Den Ausführungen deS Redners wurde mit grostem 3rt:refle gefolgt.
J X r e i s a. ö. Lda.. 31. Oft. Die Ortsgruppe TreiS-Allendorf a d Lda. de» .Deut- scher Scevereins" veranstaltete g hem im Lempfchen Saale dahier einen Vortragsabend, zu dem als Redner Reichsbahnob^- sekretär ® o e r 1 e au» Offenbach gewann:n war. Rach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Pfarrer Böchner. in denen er die Ziele des Vereins Herr Goerke in äusterst packender Weif: die lühnen Fahrten des Hils-kreuzr» »Möwe' im Atlantischen Ozean während des Weltkrieges, die er als SchissSofsizier mitgemacht hat. Vorzügliche Lichtbilder, eigne Aufnahmen des Redners. ergänzten und erläuterten den interessanten Vortrag. Die am gleichen Abend stattgchebt. Wahl deS Vorstandes hatte das Ergebnis, dast der seitherige Vorfitzcnd:. P'arrer Böchner, wiedergewähik. Förster Bing zum Rechner und L. L e m p zum Schriftführer neu- gewählt wurden.
Reinhardshain. 31. Oft Im Zusammenhang mit der geplant en Gefallenen- Ehrung. über die schon berichtet wurde, wird auch eine Erneuerung unsere» Kirchleins durchgefühn. Dast indc Erneuerung nö ig war. darüber war man seit Iahren einig. Schon um eine groricrt Anzahl von GotteSdienstrn in unserer Gemeinde, die bei fa>lxf)t:m Wetter einen schwierigen Kirchweg auf den Wirberg Hal, zu ermöglichen, mustte man der Renova'ionssrag nähertreten Seither hielt i).t Pfarrer feine freiwilligen Gottesdienste me.ft im Schulsaale. R.kch der Herstellung unseres Kirchlein», die augenblick- lich von Weistbindermeister Laub und Schreiner- meister Römer vorgenommen wird, wird unfcr Pfarrer trotz der Schwierigkeit sein.'» D en st es nach Möglichkeit noch weitere sreiw.ltige Q'oltc»- dienste in unserem Kirchlein abhait i und fo besonders den Alten und Kranken, die den Weg zum Wirberg scheuen müssen. G legenheit zum Besuch dcS Gottesdienstes geben.
t Wirberg, 31. Oft Mit dem Ernte- dankfest auf dem V.itrbcrg am letzten . tage find die Erntedankfeste in unserem Kirchspiele alle gehalten. Vor 14 Tagen waren di: Feiern in der Wirberger Kirche und in Harbach. Unter starker Beteiligung der Demeind.n und Mitwirkung der Kinder, die unter Gesang und Aussagen von Sprüchen die Emtegaben zum Altar brachten, nahmen beide Feiern einen har- monischen Verlauf. Vor acht Tagen fand dann die Feier in Beltershain statt, die wie die Feiern auf dem Wirberg und in Harbach stark besucht war. so dast das GotteShauS kaum auSreichte. die feiernde Gemeinde zu fassen. Auch hier wirkten die Schulkinder, wie in den anderen Kirchen mit vnd verschönten mit ihren Gesängen die Fei«. Bei der letzten Feier auf dem Dettsbrra wurde von den Schulkindern in Saasen daS Erntefest s p i e l von Pfarrer Dr. Lic. Stumps bar- geboten. Wie in den anderen Kirchen, so hatte auch hier der Organist Lehrer Huber die Einübung der (Mange und des Festspiels übernommen. Ihm wie den anderen Organisten ist der Dank der Gemeinden sicher. Auch auf dem DeitSberg war die 'Beteiligung der Gemeinde so grob, dast die Kirche kaum auS- reichte. Die Kollekten in den vier Kirchen am Erntefeste brachten schöne Beträge, die bet unherkömmlich für das Werk der Diakonie bestimmt sind.
ri Lich, 31. Oft Am gestrigen Sonntag, dem hiesigen Erntedankfest, hielt StiftSdechant Lenz, der nach Gießen versetzt ist und dort am nächsten Sonntag seinen Dienst antreten wird, in der vollbesetzten Marienstistskirche fein: Abschiedspredigt. Im Go:tesdienst wirkte der Gesangverein .Cacilia" mit. her auch im Rach- mittagsgotteSdienst einen Chor anlählich des Erntefestes fang. Pfarrer Lenz war etwa-über 10 Iahre hier tätig, zuerst zwei Iahre als StiftS- psarrer, dann, nachdem Kirchenrat Klingel- Höffer in den Ruhestand getreten war. al»
Kameraden.
