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fotrtltfxiH nach vereinfachtem, einheitlichem System au besteuern Der Lebner beantragt ferner di« Sn^ühru^ de- dreijährigen Durchschnitt» für die Einkommensteuer Veranlagung

Abg Wollath (Dirtsch.-Part ) gibt dem Protest der grweröl.chen Mittelstandes gegen btt steuerliche ^leberlastung Ausdruck, die sogar )»r FreiheitSbera ubung ausgeartet fei.

Leichsfinanzminister D r. Köhler Das Jahr 1927 soll eine durchgreisende Der- einfachung ui sachlicher und personeller Be- ziehung bringen. Sic muh leider mit einer Der- mehrung der DeranlagungS- und Vollstreckungs- beamlen beginnen Die Rückstände von mehr als einer halbe-' Milliarde (Höri! Hört!) sollen un­bedingt c in getrieben werden, allerdings unter Rücksichtnahme auf die Bedürftigen. Die Ein­ziehung der Rückstände sind wir aber den Lohnsteuerpflichtigen schuldig, die ihre Steuern rcgelmäsiig cb'ühre.i müssen. S teuer - sabotage sind in einzelnen Gegenden tatsächlich vorgekommen. Ich habe daher in den letzten Tagen verschiedene Strafantrage gestellt.

Abg. Dorsch-Hessen iDn.) meint, das neu« Regime habe der Landwirt chaft eineRiesen- -ahl von Steuerarten gebracht, >rotzd:m es angeblich doch alle» befer machen wolle. Die Dewilligungswirtschasi in Hessen fei vielleicht ein Schulbeispiel dafür, wie Demokraten und Sozialdemokraten finanzpolitisch n cht regieren könnten. $üt die kleinen und mittleren Land­wirte sei die Dürgschaftsstcuer durchaus nicht am Platze.

Abg Putz (Äom.) beschwert sich über angeb­lich« Steuerhinterziehungen in der Rhön De« den Allo ho schiebungen iollte man nicht, wie das im­mer geschehe, die Kleinen hängen und die Drohen laufen kiffen

Das Handelsprovisorium mit Frankreich.

Port», 31. Mar;. (TU.) Vos Zusatzabkommen \u dem vorläufigen handeleabkommen und den wirtschaftlichen Vereinbarungen zwischen Deutsch­land und Frankreich ist heule abcnd um 7.45 Uhr am Quai d Orsay von dem deutschen Botschafter, Herrn v. hoefch.dem französischen Auhenministci B r i o n b und dem französischen handelsminisler Bokanowski unterzeichnet worden. 3n dem Abkommen wird über die Frage der Einfuhr der französischen weine do, Linsuhrkon­tingent ans 70 000 Hektoliter festgesetzt, und zwar für die Feil zwischen dem 1. tiuril und dem 30. Juni des Jahres. Diese französischen weine werden demselben Zolltarif unterworfen, den die sponifchen und italienischen Weine in Deutschland geniesten. In dem Abkommen sind auch noch Spezialsroqcn, die sich auf da» Ltsast und die Soor beziehen, geregelt.

Die Stellung der deutschen Industrie, flciut geeignete (Grundlage für den end­gültigen Handelsvertrag.

Berlin, 31. Würz. (WTD.) Der Auhen- handelsausschusi des Deutschen Inbustrie- und Handelstages befähle sich mit dem deutsch- französischen vorläufigen Handelsabkommen. In eingehender Erörterung wurde dem lebhaften Be­dauern Ausdruck gegeben, dah es nicht gelungen ist. für die vielen Industrien, die bisher von den provisorischen Vereinbarungen keinen oder nahezu keinen Vorteil hatten, in der Gesamtheit der qualifizierten deutschen Industriearbeit aber einen sehr grosten Anteil ousmachen. Zugeständnisse zu erlangen. Des weiteren wurde als eine nicht länger zu tragende Zurücksetzung Dentschlands festgesteltt, dost die Aufhebung deS fran­zösischen Einfuhrverbote - für Teer- färben noch nicht erreicht wurde Das Prvvi- fnrium erscheine demgdmäst ungeeignet, Grundlage eines dauernden Vertrag-Verhält­nisses zu fein. Für das Zustandekommen oder Richtzustandekommen eines endgültigen Han­delsvertrages werde alles darauf ankommen dast Frankreich sich entschlleste, der deutschen Wirt­schaft wirklich einen gleichwertigen Güter­austausch mit Frankreich zu ermöglichen, was neben der Einräumung der Meistbegünsti­gung und neben Torifvergünstigungen umfang­reiche und wesentliche Herabfetzungen der Zollsätze des übersteigerten protektionistischen französischen Zolltarifentwurfes zur notwendigen Voraussetzung hat

