Ausgabe 
30.1.1926
 
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des

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8. Fortsetzung.

Nachdruck verboten.

ProLcst-VerSammlung des Hesfifchen Landbundes.

sf. Friedberg, 28. 3an. Dine von dem Hessischen Landbund auf gestern nach­mittag in den Saal des Hotel Trapp einberufene öffentliche Versammlung toar aus Stadt und Land so zahlreich besucht, das) schon vor Beginn die Besucher bis auf den Treppen Kopf an Kopf standen und man mit dem Gedanken um­ging. die Versammlung im Freien abzuhalten. Erst nachdem man sämtliche Tische aus dem Saale geschafft hatte, gelang es, einigermohen Baum für die Zuhörer zu schaffen.

Sein oder Nichtsein

Ein Kriminalroman von der Wasserkante. Don Moritz Schäfer.

lediglich bei 4 Mitgliedern zur Unterschrift zirku- Heren lassen. Der Derwaltungsgerichtshos hält dieses Verfahren für ungültig. Er legt ihm für die Gül­tigkeit der Ortssatzung jedoch keine Bedeutung bei, da der Kreisausschuß sich nur gutachtlich zu äußern, jedoch nicht beschließend mitzurvirken hat.

2. Weiter wurde festgestellt, daß die Genehmi­gung des Ministeriums des Innern, die notwendig ist, nicht ordnungsmäßig erteilt war. Das Kreisamt hat zwar der Stadt Gießen eine Zuschrift folgenden Inhalts gesandt:

Das Ministerium des Innern hat Freitag, den 26, l. M., seine Genehmigung zu der von Ihnen in Vorlage gebrachten Getränkesteueroer' ordnung erteilt. Der Kreisausschuß ist einver­standen."

Es war daraus nicht zu ersehen, daß die Ge­nehmigung des Ministeriums nicht ordnungsmäßig vorlag. Wad) vom Verwaltungsgerichtshof getrof­fenen Feststellungen beruht diese Mitteilung des Kreisamts anscheinend auf einem Mißverständnis des Beamten, der mit dem Ministerium verhandelt hat. Das Kreisamt hat lediglich eine telepho­nische Genehmigung an stelle der unter Um­ständen notwendigen schriftlichen Genehmigung einaeholt. Ferner soll es ftd) nur um eine vor­läufige Mitteilung des Ministeriums, nicht jedoch um die endgültige Genehmigung bei diesem Tele- phongespräd) gehandelt haben. Auf die Frage, welche Bedeutung den an die Genehmigung des Ministeriums geknüpften Bedingungen beizulegen ist, die auf Verfügungen des Reichsfinanzministers beruhten, soll nicht näher eingegangen werden.

3. Schließlid) ist der . Verwaltunasgerichtshof der Auffassung, daß die gemäß einer Verordnung des Reichsfinanzministers in der Ortssagung fest­gesetzte Rückwirkung der Steueroerordnung nidjt zulässig sei, da die Verordnung des Reichsfinanz- mmisters ungültig sei. Durd) den Wegfall der Be- stimnmng über das Inkrafttreten, fehle eine ent­sprechende Vorschrift über den Zeitpunkt des In- krafttretens, die für die Gültigkeit einer Ortssatzung notwendig sei.

Zusammenfassend kann hiernach gesagt werden, daß der Berwaltungsgerichtshvf die Gießener Ge­tränkesteuerverordnung in der Hauptsache deswegen für ungültig erklärte, weil entgegen der Mitteilung des Kreisamts Gießen keine ordnungsmäßige Ge­nehmigung des Ministeriums des Innern vorlag und weil die Verordnung des Reichsfinanzministers über die Rückwirkung der Getränkesteuerverord­nungen für ungültig erklärt wurde.

Es sind also lediglich formelle Gesichts­punkte gewesen, die den Verwaltungsgerichtshof zur Verneinung der Rechtsgültigkeit der Getränke- ffeueroerorbnung geführt haben. Die Ausschaltung einer materielle »Nachprüfung erklärt der Gerichtshof ausdrücklich im Abf. 1 der Ziffer 7 der Urteilsbegründung, wo er sagt:Da sonach die Getränkestcuerverordnung der Stadt Gießen vom 31. 8. 1923 schon'aus formellen Gründen keine Rechtsgülfigkeit besitzt, erübrigt e s sich, auf die Ausführungen der Klägerinnen, wonach die Eetränkesteuerverordnung auch noch aus mate­riellen Gründen rechtsunwirksam sein soll, ein» zugehen."

