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Der Bubikopf
muh sich peinlich gepflegt präsentieren. Die Behandlung und Pflege der modernen Haartracht ist eine Spezialität des Hauses.
Führendes Haus der eleganten Dame für moderne Damenfrisiermoden
Josef Henkel
Plockstraße 7 (neben Caf6 Astoria).
05233
nur wenig niedriger meldete, andererseits aber in der Provinz seit gestern starke Regen niedergegangen sind und das Jnlandmaterial allzu umfangreich an den Markt gelangt. Bei Beginn des amtlichen Mittagsverkehrs, der sich durchaus in ruhigen Bahnen bewegte, konnten »ich die Dotierungen für Brotgetreide behaupten, im Zeithandel sogar ziemlich kräftig befestigen. Lieferungen per Juli erhöhten sich sowohl für Weizen als auch Roggen durch bedungen um 2 Mark. Die übrigen Termine zeigten wenig Veränderungen. Hafer ist sehr schwer zu verkaufen, auch drückt grösseres Angebot von neuer Ernte auä Schlesien. Zn Gerste ist die Geschäftstätigkeit in Wintersorten ruhiger geworden. Mehl sehr still. Es notierten per 1000 Kilo: Roggen, märk., 185 bis 190; Sommergerste 190 bis 205; Wintergerste (neue) 160 bis 168; Hafer, märk., 196 dis 206; Mais (loko Berlin) 176 bis 178; Raps 355 bis 360; per 100 Kilo: Weizenmehl 38 bis 40; Roggenmehl 26,75 bis 28,25; Weizenkleie 10,50 bis 10,75.
Büchertisch.
Bor kurzem ist der 6. Band der Monatsschriften des Reichsverbandes der Deutschen Volkswirte erschienen. Rach dem im Juni sich der Tag zum 25. Male gejährt Ha^-welcher als der Anfang des zum Konsumentenschuh gehörigen Versichertenschuhes anzusprechen ist, wurde die Schrift angesichts der Verdienste, die sich Dr. Otto Prange, Beratender Volkswirt R.D.V., Berlin, durch die Schaffung von Versichertenschuhverbänden erworben hat, deren Kern die Feuerversicherung ist, ihm als Festgabe gewidmet. Er war es, der durch vorgenannte Organisation das Gleichgewicht herstellte, welcher die Interessen der Versicherungsnehmer vom großen Industrie- oder Landwirtschastsbetrieb bis zum kleinen Mobiliarversicherten in eine Bahn lenkte und aus der formalrechtlichen Vertrags- freiheit, die in der geseheslosen Zeit de facto keine war, eine tatsächliche machte. 3n einem umfangreichen Bande von 324 Seiten werden in der Festgabe unter dem Titel „Beiträge zu Theorie und Praxis des Versicherungswesens" von zwanzig Volks- Wirten und Juristen, Hochschullehrern wie Praktikern die akuten Fragen fast aller Dersicherungs- zweige erörtert. In der Widmung der Festgabe an Dr. Otto Prange heißt es: „Sie haben es verstanden und vermocht, als einer und einziger dem ganzen großen Schwergewicht der Der- sicherungsunternehmungen bei der Schaffung und Handhabung des Versicherungsvertragsrechtes die Wage zu halten. Mit gespannter Aufmeickfam- keit haben wir schon vor Jahren Ihre legislativpolitischen Reden — Kampf- und Verteidigungsreden — gelesen. Schon damals standen Sie so gut wie allein und Sie haben auch weiterhin weder Hilfe besessen noch bedurft. So ist Ihr Rame ein Programm der Versicherungswissen- schaft geworden — für die wenigen Wissenden. Die große Masse der Versicherten hat die Früchte Ihrer -Leistungen genossen, wohl zumeist, ohne um diese Leistungen zu wissen." Wissenschaftlich oder Organisatorisch an den Problemen des Versicherungsschutzes unmittelbar Interessierte können die Festgabe durch die Geschäftsstelle des R. D. V. in Berlin-Wilmersdorf erhalten 396
— Der Sozialismus, die unausbleibliche Folgeerscheinung der Industrialisierung eines Landes, hat auch in Japan, das sich im Liebergangsstadium zum Industriestaat befindet, immer mehv um sich gegriffen. In der neuesten „Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber, Leipzig) schildert nun Dr. Paul Ostwald in seinem Beitrag „Japans Ringen mit dem sozialen Problem", wie dieses Problem zum Brennpunkt der innerpvlitischen und wirtschaftlichen Lage des Landes geworden ist, und weist darauf hin, daß nur eine soziale Gesetzgebung, die einen Ausgleich zwischen dem Kapitalismus und der besitzlosen Masse zu schaffen hätte, schweren inneren Wirren vorzubeugen imstande ist. Als lebensfrische Bilder aus der Sommerfrische sind die beiden ganzseitigen Zeichnungen „Straße in Zell am See" von Rudolf Lipus und „Dadetreiben am Roten Kliff bei Kämpen auf Sylt" von Martin Frost anzusprechen. In den beiden halbseitigen künstlerischen Photographien „Im Ober- engadin" tritt uns die erhabene Schönheit der Schweizer Alpenwelt entgegen. Zahlreiche wichtige Begebenheiten sind auch diesmal gebührend gewürdigt.
