kanzler empfangen. Er teilte ihnen in Gegenwart von Vertretern des Reichsarbeits^ und deS Reichsfinanzministeriums mit, daß das Kabinett auf Grund der Fühlungnahme mit den Koali- tionsparteien bereit sei, eine Erhöhung der Llnterstühungssätze bis zu 10 Prozent zu gewähren. Cs ist dies ein Satz, der schon über das hinausgehen dürfte, was die Deutsche Volkspartei im Interesse der Wirtschaft für tragbar erachtet. Zentrum und Demokraten hatten gegen den Regie- rungsvorschlag nichts wesentliches einzuwenderr. Die Sozialdemokraten gaben aber zu erkennen. daß diese Erhöhung nach ihrer Auffassung völlig unzureichend wäre: sie hatten bekanntlich «ine 50prozentige Auf» b e s s e r u n g verlangt. In parlamentarischen Kreisen glaubt man aber, daß es gelingen wird, in den weiieren Verhandlungen «in Kompromiß zustande zu bringen. Die Sozialdemokraten wissen zweifellos, daß die von ihnen verlangten 50 Prozent keinesfalls durchzudrücken sind und werden sich schließlich auch mit weniger begnügen, wenn damit überhaupt etwas Rennenswertes sür die Erwerbslosen erreicht werden kann. QIm Nachmittag nahm der Reichskanzler mit Ver- freiem der Deutschnationalen, und zwar mit dem Gra'en Westarp und dem Abgeordneten Lambach, Fühlung. Eie brachten ihre Dedenken gegen eine Erhöhung der Unterstützungssätze vor, obwohl natürlich auch sie die Not der Erwerbslosen keineswegs verkennen.
Keine Europaanleihe.
Deutschland hält an dem ursprüngliche« Thoirhprojckt fcft_
(Eigene Information des .Gieß. Anz.")
Berlin, 30. Ott. Zu den neuesten Pariser Meldungen über die Finanzierung der deutsch« französischen Verständigung hören wir von zuverlässig unterrichteter Se tc in Ergänzung unserer Mitteilungen vom 27. Oktober im „Gieß. Anz.". dah zwar der Gedanke einer europäischen Anleihe, die von Deutschland und Frankreich gemeinsam garantiert werden soll, drüben weiter lebhaft propagiert wird, dah aber diese französischen Pläne bei den zuständigen deutschen Stellen weiterhin auf entschiedenen Widerspruch hohen. Man hält in Berlin durchaus an den Gcdankengängcn von Thoiry fest, die auf der Mobilisierung deutscher Eisenbahn- obligat ionen bcr. hen, und bewahrt gegenüber allen anderen Plänen größte Zurückhaltung, da sowohl politisch^, als auch finanzielle Dedenken ernstester Art ein Eingehen auf die französischen Absichten nicht möglich erscheinen lassen. Deshalb werden die deutscher!? ts mit der Durchprüfung des TboirchProicktos beauftragten deutschen Persönliche iten ' nächst auch nur d i e ursprünglichen Pläne berücksichtigen. Man hat auch bisher darauf verzichtet, den Gedanken einer deutsch-französischen Europaanleihe zum Gegenstand offizieller Beratungen zu machen.
Die Schwierigkeit liegt mm darin, dah trotz allen guten Willens der deutschen amtlichen Stellen die Möglich?-’.t der Durchführung der ursprünglichen Tho-rhvläne aus den früher schon dargelegten Gründen recht gering ist. Der von den Franzosen vorgeschlagene Weg der Anleihe scheint der deutschen Negierung nicht gangbar zu sein. Ob es gelingt, einen für beide Teile tragbaren und zugleich zu verwirklichenden Ausweg zu finden, ist im Augenblick zweifelhaft. Zum mindesten wird cs noch längere Zeit bedürfen, ehe man ehren solchen Weg findet.
fundierten Schulden, sondern auf die kurzfristigen Verbindlichkeiten beziehen, bei denen die Behörden unter Verkennung der Möglichkeit einer schnellen Fundierung wesentlich zu kurze Termine für die Umwandlung bzw. Rückzahlung gestellt haben.
