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Nr. 50 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vbcrbeffen) Dienstag, März (92Z

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Turnen, Sport und Spiel.

Aus dem 2. Bezirk des 2urngaues Hessen.

Am Sonntag fand im Hotel Köhler in Gießen eine Tagung der VereinS-Vor- sitzenden auS dem 2. Bezirk statt, die von fünfzehn Vereinen beschickt war. BezirkS-Ver- trcter "2D. Erle- Gießen, der die Verhandlungen leitete, gab einen kurzen ilcbcrblid über seine seitherige 'Tätigkeit. Ec betonte besonders, daß die Vereine auf die rechtzeitige Einsendung der Daubciträge und der Cdeft an b .x ria"bbedacht sein müllen. 3n eingehender Aussprache wurden die verschiedensten, b'.e Vereine berührenden An- gelegenhetten erörtert, u. a. auch die sür die Turnhalien zu entrichtende Gebäude-Sondersteuer. Da- volkstümliche Turnen des Gaues wirb in diesem Jahre nicht mit dem Gau.urnfest tn Heuchelheim verbunden Die Gießener T u r n e r s ch a f t hat sich zur Uebernahme dieser Veranstaltung bereit erklärt. Das Bezirkslurnsest wird in Durgsolms stattftnden. voraussichtlich am 12. 3unL Hierzu wird die Gestellung eines Son­derzuges GteßenBraunselS bei der Eisenbahn- verUFllmng beantragt werden. Rachdern nochmals aul das am nächsten Sonntag in Heuchelheim ftattfindende Be-iriS-Gerätewetturnen hingewie­sen worden war. konnte der Bezirks-Vertreter die sehr anregend verlaufen« Tagung nach mehr als zweistündiger Dauer schließen.

Um die Süddeutsche Fugball- meisterschast.

Die Spiele um die Süddeutsche Fußball- Meisterschaft am Sonntag brachten einige außcr- gewöhnlich hohe öcgcbruflc. indein die Spiel- vereiniguitg Fürth den Mainzer Fußball-Sport- verein 06 mit nicht weniger als 8: 0 Toren schlug. Auch der hohe Sieg des D. f. B. Stuttgart über D. f. L. Tlcdarau mit 6:0 kommt überraschend. Der erste F. E. Nürnberg, der noch vor wenigen Wochen den Fußballsportverein Frankfurt mit 7:0 überlegen schlagen konnte, vermochte am Sonntag auf Frankfurter Boden gegen den glei­chen Gegner nur ein unentschiedene- Ergebnis zu erreichen, nachdem die Franksurter in der ersten Hälsle sogar mit 3:1 in Führung gelegen hatten. Auch dec -weile Frankfurter Verein, die Eintrac konnte gingen den Karlsruher Fuß- ballverein. trotzdem dieser auf eigenem Matze spielte, ein uneptschiedcncL Ergebnis mit 2:2 herausholen, während der hohe Sieg von 1860 München gegen den Fußbai lvorein Saarbrücken mit 4 0 dem tatsächlichen Stä rkeoerhältnls ent­spricht. Hiernach ergibt sich folgender Tabellen­stand:

Die Hunde der Ersten.

Spiele gew- unent. Verl. Punkte

1. *5. <S. Rürnberg

4

3

1

0

7

Spielvergg. Furch

4

3

1

0

7

S- D. Frankfurt

4

1

1

2

3

V. f. B. Stuttgart

4

1

1

2

3

V. F. L- Reckarau

4

1

0

3

2

F. S. D. Main, 05

4

1

0

3

2

Hund« der Zweiten.

F. V. Saarbrücken S. D. 1880 München 0:4.

F. D. Karlsruhe Eintracht Frankfurt a. M. 2:2.

Priocrisplri«.

Macker München S. E. Stuttgart 5:2.

Bayern München Stuttgarter Kicker­in.

S. V. Walbhos Rot-W cih Frankfurt a. M. 2:3.

3m westdeutschen Fußball gab eS am Sonntag zwei Spiele der BczirkS- melfter. 3n Elberfeld blieb Arminia-Biele­feld überraschend hoch mit 7:1 über C. f. R. Köln firgreich. 3n Diesten verlor Hagen 05, wie schon berichtet, gegen Kurhesfen Kassel 1:3.