Man kann nach alledem nicht die Stadtverwal­tung mit. der Verantwortung für diese Schlappe belasten. Run wird die Stadtverwaltung in Gemein­schaft mit dem neuen Stadtparlament die schwierige Aufgaben zu lösen haben, die tiefgreifenden Folgen dieses bedauerlichen Ereignisses für den Stadthaus»

Na, denn nich! Aber ich will versuchen, wenig­stens Ihre Gattin umzustimmen. Die vornehme Welt würde sie mit Erstaunen vermissen; auch könnte man ihr' Ausbleiben mit geschäftlichen Vor­kommnissen begründen. Sie wissen, der Klatsch ist Flieger und Steher zugleich."

Sie haben recht, Mühlfeld! Ich hab' noch zu arbeiten* gehen Sie zu Andrea und sprechen Sie mit ihr." Er war ans Fenster getreten und schaute in den Garten.Da kommt sie gerade mit Margot."

VIII

Mühlfeld ging hinaus und zog sporenklirrend die Mütze:Meine Damen, ich habe die Ehre! Gnädige Frau, ich hatte soeben eine kleine Unter­redung mit Ihrem Gatten und war gerade im Be­griff, Sie aufzusuchen. Uebrigens: Ihr Garten wird täglich schöner. Es ist eine Lust, wie das blüht und duftet."

Ja, sehen Sie nur den herrlichen Parma­flieder! Warten Sie, ich pflück' Ihnen eine Dolde."

Many thanks, schöne Frau! Den Flieder steck' ich an, da werd' ich heut den ganzen Tag an Sie denken! Fräulein Margot zieht, wenn ich mich recht entsinne, die Rosen vor?"

Ich liebe die Natur in all ihren Erscheinungs­formen", antwortete Margot, die durch Miihlfelds Anwesenheit sogleich befangen war.Wenn id)' jetzt auch nichts mehr sehen kann von oll den Blüten­wundern ringsum, so spricht doch die Erinnerung zu mir. Rosen bevorzuge ich allerdings. Das mag daher kommen, weil der Duft der Rose am eindring­lichsten zu mir spricht. Der Fliederduft macht mich müde"

Fühlst du dich angegriffen, Liebste?" forschte Andrea besorgt.

Ja, Andrea! Ich möchte ein bißchen ruhen." Und zu Mühlfeld gewandt, setzte die Blinde hinzu: Mit Ihrer Erlaubnis zieh' ich mich also zurück."

Mühlfeld schlug die Sporen zusammen, und langsamen Schrittes wandte sich die Blinde bcm Hause zu.

halt wie auch für die Steuerzahler so schonungsvoll wie möglich zu beseitigen. Welche Wege da einzu- schlagen sind, steht heute noch dahin. Hierüber wirb _man sich erst bei bcr demnächstigen Aufstellung * neuen Haushaltsplanes schlüssig werben.

Als erster Redner sprach Landtagsachgeord- netcv Dr. Leuchtgens über

Die steuerliche und soziale Aeberlastung der Wirtschaft".

