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Dorirag de- Studien rares «_

We Iburg über Mussolini und kN« (a1d)i<ti4K Staats Gee'. Der Redner wird so teilt man

Leben gerufen wurde, hält, wie au- der heuti­gen Anzeige hervorgeht, am nächst en Montag abend im .Hessischen Spf, Frankfurierstraß«. eine Mitgliederversammlung ab Hauptpunkt der Tagesordnung ist d.c ixm zahlreichen auswärtigen und hiesigen Mitgl edern gegebene Anregung, im kommenden Sommerhalbjahr eine Wieder- lehenSseier aller ehemaligen Angehörigen des Rcalgtzmnas.ums G ehen zu veransta t n An den geschäftlichen Teil der Veranstaltung am näch­sten Montag wird sich ein kameradschaftliches Zusammenlein onschliehen

e n . die vor

Anzeige )

D i e Dereinigung ehern Ana höriger de- Realgymnasiums Gie - . zwei Jahren unter dem Vorsitz

de- Sanität-rat- Dr. Becker- Sprendlingen ins

Mitmenschen zur Verfügung stellen wird dieser Gewißheit wünschen irnr chm einen segneten Ruhestand in voller Gesundheit.

Piornotizen.

uns mit, in seinem Vortrag aus den Menschen Mullolm' näher e.ngehen können. Gr wird den drainal.sch bewegten Leben-gang Mussolini-vom Dol.-lchu'.lehrer, Maurer. Lastenträger 3our» na.iUvn Lozialitten zum Beherr­

scher Ital.cn- schildern und Schritt für Schritt die so'chistische Gedankenwelt auszeigen Aus Mussolinis Derlönlichket unb den italiemlchen Rachtr eaezustönden wird der Vortragende dann die faschistische Staatsidee schildern (Siehe An­zeige ).

Der Bund Deutscher Jugend- vereine (V. D. 3 - veranstaltet am Abend des Sonntag- 3udico. 3 Aprll, in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine Abendseier Gesangliche Darbietungen von Bundesmitglledern werden den Vortrag des Pfarrers R Goethe-Darmstadt des jüngst ernannten zweiten Leiters des ganzen Bundes umrahmen, er will sprechen über .Ju­gend und Passion" 3m Mittelpunkt de- Abends steht dann das Spiel .Gevatter Tod" in der Bearbeitung von Gümbel-Seilmg Der Abend verspricht eine schöne Feierstunde. (Siehe gestrige

cDangtliiaxii Sache

Wenn ec beute von feiner beruflichen Tätig- kett zurücktritt, so lind wir gewiß. daß er sein« vielseitigen Kenntnisse und Fähigkeiten als Arzt und Mensch <ynd) fernerhin zum Segen feiner

Der Bau des neuen Flughafen­gebäudes wurde vor einigen Tagen in An­griff genommen Die Ausschachtungsarbeiten wer­den in neuzeitlichster Weise unter Zuhilfenahn« eines 15 Meter langen Rollbandes zum Erd- transport ausgeführt. Man hofft, den Bau so rasch voranbringen zu können, dah End« 3uni die Einweihung stailliiiden kann. Das Gebäude wird bekanntlich nach den Plänen des Gießener Stadtbauamtes errichtet. Bis zur Eröffnung des neuen Hauses wird der Wirtschaftsbetrieb aus dem Flugplatz in den bisherigen Räumen ab 10. April durchg«führt. Der Luftverkehr selbst wird am 18. April wieder ausgenommen

