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ZreUag, 5t Dezember 1926

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Nr. 506 vierter Blatt

Turnen, Sport und Spiel

Wirtschaft.

Das Wirtschaftsjahr 1926.

III. (Schluß.)

Luch von ty?r Geld- und Kapital- feite aus gesehen, haben wir in Dem nunmehr verflossenen Jahre recht bedeutende Fortschritte gemacht, wenn auch hier für die Zukunft noch recht viel zu tun übrig bleibt und die Fortschritte teilweise nur scheinbar, da sie aus ungesunde Verhältnisse und Schwäche innerhalb der Wirt­schaft zurückzuführen waren. Letzteres gilt ins­besondere für den sog. kurzfristigen Geld- mar k t. Die kurzfristigen Gcldsähe sind im Ver­laufe des JahreS durchweg zurückgegangen. Sie

ordernden Spiele gespielt, und dieS sollte auch ür den kommenden Sonntag der leitende Gedanke ein. Die Gewinnaussichten sind natürlich für Giehen nur geringe; an alle Mannschaftsteile müssen außerordentliche Anforderungen gestellt werden, um wenigstens ein ehrenvolles End­ergebnis herauszuholen. Im Vorspiel verlor Gie­ßen 3:1, wobei die sehr schlechte Verfassung des Vornheimer Platzes eine Volle spielte, zudem mußte Gießen damals mit Ersah antreten, wäh­rend diesmal die komplette Elf spielt, lieber-

Ein Neujahrswunsch.

vom deutschen Sport erwarte ich, daß er Hand in Hand mit dem d e u t s ch e n T u r n e n das Ziel weiter verfolgt, Leibesübungen jur Nolksjitte des Deutschen zu machen, ffiir brauchen eine turn und sportgeubte Generation

Als besondere Aufgabe des nächsten Zahres steht die Vorbereitung zu den Olympischen <5 pi fi­ten vor uns. Wir wollen der Welt zeigen, daß Die deutsche Volkskraft ungebrochen tft.

Dr Lewald, Staatssekretär a. D., Präsident des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen.

Fußballdetrachtungen am Jahresschluß.

haben teilweise sogar die Deldsähe in London und Reuhork unterschritten. Der allgemeine Zinssatz, I also der Zinssatz für langfristige Kre­dite, ist den kurzfristigen Sähen aber weitem nicht gefolgt, otijo')! nament ich dirReichs- bank sich dauernd bemüht hat. diese Differenzen zu verringern. Die starke Verflüssigung der kurz­fristigen Geldsähe hing mit einer ganzen Veihe von Umständen zusammen. Der wicktigste ist wohl der. daß die Geldgeber, namentlich die inländischen Geldgeber, noch nicht daß genügende Vertrauen zu der Entwicklung der deutschen Wirtschaft hatten, um ihre Gelder langfristig anzulegen. Sie bevor­zugten daher die kurzfristige Anlage, trotz deren | geringerer Rentabilität. Aled.nn drückten die alls den AuSlandanleihen Hereins.i eßenden Mittel, bis I sie ihrem endgültigen Zweie zugeführt wurden, auf den Markt. Schließlich wurde auch, solange die Zinssätze in Deutschland noch über den inter­nationalen lagen, der höhere Zinssatz vom AuS- I land fortlaufend ausgenuht. Erst in neuester Zeit neigen die Sähe für kurzfristiges Geld wieder etwas nach oben, was schließlich auch als ein Zeichen beginnender Konjunktur auS- gelegt werden kann. Die Aeichsbank konnte im Verlauf bet Jahre- nicht weniger als viermal ihren Diskoitt'atz. von 9 Proz. zu Anfang des