SRoinan von Selig Moeschlin.
Copyright by Carl Duntfcr, Berlin W 62.
2. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
.Nein, nein. nein, ich kann meinen Blinden incht verlassen!"
.Ist nictst ein Mmm den andern wert?"
..Wir haben ein Änb."
„Ste tonnen mit Georg noch viele Minber hoben ."
Sie verbarg das Gesicht mit den Jjanben „Still, still J3d) muh einen anderen Weg suchen. Ich »nutz die Schuld auf mich nehmen."
..Und loenn Georg darüber zum jrocüenmal zugrunde ginge?" fuhr er unbarmherzig fort ..Ich nehme an das, ein Mann, der eben erst aus einem 'tebeniäbngen Irresein aufersteht, nicht sehr rotber ftanb^iabig ist."
Sie gitterte. ..Da» ist bas Schwere dao sagt auch der Professor. Er sagt, mir dürften ihm die Wahr bett erst nach und nach beibringen.'
„Nun gut. man konnte ja beispielsweise tagen. Sie seien verreist. Unterdessen wird die Scheidung georbnet. Au» too» für (Äninben wurde die erste Scheidung ausaesprachen?"
„Wegen unheilbarer Geisteskr msheit."
„Sehen Sie. Rim ist der Unheilbare geheilt. Der Weg zur Diederoerheiramng steht offen."
„Aber er
„Wer er?"
„Mein Mann ..."
„Sie werden verstehen, das, tch keinen «niast habe, auf Ihren Mann Rücksicht zu nehmen '
Sie jammerte: ..Da» fofl man hm* Georg
..Vielleicht lästt sich die Ängetearnhc auch auf eine andere 'Weise ordnen." sagte örunbt lang<am „Ganz im Sinne unserer Zest. Man wntz )a nicht ob (tzeorg so großen Wen darauf ieat. wieder 3br Mann ,u (ein. Er bat sich vielleicht m ietnem mm elfjährigen Schufienaradenieben neue Bnichauungen zugetegl. ‘Bkllntbi gibt er sich ganz gerne banst ,ufrieben. Ibr Liebhaber zu werben Dann können 3ie Ihren Mann behalten imb da Ibr Wann auf beiden Augen bl mb ,st. werben 9k e» mcht fo
schwer haben, ihm eine Komödie oorzuspielen." Er kicherte, oder täuschte sie sich'^
Sie hob die Hönde gegen ihn Sic ballte die Fauste. „Warum sind sie so ..." Sie suchte tastend nach dem richtigen Wort.
„So zynisch, wollen Sic wohl sagen? Ich kann cs Ihnen erklären." Er uatym feine frtn»ar$e Brille ab und stellte sich ins Licht. „Schonen Sic nNch an."
Sie tat es. Unwillkürlich schtost sie die Augen
3.
„Begreifen Sie nun, warum ich jo bin?" sagte er nach einer Pause. „Habe ich nicht ein Recht, zynisch zu sein?"
„Es gibt fein solches Recht," sagte sie, immer noch mit geschlossenen Augen.
„Dabei wagen Sie es nicht, mich anzusehen!"
Sie schaute ihn an. Sie fturne auf die fürchterliche Maske dieses verstümmelten Antlitzes lebend die eine Gesichtsbalfte. tot die andere. Das linke Auge war ausgestrichen. ausgelöscht Das rechte Auge halb geö-fnet und gerötet. Sie ballf sthlimmc Dinge gesehen. Aber hier war es mcht ök Schrecklichkeit einer Wunde allein, die einem web tat. E» n»ar jene Rriippefbafhgfeit. die eine verkrüppelte, beschädigte Seele entblößt. Cs liest sich nicht q.nau auebrutfen. Es seiest ab. ohne dast man bte Gründe hätte aui.zühlen können. Der Anblick bifee Em> augigrn schwer^te.
