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ersten Pipe Lines (515 f) teufet tungen vom Bohr­loch zur Raffinerie und von der Raffinerie zur Deckstation) und erzielte dadurch eine ungeheure Verbilligung des Transportes, die ihm wiederum eine außerordentliche Ueberlegenheit über olle Konkurrenten verlieh. Er konnte alle in den Preisen unterbieten, und mehr und mehr waren daher die noch selbständigen Raffinerien und Produktionsunternehmungen gezwungen, bei sei­nem Trust Rückendeckung zu suchen. 1891 war Zne Konzentration unter Rockefellers Führung ko weit vorgeschritten, daß man von einem Mono­pol sprechen konnte. Jetzt griff aber die ameri­kanische Regierung ein, und auf Grund des Anti- trustgeseyes mutzte sich die Standard Oil Com- vanh, die damals über ein Kapital von rund 102 Millionen Dollar verfügte, in 20 offiziell unabhängige Gesellschaften auflösen. 1900 gründete Rockefeller. der gar nicht daran dachte, seine Monopolpläne aufzugeben, in Reujerseh, dem Nachbarstaat von Reuhork, die Standard Oil Company vf Rewjersey. die nunmehr wieder zur Holdung- oder Dachgeselllchaft eines umfassenden Grdöltrusts werden sollte. 3n der Tat gelang es Rockefetter, auch wieder durch geschickte Aktien- manipulationen fast sämtliche früheren Gesell­schaften in dieser neuen Holdinggesellschaft zu vereinen, bis 1911 die Regierung aufs neue die Auflösung in 62 selbständige Gesellschaften Verfügte. Die Holdinggesellschaft besteht aber wei­ter und betreibt heute eine Reihe der gröhten Raffinerien mit einem Aktienkapital von ins­gesamt 206 Millionen Dollar. Ihre Dividenden waren immer außerordentlich hoch. Sie hat zeit­weise 40 bis 50 Prozent Iahresdividende gezahlt, und von den Einnahmen Rockefellers, der natür­lich auch bei dieser Gesellschaft den Löwenanteil hat, kann man sich darnach ein Bild machen.

Schon seit Kriegsausbruch betätigt sich der alte Rockefeller offiziell nichi mehr im Geschäft und die Leitung der Standard Oll Company hat heule sein gleichnamiger Sohn inne. In den letzten Jahren ist er nur noch durch große Stif­tungen. besonders für Kirchei», Universitäten und Bibliotheken hervorgetreten. B e r s a t u s.

Aus aller Welt.

Orkan m Württemberg.

Auf der Hohenloher Ebene tobte ein Orkan von einer Stärke, wie er in Württemberg seit langen: nicht erlebt wurde. Biele Kilometer weit wurden die Telegraphenlritungen umge- worsen und aus die Schienen gestürzt, so daß zeit­weise die Züge nicht verkehren konnten. Zahlreiche Straßenstreaen sind gesperrt. Schorn­steine wurden umgeworfen und Dächer und Häuser stark beschädigt. In der Elektrizitätsversorgung der betroffenen Ortschaften entstanden Störun­gen, die bis jetzt noch nicht behoben sind.

Blutige Kämpfe um Briefmarken.

Anläßlich der offiziellen Gründungsfeier der neuen Hafenstadt Port Fuad auf dem asiati­schen Ufer des Suezkanals kam es zu schweren Zwischenfällen. Zur Erinnerung an den Ein- Weihungsakt hatte die ägyptische Regierung eine Serie von neuen Briefmarken aus­gegeben, die nur für zwei Tage gültig waren und daher das größte Interesse der Sammler erregten. Schon am Abend vor der Ausgäbe der Marken drängte sich vor der Post eine gewaltige Menge von Händlern. Als die Schalter am nächsten Morgen geöffnet wurden, kam es zu blutigen Schlägereien, in

deren Verlauf zahlreiche Personen schwer verletzt wurden. Fünf Personen sind inzwischen ihren Verletzungen erlegen.

Zn Spanien emgeschneit.