3n der Runde ber Zweiten schlug Turu Düsseldorf den F. D. 08 DuiSburg mit 4:2, Bo­russia Rheine den S. D. Kassel mit 5:3. während Odenkirchcn 07 und Sportfreunde Siegen 2:2 spielten.

Das zweite Entscheidungsspiel um die Meister­schaft des Ruhrbezirks Schalke 04 gegen D. D. Alienessen endete 2:2, so daß Schalke nach dem knappen Sieg im ersten Spiel Meister ist. Der Hamburger E. D. verlor auf seiner West­deutschlandreise gegen S. 6. Borussia Gladbach 4:6.

3m Berliner Fußball

gab es am Sonntag recht überr ? Resul- late 3n 2I5:aiu-.g A hegten di Hlct-

sterschaftSanwürler unerwartet hoch, und zwar Hertha B.S.C. gegen Union 92 mit 6:1. Tennis» Borussia gegen Wacker sogar mit 12.0. DnS über­raschendste Resultat in der Ablesung B ist die glatte I 5-Riederlage des neuen Ableilungs- ineisterS Kicker- durch den B. E. D. 92 Viktoria schlug Union-Oberschönewcide irit 7 2. mit dein- leiben Resultat Rorden-Rordwesl den S. C. Ehar- lottenburg.

D. f. D.

Die Dritte trat am Sonntag wegen des Meistcrjchaftstreffens auf dem Waldsportplag schon vormittags gegen Daubringen aus dessen Platz zum Berbandsjpiel an und gewann, trotzdem sie nur neun Mann stark spielte, mit 4:2 die beiden Punkte. Di« Leistung der Spieler anerkennend, must das 5«mbkibfn der anderen um so mehr verurteilt werden. Hoffentlich nimmt sich der Spielausschuh der Sache an. Die übrigen Mannschaften waren spielfrei.

Wetzlarer Fußball.

h. Da- Ligaspiel F. C. 1. gegen Setborn 1. konnte wegen Spielunfähigkeit de- Platze- nicht zum Austrag kommen.

3n Butzbach verlor B. T W e tj l a r verdient gegen den dortigen V. s. 2!. mit 12, Stand des Spiele- bei Halbzeit 0:1 für Butzbach.

Die Ligareserve des B. E. konnte gegen die des S. C. Wehlar-Riedergi r m e e mit dem hohen Ergebnis von 82 (Halbzeit 5:0) gewinnen. B. E. war jederzeit die bessere Mannschaft, sie beherrschte das Spiel in ollen Lagen.

Heuchelheim.

S. D. 1920 Heuchelheim B. <T Sinn 3:4.

rf. Sinn stellte am Sonntag eine Mannsü^.st, die zu lciinvscn versteht, si« ist wohl der stärkste Gkgncr in der A-ftlaffe. Das der Mannschaft an Technik fehlt, ersetzt sie durch grotzeu (Fifer, der oft die Grenzen des Erlaubten hart streift. Heuchel- heim hatte einen schwarzen Tag: der Tormann mar ein glatter Versager, in den übrigen Mann- schaftsteilen klappte es uiidj nicht recht. Sinn konnte in der ersten Hälfte bald durch einen haltbaren Weit­schuß in Führung gehen, durch einen wegen Hand Gegebenen Elfmeter konnte es den Vorsprung auf 2:0 erhöhen Dabei blieb es bis zur Pause. 3n der zweiten Hälfte konnte Heuchelheim das Spiel fast durchweg überlegen gestalten, das erste Tor wurde bald erzielt und kurz daraus der Ausgleich hergestellt. Sinn kam dann durch einen neuen Elfmeter in Führung, Heuchelheim konnte auf die gleiche Weise erneut ausgleichen. Kurz vor Schluß verhalf der Heuchelheimer Tormann durch groben Fehler Sinn zu einem neuen Tor, den Siegestreffer.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sporlbund.

Jeder Turn- und Sportverein Mefeck.

