wiederholt Besprechungen bei der Wirtschaftlichen Bereinigung deutscher Gaswerke von Vertretern grober Gaswerke stattgefunden haben, deren vjtoed eine allgemeine Information über die Pläne der A.-G. für Kohlenverwertung war, und der Tosausschuh des Vereins die Ergebnisse bereits in früheren Sitzungen erörtert hatte, hält es der Verein nunmehr für erforderlich, den für die Gaswerke zuständigen kommunalen und anderen Stellen exakte und soweit cs im gegenwärtigen Zeitpunkt möglich ist, erschöpfend behandelte Unterlagen für die von ihnen schliehlich zu treffenden Entscheidungen an die Hand zu geben. Da ein« weitere Kundgebung der QI.-®, für Kohleverwertung, die in Aussicht gestellt war, bisher nicht erfolgt ist, wird nunmehr der (Herein durch seinen für diesen Zweck erweiterten Gasausschuh und seine wissenschaftlichen Einrichtungen den ganzen Komplex der Ferngasversorgungs frage in einzelne Hauptfragen zerlegt durch Berichterstatter bearbeiten lassen und aus diesen Einzelgutachten ein G e s a m t g u t a ch t e n zu- sommenstellen, das in objektiver Darstellung das ganze Problem behandelt. So sehr es erwünscht ist, daß diese Aeutzerung in möglichst kurzer Zeit zustande kommt, mutz man sich doch darüber klar sein, dah eine Frage von so weitgehender technischer und wirtschaftlicher Bedeutung nicht von heute auf morgen in zuverlässiger Weise erforscht und bearbeitet werden kann, sondern daß den Bearbeitern rin« entsprechende Zeit gelassen werden muh, wie überhaupt dir Durchführung der Ferngasversorgung, falls sie sich als empfehlenswert erweisen sollte, eine Frage von langer Sicht ist. Schwerwiegende lle- i-rlcflungcn werden, selbst wenn vom technischen Standpunkt aus die Fraqe völlig klar liegt, auf rechtlichem, kommunalpolitischen und politischen Gebiete anzustellen sein. Wenn der Verein seine Hauptaufgabe darin sieht, die einschlägigen Fragen vom speziellen technischen, wirtschaftitchen und wissenschoftlichin Standpunkt zu beleuchten, so wird er doch auch die soeben genannten Gebiet« streisen, ohne damit der endgültigen Entscheidung der sür die Ferngasbelieferung in Frage kommenden Städte vorzugreisen. Zwischen der Ver- i-ching des Deutschen Dtädietags und der des Verein- besteht Uebereinstimm. ng darüber, dah die Bearbeitung in der vorbezei meten Weise den einzig richtigen Weg für die Klärung der Frage da»stellt. In gleicher Weise wie beim Stein » kohlen-Ferngas werden auch die Fern- gaspläne der mitteldeutschenBraun- t o s'l e n in d ust r i e geprüft werden. Die gesamte Aeuherung wird auch bei intensivster Arbeit, zu der die A.-G. für Kohleverwcrlung, soweit erforderlich, heran gezogen werden wird, kaum vor Qlblaus mehrerer Monate zu erwarten fein.
Dv . Den SchlachLvishmärkten.
An den Schlachtviebmärkten der vorigen Woche setzte sich die rückläufige Bewegung auf den Schweinemürkten weiter fort. Bei Bindern und Kälbern ist das Geschäft weiterhin unverändert ruhig, bei Schafen teilweise lebhaft. In den Auftriebsziffern sind in der Derichtswoche wesentliche Veränderungen nicht zu verzeichnen. Die Pretsgestaltung war bei Rindern und Kälbern uneinheitlich und nur wenig verändert, während es bei Schafen fast auf der ganzen Linie zu leichten Befestigungen kam. Für Schweine ergaben fich der gedrückten Tendenz entsprechend zumeist Preisabscyläge.
Wir geben im Anschluß unsere übliche Tabelle, nach der auf den nachstehenden Märkten für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert
wurden:
Rinder
Kälber
Schafe <
Schweine
Berlin
22-36
42-82
35-63
58-65
^Bremen
25-58
40-78
—
54-61
-BreSlau
17-59
48-76
50-64
55-67
^Chemnitz
20-59
50-80
56-63
60-72
Dortmund
30-60
40-85
35-55
60-63
Dresden
23-62
50-80
48-64
55-71
Düsseldorf
35-64
45-80
—
54-67
Elber-eld
20-62
45-7«
—
58-66
Esten
32-64
40-100
50-56
60-68
Frankfurt 71t.
