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Nr. 126 viertes Blatt
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Das grohe Anzeigenblatt
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Al» ein Perückenmacher namens Andre Voltaire eine fünfahige Xtagöbic .Da» Orb»
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Zeitungsschau
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aüschen Rücksichten, sondern p ftriefte önffaltung fahler Äunt.
nicht geurteilt werden.
De» ferneren schien un» Vesser» er-
schemi b et wn»trf1i<bl zu jrtr Sir liegen im 1n> und träumen, und leiem so enicudi vom Büro® den *ünmrfMau«n er*len
Der Ä4u*oQ ne: —sinbei dimer der en Sliheuette von 9lc•• ?el_ ein kühler Sbe-Kroirfi »* non brr See herüber und halb sitzen mir weher im weichen dotftet de» 3uge* and crusten noch rnmal im Dämmerlicht die grünen Wiesen unb bunten (Bärte a. dar Maur 9cer und all die Schön» beit, die ein warmer Sonnenstrahl erst«den lies».
Brn Itrtüjbfj;?»'ene" Hat da,selbe Äebränar fic. rlbe Geschiebe !' Jbr 5 beeter and Kuchen aus her drude klingelt die e:r?.hfnb.: ‘•ft. die Schisse pfeifen die Bote? tuten und bald dl man ‘efbft weder mitten Im Äetriebe und oc*ii Feiertage in her ruht ng»sonne bleibt nicht» al» «n Schmuck
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der eingesessenen Bevölkerung Bietzens, der ganzen Provinz Oberheffen und des benachbarten preußischen Lnhngebiets ist der im 177. Jahrgang erscheinende (Siebener Anzeiger
mit seinen drei in eigener Redaktion bearbeiteten und in eigenem Betriebe gedruckten regelmäßigen Beilagen (Siebener Familienblätter
der Unterhaltung und Belehrung dienend durch sorg- faltig ausgewählten, gediegenen literarischen Lesestoff Heimat im Bild
der heimatlichen Landschaft, ihren besonderen Eigentümlichkeiten und ihrer Kultur in Bild und Wort gewidmet
Die Scholle
vonI-achleutenundKcnnernderHeimaterde für dieLand- wirtschast und Gartenbau treibende Leserschaft bearbeitet Für die Geschäftswelt. Behörde und Familie, für Wirt, schäft. Handel und Verkehr ist der Gießener Anzeiger
ttwodk MB' DM
roeift Ipidan könnte )
Stab der . Subbolltonig* den dreien ober vieren, um die es sich ebne Preisausschreiben — lohnt, nicht zuzurechnen iß. würbe besche den an-
Frühling über der lllarmara.
Bon ui,er em o. H Berichterstatter (Bachdruck nu4> mit Dueüenaigab«. oerboum lonfianlinepel. SUi 1927. Dir Sonne brennt zum edlen mal com f)tznm<!
Sozialdenwkrat nimmt den 3nteraationah<mul blutig ernst und Ist stets berdt. sein eigene« Delk durch sogenannte Objektivität. verstiegenften Pazifismus imb .Snmvathie für die Bruder* Völker" In» Unrecht zu sehen gegen seine Feinde. Ilm ’o erfreulicher mar e». da' <nt1 diesem Parteitag auch nationale Stimmen laut wurden. Sie kamen aus dem befehlen Cbebletc und aus dem Saarlanbe. wo man die Gerechtigkeit und Brüderlichkeit der anderen am eigenen Leibe zu fbüren hat.*
Personen sind Tröget und Tkrtünber des All- g«nein en. Typischen. Ötoiarr Durch Dichtung und Mufik geht genau wie im Szenenblld nut seiner ungeh arm Breite und Tiefe der Zug ins ISette. ins 1! eherlebenügrobc. Die Gestalten sind Trüget bestimmtet 2-arattevefarnfchaften. ohne innere (httoidfueg. Die eine ist der standhafte Liebhaber, die andere der gerechte ^üdt. die dritte der Ränkrtchmied. Diese Starrheit gibt bau Stil seine Geschlossenheit Die alte Oper war