£ Zum Rückspiel trat öle Gießener I b Mannschaft ohne Verstärkung aus der 1. Mann- chcrst auf dem hiesigen Platz an. Die Einheimischen, cyeinbar unter dem Einfluß der Faschingszeit tehend, sanden sich nur zur knappen Hälfte rin, so » der Rest aus Jugendjpielern entnommen wer­den mußte. Trotz dieses Mangels lieferten sich die beiden Gegner ein ruhiges und schönes Spiel, das die Gießener mit 3:1 Toren für sich entscheiden konnten. Unter diesen Umständen ist ein Rückschluß oder Vergleich der beiden Mannschaften nicht mög­lich, zu verwundern ist nur, daß der Sieg Gießens nicht höher ausfiel.

Das Spiel der Iugendmannfchaften ent- schied ebenfalls Gießen mit dem gleichen 3^-Tor­verhältnis für sich. Gießen trat in denkbar stärkster Aufstellung an, darunter zwei Spieler, die zur Zeit in der 1. Mannschaft spielen. Wiesecks Tormann in dieser Mannschaft dürste auf dem verkehrten Platze stehen.

Turn- nnö Sportverein Daubringen.

3u dem Spiel gegen die 1. Mannschaft Sau bringen« am Sonntag stellte der 6. Be- zirk in der 1. Mannschaft von Mer kenfritz einen seiner besten Vertreter der 1. Klasse. Das Spiel war zunächst ein Tasten beider Mann­schaften nach schwachen Punkten. 3n der 20. Minute übernahm Merkensrih durch seinen Halb­linken die Führung, die Anstrengungen Dau- bringenS nach einem Erfolg scheiterten an dem vorzüglichen gegnerischen Tormann. Kurz vor

Halbzeit kam Merkensrih zu seinem zweiten Er­folg. Rach dem Wiedcranstoß lag Saubringen zumeist im Angriff, der Tormann deS Gegners meisterte zunächst alles. Sndllch ftmnt ? der Mittel- stürm er Daub ringen- eine van link- hereinge­gebene Flanke zum 1. Tor für feine Farben ver­wandeln. Trotzdem Daubringen mm nur noch mit 10 Ma n spielte (der Linksaußen war ge­lungen. al- Zuschauer zu wirken- konnte der Halblinke zwei Minuten vor Schluß den längst­verdienten Au-gleich Herstellen. Diese- 2:2-Re- fultat stellt der Mannschaft Daub ringen-. die in der 2. Klasse spielt, ein ^e; r gutes Zeugnis ouS.

Frei« Turnerschasl Heuchelheim.

Die 3ugendmannichaften Heuchel­heims unb die des Männerturnvereins Marburg standen sich in Marburg gegenüber. Bei lebhaftem und offenem Spiel endigte die erste Hall zeit toclos. Rach dem Wechsel gelang

Derteidtgung der erste Erfolg. Heuchelheim drängte den Gegner nun mehr und mehr zurück, der es nur feiner zahlreichen Verteidigung zu verdanken hatte, daß die Heuchelheimer nicht mehr als den Ausgleich erzielten.

Weitere HcfuUate:

Wetzlar I Marburg 1 0:4 (0:3).

Burkhardsfelden l Lollar 3gd. 2:3 (1:2). Klein-Linden 3gd. Fronhausen 3gd. 0:0.

SandboD.

Pol. S. v. Butzbach $. C. Pol. Dehlar 1:5.

tz. Wie im Vorspiel, blteven auch diesmal die technisch besseren Wetzlarer Sieger. 3n regel­mäßigen Abständen erzielten sie fünf Tore, denen Butzbach nur daS Ehrentor cngetgcnsehen konnte. Besonders gut zeigte sich Wetzlar im Angriff, während auf der Gegenseite schwaches Schuß- vermogen und Eigennützigkeit des M. 6t. viel verdarben. Trotz des verhuUnismäßig hohen Sie­ges der Wetzlarer war da- Spiel nie einseitig und wurde von beiden Seiten fair durchgeführt.

Schnitzerjagd aus Ski im Vogelsberg.