Jahres auf 6 Proz., h r ibsctzen. Dieser Dewegung I ist aber der ^apitilziussuß noch nicht gefolgt, ein Zeichen Dafür, daß die Reichsbank ihre alte Stel- lung als Veyerrsch-crin deS Geld- und Kapital­marktes noch nicht zurückgewonnen hat. K onto- ko r r e n t k r e d i t e, die zu Veginn des Jahres etwa ISVt Proz. kosteten, sind zwar ebenfalls wesentlich billiger geworden, sie sind aber mit etwa 9 Proz. immer noch ein starker Hemm­schuh für die Entwicklung der deutschen Wirt­schaft, da diese hierdurch gegenüber dem Ausland eine außerordentliche Vorbelastung erleidet, was um so mehr ins Gewicht fällt, als noch die Ve- lastung durch die Jndustrieobligationen und die wesentlich stärkere steuerliche Velostung als im Ausland hinzukommt. Auf dem Gebiete der Realbelastung läßt der Abbau noch viel zu wünschen übrig. Wir sind zwar von dem Ivproz. Typ der Pfandbriefe jetzt aus den 7proz.

I zurückgekommcn. Erststellige Hhpot^en beding-n aber immer noch 10 bis 12 und mehr Prozent. Im ganzen genommen kann man feststellen, daß Iauf dem Gebiete des Geld- und Kapitalmarktes . immer noch Reste derInflationserschei- ! n u n g e n zu verspüren sind. Erst wenn eS der Reichsbank gelungen sein wird, eine straffere Zusammenfassung der Geldquellen, insbesondere auch der fluktuierenden öffentlichen Gelder, durchzuführen, wofür allerdings bei den starken bureaukratischen Hemmnissen, di? ihr in den Weg gelegt werden, die Aussichten nicht allzu groß sind, wird man hier zu einer durchgreifenden Besserung kommen. Für das neue Jahr darf man mit einer weiteren DiSkonterm ü ß i - g u n g rechnen, und anscheinend auch mit einem Abbau der Provisionssätze und R e b e n k o st e n. Ein weiteres zur Konsolidie­rung der Verhältnisse wird die zunehmende Kapitalbildung tun, Die im verflossenen Jahre einen immerhin nicht unerfreulichen Fort­schritt gemacht hak wenn auch die Lücken, die die Inflation gerissen hat, noch weit davon entfernt sind, ausgestopft zu sein.

Die Spareinlagen im Reiche sind von 1.6 Milliarden zu Anfang des Iahres auf 2,8 Milliarden Ende Oktober gestiegen. Sie dürf­ten mittlerweile die dritte Milliarde überschritten haben. Die Kreditoren bei den Vanken haben sich ebenfalls gehoben, und zwar um nahezu zwei Milliarden. Sie dürfen allerdings nur zum geringsten Teil als anqe- fcmmelte Sparkcrpitalicn angesehen werden. Ent­sprechend hat sich auch wieder langsam ein in­ländischer Kapitalmarkt gebildet, und es war namentlich in der letzten Hälfte des ver­flossenen Jahres in einem wesentlich stärkeren Maße möglich, den Kapit a 16 e b a r J der Privatwirtschaft sowohl, wie auch der öffent­lichen Hand aus dem Inland zu decken. Da der Kapitalzufluß aus dem Ausland in den letzten Monaten etwas abgestoppt werden konnte, hat sich somit ersreulicherweise da- Verhältnis zwischen inländischer und ausländischer Kapital­deckung zugunsten der ersteren verbessert. IRan muß allerdings berücksichtigen, daß auch bei dm inländischen Emissionen das Ausland eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt. An Hand der Reichs- bank-Ausweise zeigt die Entwicklung zunächst eine wesentliche Kräftigung des Gold- bestandes, der sich um mehr als eine halbe Milliarde verstärken konnte. Die Anlage w Wechseln und Schecks ist dagegen seit Vrginn des Jahres bis in den Herbst hinein dauernd zuruck- geganven. Das neuerliche Steigen weist eben­falls auf d-e Belebung in der Wirtschaft hin. desgleichen dir Entwicklung des Rotenumlaufs. > wobei allerdings zu berücksichtigen ist. daß der Rentenbank.Umlaut entsprechend der Dawes^Se-

Ristko scheuen. n , .....