Kurz vor der Unterzeichnung des Handels- Provisoriums bat noch eine Fühlungnahme der Reichsregierung mit Vertretern der Regie­rungsparteien stattgesunden. In diefer Be­sprechung sind auch au- den Kreisen der Regie­rungsparteien ähnliche Bedenken ge­äußert worden, wie sie in der Kundgebung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zum Ausdruck gekommen find Sine Berück - sichtigung der Bedenken ist jedoch in Anbe­tracht deS fortgeschrittenen Stadium« der Pariser Besprechungen nicht metr für an- gängig erachtet worden GS soll jedoch von der Reichsregierung verlprochen worden (ein, den Bedenken biS zum Abschluss des endgültigen Han­delsvertrages noch Möglichkeit Rechnung zu tragen

ilrbeitsfrageu.

Der Reichsbund her b e i/t( d) e n Zigar» re n her st elfer hat in seiner letzten Sitzung den Spruch de» Schlitzlungsausschnsse? im Vi'bnfampi ob gelehnt weil »r bie darin auegeiorochenc Lohnhöhe für die wirtschaftlich schwer um ipre Cri­sten z ringerZigarren,ndustrie *ür untrag'.ar beit, ör bat esnstinnm,, tzeschlofsen am - April süintliche Arbeitrchmer nut Nm IM April a ut ,j u f p t r reu. C» werden davon 125f*N) Arbeiter betroffen.

Der seit niedreren Lochen in der Mann, h '' merDt e t o I H n b u ft r i e schwebend, Lohn, streu itt vor dem Landesichlichier in Rjrterul)« bet rtck<u morden « kam eine iftnigung zustande wo "och sich der Lohn tu der Spitze um tech» Pfennig erhöht i.nb eine lyrhnhung der Akkord-Erdene'.'.ist: um durchschnittlich tflnt Pfennig rin tritt. Diese Per einbaruna gilt bl? zum I April

An der Äbftimmuna für ade, aegcn die An nehme bev Buchdruckertarif» beben sich dem . Vorwort ." zufolge von den fast 80t*M) M .gliedern bee Berbanbe» deutscher B uhde.ickec 61 >> Mtiglie der eteiligt Davon stimmten 43 (> für und flCflen die Annahme de» Tarif«. 3r »^ndertfätzcn au»gedrückt. haben sich 81 Prozent b.-r Stimmt-m-cb ligten an der Abstimmung beteiligt .rwo- 67.4

bahndirek.ion ist da- Personal vollkommen kommunistisch und cs gehorch« voll ommcn den Be e^len der Gewerkschaften Dor W «der- aufnahme der Arbeit veranstalteten die Strei­kenden in der internationalen Zone Umzüge unter Boran tragen von Fahrten der lomhiuiu- stischen Kantonvcwegung. Der Umzug wurde von Offizieren und Polizei ge­leitet, was unter ben cu opäischen Inwohnern der franzöf.fchen Stenge. n große Erre­gung auslöste Sehr «>; uni war man auch darüber, dah in der Konze> ionszone die jtonton» loldaten in Uniform sich öffentlich bewegten, während deS in der internationalen Zone un­tersagt ist.