Am Sonntag veranstaltete der S k i - K l u b Gießen eine Fuchs-<Schnitzel-)3agd im Ober­wald. Die äußeren Vorbedingungen waren gut, sofern man unterscheidet zwischen der Schneedecke und dem Wetter, das darüber ist. Ser Thermo­meter stand 2 bis 3 Grad über Rull. Es herrschte Rebel und zeitweise ging heftiger Regen nieder. 3edvch glitten aus dem ftrnigen Schnee, der heute noch im Oberwald bis zu einem halben Meter hoch liegt, die Ski leicht dahin. Unb das war die Hauptsache. Das Amt des Fuchsen, der seinen Weg mit roten Papierschnihelu zeichnete, hatte Baurat Mangold übernommen. Eine halbe Stunde, nachdem er das Klubhaus verlassen hatte, ließ der Leiter, Dr. Wodaege. die Meute der zwanzig Skiläufer gegen ihn los. Inzwischen hatte der Fuchs einen wetten Bogen über die Ober* rainbomtoiefe bis zum Taus stein geschlagen. Dort wollte er die Meute an sich vorbei ziehen lassen, wurde aber erspäht und war bereits nach zehn Minuten von Dipl.-3ng. Gerhard R a g e I, Frankfurt a. M. (Akadem. Skiklub München) ge­fangen. Bei einer sofort angeseyten zweiten Jagd glückte bem Fuchs seine List besser. Ec lockte die Meute bis auf die BreungesHainer Heide und ließ sie eigen weiten Dogen laufen, während er selbst bereits am Anfang de- Dogen- tm Dickicht faß. wo die Meute in einer Entfernung von kaum 10 Meter an ihm vorbei hinaus in die Heide jagte. Dann schlug der Fuchs wieder den Rück­weg ein und wurde erst nach einer Stunde in einem Dickicht in der Rähe des Taufstein- von Fritz H 5 r e s, Friedberg (Ski-Klub Wetterau) gefaßt. Mit einem Ski-Hell! auf die beiden Sie­ger und mit dem Lied zu Ehren deS Fuchsen: , Fuchs du hast die Gans gestohlen" schloß das Unternehmen. Der Rest war Rässe und Kleider- trvcknen im Klubhaus.

Drei neue deutsche Schwimmrekorde.

Arn SarnStag und Sonntag vevanstaltete der Leipziger Turn- und Sportklub Dar-Kochba im Karokna-Dad Internationale Hallenwettkämpse. Es wurden nicht weniger als dvei neue deutsche Rekorde und ein österreichischer Rekord auf­gestellt. Herbert Fröhlich. Poseidon Leipzig, stellte über 100 Meter im Freistil mit 1.02 einen neuen Rekord auf.

3n der 3X100-Meter-Freistilstaffel gewann Heinrich die 100 Meier gegen den Schweden Werner. Die deutsche Meisterin Lotte Leh­mann. Poseidon Dresden, unterbot den bis­herigen Damenrekord über 100 Meter Freistil

mit 1.14.2 Sek. um 3.1 Sek und den Rekord übet 200 Meter Freistil mit 2,50.4 sogar um 12 Se­kunden. Außerdem schwamm Fräulein Bienen­feld. Hakvah Wien, über 100 Meter Brust mit 1.24,9 einen neuen österreichischen Rekord.

Dr. Peitzer schlägt Schoemann.

Der mit Ota mung erwartete Revanche­kampf über 1000 Meter zwischen dem Welt- rekordler Dr. P c l tz e r und seinem DreSlauer Widersacher Echoemann ende.e am Sonntag in Stettin mit einem glatten Siege deS Stc.- tiners. Schoemann hatte vom Beginn an bi# zur letzten Runde die Führung inne hier machte sich jedoch der Stettiner mit langen Schritten frei und siegte zum Schlüsse leicht mit 12 Metern Vorsprung. Die Zeit von 2,31,7 als außer- ordentlich gut zu betrachten, dürfte aber in erster Linie ein Verdienst dcS ausgezeichneten Tempo­läufer- Schoemann fein.

Wirtschaft.