Don der weiteren Arbeit im Fußballsport laßt j «ich sagen, daß im abgelaufenen Jahre vor allem wieder die Amateurfrage im-Brennpunkt des Inter­esses stand. Sowohl der Fifa-Kongreß in Rom, wie die Dorstandssitzung der Fifa in Pans, als auch die verschiedensten Sitzungen des Bundesvorstandes und der Bundestag selbst haben zu dieser Frage in au5= aiebigfter Weise Stellung genommen, ohne dadurch eine klare Stellungnahme zu erreichen. Der Deutsche Fußball-Bund gab in einer feierlichen Erklärung zur Kenntnis, daß er aus ethischen und moralischen Gründen die Uebernahme des Berufsfußballes ab­lehne. Ob es ihm gelingen wird, die zweifellos vor­handenen Bemühungen auf Aenderung an das pro- fessionelle Problem so zurückzuwriftn, daß der gezeigte Weg des reinen Amateurtums im Fußballsport ge­gangen werden kann, bleibt abzuwarten. Kein Mensch hat heute Interesse an der Einführung des professionalen Fußballs, weil die gegenwärtigen Dcrhältnisse ein solches Beginnen m kurzer Zeit er­sticken würden. Daß es aber unter der Decke brodelt, zeigten gelegentliche Fälle in Süd- und Mittel­deutschland, die den Beteiligten harte Strafen ein- brachien. Auch im kommenden Jahre wird der be­rufsmäßige Fußballsport nicht erstehen, aber auch nicht aus der Diskussion verschwinden und Anlaß zu besonderen Maßnahmen des Bundes und der Ver­bände sein. ~ u _

Erfreulich festzustellen ist die Tatsache der Be­rufung von Deutschen in wichtige Aemter der Fsdsrafion. Dr. Daumens zog als Mitglied m die internationale Regelkommission em, Bundesvor- sitzeirder Linnemann wurde Mitglied der Kom­mission zur Erforschung der Frage der Einführung einer Weltmeisterschaft im Fußball. Der Bund plant eine großzügige Werbeaktion für die Durchsetzung des Fußballsportes: die Spielplatzverholtnisse haben sich in einigen Orten gebessert, ohne daß das er­strebte Ziel erreicht ist. Für die Olympiadevorberei­tung hat der Bund einen eigenen Sportlehrer ver­pflichtet und auch sonst manches getan, das Die Hoffnung auf eine gute Entwicklung im kommenden Jahre berechtigt erscheinen läßt.

Fuhball in Heffen-Hannover.

tz. Schon an den ReujahrStagen werden Die Punktfikämpfe fortgesetzt. In Der Sudgruppe hat es Kurhessen nicht leicht, sich gegen Hessen 09 Durchzusehen Steht aud) den Kur-

ein Ziel sehen wird.

Friedberg und V.f.R. Wiesbaden treffen sich auf der unrühmlichst bekannten Sse- wiefe in Friedberg. Hier ringen die beiden De­sleger der Mörfelder Kampfmannschaft um die Punkte, die sich nach den gemachten Erfahrungen ein scharfes Spiel liefern werden. Ob hierbei Wiesbaden ein abermaliger Sieg (im Vorspiel 2:0) gelingt, erscheint angesichts der auf Erfolg zielenden Spielweise der Friedberger, zumal auf Deren Platz, recht fraglich

Dom weiteren Spielbetrieb.

Am 1. Januar weilt die Gießener Id, li. und Jugendmannschaft in Vuhbach. um die fälligen Rückspiele auszutragen. In allen drei Gießener Mannschaften wird man wohl die Sie- ger d unZ) Lollar haben ebenfalls noch

ein Rückspiel auszutragen und treffen sich in Lollar Als zwei Mannschaften von gleichem Können werden sie sich ein ausgeglichenE Spiel liefern, das kein überraschend hohes Resultat bringen wird.

Spielvereinigung 1900 Giehen.