phrasenreiche *K
Versammlungen bargubrtngen Rur der deutsche
Stufen. Lachen, Schreien, fluchen. Sctr.m ir verschiedenen Sprachen J rette; ist n. tut
dringlich ins Sn<
sparsam und für Schtrarckverhälnnsfe mit bemerkenswert gdchrnadpoUen Mitteln wirkt über Umfang. LSanbcIbatfri: und Anpafsunsr' ihfakeit feinet Begabung kann natürlich nach diesem Abend
gewaschene Sndeniepp che bt» »um Ufer h«t Äär» len liegen axt ein dn|ig<r 6<rauf» von gl eher ein- Mftreut tm (Brun» la na# Rechen erefter lufanter ftaftamen. Mc-grune 3ho<-^iu*nr geibgruvi Seele
Schwänke, damit cs statt der hu drei oder vier gute gäbe bk e Tbcaterinftinft gemacht hatte, und
obwohl mit haben Rollen wenig auszuf chtm ist. Dagegen hätte aus der nnglaubltch dürren allen Jungfer der Moje van Malten ettoa» mehr werden Wunen, als die arnrMige Btetzdlate- cddktramg des setzten AZtes
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Gielen,
umge von lopUpu stchttar ist. Die 3nfribempf#r (tr.fi jun liebertau1 en : ML Bm Rat cm mm dl et von Hunten, frübltngifrtjfitaen (^ftalkr, bar 5d>dterb< amtm schwitz« a oor Hrted. 3<Üur.gtjungen un? Nuhoertäuser «len w hm und her unfi
über dem allen liegt ctn cbrntbetdjber.?,? Lsrrn
langen Drid dcr hi hundertfacher Mlederholung nur folgende DvNe enthielt .Machen Sie Pe»
Eine literarische Zeitschrift, tn der eine Arbeit von Detlaine erlebten en war, zahlte ihm biefe in jünffranfftüden. 2ta übernächsten Tag erscheint Detlaine beim Kassierer und haucht ihn an: .Schämen Sie sich beim gar nicht. Sie haben mit vorgestern ein faNches SünfftanfcnfHkf ge-
schulgc eB. für da» der Part^.'.aa des Zentrums mt: a 'er eintral wurde erneu! schärfster Kamps angdagt und dr» Mmntni» *ur weltlichen Sch ul c Wiederau cheg.-nüder betr rdderalismus des /entrum» .'et.'nie 5jUf rdtn' m 'einer de« deutfan-e« Rede die du-» (ManiWüd de» Parteitag» b.lbetc m>! Rach>rud den 0!nhett»staat, der bte Sestaldernokraiie err-.r. :en wolle 3m- trum und Soitaldemokratle sind sich alle in allem wesentlichen unr.: g aber man kuinpst in Preustrn Schul er an Schuller get>r. die bürget, brn Par« teieu hu 'vr.-uken . *> Jx :‘.h d nicht der So- zialden-.okratte .'mMifcrn Wien an' von einem 'ozialdcmoki.. i chen Aeg.mmt da» Dor: Diktatur das bi <• unerfahrenen Provtnzvedner ge» brauchten tnurde von der Parieile-.tung abge» lehnt — nichts wisim wollen Dankenswert war auch da» offene Mennlnt». dah der Parteitag da» Retchsbander n„r als Schuhtruppc der So- Malbc ttMrafc ansirh: aut eie sich bte .0.affen» pestn bet künftigen inneren R .npfen un.'ebingt uerialler ’önnc Kkntrum und Deinolraiw al*et führen Meter rein so»iald<«>trattfchen Truppe tu innere Rümp e Uiannschatten au» ihren Reihen zu und bürgerliche Führer beider Parteien 'iven ün Dvrstande der svglaldetnott«! ischen Äampffrmt .Rein Dui der. bah bet solcher Verworrenheit Uneinigkeit und Verschrobenheit tn den burgir! 4xn Äamplr» iben der Sozialemo- kratte der Mut v<:chst und sie dm Antritt ihrer Herrschaft bald feiern zu tonnen glaubt ..