Auf der Strecke M a d r i d A l b a c e l e ist ein Personenzug in dem li Meter hohen Schnee st e ck e n geblieben. Die abgeianoten Hilfszüge mußten umkehren, da es unmöglich war. die Strecke freizumachen. Ein Flugzeuggeschwader muhte über der Unfallstelle Lebens- und Stärkungs­mittel abwerfen, um die Lage der Reisenden und Angestellten bis zur Befreiung des Zuges zu er­leichtern. die erst nach löstündigen Bemühungen gelungen ist. Der Schneefall hält an. Infolgedessen sind mehrere Züge auf den Bahnhöfen zurückgryal- ren worden. Einige Dörfer sind durch den Schnee­fall vollständig abgeschnitten. Eine Hilfsorga­nisation ist in die Wege geleitet worden.

Die Opfer des Autoverkehrs in Amerika.

Die Zahl der tätlichen Autouniälle in Reu- y o r k belief sich in diesem Jahre auf 988. An zweiter Stelle der amerikanischen Städte steht Chicago, in dem in diesem Jahre 622 Auto- mobilunfätte mit tödlichem Ausgang vorkamen. Als dritte Stadt folgt Detroit mit 325 Todes­fällen.

Schweres Eisenbahnunglück in Chile.

Wie aus Santiago de Chile gemeldet wird, en:- gleiste bei Lata ein Schnellzug. Elf Reikende wurden getötet und zwanzig schwer verletzt.

teere Kassen.

Da der Generalrat der englischen Ge­werkschaften infolge Eri.höpsung seiner Kas­sen durch den Genera! reif außerstande ist, die für die Aufrechterhaltung einer Ar­beiteruniversität erforderlichen Wittel zu beschaffen, hat er sich gezwungen gesehen, bas ihm von der Gräfin Warwick zu diesem Zweck übergebene Schloß Caston Lodge der früheren Eigentümerin zurückzugeben.

Großer Juwelendiebstahl in Loudon.

In der letzten Rocht wurden aus der Iu- welenabteilung des bekannten Warenhauses Harrods Schmuckgegenstände im Werte von ungefähr 10 000 Pfund Sterling gestohlen. Die Einbrecher sind dabei höchst geschickt vorgegangen. Es formte bisher nicht ermittelt werden, auf welchem Wege sie in das Warenhaus eindringen konnten. Sie verließen das Gebäude, wo sie die ganze Rocht ungestört ^arbeiteten", morgens um fünf Ähr und fuhren in einer Autodroschle davon.

Lin neuer Flugrekord.

Der Flieger Passaleva hat mit einem Wasser­flugzeug einen neuen Schnelligkeitsrekord auf- gestellt. Die Durchschnittsschnelligkeit in der Stunde betrug 190 Kilometer 389 Meter, wäh­rend der bisherige Rekord 185 Kilometer auf­wies. Der Höhenweltrekord mit einer 500-Kilo- gramm-Belastung, den Passaleva neulich auf* stellte, beträgt nach Prüfung der Berginstru­mente 6137 Meter

Der kurze Rock als ösfenilichcs Aergernis.

Rach einem 1r es. schweizerischen Blatt hat es in der Hauptstadt eines schweizerischen Kantons sehr großes Aufsehen erregt, daß in einer Stra­ßenbahn der Bischof Desfon von Lau­sanne, Genf und Freiburg den Wagen anhalte:: ließ und demonstrativ aus stieg, weil in dem gleichen Wagen eine Frau mit sehr kurzem Rock saß.

Lin Mammutzahn in Berlin gefunden.

An der Baustelle der Berliner Untergrundbahn am Hermannsplatz stießen Bauarbeiter beim Aus- sHachten in einer mehrere Meter tief liegenden Ge­röllschicht auf einen Backenzahn, der aus dem Ober­kiefer eines Mammuts stammt. Seine Rau fläche ist etwa 25X8 Zentimeter groß.

Don einem Keiler angegriffen.

Bei einer Saujagd bei Eisenschmitt in Kreise Wittlich wurde ein Förster von einem Keiler an­gegriffen und so schwer verletzt, daß er st a r b.