" D o I k s a b st i m m u n g i n G i e h e n. Seit längerer Zeit ist zwischen den Sachverständigen und einigen städtischen Deputationen ein Streit im Gange um die Frage, welche Heizungsart in der Volkshalle eingebaut werden solle. Die eine Seite will elektrische Heizung haben, die andere ist für Luftheizung Ein« Verständigung konnte bisher trotz zahlreicher Sitzungen nitch erzielt werden. Auch die Hinzuziehung auswärtiger Sachverständiger führte bisher zu keinem Ergebnis. Nunmehr hat man sich entschlossen, die Bürgerschaft selbst urteilen au lassen. Zu disem Zwecke hat man die Volkshalle durch Einfügen einer provisorischen Wand in der Mitte in zwei gleich große Räume geteilt, deren einer mit Heislustheizung versehen ist, während im anderen die Elektriztät einheizt. Die Bürgerschast wird nun im Laufe des heutigen Tages, besondere aber heut« abend noch, zum Besuche zwecks Begut achlung erwartet. Feder Bürger soll frei aus sich heraus entscheiden, in welchem Raume die Heizung-- art nach seiner Meinung die beste zu fein scheint. Seine Meinung soll er bann auf einem Zettel mit wenigen Worten niederlegen und hieraus den Stimmzettel einem der Sammelkästen übrgeben^wie solche bei der vorjährigen Werbewoche in den Stra­ften der Stadt ausgestellt waren. Diese Kasten hat man heute mittag an den Eingängen zur Volks- Halle ausgestellt. Die Zählung der Stimmen und die Auswertung der Meinungen will die für die Frage zuständige städtfche Deputation selbst vornehmen. Ob und wann das Ergebnis veröffentlicht wird, steht zur Zeit noch nitch feft

Die Gießener Lesehalle wird am nächsten Dienstag der öffentlichen Benutzung übergeben werden. Damit trägt der Lesehalle- verein einem dringenden Bedürfnis weiter Bür- gerkreife Rechnung. Die Halle wird von vor­mittags 10 Uhr bis abend» 10 Uhr jedem Er­wachsenen offen stehen.

* Die Hauptgewinne der Gieße - ner Pserdemarkt-Lotterle fielen der Reihe nach aus folgende Hummern: 16 387. 1508. 13 993. 9549 956 l

®in austergewöhnliches ® r ei g n i s wird man heute abend gegen 7 Uhr an der Lahn in der Rähe des Bootshauses der Ruder- gefelllchast. ober von den Bleichplätzen au» be­obachten können. Seit einigen Tagen find, wie un» von verschiedenen Mitarbeitern in Orten an der 0hm. der oberen Lahn und deren Vebenläufen gemeldet wird, aus bi» jetzt noch ganz unerklär­lichen Gründen die groben Fifchbestände in der Ohm. der Lahn ufw in eine Wander bewegung slustabwärts eingetreten. Selbst alle, vielerfahrene Angler stehen dieser Erscheinung ohne jede Er­klärung gegenüber. Die Fifchzüge sind fo umfang- reich, bah man beim Schöpsen mit einem kleinen Simer stellenweise nahezu das ganze Gefast voll Frsche aller Größen erlangen tonnte. Di« inter­essierten Anglerkreife Haden über den Vorfall bisher streng geschwiegen: man wollte den Raub- anglcrn leine Gelegenheit zur Ausübung der .Schwarzsischerei" geben. Rachdem nun aber die wandernden Fische in immer stärkeren Schwärmen schon bis weit unterhalb von Marburg gelangt lind, liest sich der Vorgang nicht mehr aeheim- halten. Man will jetzt zu austergewöhnlichm Maßnahmen greifen, um der Ausreiher habhaft zu werden. 2Iuf Grund der bisherigen Beobach­tungen hat man berechnet, dah die Fischwande­rung heute abend gegen 7 Uhr in den Diesten er Etadtbcreich gelangen wird Man wlll nun ver­suchen in der Rahe des Bootshauses der Ruder- geselilchaft. dicht bet der Klinkelfchen Muhle, mittels großer Reye die seltsamen Wandervögel zu fangen. Zu dielem Zwecke sollen vor dem

T a g « s k a I e n d e r für Freitag: Stadtthcater: 7 Uhr Faust (Ende gegen 10.15 Uhr). Lyzeum und Stubicnanftalt Diesten: 7 Uhr Stadt kirche, Geistliche Munkaufführung. Lichn'pielbaue. Baynhofstraße: .Fräulein Mama'. Palast-Licht- soiele:Dom Kilimandscharo zum Nil". Aftoria- Lichtspiele.Das Testament des Goldsuchers".

