Ausgabe 
30.7.1926
 
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Aur der Provinzialhauptstadt.

Drehen, den 30. Juli 1926.

Die Preisfestsetzung auf den SchlachtviehmärKten.

Der hessische Minister für Arbeit und Wirt­schaft hat neue Bestimmungen über d i e Preisfestsetzung auf den Sch lacht- viehmärlten erlaufen. Ts wird darin an­geordnet, daß die Preisfestsetzung frühestens nach Martlfchluß beginnen soll. Die Preisermittelung hat sich auf eine möglichst große Zahl von Tieren der einzelnen Schlachtwertklassen zu gründen. Der Rampenhandel ist unzulässig und daher zu unterbinden. Schlachttiere, die bereits auf dem Lande fest gekauft sind, sind unmittelbar dem Schlachthos ohne Berührung des Schlachtvieh- markteS zuzusühren. Wo ein Bedürfnis besteht, kann zur Feststellung des Gesamtaustriebs an Lebendvieh auch die Zahl der dem Schlachthof unmittelbar zugesührten Tiere bekanntgegeben werden. Der Berkaus von Tieren, die auf den Schlachtviehmarkt gehören und deren genauer Pfundpreis noch nutzt ausgehandelt ist, ist vor Beginn deS Marktes nach Marktnotiz' als un­zulässig zu verbieten. Die Borzeichnung von Großvieh und Kälbern hat zu unterbleiben.

Die Schlachtwertklaffen sollen xtai) folgendem Schema bezeichnet werden: I. Rinder. «cP5^en: a) vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes: 1. junge, 2. ältere; b) sonstige vollfleischige: 1. junge, 2. ältere; c) fleischige; a) gering genährte. B. Dullen: a) jüngere völl- s enchige höchsten Schlachtwertes; b) sonstige voll- fleischige oder ausgemästete; c) fleischige; d) gc- itng genäfjrte. C. Kühe: a) jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes; b) sonstige vollfleischige ober ausgemästete; c) fleischige: d) gering ge­nährte. D. Färsen (Kalbinnen): a) vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes; b) sonstige vollfleischige. E. Fres'er: mäßig genährtes Jung­vieh. II. Kälber, a) Doppellender bester Mast; d) beste Mast- und Saugkälber; c) mittlere Mast- und Saugkälber; d) geringe Kälber: e) geringste Äälber. III. Schafe, a) beste Mastlämmer und längere Masthämmel: 1. Weidemast, 2. Stallmast; b) mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und aut genährte Schafe; c) fleischiges Schafvieh; d) gering genährte Schafe und Lämmer. IV. Schweme. a) Fettschwein« über 300 Pfund Lebendgewicht; b) vollfleischige Schweine von 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht; c) vollfleischige Schweine von 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht; d) vollfleischige Schweine von 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht; e) fleischige Schweine von 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht; f) fleischige Schweine unter 120 Pfund Lebendgewicht; g) Sauen

3n den für die Preisfeststellung zu bildenden Kommissionen tollen sämtliche an der Fleischver- fvrgung beteiligten Marktinteressenten vertreten fein und die Beschlüsse mit Stimmenmehrheit fassen.

Bornotizen.

Tages kalender für Freitag. 5B. 3). (5.: Monatsversammlung bei Hopseld. Lichtspielhaus. BahnhofstraßeBaron Irenrf". Astoria-Lichtspiele.Marccos erste Liebe".

** D i e Eröffnung der Kraftpost- llnie Gießen Hochelheim Nieder­kleen dürfte in wenigen Tagen zur Tat werden. Ein Kraftpostwagen ist bereits bei dem hiesigen Postamt eingetroffen, ein weiterer wird in den nächsten Tagen folgen. Der Inbetriebnahme steht heute nur noch ein kleines Hindernis entgegen, jedoch ist damit zu rechnen, daß dieses anfangs nächster Woche beseitigt sein wird. Alsdann dürften die langjährigen, berechtigten Derkehrswünsche des Kleebachtals ihre Erfüllung finben.