In scharfen Worten wandte er sich gegen die Steuerpolitik der Regierung. Roch nie sei die Steuernot so groß gewesen wie jetzt, und be­sonders auf dem Lande sei die Auswirkung der Steuerverordnungen noch größer als in der Stadt. Unsere Wirtschaft sei franker, als es die meisten ahnen, dazu komme der schlechte Preis für die meisten Produkte: Roggen, Kartoffeln müßten unter den Herstellungskosten abgegeben werden, während umgekehrt alle Bedarfsartikel, die der Landwirt kaufen müsse, teurer als früher seien. Die A b s a l; k r i s e, die viele Artikel unverkäuflich mache, der Mangel an Betriebs­kapital verursachten einen allgemeinen Rieder- gang der Wirtschaft. Unsere Einfuhr im verflossenen Jahre übersteige die Ausfuhr um 4J/a Milliarden, während das Deutsche Reich in 44 Jahren nur 5 Milliarden Schuldenlast aufgehäuft hätte. Der Hauptgrund für unsere unhaltbaren Verhältnisse erblickt der Redner darin, daß wir über unsere Verhältnisse lebten und einen unerhörten Luxus trieben, ilnfere Politik dürfe nicht vom Gesichtspunkte der Groß­stadt, sondern vom bäuerlichen Standpunkte einfach und sparsam betrieben werden. Er wandte sich sodann gegen das Fortbildungsschul­wesen, gegen das Tleberhandnehmen der höhe­ren Schulen, gegen die hohen Ausgaben für das Landestheater usw. und verlangte Abbau der Staatsausgaben und da­durch Ermächtigung des Steuer abbaue s. Das Expose deS Finanzministers machte nicht den geringsten Versuch zur Besserung, keiner der früheren Anträge sei darin berücksichtigt. Der Bauer fei nicht gewillt, sich durch Mißwirtschaft der Regierung von Haus und Hof bringen zu lassen, und er sei es müde, auf sichherum­trampeln" zu lassen. Wenn die Besserung auf legalem Wege nicht zu erreichen wäre, dann gäbe es noch Mittel und Wege zur Selbsthilfe: trenn die Regierung nicht auf Worte hören wolle, dann müsse sie Taten sehen. Die Rede wurde von der Versammlung mit langanhalten­dem Beifalle aufgenommen.

Als zweiter Redner sprach der Vorsitzende des Landbundes, Landtagsabgeordneter Dr. von Helmolt. Auch er betonte, daß die Bestre­bungen in erster Linie nur auf legalem Wege ver­folgt werden sollten. Er richtete eine warme Aufforderung zum Zusammenschluß und zum Beitritt in den Landbund an die Anwesen­den. Denn nur durch Einheit könne etwas erreicht werden. Dann wandte er sich noch gegen die neu- gegründete Evangel. Volksgemein­schaft, welche versuche, die Dauern an sich zu locken, und betonte, daß die Geistlichen viel zu hoch ständen, als daß fic sich in die Politik ein­mischten.

Als dritter Redner sprach noch Landtags­abgeordneter Fenchel, der die Ausführungen der Vorredner unterstrich und ebenfalls zum Zusammenhalten aufforderte. Rachdem noch meh­rere Diskussionsredner auf einzelne Punkte näher eingingen, wurde eine

Entschließung

nachstehenden Inhalts einstimmig angenommen: Die am 27. Januar 1926 vom Hessischen Landbund nach Friedberg einberufene und von vielen Hunderten besuchte Versammlung von Dauern, Handwerkern und Kaufleuten erhebt vor dem ganzen Volke den lebhafte st en Protest gegen die zur Zeit in Hessen und im Reich durchgeführte Steuer- und Fi­nanzpolitik. Die Devölkerung des flachen Landes ist. soweit sie noch Besitz und Vermögen hat, nicht mehr in der Lage, die angefor- Gerten Steuern für Reich. Land, Provinz. Kreis und Gemeinde aufzubringen. Sie fordert deshalb von den Regierungen in Berlin und Darmstadt eine sofortige Herab- s etzung der heute geltenden Steuersätze, Erlaß der gestundeten Einkommen- und älmlah- steuer des Rechnungsjahres 1924 25, eine Ä'e r- minderung der Ausgaben durch die öffentliche Hand, Abbau des aufgeblähten De- hördenapparates, Einschränkung der Verwaltung und Beseitigung unnützer Staatsaufgaben, über­haupt eine Qlenbetung des finanziellen und po­litischen Systems.

Die Versammlung ruft der Regierung in Berlin und Darmstadt die ernste Warnung zu,

Der Besucher sah ihr sinnend noch.Die arme Kleine", sagte er dann, und seine Stimme war von Mitleid getragen.Sd)ade, schade um diese schönen Augen!" Und mit einem Seufzer, Andrea fest an­sehend, fügte er hinzu:Doch auch Sie, gnädige Frau, gehen blind durchs Leben!"

Andrea fuhr auf:Was soll dos heißen?"

Ihr Ton beirrte ihn nicht. Eindringlid) fuhr er fort:All die Freuden des Lebens gehen ungenulji an Ihnen vorüber. Sie merken gar nicht, was Ahnen versagt ist. Sie wissen nicht, was Sie fordern dürfen! Nicht einmal der Besuch der Rennen ist Ihnen vergönnt!"