Aber diese Besserungsmomente können nur dann die erhoffte Erleichterung nach der nächsten Ernte bringen, wenn außer den jetzt bereits wirksamen Faktoren, zu denen auch die gegen jede unlautere Spekulation gerichtete Tätigkeit der Getreidehandelsgesellschaft gehört, auch die bewußte produk- tionspolitische Fortführung der chon- d e l s p o l i t i k kommt.
ranksnrler Börse.
lEigener Drahtbertcht des ..Siehener Anzeiger-"^
Frankfurt a. M., 30. Oft Tendenz: uneinheitlich. — Die bisher feste Börsenstimmung war zu Wochenende durch einige Ultimorealisationen belastet, die besonders am Montanmarkte zum Aus- druck kamen. Die wefenllich eingeengte Umsatztätia- teil hatte einen unsicheren Charakter, und die Ad- schliche erfolgten nur zögernd. Infolgedessen nahm das Geschäft einen sehr ruhigen Verlauf. Die Stimmung war im allgemeinen nicht unfreund« licy. was sich u. a. auch darin zeigte, daß das her- auskommende Material glatt Unterkunft fand. Die Tendenz ist als uneinheitlich zu bezeichnen, da neben Rückschlägen, die vereinzelt ziemlich empfindlich waren, auch neue Steigerungen eintraten. Der Montanmarkt zeigte große Unregelmäßigkeit. Höher wurden Buderus und Deutfch-Lur je plus 1, .ülockner plus 3, Riebeck plus 1,5, Stahloerein plus 0,8, Phönix plus 0,5 Prozent. Gedrückt waren Gel- fenkirchen und Rheinftahl je minus 0,75, Harpener minus 3, Mannesmann minus 1 und Rheinische Braunkohlen minus 4 Prozent. Auch Kaliaktien uneinheitlich. Aschersleben plus 2. Westeregeln minus 1 Prozent. Am Chemiemarkt wurden Z.-G.-Forben lebhaft umgesetzt und zogen um 1,75 auf 336 Prozent an. Scheideanstalt plus 4, dagegen Goldschmidt minus 2,5 Prozent. Elektrowerte gut befestigt. Bergmann plus 2,25, Elektrische Lieferungen plus 4,8, Schuckert plus 1,75, Lohmener plus 1, nur Siemens abgeschwcicht minus 3,5 Prozent. Bankaktien überwiegend niedriger. Darmstädter und Metallbank je minus 2, Commerz minus 1,25 Prozent. Von Schiffahrtsaktien gaben f)a« pag 3 Prozent nach, Lloyd gehalten. Von A u t o • aftien wurden RSU. um 1,25 Prozent höher, Kleyer leicht abgeschwächt. Zellstoffaktien wenig verändert. Baustoffaktien strebten weiter nach oben. Zement Heidelberg plus 1,5 Prozent. Dyckerhosf plus 2,25, Wayß & Freytag plus 2, Holzmann plus 1,5 Prozent. Von Maschinen« a 11 i e n zooen Frankfurter 3 Prozent an. Zucker« a f 1 i e n überwiegend niedriger, nur Frankenthal plus Ich Prozent. Deutsche Anleihen eröffneten ruhig zu niedrigeren Kursen. Ausländische Renten still und wenig verändert. Der weitere Verlauf brachte keine wesenlliche Aenderung der Stimmung. Rach einer leichten Erholung tarn es zu neuen Kursrückgängen, die sich aber in engen Grenzen hielten. 91m Geldmarkt hat sich die Nachfrage verstärkt. Tagesgeld 6 bis 7 Prozent, Monats« gelb 5,90 bis 7,5 Prozent je Adresse. Prioatdis- kmllen 4,75 bis 4,90 Prozent, Jndustrieakzepte 5,25 Prozent. Im Devisenverkehr notierte Paris gegen London 153,50, Mailand 112,50, Belga- Brüsiel 35,45. Mark und Pfund sind unverändert.
Berk»:rcr Börse.
Berlin, 30. Oft. Der Wochenschluß brachte die technische Erledigung der llltimoabroitflung, d. b. die Festsetzung der Llquidationskurse und die Abgabe der Prämienerklärungen. 3m Zusammenhang mit der Ultimoregulierung kam einiges Material an den Markt, so daß die Hörsten Kurse zum Teil nicht standhalten konnten. Dies gilt namentlich für Kohlen« und Schiffahrtsaktien. Kosmos minus 3 Prozent. 3n den anderen Papieren hielt das Geschäft, allerdings wesentlich ruhiger als bisher, an. Rach Verlauf der ersten Stunde lagen von Publikumsseite wieder größere Kaufauftröge vor, die das Geschäft etwas belebten. Das Interesse erstreckte sich in erster Linie auf Bankaktien und Elektrowerte sowie M o n t a n a f 11 c n. Die heutigen Liguidationskurse bewegten sich infolge der letzten Haichewelle ganz erheblich über den Medio- Liquidationskursen. Am Geldmarkt war Prolongationsgeld gefragt und stand zu 7,25 bis 7,5 Prozent ausreichend zur Verfügung. Tagesgeld, das jetzt über den Ultimo läuft, stellte sich auf 5,5 bis 7 Prozent. Geld war genügend vorhanden. Im D e - visenverkehr ließ sich das Geschäft ruhig an.