* D i e Reupflasterung der Rod- Heimer Straße ist in recht erfreulicher Weife vorangeschritten. Bon der Bahnüberführung an bis in die Höhe des Wagenschuppens der Bieber­talbahn ist der Fahrdamm mit neuzeitlicher Pfla­sterung versehen worden. Der Bürgersteig hat einen becht annehmbaren Kleinplattenbelag er­halten. Auch die Lahnbrücke erfährt in der Pfla­sterung eine recht wünschenswerte Erneuerung. Der günstige Fortgang der Arbeiten hat es dem Polizeiamt möglich gemacht, die Sperrungn der Rodheimer Straße zwischen der Eisen­bahnüberführung und der Lohn­st raße mit Wirkung von heute ab wieder auf­zuheben. Dagegen bestehen die Berkehrseinschrän- fangen auf der Strecke zwischen der Lohn­st raße und der Krofdorfer Straße noch weiter. Hier dürfen sich Fahrzeuge aller Art nur in einer dem Schriltempo entsprechenden Ge­schwindigkeit bewegen. Radfahrer haben abzu- fteigen. Äeberholen von Fahrzeugen ist verboten.

DSR. Sonntagsson Verzug Gießen AlSseldFuldaWürzburg. Es ist in Aussicht genommen, am 8. August einen Sonn- tagSsonderzug 4. Klasse mit 33h Prozent Fahr­preisermäßigung und Schnellzugsgefchwindigkeit von Gießen über Alsfeld nach Würzburg zu fahren, ab Fulda vereinigt mit einem Flügel- zug von Debra. Der Plan gestaltet sich wie folgt: Gießen ab 5.56 älhc Dorrn.. Alsfeld 7.05, Lauterbach 7.27. Würzburg an 10.10. Rück­fahrt: Würzburg ab 6.45 nochm., Lauterdach 9.38, Alsfeld 10.01, Grüirberg 10.44, Gießen an 11.16. Der Preis der Sonderzugskarte 4. Klasse nach Würzburg beträgt, von Gießen 10,30, Grünberg 9,30, Alsfeld 7.50. Lauterbach 6,70 Mark. Bon den Fahrkartenausgaben werden Führungslarten mit den Sonderzugskarten ausge­geben. Die den Inhaber berechtigen, an der unter sachkundiger Führung vorgesehenen Besichtigung der Stadt Würzburg unentgeltlich teilzunehmen. Bei Borzeigung der Sonderzugs- und Führungs­karte erhalten die Teilnehmer an der Schloh- kasse in Würzburg die Eintrittskarte zum Schloß gegen Zahlung des ermäßigten Preises von 50 Pfennigen. Für die Führungen und Erklärungen

im Schloß erwachten den Besuchern keine weiteren Kosten.

O Radler-Zusammenstoß. Im Wetz­larer Weg stießen gestern zwei Nodiohrer zu­sammen. Das eine Rad, einem hiesigen Bäcker ge- hong wurde dabei zertrümmert. Der" Unfall geschah dadurch, daß der Bäckerjunge sich schon im Hofe der nofreite aur das Rad setzte und aus dem unüber- sinnlichen Hof herausfuhr. Einem anderen Rad- lahrer, der gerade die Straße passierte, fuhr der Junge m die Flanke. Die beladene Kiepe mit Brot und Brötchen machte mit der Straße Bekanntschaft.

Oberhessen.

Landkreis ftieften.

t $> ungen, 29. Juli. Bei drn hiesigen Kanaltsationsarbeiten ereignete sich heute nach­mittag ein tödlicher Unglüdöfall. Der Arbeiter Johann Mayer war in Gemeinschaft mit einem Arbeitskameraden mit dem Transport von schweren Zementrohren beschäftigt. Als die Leute einen überdeckten Schacht passierten, lam ^vyer zu Fall, die Bretterauflage auf dem ^Hacht brach durch und der Mann stürzte i n den Schach t hinab. Ein über zwei Zentner schweres Zementrohr rollte nach und fiel dem Bedauernswerten auf den Leib. Mit schweren inneren Berletzungen wurde der Mann in das Krankenhaus überführt, wo er gestern abend verstorben ist. Er hinterläßt Frau und zwei Kinder.

Kreis Lchotten.

