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Staates.

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Donnerstag, den 2. Dezember, abends 874 Uhr, in der

Turnhalle am Oswaldsgarten

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. DonncrStna. den 2. Dezember, nbcnbfl

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Tage-oranlma laut Satzungen

3 Wegen der Witpigkcn der TancSoi dmmg bjucn wir unsere Mitglieder beiiimml zu erscheinen le*"cl Der sti instand.

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Einst und Jetzt.

Ein bemerkenswerter Vergleich!

Belastung durch Grund, und Gewerbesteuer

1914 und 1926.

Ummn totWWtt.ll. M (Biesen

W>r machen unsere Mitglieder auf die am Dienstag, dem 30. November, von 10 Uhr vormittag« bi« 1 Uhr nach­mittags statifindenden

MuMiwM m 6onöei5t«met aufmerksam Wir bitten unsere Mitglieder, ihre Stimmen für die Wiederwahl der seitherigen Mitglieder der Handelskammer, Herrn vommerzienrot Adolf Klingspor, Herrn Leopol d Wayer, Herrn August Tloll 9785D

aK-ugeben und bitten um zahlreiche Wahlbeteiligung.

Der Dorstand.

Thüringer Hof

Hammttraste 7

TieuStag. den 30. Rovcmbcr 108G.

Schlachtfest!

08295 ES ladet ein Emil Lieck.

die Schulen, wie es an manchen Stellen jetzt schon K. üllaemein diesen Gegenstand etwa für

sikalischen Unterricht in den Lehrplan aus­nehmen würden. Dazu möchte ich bemerken, daß der Gebrauch des Fernsprechers in den Dorbemerkungen der amtlichen Fernsprechbücker näher erläutert ist, so dah besondere Lehrmittel für diesen Teil des Unterrichts nicht erforderlich sein würden. Sollten die Borbemerkungen der Ferniprechbücher nicht aus- reichen, so bin ich bereit, hk diesen Zweck ein Merk­blatt zur Verfügung zu stellen.'

Bornotizen.

Ta g es kalen der f ü r Montag. Verein ber Freunde des humanistischen Ahm- nasiums, 81/, Uhr. Hörfaal des Physikalischen Instituts: Dortrag von Prof. D.'chke-Lrier. Deutschnat. Handlungsgehilfen-Derband, 8 Uhr, Katholisches Dereinshaus: DoNrag des ehem. Durenkommanbanten Jvoste -- Giebener Frei­willige Feuerwehr, 8 Uhr. ^Staül Kassel": aufter- ordentliche Hauptversammlung. Lichtspielhaus, "Dahnhosstraste: ..Der Seekabetl". Astoria- Lichtspiele: ^Schatten der Weltstadt".

Der Goethe-Bund will wie er uns schreibt seinen nächsten Dichterabend in das Zeichen sonnigen Humors und kecker Satire stel­len. Dazu hat er für kommenden Freitag Karl Ettlinger, bas ..Kärtchen" derJugend", -u einem heileren Dortragsabend aui feinen Wer­ten gewonnen. Der Vlünchener Dichter ist in Gießen durch feine früheren Vortragsabende und seine zahlreichen Dei-räge im(Sicft. Anz." in bester Erinnerung. Die liebenswürdige, Natür­liche Heiierleit dc- Dichters, die aus allen seinen Werken spricht, findet in ihm selbst ihren besten Interpreten. Seine lustigen Einfälle, die scharfe Beobachtungen in feinen Humor kleiden, bereiten einen Abend voll Frohsinn, Freude und herzlichen Lachcirs. Das ErscheinenKarlchens" am Vor» tragstisch wird stets von all denen lebhaft be­grübt, die für schöne Stunden ungezwungener. Fröhlichkeit und goldener Lebensfreude sind. Ein allseitiger Besuch des Abends ist zu erwarten. (Siehe heutige Anzeige.)