Demettmswert war da» Bingettünbnt» 4n- sviens bah die internationale Sö»ialbenrofrohe einen ItarlviTf erlebt b»ibe und kein Mmsch mit ihren i?rgebnifei zufrieden fein tonne. Der 3nternatinnMt«TU#. len unsere Sozialdemokratie predigt scheiten immer wieder an dem Rationalismus der Sozialdemokraten anderer Länder, die genau wissen, dah sie jeden Boden bei ihren Bdlkem verlieren würden wenn sie den Enter
ten Auswüchse einer an sich gefunden Srkenntnts von der Lolwenbigkrii körperlicher Betätigung Sitten sehr lufttil an die Wand gemalt werden nnen. es lag nahe, eine Satire zu schreiben.
Unter den Händen von Reimann und Schwarh ist nicht» daraus geworden. Mir entsirrnen uns
Voll» Regie betätigte sich veichl.ch geräuschvoll. war "iigftsich daraus bedacht nicht die ge- dngfk Belanglosigkeit uni er den Ttlch »arten zu lallen und trat vieles unnötig breit, wa» ener» gisch hätte wfammengeeafft werden müflen.
Dr. Th.
Was ift eine Oper?
Die meisten von uno. die wir nut Dagner auf gewachsen sind, giaubeu noch beule, daß Me öruirrtdlung der Oper sich von den Anfängen über Olud. Mrzart Weber bis zu 'Dagner wie eine Dt rhtl.ilbahn in gerader Richtung aufwäNs betöret habe und dah ihre levle Station, eben 'Dagner, zugleich die höchste ü'^rhuupt erreichbare sei. Daneben bri sich frei Ich die Erkenntnis Bahn, l-ah Wagners geniale Vofung des musiDramatischen Problem» nicht die einzig mbg- liche war. und wir gelangen zu e nem a er echteren Urteil über and.ri» geartete OvernschSpfungen Sv auch üb. t Händel» Opern, denen der bekannte Musikhistoriker der Berliner UrooerfU lät Profesior Dr Hermann Aberi tm Juni- hell von Belhagens ft Älaftng» Monatsheften f iten höchst bedeutenden Aufsatz widmet Händet« Opern verfügen weder über einer literarisch wertvollen Ter», roch eine dramatisch fefsilnde Handlung, noch eine individuell geführte Gtjarchetenltoidlung Die Handlung ift Rebenfache. Staffage, mit dem einzigen <jwed.
tw Christen feiern am Sonntag, die Juden am öam*lca und die Gläubigen" rjd) dem weisen Aotschiud de» . man
sich «ine idealer, ctfllie brr Broeil denken al» da» minarelgeschmückie 3tambuP dm Donnerstag d, Kni da« Weekend und erst am Montag fängt man ajam wieder an.
unter Schieden und Drängen. Pusten und Stotzen landet man glücklich auf dem Deck de» Dump ♦er» E» Ist ganz unclaubhdi. wie viel Menschen auf
trum, mit dem sie in Pveusien zusammen regiert, während tm Reich die Sozialdemokraten zur Regierung Mare tn Opposltvn stehen. Die -Tägliche Rundschau" schreibt hierüber: .Rach den Rider Darlegungen der sozialdemokvat Ischen Redner wird man vielleicht tm Zentrum enlbeden, dah man die augenblickliche Srlaubni». mlt- rcgieren zu dürfen, mit der künftigen Unterwerfung wird bezahlen muffen, und dah bei der klugen 3cntrum»tafttf fchllehsich Me (Grundsätze des Zentrums unter den Schlitten kommen muffen. Man sprach In Kiel mit grober Lebendigkeit und Offenheit und nahm aus den Bundes gen offen vom 3entrum feinerlei Rücksicht Der fünftiae Steg soll erfochten werden, namentlich durch Wegnahme der chnfllichen Arbeiter vom 3cntrum in deren Reiben man die Rekruten für die kommenden Dahllchl chten zu finden hofft. Jedes Konkordat wurde einstimmig als unannehmbar für die Sozialdemokratie bezeichnet. Dein Reich»-