Wettervoraussage.
Etwas wärmer, sonst noch unbeständig und einzelne Regenfälle bei westlichen Winden.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 16,4, Minimum 10,8 Grad Celsius. Riederschläge: 1,2 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 14,3 Grad Celsius.
Rundfunk-Programm
des frankfurter SenderS.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Freitag, 30. Juli.
3,30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4,30 bis 5,45 Uhr: Hausfrauen-Rachmittag. „Reue Frauenbücher". Vortrag von Frau Dr. Dora Edinger. 5,45 bis 6,05 Uhr: Die Lesestunde. 6,15 bis 6,45 Uhr: „Schauspieler, Rhapsoden, Erzähler, Vorleser im Rundfunk, 3. Beispiel: Aus Theodor Storms Chronik von Gries- huus", Vortrag von Universitätslektor Rvede- meher. 7,45 bis 8,15 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Der Verbrecher und die Gesellschaft", Vortrag von Dr. Lucy Liefmann. 8,15 bis 9,15 Uhr: Uebertragung von Kassel. 9,15 bis 10,15 Uhr: Vortragsabend Josef Bunzl, Berlin.
Verantwortlich für Feuilleton i. 23.: Dr. Fr. W. Lange.
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Banknoten.
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Bade-Einrichtungen kauft ma-i am besten
der 600 Mann zur Tatsache werden
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M.. 29. Juli.
Wetterauer
Speise- tartosfeln nelb- u. wetßst., ver- sendet per Ztr. 3.80 nt. Sack neg. Nachn.
Gustav Stoll, Landwirt, Echzell, Teiepy. Neichelsheim (?9etterniii 50
144-
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117,9* 141*
147*
London. Brüssel stellte sich auf gegen das Pfund. Die Mailänder wurde mit 151 genannt.
Börsenkurse.
207,50 gegen
200 bis 201 Pfundparität
Berliner Börse.
Berlin. 29. Juli. Im heutigen Effektenverkehr hielt die feste Grund st immung an unter Bevorzugung von Montan-, Elektro-, Farben- und Bankaktien, die ihre Steigerungen um 1 bis 2 Prozent fortsehen konnten, die führenden Werte der genannten Märkte jedoch um 3 bis 4 Prozent. Die Tatsache, daß gerade Montan- werte bei der jetzt kurz vor dem Ultimo begonnenen Aufwärtsbewegung die Führung haben, wird in Dörsenkreisen nicht nur auf die günstige Konjunktur am Eisen- und Kohlenmarkte, sondern auch auf die Vorbereitungen zur Einführung der neuen Stahlwerks-Aktien zurückgeführt. Außerdem waren auch noch andere wirtschaftliche Erscheinungen für die Tendenz von Vorteil, so der leichte Stand des Geldmarktes, der sogar die Hoffnung auf eine neue Diskontermäßigung der Reichsbank auf- leben ließ, ferner die leichte Besserung der Arbeitslosenziffer und die englischen Auslassungen über die Konzentration in der deutschen Farbstoff-Industrie. Die Umsahtätigkeit war, da auch Provinzaufträge Vorlagen, recht lebhaft. Am Geldmärkte
77,5 i , 8?