5 Da« Programm für den 1. und 2. Januar sieht eine ganze Anzahl intereffanter Treffen vor.

Die Ligamannschaft ist in den Verbands- fpielen spielfrei. Die Ligareserve fiefert ihrem Gast vom 1. Wcihnachtsfeiertag, dem D. B. Kirchhain, das Rückspiel. Ob cs abermals ;u einem (o hohen 5:0=Sieg reichen wird, mag dahinge­stellt bleiben, da immerhin Kirchhain an 2. Stelle in der ^.-Klasse im Gau Marburg rangiert 1900 weist jedoch in der 'Verteidigung eine erhebliche Verstär­kung auf. , , .

Die 3 2 (Lehrmannschaft) geht nach Heu­chelheim zum Gesellschaftsspiel. H e u ch e 1 h e i m s 1. Mannschaft präsentiert beste A=SIafIe und ist

Umgebung langsam abnimmt. Jedenfalls zeigt die Entwicklung des Tlotenumlaufs. daß die viel­fach geäußerten Defürchlungen. in Verbindung mit der Ausnahme ausländischer Anleihen komme man zu einem Rotenumlauf, bei der Währung gefährlich werde, oder zum mindesten doch preis- teuemb wirke, unberechtigt figb.

Den stärksten Eindruck bei der Betrachtung deS Verlaufs deS vergangenen Jahre- brntcr- läßt wohl die Börse. Sie hat ein Hausse- jahr hinter sich, so stark, wie wohl noch nie­mals seit ihrem Bestehen. Setzt man die Gesamtheit des Kurswertes der an der Berliner Börse gehandelten Aktien zu Anfang deö Iahres gleich hundert, so kommt man zu Ende des Iahres auf einen Prozentsatz von etwa 215. Das gesamte Kur-niveau hat fkh also mehr a l s verdoppelt. In einzelnen Kategorien geht diese Steigerung sogar auf nahe­zu bafl Dreifache, so z. D. bei chemischen Aktien und bei Bergwerk-- und Hüttenaktien ( Das ausfällige an bet ganzen Bewegring ist daß eigentlich niemals während des ganzen Jahre- ein wirklicher stärkerer Rückschlag einge­treten ist. abgesehen natürlich von kleineren Schwankungen. Man ist leicht geneigt, diese Be­wegung als ungesund zu betrachten. Man muß aber berücksichtigen, daß die Bewegung an, ber Börse im Jahre 1 92 5 andauernd r ü d - I läufig war. Zu Zeiten der größten Äabital- klemme war häufig da- Effektenpaket daS einzige I Mittel, um sich flüssige Mittel zu beschafen Die

Essekten wurden a toul prix auf bcu Markt ge­worfen. und der Effekt war. daß die Börsen- Iurie in keinerlei Verhältnis zum Substanzwert der Gesellschaften mehr standen. Diese Erkenntnis setzte sich sehr bald im Ausland durch, und es war gerade da- A u - l a n b, das den Anstoß zu einer Besserung der Verhältnisse gab. Zeitweise war das Interesse des Auslandes an den deutschen Essekten fast ebenso groß, wie zu Zeiten der Inflation das Interesse für die Marl. Ein weiteres Stimulanz für die Börse war dann der oben skizzierte dauernd flüssige kurzfristige Geldmarkt. Man konnte, solange das Ausland al- Käufer im Markte blieb, nicht- besseres tun. als brachliegende Gelder in Effekten anzulegen. Die Umgrünbungen und CRationali- sierungsmahnahmen sorgten weiterhin dafür, daß die Bewegung im Gange blieb, der auch die Kapitalflucht unserer westlichen R a ch b a r n neue Rahrung gab. Schließlich war es dann der tatsächliche Beginn einer besse­ren Konjunktur, verursacht durch die Folgen des englischen Streiks, der nicht nur Rückschläge verhinderte, fonberh eine neue Bewegung ent­fachte. Durch die Ermäßigung deS allgemeine i ZinsniveauS einerseits. Ti i^endener''vhu m andrerseits, entwickelt sich schließlich auch, allcr- dlngs mit manchen Ausnahmen, da. wo die Phar- tasie in bezug aus die Zukunft eine Rolle f t fein verhältnismäßig gesundes Verhältn > de Kurswertes zur Rentabilität. Richt ubvrfcl) " werben jedenfalls darf es. daß die Börsenhau' da- ihrige dazu beigetragen hat, über hie Schw' rigfelten am'Kapitalmarkt hinwcgzukornmen.