man merkt beute Je recht, datz Arische, würzige Berluh
b<» Meere» herüber. 6 ■; über der grünen Land
Die .Ä M nU d>e Teilung" beleuchtet die innere Vage Der Partei und schreibt .«3* ist sch- schade, dah Über den soeben tn Äiel vu ®nbe gegangenen sozialdenu-kratilchen PaNeuag nicht von der qefamten Presse in voller Aus- führsichkcit berichtet werden konnte, fv ausflchr- sich werckgflcns. wie e« tm Dortvürt« geschehen ist. mehr übel als wohl, denn dieses Zentralorgan der Parket hat chi icftanDenertna5en die Aufgabe, nach auhen hin die Einheitlichkeit der Partei zu wahren und mdgllchft nur die Meinung des Parteioorstands zu Won fnurmm zu lasten, und seine Redakteure haben, wie der Hauptschriftleiter selber tn Ätd erklärte, keine Meinungsfreiheit gegenüber den Parteikdrperfchaften. 3n den Auseinandersetzungen des Parteitags klang es aus dem Part ei Vorstand von Beschuldigungen der Hetzerei. Kriecherei und Angeberei, und aus der De^enfeile von brutaler Rücksicht»losiglcii des Parteivorftand». Unterdrückung der Meinungs- freifh h und Persvi entult, von der einen Seite höhnte man. bah der preussische Mlnlfterpräsi- bent Braun als ctn Staatsmann von Format gefeiert werde, woaogen wiederum vom Bor- ftanh einige Parlelolätter beschuldigt wurden. Partelbeschtüfsc fo gchäfsig berabudehen dast einem der Siel höchstdge; es wurden Anträge ein* gchracht zugunsten der Arbeiter und Angestellten der Parteibetriebe In denen versucht werde, die sozialen Sinrichtungin abznbauen und die Arbeitszeit zu verlangeen' es v-urde gcfLigt. dast dieser Parteivorsiond sich mit (Bemalt tn den Besitz von Zeitungen bringen und unbequeme Redakteure htnauswersen wolle: die einen meinten. die Partei dürfe keinerlei Beschränkung der
geben." .Regen Sie sich nicht aus. Herr Berlalne. hier ist ctn anderes." sagte der Staffierer Verlaine steckte ev< ein. .Wo Ist denn nun das falsche Stück?' fragte der Kassier« .Mein falsches Stück" schrre Derfatne in erneutem Rorn. ..Sie wagen es zu rellamieveo. wo ich fotrtd Müh. harte, es unk r»ubnngen!** P. M.
Gerard de Aerval schrieb an Murger' .Lieber Freund, ich bin heute xum Abendesien änaclabcn. fanr.f: du mir vielleicht einen Frack leihen, wenn du emen haft?^ Murger antwortete .Sem du muht mir nur deine Hole schicken, damit ich ihn btr bringen kann."
Kleine Geschichten von berühmten Leuten.
Der fvanzSsifche Fabetdichter Lafontaine war sehr zerstreut. Sines Tages unterhielt er
nmitten einer »ihlreichon C
lange mit einem jungen Mann. AlS der Jüngling sich entfernt hatte, fragte der Dichter .Der war diefer nette ftmge Marrn?" .Das war doch 3br Svhnf
Ferdinand T u g u der seinerzeit ein viel genannter Dramatiker war. war oft zerstreut. Als fetr THitarbeilcr Alice: Bourgeois gestorben war und jemand Dugu<- fragte .Rommen Sie morgen aut Baldigung T' antwortete er. .Morgen farm ich leider nicht, aber übermorgen bestimmt."
(Siebener Stadttheater.
