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Hot. Gießen 1900. Der Sieg -engt von guter Veranlagung.

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Vergeßlichkeit. Er wurde zu 12 La f ä n. g n i s verurteilt.

Ein schwerer Zunge ist der Peter Fischer aus Heidelberg, war er ständig im Gefängnis und wegen schwerer Einbrüche: faum war

10,60 Meter. Die Zukunft wirb zeigen, ob auch in dieser Disziplin Frey der Bessere ist.

Dreikampf für Anfänger: 1. Du­

den Boden des Motorwagens hingelegt, über sie ging die Explosion hinweg. Sie waren über­deckt mit Holz-, Eisen- und Glassplittern, aber unverletzt, nur hatte die Schaffnerin einen starken Rervenchok davongetragen. Die Fahrgäste hat­ten die Wagen verlassen und anderweit Schutz gesucht, ein Teil in der Wirtschaft. Auf denr Bürgersteig war ein 20jähriges Fräulein aus Queuleu, im Vorplatz zur Wirtschaft ein Mann vom Lode erfaßt worden, im Wirtschaftssaal ein Knäuel von unverletzten und verletzten Menschen und Jnventarstücken, alles überschüttet von Glas- und Holzsplittern, Wandverpuh und blutend aus unzähligen Wunden, welche Glas- und Bomben­splitter verursacht hatten. Auf dem jenseitigen Bürgersteig lagen mit schweren Wunden tot zwei ältere Feldgraue, welche aus .Urlaub von Hause kommend, mit Paketen wohlversehen, hier in letzter Stunde vom Tode erfaßt worden waren. Diese Bombe war die letzte, die während des Weltkrieges an der deutschen Westfront auf deutsches Gebiet abgeworfen worden ist. Sie hat außer großem Sachschaden sofort fünf Menschen­leben gelöscht und sieben Menschen mehr oder weniger schwer verletzt. Der Wirt und Haus­besitzer Botter, ein biederer, fleißiger und zu­verlässiger Handwerksmeister hatte schon wäh­rend des Krieges zum Teil wegen der andauern­den Unruhe und Bedrohung die Frau und eine blühende Tochter durch den Tod verloren, nun wurde er noch zuguterletzt schwer sachlich und körperlich geschädigt. Er hatte eine große An­zahl Splitter erhalten, die man alle beseitigt glaubte. Drei Jahre nachher verursachte ein zurückgebliebener Splitter eine Entzündung, die Blutvergiftung und den Tod zur Folge hatte.

Kaum 10 Minuten nach der Explosion waren Aerzte und Sanitätsmannschaften aus dem nahen Militärlazarett zur Stelle, die sofort den Ver­letzten beistanden und sie, sowie die Leichen der Getöteten nach dem Lazarett schafften.

10,25 Meter. 2. Fi- Meter. 3ene Leistung

Zur ernsten und traurigen Erinnerung an diese letzte feindliche Bombe im Weltkriege und ihre schreckliche Wirkung auf Wehrlose hat der Wirt, der selbst ein Opfer wurde, in ernstem Gedankengang, fern von jeglicher Reklame, seiner Wirtschaft die Bezeichnung gegeben:Zur letzten Bombe". Sie ist damit ein Erinnerungsmai für ganz Lothringen geworden für das, was die Franzosen und ihre Alliierten dem zubefreien­den" Gebiet und seiner Bevölkerung angetan haben. Am folgenden Tag, am 11. 11. 18 hat Deutschland auf das urdeutfche Gebiet mit seinen Einwohnern, unter denen sich 150 000 Einge­wanderte befanden, im Waffenstillstandsüberein­kommen verzichtet und diese mit ihrem Hab und Gut französischer Willkür Preisgegeben. So ist diese Stelle für viele ein Markstein geworden in ihrem Leben, in ihrer Existenz. Daß er an einer Straße liegt, die zum neuen großen Metzer Ost­friedhof führt, wo so viele um Metz und Loth­ringen verdiente Menschen ruhen, gibt der In­schrift ihre besondere Bedeutung, welche die all­jährlich in den Rovembertagen nach diesem Friedhof Pilgernden Deutschen ebenso zu wür­digen wissen, wie die einheimische Bevölkerung, welche ihre Befreiung heute anders betrachtet als damals.