TSrfentarte.
Frankfurt a.M.
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180.5
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257
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Deutsche Bank .....
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Deutsche VereinSdank ....
US
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DiSconto Commandit
178
180.5
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Metall bank ....
163.5
167
166.25
Mitteldeutsche Treditbank 17esttrrrichisch« TreditaustaU
157 5
—
158.5
153.25
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*
8.12
6,25
Weit bank ........
—
—
-
Bochumer 'lag ......
179.75
-1
179,25
179.62
vuderuS ......
113.5
117
111
115
Caro ...........
■■
Deutsch.Luremburg ....
178 75
181
179.2.5
179.2.5
l^rllcukirchcuer «erawerte.
182
182.75
182
1X1.9
Harpeucr Bergbau .....
«aliwcrke Aschersleben....
194.5
159
103.5
161
195.6’ 157'
191.25
159 5
«nliro/rt IDtfttregtlu.....
173
173
I7o.5
171,9
L'aurabüm ........
88.5 .
88.25
87.5
Lderdeoars .........
Pyonir Bergbau .......
Naeimlahl ........
Riebeck Montan.......
99
9S
99
99
141.25
142
140,9’
139 75
176.75
165
178.75
166.5
176.62
166
177,75
167,75
TelluS Bcrydau......
102
Bereinigte Stahlwerke A.-G
153.75
154.5
153.5
154
Hamburg-Amenka Paket. . .
Norddeutscher Llovd . . .
187
174.62
186
176.5
185
17.1.5
187.75
175
Tderamtschr Werke AlblN . .
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—
—
Zementwerk Heidelberg . .
132
136.5
_
—
Bhtliov Hohmann ....
154
156.5
155
156,75
Anglo-Cont.-ltzuano . ...
*
—
99.25
97,12
Chemische Maner Alavin .
I. ("». Sarbcnlnbuftrit, A.-G
Goldschmidt . . .......
—
136
33 5’
334.5
146.5
146
144
Holzverkohlung........
50
51
_
Niitgerswerke........
'38
142
137.5
139,4
Tcheidcanstatt ..... . .
178
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«llg. ElektrUttätS^eseNschatz
167 25
168 5
167.25
168.75
Bergmann .......
Mainkrastwerke ........
161 10»
166.5
107.7>
164
166.4
Schocken .........
Siemen» 4 HalSk, ......
115
147
145
146
2'16.5
208
206 75
208.9
Ädlerwerkc KIcvcr ......
104 0
106
104.9
105.75
Daimler Motoren. ......
VC
—
98
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Heyligcnüacdt ■ - .......
"leauin ........
28
—
67,5
—
66,'5
—-
Motorenwerke Mannheim
—
40
-—
frankfurter Armaturen
17
—
—
—
Konservenfadrtk Braun . .
Metall gesell chalr Frankfurt .
48
—
—
—
172 5
176.5
—
—
Tri. Union » .....
HO
—
HO
Schuh'abrtk yccj . . ....
65
—
66
—
Sichel .........
2.3
——
5,5
6.5
JcOflon Doldvoi......
213.5
—
202
201
Zuckersadrtt Frankenthal . .
ZuckersaLrtl Waghäusel . . .
90.25 , 114 4
93
91,5
113.25
-Jetliner Produktenbörse.
Berlin. 29. Oktober. Die Ermäßigung der Frachten, auf die vielfach gerechnet wu ist nicht zu erwarten, so dah das intern le Geschäft auch weiterhin auf Schwierigkeit 'l)U
Die Exporttätigkeit nach Dlebersee ist so g wie Aull und da andererseits der schwierige -ulebl» absatz besteht, eröffnete der Berliner Getreidemarkt im Gegensatz zum festen. Dormittagsverkehr ruhig und überwiegend schwächer. Die ankommenden Liverpooler Anfangskurse taten dann auch ein klebriges, um das Niveau nach unten zu drücken. Weizen, der etwas mehr angeboten war, wurde im Lieferungshandel bis 1,50 Mk. schwächer, laufender Monat dagegen 2.— Mk. unter gestern. Roggen hat sehr mäßiges Angebot, während DÄungen sowie Nachfrage, seitens der Mühlen stützte. Oktober wurde 1.— Mark, Mai 0,50 Mark höher notiert, wahrend im übrigen das Niveau unverändert war, Gerste preishaltend. Hafer in guten Sorten fest. Sonstige Futterartikel gegenüber den Vortagen im Preise wenig verändert. Es notierten: (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 253—276 Mk.; Roggen, märkischer, 221 —226; Sommergerste 220 bis 268; Wintergerste 192—205; Hafer, märkischer, 182—198; Mais, loco Berlin, 201—206; (100 Kilogramm): Weizenmehl 36,50—39,25; Roggenmehl 32,25—33,75; Weizenkleie 11,75 bis 12; Roggenlleie 11,75; Viltoriaerbfen 58—68; kleine Speiseerbsen 40—42; Futtererbsen 22—26; Peluschken 21—22; Ackerbohnen 21—23; Wicken 25— 26; Lupinen, blau, 13—14; Lupinen, gelb.