In Ranking wurden zwei französische Missionare getötet, ohne daß sie irgend- eine provozierende Haltung eingenommen hätten. Das chinesische Rote Kreuz, das man angerusen hatte, lehnte es ab, sich der Europäer atizuneb- men. In T s ch a n g t s ch a wächst die Feindselig­keit der Chinesen gegenüber den Amerika­nern. Der amerikanische Konsul und der konsul haben auf einem amerikanischen Kanvnen- bot Unterkunft bezogen. Die amerikanischen Fir­men haben die Arbeit eingestellt, und die Ameri­kaner sind in der Rähe der Dassarsr^nt zu­sammengezogen worden. Di« Chinesen haben d i e amerikanische Fahne vom Konsulat heruntergerissen. In Ranking haben die Kantontruppen Artillerie auf dem Hüael in Stelluna gebracht, der den Fluh beherrscht. In Schanghai werden die Verteidigungsanlagen der Südgrenz« der internationalen Rieberlaffung gegenüber der französischen Konzession verstärkt.

Erklärungen Tschangkaischeckr.

Schanghai, 31. März. (Reuter) Der Ober­befehlshaber der Kantontruppen, Ischangkai s ch e k, erklärte Presseoerlretcrn, er werde die Vor­gänge in Nanking sorgfältig untersuchen lasten. Sollte die Untersuchung die Verantwortlichkeit der Nationalisten beweisen, so sei er bereit, den Au» la n b c r n volle Genugtuung zu geben und sogar die Verletzten und die Familien dcr Getöteten zu entschädigen. Er betrachte die Beschießung Nan­kings als ungerechtfertigt. Er machte bann Anspie­lungen auf den schlechten Eindruck, der durch die Anwesenheit ausländischer Kriegsschiffe und Mili- tärkröste in Schanghai heroorgernsen worden sei. Dadurch werfe man den Nationalisten vor, sie seien nicht in der Lag«, die Ordnung ausrechtzuerhalten. Die Ausrufung des Standrecht-, und bi« Verteilst- gungsmahnahinen in ben ausländischen Konzessionen verursachten einen wachsenden Groll z w i- f (he n Chinesen und Ausländern Hinsicht- sich der internationalen Niederlastungen ist die na­tionalistische Regierung entschlossen, nicht Gewalt in irgendeiner Gestalt anzuwenden, um eine Verände­rung des Status zu bewirken: nur friedliche Mit- tel sind in Aussicht genommen, abersolange aus- ländische Truppen und Kriegsschiffe es übernehmen, das Leben und Eigentum der Ausländer zu schützen, und die Chinesen keinen Anteil an ihrem Schutz haben, solang« werd«n wir keine Verantwor- luna übernehmen". China befinde sich in einer Revolution und Zwischenfälle wie in f)anfau seien unvermeidlich. Die augenblickliche Lage sei möglicherweise auf die Tätigkeit der Streikposten der Arbeiterverbände zur, ck,zufuhren,die nicht ganz unter Kontrolle stehen'

vor einem britischen Ultimatum.

London. 1. April IWTB Funkspruch) Gestern abend wurde in einer dringenden Sitzung beS Kabinetts im Unterhaus zur Prüfung der Lage in China, besonders der AuS- schreitungen gegen Engländer in Ranking. be- schlossen, btt kantonesischen Regierung emr An Ultimatum zuzustellen in dem 9tnujtuung für d i e Ermordung britischer Staats angehöriger durch kantonesische Regierung-- truppen verlangt wird .Times" melde: die Fraae der Genugtuung Wird gegenwärtig zw'chen 'Brvtz- bntennien. den Bereinigten Staaten und Japan erörtert und es w'.rd rtnt baldig« E'.ttchelduiig erwartet. Die £Manbi n der genannten Mächt, in Peking haben 'rch mit ihren Regierungen per- fiändigt und in London w-rd ein« Cmschechung über die Haltung bet Vereinigten Staaten und Japan erwart«!

Der diplomatische Korrr'pondent des .Dativ Herold" will wissen, hast geplant Werl« für den Fall der R i ch t a n n a b m < des Ultimatum» etwas zu tun. wo- in amtlichen Kreisen als »energische Schritte" bezeichn« werde. Der RnrrdponNnt sagt, «s werd« handgreiflich Kat. dost di« Vorfälle in Ranking als Bor wand

Das Arbeitszeitnotgesetz.

