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: 3um. Ein hiesiger 3n- 1 Ausstellung eines 3er. seinen Mantel unter den t aufgeführt und die Doll- ichtigkert des Verzeichnisses Wegen fahrlässiger Eides- entschuldigte er sich mit urde zu 12 La-.en Ee-

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ÄWä?

Der dritte Schutz.

Kriminalroman von Ole S t e f a n i.

24. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Etwas Lustiges. Ich bin hinter einem geriebe­nen Schmuggler hergewesen, der mit Lederwaren nach Belgien wollte. Er sitzt bereits, dank meiner Anregung. Da bin ich aus dem Rückweg im Wagen- abteil auf eine abenteuerliche Gestalt gestoßen, der id) jetzt ein bißchen nachgebe. Ich will erst mal sehen, was sie vorhat, ehe ich zugreise. Schauen Sie sich den Onkel mal aus der Nahe an, er sitzt im Warlesaal."

Neugierig ginge die beiden zum Wartesaal. Äaur.i aber hatte der Anwalt einen Türspalt ge­öffnet, als er mit Muhe einen Schrei zurückhielt.

Die Arme aus den Tisch gestützt, saß da ein Mann, dem auch weniger -geübte Augen aus den ersten Blick die Verkleidung angesehen hätten. Ein unmöglicher roter Riesenbart umwallte das feiste Gesicht, auf dem eine schiefe Brille mit dunklen Gläsern saß.

Was sagen Sie nun?" wandle sich Kramer fassungslos an Schulz.

Der kämpfte mit einem breiten Grinsen.

Ja!" sagte Kramer und lächelte.Wo blieben die Kriminalgeschichten, wenn es keinen Zufall gäbe!"

Dann betrat er den Raum und ging aus den Mann los.

5)err Esser! Ich verhafte Sie im Namen des Gesetzes!"

Was aber nun erfolgte, war so unerwartet, daß er zurückwich und dabei einen Stuhl umriß.

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Kaum hatte der Dicke ihn angesehen, als er auf­sprang und aus vollem Halse schrie:

Kramer! Gott sei Donk!"

Sprachlos lehnte Schulz an der Wand, ans Benfter drückte sich das Gesicht des Frankfurter olizisten.

Esser war rein toll geworden. Ob er Kramers Worte gehört hatte oder nicht er sprang im Raum herum 'unb schien außer sich vor Vergnügen. Die Brille lag längst zerschlittert am Boden.

Daß Sie da sind, Mensch! Ich war ja auf dem Weg zu Ihnen, oie sind doch der einzige, der mir Helsen kann! Och Menschenskmd, ich wer ja knatsch jäck!"

Er riß sich den Dollbart ab und schleuderte ihn in die Ecke zum ungeheuren Schrecken der gerade etntrctenden Kellnerin, die aufschrie und eilends flüchtete.

Dann erfaßte er Kramers Arm mit beiden Hän­den:Kommen Sie, Rechtsanwalt, fetzen Sie sich! Herr Dcyer kommen Sie schon her! Auch wenn Sie von der Berliner Kriminalpolizei sind. Ich Der- spreche Ihnen, Sie sind mir trotzdem sympathisch! Hallo Bedienung, noch ein Fläschchen und noch zwei Gläser!" Er schlug auf den Tisch.

Entschuldigen Sie!" sagte Kramer.Ich glaube, ich habe Sie soeben verhaftet."

Das macht ja nix!" versicherte der Weinhändler. Das nem ich Ihnen gar nit übel, ich hab Ihnen ja so 'ne Menge zu erzählen! Beyer, Mensch, kom­men Sie endlich ran1/

Zaghaft näherte sich die Kellnerin und (teilte Flasche und Gläser auf den Tisch. Esser schenkte ein. Mitten drin hielt er inne und starrte zum Fenster.

Gucken Sie sich mal das Galgengesicht an!" fagte er und wies grinsend mit dem Finger hinaus. Wie der sich die Nees an der Scheibe platt drückt! Der Kerl is schon seit zwei Stunden hinter mir her. Dem hat als mein Bart wohl nit gefallen. Mir noch viel weniger!"

Er riß das Fenster auf:Sie Mann wollen Sie einen roten Dollbart geschenkt be­kommen?"

Des Beamten Miene war ein lebendiges Frage­zeichen.

Sind Sie auch von der Kriminalpolizei? Kommen Sie man herein, hier sind noch mehr von der Sorte!"

Kommen Sie, Hannemann!" rief Schulz amü­siert.Das scheint die ungewöhnlichste Verhaftung zu fein, die ich je mitgemacht habe!"