Massenansiedlung von Landarbeitern in Kanada.

Die kanadische Regierung hat mitgeteilt, daß sie bereit ist, im kommenden Frühjahr 10 000 für die Landarbeit geeignete Männer briti­scher Staatsangehörigkeit auf ihre Kosten nach Kanada zu befördern und dort ihre Versorgung zu übernehmen. Ebenso fallen von den beiden großen kanadischen Eisenbahngesell- schaften je 2000 Landarbeiter angesiedelt werden.

Schwerer Anfall.

Bei Regulierungsarbeiten bei 6ec Zellulöse- fabrik Hallein (Salzburg) erfolgte infolge eines Erdrutsches ein E i n st ur z eines 50 Meter langen und 15 Meter hohen Wehrkopfes. Anter Erdmassen wurden 13 Arbeiter begraben, von denen durch Feuerwehr unt> Rettungsmann­schaften bon Salzburg uiti> Hallein vier schwel', sieben leicht verletzt und zwei tot geborgen wurden.

Line gigantische Ilutzregulierung.

Der Kolorado-Fluh in den amerikanischen Weststaaten ist zwar wegen der Schönheit seiner tief eingeschnitienen Täler berühmt, aber zugleich ein arger Schädling der umliegenden Gebiete, da sein Hochwasser ungeheure Verheerungen an» richtet. Bei einer Aeberschwemmung des kali­fornischen Gebietes brauchte man zwei Jahre, um den Strom wieder in sein Bett zu zwingen. Der Kolorado hat bei einer Länge von rund 2400 Kilometer ein Gefälle von über 4000 Meter. Die Anterschiede in der Wasserführung des Stro­mes sind gewaltig und wechseln zwischen 3000 und 200 000 Kubiksuß. Am diese so verhängnis­vollen Anregelmäßigkeiten auszubleichen, hat man einen gigantischen Plan gefaßt, über den Rorman McLoud in einer naturwissenschaft­lichen Zeitschrift berichtet. Bei einer erfolgreichen Flußreguli.'rung dieses Stromes würden sich toirt» schaftliche Vorteile im Werte von hunderten Mil- fionen Dollar ergeben, und Millionen Morgen dürren Landes würden bewässert, Millionen Pferdekräfte Elektrizität würden erzeugt. Drei­zehn Dämme, die wie Stufen einet Treppe in weiten Abständen untereinander liegen, werden das Wasssr des Kolorado auf einer Strecke von 1500 Ki.omeler bei einem ®e'älle von 1000 Meter nutzbar machen. Dadurch würden 500 Millionen Kubikmeter Wasser aufgestaut, und 24 000 Qua­dratkilometer dürres Land könnten bewässert, 5 743 000 PS an Energie gewonnen werden. Aus diese Weise könnten auch noch Städte des Süd- westens mit einer Einwohnerzahl von 10 bis 15 Millionen mit Wasser versorgt werden. Der unterste Damm liegt 1250 Meter tiefer als der höchste. In drei Staaten, Utah, Arizona und Kalifornien wird ein« fast zusammenhängende Kette von 30 Seen geschaffen, die z. T. 160 Kilometer lang und acht bis zwölf Kilometer breit sind. Der größte Damm, der 185 Meter hoch fein soll, so hoch wie ein 40stöckiger Wolken­kratzer, wird an derCannon Bridge" errichtet

und wird einen 125 Kilometer langen See bil­den. Der zweithöchste Damm steigt 170 Meter empor mit einem 250 Kilometer langen See: im unteren Bereich des Flusses sollen vier nie­drigere Dämme entstehen, deren Seen zwischen 166 und 65 Kilometer lang sind. Das Land­schaftsbild des Flußgebietes wird dadurch völlig verwandelt; es wird aber dadurch nicht weniger eindrucksvoll gestaltet, und die einzelnen Schön- bei:en w-erden nicht beeinträchtigt

Rast' ich, so rost ich.