Aus dem Stadt theatervureau wird uns geschrieben: Für die Aufführung des

.SreimäbertbauT am kommenden Sonntag zeigt sich ein erfreulich lebhaftes 3niereff« 3n der Rolle des .T'chäll" wirkt Herr Alois Re-ni früher am Frankfurter Opernhaus al» Gast mit Ls frt bar auf aufmerflam gemacht dah das Werk im Dienstag- und Mittwoch-Abonnement nicht wiederholt wird, ob es iw Freitag-Abonnement gegeben werden kann, ist noch fraglich

Der Republikanische Lehrer­bund. OrtSvere.n Gießen, bringt morgen nach­mittag im Stngfaal des Realgymnasiums einen

Mus der prooinztalhauptstadt.

Gießen, den 1 April 1927

Medizinalrat Dr. Walger.

Am heutigen 1. April tritt der langjährige Kreisarzt des Kreises S.esten. Medizinalrat Dr TB a I o e r, unter ihm seitens der Regierung «gesprochenen Anerkennung seiner dem Staat.' gtöÄeten langjährigen treuen Dienste auf Grund des Getenes über btc Liter»grenze der Staats­beamten in den Ruhestand.

Dedrzinalrat Dr. E r n st Walger wurde am 2b Dezember 1861 in Pfungstadt geboren, bi« Relfeprufung bestand er am Ludwig-GeorgA- Gymnaluim zu Darmstadt, un 3uli 18» erwarb er in Berlin die Approbation al» Arzt, sowie den Doktorgrad Rach mehr,ähnger Dienstzett als aktiver Mllitärarzt und freier Täliakeit al» praktischer Ar-t trat <r 1895 in den beff'lchen Staatsdienst ein. zunächst als Kreisasfistenzarzt »n Gedern, wo er angeregt durch die Arbeiten WechbäckcrS al» einer der ersten er'olgreichc Heilversuche mit menschlichen Rekonvaleszenten- Mullerum bei akuten 3nlekl'on»krankheilen. wie e yphus. Scharlach und Iruposer ^uug.nentAun- du.w antzellte. deren Er»,ebnif«c er in den 3ahven 1896 und 1&02 im . Zentralblatt für Innere Medizin veröffentlichte