Xeintann undLchwnry: „Tcr^nstballföntq"
Sommert Heater' Gestern sind wrr svzusag»n mit beiden Beinen in die Sauregurkenzeit hin ein- gesprungen. Man konnte es schon nach den ersten fünf Minuten merf.-n Da# Rouheirncr .Rur- theater. da» uns als (diehener Stabttheater nicht unbekannt Ist. gab allhier fein erstes (hastspicl
i3» ward dazu der . Fustballkönig' au»- ersehet und mitgebracht. das unseres Dtstens jüngste Mufensind von Reimann und Schwartz al» welche sich leit langem der Schwankfabrtkation ergeben haben und durchaus keine Reulinge mehr tn dieser Branche sind
Mündern muh man sich allerdings, dast sie von ihrer gesegneten Tätigkeit mit der Zeit nicht mehr gelernt haben Bei dieser letzten Reuigkeil ist ihnen beiden jedensalls erschreckend wenig eingefallen. (Man wolle uns hier nich: mistverftehen wir haben Berständtr» für die Forderung leichter Theaterwaoe in der sommerlichen Saison, aber wir sind der Meinung mühte auch an einen einfachen Schwank mehr Mitz und iDrazie und vor allem Geschick und Handfertigkeit gewendet werden. gerade well die 21achfrnge so grost ift. Ratürlich ist auch da» Angebot grost. es gibt sogar viel mehr solcher Thea ter'nicke, als man auf fahren kann. Trotzdem wäre ein Mäcen. fröhlich und gebefreudig, dringend zu wünschen, der ein gutbezahltes Preisausschreiben veranstaltete. §ür ganz gemeine
anders als unsere, nicht schlechter, und hat den Borkig, dah fie_ ur- und grandmusikallsch ist. "len nicht an alle rnög-
detzerr ’ A-uen Die schnurgerade ctrabe bi» zu»' Äsirr hinunter tft tauber und rein grfegt San hat bc« (Befahl, datz fite Bewohner N<|<r pur viestschrn Natur aut leben ba hl über. Jled oen neben wtsten motten. 3r einer fletnrn Sün<Aih dicht jm Ufrr gibt e» lee frische» »rot unfi Ziegenkäse. Der Ess end' ganz aufgru^t durch den Besuch bet feiten er Säfte macht mit unendlicher Sorgfalt hen
TaiHrnfi Meter weit tm Meer tuet eine kleine grüne Äirfef Ctn brauner Ftfchcr. eine jener unter- Uften sehmgen Seit allen mit dichtem, glattem schwarzen siaor und starten Backe-tnvchen denen
man e» ansieht, dast die Türken einst bt 3nneroften häuften, rudert un» hinüber Der Schirm der Mu«, die ihm Bemal Pascha statt de» Fe» aufae- drückt, sitzt ihm überm rechten Ohr ein glücklicher Rompromin zwischen Ueberlt Jenina und neuem (helft tfeife flopftn bk Dellen an das Boot, ein Ochsenkarren knarrt vorn nahen Ufermea herüber, ein Milan segelt ruhig durch den Äether, die Sonne brennt und glitzert blendend auf da» Meer. Feiertagestitte ruht über der träumenden Natur.
(Ein eigenartige» Eiland ist e» auf dem wir landen. (Brünes Moos und graue Steine und Schlangen, Schlldgröten und viele, viele Vögel gibt es. sonst nichts. Cs kann oft Jahre dauern, ehe eine Menschenseele einmal wieder diesen Strand betritt. Die Vögel können ungestört hier Nester bauen nd^aus den Eiern fihen. die Schildkröten haben keine Feinde, und auch die kleinen grauen schlangen leben Im Frieden mit Unverstand und Aberglauben. Der Dunsch nach ewigem Frieden
Die Planken zittern weister Schaum *pnifielt untrem Heck hervor und langsam wendet sich der Bug nach — Asten Hon rechte, von Stambul her arü- fa« die Äuppeln auf den spitzen Minarett» der Moscheen Von fier Spitze der Landzunge, wett vor- springend tn do« weite Meer, Ichimmem die wei- fan Mauern de» alten Geras Dort Haden Bonflnntln und Oufllman und die Beberr|d>er eines Weltreiche», die »altfen md Sultane der Türken In ihrer größten Seit gelebt. Hier war der M'ttelounkt der »al- serzeit Byzanz, hier stand die grüne Fahne des Beherrscher» aller cklaubigen
Noch heute wie ehedem ist e» der schönste Fleck Buropo». Blumenoerzierte gut ger'legte tlnlapf. uinfäumtn die Grundmauern und Neste von Mach! falle und geichichllicher Gröhe. Und wer hier steht und htnüderschaui — sink» auf da» Hasrngeirtebe, die eilenden Boote und ragenden Äasten fier llederseeschiffe, auf da» Goldene Hom und dahinter auf da) teralknformlg ansteigende Galata mit feinem Dahrzeichen. dem Genuefer — türm, gerade au» auf da» Tlflbloue breite Band des Bosporus und die grünen Ufer Anatolien» mit ben roten Häu- fermürfrln unfi recht» auf bk Bastion von 6fu- tarl und da» spiegelglatte, fllberglifambe Marmarameer der könnte niederknien oor der Schönheit und den Schöpfer Im Geschaffenen verehren. Ist es ein Wunder, dast Mete» himmlische Stückchen Erde teil Hunderteü von fahren ein .fanfapfrl der Völker ist und dast Tausende von Menschen um diesen Preis ihr L'fbm gaben.
