Mehlaeschäft Ht allgemein schwieria geblieben, auch erinätzigts Forderungen führen noch leine Belebung herbei. Ts notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkifcher, 271 bis 274 Mark; Roggen, märkischer, 227 bis 232: Sommergerste 215 bis 245; Wintergerste 190 bis 203; Hafer, märkischer, 174 bis 185; Mais, loko Berlin, 195 bis 199; (HX) Kilogramm): Weizenmehl 35,50 bis 38,50; Roggen mehl 32,50 bi» 34,25; Weizenkleie 12,35 bis 12,3*5; Roggenkleie 12 bis 12,25; Biktoriaerbfen 55 bis 61; kleine Speiie- erbsen 82 bis 35; Futtererbsen 21 bis 24; Pe iiischken 20 bis 22; Äckerbohnen 21 bis 22; Wicken 22 bis 24; Lupinen (blau) 14 bis 15; Lupinen (gelb) 14,50 bis 15,50; Serradelle (neu) 21 bis 23.
frankfurter Börse.
((Stgener Drcchtbericht des „®te6cner Anzeigers".) Frankfurt, 30. 2Ldd. Tendenz: Schwach.
Dte fett einer Reih« von Tagen <m der Börse bestehende Lustlosigkeit. Geschäft-st ille und schwächere Haltung beeinUubte auch den heutigen Der!ehr. Hauptsächlich unter dem Gin'lutz weiterer Ultimo-Glattstellungen begann bereits vorbörslich eine s charfe Abwärtsbewegung der Kurse, besonders bei Farben-. Montan- und Slektroakrien, wo die Rückgänge bis zu 3 Prozent betrugen Dies blieb auch aus die anderen Märkte nicht ohne Rück- toirhing. und es kam zu neuen Abgaben und Kursverlusten, Die Verstimmung war auch in einer Reihe von Meldungen wirtschaftlicher Ra- lur begründet. 3. ®. Farben erlitten einen KurSverlust von 4.75 Prozent. Am Montan- markt waren nur Bochumer begünstigt, die 2,5 Prozent höher gingen. Dagegen verloren Buderus 1 Prozent. Deutsch-Lux 0,5 Prozent. Harpener 1 Prozent, Mannesmann 1,75 Prozent. RkanSfelder 2 Prozent, Oberbedarf 3 Prozent. Phönix 1.65 Prozent. Rheinstahl 1.5 Prozent. Riebeck 0,5 Prozent. Stahlderein 1 Prozent. Don Cyemiewerten gaben Scheideanstalt 1.5 Prozent nach. Goldschmidt minus 1.4 Prozent, aber Holzverkohlung plus 0,25 Prozent. Elek - trvwerte schwächten sich 1 bis 3 Prozent ab. nur Licht und Kraft plus 1,25 Prozent. Bankaktien tendierten ebenfalls schwächer. Commerz minus 2.5. Disconto minus 2.5, Deutsche minus 0 25 Proz. Bessere Ha tung zeigten Schis f- fahrtsaktien infolge gü.ift g.ter Aussichten auf d.e Freigabe des deutschen L.gentums. Hapag plus 1,5, Rordd. Lloyd plus 2 Proz. Motoren- werte waren erneut rückgängig, nur RSil. plus 1,5 Proz. Bon D a u a k t i e n waren Wayst & Frehtag 1L Proz. höher. Oelaktien gehalten. Süddeutsche Zuckeraktien weiter gering befestigt. Deutsche Renten lagen ruhig bei nachgebenden Kursen. Ausländische Renten gehalten. 3m weiteren Verlaufe war die Stimmung schwankend und unsicher, doch konnte sich schließlich, vom Farbenmarkte ausgehend, wo 3. G. auf 313 Proz. anzogen, eine leichte Erbo- lung durchsetzen. Das Geschäft blieb aber ruhig. Am Geldmarkt ist die Lage angespannt. TaaeSgeld zog auf 6 Proz. an. Monatsgeld gesucht zu 53/ biS 71/, Proz. Privatdiskonten 4‘ Warenwechsel 5 Proz. 3m Devisenverkehr zeigten sich keine wesentlichen DBänderungen.
gegen London 131.25, Mailand 113,62, wn Kabel 4,85. Die Reichsmark wurde gegen Kabel mit 4,21 gehandelt.
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frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 30. Rov. Gs wurden notiert; Wetterauer Weizen 29,25 bis 29,50, Roggen, inländ. 24,50 bis 24,75, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50, Hafer, inländ.
19,25 biS 19.75. Mais (gelb) 19,50, Weizenmehl, inländ . Spezial 0 4125 bis 41.50. Roggenmehl 35 bis 35,75, Deizenkleie 11,50, Roggenkleie 12 bis 12,75. Tendenz ruhig.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
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Berliner Börse.