3m 3ahre 1899 wurde er als Kreisassistenz­arzt nach Mamz and ini Herbst 1W0 als Xrcie- arzt nach Erbach i. O versetzt. Hier wirkte er 14 3abu lang und stellt« seine Arbeitskraft na­mentlich in den Dienst der sozialen Fürsorge Gr brachte das in der Räh« Erbachs bei Sangen- "Hrombach gelegene GenefungSheim der M.i Ort-krankenkasse, die ihn zum Leiter dieses Heuns bestellte, zu hoher Blüte Mastgebend war ihm bri seiner 'Tätigkeit im Dienste der öffentlichen Gfffundhettspflege stet- der Gedanke, dast so wichtig und unentbehrlich selbswerständllch die soziale Mirlorge für die Einzelperson, für Kinder und Grwachlene, für Kranke und KrankheitSge- fährdete ist diese individuelle Fürsorge doch nicht genügt, sondern dast die Fürsorge die ganze Hamilte zu betreuen hat ®r stellte de-halb ein­gehende Erhebungen über Wohnungsverhältnisse und Woi>nuna»elend aus dem Lande, speziell in feinem Odenwälder Amtsbezirk an und luchte hiefc Berhältnisfe nach Kräften au Der belfern, aus der Erfahrung heran-, dast alle individuelle Hürsorge lein« Dauererfolge ergibt, wenn nicht das ganz« 5amtlieamilieu aefuirdhettlich gehoben Wtrd Au- folchen Gesichtspunkten heraus lchul Medizinalrat Walger gemcinfam mit dem da- maligen Kreisrat des Kreises Erbach, Her^' Schliephake, eine grostzügige Organisation der HauS- und Krankenpflege, die den ganzen Kreis Erbach bi» in die entlegensten Gebirgs- «meinhen mit einem Retz von Kranken- und VauSpslegestationen überzog, ßeitenber Grundsatz war dabei, dast die starken und leistungssähtaen Gemeinden die Pflicht übernahmen, die schwachen au unterstützen, wenn auch letztere fei bst verständ­lich nach Maßgabe ihrer Kraft Opfer zu bringen hatten: also der Grundsatz, dah einer des andern Last mitzutragen verpflichtet sei. Um dabei auch die Tuberkulose und andere Infektionskrankheiten wirksamer zu bekämpsen. unternahm er es, sämt­liche von feiner Organisation angestellten Kran- kenpslegerinnen in der Handhabung der lausen­den, sowie der Schlust-WohnungSdesinsektion auS- btlben zu lassen, ein Gedanke, der damals in Deutschland so absolut neu war, dah da» Mini­sterium erst ein ausführliche- Gutach!en de» Gie- stener Hygienikers Geheimrat G a f f k h einholte, ehe es die Genehmigung au dieser Neuerung, die sich bald glänzend bewährte und durchsetzte, erteilte.

3m Dezember 1914 mitten im Waffenlärm de» Weltkriege» wurde Medizinalrat Wal­ger als Rachsolger des erkrankten Geh. Medi- zmalrats Dr Haberkorn nach Gießen ver­setzt. wo er in reicher Arbeit gewirkt hat bis Aum heutigen Tage Am besten können natürlich die Fachgenossen em,essen, was es heihen wollte, in so bewegter Kriegs- und RachkriegSzeit. wo die ärztliche Versorgung In Stadt und Land zeitweise auf da» alleräußerste beschränkt war. wo jeder in der Heimat verbliebene Arzt - auch Medizinalrat Walger selber sich an der Lazarettbehandlung unserer verwundeten Sol­daten beteiligte, den Kamps gegen die Kriegs- seuchen und gegen die 3nfektionstrankheiten über­haupt mit Erfolg zu führen Seif«, Alkohol. Kohlen, viele wichtige Medikamente waren kaum nc|t> vorhanden, dazu waren viele moralische Hemmungen dahingesallen. Wenn es in der Tat gelungen ist, Stadt- und Landkreis Giesten trotz vieler Schwierigkeiten von schlimmen Seuchen frei zu hallen und sofort, wo Herde von Flecktyphus. Pocken. Ruhr und dgl. sich zeigten, diese im Be- ginn zu ersticken, so gebührt sowohl der ver- ständnisvollen und opferbereiten Aerzteschast wie Herrn Dr. Balge r. dem Leiter des (Siebener KreiSgesundbeitsamtes. selber ein wesentliches Verdienst

Mit Anerkennung gedacht fei am heutigen Tage auch der überaus anspriehlichen Tätigkeit Dr. Walgers al» hiesigen Gerichts- und Ge«äng- nisarztes. Seine von grober Sach- und Men- schenkenntnis getragene guiächtliche Berichterstat­tung in Gericht-verbandlungen uni) vor dem Berforgungsgericht bat in zahlreichen Fällen aus- Häreiib gewirkt und die ergangenen Entscheidun­gen maßgebend beeinflußt. 3n Richterkreisen sieht man ihn ungern scheiden.