Zufammenfassend kann man das Jahr 192t I alS daS Jahr der wirtschaftlichen Kon­solidierung bezeichnen. Die Wirtschaft hcu durch einen radikalen Sanierung^- und ülmstel lungsprozeß. durch Ausmerzung alles dessen was krank und faul war. sich eine Grundlage für ihre Gesundung gegeben. Möglich war ihr die Durchführung dieses Prozesses nur durch starke Heranziehung ausländischen Kapital-, des­sen Verzinsung und Tilgung in der wetteren Entwicklung ein retardierendes Moment bilden muß und wird. Man kann zwar bei Beginn des neuen Jahres von einer aus steigenden Konjunktur sprechen. Diese ist jedoch noch weit entfernt davon, allgemeiner Ratur zu sein In den einzelnen Gewerbezweigen werden die Aussichten noch recht verschieden beurteilt Die starke Hemmung, die uns die kranken Währungen in einigen Konkurrenzländern gebracht haben, sind im Schwinden begriffen. Deutschland ist jetzt diesen Ländern gegenüber insofern im Vor­teil. als es seine Stabilisierungskrise übertmm- den hat, während sich diese teils mitten darin befinden, sie ihnen teilweise noch bevorsteht. In weltwirtschaftlicher Beziehung bricht sich die Er­kenntnis von der Ülnhaltbarkeit der jetzigen Zu­stände, von der Unmöglichkeit, das Schlagwort ..Schutz der nationalen Arbeif in seinem jetzigen übertriebenen Sinne aufrecht zu erhalten, Bahn Die schweren Belastungen, denen die deutsche Wirtschaft unterliegt, sind aber auf her anderen Seite noch nicht ausgeräuntt. Das Pro­blem. den deutschen Arbeitskräften ausreichende Arbeit zu verschaffen, bleibt noch ungelöst. Dis I Derpflicytungen des Dawesplanes werden

1 Hessen die Meisterschaft im Süden fest, so handelt I eS sich für sie doch hierbei um ein meisterliches I Abschneiden und viÄeicht auch schon um ein Einspielen für die kommenden Großkämpfe gegen den Rivalen aus dem Rordkreis. Wir erwarten

I Kurhessen sicher und mit zwei bi- drei Toren Abstand in Front. Ein ähnliches Kräfteverhält­nis hat der Horben in dem Spiel Jura gegen Sport Kassel, allerdings mit dem Unterschied, daß hier .Sport" keine Punkte zu

I verschenken hat. will es Anwärter aus den Roro» I meister bleiben. Auch hier wird das Ergebnis ein ähnliches vielleicht etwas höheres zugunsten I des Epitzenführers sein. Abgesehen natürlich von I den bei Lokalkämpfen immerhin möglichen Ucber- I raschungen. Als drittes Spiel hat S p i e l v.

Kassel die Hella- Münden auf eigenem Platz alS Gegner. In dem Platzverein ist ber tätlichere Sieger gegeben.

ernstlicher Bewerber nm dic Meisterschaft. Der Aus­gang ist ungewiß, insbejonbeft, Da Gießen auf be­währte Kräfte verzichten muß.

Die 3b-Mannschast liefert bei 1. Mann­schaft Fronhauffin an der Lahn ein Gesell, schafts spiel in Fronhaufen. Dieser L-Klasien-Verein ist in Spielftärke In letzter Zeit außerordentlich ge­wachsen, so daß man eine Voraussage für das Tref­fen nicht wagen kann.

Die 1. Jugenbrnannschaft ber Spielver- einigung plant eine zweitägige Reise an ben Main Gegner sind am 1. Januar j) a n a u 9 3, am 2. Ja­nuar Fußballfportoerein Frankfurt.