Annahme im Reichsrat.

Berlin, 31. März. (DD,).) Der Reichsrat nahm ben Ge'.tzenlwurs zur Abänderung der Arbeitszeitoerordnung im wesentlichen nach den neuen Vorschlägen der Regierung an. Gegen die Vorlage stimmten u. <u Hamburg und Mecklenburg Slrelitz. Der Vertreter Homburg» machte al» Grund ferner ablehnenden Haltung gei­lend, dah nach Ansicht de» Senat» die zahlreichen und mannigfachen Möglichkeiten für eine Verlänge­rung der Arbeitszeit übet die Grenze de» praktischen Bcbürmiffes hinau»gingen. Auch könne die durch verschiedene Un»nahmeoorfchriften wiederum be­trächtlich eingeschränkte verpilichlunq be» Arbeits­geber» zur Zahlung angemessener Ver­gütung für geleistete Mehrarbeit in dieser Jorm nicht al» befriedigend angesehen werden

Die Stellung -er Arbeitgeber.

Berlin. 3l. März. <WTB.) Die unter dem Vorsitz deS Geheimrats von Borfig ta­gende Mitgliederversammlung der Vereinigung Deutscher Arbeitgeber - Verbände veröffentlicht eine Erklärung, in der es heistt Die deutsche Unternehmerschaft steht In schwerem Ringen um den Wiederaufbau und die Produktivität ihrer Betriebe und di« Wiederherstellung ihrer Kon- kurrenzsähtgkeit cuf dem Weltmarkt«. Durch das unmittelbar vor der Verabschiedung stehende Ar- beitSzeitnotgesetz wird im Zusammenhang mit der Praxis der SchlichtungSbehörden bei der Lohngestaltung zu gleicher Zeit ein Eingriff i n di« wesentlichen Pro­duktionsgrundlagen der deutschen Wirt­schaft Doraenommen. Darüber hinaus lassen die letzten Beschlüsse über daS Invalidenver- cherungsgesetz erkennen, dah auch durch

Prozent sich für und 32,6 Prozent gegen ben Tarif erklärten, der damit angenommen ist.

Wie dieBaumelt" mitzutellen weist, soll e» nunmehr, ba bas Baugewerbe fast brei Jahre ohne Tarif gewesen ist, endlich nach längeren Ver­handlungen gelungen fein, einen für bas ganze Reich gültigen Tarifvertrag adzuschliehen. Die Gel tungsbauer biete» Tarifvertrages fall auf zwei Jahre, b. h. bis zum 31. März 1929, festgesetzt warben sein. Die Frage der Regelung der Arbeitszeit hat man der gesetzlichen ,Festsetzung überlasten

bU Mehrbelastung von dieser Seite her i r bi« Rentabilität bet Preisgestaltung der heutigen Wirtschaft eingegriffen wer­den soll. Die deutsche Arbeitgeberschate erklärt nachdrücklichst, daß sie entschlossen ist Im Rahmen der wirtschaftlich möglichen technischen Onrwick- Lung und des fortschreitenden Gelundungsvrv- zefses mit allen Kräften auf die Hebuna der Lebenshaltung und der Kaufkraft der Arbeitnehmerschaft positiv hinzu- wirken. Sie muh aber eint soziale Gesetz­gebung ablehnen. die ihre Grundlagen nicht in rein sachlichen, sondern wesentlich auch in po­litischen Erwägungen findet Ne zu den schwersten Beunruhigungen der Wirtschaft und des sozialen Friedens führen muh.

Die Gewerkschaften.