71 eben seinem Berufe widmet« sich Medizinal- rat Dr W a l g c r in ganz besonderem Maße den Interessen der evangelischen Landeskirche in Hessen Ale Mitglied des .verfassunggebenden Landeskirchentags batte er wesentlichen Anteil an dem Zusiandvko nmen der hesfischen Kirch-n- verfassung. und stellt auch beute noch als Ab­geordneter des Landeskirchentag» seine reiche Er­fahrung auf kirchlichem Gebiet in den Dienst der

manch« Rtstgeiegerchett genommen, und dasrb- reich an den Ufern wird bd Hochwaller leicht mit sortgerillen. 3n unserer Gemeinde ist zur Zeit der Keuchhusten, besonders unter den jüngeren Kindern, stark verbreitet

Allertshausen. 31. Mär^ Der hie­sige Spar - und Darlehnskassenverein iRatsseifenl hielt Meter Tage feine Mesiähriae ordentliche Generalversammlung ab. Äe Bilanz weist einen erfreulichen Aufschwung der Genoffenfchast auf; der Reingewinn beträgt 636.98 Ularf. Berbandsrevifor 3 olk - Gießen erläuterte die Bilanz und die Gefchaltstätigkeit des Ver­eins. 3m Anfchluß an die geschäftlichen Verhand­lungen fand ein Sumihenabcnb statt, bei dem Landwirtschaftslehrer Haack- Gießen «inen Voe- trag über die Anwendung künstlicher Düngemittel hielt und dabei einen Lehrfilm zeigte. Diefe Aus­führungen wurden mit großem Interesse ent­gegengenommen.

r. Saasen. 31. März Otne öffentliche Schulentlaffungsseier veranstaltet am Sonntagabend untere Schule Rach den getroffe­nen Vorbereitungen verspricht die Feier recht schön zu werden Der Mandolinenklub hat sich in dankenswerter Weise für Meten Abend zur Verfügung gestellt

D L i ch. 31. Marz. 3n jedem Frühjahr kann man beobachten, daß Besitzer von Rainen da» aue dem Vortahr stammende dürre Gras adbrennen. Die Leute wollen damit dem jungen sprießenden Grün Lickt schassen. Nun hat sich im Lause der Jahr, unsere Jugend diese Arbeit zu eigen gemacht und brennt an den Sonntagen in allen Teilen der (Bi markung das dürre Gras ab. Leider wird aber auch vor den wenigen Hecken, die noch im Felde stehen und dem Schutz unserer gefieberten Sänger dienen nicht hall gemacht. Durch da» Feuer sterben die Hecken ab. und unsere Singvögel sind ihrer letzten Niftgclegenheit beraubt. Am vorigen Sonntag konnte man sogar beobachten, daß selbst nur wenige Meter oom Wald aus der Straße nach Albach zu, aus dem Nodenschütt und auf dem Breuberg Brande angelegt waren. Die Jugend bedenkt nicht die Folgen, die ein Waldbrand haben kann. In jugendlichem Leickst sinn wurden an den letzten Sonntagen sogar Dick wurzmicten der Landwirte in Brand gesteckt und damit großer Schaden angerichtet. Dir Feldpolizei sollte mit aller Schärfe gegen derartigen Unfug vorgehen.

Kreis Büdingen.

Ridda, 31. März. Der Bezirks­lehrerverein Ridda hielt hier geftern seine letzte Versammlung für das zu ®nbc ge­hende Schuljahr ab. Zunächst wurden innere Vereins- und Standc-San^elrgeiihcitc-n erledigt uni' den beiden Vertretern Weisungen bezüglich her Anträge zur Haupt Versammlung des LandeS-Lebrervereins In Olken­bach erteilt. Dann folgte eine bescheidene, aber würdige Gedächtnisfeier für den vor 100 Jahren verstorbenen Tonkünstler B e e t Hoven Lehrer Kraft und K a u s in Rieder Mockstadt ziehen au» dem Bezirk, und Lehrer i. R. L e i o i ch in Dauernheim tritt eine Reise nach Amerika an, um zum zweiten Male seinen Sohn dort zu besuchen. (3r hofft, vor Winter wieder zurückzukehren.

ftreiä Schotten.