9r schien »hre (»tedanken zu erraten, ckm (Mra- mnsptitter bat mir bas Antlitz jerrtflen. Ich habe es nicht mehr nötig, mir auf einer Mcmur ein paar Schmisie zu holen. Ich habe fte weg. Der Arzt bat nicht viel gekonnt, aber ich must chm dankbar fein. Er bat mir jeberJaUs bas Lieben gerette' Wenn man nun für dieses Leben überhaupt dankbar fein soll. Er bat mich zusammengeslitkt <o gut e.- amg. In einem Spital batten sie e* wahrscheinlich bester gemocht Man kannte vielleicht auch beute noch etliche* bester machen, aber ich wünsche es gar nicht. So rote ich dm. so soll man mich nehmen
Und dennoch gibt es Ihnen kein Recht fernem Menschen wird bte'es Recht gegeben E- hängt dennoch alles von Ihnen ab. Dte Blinden . " tagte fie langiom, beim sie prüfte nach, sie suchte ftch selber zu roibertegen. „Retn. die Bltnben waren Kelter."
.Bielleicht glaubten ste immer noch daran dast es ein heiliger Krieg gewesen le! "
„Ein heiliger Strieg?" Sie erschauerte. .Ich weist nicht. Bielleicht müssen wir dach denken, deih es ein heiliger Krieg geroeen ist. Es hängt von uns ab, ihn au heiligen. Das hat Georg gesagt. Immer wieder bat er es getagt."
„Ein Wahnsinniger darf das sagen."
Sie hielt sich den Kopi. .Ich weist ,a nicht, ich habe an so viel anderes zu berrfen." Wieder schaute sie ihn an. Diesmal schreckte sie nid)? zurück. Ihre Mütterlichkeit war starker ais der Äbscheu Unter ihrem Blicke schlost er, irgendwie überrounben und besiegt, das rote Äuge, das noch sehen konnte. „Sie tun mir leid," jagte sie weich.
Er griff nach her Brille .Ich wünsche kein Mit leid." sagte er höhnisch. „Meine Zeit wird kommen ~
Wieder reckte sie 'ich. .Rem. Ihre Zeit wird nicht lammen. Sie darf nicht kommen." fugte *te aus leidenschaftlichem Impulse hinzu. sage ich. dachte sie gleichzeitig. Ich weist ja mcht. was für eine Zeit er meint. Aber es kann keine gute Zeit fein.
„Sie wird kommen", faote er unbeirrt. ..die Zeit der Macht und Gerechtigkeit. Den Unbann herzig en wird die Macht gegeben werden, den Sachlichen, den Db|efhoe:i den llemimfhgen. Der Weg der *3«it ist eindeutig Die Mewchen haben eine barte Peitsche nötig. Sie lehnen sich schon darnach unh begehen derweil ihre Ioti>eiten.~
Die Hernctztft der Einäugigen'" Sie lachte rücksichtslos. Das «Tiefste in Ihr war beleidigt.
„Darum mcht^" lächelte er. ..Die Zweiäugigen werten oenwrrt durch d,e Fülle der Er'chernungen. Ihre Haltiing ist unsicher, denn fit sehen h*bes 2?rng i>on zwei Setten an. Nur die Begrenzung und Ein »ettigfeil schafft die Vorbedingung zur Mach: A'.r . :idüa zu rächen hat. der weist auch d,e Peif che zu schwingen. Der die Nücksichtsloftgkelt erfahren, weist
ZU fern."
„Mein Mann Hot beide lugen verloren, ober er ist n.cht bitter."
Keine Kunst ... rmt Ihnen!" Hast. NerS und Etferiucht UKir in feiner Stimme
Unwillkürlich wich fte zurück und schwieg eine Delle.