14—15; Serradelle, alt, 19—20,50, Serradelle, neu. 19—2050; Rapskuchen 15,80-16; Leinkuchen 20,80—21; Trockenschnihel 9,80—10,20.
Devifeumarkl Berlin—Frankfurt a. M.
Teiearaohilche Aus^ahluna
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10,595
Italien ■ .
18,41
18,47
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15 02
London.
-0.36
20.41
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20.408
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4,199
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4,2095
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13.15
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13,29
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MJ.97
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51.17
Sva üa -
63.57
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stavao - -
2.056
2.059
2,058
2.1(12
■Hio de Jan
Wien In T.'
0.571
0.573
0.575
0.577
Ceft- abgell
59,29
59,43
59.29
59.34
Prag
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12.4.2
12,472
12,432
12,472
‘•41
7.42
7.41
7.43
Vuoap'lt.
5.87
5.89
5,875
5,895
Bulgarien
5,032
3,042
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3,035
Lissabon
4,475
-1,52a
tt 475
21,525
Danzig .
81.37
11.57
61.45
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2.115
2.125
2,135
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Ntden
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4.211
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4.177
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Banknoten.
Berlin. 29 Cttbr
Geld
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Amerikanische Nöle» . . . , , Belgische "JJoten ....... Tanilche Noten ....... Snglilchc No.en. ....... Französische Noten ...... Holländische Noten ..... tttttienische Noten Norwegische Noten • . , ,
Deuisch.oesterr. i 100 Lronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Evantschc Noten ...... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .
4,181
5tU2
111,37
20,32
13,22
167.60
18.41
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59,07
2,34
111.81
80,73
63,29
12,405
5.84
4,201
58.62 111,93
20,42 13,28
168,44 18.54
104.8S
59.37
2.38 112.40
81,12 03.61
12,465
5.88
Büchertisch.
— In zweiter, vollständig neu durchgearbeiteter Auflage erschien bei R. Bo.gtländer in Leipzig: M. 03 a I i e r, „D e r Sterne Bahn und Wesen". 515 S. mit 110 Abb. im Text und 60 Einzelbildern auf 15 Kunstdrucktafeln. In Ganzleinen geb. 14 Mk. — Der erste Hauptteil lehrt uns die Botschaft der Strahlung als des einzigen Mittels lesen, das un3 mit den Sternen- Welten verbindet, der zweite beschreibt die Wunder des Himmels und läßt uns die großen Fragezeichen aufleuchten, d e heutiger Forschung noch spotten. Im dritten Abschnitt gibt Valier ein großartiges Llebersichtsb ld unter dem Titel: Die Lösung der Rätsel im Lichte der Welteislehre. Was die Geistesschöpfung des vor kurzem noch viel bekämpften, in letzter Zeit aber imijicr mehr anerkannten Wiener Ingenieurs Hanns Hörbiger für unser Weltbild, ja für unsere ganze Welte 'chauung bedeutet, das offenbart sich uns in d in Schlußteil des Buches, das in gleichsam dramatischer Spannung den Leser bis zur letzten Zeile in immer neuer Steigerung gefangen hätt. 540
Letzte Nachrichten.
Die Erwe tzswsensrage. Der ReichskanJ/ verhandelt mit den Parteien.
(Eigener Insormationsdienft.)
Berlin, 30. Olt. Die Frage der iUnter- stühung der Erwerbslosen Hal jetz>, wenige Tage vor dem Wiederbeginn de: Reichstagssitzungen, von neuem erhöhte politische Bedeutung gewonnen. Das zeigen schon die zahlreichen Beratungen innerhalb uni) außerha.b Lei Aeichstabinelts, die in diesen Tagen ftattfinben. In zahlreichen Verhandlungen mit den Vertretern der verschiedenen Reichstagssraktionen sucht man bis zum Wiederzusammentritt des Reichstages ein Kompromiß zu sinden. das auch den Flügelparteien, den Deutschnationa en und Sozialdemokraten, nach Möglichkeit tragbar erscheint. Rach der gestrigen Kabinettssihung wurden die Sozialdemolraten Wels, Brey und Frau Schröder vom Reichs
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