Berlin, 30. Rov. An der heutigen Ultimo- Börse kam weitere Prämienware heraus, die auf die Kurse drückte. Die Tendenz der Aktien- Märkte war bei absoluter Zurückhaltung des Publikums vorwiegend schwächer. Verstimmend wirkte neben Veit Besorgnissen über den bevorstehenden Kampf an den Weltlohlenmärlten auch die wieder ansteigenden Sanierungen. Bei Maschinen-Hartmann erschienen an den Makler- tafeln Minuszeichen, da der bedeutende Jahres- Verlust ein erhebliches Angebot zur Folge hatte. Das Papier ging von 56 auf 43,6 Prozent herunter. Derartige Einzelbewegungen waren naturgemäß geeignet, die Lustlosigkeit und Realisationsneigung bei der ohnehin bestehenden Rervv- fität zu fördern. Am Farben markte beschränkte sich die Spekulation auf die zur Durchführung der Liquidationen notwendigen TransaHivnen, da der Streit um die Stickstoff-Patente das 3nteresse für dieses Papier vermindert hat. Die Gesamttendenz der Börse war daher allgemein gedrückt. Auch heimische S t a a t s r e n t e n . die be
merkenswert fest eröffneten, wurden später angeboten und bröckelten ab Ablbsungsan- leihen wurden infolge der Auslosung wieder nicht notiert und waren im Freiverkehr mit 338 nur angcbo.cn. Am Geldmarkt hat die Ra-^ frage erheblich zugetrommen. Der Satz für Geld einige Tage über den Ultimo zog auf 8 Proz. an. 3m übrigen betrugen die Ztnsforderungen
Kauft in Säessen!
je nach der Länge der Zeit 6,5 bis 8 Prozent. Auch dieser Umhanb trug weient.ich zu der ungünstigen Kursgestaltung bei. 3m Devisen- verkehr waren keine wesentlichen Deränderun- gen zu verzeichnen. Pari- gegen London 131,50. Brüf el (Belga, 34,88, Mailand 113,75, Oslo 19,18 Madrid 32.
Strafkammer Giehen.
(Sieben, 26. Rovember.
3m Frühjahr 1923 war bei dem KreiSamt B ü dingen gegen einen Bürgermeister deS Kreises eine Anzeige erstattet worden, weil er sich Unredlichkeiten zum Rachteil der Gemeinde habe zuschulden kommen lassen. Die daraufhin eingeleitete Antersuchuna ergab die vollkommene Haltlosigkeit der Anschuldigungen. Trotzdem griff im vergangenen 3ahr ein Einwohner, der auch seinerzeit der Veranlasser der Anzeige gewesen war. nochmals die Sache auf und wiederholte, ohne auch nur die geringsten Beweise dafür zu erbringen, tie früheren Anschuldigungen gegen den Bürgermeister. Die Folge davon war, das) er sich nunmehr wegen verleumderischer Beleidigung zu verantworten hatte. Rachdem er sich nun heute in der mehrstündigen Verhandlung von der Grundlosigkeit seiner Behauptungen überzeugt hatte, gab der Angeklagte eine dementsprechende Ehrenerklärung ab und übernahm die sämtlichen Kosten, die, da auch noch die Kosten des Rebenklägers hinzukommen, recht erheblich sein dürsten. Daraufhin wurde die Verhandlung ausgesetzt, damit das Äreisamt über eine evtl. Zurücknahme des Strafantrags Gntschliehung treffen kann.
Wegen fahrlässiger Körperverletzung war ein junger Mann durch das Amtsgericht Dieben zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen und wegen unbc.ugten Waffen tragens zu einer Geldstrafe verurteilt. Auherüem war die Einziehung der Waffe angeordnet worden. Die gegen dieses Urteil von ihm verfolgte Berufung nahm er heute zurück, so dab daß erstinstanzliche Urteil damit Rechtskraft erlangt hat.
Dollen Erfolg mit seiner Berufung erzielte ein Reisender, der wegen Betrugs durch da- Amtsgericht Herbstein zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden war. 3hm konnten irgendwelche betrügerische Absichten nicht ausreichend nachgewiesen werden, so dab mangels Beweises seine Freisprechung erfolgte.
Dagegen wurde die Berufung eines Schuhmachers. der wegen Bedrohung mit 2 5 Mark evtl, fünf Tagen Gefängnis bestraft worden war, kostenfällig zurückgewiesen, da auch heute das Gericht, ebenso wie die Dorinstanz, von seiner Schuld überzeugt war.
(oblagtdie. IdugeHau^rau,.
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