Saubach, 31. OHätA Infolge der fort­gesetzt günstigen Witterung hat sich die gesamte Winterfrucht herrlich entwickelt. Auch brr Klee und der DraSWuchS stehen sehr gut. dasselbe läßt sich von den Aussichten auf Obst sagen Wenn kein Spätsrvft kommt, wird die diesjährige Ernte vorzüglich auSsallen. 3n diesem Frühjahr ist der Schnepfen strich sehr gut; es sind hier bereits über 30 Stück ge­schossen worden. Man sieht viele 3unghasen. sowie gute Rehböcke, dagegen kaum Reb­hühner Die Böcke haben gut aufgesetzt.

tirciö Alösclv.

Ober-Ohmen, 31. März 3n der jüng­sten © c m c t n h c r a t I 11) u n g wurden die Gehälter der Gemeindeoeamten neu geregelt An sämtlichen Bezügen ward n Ad- Itridx vorgenommen Der Bürgermeister, der leit» her 1833 Mark erhielt, bezieht ab 1 April 1500 Mark. Der Gemeindeinnehmer. der seither 1400 Mark Gehalt hatte, wurden 1200 Mark ^gebil­ligt D er Polizeidtener erhält in Zukunft 500 Mark Grundgehalt und 50 Mark Bekleidung»- gelb, gegen bisher 592 Mark Bei dem Flur- fchützen, der seither 150 Tage mit je 4 Stunden beschäftigt war, und ein Gehalt von 638 Mark bezog, wurde ein Stundenlohn von 1 Work al» zu hoch erachtet; Jem nunmehriges Gehalt be­läuft sich auf jährlich 500 Mark.

Mrcio Lauterbach.

h Lauterbach, 31. März. 3n derLa n d- wirtschaftlichen Winterschule dahrer wurde am Dien-tag der ältere Jahrgang nach einer Abgang-Prüfung entlassen. Lehrer. Schüler und Freunde der Anstalt verf am mellen sich im Anschluß an diesen Akt zu einer gemütlichen Rachfeier, bei der der Ruhen, der von der Schule au-geht und der der heimischen Landwirtschaft zugute kommt, in das rechte Ächt acstellt wurde. Lehrer und ältere Landwirte ermannten die jun­gen Leute. daS in der Schule Gelernte nun in die Tat umzusetzen, sich stets aber die au» der Praxis stammende Erfahrung älterer Landwirte zunutze zu machen, denn nur auf diesem Wege könne Ersprießliches geleistet werden. Einige von den Schülern gespielte Theaterstücke fanben im unterhaltenden Teil allgemeinen Beifall. Dre Feier war von den Musikvorträgen einer au« Mitgliedern de« Mufikvereins zusammengestelllen Kapelle umrahmt.

\ Herbstein. 31 März. Hier wurde etn Turnverein gegründet. Vorsitzender wurde F Lehmann. Turnwart Lehrer Sh

Preußen.

Tillkreis.

bl. B e i l st e i n . 31. März. Der den West- deutschen Basalt st einwcrken g hörend« Bruch .Bei Ist einer Lah" hat den Be­trieb mit einer Belegschaft von etwa hundn:t Mann wieder voll aufgenommen.

bl Hirzenhain. 31 März. 3n unserer Gemarkung sind -. Z. zwölf Grünstein- b r ü ch e vorhariden. die alle in Betrieb sind. Der hier getconnene Stein in seiner dunklen, farbenprächtigen Art kommt in ganz Deutsch­land nur feiten vor. So kommt es denn auch, dah fich die Abnehmer bi» weit über die i Grenzen unterer Heimat finden, sogar nochHol- iand werden sehr viele Steine geleert. D>e j in der Umgebung liegenden GrubenHeuluft', ,21nnelin. .Königszug" und .ötilling arbeiten alle wieder voll.