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 28. Juni. Ein hiesiger In­stallateur hatte bei Aufstellung eines Ver- mögensverzeichnisses seinen Mantel unter den Kleidungsstücken nicht aufgeführt und die Voll­ständigkeit, sowie Richtigkeit des Verzeichnisses sodann beschworen. Wegen fahrlässiger Gides- Verletzung angeHagt, entschuldigte er sich mit

Strafhaft entlassen, beging er wieder Zeinen neuen Diebstahl. Diesmal wird ihm ein Einbruch rn das Schulhaus zu Petterweil zur Last gelegt, bei dem er Wurst, Eier, Likör und Wein erbeutete. Strafe: 3 Jahre Zuchthaus unb 5 Jahre Ehrverlust.

Drei wegen Diebstahls vorbestrafte Wander­burschen, ein Kesselschmied, ein Bäcker und ein Erdarbeiter, haben in Vilbel und ätmgegenö drei Wäschediebstähle begangen, indem sie in ein- gefriedigte Gärten einstiegen, zum Trocknen auf- gehängte Wäsche abhingen und diese in Frank­furt verkauften. Es wurden Strafen von 1 Jahr 5 Monaten, 1 Jahr 4 Monaten und 3 Monaten 2. Wochen Gefängnis verhängt, da zwei der Täter schon wiederholt wegen Dieb­stahls vorbestraft waren.

führen. Außerdem wurde die Aufhebung der Laubensperre gefordert und die Einführung des Geflügelzucht-Unterrichts in den Landwirtschaftsschulen gutgeheihen. Ge­genstand kurzer Aussprachen waren auch die dies­jährigen Ausstellungen, die wie folgt vorgesehen sind: die Landesausstellung im Ro- venrber in Mainz, eine Provinzialaus- Rettung in Oberhessen im. Januar in Büdingen und eine solche in Starkenburg im Rovember in Fränkisch-Crumbach.

Der Rachmittag des Sonntags galt der Be­sichtigung des Bades, woran sich ein gemütliches Beisammensein der Züchter im Waldhaus anschloh.

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Lands zu einem Wettstreit. 632 Wettkämpfer be­stritten die einzelnen 'Konkurrenzen. Der Gießener Kraft-Sportklub nahm an dem Wettstreit teil und konnte mit recht be­achtlichen Resultaten heimkehren. Es erhielten Preise: Wilhelm Wolf (Altersklasse, Mittel­gewicht) den 1. Ehrenpreis im Ringen und den 2. Preis im Stemmen; Heinrich Staubach (Altersklasse, Schwergewicht) den 2. Preis im Ringen: Wilhelm Scheppers (Federgewicht) den 6. Preis im Ringen: G. Bellof (Jugend­klasse A) den 3. Preis im Ringen und den 3. Preis im Stemmen: Walter Wolf (Jugend­klasse B) den 4. Preis im Stemmen und den 5. Preis im Ringen. Die beiden Letzteren nahmen außerdem an den leichtathletischen Wettkämpfen teil, wo sie sich ebenfalls gut platzieren konnten.

Für den 15. August hat die Aingermann- schaft des Gießener Kraft-Sportllubs einen Städtewettkampf mit Frankfurt a. M. vorgesehen, der auf der Liebigshöhe stattfin­den soll.