Auch die 1. Schülermannschaft weilt cm 1. Januar in Hanau zum Spiel gegen Hanau 93. Die Kleinsten zeigten erst am letzten Sonntag im Spiel gegen V. f. B. Gießen (1:0) ein so schönes technisches Können, baß man sie getrost reifen lassen kann.

Das Fazit bes ablausenben Fußballjahres ist Ruftbal! 1IN LahnKveiS.

gemessen an ben Erfolgen ober Mißerfolgen ber ö D '

beut (men Länbermannschaft, nicht befriedigend. Der tz. Ein reiches Spielproaromm weist ber 2. Ja- noch au allerletzt verlorene Kampf gegen die Schweiz nuar auf. Richt weniger als 5 Tres en sinv ange- tätet alle Hoffnung auf eine bessere und erfolg- fetzt. Zunächst treffen sich vom Tabellenenbe G l a - reichere Zeit Die Art, wie heute Deutschlands Fuß- denbach und Niedergirmes in Gladenbach, ballrepräfeniation aufgebaut wird, bedarf dringend das diese Gelegenheit wahrnehmen will, um vom ber Aenderung. will man nicht allen Kredit oer- zweitletzten Platz abzurücken. Es «ft fragil^, ob Heren und gerade im Hinblick auf die 1928 stattfin- ihm dies gelingt; wir halten vielmehr beide Gegner benben Olympischen Spiele in schwerwiegende für ungefähr gleich stark. - Nicht weniger heftig Fehler verfallen, die uns in unserem Ansehen be- wird es in Herborn hergehen. Der Gast ist dort trächtlichen Schaden zufügen müssen. Butzbach, der gegen die auf eignem Platz bisher

m>ir imei gewonnenen Kämpfen, einem unenb immer erfolgreichen Herborner gewinnen konnte. Hier sch,ebenen unb einem verlorenen Kamps im Jahre ist aud) ber Ausgang des Treffens kaum vorauszu- 1926 gewinnt bie deutsche Länderspielstatistik nicht sagen. Butzbach wird wahr cheinlich knapp im Dor- an Ansehen. Bei 60 Spielen konnten nur 17 Siege teil (ein. D 111 e n b u r g ist Platzverem gegen den und 12 Unentschieden erkämpft werden, wahrend F. C. Wetzlar, der mit den Tucken de^ Meinen | 31 verlorene Spiele dagegen stehen. Dabei sind mir Dillenburger Platzes rechnen muh. Der tf. C. ist noch nicht einmal gegen die stärkste kontinentale seinem Punkteverhaltms nach einer der ersten An-

«lasse angetreten, da uns eine sribstgeschafftne wärter auf die Spitze. Seme bisher unbeständige

Sperrung der Nationen mit berufsmäßigem Fuß- ijorrn laßt ifidoch sein Abschneiden mehr als

ball die besten Kämpfe nimmt. So bleibt nur noch ragl.ch erscheinen, auch n Dillenburg. B. C W e tz.

♦in mageres Spielprogramm. Zweimal war im ab- (ar und Ockershaus en ist wohl die gleichwer- gelaufenen Jahre Hollands Auswahlelf der Gegner, tigftc Besetzung des Sonntags, allerdings weiß man Jjier erfocht Deutschlands Vertretung ihre beiden nicht, wie sich die Marburger Vorstädter auf dem Siege, gegen eine schwedische Kombination konnte großen D. E.-Platz zurechtsinden werden. Als sie dagegen nur ein Unentschieden erringen, und letztes der 5 steigt auf bem Marburger Platz Lag Abschlußspiel gegen die Schweiz ging gar ver- Germania gegen Frankenberg. Marburg Taren Mit Kräftemessungen gegen andere kontinen- Hal nichts zu verschenken. Die orankenberger gehen tale Mannschaften wie Oesterreich, die Tschechoslo- einen sehr schweren Gang und werden um eine roatei, Ungarn ober etwa gar England dürfte es knappe Niederlage nicht herumkommen.

noch eine Weile Zeit haben; bis dahin läßt sich aber u 6rei£>meHtCt<dl(Xft litt

auch nicht eine einroanbfreie Bewertung der Spiel i i»

stärke durchführen. Arbeiler-Turn- und Sportvund.