25-63
48-76
40-54
60-66
Hamburg
20-62
30-84
25-62
52-65
Hannover
20-60
35-75
20—63
45-63
Husum
—
Karlsruhe
20-60
66-76
—
66-72
Kassel
20-60
45-64
—
50-70
Kiel
19-46
27-69
24-62
42-66
Köln
22-63
46-110
52-60
58-70
Leipzig
32-59
40-75
24-62
54-71
Magdeburg
20-58
35-75
30-54
20-65
Mannheim
16-62
50-78
36-46
54-66
München
17-58
60-85
—
54-71
Stettin
15-55
30-78
15-52
56-66
Stuttgart
15-61
58-81
—
50-70
Zwickau
15-53
60-88 «
45-60
62-73
' Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im Februar. Die R e i ch s i n d « x z i f f e r für die Lebens- baltungskoslen (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und sonstigen Bedarf) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Februar auf 145,4 gegen 144,6 im Monat Januar. Sie hat sich somit um 0,6 v. H. erhöht. Die Steigerung ist aus eine Erhöhung der ErnährungSauSgaben zurückzusühren, die bis auf Fle sch und Fleischwaren, sowie auf Eier sämtlich angezogen haben.
' Wayß L Freytag 21.-®. 3n der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung wurde beschlossen, das Aktienkapital zwecks Stärkung der Eigenmittel um 4 000 000 Mark ab 1. Febr. 1927 dividendenberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien auf 12 000 000 Mark zu erhöhen. Die Dividende wird wiederum in Höhe von 10 Prozent vorgeschlagen. Der Auftragseingang im In- und Ausland ist als befriedigend zu bezeichnen.
M Süddeutsche Zucker A. D. Mannheim. Gemäß den außerordentlichen General- Versammlungsbeschlüssen der Süddeulscheii Zucker A. G. Mannheim ist die Herabsetzung des Grundkapitals um 881 000 Mark und die Erhöhung um 22 339 200 Mark erfolgt und beträgt jetzt 30 Millionen Mark, eingeteilt in 6400 Stücken a 240 Mart, 220 736 Stück ä 100 Marl und 194 670 Stück ä 40 Mark Inhaberstammaktien sowie in 4000 Ramensvorzugsaktien ä 100 Märk. Gegenstand deS Unternehmens ist jetzt die Herstellung von Zucker, dessen OßerfauE die Verwertung der sich ergebenden Reben erzeugnisse und der Betrieb der Landwirtschaft - Sie ordentliche Generalversammlung zur Erledigung her Regularien ist auf den 16. QHän nach Mannheim einberufen
* Zellstossabrik Waldhof. Mann - Heim-Waldhof. Die Spruchstelle beim Ober- lanüesgericht Karlsruhe har den Ablösungsbetrag der Anleihen der Zellstofsabrik Waldhof, Mann- heim-Waldhof von 1900 und 1908 per 1. März 1927 von 132 Mark auf 137,40 je nominell 150 Mark, erhöh! im Hinblick auf die durch die Verordnung vom 20. Januar 1927 erfolgte Herabsetzung des Zwischenzinfes.
* Siemen s-Schuckertwerke. Wie der W. T. B- ° Handelsdienst erfährt, steht die Umwandlung Der Eiemens-Schuckertwecke ®. m. b. H. in eine Altiengesellichaft oereits vor dem Abschluß.
Börsenkurse.________________
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Deutsch Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. Snrpcnct Bergbau .Rqlnvtrte Aschersleben. . . - Kaliwerke Westeregeln Lauralmrtc '.anucsinann ........
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Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd .... Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Analo Cent. Guano.....
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Holzverkohlung $ G Faroen-Jndustrie. . - Rntgcrüwcrke........
Echcidansia'.t Allg- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann (Swttr. Lieferungen Licht und Jlra'f........
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Siemens & Halske i'idlerwcrke Kleber Daimler Motoren Hcviigenstaedt.........
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Mannheimer Motoren .... Frankfurter Armaturen . . . flonferfenfnbrit Braun . . . Metalla'l-chaft Frankfurt. Tct. llr.b'H SU®. .....
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Ungarische Noten . . •
73.42
73.78
Deichsbankdiskont 5 Prozent.