Berlin, 31. März. Die Vorstände de» All­gemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunbes. des Ge­werkschaft sr nges Deuticher Arbiter-, Ang.stell- ten- und Deomtenverbände und de- AfobunbeS veröfsentl.chen eine Erklärung, in der ou-gcführt wird, daß der neue Entwurf des Arbeitszeit- gefetzeS von den Gewerkschaften ebenso entschieden abgelehnt werden muh w.c der am 26. Fe­bruar verösfentlichje Dorentwurs. Während die Dewerlschaften Die Wiederherstellung des Achtstundentage- fordern, begnügt sich der Regierung-«ntwurs damit, die lieber- schreitung de- Zehnstundentage­einzuschränken Demgegenüber erklären di« Gewerkschaften erneut, dast das LebenSinteresfe der Arbeitnehmer und die wachsende Rot der Millionen Arbeitslosen fordern, dast einer Ver­längerung der Arbeitszeit über acht Stun­den täglich mit allen Kräften entgegen­getreten werden muh.

Der Finanzausgleich.

Eigener Drahtbericht desGiehener Anzeigers".

Ber lir 31. März Obwohl der Finanz­ausgleich r-d) nicht auf die Tagesordnung gefetzt ist. dürste ich da- Schicksal dieses Gesetzentwurfs doch in diesen Tagen entscheiden. Es verlautet aus parlamentarischen Kreisen, dah sich durch bi« Haltung der Wirtschaftlichen Vereini­gung erneute Schwierigkeiten aufgezeigt haben, wodurch das ganze Kompromistwerk der Regie­rungsparteien. dessen Annahme von der Haltung der WirtschaftNchen Vereinigung nicht unwesent- Nch abhängig ist, auherorbentlich ge­fährdet zu sein scheint, obwohl wenigstens nach Ansicht der Regierung und Regierungsparteien nur eine einfache Mehrheit zu einer Annahme des Gesetzes notwendig ist. Don fetten der Opposition wird dagegen gefordert, dah vor allem der Teil deS Gesetzes, der die Regelung der Bierfteuerverteilung betrifft, mit Zweidrittelmehrheit angenommen wer­den müffe. Wir glauben aber zu Wilsen, dah der Finanzausgleich in seiner jetzigen Form glatt durchgehen wird. Die Regierungsparteien werden dazu nur eine gemeinsame Erklärung abgeben, während von feiten der Opposition noch heftige Angriffe im Verlauf der Debatte zu erwarten sind

Preutzischer Landtag.

Berlin. 31.März. Im Preuhischen Land­tag wurde endlich die allgemeine Aussprache über den Haushalt des Innenministeriums zu Ende geführt. Die Sitzung wurde vollständig mit der Debatte über den Abschnitt .Polizei' au-gefüllt. Innenminister G r z e f i n s k i ergriff erneut das Wort, um sich gegen die verschie­denen Angriffe zu wehren, die In der Debatte gegen ihn gerichtet worden sind. Sr betonte noch­mals. dast er mit allen Mitteln gegen Unruhe­stifter vorgehen werde Zum Schluß bat er den Landtag um Unterstützung in seinem Bestreben. Ruhe und Ordnung wieder völlig herzust?llen.

Die Notlage des Saargebiets. Tir Wenfcr Beschlüsse Die Wirtschaft^' krisis.

Saarbrücken. 31. März. IWLB) In der heutigen Sitzung de- Landesrates nahmen di« Parteien Stellung zu den (Genfer Beschlüssen für das Saargebict. ES wurde anerkannt, dast alles erreicht worden sei. wa- im Rahmen deS Möglichen zu erreichen war. und dah das Kompromist über die Bahnfchuhtruppe von SCO Mann einen Fortschritt darstelle gegenüber der Tatsache dast bisher im Saargeoie' zirka 3000 Mann französischer Soldaten standen Bolle HeberdnRimmung herrschte auch in dem Be­dauern darüber, dah die in der Frage der Ab­lösung des belgischen Mitgliedes der Rrgierunas- lommiffion Lambert nicht- erreicht worden Tc* ?cr zweite Teil der Sitzung war einer Au-fprachc über die wirtschaftliche Notlage des Suargebicte* gewidmet Lohn- und QMj.iltMbbau im Verein mit schlechter wirtschaftlicher Konjunk­tur und einer Steuerbelastung, die höher ist al- im Reiche bedrohen da- Saaraebiet mit einer schwer«» wirtschaftlichen Äata- strovhe. die nur durch Erleichterungen in der sozialen Gesetzgebung abge­wendet werden fömr«