Zum Vortrag des Burenkom- mandanten Zkooste heute abend im DHD. wird uns geschrieben: Burenkommandant KooS 3 d o ft e war am Anfang des Kriegs nach der englischen Kriegserilärung als Kriegsfrciwtlliger eingetreten, um bei der Abrechnung mit Eng­land, dem alten Feind seines Volkes, mit dabet zu sein- Dann hatte das Generalkommando Han­nover seine Entlassung verfügt zu dem Zweck, dast 3oofte feine alt' Vortragstätigkeit wieder aufnahm, wodurch ex dem de.u'.hrn Volle wich^ tigere Dienste leisten konnte. Standen doch ihm, dem im Loben des Kampfes und in der Arbeit des Friedens gleich Erprobten, nicht nur seine reichen Lebenserfahrungen zu Gebote, die er in seiner alten Heimat, dem Burenlande, und in seiner neuen Heimat gesammelt, er weih auch das, was er mit offenem Auge und gefülltem Verständnis geschaut hat, in überaus fesseln­der Weise in seinem urwüchsigen Burendeutsch vorzutragen und die Zuhörer in Spannung zu erhalten.

Der Hessische Wirtschafts- und Ordnungs block beruft im heutigen Anzeigen­teil eine Wählerversammlung auf Donnerstag­abend in die Turnhalle am Oswaldsgarten ein. Es werden sprechen: Professor Dr. Werner und Rechtsanwalt Dingeldey. (6. Anzeige.)

LU. Don der Landesuniversität Gie- ß e n. Der ordentliche Professor für orientalische Phi­lologie an unserer Universität, Dr. Rudolf Stroth- m a n n , hat den an ihn ergangenen Rus an die Universität Hamburg angenommen.

Um d ie (Siebener Getränke­steuer. Der Provinzialausschuft für Oberhessen hatte sich am Samstag mit dem Derwaltungs- st reit versah reu bett, die Getränkesteuer der Stadt Giehen zu beschäftigen. Es handelte sich dabei um die Klagen a) der Firma Siebener Brau- haus und Spiritusfabrik A. & W. Denmnghofs. b) ter Firma Ihring-Melchio», Kommandit- Cesellschast in Lich, gegen die Stadt Gietzen aus HerauSzahlung von Getränkesteuern. Die Ent­scheidung des Provinzialausschusses erging da­hin. dah beide Klagen als unzulässig abgew'.elen tourten unter Belastung der Klägerinnen mit

Reife: l. Reite- te iZWdz. frei. Dr. Werner 2.Magteg.RecR'$fflial!Diogeliej.

Alle Mitglieder und Freunde sind herzlichst eingeladen

killte Wistes- und ttqM

Wewsclie tallscliait iiir Natur- und Heilkunde

(Katni^pdBenscha Hielte AU el uns)

Hauptversammlung

nm Tounerstaa» den 2. Dezember 1926, SV» Ubr abends in dem torostu Hörsaale dea Pdtzsika'.iichen Inttuutes, Stephan 'aste 24 0/fMc

1. (öcirboitliiter Teil: ai Bericht des LorstandeS,

bi Kasienbencht. c> Borünndswadl.

S. Kur- toiffeuidioftlidie 'Diilteiluno:

Herr Dr med. A. Piartin iBao-Raubettns: Ber> toeisnna des luerariftoni Nnchlastes des einjtlnen Saodener Snlinen nfoehord Franz Benjamin öiieir- 3. Borlraa von Herrn Gebennrat 2>ioi Dr- CU: DaS Bet i nen im naturroifTenfcbaftlieben Unterricht.

(AJä)te toiurommcn! Der Born and.

Siensiog. 3. nooemüer. 5 UDc nodim Saalbau Sauer, Neustadt 6|lll|IUl(iteW der tcheim-SAle

Eintritt: 60 Pf. 980-0

Aus der provinzialhauptftadt.

G i e h e n, den 29. Aovember 1925.

Doldsrätsel.