„Er Hl auch vorher rurtx biaer gewesen." iagM sie dann Itanbbaft. Er rnustie brrrmal operiert wer den. es gehört Wut daz Er hat me ern Hortes Dort gesprochen. Er sagte, er fei bonfbar. dast er
Dechant br? MorlenBft» Hrtcr oft fehr schtvle- rigen CBerbJitnibci hat er im Krieg und tn der Rachkriegszeit seinen nicht le.chten Ttmft mit Tatkraft und Ilmlicht getan. Die Gemeinde verdankt hm die Gründimg e ine» Pvlaunemchvrs. t -fkn Ontung er mit Sachtenntnis und Eifer in die Hand nahm. Si» wird eine längere 3nt vergehen, bis die Stelle wieder besetzt werben lärm. Inzwif -en soll der Stiftspfarrer den ge- famten Dienst verfch.'n. Da er auherdern noch Pfarrer ron Ried..desfingen ist und bet btm h.rrfcxr.ien Mangel an Geistlichen Aushilfe von auswärts kaum zu beschaffen ist, treten sehr zum Schaden t r meir.de Schwierigk ilm m d r geidlichen V^r argung der Stadt ein. So mutz Ä- V ein so biüi-vnbes und segen-reiches Werl, wie >te fe.! u . r 3D Iahren best hrnd: Kinder- kirche. bi» auf weil.res au» refcyt werden. Auch können d.. Gct esdienste nicht in der Regel- mäbißf.u gehal en werden, wie es wünschenswert wäre
tl Ottin^ebcufen. 31. Oft In einer flut besuchten orauenoerfammlung sprach h er am Sc ■ jg Frau Oeerjult ^inf veiror Kahn von Gi ' ü. er d ' Ausgaben d e r "e v angel Ischen Bahn Hof »Mission. Der V,r- trag, t.r eine Menge von eigenen Erl.bnistca ;v. -'r:a::c. ’ant» das unge Interesse Der oubörer rxnen. die sich dav?n überzeugten. lab durch die Babnb'fsnullion eine noiweni. ge und segensreiche Arbeit getan wird In einer Sammlung, die für die gute Sache 30 Mark ergab, kam der Dank der Zuhörerinnen zum sichtbaren Ausdruck.
Ara» Friedberg
sf Friedberg, 30. Okt Auf der Tages- citnung der jüngste:, Stadtverorbneten- Übung stand auf Antrag des Stadw Beutel (Äcmm. • Die Debatte über bas Reichsschul- gefetz. Sic S:adtv. Schröder unD Prof Gebhardt erschienen nicht und erklärten in einem Bnc daN fk eine Debatte über das Reichsfchulgesetz innerhalb der Stadtvervrdneten- jiyung ablehnen. Bürgermeifter Dr. Sehd steht auf dein Boden der Limuftanschule und hält das Rcichs'ch-ulgcsetz deshalb für nicht annehmbar, ebenso au» Sparsamkeitsgründen, da er in der Annahme de» Geseves une große Belafftmg der Städte und Gemeinden sieht Als TkvtrtWe der Deu: che-.i Volkspartct verlas Geh. Rast Win deck er folger, c «Irtlärung ‘einer Parteifreunde: .Di Fraktion der Deutsch.-n Volks- Partei der Sladtverordnetenversammlung stehst auf bem StavdpunN. dast im Reichöfchulgesetz die dauernde Erhaltung der christlichen Simultanfchule in Jj>effen im Interesse des fonfeffionelfen Freden» und zur Vermeidung finanzieller Melrrlielastung der etäbte und Gemeinden unbedingt sicherge stellt werden must. Wir halten eine Beschlustfafsung der Stadtverordnetenversammlung um fo weniger für ver- anlastt, alS die hessisch: Staat-regierung bereits Stellung genommen h l, und werden uns bei der Derhr.ndlung und Abstimmung über den At» trag des Herrn Stadtverordneten Beutel nicht beteiligen." Rektor Koch bedauerte, dast eine Debatte über eine fo bedeutsame Frage fo wenig Anklang finde und stellte den Antrag, die Stadt» verordnetenversannnlmig möge in Form einer Resolution das ReichSschulgesetz ablehnen. Jer Vertreter der Mfeterpartei betrachtete da» Gesetz von finanzieller Seite ans und beantragte, eine Kommission zu ernennen, die sich damit eingehender befassen soll. Dieser Antrag wurde nicht angenommen, wie auch der des Stadtv. Beutel abgelebnt wurde. Der vorerwähnte Antrag des Stavtv. Koch sand Annahme mit 12 Stimmen.