Rein ziffernmäßig betrachtet, Hal der Deutsche £ Kreisineisterschaftsfpiele bringen am Fußball-Bund kommenden Sonntag (2. Januar) für die Fuh-

^'chnen. In ^^betracht der schweren wiris^tl ch ba[Ian^nget ein Ereianis besonderen Gepräges. Derhaltmsse unb der Tasiache, daß FuMaUsport ^a{ an diesem Tag den Voraussicht-

Volkssport im wahrsten Sinne des Wortes ist, über- Kreismeister Ben D. f L. 1913 B orn-

^^i^^^^K^ll^Bimdes^mi^rundOOtzW^OOO^MU^ heim,' als Gegner. Bornheim geht der Ruf Deutschen Fußball-Bundes m t rund 800 000 JJlib DorQUd clncn wirklich vornehmen Fußball zu gliedern stellen 22000 Mmrnschatten ins Feld, ^e (JjUlcn hcr bd al[er Ausnutzung der technischen im abgelaufenen W« 443 000 spiele Möglichkeiten und Feinheiten als obersten Grund-

Haben. Don den Mitgliedern gehören 30 000 der »&.<_ größtmöglichste Achtung des Gegner« Schülerklasie an, 45 000 sind Ju^erütleute und 70 000 Hg ^Nenschen und Sportfreund gesetzt hat. Sol- stehen im Alter von^l6 ws 18^Jahren^rechnen^>atto (j)cm @egner gegenüber hat Gießen von jeher eine besten und zur Kritik am wenigsten heraus-

zur Juniorenklasse. Auch diese Zahlen weisen gegen­über denen des Vorjahres fast keine Veränderungen auf. Die Einrichtung eines -besonderen Jugendspiel­tages, die Bemühungen auf Eingliederung des Fuß- ballsportes In ben Lehrplan ber Schule (etwa nach englischem Muster) unb bie Arbeiten des Bunbes- Jugenbausschusses zur Durchsetzung des Fußball­tportes bei den Jugendlichen verdienen besondere Erwähnung. Mit der Gewinnung der Jugend steht und fällt eine Bewegung. Ist sie aber gar sportlichen Untergrundes, so muß sie noch mehr auf bie Er­fassung ber Jugendlichen bedacht fein, weil Die Leibesübungen in erster Linie Sache ber Jugend l raschungen find aber nirgends mehr zu erwarten, sind unb in ihr wurzeln müssen. , t ... Q[g beim Fußballspiel, Glückszufälle haben schon

Auch der internationale fBeremsbetncb ruhte fast mQn(f)c8 gpiel entschieden. Diesen Dmstand wird völlig. Nur wenige Kämpfe haben statt gefunden.Die unö Bornheim in Rechnung stellen, um vor wenigen Tagen beendete Reift des deutschen fcinc sichere Tabellenführung weiter zu befesti- Meisters nach Spanien und der Schweig umr recht _ bedeutungsvolle Treffen wird durch erfolgreich. Zudem haben die veränderten -Erhalt- Spiel der beiden 1. Jugendmannschaf- niffe ihr übriges getan, um die Verpflichtung hoch- tcn eingeleitet, und wenn nicht alles täuscht,

tiaffiger ausländischer Mannschaften zu verhindern, tolrZ) Ließen bei dieser Gelegenhett bie in Born-

ba bie Vereine mit Recht bas große finanzielle | Vorspiel erlittene 2:0-Riederlage wett­

zumachen versuchen.

Hanau und Mörfelden stellen sich in Hanau dem Schiedsrichter. Beide Mannschaften spielten im Vorspiel unentschieden, Hanau srigte sich seither in aufsteigender Linie, während Mör­felden scheinbar vom Pech verfolgt wird. Spie­lerisch betrachtet, müßte Mörfelden Sieger blei­ben, eine Riederlage würde für die Mannschaft einen verhängnisvollen Tabellenabstieg bedeuten, dem sie nach den zwei letzten Riederlagen Wohl