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Lebens Roel Coward zeigt sich als scharfer Beobachter, der die Schwächen seiner jeweiligen Objekte mit karikaturistischem Einschlag aufzu­zeichnen versteht. Es handelt sich hier um die Familie Dliß: Judith Blitz, die Mutter, ehe­malige Schauspielerin, lädt sich Sandy Tyrell, einen jungen Boxer, zum Weekend ein. David Miß, der Vater, ein Romanschriftsteller, er­wartet ein junges Mädchen, Jackie Cchchton, zwecks Menschenstudmms als Gast. Die Tochter Sorel hat ihrerseits einen älteren Herrn, den Diplomaten Richard Greatham, eingeladen, und der Sohn Simon begrüßt Myra Arandol, eine sehr unternehmungslustige Dame, als seinen per­sönlichen Gast. Keiner weiß von den Einladun­gen des andern, und man ist sehr ungehalten, wie am Samstag nachmittag das Landhaus von Weekend-Gästen überfüllt wird. Am Samstag­abend finden sich bereits die richtigen zusammen. Jugend strebt zur Jugend, Mama Dliß kann es nicht unterlassen, ihren Gästen die theatralischsten Szenen vorzuspielen. Am Sonntagmorgen gehen sämtliche Gäste durch, die Familie Dliß ist ihnen zu eigenartig, sie fahren lieber nach London zurück. Die Familie selbst, die sich gern vor Fremden ein wenig inszeniert, sonst aber recht einig ist, gibt ihrer Freude, die im Grunde doch lästigen Gäste los zu fein, jubelnd am Früh­stückstisch Ausdruck. Es kommen /ehr lustige, außerordentlich wirksame Szenen in diesem Spiel vor, man kann sich, von literarischen Problemen unbeschwert, bei dieser gut gezimmerten Weekend­idee glänzend amüsieren, gumal die Aufführung unter Richard Weicherts Regie äußerst flüssig und humorvoll war. Die Judith Dliß Leon­tine Saga ns war von prachtvoller Exaltiert­heit, und alle übrigen ohne Ausnahmen boten famose Leistungen, so daß der Abend ein wirk­liches Vergnügen war. Dem lauten Beifall nach zu urteilen, war das auch die Ansicht des Pu­blikums. . L. W.

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ist gut im Hinblick darauf, daß sie in der An- fängerklasse erzielt wurde, diese Leistung erstaun­lich im Hinblick auf das körperliche Verhältnis Fischers zu den Mitbewerbern.

Frankfurter Theater.

Roel Cowards BurleskeWeek-end" (liebern Sonntag) ist eine Probe trockenen eng­lischen Humors, bei der sich die Besucher des Schauspielhauses ausgezeichnet unter­hielten. Coward hat eine famose Entgötterung des Weekends geschrieben, unter der burlesken llebertreibung steckt sehr viel Mögliches, und unter den Mitgliedern der Familie Dliß nebst ihren Gästen wird fast jeder irgendwie einen Bekannten entdecken (keinen Bekannten aus der Schwanlliteratur, sondern aus dein täglichen

Dom Verbandsvorsihenden Veith (Reichelsheim i. d. W.) am Sonntag morgen mit Worten der Begrüßung eröffnet, die vor allem auch den Vertretern der Behörden galten. II. a. waren anwesend: Beigeordneter Kling (Dad-Rau- heim), Regierungsrat Dr. Groosho'lz vom Polizeiamt Dad-Rauheim,. von der Landwirt­schaftskammer Bähr, Ackermann (Sprend­lingen), Philippi (Gießen), von der Süd­deutschen Geflügelpreisrichter-Vereinigung PH. S t e i n g a h (Kirchheimbolanden). Beigeordneter Kling begrüßte den Verband im Auftrage der Stadt und wies auf die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Geflügelzucht hin. Dasselbe tat auch Jean Kolter, der für den hiesigen Ver­ein begrüßte. Lebhaftent Interesse begegneten auch die Ansprachen, die Landtagsabg. Bähr (Rohrbach) namens der Landwirtschaftskammer und PH. Steingah als Vertteter der Süd­deutschen Preisrichter-Vereinigung hielten.

Im Dienste der Aufklärung und Belehrung stand der sehr interessante Lichtbilder Vor­trag, den der bekannte Züchter Jean Dörr (Reuenhain i. Ts.) hielt. Unter Hinweis auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Geflügelzucht richtete er einleitend einen Mahnruf an die Landwirte, sich mehr für Rassen- Geflügelzucht zu interessieren, damit produktive Leistungen er­zielt würden.Durch Rasse zur Leistungl", das müsse der Leitspruch fein, wenn wir endlich dazu kommen wollten, daß die 300 Mill. Mark, die für Eier jährlich ins Ausland wandern, unserer Wirtschaft erhalten blieben. Don besonderer Wichtigkeit waren die Ausführungen des Red­ners über die neuesten wissenschaftlichen Erfah­rungen, die Prof, ße b man n in Göttingen zur Frage der zweckmäßigsten Geslügelsütte- rung gemacht hat. Zur Vorführung im Licht­bild gelangten etwa 30 der feinsten Originalauf­nahmen von Rasse-Hühnern, Tauben, Enten, Gänsen und Zwergen. Der Werdegang des Eies Dom Standpunkt der Vererbungswissenschaft, Ge­flügelparasiten und Geflügelkrankheiten wurden eingehend besprochen, ebenso die Geflügelfütte- rung, wobei besondere Aufmerksamkeit der Be­deutung des Erhaltungs- undLeistungs- futters gewidmet wurde. Weiter kamen prak- ttsche Stalleinrichtungen, Resterkontrolle u. a. m. zur Vorführung. Reiches statistisches Material unterstützte die anschaulichen Ausführungen, die eine Fülle von Anregung boten und daher mit dankbarem Beifall ausgenommen wurden.