Irgendwo in der Schwalm steht eins der be­nannten, vielen Fachwerkhäuser: ichwarzbraun das Gebälk, blendend weist die Gefache dazwischen, in denen Sratzmuster noch eben sichtbar sind. Der Bal­ten über der Haustür fallt uns auf; er trägt eine lange Inschrift, die wir entziffern:

Einst ich auszog; als ich wiederkam, traf ich drei Lebendige in einem Toten an. Die drei Lebendigen machen den Toten frei. Ratet, ihr Herren, wie das wohl fei!"

Ein BäHel. einfach nicht zu raten; entsprungen gewist der duft unseres Volkes am fabulieren, und der Freude an der Mühe des andern, etwas Nicht- ratbares zu raten. Fragt man nach der Losung, so erzählt man uns. schmunzelnd Über unsere genas- führte Städterweieheit, folgendes: Sollte da einst ein Dieb gehängt werden; man gehaftete ihm aber einen Wunsch, der unter allen Umständen erfüllt würde. (Tlan denkt heute etwa an die sog. Henkers- Mahlzeit.) Der Dieb bittet, ein Raticl aufgeben zu dürfen; wenn es geraten würde, solle und wolle er gehängt werden. SRale es aber niemand, bann solle ex los und ledig sein. Gut, die Herren Richter find einoerftanden. eo aibt der Dieb dies Rätsel auf; es rät es natürlich keiner. Und so darf der Dieb die Lösung geben unb feiner Wege gehen. Die Lösung aber ist die: als er durch einen Ort kam, sah er dort am Kirchhof einen Totenschäbel blostliegen; ein Rot- schwönzchen hatte sich darin sein Rest gebaut, unb es hatte drei Junge: drei Lebendige in einem Taten! Die drei Lebendigen machen den Toten frei", gewiß: weil niemand dies Rätfel geraten bat, oer- helfen die Rotschwänzchen dem zum Tode oer- urteilten Verbrecher *ur Freiheit.

Seltsam, dah solche Rätsel sich, so ober anders, durch ganae Landstriche unserer Helmat hin finden. Im Vogelsberg erzählt man es so:

Hoch, hoch ftann ich (stand ich).

siwwe Duure sann ich (sieben lote fand ich), siwwe Lewendige noh dcbei (sieden Lebendige nah dabei);

Rot' emol, woas kann doas fei! (Rat' einmal, was kann das fein!)"

Hier steht der Dieb auch schon oben am Galgen; | da erlauvt man ihm das Rätsel. Ein hochdramatischer Augenblick! Da kommt ihm Rettung: Da oben, auf dem Galgen, ist ein Rotschwanzchennest, dessen Junge verhungert sind: sieben sikid's an Zahl. Unten stehen, die sieben Herren, die bei der Hinrichung dabei sein sollen: die sieben Lebendigennah habet". Auch dies Rätsel ward natürlich nicht geraten, und der Dieb ward sreigelassen.

Merkwürdig, daß unser Volk immer so einen Spaß dran hat wenn der hohen Obrigkeit ein Schnippchen geschlagen werden kann. Ware dos ernsterer Art, müßte man nun eine neue Abhand­lung beginnen; hier aber sei, da es sich hier um Räiselscherze handelt, einmal hingewiesen auf den reichen Schon an köstlichem Volksgut, der, unver­gänglich. heute noch in den Tiefen ruht. Ihn nicht kennen, gibt noch kein Recht, an seinem Vorhanden­sein zu zweifeln.

Wir sind doch ein Volk, Pas seinen Reichtum hat! Kn.-U.

Schu'en und Fernsprecher.