Wehr uixi große mit Gewichten beschwerte Repe, i die von einem Ufer dis zum anderen reichen, i versenk! werden, der Abstand zwilchen beiden i Retzen toll etwa 1 Meter betragen, um dadurch eine erlte und «ine -wette Fangstellung zu be- j kommen Sine Anzahl Angler von hier hat fich zur Mithilfe bereit erflärt Vom Stadtbauamt I werden die Sprengwagen der Stadt, darunter i auch der neue große Da ff erwägen, an der Fäng­st elle zur Verfügung gestellt, um auf kn esc Welle gleich große Wafferbehäller zum 2Lutnehmen der < Fänge bereit au haben. Bei der Reichsbahnver- toaltung sind vefandere Fifchtransponwag^m mit ausreichendem Wafserinhalt bestellt, in die di« Fische auf dem Güterbahnhof aus den städttfchen Wasserwagen umgeladen und bann in ihre schnöde verlassenen Revrere -urücklran-portiert werden tollen Die nicht mehr zu Zuchtzwecken verwendi>aren Asche will man an Ort und Stelle schachten und sie am morgigen Samstag- vormittag auf dem Wochenmarkt verkaufen. Wird schon da- Einsetzen der Retze zweifellos recht sehenswert fein. Io dürften die Vorgänge beim Fang noch Diel interesfanter werden.

* Das 5 e ft der Goldenen Ho chz « it begehen am morgigen Samstag. 2. April, der Dienstinann Gustav S ch u ch a r b t unb Frau Elise geb Fatum. Katharinengaffe 8 wohnhaft.

Eine Wohltätigkeitsveran st al­tungdeshiesigen Kriegervereins findet am kommenden Sonntagabend im Fesljaat de» Lase Leib statt. Es soll dort bl« Operette ..Frühling am Rhein" zur klufsührung kommen, ferner wird unsere Militärkapelle unter Leitung de» Vbermufikmeister» Löb er mit einem ausgewahllen Programm auf- warten Der Reinertrag der Veranstaltung soll be- dürftigen Alloeteranen und Äriegcrbinkrbliebencn des Kriegervereins (fließen zugute kommen. Schon im Hinblick auf den guten Zweck der Veranstaltung ist ein guter Besuch bringen!) erwünscht

D c f f e n t li d)< Bücherhalle Jen Marz wurden 1517 Bände au-geliehen Davon kommen aus: Erzählende Literatur 786, Zeitschriften 146. Äu- gendschristcn 84. Literaturgelchichle 15, Gedichte und Dramen 34, Länder- und Völkerkunde 99, Kul­turgeschichte 37, (tzeschichte und Biographien 107. Nunslgeschichte 25, Naturwissenschaft und Technologie 60, Heer- und Seewesen 16, 5)aus- und Landwirt- sch^llt 4. Gesundheitslehrc 10, Religion und Philo sophlc 29, Staat5wifsenschaft 18, Sprachwissenschaft 14, Fremdsprachliches 33 Bande.

Obertzeffen.

Vom Gemeindeverband Wieseck - Alten-Buseck.

Gemäß Vereinbarung mit den Herst eilenden Firmen sollte der neue Auto-Omnibu« für den Verkehr auf der Linie Alten-Buseck

Wieseck - Gießen zu einem späteren Ter­min obgeliefert werden. Die in der Zwischenzeit dorgeiwmmenen neuzeitlichen BetriebSumstellun- qen in den beircffenben Werken ermöglichten aber eine frühere Lieferung des neuen Wagen», bet. wie uns mitgeteüt wurde, im Lau', des heutigen Aachmittags bestimmt eintrifft. M der Indienst­stellung dieses modernsten Wagens erhält der Betrieb nunmehr fein« höchste Wirtschaftlichkeit Für da- Publikum ergeben sich daraus alle mir möglichen Annehmlichkeiten, und zwar nicht allein hinsichtlich de» Reisens im Wagen, fonbern vor allem auch hinsichtlich der Betriebssicherheit, da dieser Wagen einer der ersten ist, die mit dem Kunze - Knorr - Luftdruck - Brems- s h st e m ausgestattet werden. Hierdurch eignet sich der Wagen vor allem au Fernfahrten in schwierigste- Gelände, ohne Leven und Gesundheit der Reisegäste im geringsten zu gefährden.