Die sich anschließende geschäftliche Sitzung nahm einen flotten Verlauf. Deschlos- sen wurde, den nächstjährigen Landeszüch­tertag in Worms abzuhalten. Angeregt wurde, ein Verbandsabzeichen einzu-

So ging der 9. Rovember zu Ende, und es lich­tete sich der 10. Viele, namentlich höhere Militärs verließen in Hast und Eile die Stadt. Der Wunsch der Bevölkerung war, wie nach solchen Leiden leicht erklärlich, hauptsächlich auf Frie­den, auf Vermeidung einer, noch stärkere Zer­störungen anttchtenden Beschießung gerichtet. Man hött,e von Waffenstillstandsverhandlungen, Dom Ende des Krieges, man hoffte, daß der letzte Kanonenschuß, die letzte Bombe gefallen sei. Doch dem war nicht so. Während der Waffen­stillstand D,erhandelt wurde, hielten es feindliche Flieger iroch für angebracht, auf das wehrlos ge­wordene Festungsgebiet und seine Bewohner .einen Angriff zu unternehmen. Bei Mondschein am 10. RoDember abends gegen 9 Ahr ertönten die bekannten Sirenentöne, welche feindliche Flle­ger anzeigten und gleich darauf setzte das Ge­töse der deutschen Abwehr ein. Sie war treu auf ihrem Posten geblieben und waltete mit ge­wohnter und erprobter Hingebung ihrer Auf­gabe, Festung und Bevölkerung zu schützen. Die Scheinwerfer spielten, die Flakgeschütze spieen im Verein mit den 1000 Maschinengewehren Ge- schoßgarben in die Luft. Es war aber doch einem Flugzeug gelungen, die Geschoßwand zu durch­brechen und drei schwere Bomben in das Ge­lände vor dem Marzellentor am Eingang von Queuleu abzuwerfen. Zwei fielen in unbebautes Gelände, die dritte fiel am Anfang der Straß­burger Straße unmittelbar neben den Anhänger- Wagen eines Strahenbahnzuges. Die Wirkung war schrecklich. Der Anhängerwagen wurde völlig zerstört, von dem Motorwagen wurde der ganze obere Teil über den Sitzbänken in Splitter auf­gelöst, das Einfassungsgitter vor dem Bottcr- schen Hause, in dessen Erdgeschoß sich eine Wirt­schaft befand, stark beschädigt, die Spiegelfenster zermahlen und das Wirtschaftsinventar stark be­schädigt. Das Strahenbahnpersonal, Führerin. Schaffner und Schaffnerin hatten sich fest auf

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bis 1 Uhr. Uebertragung des Promenaden- konzertes am Lachhannes. 3 bis 3.30 Uhr: Die Stunde der Jugend. 3.30 bis 4.45 Uhr: Konzcht des Hausorchesters: Großmamas Tanzstunde. 5.30 Uhr: Uebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus: Götterdämmerung". Der Ring des Nibelungen, 3. Tag, in drei Aufzügen und einem Vorspiel von Richard Wagner.