Das hessische Landesamt für das Blldungswefen gibt den Direktionen der höheren Schulen, den Kreisschulämtern, Stadtschulämteru und den Lei­tungen der Fachschulen Kenntnis von einem Schreiben d e s Reichspostministers, das folgenden Wortlaut hat:

Bei der großen Bedeutung, die der Fern­sprecher für fast alle Levölkerungskreise besitzt, ist die allgemeine Vertrautheit mit der Handhabung dieses 2jerkehr»mittels mitbeftimmenb für die schnelle und reibungslose Abwicklung des Fernsprechner- kehre, also für die Güte des Betriebes. Tägliche Erfahrungen lassen aber erkennen, daß eine nicht unwesentliche Zahl von Benutzern des Fernsprechers die wünschenswerte Gewandtheit in seiner Anwen­dung nicht besitzen. (Ein Mittel, dielen Mangel zu verringern, sehe ich u. a. in der Unterweisung der Schulkinder über die Wirkungs­weise und den Gebrauch des Fern- s p r e d) e r 9. 9d) würde es daher begrüßen, wenn

rcitgestellt werden, die erforderlich sind, um eine -e.iaemäHe Organtsatum der Fortdildungsschule durchzusühreu. die heute im Znteresse unserer ge ähr beten Jugend mehr als nottoenbig ist.

D c r neue SrciSbcrtrcUr des Mittelrhe inkreise s der D. T. Auf dem gestern in W»eöbaten Itaitgcbabten Kreistur nta ge des 9. tMitlekrhein-) Streife« ter D. T. wurde Fabrikant X Pfeif fer- Weylar im zweiten Wahlgange mit 211 stim­men 8um 1. KreiSvertreter (an Stelle des verstorbenen Schulrats Schmuck) gewählt. OberreaUehrer A 0 t h. Darm'iedt erhielt 140 Stimmen. 3m ersten Wahlgan?e waren entfallen auf Pfeiffer 147. Roth 104. Rektor Schil­ler - Frankfurt, 101 Stimmen.

Vermischtes.

Ein lossährigcr gestorben.

Der älteste Mann Westfalens. Marcus S 1 i a s, ist im 103. Lebensjahre an Altersschwäche^ gestorben. Er wurde am 21. Mai 1824 in - dingshausen geboren, kam in den 50er 3ah- ren nach Gelsenki rchen, das damals 500 Einwohner zählte, gründete tert ein kleines Ge­schäft und besuchte als geschätzter rierbeilkun- biger die Höfe ter älmgebung.

Eingesandt.

(Für Form unb ^nhait aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keine.'.ei Verantwortung.)

Ta» Nebel der Regicjattdcn.