Der Besuch der Rennen!" Spott und Verach­tung träufelten ihre Lippen.Es gehört schon Ihre spezielle Weltanschauung dazu, Herr Mühlfeld, die Rennen zu den Lebensfreuden zu rechnen! Wenn ich nicht hinausgehe zum Turf, ist das mein eigener Wunsch."

"Aber wenn ich Sie bitte, zu kommen?"

"®enn Sie mich bitten? Sie schätzen sich hoch em, Herr Mühlfeld. Ich bleibe zu Hause!" Hoch- aufgertchtet stand sie vor ihm, die Augen blitzten, um den Mund spielte ein herrisd)er Zug. Doch Mühlfeld, gewillt, die Partie zur Entscheidung zu führen, ließ sich nicht verblüffen.

Sie täuschen mid) nicht, Andrea", sagte er, den Blick fest in den ihren heftend.Sie haben schwere Tage hinter sich!"

Wer gibt Ihnen das Recht, so zu mir zu sprechen?"

Die Freundschaft, Andrea! Ich muß Ihnen sagen"

Nichts müssen Sie mir sagen, Herr Mühlfeld! Ich habe Sie nie legitimiert, die Freundschaft, die Sie meinem Mann widmen, auf mich auszudehnen!"

Aber, meine Gnädige, man soll die Hand, die sich uns selbstlos entgegenstreckt, nicht zurückweisen! Man weiß nie, wie man sie gebrauchen kann."

Ich brauche meinen Frieden, sonst nichts!" Ihren Frieden" Wissen Sie, was dos ist, Andrea? Ein Kirchhofsfriede ift's, der auf dem Grab Ihrer Hoffnungen erblüht!" Seine Stimme war von leichtem Sarkasmus gefärbt, fein Blick senkte jid) gebieterisch in ihre Augen. Wie die Natter ihr Opfer fasziniert, hielt er das königliche Wech im Bann, vie wollte ftd) wehren gegen die dreiste Per-

Darauf wurde die Versammlung nach einem Schlußwort durch Oekonomierat Breiden­bach- Dorheim geschlossen.

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tue Singe f o nicht weiter treiben zu lassen. Wicklung unseres Staatswesens zu übernehmen Die Bewohner der Wetterau verlangen, daß nicht imstande sind." endlich die Forderungen des Landvolkes Gehör ~ und Beachtung finden, da sie sonst die Derant-- wortung für eine geordnete und ruhige Ent­

stieg in ihr auf, und ablenkend sagte sie, nicht ohne Hast:Du wirst meinen Mann begrüßen wollen, Onkelchen."

Ist er zu Hause?"

Gewiß."

Na ja, da kann ich ja mal bei ihm Vorschauen." Kommst du später ein bißchen zu mir herüber?" Ja, Kind, ich komme."

Andrea ging ins Haus, während Hinriks lang­sam nad) dem einstöckigen iseilenkontrakt schlürfte, in dem sich Lorenzens Geschäftsräume befanden. Ader bevor er eintrat, schien er sid) auf etwas zu besinnen. Er kehrte um, fein Schritt ward schneller, und mit jähem Ruck riß er die Gartenpforte auf. Dann spähte er hinaus auf die Straße. So mochte seinerzeit von der Kommandobrücke herab der Kapitän Hinriks mit Falkenblicken Ausschau gehalten hoben nad) verdächtigem Raubgesindel. Als er rechts und links nichts erblickte, was feinen Argwohn erregte, trat er zurück und murmelte zwischen den Zähnen: Verdammter Zierlack! Wollte dir's auch nicht ge­raten haben, wiederzukommen!"

Eben wollte er bei Lorenzen eintreten, da sah er Margot durch den Garten kommen. Sofort hellten sich seine verdüsterten Züge auf.Margot!" rief er.

Die Blinde stutzte, und beim Klang der ver­trauten Stimme flog sie sicheren Schrittes auf den Alten zu:Du bist's, Onkel Otto," rief sie er­leichtert,Gott sei Dank, so ist der andere fort?"

Meinst du Mühlseld, mein Kind?"