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Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 23. Juni. Zwei im gleichen Haufe wohnende Familien M. und N. leben schon seit län­gerer Zeit miteinander in Feindschaft und haben schon mehrfach Klagen gegeneinander erhoben. Im Februar kam es zwischen den Frauen wieder einmal zu Auseinandersetzungen, weil der Junge der einen angeblich das Mädchen der andern schla­gen wollte, und weil Frau M. dem^Jungen deshalb ein paar Schläge versetzte. Die beiden^Frauen ge­rieten im Hausgange aneinander und schlugen auf­einander ein. Wer damit begonnen hat, konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden, da sede von ihnen behauptete, die andere habe angefangen und sie selbst sich nur gewehrt. Frau N. trug eine Anzahl Kratzwunden im Gesicht davon, während Frau M. behauptete, mit einem Stock geschlagen worden zu sein, im übrigen aber bestritt, irgendwelche Tätlich­keiten gegen Frau N. begangen zu haben. Da aber ihre eigene Tochter einer Zeugin erzählt hatte, eben habe ihre Mutter der Frau N. die Nase blutig ge­schlagen, und da sie selbst einer anderen Zeugin er» klärt hatte, sie habe die Frau N. so durchgewackelt, daß ihr die Nase geblutet habe, kam das Gericht nach eingehender Beweisaufnahme zu der Ueber« zeugung, daß zwar nicht mit Sicherheit gesagt wer­den könne, wer die Tätlichkeiten begonnen hat, daß aber auf jeden Fall die Frau M., falls sie m Not­wehr gehandelt haben sollte, über die Grenzen der Verteidigung sehr stark hinausgegangen sei. Die Folge davon war, daß die Frau N. im Zweifel man­gels ausreichenden Beweises von der Anklage der Beleidigung und der Körperoerletzbng freigespro­chen, während die Frau M., unter Freisprechung von der Anklage der Beleidigung, wegen Körper­verletzung zu einer Geldstrafe von 40 Mark verurteilt wurde.

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span/n«ndsr Kampf zustande kam. In kurzem Strichen skizziert war der Spielverlauf folgen­der: Wahrend der ersten Viertelstunde kamen beide Tore wiederholt in Gefahr, die aber zu­nächst immer beseitigt werden konnte. In der 16. Minute kam der Linksaußen der Dezirks- mannfchaft aus kurzer Entfernung zum Schuh, der, sehr scharf ausgeführt, zum 1. Tor führte. Zwei Minuten später wiederholte sich derselbe Vorgang. Der sofort von Wieseck _ eingeleitete Angriff führte zur ersten Ecke für Wieseck, diese wurde abgewehrt, der Gegenangriff brachte der Dezirksmannschaft eine Ecke, die ebenfalls nichts einbrachte. Wieseck kam nun mehr und mehr auf, kurz hintereinander boten sich für Wreseck zwei günstige Torgelegenheiten, die erste wurde versiebt, die zweite verhütete ein Ver­teidiger auf der Tvrraumlinie. Ein abermals gut eingeleiteter Angriff Wiesecks brachte endlich das schon längst verdiente erste Tor. Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit kam die Dezirks- mannschaft nochmals zu einer Ecke, die nach kurzem Hin und Her zum dritten Tor verwan­delt wurde. Der Wiederanstoß sah Wieseck sofort im Angriff. Zwei Ecken waren die Ausbeute. Rach 10 Minuten lag ein zweites Tor für Wieseck in der Lust, aus kurzer Entfernung ging der Ball jedoch daneben. Die Spannung stieg immer höher, in ständigem Wechsel folgten sich die Angriffe auf beide Tore. Wieseck er­zwang abermals zwei Ecken, die erfolglos blie­ben. Während der nächsten 10 Minuten gab die Bezirksmannschaft etwas stärker den Ton an. In dieser Zeit fiel das vierte Tor für diese, eine absolut falsche Entscheidung des Schiedsrichters gab die Ursache hierzu. Eine weitere Ecke für die Dezirksmannschaft wurde abgefangen, ilnenhnufigt griff Wieseck weiter an. Innerhalb 4 Minuten zwangen sie der Dezirksmannschaft zwei weitere Ecken auf und erzielten zwei Tore. Durch diese Erfolge er­mutigt, spielte die Mannschaft auf Sieg, auch auf der Gegenseite wurde es lebendiger, jedoch war es mit den Erfolgen auf beiden Seiten vorbei. Das Resultat brachte zwar für Wieseck eine knappe Riederlage, das Eckenverhältnis, 7:3 für Wieseck, zeigt aber, daß es dem Gegner in nichts nachstand.

Wieseck (Schüler)Wetzlar (Schüler) 4:0 (2:0).

Unter ausgiebigster Inanspruchnahme des Mundwerks lieferten sich die Kleinsten der Fuß­ballbewegung ein ganz interessantes Treffen, in dem die Wiesecker wieder durch ihr sehr gutes Können gefielen. Die Wetzlarer Jungen reichten in ihrem spielerischen Können nicht im entfern­testen an die Leistungen der Wiesecker und muhten sich diese einwandfreie Riederlage ge­fallen lassen. Der beste Mann der Wetzlarer war der Tormann, dem es zu verdanken war, dah die Riederlage nicht höher wurde.