8 ü l r ich ft ein, 29. Juli. Am Sonntag feierte hier der Kriegerverein fein 50- läbriges Bestehen. Am Samstag abend war Festkommers; der Sonntag begann mit Wecken um 6 itijr früh. Alm 3 Uhr war aus dem Schlohoerg ein sehr gut besuchter Feld­gottesdienst, in dem der Ortsgeistliche, Pfarrer Kornmann, über Galater 5. B. 13. predigte; ausgehend von der Tatsache, daß der alte Blücher 1813 auf der Verfolgung Ra- poleons in lllrichstein übernachtet hat, sprach der Festprediger von äußerer und vor allem von innerlicher Freiheit. Ein wenig Regen lonnte dir Feier nicht stören. Anschließend zog man zum Denkmal von 1 8 70 7 1. wo der Vorsitzende des LUrichsteine r Kriegervereins, Bäckermeister Rühl, in ernsten Worten der Krieger von damals und von 1914,18 gedachte; er legte Kränze am Denkmal und an den Ge­denktafeln in der Kirche nieder Der Gesang­verein LIlrich st ein fang hierIm Feld des Morgens früh", die Musikkapelle, eine Ab­teilung der Gießener Reichswehr, spielte getragenIch halt' einen Kameraden", ein ergreifender Augenblick. Rachmittags um 1 Uhr bewegte sich der F e st z u g, in dem Vie drei nod)_ lebenden Beteranen, Festreiter ein ge­schmückter Radfahreroerein und etwa ein Dutzend auswärtiger Bereine besonders auffieren, durch öie mit Girlanden und Fahnen gezierten Straßen zur Fe st Versammlung. Der Borsitzende er­öffnete sie kurz; die Festrede hielt Pfarrer K o r n- m a n n, dabei besonders derfriedlichen Pflich­ten zum Wiederaufbau Deutschlands" gedenkend, nämlich eines befriedeten, gefunden Familien­lebens. Für das Kreisamt Scholien grüßte Re­gierungsrat Weber, für die Kriegerlamerad- fchaftHassia" Herr Schade-Alsfeld, der an Die besetzten Gebiete erinnerte und zu tätiger gegenseitiger Hilfsbereitschaft aufrief. Er über­reichte dem Verein einen Fahnennagel; für den Tezirk Lllrichstein derHassia" grüßte Herr K ö h le r - Ulrichstein, während der Gesang­verein Ulrichstein eine Fahnenschleife über­reichen ließ. Dieser Berein fang zum Schluß Bleib deutsch, du herrlich Land am Rhein!" Auch hier konnte zeitweise stärkerer Regen nur wenig beeinträchtigen. In der anschließenden Rachfeier spielte die Abteilung der Gießener Reichswehr, wie vorher bei allen Veranstaltun­gen, vorzüglich. Der illrkfofteiner Berein kann mit Befriedigung auf diese harmonisch und wür­dig verlaufene Jubelfeier zurückblicken.

Id. Götzen, 29. Juli. Heute veranstaltete hier der Landwirtschaftskammerausschuh für Ober- Hessen eine Schafbockauktion aus den Stammschäfereien Lang-Göns. Hungen, Babenhausen 2 und Götzen, zu der 34 Lämmer und ein älterer Dock aufgetrieben waren. Sämtliche Tiere, englische Dastarde, fanden zur Höherzüchtung dec heimischen Schaftasfe raschen Absatz. Es wurden Preise bis zu 130 Mark für ein Lamm erzielt.

Starkenburg.

WSR. Offenbach, 29. Juli Gestern {en­terte auf dem Main ein Paddelboot in­folge falschen Steuerns. Während der eine In­sasse sich mühsam ans Ufer retten konnte, gelang es dem anderen vollständig Bekleideten nicht, sich über Wasser zu halten, und er schien ver­loren zu fein. Die in der Rähe weilende Marth a Lindemann wurde durch die Hilferufe des Ertrinkenden aufmerksam,- sie sprang ins Wasser, und es gelang ihr, den Schiffbrüchigen, einen 35jährigen verheirateten Mann, unter Aufbietung aller Kräfte ans Ufer zu bringen. Das Doot wurde von einem Schiffer ge­borgen.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 29. Juli. In der Wons­heimer Mord - und Selbstmordafkäre ist gegen Den'auf dem Wege der Besserung be­findlichen Apfel von der Mainzer Staats­anwaltschaft ein Haftbefehl erlassen worden, weil der dringende Berdacht besteht, daß der Tod des Mädchens nicht mit dessen Einverständ­nis verursacht worden ist. Der des Dop­pelmordes an einer Kasieehausbesitzerin in Budenheim und deren Tochter beschuldigte, seiner­zeit in der Rähe von Stettin festgenommene Kaufmann Meyer wurde kur, nach seiner