Die Gasfernversorgung.

Die Leitung des Städtischen GaS- und Wasserwerks Gießen schreibt unS:

Bezugnehmend auf die Ausführungen über .Die Aussichten der deutschen Gasfernversorgung" im .Gießener Anzeiger" vom 24. Fe­bruar vertreten wir hie Auffassung, daß las hcchwichtiye Problem der Gassernversorgung in seiner wettgehenden technischen und wirtscha'i-

und dem Staat, nicht aber in der eilfertigen Stim­mung entschieden wird, die seit kurzem, anschei­nend von Essen aus, mit großem Eifer in der deutschen Tagespresse geweckt ist und genährt wird. Entgegen jenen Ausführungen müssen wir seststellen, daß nach eingehenden .Berechnungen weder in Gießen, noch in anderen Städten bei Fernbezug eine Gasverbilligung eintrht. Es gibt genug praktische Beispiele dafür. Dekamttlich be­zieht eine Reihe von Städten in der rheinisch- westfälischen 3ndustrie Zechengas Aber auch in diesen, gewissermaßen auf der Kohle liegenden C ädten sind die DerkaufSpreise des GaseS .. . geringer als in den entferntesten Mittelstädten Deutschland- mit eigenen Gaswerken. So beträgt dec Gasverkausspreis in Hamborn und Ober­hausen 17 Vf., in Bochum und Essen 13 Ps.. in Rcuh sogar 21 Pf. je Kubikmeter. 'Uhr sind daher nicht von der Richtigkeit des Satzes in den an­geführten Ausführungen überzeugt, nach dem .die auf Das umgestellten Haushaltungen ihre Wärme- Wirtschaft komfortabler als jetzt gestalten können, sobald sich der Gaspreis voctellhaft stellt, woran bei der Femversorgung nicht zu zweifeln ist," da die Gaserzeugungskosten in Gaswerken frei Be­hälter ungefähr genau so hoch sind, wie die Ge- stehungscosten von Ferngasbezug frei Behälter unter Berücksichtigung des Rohrnetzes und der Rebenprodukte. Auch die in jenen Ausführungen ausgestellte Behauptung,der Gaskvts ist wegen seiner relativ schleckten Qualität nur sehr schwer absahfähia", entspricht durchaus incht der Wirk­lichkeit. Eingehende Heizversuche mit Zechen- und GaskokS tn Gegenüberstellung Don dem anerkannten Wärmesachverständigen Pros. Eber le-Darm­stadt haben in Gießen, wie auch in anderen Städten ergeben, daß der GaSkokS unter den gleichen äußeren Bedingungen und bei gleicher WärmeauSnutzung sich mindestens 20 Prozent billiger stellt als der Zechenkoks, die Qualität deS GaskokseS aber kaum hinter der deS Zechen­kokses nachsteht. Der GaSkoks. der übrigen- durch seine Billigkeit preisregulierend auf den Zechen­koks einwirkt. hat heute eine ausgedehnte Ver­wendung gefunden, denn becells vor Eintritt des Winters mußte hier wie bei anderen Gas­werken die Abgabe von Gaskoks stark rationiert werden, so daß die kommunalen Gaswerke, allein schon von der Erzeugung des Gaskokses aus be­trachtet, sehr wohl ein 3nteresse an einer Stei­gerung des Gasverbrauchs haben.

Von dem Deutschen Verein der GaS- und Wasserfachmänner wird zu der Frage der Gasfernversorgung die nachstehende Erklärung verbreitet:

Innerhalb deS Deutschen Verein- von Gas- und Wasserfachmännern ist in München am 21. Februar die Frage der weite Gebiete des Rei­ches umfassenden Versorgung mit Fern­gas unter hohem Druck, insbesondere aus dem Auhrkohlenrevier, Gegenstand grünblurer Prüfung gewesen. 3m Vordergrund ber (Bera­tung stand die Schaffung der erforderlichen wis­senschaftlichen, technischen und wirtschastl'.chen Un­terlagen. Nachdem mit der Aktiengesellschaft für Kohleverwertung Essen tm Lause der letzten Zeit

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