Freie Turnerschast HeucheLheim.

Zu zwei Gesellschaftsspielen trafen sich am Sonntag Heuchelheimer und Wiesecker Sportler. Den Beginn machten die Iugendspieler. Wieseck stellte eine aus der 1. und 2. Iugendmannschast zusammengesetzte Elf, und konnte trotzdem das Spiel 2:0 für sich entscheiden. Heuchelheim ver­suchte wiederholt, ebenfalls zu Erfolgen zu kom­men. Alle Versuche scheiterten aber an dem aufmerksamen Spiel der Wiesecker. Ecken 7:1 für Wieseck.

Ein ungleiches Spiel war das folgende. Auf der einen Seite die Heuchelheimer Mann­schaft, bestehend aus der halben ersten Mann­schaft, auf der andern Seite die Wiesecker zweite Mannschaft, fast zur Hälfte durch Ersatz ge­schwächt. Der Ausgang ließ denn auch keinen Zweifel zu. 10 Minuten nach Anstoß stellte Heuchelheim das Resultat bereits auf 3:0. Der Widerstand Wiesecks wurde nun stärker, so dah Heuchelheim bis zur Pause nur noch zweimal einsenden konnte. Rach dem Wechsel konnte Heuchelheim die gesamte Torzahl auf 7:0 er­höhen, denen Wieseck aus begreiflichen Gründen nichts entgegensetzen konnte.

Freie Turnerschaft (Siesten.

D. f. R. Wiesbaden II stellte sich am Sonn­tag auf dem Trieb der Gießener Zweiten in einem Gesellschaftsspiel zum fälligen Rückspiel. Das Spiel lieh beiderseits besondere Leistungen vermissen. Gießen hatte scheinbar einen bedeu­tend stärkeren Gegner erwartet, zog aber aus dem Gegenteil nicht die notwendigen Folgerun­gen. Ganz unnötigerweise lieh sich Gießen 3:1 schlagen, nachdem die Partie bei Halbzeit noch 1:1 gestanden hatte.

Nationaler SchVerathletik- Wettstreit in Höchst.

£ In Höchst a. M. trafen sich am Sonntag die besten Schwerathleten Süd- und Westdeuffch-

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Hessischer Geflügelzüchtertag.

<£ Bad-Nauheim, 28. Juni. Der Lan­desverband hessischer Geflügelzüch­ter, dem rund 6000 Züchter angehören, hatte seine Mitglieder und Freunde aus den benachbarten preußischen Gebieten für gestern zum Hessischen Geflügelzüchtertag nach unserer Badestadt eingeladen. Der hiesige Geflügel-, Vogel- und Ka- ninchenzuchtverein, der von dem bekannten Züchter Jean Kolter geleitet wird, hatte die Vorberei­tungen zur Tagung zu jedermanns Zufriedenheit durchgefuhrt.

Der Vorstandssitzunb des Landesverbandes folgte am Samstagabend eine Begrüßungsfeier für die bereits anwesenden Gäste. Dem herzlichen Willkomm, den Jean Kolterim Auftrage des hie­sigen Vereins entbot, folgten zahlreiche Ansprachen: für die musikalische Unterhaltung sorgte die Haus- kapelle Frey (Heppenheim i. Rheinh.) in vorzüg­licher Weise.

Der aus allen Teilen des Landes sehr gut besuchte Derbandstag es hatten sich

Hessen-Bietzen - B.C.20 Bietzen 9:2 (5:2).