Lieberführung auf Anordnung des Unter- suchungsrichrers zwecks Beobachtung keines Geistcezusrandes in die Landesirren­anstalt nach Alzey verbracht. Bon Dort ist er letzt wieder nach dem Mainzer Gefängnis zu- rüdtransportiert worden. Er wird in Der näch­sten Schwurgerichtsyeriode in Mainz abgeur­teilt werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

3 Wetzlar, 29. Juli. Der hiesige 3er* kehrsverein hielt dieser Tage eine recht gut besuchte Mitgliederversammlung ab, in der der Vorsitzende. Stadtrat Winkel- mann, einen Rechenschaftsbericht über die im Laufe der letzten Monate geleistete Arbeit gab. Die Hoffnung des Bereins, die Unterstützung aus Den Kreisen von Handel und Gewerbe be­sonders durch Beitritte zu erhalten, ist leider nicht in dem erwarteten Maße in Erfüllung gegangen. Die-» Zahl der Einzelmitglieder be­trägt zurzeit 208. Trotzdem ist es Dem Berein gelungen, manche Erfolge zu erzielen und auch manche Wünsche wegen Verbesserung der Ber- kehrsverhältnisse unb in bezug auf Verschönerung der näheren und weiteren Umgebung zu er­füllen. Der auf Sonntag, den 1. August, anbe­raumte Flugtag jolt gewissermaßen einen Ab­schluß in Den diesjährigen Arbeiten nach außen hin Darftellen, Erfreulich war es weiter zu hören, daß man bestrebt ist, den für die Be­wohner Der Altstadt teilweise sehr weiten Weg zum Bahnhof durch Bereitstellung bil­liger Beförderungsmittel zu verbes­sern. Es dürfte hierfür in erster Linie ein Auto- busverkehr in Frage kommen. Die Propaganda durch Werbeschriften soll in großem Maße weiter Durchgeführt werden.

Kraftsolms, 29. Juli. Der hiesige Jagdpächter hatte vor einigen Tagen seltenes Jagdglück. Er erlegte mit zwei Schüssen ein Wildschwein von 290 Pfund G e - wicht.

-5- Leun. 29. Juli. Der Landwirt Stroh­mann von hier wurde dieser Tage in Der Lehmgrube von einer herabstürzenden Lehm­schicht so erheblich verschüttet, Daß er nur noch mit Dem Kopfe aus Der ErD- mässe herausragte. Aus seine Hilferufe herbeieilenDe Leute befreiten ihn aus Der ge­fährlichen Lage. Der Mann hat erheblicheM u s- f e [ q u e t f <f> u n g e n Davongetragen.

Kreis Marburg.

J1 Warburg. 29. Juli. Bor etwa 14 Tagen wollte im nahen Dorfe Bürgeln ein 16jahnges Mädchen, während cs allein zu Hause weilte, von zwei Mannern mit einem Tuche überworfen und Dann besinnungslos gemocht worden fein. Als es wieder zu sich gekommen, feien die beiden Männer unter Mitnahme eines Geld­betrages verschwunden gewesen. Die Gen­darmerie gab sich damals die größte Mühe, die Räuber zu ermitteln, es wurden auch mehrers Personen verhaftet, aber wieder freigelassen. Jetzt hat sich herausgestellt, daß das Mädchen ge­flunkert und das Geld selb st genom­men hat. Der Vater muh nun auch noch Die entstandenen Kosten bezahlen. Wie mitgeteilt wird, soll die während des Krieges abgelieferte §rvhe Glocke der Elisabeth kirche in iefem Jahre noch durch eine neue Glocke erseht werden.

Tillkrcis.