3a, ihn! Ich war so müde und wollte ein wenig schlafen. Aber die Gedanken ließen mich nickst zur Ruhe kommen, das bloße Bewußtsein, daß er hier fei, scheuchte mich auf. Was mochte er wohl wieder bei uns wollen? Er kommt so oft"

Gr hat wahrscheinlich Geschäfte mit deinem Va­ter, Kind."

Margot strich sich mit der Hand über die Stirn. ,,3d) weiß nicht, was es ist," sagte sie ruhig,aber id) glaube, das ist ein gefährlicher Mensch."

Hinriks brummte etwas Unverständliches in den Bart.

Papa scheint anderer Meinung zu sein," fuhr die Blinde fort,er nennt ihn immer feinen Freund und hält große Stucke auf ihn. Und Andrea" Sir stockte.

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traulichkeit und war wie gelähmt durch seinen Willen. Sie wollte fliehen, doch ihr Fuß war an den Boden gefesselt. Und wider Willen hörte sie zu, als er leidenschaftlich vibrierenden Tones weiter sprach:Sie leiden, Andrea! Eie haben ein anderes Los verdient! Und fragen Sie sich selbst: wär's nicht besser, ein frischer Sturm führe hinein in die dumpfe, stumpfe Friedensatmoshäre?"

Er hat recht, zehnmal hat er recht sprang es in ihr aus. Doch sie zwang sich zum Widerspruch: Zügeln Sie Ihre Phantasie, Herr Mühlseld sie geht mit Ihnen durch! Ich liebe den Sturm nicht. Woher er auch kommen mag er bringt Unheil und Scherben!"

Verzeihung, wenn ich störe!" Wie aus dem Boden gewachsen, stand plötzlich Hinriks vor den Beiden und lüftete den Südwester.

Andrea atmete auf, wie von einem Bann erlöst. Willkommen, Onkel!" rief sie, und schüttelte dem Alten herzlich die Hand.Du weißt, daß du uns niemals störst!"

Ich war ohnehin im Begriff, mich zu emp­fehlen", sagte Mühlseld, der, rasch gefaßt, die Situa­tion mit Gleichmut beherrschte.

Hinriks tat, als fei der schöne Fedor Luft für ihn. .,So, so," brummte er in den Bart,bann guten Morgen!" Und er wandte dem Besucher ostentativ den Rücken.

Wieder flirrten Mühlfelds Sporen.Auf Wieder­sehen, gnädige Frau!" Ritterlich applizierte er An­drea einen Handkuß, vermied es aber, ihr in die Augen zu sehen.

Auf Wiedersehen, Herr Mühlseld!"

,Ohne von Hinriks Notiz zu nehmen, verschwand der Beau. Der Kapitän blickte ihm nach, bis sich die Gartenpforte hinter ihm schloß. Dann wandte er sich an Andrea:Glaubst du, Töchting, daß er nun weg ist?"

Es scheint doch so, Onkelchen!"

Ja, es scheint so", gab der Alte sarkastisch zu­rück.Aber es gibt Menschen, bei denen f meint alles nur so!"

Du hältst nicht viel von ihm?"

Hm", brumte der Kapitän.Das will ich nicht sagen. Ich halte sogar mancherlei von ihm."

Andrea war bcr forschende Blick peinlich, mit dem sie der väterliche Freund musterte. Verlegenheit

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Bon links nach rechts: 1. Altnordisches Heldenlied, 4. italienische Insel, 7. Fluß und Gebirge in Rußland. 8. alkoholisches Getränk, S. germanischer Volksstamm, 10. weiblicher Per­sonenname, 12. Weinranle, 14. Haustier, 17. asia- tischer Binnensee, 20. Straßenrinne, 21. leichtes

Friedrich der Große berief in seiner letzten Krankheit den berühmten Arzt Zimmermann als Leibarzt.

Hat Er schon viele Menschen in die andere Welt befördert?" fragte eines Tages der von Schmerzen geplagte König.

..Richt so viele, wie Ew. Majestät," ant­wortete Zimmermann,und nicht mit so großem Ruhm."

Die Ziffern sind im Rahmen der Figur so umzuordnen, daß die Wagrechten, S ^rechten und Diagonalen stets die Summe 165 ergeben.

Kreuzworträtsel.

Logouriph.