ö. Das letzte Verbandsspiel der 6-Klasse fand am Sonntag auf dem V. f. B.-Platz statt. Bei B. C. sah man nach langer Zeit wieder alle alten Ge­sichter, jedoch fehlte noch eine der besten Kräfte. Bei denHessen" vermißte man Herzog und den Kölner Schneider,Hessens" besten Spieler. All­gemein tippte man auf einen Sieg B. C.'s, man wurde aber im Verlauf des Spieles eines anderen belehrt, dennHessen" stellte die bedeutend bessere Mannschaft. Die Angriffe derHessen" waren weit gefährlicher als die des Gegners. Schäfer als Mittelstürmer fütterte seine Außenstürmer mit weiten Vorlagen: von diesen war es besonders Becker auf Rechtsaußen, der prachtvolle Flanken hereingab, die dann auch von der Mitte und Halb­links verwertet wurden. Der Sturm war in feiner Gesamtheit der beste Teil der Mannschaft. Die Läuferreihe war nicht auf voller Höhe, leistete aber trotzdem zufriedenstellende Arbeit. Die Verteidigung genügte den an sie gestellten Aufgaben, sie hatte aber auch einen schwachen Sturm gegenüber. Der Torwart hatte leichte 'Arbeit, beide Tore waren eigenes Verschulden der Hintermannschaft und hätten bei tatkräftigerem Einschreiten vermieden werden können. Bei B. C. fehlte der Zusammenhalt und das Einheitliche: dauernde Umstellungen brachten die Mannschaft schließlich aus dem Konzept. Die Hin­termannschaft deckte schlecht ab, dadurch kam der Hessen"-Sturm zu billigen Erfolgen. Auch hätte man sein Augenmerk mehr auf des Gegners rechte Seite legen sollen. Der Schiedsrichter von Wetzlar leitete einwandfrei. Ueber den Spielverlauf ist kurz zu sagen: B. C. hat Anstoß, der von denHessen" abgefangen wird. Diese gehen zum Angriff über, der durch scharfen Schuß knapp neben dem Tor sein Ende findet. Wieder istHessen" in Front, und schon sitzt Schäfers Bombe im Kasten. Es dauert nicht lange, und es steht 2:0. Bei einem Angriff B. E.'s gibt ein Hessenspieler weit zurück, ein B. C.er ersaßt die Situation und sendet ein. Aus ähnliche Art gelingt B. C.'s 2. Tor, nachdem vorher dieHessen" den alten Torunterschied wieder her- gestellt haben. Ein fünftes Tor ist die weitere Aus­beute schön vorgetragener Angriffe derHessen". Nach der Pause ist das Spiel 30 Minuten aus­geglichen, bann fällt B. C. ab, und dieHessen" er­zielen kurz hintereinander weitere drei Tore. B. C. rafft sich noch einmal zusammen, scheitert aber an des Gegners Hintermannschaft, die kurz vor Schluß weit vorlegt, Eisenhauer auf Halblinks erfaßt das Leder und sendet zum 9. und letzten Male ein.

Freier

Turn- und Sportverein Wieseck.

Wieseck lDezirksmannschaft 3:4 (1:3).

L Allgemein herrschte vor dem Spiel die Ansicht, daß Wieseck gegenüber der Dezirks­mannschaft nicht besonders günstig abschneiden werde. Ihr erstes älebungsspiel gegen Gießen konnte diefe 4:2 (nicht 4:0, wie in der Vorschau am Freitag irrtümlich angegeben war) gewinnen, es konnte also im Treffen gegen Wieseck mit einem höheren Resultat gerechnet werden, zumal in der Dezirksmannschaft an einer schwachen Stelle ein Wechsel Dorgenommen worden war. Dah das Ergebnis den Vorhersagen nicht ent­sprach, ist nicht die Schuld der Bezirksmann­schaft, sondern hatte seine Ursache in dem auf­opfernden Spiel der Wiesecker Mannschaft, die am Sonntag eines ihrer schönsten Spiele zeigte. Im Spiel, als ganzes genommen, zeigte sich keine Ueberlegenheit der Dezirksmannschaft, ja bei etwas mehr Glück und etwas mehr Schuß­freudigkeit der Wiesecker Stürmer hätte das - Resultat leicht anders lauten können. Der her- Dorragendste Teil der Dezirksmannschaft ist das Innenttio, auf dessen tadelloses und verständnis- oolles Zusammenspiel in der Hauptsache auch die Erfolge zu setzen sind. In der Wiesecker Mannschaft zeigte die Verteidigung die schönsten Leistungen, die Läufer unterstützten zeitweise den Sturm zu wenig, und hier hätte wieder die rechte Seite etwas mehr beschäftigt werden müssen. Dem Spiel wurde durch die Wiesecker ein äußerst schnelles Tempo Dorgeschrieben, dem die De­zirksmannschaft wohl oder übel folgen mußte, so daß für die recht zahlreichen Zuschauer ein

' des Frankfurter Senders.

I / (Aus derRadio-Umschau".)

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