WSR. Dillenburg, 29. Juli Dem Loko­motivführer Gerdt in Riederscheld wurde heute auf Veranlassung des Staatsministeriums durch den stellvertretenden Landrat öie Ret­tungsmedaille am Bande überreicht. Die Auszeichnung ist verliehen worden für die Erret­tung eines Kindes aus Den hochgehenden Fluten Der Dill am 24. März 1924.

bL Dillenburg, 29. Juli. Die Autobus­linie von Steinbrücken nach F i s ch e l - b a ch wurde wegen Unrentabilität eingestellt. Die Linie wird von Fischelbach nach Laasphe einstweilen noch weiter verkehren.

bl. Herborn, 29. Juli. Die in Der Ge­markung Beilstein gelegene GrubeDeil­st e i n e r L a h" hat Den Betrieb st i l l g e l c g t. 80 Arbeiter wurden entlassen.

Kreis Westerburg.

bL Dom Westerwald. 29. Juli. Die Lage der Dasaltindustrie des Wester- waldeS hat sich etwas gebessert. Durch rege Be­stellungen verschwinden die Lagerbestände all­mählich. Die entlassenen Arbeiter wurden größ­tenteils wieder eingestellt. Der Kohlenberg­bau geht dagegen immer mehr zurück. Rur wenige Gruben, die für Elektrizitätswerke liefern, sind noch in Betrieb. Ob jemals der Braun­kohlenbergbau wieder lebensfähig werden wird, , erscheint fraglich.

Kreis Limburg.

WSM Limburg, 29. Juli. Am 28. Juni ist bekanntlich die 20jährige Minna Schulz aus Reukölln, die sich in Begleitung des Hotel- Dieners Hans Knüppel befand, während einer Kahnfahrt auf Der Lahn zwischen Dietkirchen und Dehrn ertrunken. Gegen Knüppel besteht nun Der Berdacht des Mordes an Dem Mädchen. In einer Bekanntmachung imRas- fauer Boten" werden deshalb alle Personen, Die Den Vorfall beobachtet oder sonstige Mitteilungen machen können, aufgefordert, sich als Zeugen zu melden.

Maiugau.

WSR. Frankfurt a. M. 29. Juli. In einem Hause der Spohrstraße wurde eine Falschmünzerwerk statt, in welcher t a 1 - s ch e Fünf-Rentenmark-Scheine vom 1. 11 1923 und vom 2. 1. 1926 hergestellt wur­den. ausgehoben. Halbfertige Scheine, Platten usw. sind beschlagnahmt worden. In Kreuz­

nach wurde bei Verbreitung von Falschscheinen der Kaufmann Gustav K a n n st e i n aus Reu- marf, der 26 Jahre alt ist, feftgenoinmcn; zwei Mittäter gingen flüchtig. Einer Der flüchtigen Mittäter ist Der 27jährige Kaufmann Hans R i e d i e ck aus Eharlvttenburg. Anscheinend han- Delt es sich hier um eine ganze Bande. Der Kauftnann Wilhelm Stock ist wegen Heirats­schwindels fest genommen worden. <3r knüpfte mehrere Liebesverhältnisse an. versprach den Mädchen die Heirat und verstand es, durch alle möglichen Schwindeleien sich finanzielle Vor­teile. zum Teil auch durch Verkauf von Psarrd- scheinen, zu verschaffen. Der Fürsorge­zögling Harrs Klier hat in ganz kurzer Zeit 20dis25 Fahrrädergestohlcn und verkauft. Der größte Teil Der Räder ist wieder ermittelt worden.

Die Ferngasversorgung des Rhein-Marn-Wirlschaftsgebiets.