Die Lage in Schanghai

Parie 31. März DB > Die Agentur Ind- Balifi heri-t et au- Schargtza der Dien-- tag le o. Zw <nl :L verlaufen Der Streik bei 3 tenbabner fei a n Montag b end«t wor­den nachd« den Strellend-n die Vers'.cherung gegeben rot Öen war dast da- streckend« Per- fonal. leibst wenn <» bi« Ardetr erst In «iniaen - age;i w e er au nehmen Iollte, nicht ent Laufen Irerben würde TU» Me rung der Strasten-

für eine »ÖH iq« Änderung der chine­sischen Pvlitir der Regierurg benmtzl wer­den sollen. Hebet den Charakter des evtl, ener­gischen Schrittes lei noch feine Gntichndung ge­fallen. Unter ben Vorschlägen werden genannt di« Besetzung der Wusur.g. Forts und d« B l v k - kaö« aller Häfen, die von den Kantonefen besetzt find Der Korrespondent fügt allerdings hinzu, alles hänge von den Antworten ab. die Washington und XoTio erteilen werde

Zurückhaltung Amerikas.

Washington.!. April. lDTB Funkspruch) Präsident Coolibge hatte mit eicatnfefreter Keüop un) dem Manneiekretar Wilbur eine lange 8# rotung über ben Wunsch des diplomatischen Korp» in Peking, gemeinlame Schritte zu unternehmen, um Genugtuung für die Ueberiälle auf Ausländer und für bie Plünderungen im Pangtjetal zu erlangen Bisher ifi kein Beschluß gefaßt worden. Im Staatsbepartement wirb darauf hingewiesen dost sowohl der General der Kanwntruppen in Lchang Hai, wie der Minister de» Aeustern. Tschen. in Aan- kau chr Bedauern ausgesprochen und Schaden­ersatzleistung zugefogt haben, falte eine Untersuchung die Schulö kantonesischer Truppen an bieten Borföllen ergebe. Die Regierung der Ver­einigten Staaten fei offenbar bemüht, leben A r - schein «ine» Ultimatum» zu vermei­den. CF» wird vermutet, dog Staatssekretär Kellop sich auf einen formalen Protest beschränken »erde Vormarsch der Kantontruppen nach Norden.

Schanghai. 1. April. iDAH.) Rach chi­nesischen Berichten aus Nanking Haden die Kan- ton cf en beschlossen, ans vier verschiede­nen Richtungen ben Vormarsch nach Norden unter dem Kommando des Generals Lschang- kaischek anzutreten. Der allgemeine Heber« gang auf den Vangtse hat noch nicht begonnen Dagegen wirb gemeldet, day eine Kanton- abtnlung nördlich von Chinkiang bei Vangchow steht und dah gestern 3000 Wann in Wuhu in Richtung auf Pengpu abmarschiert find. Im Rorden der Provinz Anhui befindeil sich ebenfalls bereits Kantontruppen, di« gtin«in­fam mit den kürzlich zur Südarm«« übeeg«tre­ten en Anhuitruppen den Vormarsch auf Pengpu antreten sollen, wo General HdxingtMwmg- tichang den Rest der geflüchteten Schantungarmee konzentriert.

Aus aller Welt.

Kord ba* Lpfer eine* flttcntat» ?