Lombardzinsfuh 7 Prozent.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M.» 1. März. Tendenz: erholt, Cleltrowerte sehr fest. Die Auslassungen in Der Generalversammlung der AGG. über die Zukunftsmöglichkeiten der Elektroindustrie gaben auch heute wieder der Börse eine Stütze. Begünstigt waren in erster Linie wieder Clektrowerte, vor allem die Werte des Siemens-Konzerns. Hier stimulierte außerdem die bevorstehende Umwandlung der Sie- mens-G. m. b. H. in eine Aktiengesellschaft. Siemens & Halske gewannen 6,5 Proz. und im Verlaufe noch weitere 2,5 Proz., Schuckert plus 4 Proz. und im Verlause weitere 4,5 Prozent, Bergmann plus 6.75 Proz., AEG. plus 3 Proz., Lahmeyer plus 5,25 Proz., Felten pluS 4,5 Prozent. Die übrigen Märkte wurden von der Bewegung mitgezogen. 2. - G. - Farben verkehrten lebhaft, doch nur 0,5 Proz. höher, Rhein- stahl plus 1 Prozent. Arn Montanmarkt gewannen: Ilse 8 Proz., Klöckner 4 Proz., Har- pener 3.5 Pzt., Deutsch-Lux 1,25 Pzt. Bankaktien freundlich. Commerz u. Darnat je plus 2,5 Pzt. Deutsche plus 0.5. Mitteldeutsche Eredit pluS 4 Proz. Petroleum-Aktien fest. Rütgerswerke vlus 2,25. Deutsch' Erdöl plus 0.5 Proz. Die Werte der Metallbankgruppe ftelücn sich nur mäßig höher, während die HolzdestillattonS- werte wieder bis 2.5 Proz anzogen Der v a •
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. O r b a ch.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen ultr sind zu richten an die Schachredaktion des «Gießener Anzeiger» .
Problem Nr. 97.
Don Ed. Mazel.
Schwarz.
8
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matt.
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Weih.
Weiß zieht und setzt in drei Zügen
ab c d c
Weiß 6 ©teilte, Kb5; Ddl; Ld8; Sf4, h7; Bc2.
Schwarz: 8 Steine Ke5; Le8; Sg2; Bd6, d7, g3, g4. h6.
Partie Nr. 71.
Gespielt in der zehnten Runde deS internationalen Turniers in Hyöres am 4. Februar 1927.
Unregelmäßig.
Weiß: W. Orbach (Deutschland).
Schwarz: A. 3. Maas (England).
Mit Tempogewinn; Weiß erhalt jedoch
im
8. Sb8-d7
ge
Sh5
Schwarz will die starke Witte des Gegners
digen Verlust des müssen.
18. e3 — e4
19. Ld3-e2
20. Sf3-e5!
21. f 2 — f4
22. Tel-fl
23. f4-f5
legentlich durch 9. . . .
10. Lc4-d3
11. Lf4-H2l
12. b2xc3
13. Ddl-d2
18. c5-c4
19. Sd5-f6
20. Lc8-d7
21. Da5-c7
22. Ld7-e8
23. Dc7-a7
14. Tfd-d8
15. a7-ad
16. Sf6-d5
17 b7-b5
5. Lcl-f4
6. e2-c3
7. Illi-63
starken Damenläufer abtauschen zu lassen.
9. Sa7-b6
10. Sb6-d5
11. S65xc3
12. Dd8-a5
13. c6 —c5
1. Sgl — f3 2. 62-64 3. c2-c4
4. Sbl -c3
1. 67-65
2. Sg8-f6
3. c7-c6
4. g7-g6
zertrümmern.
14. 0-0
15- Tal-bl
16. D62-c2
17. Ttl-cl
5. Lf8-g7
6. 0-0
Zentrum Spielraum.
8 Lb3xc4
9. H2-H3!
Um sich nicht den
Die Fianchetlierung ist hier nicht angebracht, da dem Läufer in brr Diagonale a" ha keine Zukunft winkt. Vorzuziehen ist e6 nebst Lc7. Die Königsläuferfianchettierung ist vorteilhaft, wenn der Punkt 64 erschüttert werden kann.
Schwarz ist positionell überspielt: Die Dame steht exponiert, der Damenläufer ist nicht rechtzeitig entwicklungssähig, der Bauernvorstotz e4 droht gefährlich: alles Merkmale, die zum bal- schwarzen Spielers führen
33. Lg4-e6-|-
34. Tfl-f*
24. Ta8-c8
25. Sf6xg4
26 h7 —h5
24. Kgl-hl
25. S:5-g4'
26. Le2x-ß4
Lg4-f3 Dc2-e2 (5xg6 Lf3-g4 64-65 Lh2x66
28. h5-h4
29. LeSXgö
30. PcS-c6
31. Feo-6b
32. e7xd6
33. KgS-fS
34. Da7-e7
27.
28.
29.
30.
31.
32.