'IDSOl. Darmstadt, 29. Juli. Die Pro - vinzlaldirektion Starkenburg hat eine umfangreiche Denkschrift an den Pro­vinz i al tag der Provinz Starkenburg ge­richtet, in der nach eingehender 'Begründung be­antragt wird, Den vorgelegten Plan für die Gründung einer Gasversorgungsgesell- schäft. sowie für die Errichtung und den Betrieb einer Gaserzeu­gungsanstalt nebst Ferngasvertci- iung in feinen Grundzügen gutzuheißen. Der Provinzialausschuß soll ferner ermächtigt wer­den, im Einvernehmen mit den übrigen inter­essierten Kommunen und Kommunalverbänden die zweckmäßigste. Gesellschaftsform zu ermitteln, den zugrunde zu legenden Verträgen die abschließende Gestalt zu geben und sie namens der Provinz abzuschließen. Ferner wird beantragt, daß Der Provinzialausschuß sich mit einem Kapital, ent­sprechend Den finanziellen Kräften Der Provinz unD Den für die Provinz zu erwartenden wirt­schaftlichen Vorteilen, an Dem gesamten Unter­nehmen beteiligt. Die hiernach erforderliche Summe soll im Wege der Kapitalaufnahme auf* gebracht werden.

Die Mainkanalisierung von Frankfurt bis Mainz. Mainz, 29. Juli. (WSR.) Der Zustand der vor etwa 40 Jahren errichteten Stau­stufen zwischen Frankfurt und der Mainmündung macht in kürzester Frist einen völligen Umbau notwendig, da die Größen- Verhältnisse der Schleusen bei Frankfurt, Höchst, Okriftel und Flörsheim Den Anforderungen der neuzeitlichen Schiffahrtsverhältniffe nicht mehr gewachsen sind. Ganz große Schiffe find für die Durchlässe zu groß. Die Schleusen können demnach nicht voll ausgenuht werden. AuS wirt­schaftlichen Gründen soll aber auch die Zahl Der Untermain-Staustufen verringert werden. Ferner müssen die Radelwehre durch moderne, mechanisch bediente Wehrverschlüsse von erheblicher Spann­weite erseht werden. Durch diese Verbesserung läßt sich eine Verminderung der Betriebskosten um mindestens 150 000 Mark erreichen. Die Ge- famttoften Der Kanalisierung des Unter- mains sind auf 30 Millionen veranschlagt, von denen 17 Millionen auf die Schiffahrtsstraßen und 13 Millionen auf die Kraftanlagen entfallen. Die neuen Bauwerke sollen fo gestaltet werden, daß auch die größeren Rheinschiffe Den Frankfurter Hafen erreichen können. Der Ausbau des Untermains soll als R o t st a n D s- Programm des Reiches im Rahmen Der Wasserbauten erfolgen.

Das Feuer in den Höchster Farbwerken.

WSR. Höchst a. M, 29. Juli. Der Brand in Den Höchster Farbwerken stellt sich nicht als so bcDeutenD heraus, wie ursprünglich angenommen war. Wie jetzt feststeht, entftanD das Feuer durch Ueberlaufen eines Schmelzkessels mit Earbazol. Die aus Diesem Kessel heraus­schlagenden Flammen ergriffen Die Dachsparren. Die im Lause Der Jahre durch diesen Stoss stark getränkt worden waren, und schlugen weit über das Dach hinaus. Rach etwa einstündiger Tätig­keit gelang cs Der Fabrikfeuerwehr, den Brand zu löschen, so daß die ebenfalls erschienene Höchster Feuerwehr nicht mehr einzugreifen brauchte. Die in der Rähe lagernden großen Denzolvorräte konnten gerettet werden. Der Betrieb in Dem etwa 200 bis 300 Quadratmeter großen Raum wird auf kurze Zeit unterbrochen werden. Der Schaden beläuft sich auf etwa 10 bis 15 000 Mark.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Derbitidlichkeit Der Schriftleitung.)

ü. f). Das Gesetz bestimmt:Friedensmiete ist regelmäßig die Miete, die für Den 1. Juli 1914 und die folgende Zeit $u zahlen war." In dieser Frie­densmiete sind die Nebengebühren (Wassergeld, Äanalbenutzungsbebühr, Kehrichtabfuhr, Schorn­steinfegergeld) mit eingerechnet. Beim Wassergeld ist ein Satz bis zu 2,5 Prozent der Jriedensmiele vom Hausbesitzer zu tragen; was darüber hinausgeht, kann auf die Mieter umgelegt werden. Für laufende Instandsetzungskosten sind ab 1. Juli 15 Prozent der Friedensmiete in dem Mietsatz enthalten.

Lprechftunden. der Nedaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

Jür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Un,eigenaufträge find lediglich an die Geschäfts st elle zu richten.

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