Was sie nun erfuhren, war folgendes:

Esser erzählte, der Architekt Sandberg habe ihm vor vier Monaten die Beteiligung an einem großen Kasseekauf angeboten. Er war darauf eingegangen und hatte sehr viel dabei verdient. Dadurch zutrau- lich geworden, hatte er Sandberg eine bedeutende Summe für ein neues Geschäft anoertraut. Von

diesem Gell» aber hätte er keinen Pfennig mehr gesehen. Sandberg verschob die Rückzahlung der Kapitalssumme und des angeblich erlösten Ge­winnes von Tag zu Tag. Esser sei dadurch mit Zahlungen in Rückstand gekommen die jedoch, wie er nachwies, bei weitem nicht so groß waren, wie die Gerüchte in Bonn sie machten. Immerhin hatte Sandberg nach wie vor sein Vertrauen gehabt.

Tja, Herr Rechtsanwalt. Sie können sich denken, wie mir zumute war, als sie mir erklärten: der Mann ist ein Schwindler. Et is ein schönes Stück Geld, das ich bei dem Geschäft zugesctzt hab. Ruiniert bin ich noch lange nit dadurch, was denken Sie! Nur im Moment is et mir peinlich, weil ich soviel, wie ich grab brauche, kaum vor nächster Woche flüssig machen kann. Ich hab erst meine Bank in Köln angerufen zu der Zeit waren Sie mit Molinski übrigens in meinem Hause aber das war Unsinn, wie ich mir gleich daraus sagte. Da hab ich nämlich viel zu wenig Geld liegen.'

Einen Moment!" sagte Kramer.Waren Sie damals mit Babette allein im Hause oder befand sich zur Zeit unseres Aufenthaltes bei Ihnen noch jemand dort?^

Nein, fein Mensch! Wie kommen Sie daraus? Aber hören Sie nur weiter. Ich war im Moment ganz kindisch und weihte Babette in meine Situa­tion ein. Da hat mich bat Mädel mit ihrer Heulerei vollends jäck gemacht, ich riefjnein Auto an, ließ es kommen, packte ein paar Sachen und ein paar Papiere zusammen"

Briese von Sandberg?"

Nee, denken Sie, Herr Rechtsanwalt, wie ge­rieben der ist. Der hat mir niemals ein Stück Papier mit seinem Namen gegeben. Er wußte bas immer so zu drehen. Der Schuft, der verdammte! Na wenn ich den mal in meine Finger kriege!"

Also weiter!" drängte Schulz.

Na ja, was weiter? Wir fuhren im Auto los. Es war sehr schön und wir waren morgens in Düsseldors. Da ich erst mal ordentlich, und da fiel mir schwer aufs Herz, was ich für 'ne kapitale Blödsinn gemacht halle. Dann steckte ich dem Ba- bettdjeu ein Stück Geld in die Hand, sie solle einen Tag lang auf mich warten, kaufte mir bei einem Theaterfriseur den Rotbart unb bei einem Optiker

die Brille ich bin halb blind von dem Ding, erstand mir einen alten Mantel beim Trödler und wollte zu Ihnen, um Sie um Rat zu fragen, was ich nun machen sollte, meine Gläubiger bis zur nächsten Woche zu vertrösten. Unterwegs aber setzte sich der Kerl da prost, mein Herr! mir gegen­über in den Wagen unb guckte mich solange an, bis mir heiß wurde. Ich kann Ihnen sagen, ich ver­fluchte meine Reise und das Maskentheater und den Architekten, der die Schuld an der ganzen Sache trug, bis in die unterste Hölle hinab. Schließlich hielt ich bat Angaffen nix für ungut, prost!, hielt ich et also nit mehr aus und stieg hier in dem Nest ab.

Steiat der Mann doch mit ab!

Ich setz mich also hier in den Wartesaal und trink so in meinem Kummer ein Gläschen nach dem an­deren und wart auf den nächsten Zug nach Kölle! ... Na vom Fegefeuer hab ich ein gut Stück abgebient. Prost!"

Sehr schön!" sagte Kromer.Aber Sie wissen wohl nicht, daß Ihr Babettchen in Düsseldorf fest- genommen worden ist!"

Der Donner auch! Warum denn?"

Von der Kölner Staatsanwaltschaft ist ein Der» Haftsbefehl gegen Sie erlassen."

Waas? Wegen der paar Mark? Dat is doch wirklich ein starkes Stück! Das nenne ich Ge­schäftsfreunde! . . . Gut! Schön! Sie denken, ich bin geflohen! Großartig! Nu geh ich grabe in die Unter­suchungshaft! Nu grade!"

Kramer sagte:Es wird Ihnen wohl nichts anderes übriqblciben. Aber wenn sich das alles als wahr herausstellt, was Sie uns erzählt haben, und ich will Ihnen unter uns gestehen: ich zweifle nicht daran'

Danke schön!" rief der Weinhändlcr vergnügt.

Dann wird Ihre Untersuchungshaft wohl nicht lange dauern! Kommen Sie, wir wollen beim!"

III.

Am nächsten Morgen in der Frühe brachten Kramer unb Molinski bie beiden Damen auf den Bahnhos. Grete dankte Kramer mit wenigen be­wegten Worten für die Hilfe, die er ihr in den Tagen geleistet hatte.

(Fortsetzung folgt.)

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