lieber den ilutomobilutifaU, ben Henr» Ford am Sam»taanachmiitaa erlitten hat, werden jetzt fol­gende Einzelheiten bekannt, die die vermutuna auf- kommen lasten, dast Ford da» Opfer eine» Attentate» geworden fei. Ford verliest, wie ge­wöhnlich. allein In seinem Wagen die Fabnkanlogen um sich nach Hause zu begeben ,)w«i Leut« Der folgten Ford unterwegs mit ihrem Wagen. Al» er sich einer schmalen Brücke näherte., beschleunigte er ba» Tempo, wobei bie beiben Verfolger höchst« Geschwindigkeit einschalteten, so dast sie ihn an der Brücke errei chten. Der geschickten Steuerung Ford» gelang e», bas Bemühen der Bertelaer, ihn in bie liefe zu stürzen, zu vereiteln. Wtever auf freier Landstraße angelanat, konnte Ford sich nichi mehr retten, wurde an d le Böschung heran- gebrückt und stürzte mit seinem Auto 15 Fust tief ab, wobei sich der Wagen überschlua und seinen Lenker unter sich begrub, während bie Verfolger oerfchwanben. Forb lag dann wahrscheinlich ein« Weile bewußtlos, machte sich später frei und setzte sich zu einem nahegelegenen Gutchaus« in Be­legung, wo besten Hauswart ihn aufnahm und so­fort die Gattin de»Beningliirften und einen Arzt benachrichtigt«. Ford wurde spater aus einer Bahre ins Krankenhaus gebracht und dort einer leichten Operation unterzogen. Die Polizei oeriucht mit ollen Mitteln, das Geheimnis zu lüften. Di« Anwalt« Ford -erklärten bereit», beide Verfolger zu kennen.

Der Fall Schnoor.

Wie eine Berliner Korrespondenz erfahren Haden will, trifft die Rachricht, bap Pfarrer Schnoor non feinem Amt suspendiert wor­den sei, nicht zu. DaS Konsistorium hat viel­mehr eine Di,»iplinaruntersuchung ge­gen ihn eingelettet. die jedoch erst b-eidet wer­den kann, wenn die Unterfuchungsdehörden bie Akten über die gegen den Geistlichen erstattete Anzeige abgeschloften haben werden. DaS Kon­sistorium will zunächst jedoch den Vorwurf prü­fen, ob Schnoor in ber Tat unerlaubte Beziehun­gen zu seiner Wirtschafterin unterhalten hab«. BiS zur Erledigung aller Verfahren ist dem An­geschuldigten von seiner vorgefetzten Dienststelle aufgegeben worden, Zurückhaltung zu üben und vorläufig nicht zu amtieren

Lin ungetreuer versicherungodirestor.

Das Schöffengericht XatUrurx verurteilt« ben früheren Direktor einer Verf ichenrngs - Aktien-Gesel schäft Schiffe re r wegen fortJt- kD er Untreue aus Dewinnfucht und Unterf tut- gung fow e Be.rugeS in a.dc( Fällen zu einer Desamtftra « von zwei Jahren Gefäng­nis Schisser fcatie als leitender Tttcfioe ber Zweigstelle Stuttgart und später Karlsruhe neben anderen Betrügereien 39 000 Mark veruntreut.

Aufklärung eine» grasten Velzwarend.ebftahls.

Gin grober Pelzwarendiedstahl, bei dem End« voriger Tvoch« in einer Berliner Rauchwaren- Gresihanblung für 50 000 Mark kostbare .Jede E'lohlrn wurden, jetzt aufgeklärt worben. Ber­iet wurden ein 25 Jahr« alter Ernst Weh irrt.

im Auftrag der Band« Pelz« al- R e i1 e n - der in der Provin, ju vertreiben pflegte der 52 Jahre alte Ladislau» Rowirkh. der erst vor acht Tagen eine Zuchthausstrafe von drei Jahren wegen Einbruchs in dieselbe Großhandlung verbüßt hatte, austerbern ber Ver­walter eines G«fck>iftshaufes Otto Zug!potz der in der Rächt des a: bruch» die Mutt mit dem Lastenauszug auf den Bebsn ge<<yafft und dort sorgfältig versteckt hotte. Di« Pefzworer ttmr» den och her Polizei dort unbelchädigt ix>rgefun­den. Die zwei Haupttäler .zwei berüch« gte Gpe- ziatisten in bi der Art von Einbrüchen, sind er- mitfelt. lonnlen aber noch nicht verhaftet werkten

tiettcri>orau<;aqc.

Wechselnd dewvlki mit Aufheiterung Tempe­raturen wenig verändert und zeitweise regnerisch.

Gestrige Lagestemperaturen Manmum 9,2. Minimum 4 Grad 'lelllu- Rieberfchläge 4,4 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 0 4 Grad SeMul