Als vor einigen Jahren es war nach der Re­volution ein Teil der seither verpachteten heisischen otaatqagben unter starker finanzieller Einbuße für die Staatskasse in Staatsregie üb er geführt wurde, motivierte man dies damit, daß für die durch die rücksichtslose Schießerei der Kriegs und Nachkriegszeit dezimierten Witdbestände wieder ein Ruhe- und Schontezirk geschaffen werden müßte. Jeder echte Weidmann und Ratursreund freute sicht über diese Maßnahme, glaubte er doch, daß unter' der verständnisvollen Leitung der Oberförstereien senk wieder ein Jungbrunnen für unsere Wild- bestände geschaffen würde, dessen Pflege auch vor­bildlich auf die Pächter der Gemeindejagden wirken müsse. Nunmehr sind einige Jahre seit der Schaf- ung der Negiejagden verfloßen, und der aufmerk- ame Weidmann und Naturfreund muß mit 'Be­bauern unb Besremben feststellen, daß, von einigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, nichts von dem damals gesungenen hohen Liede Wirklichkeit gewor­ben ist. Währenb der größere Teil der Gemeinde jagben wieder in die Hänhx weidgerechter Jäger übevgegaagen ist, Hegeringe sich gebildet haben, deren Mitglieder weibliches Rehwild in den näch­sten Jahren überhaupt nicht schießen, und auch die dem Hegering nicht angehörenben Jagdpächter sich freiwillig eine weise Beschränkung in dem Abschuß auferlegt haben, wird in den Regtejagdbezirken teil­weise gehaust, daß Gost erbarm. Wenn ich imGieß. Anzeiger" lese, daß allein in dem kleinen Waldrevier bei Lumda 20 Rehe geschoßen worden sind und wenn ich mir die Strecke vor Augen halte, die im vorigen Jahre (die diesjährigen Zahlen kenne ich noch nicht) aus der Regiejagd in unserem schönen Schiffcnberger Walde erzielt worden ist, bann wende ich mich mit Grausen von einer solchenvorbildlichen" Jagdbehandlung. Man komme mir nicht mit Jinan» Atollen Gesichtspunkten' Wenn, wie gleichsam ent» schulbigend mitgeteilt wirb, von Darmstadt auf Ein­nahmen aus den Regiejagden gedrängt wird, bann sollte man lieber roieber bazu übergehen, wie auch in ber Vorkriegszeit, die Reviere an echte erprobte Weidmänner zu verpachten. Der finanzielle Erfolg dieser Verpachtungen würde die heute aus den Re- gicjagben fließenben Einnahmen bestimmt um 50 bis 100 Prozent überfteigen, ganz abgesehen von den 20 Prozent Jagdpachtstempel, die dem Staat bei den Regtejagden verloren gehen. Es ist ein Unding unb I ganz unb gar unweidmännisch, ein Jagdrevier nur nach finanziellen Gesichtspunkten besagen zu wollen. Ich meine, die als Revierleiter in Betracht kommen­den Forst! ute, die doch gröfotenteite'immer gewohnt waren, mit ihrer vorgesetzten Behörde mit einer er­freulichen und geradezu erfrischenden Offenherzigkeit zu verkehren, müßten dies den Herren in Darm­stadt klar machen können. Es kann nur eine Stimme geben: fort mit den Regiejagden im Interesse des Wildes unb im Interesse ber Finanzen bes hessischen

den Kosten des Derfahrens. Wir werden auf die AnLe-eaercheit noch zurücllonunen

" Der Platz vor der Volkshall« befindet fich gegenwärtig in recht übler ^Ver­fassung. Die Kleinpflasterung zwischen den jlan» kierungsmauern bet Treppe vor dem Hauptein­gang liegt nun schon seit längerer Zeit unvoll­endet da. oberhalb ter Treppe vor dem Portal zieren Erdhaufen mit Steinen vermischt, die Um­gegend. Auch an ter Seitenfront nach terGer­mania" zu wäre eine gründlich« Aufräumungs­arbeit angebracht. Man darf wohl hoffen, dah hier recht bald ein« Wendung zum Besseren eintritt.

* D i e Sauberkeit in den Straßen und Anlagen unserer Stadt läßt feit einiger Zeit allerlei zu wünschen übr.a. Zwar Halen wir eine AutomobiUehrmaschine. die c;frg in Tätigleit ist. dennoch bleibt aber so viel Un­rat in len Straßen liegen, daß der jetzige Zu­stand als unhaltbar le^cichnet werden must Roch nicht einmal an den Sonntagen befinden sich so­gar Hauptrerke^rsstrahen in einwandfreier Sauberkeit. Paptersetzen in großer Zahl. Zi- garettenfchachteln und wer weiß wieviel Abfall- dinge noch präseutieren sich da dem Auge der Passanten. Zn den Anlagen sieht es nicht besser aus. an manchen Stellen machen sie einen direkt rx:wahrlostcn Eindruck. W r meinen, d.c Ver­wendung einiger Arbeitsloser falls unsere EtrastenreinigungslOlonne wirklich nicht aus­reichen sollte, was wir aber bezweifeln würde genügen, um einen Sauberkeitszustand in, den Straßen zu schaffen, der unserer Stadt würdig ist. Andererseits sollte aber auch das Publi­kum n c jr Verständnis für die Saubcrhaltung der Straften bekunden und die Pavierie^en usw. lieber mit nach Hause nehmen, statt sie untci> Wegs einfach von sich zu werfen. Man sollte doch auch auf dec Strafte die Reinlichkeitsarundsatze befolgen, die man in seiner Wohnung als selbst» verstän-lich ansieht.