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151
65
73
waren kurzfristige Mittel in größerem Umfange angeboten. Lagesgeld stellte sich auf 5 bis 6 Proz. Monatsgeld 5 bis 6 Proz., Geld einige Lage über den Ultimo 5'/., bis 7 Proz. Im Devisenverkehr lag Paris anfangs erneut recht schwach mit 210 gegen das Pfund, erholte sich aber im Verlaufe auf
Wirtschaft.
D i e Tabakeinfuhr nach Deutschland im ersten Vierteljahr 1 926. Rach der jetzt vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Aufstellung sind im ersten Vierteljahr 1926 nach Deutschland eingeführt wordrn: 12 898 000 Kg. unbearbeitete Tabakblätter im Werte von 31 239 000 Rm. (davon zollfrei 7300 Kg.), 14 600 Kg. Zigarren im Werte von 240 000 Rm. (13 400 Kg. zollfrei) und 1100 Kg. Zigaretten (sämtlich zollfrei) mit einem Werte von 13 000 Rrn. Bei der Rohtabakeinfuhr stand Griechenland mit 275 120 Kg. an erster Stelle, gefolgt von Bulgarien mit 167 270 Kg.
D i e Stahltrust anleihe irn amtlichen Börsenhandel. Von der Darmstädter- und Rationalbank, der Deutschen Bank, der Disconto-Gesellschaft, der Dresdner Bank der Berliner Handelsgesellschaft, der Firma Bleichroeder und der Commerz- und Privatbank ist der Antrag auf Zulassung der Teilschuldverschreibungen der Vereinigten Stahlwerke A. G zu Düsseldorf gestellt worden, die bekanntlich im Betrage von 126 Mill. Rm. ausgegeben wurden und mit 7 Prozent verzinslich sind. Die
wird voraussichtlich in den nächsten Lagen fallen, und es steht zu erwarten, daß die
141 I 142.2* 128,75 130,7* 94,75 | 95 124.62 , 126,2* 167,5 ! 169,5*
Krastpost-Schmerzen im Vogelsberg.
Aus dem Vogelsberg, 28. Juli. Die Gemeinde Feldkrücken bietet eben eine im Bau befindliche Autohalle zum Verkauf an. In dieser Rachricht, die den Uneingeweihten nicht einmal zum Aufmerken zwingt, spiegelt sich für viele Gemeinden des Vogelsbergs die ganze Tragik eines Verkehrsmittels wieder, das war, nicht mehr ist und jedenfalls auch nicht mehr fein wird: Das Postauto. Als vor Jahresfrist zum erstenmal der gelbe Wagen spielend die Bergeshöhen nahm und durch die grünen Wiesentäler fuhr, da begrüßte man den neuen Gast mit zuversichtlicher Freude. Man kam rasch, sicher und auch bei unwirschem Wetter pünktlich zur Bahnstation und wurde von dort wieder abgeholt. Briefe und Postsachen liefen schnell und regelmäßig ein und wurden ebenso weggeschafft. Die Bevölkerung fühlte sich mit den großen Verkehrszentren der Städte verbunden und hatte nicht mehr das niederdrückende Gefühl, in einem vergessenen Winkel der Erde zu wohnen. Aber schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit senkte sich ein Schatten auf das junge Unternehmen. D i c Au tolinie rentierte nicht. Die Dörfer mit rein bäuerlicher Bevölkerung stellten nicht genügend Fahrgäste. Mancher mag es auch vorgezogen haben, bei günstiger Witterung, wie früher, den Weg zu Fuß zurückzulegen, um das Jahrgeld zu ersparen. Die Gemeinden regten zu häufiger Benutzung des Autos an, mahnten und warnten, stellten die drohenden Folgen in Aussicht. Alles vergeblich! Der Personenverkehr steigerte sich nicht in dem Maße, wie es nötig gewesen wäre, um mit einem für die einzelnen Gemeinden tragbaren Defizit auszukommen. Zuletzt Hämmerte man sich an den Strohhalm der Hoffnung, die Postbehörde könne den wirtschaftlich schwachen Orten, denen doch auch der Anspruch auf ein modernes Verkehrsmittel nicht abzusprechen sei, wohlwollendes Entgegenkommen zeigen und eine Postlinie aufrecht erhalten, wenn sie auch nicht die Unkosten decke. Aber die Post blieb unerbittlich, versteifte sich auf Rentabilität und verlöschte das letzte Schimmerflämmchen einer Hoffnung. Der Anteil des auf die einzelnen Gemeinden entfallenden Zuschußbetrages konnte von diesen nicht getragen werden, und damit war Las Schicksal der Autopost entschieden: Die Wagen wurden zurückgezogen, die Dörfer ihrem Schicksal überlassen.