Schwächt die Königsstellung eirpfi.idlich, aber Schwarz droht durch eö emgeschnürl zu werden. — - - - 27. (7-f6
35. De2-g4
36. Tbl-fl
37. Le6-f5!
Schwarz gibt loren geht.
35. De7-e8
36. KfS-e7
auf, da noch eine Figur ver-
DaS Reuhorker Schachturnier.
Im Reuyorker Turnier behauptete nach der fünften Runde die Spitze R. I. Eapablanca mit vier Punkten, an zweiter Stelle folgt knapp hinter ihm Rimzowitfch mit 3*/e Punkten, erst den dritten Platz mit 2Ve Pui^lLg nimmt Aljechin ein.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren Dom Aedakttoasttsch.
DaS Huhn.
Ein Berliner erzählt: Gestern verlasse ich meine Wohnung, die in einer stillen Grunewaidstrahe liegt. Wer spaziert auf dem Bürgersteig einher? Ein Huhn. Ich klingele an der Pforte des Rachbarn. Eine Frau öffnet. Ich: .Hier draußen geht ein Huhn spazieren. Gehört es vielleicht Ihnen?" — Sie: »Ach, wirklich? Vielleicht ein braune« Huhn?" — Ich: .Jawohl, es ist ein braunes Huhn." — Sie: .Einen Augenblick, da muß ich doch gleich mal herauskommen." Alsbald erscheint sie auf der Straße, betrachtet das Huhn, schüttelt gedankenvoll den Kopf und spricht: »Rein, da» ist nicht unser Huhn." Rach einer Weile: .Wir haben auch gar keine Hühner."
Ehrenbezeugungen.
In der .Tägl. Rundschau" kramt P. v. Z. folgende Anekdote aus.
In Kiel bestand ein stillschweigendes Abkommen zwischen der Marine und den Funsundachtzigern. Die Musketiere kannten stch in den Rangabzeichen der Marine nicht aus, und die .Rulid" behaupteten das gleiche von denen der Armee. So lag daS gegenseitige Honneurmachen im argen, doch wurde Burgfrieden gewahrt.
Einem inS Regiment 85 versetzten Hauptmann wurde deshalb bei seinem Eintreffen sogleich bedeutet, et müsse eben Rachsicht üben, denn daS sei mal so in Kiel üblich.
Der Hauptmann brauste auf.
.Lächerlich! Ich kriege die Geschichte schon in Ordnung I"
Die Kameraden zuckten dieAchseln: .Ra schön."—
Der Hauptmann bewegte stch auf der Straße. Schon kam ein Matrose deS WegS. Hände bis zu den Ellenbogen in den Taschen, Pfeife tm Munde, schob er vorüber.
.Können Sie nicht grüßen?"
Der Matrose blieb stehen, nahm erstaunt die Mütze ab und hielt sie stch vor den Leib.
.3au.“
Der Hauptmann klemmte daS Monokel ein: .Aus welchem Schiß sind Eie denn?" .Up de Provatjacht von Konsuln Kreuger." .Ach, Pardon," sagte der Hauptmann und ging weiter. —
Doch jetzt: der Mann gehörte unzweifelhaft zur Kaiserlichen Marine. Dolch, goldene Tresten, Krone am Aermel . . .
Aber auch dieser ging vorbei und sah den Hauptmann nur erwartungsvoll an.
.Ach, kommen Sie doch mal her! Warum grüßen Sie nicht?"
.Dasselbe wollte ich Sie auch fragen, Herr Hauptmann. Ich bin der Grohherzog von O... bürg."
r labte Markt war ziemlich vernachlässigt, da sich das Hauptinteresse auf Elektroaktien und die übrigen Spezialwerke konzentrierte. Anleihen vernachlässigt. Anleihe-Ablösung 25,50, Schutzgebiet 13,65. Im Freiverkehr hörte man: Brown-Boveri 176, SV igershall 179, Ufa 35. Am Geldmarkt blieb die Verknappung bestehen. Tagesgeld ist etwas leichter 6>/, bis 7 Proz., Monatsgeld gesucht 56/8 bis 71/, Proz. Warenwechsel 43/< bis 47/* Proz. Privatdiskonten 43/e bis 4V" Proz. Im Devisenver - kehr hörte man London-Paris mit 124, Mailand 111, London-Kabel 4,8510. Die Reichsmark notierte gegen das Pfund 20,4650, gegen Kabel 4,2185.
Berliner Börse.