6 7 8 preußischer Schlachtort. deutscher Fluß, deutscher Dichter, deutscher Fluß, Obstart, deutsches Hochland, innerer Körperteil, Blume.

Nebenfluß der Donau, Raturerscheinung.

Die Narrenkappe.

Splitt« und Sparren vom RedakttonSttfch.

Gute Antworten.

Erzählt von D. Renata.

Aus mancherlei Gründen vermögen es die meisten Menschen nicht zu ertragen, wenn sie hören, daß hinter ihrem Rücken beschimpfende Ge­rüchte über sie umlaufen. Sie sollten sich Sokrates zum Muster wählen. Als einst seine Schüler zu ihm timen und in höchster Empörung be­richteten:Deine beiden Gegner Lykon und Me- letos verbreiten die abscheulichsten Verleumdun­gen über dich!" lächelte er nur und gab zur Antwort.Sie mögen mich auch prügeln, wenn ich nicht dabei bin.

\£\R\Pte\E\ \E\i\n\£\R\

Rösselsprung.

Soll ich lachen, soll ich klagen, Daß die Menschen meist so dumm sinc)^- Stets nur Fremdes wiedersagen Lind in Selbstgedachtem stumm sind! Rein, den Schöpfer will ich preisen, Daß die Welt so Doller Toren Denn sonst ginge ja der Weisen Klugheit unbemerkt verloren.

(Boden stedt.)

zj o ÄH,

esch gel goe i ib krumm le

struth - leau sind 17 Wörter zu Endbuchstaben, von oben nach unten gelesen, einen Spruch ergeben ich 1 Buchstabe». Die Wörter

rc rös tu schrank

Aus den Silben: a batt bin chi e eh- eis esch gel goe- gra he Horn nit o ra sel sen

Für jede ^,ahl ist ein Buchstabe einzusehen, so daß Worte von gegebener Bedeutung ent­stehen. Die Anfangsbuchstaben ergeben wieder den preußischen Schlachtort aus der ersten wag­rechten Reihe.

bedeuten: 1. Gestein, 2. Drama von Sudermann, 3. Preisnachlaß, 4. Kühlbehälter, 5. südamerika­nische Republik. 6. Schriftsteller, 7. nordischer Dramatiker. 8. deutscher Dichter, 9. Abzeichen geistlicher Würde, 10. Lebensbund, 11. Säuge­tier, 12. Männername, 13. Schriftstellerin, 14. Edelstein, 15. Maler. 16. Baum. 17. Rätselart.

Bilderrätsel.

Gewebe, 22. mit Schilf bewachsener Sumpf, 23. weiblicher Vorname, 24. Märtyrerin.

Von oben nach unten: 1. Raubvogel, 2. Spielkarte. 3. spanischer Feldherr, 4. Edel­wild, 5. italienische Münze. 6. musikalische Form, 11. Anteilschein, 13. Schlangenart, 14. Märchen- gestalt, 15. männlicher Vorname, 16. weiblicher Personenname, 17. arabischer Stamm, 18. Ratur- erscheinung, 19. Rebenfluh der Ems.

Jnhaltreich.

Aberglaube, Rübezahl. Waldemar, Helena, Abendrot. Besserung, Gelehrter. Abessinien, Ser­bien, Halsband, Redaktion, Indianer, Hundert, Buchsbaum. In jedem Wort ist eine Silbe eine« Sprichworts enthalten.

Auflösungen.

Silbenrätsel.

Cs liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen." (Fr. v. Schiller:Die Iungftau von Orleans.") 1. Eindecker, 2. Salta, 3. Logogriph, 4. Igel, 5. Erdbeere, 6. Benzin, 7. Tausend. 8. Dohle, 9. Impertinenz, 10. Eisgrau, 11. Woll- Srich, 13. Longfellow, 14. Thalia, $M$C' -16. Amor, 17. Schwalbenschwanz.

18. Sykomore, 19. Turmalin.

Telegrammrätsel.

Storch, Ameise, Sichel. Ernani, Specht Aachen, Hektar, Fratze, Kanal, Rost:Schmeichle nicht nach Kahenart."

DesuchSkartenrätsel.

Argentinien.

kreuzwoclratsel.

11 22 33

44 55 66

77 I 88 i 99

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