Amerikanische Aerzte haben in letzter Zeit sehr häufig die Beobachtung gemacht, daß Geschästslcute. die sich zur Ruhe setzen, plötzlich sterben, Der letzie aussehencrregende derartige Fall war der Tod des Multimillionärs I. 6. Donovan, der kurz, nachdem ec sich von seinen gewaltigen Anter ichmungen zurückgezogen hatte, ohne ein ausgesprochenes Leiden verschied. Die Aerzte gaben als Todesursache anMangel an Beschäftigung". Der alle Spruch -Rast ich, so rost' ich", bewahrheiiet sicy also auch hier; man sucht aber seiner Wahrheit erst jetzt durch wissenschaftliche Beobachtung auf den Grund zu kommen. Rach der Anschauung führender amen- taniidjer Aerzte ist nicht nur Meberanfhengung g jährlich, sondern auch das plötzliche Aufhören e.ner Anstrengung, an die ein Organismus gewöhnt war. Der früher so viel beschäftigte Monn, der nun plötzlich nichts mehr zu tun hat, besitzt im höheren Alter ost nicht mehr die Zähigkeit: sich den Der» änderten Lcbensbedingungen anzupassen-, er beschäf­tigt sich zuviel mit sich, klagt dem Arzk über alle möglichen Leiden, die ohne Bedeutung sind, aber seinen Geist beschäftigen und niederdrücken. So stellt sich allmählich statt der eingebildeten eine wirkliche Krankheit ein. Dieser piychologische Zustand, der bei einem Volk mitRentnergesinnung", wie z. B. der. Zranzosen, kaum hervortritt, ist nun bei den ameri­kanischen Dollarjägern besonders ausgeprägt. Diese Menschen, für die dasBusineß" der wichtigste Lebensinhalt war, das große Ziel, um das sich ihr Denken und Fühlen drehte, sind der stärksten Sensation beraubt wenn sie sich zur Ruhe setzen. Es geht ihnen ähnlich wie einem Morphinisten, dem man plötzlich das Gift entzieht: sie fallen rasch zusammen und suchen nach einem Er:ah. der ihren Rerven die nötige Auspeitschung verleiht. So wer­den manche dieser Millionäre, die nun «ihren Lebens­abend genießen" wollen, zu Kokaimsten oder ergeben sich irgendeinem anderen Laster. Bei anderen, die sich Nicht auf diese Weise dem Grabe rasch zutreiben, tritt Lebensmüdigkeit und im Zusammenhang da­mit eine allgemeine Erschlaffung des Organismus auf. Die Aerzle empfehlen solchen .armen Reichen", die am Nichtstun zugrunde gehen, sich alle mög­lichenSteckenpferde" zuzulegen, aber nicht jeder, der sein Leben im Getriebe eines großen Geschäftes verbracht hat, ist auf seine alten Tage noch frisch genug, um Kunstwerke oder Briefmarken zu sammeln oder sich dem Golf mit Leidenschaft hinzugeben.

Mussolini und feine Ahnen.

Verehrer des Duce forschen eifrig nach seinen Ahnen, und man hat unter seinen Vorfahren sogar deutsche Ritter und einen im 18. Jahrhundert leben­den bedeutenden Komponisten entdecken wollen. Kürzlich erschienen vier Gelehrte in Audienz vor Mussolini, die ihm einen dicken Wälzer überreichten. In dem Band sollten alle Dokumente gesammelt sein, die beweisen, daß der Duce von einer Adels­familie Norditaliens abftnmmt. Mussolini aber schob das dicke Buch ärgerlich beiseite und sagte:Nehmen Sie das Zeug nur lieber wieder mit sich. Meine Ahnen beginnen mit mirl"

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Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr!

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Ihren werten Gästen und Gönnern ein recht fröhliches neues Jahr!

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Ü ns"rerrosVhn'Ä'un 0^*of t, ® er roan d"en' Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre Ioh. Hetz, Metzgermeister und Familie 107430 Gastwirtschaft zum Adler, Leihgestern

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Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! 1O777D Familie Georg Philipp II. Metzgerei und Wirtschaft, Steinberg.

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wllnsche ich meiner geschätzten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein gesegnetes, glückliches neues Jahr!

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