Die erfreuliche Tatsache des Sintceffen» des neuen Wagens veranlaßt nun die Betriebs­leitung. einem möglichst großen Personenkrei» die Vorteile und Annehmlichkeiten des neuen Wa­gens vvrzuführen. Zu diesem Zweck finden heute abend zwischen 7 und 8 älhr eine Reihe Probefahrten statt, die unent­geltlich ausaesüyrt werden. Für jede Fahrt werden 40 Fahrgäste zugelassen, die Zahl der Fahrten soll je nach der Beteiligung vermehrt werden Au» der ErkennmiS heraus, daß Der neue Wagen nicht nur für Wieseck und Alten- Buseck 3nteress« besitzt, sondern, wie schon an- gebeutet, in der Hauptsache die Fernfahrten auS- sühren soll, werden die Probefahrten zwischen Gießen. Wieseck und Alten-Buseck ausgeführt. Für die Gießener 3ntereHenten ist am Walltor eine Cinsteigmöglichkeit gegeben, als Sammelpunkt der Fahrgäste in Wieseck wurde der Pbilosophenplatz bestimmt. die A l t e n- bu f c d c r können von der seitherigen Endstation auS die Probefahrt antreten. Bemerkt sei noch, baß diese unentgeltlichen Probefahr­ten nur heute abend stattfinden, da der Wagen bereits ab Samstag für eine größere, mehrere Tage währende Fernfahrt von dem Ober- hes'ilchen Automobil-Club gemietet worden ist.

Landkreis «teßen

)( Großen-Linden, 1. Avril. Heute sind 3 0 3 a h r e verflossen, daß hier an der Bahn der Güterverkehr eröffnet wurde Als nach vierzigiähr gern Petit onieren der Halte­punkt Großen-Linden am 1. November 1886 ins Leben getreten war. versuchte man alsbald, auch zu einer Güterstation zu gelangen. Allein einer 10jährigen Arbeit bedurfte es. die Bahnverwal- tung von der Rotwendigkeit biefer verlchrs- anlag« zu überzeugen D e Eisenbahn-Direktion forderte von der Gemeinde Großen-Linden einen Zuschuß von 70 000 Wk zu den berechneten Kosten von 80 003 Mk Der Bahnkörper liegt hier nämlich im Gefälle von 1:150. Um ®üter- züge rangieren zu können, wollt« die Bahn­verwaltung eine Horizontale in der Länge von 200 Mir. herftell-n. Hierdurch berechneten sich die hohen SinrichtungSkosten. Der geforderte Kostenbeikrag war selbstverständlich der Gemeind« ®toben-ßinben viel zu hoch Eine Audienz bei dem Minister für öffentliche Arbeiten in Berlin hatte den Sriolg. daß der B<^nkLrv«r nicht umgebaut vielmehr nur Hebengeleife hör zontal angelegt wurden Besonder* Ra na i erzöge brin­gen die für Großen-Linden bezettelten Waggon- von Dießen hierher Bahnfeitig wurde -um ab- geänderten Projekt ein Beitrag von 12 500 TOI. verlangt D e Gemeinde Lechgestem bezahlte

i 5500 Mk. Großen-L.nden 7000 Mk

Bg Großen-Buseck, 31. März. Zur Zeit - werben die in unterer Gemarkung gelegenen Bachbe11e einer ^Reinigung und Vertiefung unterzogen, um bei Hochwasser Ueberfchwemmun- gen zu verhindern Dabei werden die Ufer von Gestrüpp und Hecken befreit, damit das Waller in einem Lauf nicht gehemmt wird Allerdings [ hat die Sach« auch ihre Schattenseite: das ßanb- fchaftsbild wird eintöniger den Vögeln wirb gar