Zwischen schlanken Zypressen und grünem Malen steht lew oor den Maliern de» Ballfen al» Zeichen der neuen Heil da» eherne Standbild des Mannes, der da» Volk der Türken im Augenblick de« Untergangs noch einmal hochrtst und mit ihm in seltener (Fnergi. den Erds.ind zum Uanbe hinaus trieb und die Sei fenbtofe eine» Grostartechenland mit dem Schwerte des nationalen Freiheitsdranges zerschlug. Den, Manne aus dem meisten Marmorsockel Ist ee anju- l*fan er kann nur vorwärt» stürmen ober stürzen, IMÜckhllten iästt er sich nicht.
Deist leuchtet die Marmora unter der Frühsinas- sonne wie grün bemooste Hünengräber steigen Die Miyenlnleln vor un» aus der Flut, In der Ferne schimmern In unendlich zarter blaugrüner WeDen- Hnle die Randbergr stlelnostens und darüber, rein und Har, erhaben schön, der schneebedeckte Zacken des bichynischen Olymp
Schon Ist da» Schiss in Haidar Pascha. Schnell herunter, damit man im Fua noch einen Platz erwischt. Dtelr Dagen sind ideal schon, die Gänge breit, die Sitze bequem und rie|cn-irofa Fenster Tür und Fenster stehen offen, durch den Wagen weht oom Meere her ein srtscher Lusttug. doch so angenehm, so welch, rote »hn nur der Süden aebcn kann. Die ganze Welt scheint in ein einziges Meer von (Brun getaucht, ein (Brun mit kleinen bunten Tupfen. Sdjroangrüne stelle 3w>reffen stehen links am Hang grohe schattige Pinten, dunkelgrünes Moos, lenchtendgrüne Wiesen ziehen sich wie frik
kaum drei ober vier witzige Stellen tm Tert gehört au haben. Und man hat es nun schon allzu oft im Theater erleben müssen, bah ein Mensch auf der Bühne tm dritten Akt noch immer nicht beariffen hat was jebem tm Parkett und im obersten Olvmr» spätestens fett dem zweiten schrecklich klar geworden ift.
3n unferm Fall: dast die röchet nd.- Stserfucht des Rudelfabrikanten Tirdemann toanun et. Mob in unfern Schwänken fo viel Rudelsadrisim gibt! aus leinen Proluristen Müller gänzlich unangebracht ift. weil dieser, ein Fufchallmctstcr vor dem Herrn übrigens, bannt das .Rind einen Tarnen hat. well nämlich der die Tochter meint und n.cht die (Baltin tmb Mutter.
Sonst wäre vom Inhalt der drei Akte kaum mehr aufzufahren, als dies, dast denn doch Einiges wenigstens ins Schaufpieieiische um irden Preis hinüber gerettet wurde 3um Beispiel wenn ® ol L ein kleiner Othello im Schlafrock äugen- rollend imb wutschnaubend dem vermeinten Der- fahrcr und seiner eigenen Frau auf den Hals rückt, die doch gar kein Tal em zur Desdenwna hat . Wenn er dagegen in Unterboten zum Fustbollfpiel aitiritt. dann erwerh dies nur. wozu die Fabrikanten tn OrmangeiutM von Deiftrs- blitzen ihre Zuflucht nehmen tnufaen
Oder wenn Bold einen ganz «chten Pallen- bergtrm zum besten gibt ur.fi al»' Grundstücks- maller C3n>er.ftein fiem begriffsstutzigen Proku- riften galai te Lehren erteilt
Sin neuer Bonvivant stellte sich vort Hans
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