Verschiedene Autolinien haben auf diese Weise geendet. Andere, die vom gleichen Verhängnis bedroht waren, blieben bestehen, da die beteiligten Gemeinden es vorzogen, mehr oder weniger große Zuschüsse in die Wagschale der Entscheidung zu werfen. Mit am rentabelsten erweist sich die Strecke U lr i ch st e in—M ü cke, die den Verkehr nach und von. den Städten Gießen und Frank- f u r t zu- und ableitet und auch beachtlichen Güterverkehr auf weist. Im allgemeinen werden die bestehenden und noch zu errichtenden Autolinien, die nicht Jndustriegegenden mit einem Stamm regelmäßig sich einstellender Fahrgäste durchlaufen, immer nur unter finanzieller Unterstützung durch die beteiligten Gemeinden betriebsfähig sein. Denn auch das Hinauf schrauben des Fahrgeldes hat seine Grenzen, die nicht überschritten werden können und dürfen. Es gab eine Zeit, sie liegt jetzt ein bis eineinhalb Jahre zurück, wo im Vogelsberg fast jedes abseits des Verkehrs liegende Dorf fein Postauto haben wollte. Mit erhitzten Köpfen wurden die günstigsten Marsch- linien erörtert, die Kopsstationen festgelegt. Städte und Städtchen bewarben sich, weil sie . wirtschaftliche Vorteile vermuteten, mit freundlichem Eifer um den Anschluß. Als aber die Post die Rechnung aufmachte und ip.it Zahlen spielte, die den Gemeindesäckel erbarmungslos zusammengeschrumpft hätten, da wurde es auf einmal merklich still und all die schon ersonnenen Projekte zerrannen in ein Richts. Heute, wo wir der Wirklichkeit mit einem durch Erfahrung geschärften Blick entgegensetzen, taucht aus den verkehrsarmen, aber nicht von Industrie begünstigten Gegenden des Vogelsbergs kaum noch ein ernstgemeintes Autolinienprojekt auf, weil die interessierten Gemeinden nicht in der - Lage wären, die erforderlichen Zuschüsse zu leisten und sonstige Sachkosten zu übernehmen. Die abseits liegenden Dörfer haben sich unter den obwaltenden Umständen mit ihrer schwierigen Lage abgefunden und erwarten auch für die nächste Zukunft keine wesentliche Besserung der Verkehrsmöglichkeiten, wenn auch Wunsch und Wille nach wie vor auf dieses Ziel gerichtet sind.
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Weiches WaflersiüW billigesWofdien
152,5* 1 154,5* 133 i 136,75 140,5 i 146,5
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Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Auftrieb: 3 Rinder, 1005 Kälber, 182 Schafe, 979 Schweine. Kälber: Feinste Mastkälber 70 bis 75, mittlere Mast- und beste Saugkälber 60 bis 69, geringere Mast- und gute Saugkälber 54 bis 59, geringe Saugkälber 48 bis 53. — Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 40 bis 44. — Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 80 bis 82, unter 80 Kilogramm 75 bis 79, von 100 bis 150 Kilogramm 78 bis 81, Fettschweine über 150 Kilogramm 74 bis 80, unreine Sauen und geschnittene Eber 65 bis 70. — Marktverkauf: Kälber und Schafe bei lebhaftem Handel ausverkauft. In Schweinen verbleibt bei mäßig regem Geschäft geringer Heber» stand.
F ankscrrier Getreidebörse.
Frankfurt a. M, 29. Juli. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 32 nom.; Roggen, inländ., 22 bis 22,25; Hafer, ausländ., 21,25 bis 23; Mais (gelb) 18,25 bis 18,50; Weizenmehl, inländ., Spezial 0 42,75 bis 43,50; Roggenmehl 31 bis 31,50; Weizenkleie 9,25, Roggenkleie 11 Mark. Tendenz: Stetig.
Berliner Prosuktenbörse.