Pb. Butzbach. 31. Oft In der jüngsten Gladtverordneten-Sitzung drückte vor Eintritt in die Tagesordnung Stadtverordneter Dr. Schmidt feine Freude über die Wiederherstellung de» Rathauses au» und regte die Bildung einer besonderen Beratungs- kommifsion für die Wiederher st ellung alle r btellger .iddiccrfbautcn an Da» Gesuch de» Schutzmanns Reith um Erwerb
Unser Rat für Korpulente ist folgender: Rehmen Sie mornen» nüchtern, nach dem Mittagessen und vor den, Schlafengeben ierorUt 2 bl» 3 loluba-.Qerne Tiefe Kerne wirken fett- ACbrenb und nnfnULeibmbernb unb find »ür» Hers unicüablid). sie erhalten Zolubfl-.Qeme mit aennurr tbcläJteibimn übet irkuna. Zufan,menlegung. befal mit ärztlichen Urteilen tn den Kvotheken ...«1
noch hören und denken könne. Er glaubte nie daran, dast ich ihm die Hand rcichcn werde, in diesem letzten, tiefen Sinne t'barohi ich «hm tausendmal vor- lx*r d,e Hand gereicht hatte, dis ich es tat. wollte er sie nicht annehmen.
Waschlappen'" stiest er hervor. „Er hatte bas Recht, alles zu oerkingen unb alles yi erhatten."
„Es gibt kein solches Rccht. es atbt nur ein Glück Vielleicht am: es nicht rnrnal das Äe beugte ich *ef. „Doch ich mutz gehen." Eie raffte sich auf.
„Und Ihre Bitte?" traalr er.
„Meine Bitte?" roiröerbcl:.- fie gcinesabwefend. .Ia. jetzt erinnere ich mich. Ich wollt«- Sie bitten, chn ju besuchen, mir irgendwie zu helfen, über diesen Abgrund hirrorgjufonrnen. Es gebt wohl auch allein." j'chlob sie nerrolrrt.
.Ich werde ju :bm gehen." sagte tr jcharf
„Sie dürfen nicht zu ihm gehen." antwortete tze beftift
„Sie hätten mir bas Teiraramm nicht teigen sollen Die «dresic weist ich. Wer kann mir den (Bang verbieten?"
„Illi verbiete es Ihnen " Sie stand grotz unb : acht ig da.
„Tie [irau. die ihn betrogen und verraten hat. da er ck! hn Orrfinne. will es mir. de-n Freunde, verbieten?"
Sie sank zusammen, verlor den Haft, wollte .rroas antworten und brachte fetn Sort über Me Jippen. Sie harrte blotz in diese .'ndurchdringllchen chwarzei- allster roie in dic klugen eines loten Dann drehte Jte sich mühsam um unb gmg mit Meppenben Fützen hinaus
Unter Cuy hat tstlück." sagte der Direktor der 3rcenarrtalt y, rinem Ljfistenten. ..Stellen sie sich vor. dast er roahrenb der Dahl des Keichsprösiden- len, gesund geworden wäre oder im vergangenen Frühtzidr ober im Herbst 1V23. Er wäre wahrichen»- iich wieder verrückt geworden."
Der Ä ststenr la tdte zuovrkonuiiend: In der Tat. Herr Tro;eiior. unter« heutigen pewitzer- matzen normalen B^rhalw'ste schon en günstige Vor- bebtngungen."
-ia. normale Derhälrnesje. das ist ein wenig zuwel gesagt." Er fcha i.'e gedankenvoll m die duft
Monsetzung folgt.)