Berlin, 1. März. Am Geldmarkt war eine wesentliche Erleichterung heute noch nicht festzustellen. Die Ultimodifferenzen sind diesmal anscheinend sehr umfangreich, so daß die Aach- frage nach Tagesgeld in Hinsicht auf den bevorstehenden Zahltag sehr stark war. Man befürchtet teilweise wohl auch Schwierigkeiten bei der Begleichung der Differenzen, fo dah keine nennenswerte Unternehmungslust auskanu Die Tendenz war trotzdem bei Beginn freundlich, vielfach sogar fest. Interesse trat für Elektro- altien hervor unter Rachwirkung der günfti» gen Mitteilungen über die Lage und Aussichten in der Elektroindustrie, ferner für Montan- werte, Schuitheih-Dstwerke, Kaliaktlen, Zellstoffaktien und Kunstseibenwerte. Eine Anregung für diese Papiere gab trotz der hemmenden Geldmarktlage der Monatsbericht der Commerz- unb Privatbank, dessen Ausführungen über die Entwicklung der einzelnen Wirtschaflszweige zuversichtlich lauten. Insbesondere weist das Institut daraus hin, dah die Börse eine beträchtliche Widerstandsfähigkeit zeigt und daß starke Kräfte vorhanden fihb, die dos bei finkenden Kursen stets herauskommende Material willig auf- nehmen. Am Geldmarkt stellte sich TageS- geld auf 7 bis 9 Prozent, Warenwechsel 4.75 Öent. Im Devisenverkehr traten toe- che Veränderungen nicht hervor. Paris gegen London 124, Mailand 110,75. Oslo 18,69 Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 42189 London-Kabel 4.8512.
Frankfurter Getreidebörse
Frankfurt a. M., 1. März. Cs wurden notiert: Welzen, Wetterauer 29,25, Roggen, inlän
discher 27, Sommergerste für Arauzwecke 25 bis 26, Hafer, inländischer 21,75 bis 22.50, Mais, gelb 18,25 bis 18,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 40 bis 40,50, Roggenmehl 37,50 bis 37,75, Welzenkleie 14 bis 14,75, Roggenkleie 14,25 bis 14,50. Tendenz: Ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 28. Fcbr. Es notierten: Weizen (mark.) 261 bis 264, Roggen 244 bi- 247. Sommergerste 213 bi- 211, Wintergerste 192 bis 205, Hafer (märk.) 190 bis 193. Mais (loko Berlin) 186 bis 183; für je 100 Kilogramm: Weizenmehl 34.25 bis 36.75, Roggenmehl 33.50 bis 35.50, Weizenkleie 15.75, Rvggenlleie 15.25, Diktoriaerbsen 50 bis 66, kleine Speiseerbsen 33 biS 36, Futtererdssn 22 bis 25, Peluschken 21 biS 22, Wicken 23.50 bis 24.50, Lupinen (blau) 14.75 bis 15.50, Lupinen (gelb) 16.25 bis 17.25. Serradelle (neu) 26 bis 28, Rapskuchen 16.20 bis 16.50, Leinkuchen 20.70 bis 21. Trockenschnitzel 11.70 biS 12. Soya-Schrot 19.75 biS 20.30, Kartoffelflocken 29 bis 29.30.
BiicherLifch.
— »Das Leben". Ar. 9, März 1927. Leipziger Dcrlagsdruckerei G. m. b. H, vorm. Fischer und Kürsten, Leipzig. — Faschingszauber und Karneval sind die Skichwotte deS Märzheftes. Diesmal find die Abbildungen in der Ueberzahl, fchöne Frauen in schönen Kostümen. Umzüge in Masken und Menschen in Sektlaune. Dazwischen gibt es Novellen und Skizzen. Plaudereien über Modedinge. Scherze, Rätsel und Gedichte in bunter Abwechslung wie immer.
— „7t e u e Frauenkleidung und
Frauenkul 1 ur." 2. Heft 1927. G. Braun. Karlsruhe, Wien, Berlin, München. — Das neue Heft zeigt die letzten Modelle für Abendkleider, helle, zartfarbige Stoffe in losen Formen, daneben schon RachmittagSlleider für das Frühjahr aus Samt oder farrierter Seide mit kurzen und fangen Aermeln unb Mäntel. Wie Immer finb die Anregungen, die die Lagesmode gibt — so der Bolero — abgewandelt ins Eigenpersön- liche der Trägerin. Härten und groteske formen gemildert. Ein Aufsatz beschäftigt sich mit dem .Künstlerischen Lanzlleid" und gibt Beispiele von Kostümen auS modernen Tanzschulen. Andere Aufsätze sind der zweiten Ausgabe der Zeitschrift gewidmet, Frauenlultur zu prägen und Anre- ouug zu geben zur Gestaltung einer harmonischen Persönlichkeit.