Berlin, 28. Juli. Das schwächere Ausland übte einen ausschlaggebenden Einfluß nicht aus, da einmal Liverpool entgegen den Erwartungen
251,9* 256,5*
93 | 93,9
47 j -
Sehr fest. — Unter Führung der Montan- und Bankaktien, die ihre Hausse fort- sehen konnten, eröffnete die Börse in fester Stimmung. Der Verkehr hat an Lebhaftigkeit erheblich gewonnen, wozu nicht zuletzt die Beteiligung des Publikums beigetragen, hat, das wieder stärkeres Interesse für das Börsengeschäft zu erkennen gibt. Ferner will man auch Au s - landkaufaufträge beobachtet haben. Die günstige Lage erfuhr eine weitere Stühe durch die börsentechnische Situation, wobei darauf verwiesen wurde, daß der Ultimo bereits als überwunden angesehen werden könne. Die Spekulation, für die infolgedessen kein Hemmnis zum Eingehen neuer Engagements bestand, beteiligte sich denn auch recht lebhaft am Geschäft. Star - k es Interesse konzentrierte sich wieder aus den bekannten Gründen auf Montanwerte, von denen Rheinstahl, Gelsenkirchen und Phönix im Vordergründe standen. Die Besserungen erreichten wieder 2 bis 3 Prozent. Lebhaft gefragt waren ferner Bankaktien, in denen sich größeres Geschäft entwickeln konnte. Gegenüber den gestrigen Abendkursen waren neue Gewinne bis zu 2 Prozent zu verzeichnen. Auch Farben- Aktien waren stark gefragt und konnten um 2,5 Prozent anziehen. Die Aktien des Metall- bank-Konzerns waren ebenfalls begehrt und 2 bis 3 Prozent hoher. Von sonstigen Chemie- werten konnten Holzverkohlung sich um 2 Proz. erholen. Elektroaktien lagen fest, nur AEG. waren knapp gehalten. Schuckert plus 1,5, Lah- meyer und Halske plus je 1,75, Felten plus 2 Prozent. Ohne Interesse lagen Schifffahrtsaktien. Rordd. Lloyd mipus 1,5 Prozent. Motors «werte tendierten fest. Kleyer plus 1,75 Prozent, Daimler 0,75 Prozent. Zellstoff-Aktien strebten weiter nach oben, desgleichen D a u ft o f f a f t i e n. Oelaktien lagen fest. Rütgerswerke plus 1,25 Prozent. Zuckeraktien schlossen sich der Auswärtsbewegung an. Badischer Zucker plus 2 Prozent. Die übrigen Werte des Einheits- m a r k t e s hatten bei ruhigem Geschäft gleichfalls feste Haltung aufzuweisen. Deutsche Anleihen blieben vernachlässigt. Kriegsanleihe 0,505. Für ausländische Renten sehten sich die Abschwächungen fort. Der Freiver - kehr lag .still. Becker Stahl 22,5, Benz 80, Brown Doveri 114, Ufa 46. Ufra 89, Frankfurter Handelsbank 85 Prozent. Der weitere Verlauf brachte bei andauernd lebhaftem Geschäft neue Steigerungen unter Bevorzugung von Montanwerten. Ain Geldmarkt bestand noch etwas Rachsrage. Lagesgeld stellte sich auf 5, Monatsgeld auf 542 bis 6,5 Prozent. Privatdiskonten 4,5 Prozent, Jndustrieakzepte 5 Prozent. Im Devisenverkehr war Paris weiter abge- ch w ä ch t und stellte sich auf 209 bis 210 gegen London. Brüssel notierte 203 in Pfundparität. Mailand wurde mit 152 gegen das Pfund gehandelt.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
70
149,5-
145,2*
50]
108,5 1
83,5
Berlin, 28 Juli
Amerikanische Note, Belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Noten ....... Französische Noten ..... Holländische Noten.....
Italienische Noten ... . . Norwegische Noten ..... Deutsch-Oestcrr., 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweiler Noten.......
Spanisch« Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungonsche Noten . . .
Vereinigte Stahlwerk-Anleihe wurde schon bisher inoffiziell im Zreiverkehr der Berliner Börse umgesetzt. Der letzte Kurs stellte sich auf ca. 98'/i Prozent.