Pie Eiscnbahnüber gange bei der alten katholischen Kirche in der Liebigstraftc und Franlfurter Strafte befinden sich seit einigen Tagen in Reparatur. Verrostete Schwellen werden dort entfernt unb durch neue erseht, gleichzeitig erhalten die Geleise eine neue Unterfüttcrung. Voraussichtlich werden die Ar- beiten in einigen Tagen beendet fein. Bis dahin kann nur eine Straßenhälste dem Verkehr dienen.

Die Straft? nreparatur in der Marklstraße, die vor einigen Tagen Sperr- maßregeln erforderlich machte, ist bereits beendet. Der Verkehr kann dort in der altgewohnten Wei,e wieder vor sich gehen. _

Ein Schmetterling wurde befer Tage spat abends in einem Gieftener Haus verhaftet, da er in ganz unzeitgemäßer Weise herum- slanicrte. Der waghalsige Bursche wurde uns zur Feststellung überbracht.

e* Von der Strecke Wetzlar Lollar. Aus Anlaß der am Sonntag, ö. Dezember, in Wetz­lar stattfindenden Dombeleuchtung verkehrt Pz. 3118', Wetzlar ab 6.37, Lollar an 7.21, ausnahms - weise in folgendem Plan: Wetzlar ab 7.30 abends, Garbenheim 7.34, Dorlar 7.40, Atzbach 7.43, Km- zenbach 7.48, Abendstern 7.53, Krofdorf-Gleiberg 7.58, Launsbach 8.01, Wißmar 8.06, Lollar an 8.11 Uhr. Bei Benutzung dieses Zuges wird in Lollar der Anschluß an Pz. 736 nach Gießen, Lollar ab 7.24, Gießen an 7.34 Uhr abends, und in Gießen an Pz. 708 nach Frankfurt a. M., Gießen ab 7.42 Uhr abends, nicht erreicht. Reisende nach Richtung Gie­ßen erreichen in Lollar Anschluß an den ausnahms­weise haltenden beschleunigten Pz. 770. Soweit Uebergangsreisende von Pz. 3113 WetzlarLollar den beschl. Pz. 770 benutzen und nach einer Ziel­station reisen, auf denen dieser Zug fahrplanmäßig nicht zu halten hat, wird ausnahmsweises Halten nach allen in Frage kommenden Bahnhöfen befon ders angeordnet.

C i n Protest des hessischen Lall deslehrervereins. Dcr Hauptvorstandde.- he'sischcm Landeslehrervereins nahm auf einer die'er Tage abgehaltenen Sitzung nachstehende Cntfchl'eftung an:Der Hessische LandeSlehrer- verein erhebt schärfsten EinsVruch gegen die durch ten Landtag erfolgte Herabsetzung des Betrages, ter vom Landesamt für das Bildungswesen für die Fortbildungsschule vorgesehen war. Der Vor­stand le'; Heisischen Landeslehrerrereins erwartet von Regierung und Landtag, daß die Mittel be-

1. Hausbesitzer (Hc Hypotheken).

1914

ms steuerwert 20 000 RM., 10 000 RM.

1926

nicht»

Sondergebäudesteuer...... 255. -

2. Landwirt (Wohn Wert 24 000 H

1914

Nichts

also mehr 27».- RM.

haus wie!, außerdem Grundbesitz 40 Morgen DL),

1926

Grundsteuer Haus........ 24. - RM.

Land........ 57.60

Sondersteuer............. 2^5 -

Grundsteuer.......

..... 36.- RM.

nichts

Sondersteuer.......

..... 372.50

Gewerbesteuer.....

..... 431.50

also mehr

840. - RD^.

Hessischer Wirtschafts- und Ordnungsblock.