WSR. Reue Arbeiterentlassungen in den Höchster Farbwerken. Rachdem im Frühjahr die Farbwerke Höchst a. M. wegen Betriebseinschränkung etwa 600 Mann entlassen mußten, sollen innerhalb der beiden nächsten Monate weitere 600 zur Entlassung fpmmen. Diese Maßnahme wird, wie verlautet, durch die Verlegung eines Teiles der Farbenbetriebe von Höchst a. M. nach anderen Werken der I. G- Farbenindustrie bedingt. Die Verhandlungen der Werksleitung mit der Betriebsvertretung und den Organisationen haben eine Einigung nicht ergeben, woraufhin die Leitung die Entscheidung der Regierung angerufen hat. Die Entscheidung
Bochumer lSuh Buderus Caro . . . . Deutsck-Luxcmburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . , Kaliwerk äL.sieregelu. . . . . Laurahütte .. .. Oberbedars ......... Phönix Bergbau ...... Nheinstahl
Nrebeck Montan . Tellus Bergbau..... . .
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llcvd Cheramischc Werke Albin . . Zementwerk Heivclberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont.-Guano Chemische Mäher Alapin . . I. (5. Farbcnindnstrie, A.-G. Goldschmidt . . .......
Holzverkohlung NütgcrSwerke Echcidcanstalt Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ...... . . ,
Mamkraftwerke . . Schuckert . Siemens & Halske ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren, Heyligensiaed« . . ......
Meguin..........
Motorenwerke Mannheim Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . .
Schuhfabrik Her; Sichel . Zellstoff Waldboi Zuckerfabrik Frankenthal . , Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Rudolf Rödiger
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■■■ ।
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluh» Kurs
l'Uhr. Kur,
Schluß.! Anfang
Kurs fiurc
Datum:
28.7.
29.7.
28. 7.
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0.50
9.505
0,50
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0,45
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0,46
—
0,4525
0,4525
3°/„ Deutsche Reichsanleihe .
_
0.52
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Deutsche Svarvrämienanleihe
0,27
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4°/o Preußische Konsols . . .
4% Hessen ...
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Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
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4°/» Zolltürken.........
13,9'
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5% Goldmexikaner . . . .
44,5
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Berliner Handelsgesellschaft.
179
_
180*
185*
Commerz- und Pftvat-Bank
132,7*
137*
132,7*
137*
Darmst. und Nalionalbank .
184,5’
186,2*
184*
Deutsche Bank.........
165,9*
168,5*
165,9*
167.7*
Deutsche Bereinsbauk ....
93
Disconto Commandit
152,2*
154.7*
152*
154 5*
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122
123
Mitteldeutsche Creditbank. .
1f>9.
123’
125 7*
Oesterreichische Creditanstalt.
Wesibattk.........
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7,4
7,3
7,45
28 Juli.
29. Juli.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Briet
Geld
Brief
Amft.-Rou
168,54
168,96
168,59
169,01
Bueu.-AireS
1.696
1,700
1,699
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Brsi.-Anlw
10,05
10,09
10,33
10,37
Christiania -
92,03
92,27
91,88
92,12
Kopenhagen
111,18
111,46
111,21
111,49
L-lockholm .
112,26
112,5!
112,36
112,54
Selsingfors.
10,65
10,59
10,548
10,588
Italien. . .
13,26
13,30
13,56
13,60
London. .
20,393
20,445
20,391
20,443
Neuhork . .
4,195
4,205
4,195
4,205
Paris...
9,98
10,02
9,91
9,95
Schweiz . .
81,15
81,35
81,14
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Spanien . .
63,92
64,08
64.17
64,33
yapau . . .
1,983
1,987
1,980
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Rio de Jan. Wien in D.- Oest. abgest.
0.639
U.M1
0,645
0,647
59,31
59,45
69,31
59,45
Prag ....
Belgrad . .
12,42
12,46
12,418
12,458
7,395
7,415
7.405
7,425
Budapest. . Bulgarien .
5,875
5,895
5,872
5,892
j,04 21,425
3,05
3,04
3,05
Lissabon
21,475
21,425
21,475
Danzig. . . Konstantin.
81,59
2,34
81,79
2,35
81,60
2,335
81,80
2,345
Athen. .
4,69
4,71
5,69
5,71
Canada. . .
4,198
4,208
4,198
4,208
Uruguah . .
4.135
4,145
4.135
4.145
4,178
4,198
10,42
10,48
110,84
Ul,4‘i
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